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Wandlungsworte

Die Deutsche Bischofskonferenz angesichts der römischen Weisung zur Korrektur der Wandlungsworte

Hintergrund: Zur römischen Weisung

I. Der Ruf der DBK

Als der Heilige Stuhl 2006 in einem Schreiben an die Bischofskonferenzen die Anweisung gab, das “pro multis” in der lateinischen Version der Wandlungsworte korrekt mit “für viele” statt mit “für alle” zu übersetzen, gab es pessimistische Stimmen, die einen Ungehorsam der Deutschen Bischofskonferenz voraussagten. Andere dagegen glaubten an die kirchliche Gesinnung und Gehorsamsbereitschaft der deutschen Bischöfe.

Nun, im September 2010, haben die Bischöfe den Ersteren Recht gegeben. Während etwa die mexikanische und die ungarische Bischofskonferenz die Anweisung des Heiligen Stuhles bereits umgesetzt haben, ist aus Deutschland nun Widerstand angekündigt worden. Wie die KNA nach der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in einem grammatikalisch verunglückten Satz mitteilte, seien “die deutschen Bischöfe dafür, die theologisch korrekte Aussage ‘für alle’ beizubehalten und sie nicht durch die enger am lateinischen Text liegende Variante ‘für viele’ ersetzt wird.”

Da die Wandlungsworte aber nicht nur von den Bischöfen, sondern auch von den Priestern gesprochen werden, sind Konflikte vorprogrammiert. Sollen die Priester nun ihren Bischöfen oder Rom gehorchen? Und mit welchem Recht werden die Bischöfe von ihnen Gehorsam verlangen können, wenn sie ihn selber verweigern?


II. Wo waren die Katechesen?

In dem Schreiben der Apostolischen Stuhles vom 17. Oktober 2006, das die Korrektur der Fehlübersetzung “für alle” in den Wandlungsworten anordnet, heißt es gegen Ende:
“Die Bischofskonferenzen der Länder, in denen derzeit der Wortlaut ‘für alle’ oder ein Äquivalent dafür im Gebrauch sind, werden daher gebeten, den Gläubigen in den nächsten ein bis zwei Jahren die notwendigen Katechesen über dieses Thema zu halten, um sie für die Einführung einer genauen Übersetzung der Wendung pro multis – zum Beispiel ‘for many’, ‘per molti’, etc. – in die Landessprache vorzubereiten.”

Hat man in Deutschland in den letzten Jahren irgendetwas gemerkt, dass dies geschehen sei? Ganz offensichtlich hat die Bischofskonferenz die Gläubigen nicht auf die Einführung der genauen Übersetzung vorbereitet. Und nun nimmt Erzbischof Robert Zollitsch dieses Unvorbereitetsein der Gläubigen als Argument, für die Beibehaltung des alten Textes und gegen die Anordnung aus Rom zu votieren. Ist das nun eine neue Form sich selbst begründenden Ungehorsams?


III. Verspätete Sensibilität?

Pfarrer Klaus Glowienke aus Berlin fühlt in einem Leserbrief in der Tagespost vom 30. September 2010 der Begründung auf den Zahn, die die Deutsche Bischofskonferenz für ihre Zurückhaltung gegenüber den römischen Änderungswünschen bezüglich des Messbuches gibt. Die Begründung lautet: “Die Rezeption des künftigen Messbuches darf wegen der Übersetzung einzelner Grundwörter oder der ohne inhaltliche Notwendigkeit erfolgenden Ersetzung bisher guter deutscher Texte durch verfremdete Neufassungen nicht insgesamt gefährdet werden” Dazu Glowienke: “Als Priester und wohl auch als Laie fühlt man sich für dumm verkauft. Wurden nicht nach dem Konzil sogar im deutschen Text des Vaterunsers, des Ave Maria und Ehre sei dem Vater Änderungen vorgenommen? Wurden nicht in einem so vertrauten Lied wie ‘Stille Nacht’ Strophen umgestellt? Wurden nicht im uralten Hymnus ‘Veni Creator Spiritus’ Änderungen vorgenommen? Als man meinte, beflissen Texte mit ‘Brüdern’ in ‘Geschwister’ umzudichten, wurde nicht einmal eine Neuauflage des Gesangbuches abgewartet. Nur bei den Wandlungsworten darf ‘der hohe Wert’ einer im deutschen Sprachraum durchgepaukten zweifelhaften Übersetzung eines einzigen Wortes ‘nicht gefährdet’ werden!”

