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* * *

29. April
Das Zitat

Lassen Sie sich niemals niederdrücken durch den Gedanken an Ihre Erbärmlichkeiten. Der große heilige Paulus sagt: ‚Wo die Sünde schwillt, da ist die Gnade überschwellend geworden’. So ist die schwächste, ja sogar die schuldigste Seele diejenige, die am meisten Grund hat zu hoffen, und dieser Akt, mit dem sie sich selber aufgibt und in die Arme Gottes wirft, verherrlicht ihn mehr und gibt ihm mehr Freude als alle ihre Selbstbetrachtungen und Gewissenserforschungen, die nur bewirken, dass sie mit ihren Schwächen zusammen lebt, während sie doch inmitten ihrer selbst einen Erlöser besitzt, der sie jeden Augenblick reinigen kommt...Es ist doch sehr tröstlich, nicht wahr, zu denken, dass der, der uns richten soll, in uns wohnt, um uns immerfort von unseren Armseligkeiten zu retten und uns zu verzeihen...Du musst das Wort Entmutigung aus deinem Wörterbuch streichen. Je mehr du deine Schwäche fühlst,...erinnere dich, dass ‚ein Abgrund dem anderen zuruft’ (Ps 42,8): dass der Abgrund deines Elends den Abgrund seiner Barmherzigkeit anzieht.

Hl. Elisabeth von Dijon


29. April
Josef Benedikt Cottolengo

Vor 100 Jahren, am 29. April 1917, wurde Josef Benedikt Cottolengo (1786-1842) seliggesprochen. Die Heiligsprechung folgte 1934.


28. April
Symbolik

oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

120. Folge

Da nun die Rechtfertigung im Sinne der Katholiken in der völligen Umwandlung des ganzen inneren Menschen besteht, so erscheint es begreiflich, daß sie auf das nachdrücklichste einschärfen, der Glaube allein mache nicht gerecht vor Gott, er sei vielmehr nur die subjektive erste, unerläßiche Bedingung, es zu werden, die Wurzel, aus welcher das göttliche Wohlgefallen am Menschen herauswachse, der Grund, aus dem sich die Kindschaft Gottes entwickle. Dringt aber der Glaube von der Intelligenz aus und von den zugleich durch sie erregten Gefühlen in den Willen ein, durchdringt er diesen, belebt und befruchtet er ihn durch das ihm gewährte neue göttliche Lebensprinzip, und erzeugt in dieser Weise den neuen nach Gott geschaffenen (ganzen) Menschen, oder: entzündet sich, nach dem Ausdruck des Seripandus auf der Synode zu Trient [159], aus dem Glauben die Liebe wie aus dem Schwefel das Feuer, dann erst ist nach ihnen die Wiedergeburt, die Rechtfertigung eingetreten.

[159] Pallavic. hist. Concil. Trident. l. VIII. c. 9. n. 6. p. 270. Quemadmodum a sulphure ignis emicat, ita per eam (fidem) in nobis charitatem succendi, quae praeceptorum observationem et salutem secum trahit.

wird fortgesetzt


27. April
Der Analphabetismus der Gefühle und die Kultur der Liebe

Von Livio Melina

Dritte Folge

An diesem unterschwelligen und beharrlichen Angriff haben die Fernsehprogramme und ganz allgemein die Darstellung der Liebe in den Massenmedien Anteil. In Filmen und Talkshows wird die natürliche traditionelle Familie systematisch in ein negatives Licht gerückt, an den Pranger gestellt und ins Lächerliche gezogen. Sie wird als repressiv und lustfeindlich dargestellt. Jede andere Verhaltensweise und Neigung, und sei sie auch noch so absurd und sinnlos, wird dagegen neutral dargestellt, wird „entideologisiert“, also als Normalität verkauft (vgl. U. Folena, I Pacs della discordia. Spunti per un dibattito, Ancora, Mailand 2006, 37-54). Unterschwellig oder offen wird das gelobt und gefördert, was Benedikt XVI. als „schwache Liebe“ bezeichnet hat: eine Liebe ohne dauerhafte Treue und ohne verbindliche Zukunftspläne.

Ob nicht gerade diese schwache Liebe, diese Flüchtigkeit der Liebe das konkrete Sein der Männer und Frauen realistischer zum Ausdruck bringt und glücklicher macht als ein auch institutionell sanktioniertes Treueversprechen? Genau das Gegenteil ist der Fall, und die Belege dazu kommen von Denkern, die alles andere als traditionalistisch oder klerikal eingestellt sind. Der französische Werbefachmann Frédéric Beigbeder, ein Nihilist und Anarchist, schreibt, dass die Unzufriedenheit die wahre Seele des Kommerzes ist: Diejenigen, die uns durch die Kommunikationsmittel Lebensstile aufdrängen, wollen nicht unser Glück, und zwar aus dem einfachen Grund, dass glückliche Menschen nicht konsumieren (F. Beigbeder, Neunundreißigneunzig, Rowohlt, Hamburg 2001, 15). In dem Film Casomai – Trauen wir uns? von Alessandro D’Alatri sagt die Schauspielerin Stefania Rocca: “Manchmal glaube ich, dass es das Unglücklichsein ist, das Wachstum und Gewinn hervorbringt. Zwei Menschen, die sich trennen, geben Anwälten und Richtern Arbeit, verdoppeln Wohnungen und Autos, vervielfachen den Konsum. Wenn ich unglücklich bin, kaufe ich mir ein rotes Kleid. Wer glücklich ist, konsumiert weniger”. Wiederum in England ist eine neue Gesellschaftskategorie entstanden: die Dinks. Dieses Akronym steht für double income no kids: ein Paar mit doppeltem Einkommen und ohne Kinder. “Dinks haben keine Vergangenheit und beanspruchen keine Zukunft. Sie lassen sich treiben in einer ewigen, provisorischen, flüchtigen Gegenwart. Außer kurzfristigen machen sie keine Pläne. Wie sollten sie auch, wenn sie nicht an die Zukunft denken und nicht wissen, ob sie in der Zukunft noch zusammen sein werden? Aus diesem Grunde sind Dinks viel anfälliger für die Verlockungen der Werbung. Auf den Anreiz (‘gib dein Geld so aus!’) folgt bei ihnen unmittelbar die Reaktion” (U. Folena, I Pacs, a.a.O., 53). Während Dinks perfekte Konsumenten sind, sind Eheleute mit Kindern weniger perfekte. Bevor sie das Auto, den Fernseher oder das Handy wechseln, müssen sie nicht nur einmal, sondern zehnmal darüber nachdenken…

Die Gegenkultur der absoluten Autonomie

Diesen Phänomenen wirtschaftlicher, sozialer und moralischer Natur liegt auch eine gut organisierte kulturelle Strategie zugrunde, eine Revolution im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Sprachgebrauch angefangen dringt sie in die Mentalität und die rechtlichen Institutionen des Westens ein, um sich dann nach und nach auf globaler Ebene über die ganze Welt zu verbreiten, wie eine Art Neo-Kolonialismus [1]. Das Prinzip der Entscheidungsfreiheit des Individuums im Bereich der Sexualität, der Fortpflanzung und des Lebens wird als etwas Absolutes postuliert, wird zum Faktor des Abbaus der natürlichen und traditionellen Formen der Beziehung in der Familie, in der lokalen Gemeinschaft und in der Gesellschaft.

Im Namen dieses individualistischen Konzepts von Freiheit und Autonomie wird behauptet, dass jede Form der Sexualität gleichberechtigt praktiziert werden kann; man fordert die rechtliche Gleichstellung aller Formen, von den faktischen Lebensgemeinschaften bis hin zur Homosexualität und zur Transsexualität. Verhütung, freie Abtreibung und künstliche Befruchtung werden als Rechte eingefordert, die zur „reproduktiven Gesundheit“ gehören. Das Prinzip der Autonomie wird neben das der Gleichheit gestellt, um eine absolute Neutralität des Staates in der Beurteilung der verschiedenen Formen der menschlichen Sexualität herzustellen. Diese, so heißt es, gehören zur Privatsphäre und das bürgerliche Gesetz habe nur die Aufgabe, die Gleichheit der Rechte zu gewährleisten. Aber eine solche Neutralität des Staates setzt voraus, dass man die Familie nur als eine konventionelle Überstruktur betrachtet, als eine vorübergehende Form unter vielen anderen, von der man sich befreien kann und sogar muss. In Wirklichkeit stehen wir hier vor einem perfekten Beispiel für den Totalitarismus des Relativismus, der nach Kardinal Ratzinger die wahre Freiheit der Personen bedroht und das Überleben der europäischen Zivilisation in Gefahr bringt [2].

Anmerkungen:

[1] Siehe dazu: M. A. Peeters, The Specifity of Christian Kerygma in the Face of the New Global Ethic, Kampala 2005; E. Roccella - L. Scaraffia, Contro il cristianismo. L’onu e l’Unione Europea come nuova ideologia, Piemme, Casale Monferrato 2005.

[2] Vgl. J. Ratzinger, L’Europa nella crisi delle culture, Conferenza per la consegna del Premio San Benedetto, Subiaco 1. April 2005; dt. in Marcello Pera / Joseph Ratzinger, Ohne Wurzeln. Der Relativismus und die Krise der europäischen Kultur, Sankt Ulrich Verlag, Augsburg 2005.

Wird fortgesetzt.

Zum bereits Erschienenen


26. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel über die Kirche vor den Herausforderungen der Zeit findet man nun auf einer eigenen Seite. Das Video mit dem Philosophen Holm Tetens über Naturalismus und Theodizee wurde auf der einschlägigen Themenseite, das interessante Zitat Karl Rahners über die Verdrängung der Gotteserfahrung durch unerleuchteten Reformeifer auf der Rahnerseite untergebracht.


26. April
Harry Wu

Vor einem Jahr, am 26. April 2016, starb in Honduras im Alter von 79 Jahren der chinesische katholische Menschenrechtsaktivist Harry Wu. Ab 1960 verbrachte er 19 Jahre in chinesischen Arbeitslagern. 1985 konnte er in die USA emigrieren. Seinen erschütternden Lebenslauf schilderte er in seiner Autobiographie Donner der Nacht, die wir hier auf kath-info bereits vorgestellt haben.


25. April
Bernhard von Tiron

Vor 900 Jahren, am 25. April 1117, starb im Alter von etwa 70 Jahren der heilige Bernhard von Tiron OSB. 1080 wurde er Prior in St. Savin. Als er 1100 Abt von St. Cyprian wurde, intervenierte Cluny, und er wurde suspendiert. Nachdem er eine Zeitlang als Wanderprediger gelebt hatte, gründete er 1114 im Wald von Tiron, Diözese Chartres, ein Kloster, woraus die Kongregation von Tiron entstand. Der hl. Bernhard von Tiron ist der Patron der Drechsler und der Gefangenen.


25. April
Pedro Betancur

Vor 350 Jahren, am 25. April 1667, starb in Guatemala im Alter von 47 Jahren der hl. Pedro Betancur. Auf Teneriffa geboren, reiste er 1649 nach Südamerika, 1651 nach Guatemala. Er führte ein Leben strengster Buße und verzehrte sich im Dienst an den Kranken und Armen. Die beiden Bücher, die ihn am meisten prägten, waren die Nachfolge Christi und der Katechismus des hl. Robert Bellarmin. 1980 wurde er selig-, 2002 heiliggesprochen.


24. April
Die alte Liturgie ist die neue

Frage: Woran liegt das? Fühlen sich junge Menschen von der alten Liturgie angezogen?

Gerstle: Für die jungen Leute ist die alte Liturgie gewissermaßen die neue Liturgie. Sie lesen zum Beispiel im Internet davon und interessieren sich dafür. Aus Neugier kommen sie dann in unsere Messen und sind oft fasziniert von dieser Atmosphäre des Heiligen. Man muss sie im Anschluss natürlich weiter begleiten mit guter Katechese und pastoralen Angeboten. Wenn das alles passt, dann kommen die Leute zur Überzeugung, dass sie bei uns ihre notwendige geistige Nahrung finden.

Aus einem Interview mit P. Bernhard Gerstle, dem Leiter des deutschsprachigen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Petrus, das heute auf katholisch.de veröffentlicht wurde.


24. April
Jahresranking: Die Aufsteiger des Jahres: Die Top 30

Welche von den genau 600 Seiten, die keine Neueinsteiger sind, haben 2016 im Ranking die größten Sprünge nach oben gemacht? Ich gebe die Top 30 in drei Schritten bekannt. Hier kommen die Plätze 11 bis 20. In der rechten Spalte ist die Anzahl der Plätze angegeben, um welche die jeweilige Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Platz Die Aufsteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 2. Teil:
Die Plätze 11-20
gestie-
gene Plätze
11

Alexander Pfänder: Das Urteil und sein Anspruch auf Wahrheit

165
12

Christa Pfenningberger: Matt Talbot

158
13

Bernhard Gerstle: Gedanken zum Jahr des Glaubens

156
14

Alexander Kissler: Die Neo-Menschen kommen

153
15

Verschollen in der Südsee

147
16

Hermann Döring, Prosper Delpech, Joseph Tieffentaller

145
17

Lugmayr: Der heilige Albert der Große als Reformer

142
18

Prosinger: In die Tiefe des geistlichen Lebens

139
19

Scheeben: Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit, 3. Seite

134
20

Vergebung

130

Zu den Top 10


21. April
Das Zitat

Man muß nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns.

Rainer Maria Rilke


21. April
Franziskus Spoto

Vor 10 Jahren, am 21. April 2007, wurde der italienische Missionar Franziskus Spoto SdP (1924-1964) seliggesprochen. Als Generaloberer der Missionsdiener der Armen reiste er, um seine Priester zu stärken, im August 1964 nach Zaire (jetzt Kongo), wo der Bürgerkrieg wütete. Angesichts der Gefahren betete er: “Herr, ich biete dir mein Leben an, aber rette meine Mitbrüder.” Tatsächlich wurde er von den Simba-Rebellen entdeckt, misshandelt und erschossen.


20. April
Agnes von Montepulciano

Vor 700 Jahren, am 20. April 1317, starb in Montepulciano, Toskana, im Alter von etwa 43 bis 53 Jahren die Mystikerin Agnes von Montepulciano. Mit neun Jahren trat sie in das Kloster del Sacco ein, mit 15 Jahren wurde sie Oberin des Klosters von Proceno. Sie besaß die Charismen der Prophetie, der Seelenschau und der Krankenheilungen. Ihre letzten Worte auf dem Sterbebett lauteten: “Meine Kinder, liebt einander, denn die Liebe ist das Kennzeichen der Auserwählten Gottes.” Die hl. Katharina von Siena war eine große Verehrerin von ihr. 1726 wurde sie heiliggesprochen.


19. April
Entzauberung der Werte?

Eine Aufklärung über Aufklärer

Von P. Engelbert Recktenwald

Zum Gedenken an die studentische Widerstandsgruppe Weiße Rose, deren Mitglieder Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf wegen Verbreitung von Protest-Flugblättern unter Hitler zum Tode verurteilt worden waren, fand 1990 in München eine Gedenkfeier statt, auf der Arthur Kaufmann über die “Tapferkeit des Herzens” sprach. Er legte dar, wie jene Studenten diese Tapferkeit verwirklichten, die darin bestehe, sich um des Guten willen der Todesgefahr auszusetzen. Und dann bringt er ein Zitat des polnischen Schriftstellers Andrzej Szczypiorski, der selber im KZ Sachsenhausen interniert war, aus dessen Roman Die schöne Frau Seidenman: “Was ist diese größte und geheimste Weisheit des Menschen anderes, als das Gute gut zu nennen und das Böse böse? Darin übertraf er, der gewöhnliche Schneider ... viele ... Philosophen und Propheten” (zitiert in: Die Weiße Rose und das Erbe des deutschen Widerstandes. Münchner Gedächtnisvorlesungen, München 1993, S. 159).

Tatsächlich gibt es leider viele Philosophen, die diese Weisheit nicht besitzen und alle Anstrengungen unternehmen, um zu zeigen, dass es das Gute und Böse in Wirklichkeit gar nicht gebe. Zu ihnen gehört z.B. Michael Schmidt-Salomon, der Chef-Ideologe der neuen Atheisten in Deutschland. Ihm zufolge gibt es ebenso wenig gute und böse Menschen wie es gute und böse Mäuse gibt. Moralische Begriffe wie Schuld und Sünde haben nach ihm keine Existenzberechtigung (so in seinem Text Die Banalität von Gut und Böse, veröffentlicht auf seiner eigenen Homepage).