Nun ist die Ersetzung von “Weiber” durch “Frauen” im Ave Maria sicherlich eine Änderung, die dem gewandelten Sprachgefühl Rechnung trägt. Aber zu Recht bemängelt Pfarrer Glowienke die Rücksichtslosigkeit, mit der etwa im Liedgut Altvertrautes zerstört wurde, um einer “modernen”, und das heißt meistens: glaubensverdünnenden theologischen Richtung zum Durchbruch zu verhelfen. Cordelia Spaemann, seinerzeitiges Mitglied der Gotteslob-Kommission, war über diese Rücksichtslosigkeit so empört, dass sie aus der Kommission austrat.


IV. Anwalt der Rechtgläubigkeit?

In der Pressekonferenz vom 24. September 2010 im Anschluss an die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz äußerte sich Erzbischof Robert Zollitsch zu deren Entscheidung, gegen die Anweisung Roms zur Korrektur der deutschsprachigen Wandlungsworte zu votieren. Dabei sagte er zweimal, dass es theologisch klar sei, dass Jesus “für alle” gestorben sei. Zugunsten des “für viele” führte er lediglich die “größere Nähe zum Latein” an. Erzbischof Zollitsch außerdem wörtlich: “Wir meinen, und hier werden wir das Gespräch mit Rom suchen, dass es schwierig ist, wenn wir jetzt das ändern im deutschen Text und erklären sollen: Wir sagen zwar für viele oder für die vielen, aber theologisch ist klar, Jesus ist für alle gestorben.”

Dadurch musste bei den anwesenden Journalisten der Eindruck entstehen, dass von der Theologie her die Übersetzung mit “für alle” geradezu gefordert sei. Warum gab der Erzbischof fairerweise nicht auch die Argumente an, die der Heilige Stuhl selber für die gewünschte Korrektur anführte? Unter den sechs angeführten Gründe befindet sich unter Punkt e. eine theologische Erklärung des “für viele”, die da lautet: “Der Ausdruck ‘für viele’ ist für die Einbeziehung jedes Menschen offen und bezeugt die Tatsache, daß diese Erlösung nicht auf eine mechanische Art und Weise – ohne die Einwilligung oder Teilnahme der Einzelnen – geschieht. Der Gläubige ist vielmehr eingeladen, das Geschenk, das ihm angeboten wird, gläubig anzunehmen und das übernatürliche Leben zu empfangen, das denen gegeben ist, die an diesem Geheimnis teilnehmen und die auch davon in ihrem Leben Zeugnis geben, so daß sie unter die ‘vielen’ – auf die sich der Text bezieht – gezählt werden.”

Wäre es nicht angebrachter gewesen, mit Rom auf diese heute oft verkannte Notwendigkeit der Mitwirkung mit der Gnade hinzuweisen, statt sich - welche Ironie! - als Anwalt der Rechtgläubigkeit gegenüber den römischen Forderungen zu präsentieren?