Abgesehen von der Verhöhnung, die eine solche Nivellierung des Unterschieds zwischen Bösen und Guten, verbrecherischen Tätern und unschuldigen Opfern enthält, stellt sich die Frage, wie er auf seine These kommt. Dahinter steht eine bestimmte Auffassung der Evolutionstheorie. Wenn sich die Evolutionstheorie auf jenen Bereich, für den die Naturwissenschaften zuständig sind, beschränkt, ist sie mit dem katholischen Glauben vereinbar. Schon Papst Pius XII. räumte ein, dass der Gedanke, der menschliche Leib sei das Ergebnis einer Evolution, mit dem Glauben vereinbar sei. Anders sieht es aus, wenn die Evolutionstheorie einen Universalanspruch erhebt, kraft dessen sie nicht nur die materielle Seite des Menschen, sondern auch alles andere einschließlich Bewusstsein, Handeln und Moral erklären will. Seriöse Wissenschaftler wissen um die Grenzen ihrer Methode. Im Standardlehrbuch Evolutionsbiologie von Volker Storch, Ulrich Welsch und Michael Wink werden z. B. die philosophischen Einwände gegen die von biologischer Seite vorgebrachte Leugnung der menschlichen Willensfreiheit anerkannt (S. 540). Auf der anderen Seite gibt es jene Atheisten, die die Evolutionstheorie zu einer Universalerklärung aufblähen, die auch vor der geistigen Wirklichkeit des Menschen und seiner Moralität nicht Halt macht. Für sie ist die Evolutionstheorie der Zauberschlüssel, der die Tür zu allen Erkenntnissen öffnet und Gott überflüssig macht. Sie propagieren, wie der Kulturjournalist Rolf Spinnler einmal bemerkt hat, “unter dem Deckmantel der Wissenschaft eine Weltanschauung” und betreiben damit einen “Etikettenschwindel”, den man aufdecken müsse.

Zu ihnen gehört Daniel Dennett, neben Dawkins der bekannteste Vertreter der neuen Atheisten. Er will in seinem Buch Darwins gefährliches Erbe mit Hilfe der Evolutionstheorie Bewusstsein, Moral und “alles, was Bedeutung hat”, erklären. So wird die Evolutionstheorie als Speerspitze eines Atheismus missbraucht, und zwar eines materialistischen Atheismus. Denn es ist ja ausschließlich Materie, was der Evolution als Ausgangsmaterial zur Verfügung steht. Leben, Bewusstsein, Vernunft, Moral sind in diesem Weltbild nichts anderes als Erscheinungsformen hoch entwickelter Materie.

Es ist nur folgerichtig, wenn Schmidt-Salomon auf diesem Hintergrund die Willensfreiheit des Menschen leugnet. Denn wenn der Mensch nur ein etwas komplexerer Materieklumpen ist, bleibt er wie jede Materie vollständig den Naturgesetzen unterworfen und ist in seinem Verhalten durch diese determiniert. In diesem Weltbild gibt es für den freien Willen ebenso wenig einen Platz wie für Gott. Aus dem Menschen als moralischem Subjekt, das für seine Handlungen Verantwortung trägt, wird für Schmidt-Salomon ein Organismus, der in seinem Handeln von den unbewussten Verhaltensroutinen des Gehirns gesteuert wird. Konrad Lorenz, der Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung, hatte noch einen Unterschied zwischen dem moralischen Verhalten des Menschen und dem bloß moral-analogen Verhalten der Tiere gemacht. Wenn die Vogelmutter ihre Jungen füttert, folgt sie einem Instinkt. Wenn eine menschliche Mutter sich um ihr Kind kümmert, handelt sie moralisch. Die Mutterliebe ist ihr zwar ins Herz gegeben und hier mag man eine ererbte biologische Prädisposition anerkennen, dennoch ist sie frei, und jede Tat der Liebe gegenüber ihrem Kind entspringt immer wieder von neuem ihrer Entscheidung, dieser Liebe und nicht etwa dem Hang zur Bequemlichkeit oder anderen Neigungen zu folgen. Ihr Verhalten ist moralisch gut, weil sie ihre Pflicht vernachlässigen könnte und es trotzdem nicht tut. Sie ist für ihre Taten verantwortlich, im Guten wie im Bösen. Das macht den Unterschied zum Verhalten des Tieres aus. Genau diesen Unterschied leugnet Schmidt-Salomon.

Es ist nur folgerichtig, wenn auf diesem Hintergrund die Wörter “gut” und “böse” eine neue Bedeutung bekommen. Schmidt-Salomon spricht von ihrer Entzauberung. Was meint er damit?

Wenn wir ein Verhalten “böse” nennen, z.B. das Verhalten der Nazis, gegen welches die Studenten der Weißen Rose protestierten, dann meinen wir damit eine Qualität, die objektiv auf Seiten des Verhaltens besteht und aufgrund dessen dieses Verhalten verwerflich, verabscheuungswürdig und strafwürdig ist. Nennen wir ein Verhalten “gut”, so meinen wir damit eine Qualität, aufgrund derer dieses Verhalten lobenswert ist. Man nennt in der Philosophie diese Position “Wertrealismus”. Dieser Position zufolge ist der moralische Wert etwas Reales, auf den wir antworten, und zwar sowohl affektiv wie auch in der Tat. Affektive Antworten auf Böses sind etwa Entrüstung, Abscheu und Verachtung, auf Gutes Bewunderung, Dankbarkeit und Hochschätzung. Wie man in der Tat auf Böses reagiert, zeigt uns das Beispiel der Weißen Rose. Dieser Wertrealismus entspricht auch unserer Alltagsevidenz. Jeder normale Mensch ist in seinem Alltag Wertrealist.

Unsere neuen Atheisten dagegen wollen uns von unseren Alltagserkenntnissen befreien. Das nennen sie Aufklärung. Und ein wesentlicher Teil dieses Aufklärungsprogramms besteht darin, uns davon zu überzeugen, dass wir Opfer einer Illusion sind, wenn wir Werte für real halten. Der Grund dieser Illusion liegt nach ihrer Auffassung in unseren Genen. Die Evolution hat unsere Gene so programmiert, dass wir ein Verhalten, das dem Überleben unserer Gene förderlich ist, z.B. Altruismus und Kooperation, für gut halten. Dieses Gutsein ist nicht ein wahrer Wert auf Seiten des Verhaltens, sondern bloß ein Nimbus, mit dem es von den Genen umgeben wird, um uns zu diesem Verhalten zu motivieren. So meinen z.B. Edward O. Wilson und Michael Ruse: “Was wir unter Moral verstehen, ist eine Illusion, die uns unsere Gene vorgaukeln, damit wir kooperieren” (zitiert in: Christian Illies, Philosophische Anthropologie im biologischen Zeitalter; Frankfurt am Main: Suhrkamp 2006, S. 225).

Zweiter Teil folgt

Der Artikel erschien zuerst im Vatican-Magazin 11/2014


18. April
Unsere Liebe Frau von Walsingham

Von Carolin Holterhoff

Papst Benedikt XVI veröffentlichte am 4. November 2009 die Apostolische Konstitution Coetibus Anglicanorum, die es Anglikanern ermöglicht, in die volle Gemeinschaft der katholischen Kirche zurückzukehren, ohne dass sie ihr besonderes anglikanisches Erbe aufgeben müssen. Dafür wurde am 15. Januar 2011 das Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham für England gegründet.

Der Name nimmt Bezug auf den englischen Wallfahrtsort Walsingham. Er liegt an der Ostküste in der Grafschaft Norfolk und in der katholischen Diözese East Anglia. Im Mittelalter gehörte er zu den vier wichtigsten Wallfahrtsorten neben Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela.

Sein Ursprung reicht bis in das Jahr 1061 AD zurück. Der Legende nach erschien dort einer Rycheldis dreimal im Traum die Gottesmutter, die sie mit nach Nazareth nahm und ihr das kleine Haus zeigte, in dem ihr der Erzengel Gabriel erschienen war und die Frohe Botschaft verkündet hatte. Maria gab ihr den Auftrag, in Walsingham dieses Haus nachzubauen, dazu musste sie es genau abmessen. Es sollte an einer von Maria ausgewählten Stelle stehen. Die allerseligste Jungfrau versprach ihr, dass niemand, der zu ihr an diesen Ort komme, mit leeren Händen gehen würde. Rycheldis, die die Gottesmutter gebeten hatte, ihr einen Dienst erweisen zu dürfen, beauftragte daraufhin Handwerker mit der Errichtung des Hauses. Sie taten ihr Bestes, aber sie kamen nicht voran; nichts passte zusammen, nichts wollte gelingen. Als sie Rycheldis von ihren Schwierigkeiten erzählten, verbrachte sie die folgende Nacht im Gebet. Am nächsten Morgen trauten die Menschen ihren Augen nicht. In einiger Entfernung der ursprünglichen Stelle stand das vollständige kleine Haus von Nazareth fertig gebaut.

Da das Haus nur aus Holz bestand, wurde nicht allzu lange später eine Kapelle darum gebaut, um es vor der Witterung zu schützen. Eine Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind kam auch bald dazu. Es sind Siegel und Abzeichen mit dem Bild der Statue erhalten, die in London und Oxford im Museum zu sehen sind. Diese zeigen Maria, die auf einem Thron sitzt, an dessen hoher Rückenlehne zu beiden Seiten Schriftrollen zu sehen sind, auf denen die Sakramente stehen. Maria trägt eine davidische Krone und hält in ihrer rechten Hand den Stamm des Jesse mit einem blühenden Zweig. Mit der Linken hält sie das Jesuskind auf ihrem Schoß. Jesus hat in der linken Hand eine Bibel, die die Textstelle der Prophezeiung des Jesse zeigt, während er mit der Rechten auf den Stamm des Jesse weist [1].

Die frühesten Darstellungen der biblischen Textstelle Jes 11,1 gehen auf den Anfang des 11. Jahrhunderts zurück und greifen die Lehre der frühen Väter auf. Jesse als Wurzel des königlichen Stammbaums aus dem Hause Judah und Vater des Königs David mündet in den Zweig Maria, aus dem der davidische Messias hervorgeht und die Erfüllung der Prophezeiung ist. Der Stammbaum wird in Walsingham mit nur einem blühenden Zweig dargestellt, während sich ab dem 12. Jahrhundert im Norden Europas die Darstellung mit mehreren Knospen, die in Christus münden, durchgesetzt hat. Gut zu sehen ist dies in dem Fenster von Chartres, welches die Wurzel Jesse zeigt; dieses kann genau auf das Jahr 1145 AD datiert werden. Wenn Walsingham also 1130 AD gegründet worden wäre, wie im 19. Jahrhundert angenommen worden ist, wäre sehr wahrscheinlich auch dort die spätere Darstellung übernommen worden.

Die besondere Aussage der Statue in Walsingham ist, dass Christus der Nachkomme des Jesse durch seine Mutter aus dem Hause Judah ist. Da bei den Juden die mütterliche Linie entscheidend ist, kommt ihr als Mutter des davidischen Messias eine außergewöhnliche Stellung zu. Deutlich wird dies daran, dass sie auf dem Thron der Weisheit sitzt und damit die Mutter der Kirche Christi ist. Sie hat Jesus, der wahrer Gott und wahrer Mensch ist, durch den Hl. Geist empfangen. Seine Herrschaft bezieht sich nicht nur auf das ewige Himmelreich, sondern auch auf das irdische Reich. Damit unterstehen Ihm alle Menschen, auch und vor allem die gesalbten Monarchen. In der Folgezeit verneinten aber die Herrscher nicht nur in England, sondern in ganz Europa, dass sie Christus schon hier auf Erden unterstanden, und nahmen auch für sich in Anspruch, anstelle der Päpste selbst die Bischöfe einsetzen zu können. Damit wurde aber auch Maria der ihr zustehende erhabene Platz versagt.

Anmerkungen:

[1] Flint, Bill. Edith the Fair. Visionary of Walsingham. Gracewing, Leominster, 2015, S. xxxiii ff. Flint gibt anhand der Darstellungen auf dem Siegel und der Abzeichen, die sehr klein sind, eine detaillierte Beschreibung der Statue. In Verbindung mit einer historischen und theologischen Einbettung ist seine Interpretation eine fast zwingende und logische Schlussfolgerung.

Das Bild zeigt die neue Statue von 1954. Sie wurde 1982 von Papst Johannes Paul II. im Rahmen seines Englandbesuchs gesegnet.

wird fortgesetzt


17. April
Neu im Personenregister:
Alfred Delp, Sophie zu Eltz


17. April
Jacobus Cinti de Cerqueto

Vor 650 Jahren, am 17. April 1367, starb in Perugia im Alter von etwa 70 Jahren der selige Jacobus Cinti de Cerqueto OESA. Er wirkte zahlreiche Wunder. Papst Leo XIII. approbierte 1895 seine Verehrung.


16. April
Jahresranking: Die Aufsteiger des Jahres: Die Top 30

Welche von den genau 600 Seiten, die keine Neueinsteiger sind, haben 2016 im Ranking die größten Sprünge nach oben gemacht? Ich gebe die Top 30 in drei Schritten bekannt. Hier kommen die Plätze 1 bis 10. In der rechten Spalte ist die Anzahl der Plätze angegeben, um welche die jeweilige Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Platz Die Aufsteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 1. Teil:
Die Plätze 1-10
gestie-
gene Plätze
1

Margot Hintzpeter: Eine Liebesgeschichte der besonderen Art: über Torsten Hartung

422
2

Recktenwald: Wie Sterne im Weltall? Über Genderideologie

267
3

Petra Kehl: St. Brendan der Seefahrer

246
4

Wie die deutsche Kirche die Aufbrüche des Papstes kaputt macht

219
5

Der göttliche Überfall

212
6

Jean-Théophane Vénard / Shahbaz Bhatti / Petrus To Rot

187
7

Sophie zu Eltz: Die Madonna von Puig

184
8

Markus Reder: Die Scheidung der Geister und das ZdK

179
9

Sherlock Holmes ermittelt im Vatikan

175
10

Edith Stein: Können, Sollen und inneres Leben

167

Zum Jahresranking 2016


15. April
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

53. Folge

Teilweise haben wir damit auch schon erkannt, welches diese Beziehungen sind. Eine dieser Beziehungen ist nämlich die, daß die trinitarischen Verhältnisse durch die besprochenen Werke nach außen in realer Weise offenbart werden, die Kreaturen also, in welchen jene Werke sich vollziehen, zur realen Verherrlichung des Mysteriums der Trinität bestimmt werden, und daß folglich die Trinität zu der durch jene Werke begründeten mystischen Ordnung der Dinge sich in ähnlicher Weise verhält wie die Wurzel zu der ihre innerste Kraft, ihren innersten Gehalt offenbarenden Pflanze.

Wie aber diese Ordnung der Dinge eine reale Offenbarung der trinitarischen Wurzel, so ist diese Wurzel auch der reale Grund, worauf jene Ordnung ruht und woraus sie hervorwächst; und nicht nur dies; als wahrhaft lebendige Wurzel ist sie auch in jene Ordnung hinein verflochten, indem sie ihre eigenen Verzweigungen in dieselbe hineintreibt. Gerade von diesen beiden Charakteren der Wurzel hängt es ab, daß das aus ihr Hervorwachsende auch eine reale Offenbarung ihrer selbst ist.

Wir wollen uns bemühen, diese beiden Charaktere an der Trinität zunächst in Beziehung auf die einfache Gnadenordnung aufzuweisen, da wir zur Erklärung ihrer Beziehung auf die durch die Inkarnation gegründete Ordnung das ganze Mysterium der Inkarnation hier erörtern müßten, was besser späterhin an eigener Stelle geschieht.

§ 25. Die Trinität, die Wurzel der Gnadenordnung, als der Grund, worauf dieselbe ruht und woraus sie verstanden wird

Wenn durch die Mitteilung der göttlichen Natur an die vernünftigen Geschöpfe in der erklärten Weise die innergöttlichen Verhältnisse und Vorgänge nach außen nachgebildet und reproduziert werden, dann erscheint die Trinität als der Möglichkeitsgrund, als das Ideal und das Ziel der übernatürlichen Gnadenordnung in den Geschöpfen. Das innerste Wesen der Trinität liegt in der wesenhaften Mitteilung der göttlichen Natur an andere Personen; und so muß auch ihre eigentümliche Bedeutung darin bestehen, daß auf ihrem Grunde, nach ihrem Vorbilde und zu ihrer Verherrlichung eine gnadenreiche Mitteilung der Teilnahme an der göttlichen Natur nach außen stattfindet; und daß sie folglich für die durch diese Mitteilung hervorgerufene Ordnung der Dinge die Wurzel bildet, woraus dieselbe entspringt.

Für uns insbesondere tritt diese Bedeutung der Trinität in Kraft, wenn auch wir zur Teilnahme an der göttlichen Natur berufen sind. Dann verlangt es nämlich unser Beruf und unsere Stellung zu Gott, daß wir den Grund, das Vorbild und das Ziel unserer Erhebung und unsere Beziehung zu demselben kennen lernen. Ja es ist sogar eine Unmöglichkeit, unsern Beruf und unsere Stellung vollkommen kennen zu lernen, ohne daß wir auf ihren Grund und ihr Ideal zurückgehen, ohne sie namentlich nach diesem Ideale zu messen und aus demselben zu begreifen. Demgemäß wird das Dogma der Trinität, wie objektiv die Wurzel der in der Gnade entfalteten Ordnung, so auch subjektiv der Lichtkern, der sie beleuchtet und aus dem wir sie zu verstehen haben.