V. Ernste Argumente?

Warum beharrt die deutsche Bischofskonferenz auf der interpretierenden Übertragung “für alle”. Soll damit doch die Allerlösungslehre (unter dem Deckmantel der Theorie von der “leeren Hölle”) hoffähig gemacht werden? Wie ernst ist das Argument von der “Vertrautheit” der (bisherigen) gottesdienstlichen Texte zu nehmen, wenn zum Teil jahrhundertealte Liedtexte im Gotteslob umgeändert wurden (und noch werden) - um Forderungen von feministischer Seite entgegenzukommen?
Ein Korrekturbedarf der deutschen Übersetzung wird im Fall der Wandlungsworte in Rom nicht nur diskutiert, sondern (seit Ende 2006) von Rom gefordert. Dabei wurden den Bischöfen eine Frist von zwei Jahren eingeräumt, um die Gläubigen auf die Änderung vorzubereiten. Mir ist kein deutscher Bischof bekannt, der dies getan hat. Warum hat man seither fast vier Jahre verstreichen lassen?

Aus einem Leserbrief von Pfarrer Richard Kleinschrodt in der Tagespost vom 3. November 2010


VI. Das Zeugnis der alten Liturgien

Die Urformen der alten Liturgien, welche bis in die apostolische Zeit zurückreichen und auf welche die späteren Formen zurückgehen - nämlich die in Jerusalem, Antiochia und Alexandria beheimateten ursprüngliche Liturgien - verwenden alle das griechische “peri pollohn” (lateinisch “pro multis”, also für viele). Auf diese Tatsache hat schon vor vier Jahren Pater M. Wildfeuer in der Untersuchung “Treue zum Testament des Herrn” hingewiesen.
Nimmt man dazu die Tatsache, dass sich “in keinem einzigen liturgischen Einsetzungsbericht der verschiedenen orientalischen Liturgien die Übersetzung ‘für alle’ findet” (Klaus Gamber), so stellt sich für mich die Frage:
Ist die deutsche katholische Kirche überhaupt sachlich berechtigt, an der Formulierung “für alle” festzuhalten und damit die historisch deutlich überlieferten Einsetzungsworte Jesu Christi aus rein katechetischen Gründen abzuändern?

Aus einem Leserbrief von Hermann Albinger in der Tagespost vom 18. November 2010.


VII. Konflikt vorprogrammiert?

“Umso befremdlicher muss es wirken, dass die [deutschen] Bischöfe den in Rom und in den deutschsprachigen Ortskirchen diskutierten Korrekturbedarf bei der Übersetzung des Missale Romanum, dessen überarbeitete Fassung sie den römischen Behörden nun vorlegen, skeptisch gegenüberstehen (...) Das ‘pro multis’ der Wandlungsworte soll entgegen der Mahnung Roms weiter mit ‘für alle’ übersetzt werden. Grund: der ‘hohe Wert’, der den Texten aufgrund ihrer Vertrautheit ‘durch den praktischen Vollzug’ beigemessen wird (...) Leider ist durch ein derartiges Vorgehen ein künftiger Konflikt vorprogrammiert, insofern sich das zuständige Dikasterium der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung nicht auf eine derartige einseitige und zweifelhafte Feststellung einlassen dürfte. Statt die Gläubigen katechetisch vorbereitend zu unterweisen, wird ein hoher Wert behauptet, ohne diesen ‘Wert’ in einer angemessenen Argumentation darzustellen.”

Aus: Armin Schwibach, “Der Feind sitzt in der Kirche”. Die Nostalgie nach der Ethikagentur. Wohin geht die deutsch-katholische Kirche? in: Komma 75/2010, S. 63.


VIII Konservativ

Ganz so fortschrittlich sind unsere Bischöfe dann doch nicht. Auf der Konferenz wurde auch beschlossen, dass man dem Wunsch Roms nicht nachkommen wolle, die Einsetzungsworte bei der Wandlung im Messbuch zu ändern. Rom wollte die Aussage „für alle“ korrekterweise in „für viele“ ersetzt wissen. Man wolle die Akzeptanz solch bewährter liturgischer Texte in den Gemeinden durch fundamentale neue Übersetzungen nicht gefährden. Das nenne ich mal konservativ. Am Alten festhaltend.