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


14. April
Das Kreuzesopfer als Offenbarung

Am Kreuz, im Opfer des Sohnes Gottes, offenbaren sich Liebe und Gerechtigkeit Gottes. Hier offenbart sich die Gerechtigkeit, weil Gott es nicht zulassen kann, dass irgendein Unrecht für alle Ewigkeit das letzte Wort behält und die Verletzung der kosmischen Harmonie nicht gesühnt wird. Die Liebe offenbart sich, weil Gott sich zur Verzeihung des Unrechts ermächtigt, indem Er selbst die Rolle des Opfers übernimmt, das allein verzeihen darf, ohne die Opfer zu beleidigen.

Robert Spaemann in seiner Auslegung von Psalm 50, aus: Robert Spaemann, Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart: Klett-Cotta 2014, S. 393 f.


14. April
Luigi Boccardo

Vor zehn Jahren, am 14. April 2007, wurde Luigi Boccardo (1861-1936) seliggesprochen. In seiner Jugend wurde er durch einen Schluck Lourdeswasser von einer lebensgefährlichen Krankheit geheilt. Mit blinden Frauen gründete er den kontemplativen Zweig der Töchter von Jesus, dem König. Er war der Seelenführer der Mystikerin Benigna Consolata Ferrero, die ähnliche Botschaften wie die hl. Sr. Faustina bekam und die wir bereits durch einen Artikel von Urs Keusch vorgestellt haben. Boccardo wird der “Apostel der barmherzigen Liebe” genannt.


13. April
Das Zitat

Ich habe die Welt gesehen, ich habe sie geliebt, und ich habe gelernt, dass das wahre Glück dort nicht zu finden ist. Da offenbarte mir Maria das Geheimnis der Eucharistie. Und ich erkannte: die Eucharistie ist das Leben, das Glück!

Hermann Cohen (1820-1871), dessen Seligsprechungsverfahren im Januar 2016 eingeleitet wurde.


13. April
Scubilion Rousseau

Vor 150 Jahren, am 13. April 1867, starb in Sainte-Marie auf der Insel Réunion (östlich von Madagaskar) im Alter von 70 Jahren der selige Scubilion Rousseau. Rousseau trat in Paris bei den Schulbrüdern ein und war dann in Alencon, Poitiers und Chinon, bevor er 1833 in die Mission nach Réunion kam. Dort wirkte er bis zu seinem Tod vor allem im Dienste und für die Emanzipation der 120.000 Sklaven, die auf Farmen und Plantagen arbeiteten. 1848 wurde die Sklaverei offiziell abgeschafft. “Für zahlreiche Menschen wurde Bruder Scubilion zum hilfsbereiten ‘Sklavenapostel’, der bei seiner beispielgebenden Tätigkeit die Nächstenliebe ‘in der vollen Dimension des Evangeliums verwirklicht und in jeder Person das Abbild Gottes zu sehen gewußt hat’, wie Papst Johannes Paul II. über den neuen Seligen sagte” (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3, S. 129). Am 2. Mai 1989 wurde er seliggesprochen.


12. April
Gerhard Rauschen

Ebenfalls vor 100 Jahren, am 12. April 1917, starb in Bonn im Alter von 62 Jahren der aus Heinsberg stammende Patrologe Gerhard Rauschen. Er lehrte seit 1902 in Bonn Kirchengeschichte. Sein Grundriß der Patrologie wurde für viele Jahre unter wechselnden Bearbeitungen z.B. durch Altaner zu einem Standardwerk.


12. April
Franz Kardinal von Bettinger

Vor 100 Jahren, am 12. April 1917, starb in München im Alter von 66 Jahren der aus Landstuhl stammende Franz Kardinal von Bettinger. 1909 wurde er Erzbischof von München, 1914 Kardinal.


11. April
Das schwere Vergehen eines Kardinals

In guter Tradition des antirömischen Reflexes vieler deutscher Theologieprofessoren drischt Höhn völlig blind und in offensichtlicher Unkenntnis des Gesagten auf einen Kardinal der römischen Kirche ein, der es wagt, die Lehre der Kirche authentisch und offen zu vertreten. Kardinal Sarah macht sich des schweren Vergehens schuldig, nicht den Kotau vor der deutschen universitären Konzilsromantik zu üben. Diese Sünde kann in diesem Lande nicht vergeben werden.

Peter Winnemöller in einem Artikel über die Kritik des Kölner Theologieprofessors Hans-Joachim Höhn auf katholisch.de an Robert Kardinal Sarah und dessen Vortrag, der auf der „Kölner Liturgischen Tagung“ verlesen wurde. Höhn war mir seinerzeit schon durch seine überhebliche Kritik an Bischof Oster aufgefallen. Und katholisch.de hatte früher schon einmal durch eine abfällige Kritik an Kardinal Sarah Ärgernis erregt.


11. April
Das Zitat

Mit Liebe und Abtötung werdet ihr alles überwinden und zu Rosen ohne Dornen gelangen.

Hl. Don Bosco


10. April
Versuch einer Theodizee

Von Theodor Haecker

Vierzehnte Folge

Daß Gott der Schöpfer ist, das absolute Wissen, das heilige gerechte Wollen, darauf kommt der Mensch eher, immer vage und unklar und im Dämmerlicht, aber daß Er die Liebe ist, darauf kam er nicht, das ist in keines Menschen Herzen gewachsen und aufgekommen, und ist doch das Einzige, das es ausfüllt und erst zum »Herzen« macht. In dieser dritten Sphäre erst wird das Herz des Menschen, welches ein cor miserum ist, ein erbärmliches Herz, ausgefüllt durch die Offenbarung und Erfahrung, daß, der es geschaffen hat, über Seine Allmacht hinaus ein Gott der misericordia, der Barmherzigkeit ist. über der Allmacht Gottes steht Seine Liebe, und die überquellende Fülle Seiner Gerechtigkeit ist Seine Barmherzigkeit. In dieser dritten Sphäre kann der Mensch zu der Einsicht gelangen, daß Gott kein anderes - seligeres - Mittel hat, ihn zu Sich zu führen und ihn nicht mehr von Sich abfallen zu lassen, als das Leiden, das er, der Mensch nun freiwillig übernimmt aus Liebe, in einer mystischen Einsicht, daß es das einzige Mittel ist, das der Barmherzigkeit übrig bleibt. Gott ist im Lichte dieser Welt erbarmungslos bannherzig: Er hat Seinem Sohn weder die blutigen Tränen noch das Kreuz geschenkt - aus Barmherzigkeit, sonst wäre alles unentschieden, und alles hätte wieder von vorne anfangen können und müssen: die ewige identische Wiederkehr der identischen Dinge: Sentimentalität statt Barmherzigkeit ist auch eine Schuld der eben vergangenen Zeit, wie Grausamkeit und Unbarmherzigkeit die der heutigen und kommenden; denn der Mensch torkelt. Erbarmungslose Barmherzigkeit ist ein vitales Problem im Werke Kierkegaards. Er hat dafür ein gutes Gleichnis gefunden, das bleiben kann und wird. Wer ist der gütigere, liebendere Mensch, wer hat mehr Liebe, der einem Pferd durch einen wehen Peitschenhieb zur letzten Kraft verhilft, einen Berg zu erklimmen, oder der aus Sentimentalität diesen Hieb unterläßt, weil er weh tut, und das Pferd in den Abgrund stürzen läßt? Im Alten wie im Neuen Testament wird man die scheinbar grausame, die erbarmungslose Barmherzigkeit gepriesen finden, niemals die an ihre Stelle gesetzte Sentimentalität. Durch den Abfall der Juden hat sich in ihnen im besonderen an die Stelle der Barmherzigkeit die Sentimentalität gesetzt, deren Wesen ist, das Leiden des Tieres gegen das des Menschen, oder im Menschen selber das sinnliche gegen das geistige zu betonen, auszuspielen, zu überschätzen. Dazu kommt, daß auch das Leiden, dieses gewaltigste Mittel in der Hand des gewaltigen Gottes, als Mittel der Freiheit des Bösen überlassen ist. Daß einer leide um Christi willen, darauf wird bestanden. Leiden können wir alle (ach, das ist so banal wie: »Menschen sind wir alle«) und tun es, so oder anders. Wäre das Leiden als solches die Erlösung, so stände am Ende die ganze Hölle auf und wiese auf ihr Leiden, und es würfe der Teufel selber seinen letzten Trumpf ins Spiel, daß auch für ihn Menschen sich martern ließen, am Kreuze hingen, daß auch er »Märtyrer« zählt in Unzahl. Nicht das Leiden erlöst, sondern die Liebe, die Liebe Gottes, auch wenn es ihr letztes, unersetzliches Mittel ist, das doch mißbraucht werden kann, wie jedes Mittel.

Aus der Arbeit wird ein Segen und ein Mittel der Freiheit und der Würde des Menschen; aus dem Strafleiden wird ein freiwilliges, bescheidenes, demütiges Teilnehmen am göttlichen, nicht tragischen Leiden des Sohnes Gottes, und wer die Gerechtigkeit Gottes in Zweifel zog, bestätigt sie nun durch das Erleiden der Ungerechtigkeit der Welt. Ihn schrecken nicht die vestigia lacrimarum. Diese Dinge allein, selbst wenn es sie in der Nacht der Angst dieser Welt flieht, füllen doch in Wahrheit das Herz des Menschen, welches miserum ist, elend und erbärmlich, aber begabt mit einer unstillbaren Sehnsucht nach dem Gott der misericordia, der Barmherzigkeit. Es ist wohl zu beachten, daß diese letzten Erkenntnisse nicht auf einem einheitlichen Plan, auf einer nivellierten Ebene neutraler Wissenschaft gewonnen werden, dort vielmehr ihre Kraft verlieren, sondern in Tiefen und auf Höhen lebendiger Existenz, de profundis und in excelsis, im Feuerofen, in der Grube der Löwen, in der Arena, auf der Reise zum Martyrium, und hinwiederum auf dem Berge Tabor, im dritten Himmel, in der Nacht des Nichts und der Verzückungen der Heiligen. Sie müssen zuerst einmal existentiell gewonnen worden sein, selbst ehe sie in die Doktrin eingehen. Wer gibt nicht das klägliche Unterfangen auf, im Schweiße seines Angesichts nach Argumenten für eine Theodizee zu suchen, wenn in seine stumpfe Arbeit das Lied der Jünglinge im Feuerofen ertönt? Aber auch hier ist große tragische Schuld und Schwäche in diesen Tagen. Ist es nicht eine falsche Scham, zu verschweigen, daß man keiner Sache so gewiß ist, daß man nichts mit so überirdischer Sicherheit erfahren hat wie die Liebe Gottes? Dieses Zeugnis könnten, weiß Gott, sehr viele geben, gerade heute, im tiefsten Elend, und geben es doch nicht. Dieses Verschweigen eines höchsten Seins ist ein großes Unheil. Der Schwindel, daß ein Mensch sagt, er sehe Dinge, die er doch nicht sieht, weil sie ja nicht sind, ist eine Kleinigkeit gegen die verstockte Lüge, da er sagt, er sehe Dinge nicht, die er im verborgenen ja doch sieht. Denn die Dinge, die er zu sehen behauptet, wiewohl sie nicht sind, kann er ja nicht erschaffen, sie werden niemals sein, aber die Dinge, die er zu sehen leugnet, sind ja geschaffen, oder gar: sie sind, wie die Liebe Gottes ist. Von Stufe zu Stufe steigt die Erkenntnis und die Theodizee, vom Schöpfer und Künstler Gott über den Richter und Garanten Seiner unwandelbaren Gebote zu dem Gott der Liebe und Barmherzigkeit, und von Stufe zu Stufe des Wissens auch wird tiefer Sein Mysterium und unsere Unwissenheit: Erst auf der letzten sind die Verse möglich des heiligen Johannes vom Kreuze (da er von der höchsten Wissenschaft spricht):

Wer dorthin gelangt in Wahrheit,
Ist dem eigenen Ich entrissen:
Seines Wissens erste Klarheit
Liegt ihm tief in Finsternissen,
Und es steigt so hoch sein Wissen,
Daß ihm sinket ganz zu Grunde
Alles Wissen.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


8. April
Gender Mainstreaming XLVIII

Ein Begriff wie Wahrheit wird in jener Gedankenwelt, in der sich die Gender-Wissenschafterinnen bewegen (rund 90 Prozent aller mehr als 200 Professoren Deutschlands, die das Wort Gender im Titel haben, sind weiblichen Geschlechts), nicht akzeptiert, nicht einmal im Sinne einer regulativen Idee. Alles wird durch eine kulturelle Post-dies-, Modern-das-Brille gesehen. Evolutionsbiologische Erklärungen, abgestützt durch zahlreiche Befunde, Experimente, Studien und Erkenntnisse, werden von Gender-Forscherinnen als «Biologismus» abgetan.

Aus: Axel Meyer, Die Geschlechterillusion, in: NZZ vom 4. April 2017

Zu den bisherigen Beiträgen zum Gender Mainstreaming


8. April
Max Kassiepe

Vor 150 Jahren, am 8. April 1867, wurde in Essen der Volksmissionar Max Kassiepe OMI geboren. Er gehört zu den “repräsentativsten und geprägtesten Gestalten unter den deutschen Volksmissionaren zwischen beiden Weltkriegen; gleich bedeutend als Prediger, Schriftsteller und Organisator der außerordentlichen Seelsorge; volkstümlich, stimmgewaltig und von unermüdlicher Arbeitskraft” (LThK, 2. Auflage). Er gründete 1905 das St. Nikolauskloster bei Neuß und 1912 die Missionskonferenz. Am 1. November 1948 starb er in Borken.


7. April
Das Zitat

Der Schmerz an sich ist nichts. Aber der Schmerz, der an der Passion Christi teilnimmt, ist ein wunderbares, ja das schönste Geschenk und ein Beweis der Liebe, weil der Vater gezeigt hat, dass er die Welt liebt, als er seinen Sohn hingab.

Hl. Mutter Teresa


7. April
Maurice de Wulf

Vor 150 Jahren, am 7. April 1867, wurde in Poperinghe, Belgien, der Philosoph Maurice de Wulf geboren. Von 1893 bis 1939 lehrte der Philosophie in Löwen. Er war einer der vier ersten Mitarbeiter von Joseph Mercier beim Löwener Institut Supérieur de Philosophie. Am 23. Dezember 1947 starb er in seinem Geburtsort.


6. April
Monatsranking März 2017

Platz Monatsranking März 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von 637 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+/- 0
3

In-vitro-Fertilisation

+/- 0
10

Nebenwirkungen und Risiken der Pille

+ 3
20

Die Pränataldiagnostik

+ 6
30

Emmaus einst und heute / Das brennende Herz

+ 53
40

Wolfgang Kuhn: Darwins Evolutionstheorie - Eine bleibende Herausforderung

- 1
50

Hl. Alfons: Gebete für eine gute Todesstunde

- 2
60

Renate Krüger: die „Hymnen an die Kirche“ Gertruds von le Fort

+ 52
100

Die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria

+ 19

Zum Ranking der Vormonate


5. April
Unzulässige Einschränkung

Aus kirchenrechtlicher Perspektive beleuchtete Prälat Graulich die Umsetzung des Motu proprio bei der Vorstellung des von ihm bei Pustet herausgegebenen Buchs „Zehn Jahre Summorum Pontificum – Versöhnung mit der Vergangenheit – Weg in die Zukunft“. Die Leitlinien der deutschen Bischöfe widersprechen Graulich zufolge den universalkirchlichen Ausführungsbestimmungen für die Feier des römischen Ritus in der außerordentlichen Form. Während die gesamtkirchliche Regelung Pfarrern bei der Feier der alten Messe in der Pfarrei selbstverständlich zugesteht, dass eine größere Anzahl von Messbesuchern keine Pfarrangehörigen sind, sieht die Deutsche Bischofskonferenz für diesen Fall vor, dass ein Antrag an den Diözesanbischof gestellt werden muss. „Diese Leitlinie geht klar über die Norm hinaus und stellt eine Bedingung auf, welche dem Gesetzestext nicht entspricht und daher keinen rechtlichen Bestand hat“. Bischöfe könnten von universalen Gesetzen nicht in diesem Sinne dispensieren, dass sie neue Forderungen aufstellten.

Aus dem Artikel von Regina Einig Mutiger Schritt der Versöhnung. Internationale Liturgische Tagung in Herzogenrath: Martin Mosebach würdigt Benedikt XVI., in der Tagespost von gestern.