Bernhard Müller im PUR-Magazin, Oktober 2010


IX Loyalitätskonflikt

In der Zwischenzeit sind vier Jahre vergangen, ohne dass die Deutschen Bischöfe dem Wunsch des Hl. Stuhls nachgekommen wären. Weder wurden umfangreiche Katechesen zur Erläuterung der Änderung der Konsekrationsworte gehalten, noch diese Änderung selbst umgesetzt.
Unsere Anfrage vor zwei Jahren, wie wir uns als Priester bezüglich der Umsetzung des Wunsches der Gottesdienstkongregation verhalten sollen, wurde mit dem Warten auf die Entscheidung der Bischöfe beantwortet.
Nun ist die Frist zur Neufassung der Konsekrationsworte in schließlich ihrer geistlichen Vorbereitung bereits zwei Jahre abgelaufen. Die Bischöfe lassen einzig verlautbaren, dass eine Verbesserung des Deutschen Missale in seinen Übersetzungen nicht nötig sei, weil man die bisherige Fassung für gut befunden und die Gläubige sich außerdem daran gewöhnt hätten.
So scheint sich für uns ein tiefgreifender Loyalitätskonflikt anzubahnen ...

Aus dem Brief des Netzwerks katholischer Priester vom 21. Oktober 2010 an Kongregation für Gottesdienst und Sakramente. Der vollständige Brief mit den Unterschriften steht auf der Website des Netzwerks als pdf-Datei zur Verfügung.


X Das geschäftsschädigende Image einer harmlosen Religion

Schon über vier Jahre währt die Zeit, in der der größte Teil der deutschen Bischofskonferenz es unterlässt, der Weisung Roms nachzukommen, die Gläubigen auf die Korrektur der Wandlungsworte (“für viele” statt “für alle”) vorzubereiten. Dabei hatte ihnen bereits am 22. Dezember 2006 die FAZ gezeigt, wie es geht.
Sie brachte unter dem Titel “Für viele” einen Artikel, der zunächst zeigt, wie der Versuch der Kirche, sich als eine Religion für alle anzubiedern, gescheitert ist: “Ohnehin schien sich der Katholizismus selbst um ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gebracht zu haben, als er die Kategorie des Seelenheils, die auch der gemäßigte Islam für vordringlich erklärt, systematisch in den Hintergrund treten ließ, ja ausrangierte. Wir kommen alle in den Himmel - das ist die populäre Version der Heilsgewißheit, die Wortführer des Katholizismus in der Annahme vertraten, ihre Kirche könne im Handumdrehen eine Religion für alle werden - für Andersgläubige ebenso wie für Ungläubige.” In Wirklichkeit machte die zunehmende Profillosigkeit den Katholizismus uninteressant, so dass er eine Religion für immer weniger wurde. In der angeordneten Korrektur sieht die FAZ die Konsequenz, die Rom aus dem Desaster zieht:
“Jetzt zieht die katholische Kirche die Konsequenz und will ihre Meßbücher ändern. Dort soll es in den Landessprachen bald nicht länger heißen, daß Christus ‘für alle’ gestorben sei, sondern - getreu der lateinischen Vorlage - nur noch ‘für viele’. Das Seelenheil dürfe man sich nicht als eine mechanistische Angelegenheit vorstellen, heißt es zur Begründung. Was Christus allen verdient habe, müsse gleichwohl einzeln gewollt werden. So begegnet man dem geschäftsschädigenden Image, im Vergleich zu anderen Religionen eine harmlose Religion zu sein und noch dem Atheismus zuzublinzeln. Der Katholizismus ist, wie es scheint, nicht so ungefährlich, wie er oft tut. Ihm geht es wieder um etwas.”
Doch wie es aussieht, zieht es die Bischofskonferenz vor, am geschäftsschädigenden Image festzuhalten.