Zum Thema


5. April
Pedro de Alva y Astorga

Vor 350 Jahren, am 5. April 1667, starb in Löwen im Alter von 65 Jahren der aus Carbajales, Zamora, stammende Franziskaner Pedro de Alva y Astorga. Er wuchs ab dem achten Lebensjahr in Südamerika auf, studierte in Lima, trat in den Franziskanerorden ein und wurde Generalkommissar von Peru. 1639 kam er wieder nach Europa zurück. “1660 begann er seine Veröffentlichung über die Unbefleckte Empfängnis; stieß jedoch auf so starke Gegnerschaft, dass er fortan seine Werke in Löwen druckte, wo sie sehr rasche Verbreitung fanden” (LThK, 2. Auflage).


4. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel über die menschliche Handlung wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Bemerkungen von Erzbischof Guido Pozzo, dem Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, über das dogmatische Gewicht der Lehren des Zweiten Vatikanums, die (die Bemerkungen) manchem jener Theologen, die sonst so differenzierungsfreudig sind, deshalb sauer aufstießen, weil sie dieses Gewicht differenziert beurteilten und nicht wie solche, die das neue konziliare "Superdogma" (Ratzinger) ausmachen, sind auf die einschlägigen Themenseite zum Streit über das Konzil verortet worden. Die treffende Beobachtung Peter Winnemöllers Durch Aufweichung zum Aufbruch? über die mit großem Aufwand betriebenen kirchlichen Synoden- und Dialogprozesse komplettiert nun die bisherigen Meldungen zu diesem bemerkenswerten Phänomen.


4. April
Vinzenz Soler Munárriz

Vor 150 Jahren, am 4. April 1867, wurde in Malón, Spanien, der selige Vinzenz Soler Munárriz OAR geboren. Er trat bei den Augustiner-Rekollekten ein, legte 1883 die Gelübde ab, wurde 1890 zum Priester geweiht und wirkte dann als Missionar auf den Philippinen. Danach wurde er Provinzial von Andalusien. 1926 zum Generaloberen gewählt, trat er bald wieder zurück und kam nach Motril. Hier erlitt er im Spanischen Bürgerkrieg am 15. August 1936 zusammen mit sechs Mitbrüdern das Martyrium. Am 7. März 1999 wurden sie seliggesprochen.


3. April
17 Priesterweihen

Für dieses Jahr sind 17 Priesterweihen für die Priesterbruderschaft St. Petrus geplant, die sich auf folgende vier Zeremonien aufteilen:

1. Am 26. Mai wird in Lincoln, USA, Erzbischof Terrence Prendergast von Ottawa sieben Priester weihen.

2. Am 17. Juni wird in Warrington, England, Erzbischof Malcolm McMahon von Liverpool zwei Priester weihen.

3. Am 1. Juli wird in Lindenberg (bei Wigratzbad) Raymond Leo Kardinal Burke sieben Priester weihen.

4. Am 15. August wird in Umuaka, Nigeria, der emeritierte Bischof Gregory Obinna Ochiagha von Orlu einen Priester weihen.


3. April
Polnisch

Den Artikel Die Liebe Gottes als Quelle der Moralität gibt es jetzt auch in polnischer Übersetzung.


2. April
Laura Alvarado Cardozo

Vor 50 Jahren, am 2. April 1967, starb in Caracas, Venezuela, im Alter von fast 92 Jahren die selige Laura Alvarado Cardozo. Mit 17 Jahren legte sie das private Gelübde der Jungfräulichkeit ab, mit 18 Jahren begann sie mit vier Freundinnen, neun Jahre lang in einem von Pfr. López Aveledo gegründeten Spital unentgeltlich die Kranken zu pflegen. “Mein Jesus, Du bist mein Ideal und nur Dir folge ich, nichts macht mir Angst. Ich will heilig sein, wirklich heilig,” lautete ihr Grundsatz. 1901 gründete sie eine Kongregation, die 1954 die päpstliche Approbation und den Namen Augustiner-Rekollektinnen des Herzens Jesu erhielt. Am 7. Mai 1995 wurde sie seliggesprochen.


2. April
Jesuiten

Nachdem König Karl III. mit Dekret vom 27. Februar 1767 den Jesuitenorden in Spanien verboten hatte, wurde heute vor 250 Jahren das Dekret vollzogen: Alle Niederlassungen der Jesuiten wurden umstellt, mehrere tausend (einige sprechen von 4500, anderen von 7000) Jesuiten wurden verhaftet und nach Italien geschafft. Dasselbe war schon am 31. März mit den sechs Häusern der Jesuiten in Madrid geschehen. 1773 hob Papst Clemens XIV. die Gesellschaft Jesu auf.

Ein Beispiel für das tragische Schicksal der Jesuiten: Gabriel Malagrida


31. März
Das Zitat

Das Sakrament der Buße ist einer der größten Schätze durch die Demut, die mir ihr einhergeht, indem sie unsere Armseligkeiten offenbar macht. Und, ach, wie kostbar ist vor Gott unsere Demütigung! Ein Akt der Demut ist mehr wert als die Ausübung der auffälligsten Tugenden. Die Demut ist Wahrheit, sie versetzt uns in unseren wahrheitsgemäßen Zustand; denn in der Tat, was sind wir denn vor Gott?

Hl. Francesca Saverio Cabrini


30. März
An den Freund, der nicht mehr an die Liebe glaubt

Von Emma Lindle

Letzten Sommer war ich bei einer Freundin zuhause. Ihre zwei adoptierten Kinder rannten herum und spielten, und ich trank eine Tasse Tee, die sie mir gemacht hatte. Während wir uns unterhielten, begannen wir über die Liebe zu sprechen, und sie erzählte mir von einem Freund ihres Ehemannes, Mark, der die Liebe aufgegeben hatte, im Glauben, dass er zu viele Menschen am Versuch, sie zu erreichen, scheitern gesehen hatte. Marks Ansicht stand in direktem Widerspruch zu der meiner Freundin, die glaubt, dass Liebe in ihrem Leben nicht nur sichtbar und fühlbar ist, sondern auch täglich gewürdigt wird in den Opfern, die sie für ihre Familie bringt. Aber Mark glaubte nicht, dass der Mensch in der Lage sei, sich selbst zu überwinden, um für einen anderen zu sorgen. Er glaubte, sein eigenes Ego zu befriedigen sei das Einzige, wozu der Mensch fähig sei.

Ich rechne es Mark hoch an, dass er die Sache beim Namen genannt hat. Viele Dinge werden als Liebe betitelt, und wenn wir diese Illusion dann durchschauen, werden wir verletzt und sind hoffnungslos. Am Ende sagen wir: „Liebe existiert nicht.“ Oder wenigstens: „Der Mensch ist nicht fähig, zu lieben.“

Das Letztere scheint das zu sein, von dem Mark mehr überzeugt war, als dass Liebe überhaupt nicht existiert. Und diese Ansicht enthält noch Hoffnung. Indem er sagt, der Mensch scheint der Liebe nicht fähig zu sein, sagt er auch, dass Liebe existiert, allerdings als etwas Unerreichbares. Unerreichbare Liebe scheint ein besserer Ausblick zu sein, um sich damit zu beschäftigen und darüber nachzudenken, als überhaupt keine Liebe.

Mark, nichtsahnend von der Hoffnung in seinem Herzen, bezeichnete sich selbst als einen „Ungläubigen der Liebe“. Jedenfalls, Mark hat sich vor einiger Zeit für eine Frau interessiert. Diese Beziehung hatte das Potenzial, Licht in die Dunkelheit seiner tristen Ansicht zu bringen, aber Liebe in Gestalt einer gegenseitigen Selbstgenugtuung war dazu bestimmt, ihn ohne Liebe zurückzulassen. Ich fragte mich, ob er während dieser Zeit mit ihr in sich selbst etwas finden würde, das ihn auf die Liebe verweisen würde, oder ob er sich unbefriedigt fühlen würde, unfähig, in ihr etwas anderes als ein Mittel zu seiner eigenen Erfüllung zu sehen.

Marks utilitaristischer Zugang zu Liebe

Marks Kritik an der gescheiterten Liebe des Menschen kann man als Utilitarismus bezeichnen. In „Liebe und Verantwortung“ erklärt Karol Wojtyla, dass Utilitarismus die Nützlichkeit des menschlichen Handelns betont, sowie die Maximierung von Lust und die Minimierung von Unlust als die primäre Basis des menschlichen Lebens (Wojtyla, Love and Responsibility, 35).