XI Ein Symptom

Der nun schon vier Jahre dauernde Streit um eine Korrektur der falsch übersetzten Wandlungsworte im deutschen Missale („pro multis“ heißt eben „für viele“ und nicht „für alle“) zeigt: Die Auseinandersetzung um die Autorität in der Kirche ist in das Herz des Glaubens vorgedrungen. Schon im Abendmahlssaal stritten bekanntlich die Apostel darum, wer von ihnen der Größte sei. Damals wie heute ist das kein rein disziplinarisches Problem. Deswegen noch einmal: Wenn der Gehorsam in zentralen Fragen zur Disposition gestellt wird, steht der Glaube auf dem Spiel. Nicht zufällig wendet sich der Herr im Abendmahlssaal an den Heiligen Petrus mit dem Hinweis, er habe für ihn gebetet, damit sein Glaube nicht wanke. Petrus braucht diesen Glauben an die ihm vom Herrn übertragene Sonderstellung. Wenn dieser Glaube wankt, dann kann Petrus auch die „Brüder“ im Glauben nicht mehr stärken. Im Kern gibt es also von Anfang an die Gefahr, das Petrusamt zu nivellieren und die Aufkündigung von Gehorsam als Meinungsverschiedenheit zu bagatellisieren. Das dürfen wir aber nicht zulassen. Hier mahnt uns das Gewissen, die Stimme zu erheben!
Der Streit um die Wandlungsworte ist in unseren Augen ein Symptom, das auf eine Gehorsams- und Glaubenskrise in der Kirche hinweist. Zu diesen Vorgängen können und werden wir nicht schweigen. Wir sind weder illoyal, noch wollen wir uns wichtigmachen, auch wenn uns das nicht selten vorgeworfen wird. Es geht uns hier um eine Gewissenspflicht, und wir hoffen, daß dies auch so respektiert und wahrgenommen wird.

Pfarrer Hendrick Jolie im Interview mit der Kirchlichen Umschau, November 2010


XII. Eine Frage der Ehrfurcht

Es fragt sich weiter, ob die Bischofskonferenz eine klare Position im Sinn des Papstes bezieht: immerhin ließ sie die Frist zur Katechese verstreichen.
Die Wandlungsworte werden immer als Herrenworte verstanden: Er “sagte”: Auch wenn im Einzelnen aus verschiedenen Gründen (Übersetzung in andren Sprachen, Parallelisieren der beiden Teile) die Worte des Herr in den Einsetzungsberichten der Bibel bzw. der Liturgien variieren, gilt doch, dass ein Wort des Herrn, gerade beim Höhepunkt der Eucharistie, nicht ändert, wer Ehrfurcht kennt. Ein Wort des Herrn steht nicht in unserer Verfügung!

Der Dogmatiker Prof. Dr. Anton Ziegenaus im FELS, Mai 2011, Christi Heil “für alle”? Gedanken zu den Wandlungsworten, S. 135. Außerdem macht er darauf aufmerksam, dass der Theologe Magnus Striet, der Herausgeber des Buches Gestorben für wen? Zur Diskussion um das “pro multis”, gerade jenen “grenzenlosen Heilsoptimismus” vertrete, den die Piusbruderschaft im “für alle” beargwöhne. Dass die Für-alle-Übersetzung von interessierten Kreisen zur Verbreitung eines vermessenen Heilsoptimismus missbraucht wurde, hatten schon frühzeitig Klaus Gamber, Paul Hacker und andere bemerkt, wie Prof. Dr. Manfred Hauke in seinem Vorwort zur Studie Franz Prosingers Das Blut des Bundes - vergossen für viele? feststellt (S. 31, Anmerkung 80).

Autoren

Conrad Sven
Deneke B.
Mosebach M.
Muschalek G.
Postl Uwe
Prosinger F.
Ramm Martin
Ratzinger J.
Recktenwald E.
Spaemann R.
Strasser R.
Wildfeuer M.


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