Das ist die Linse, durch die viele von uns die Welt sehen. Es ist nicht völlig verrückt. Ich esse das Eis, nicht weil ich mich um das Eis sorge, sondern weil ich den Genuss der leckeren Eiscreme erleben will. Menschen wollen den Umgang mit anderen Menschen ebenfalls mit dieser Linse betrachten. Ich strebe nach Freundschaft mit dieser Person, nicht weil ich mich um sie sorge, sondern lediglich, weil ich mir von ihr irgendeinen Genuss verspreche. Dieser Genuss kann wie viele verschiedene Dinge aussehen, aber in all seinen Formen entsteht ein Problem, wenn der Genuss wichtiger als die Person wird. In diesen Fällen haben wir uns mit etwas Geringerem als Liebe abgefunden. Lasst uns versuchen, dieses „Abfinden“ zu verstehen, und überlegen, wie wir uns bemühen können, darüber hinaus zu wachsen.

Gelebte utilitaristische Liebe

Für den Utilitaristen ist der Genuss das Ende, das Ziel. Das ist wichtig, denn Genuss ist nicht schlecht, aber eben nicht alles. Wenn wir die Schönheit und die Ordnung des Universums betrachten, wenn wir die Geburt eines Kindes erlebt haben, wenn wir die Kapazitäten unseres Verstandes und unseres Herzens betrachten, können wir da ernsthaft glauben, dass das Ende unserer Taten einfach der Genuss ist? Als wären wir in einem Cartoon, und Porky taucht auf, um zu sagen: „Das war‘s, Leute!“ Es gibt nichts mehr außer dem Genuss. Das war‘s, Leute! Ja, ich würde mich wie ein Looney Tune fühlen, wenn ich, wo ich doch so wunderschön gemacht bin, wie ich bin, wo ich in dieser Welt lebe, die so komplex und geordnet ist, dennoch mit ganzem Herzen glauben würde, dass das Ende und das Ziel meiner Taten der Genuss ist und sonst nichts. Ich denke, an diesem Punkt würde Mark zu mir sagen: „Ich verstehe, dass der Utilitarismus nicht so toll ist, aber schau uns an. Es sieht nicht so aus, als wären wir fähig, etwas über den Genuss hinaus zu erreichen.“

Utilitarismus als Verzweiflung

Ich würde antworten: „Ich weiß, dass es Zeiten gibt, in denen wir nicht die Fähigkeit zeigen, uns selbst und den Genuss zu überwinden. Ich weiß, Mark, wir finden uns oft damit ab.“ Dieses „Abfinden“ ist eine Form von Verzweiflung. Der Mangel einer Hoffnung, die wir einst besaßen. Sogar Kinder kümmern sich nicht allein um Genuss. Ich habe Zeit mit einem Vierjährigen verbracht und gesehen, wie ernsthaft er darauf bedacht war, seiner Mutter zu helfen, indem er ihr im Haushalt zur Hand ging. Über die Zeit haben manche von uns die Fähigkeit aufgegeben, nach etwas über den Genuss hinaus zu erstreben. Das Akzeptieren dieser Niederlage bedeutet, an unserer Würde zu verzweifeln, an unserer Fähigkeit, uns in andere einzufühlen, und an Werten wie die Liebe.

Die Harmonie des Utilitarismus

„Harmonie ist dennoch möglich!“, protestiert der Utilitarist, „Genuss als unser Endziel ist keine Form von Verzweiflung. Es trennt uns nicht voneinander.“ Utilitarismus sucht den größtmöglichen Genuss für uns beide und darf für den anderen niemals unangenehm sein. Aber Wojtyla antwortet: „Dann aber ist diese so verstandene Liebe (also die Harmonie des Utilitarismus) selbstverständlich lediglich eine Vortäuschung, die sorgfältig gepflegt werden muss, um die zugrundeliegende Realität zu verdecken“ (a.a.O., 39). Diese zugrundeliegende Realität entlarvt aber die Scharade der Harmonie des Utilitarismus, die Gemeinschaft vortäuscht. Und diese versteckte Realität ist es, die Mark sieht, wenn er zu seiner Schlussfolgerung gelangt, dass der Mensch nicht fähig zur Liebe ist.

Eine neue Basis für die Liebe

Als meine Freundin mir von Mark erzählte, hoffte ich, dass er in seiner neuen Beziehung etwas über Genuss hinaus erkennen würde. Ich hoffte, dass die Beziehung ihn und jene Frau mit einem objektiven Gut in Berührung bringen würde, das sie vereinigen konnte. Es ist nicht so, dass Genuss überhaupt kein Wert ist. Er kann bloß nicht der höchste Wert sein. Wojtyla beschreibt eine neue Basis für die Liebe: „die personalistische Norm“ (a.a.O. 40). Der Wert der Person soll über dem Wert des Genusses stehen. Die Wahrheit erhebt uns von der Verzweiflung zur Hoffnung. Sie verleiht uns Würde! „Die Person ist ein Wesen, das so beschaffen ist, dass die einzig richtige und adäquate Art, mit ihm in Beziehung zu stehen, die Liebe ist“ (a.a.O. 40).

Das Risiko dieser Basis

Wojtylas Gedanken klingen schön, und wir haben einen klareres intellektuelles Verständnis der Liebe als etwas, das uns die Person höher schätzen lehrt als den Genuss, und als etwas, das uns mit dem anderen durch ein gemeinsames Gut in Beziehung sein lässt. Dennoch, wir haben noch nicht gezeigt, dass der Mensch in seinem Leben dessen fähig ist. Auch haben wir nicht zugegeben, dass – so schön es klingt, eine Person höher zu schätzen als den Genuss – diese Denkweise eine tiefe Hingabe beinhaltet. Es gibt ein Risiko, warum also es eingehen? Tiefer als unser Verlangen, zufriedengestellt zu werden, ist unser Verlangen, in Gemeinschaft mit anderen Menschen zu sein. Wahre Gemeinschaft verlangt diese Hingabe. Wahre Liebe erfordert ein Risiko. Ein Risiko, das über die Bereitschaft, zu leiden, hinausgeht – das Risiko, von dem, den man liebt, verletzt zu werden. Es gibt Menschen in unserer Zeit, die dieses Risiko eingehen, aber wir brauchen mehr. Denn Mark verdient es, zu wissen, dass diese tiefe Liebe menschenmöglich ist.

Es handelt sich bei diesem Text um eine Übersetzung des Artikels To The Friend Who Has Given Up On Love, der auf der Website Truth from the Heart erschienen ist. Die Website ist der Philosophie Dietrichs von Hildebrand gewidmet.


29. März
Islamische Wurzeln

Anfang Dezember 2014 hat sich Al Azhar in zehn Regeln gegen Extremismus und Terrorismus ausgesprochen. Man dürfe nicht gegen die Christen vorgehen, die Gläubige seien. Das waren nur Worte ohne Konsequenz. Der ägyptische Präsident ist sehr mit der Situation angesichts der Bedrohung durch den IS beschäftigt. In einer sehr starken Rede im Dezember 2014 forderte er, Al Azhar solle die Interpretation der Texte ändern und eine neue islamische Theologie verbreiten. Alle Imame haben applaudiert. Viele muslimische Denker und auch ein paar Imame treten dafür ein, die Texte im historischen und kulturellen Kontext zu verstehen. Aber zwischenzeitlich hat sich nichts an der Lehre geändert. Diese Würdenträger verherrlichen nicht Gewalt, aber die klassische Lehre kann hingegen in die Arme des IS treiben. Die Kämpfer sagen, sie seien echte Muslime und handelten genauso wie ihr Prophet. Alles, was die Kämpfer tun, hat seine Wurzeln im Koran oder in der islamischen Tradition.

Aus einem Interview mit dem ägyptischen Jesuiten und Islamgelehrten Samir Khalil Samir vom 28. Februar 2017 zur Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Kairoer Al Azhar Universität und dem Vatikan

Weitere Stimmen und Meinungen zum Zusammenhang zwischen Islam und Gewalt


29. März
Mirjam von Abellin

Vor 150 Jahren, am 29. März 1867, wurde die hl. Mirjam von Abellin OCD (1846-1878) stigmatisiert. Im Juni trat sie in den Karmel von Pau ein. Dort ging die Stigmatisation auf Befehl der Novizenmeisterin zurück.


27. März
Amoris laetitia: ein Paradigmenwechsel?

Meinen Essay Amoris Laetitia: ein Paradigmenwechsel? gibt es jetzt - in leicht veränderter Form - auch als Hörbeitrag.


27. März
Marie-Eugen Grialou

Vor 50 Jahren, am 27. März 1967, einem Ostermontag, starb im Alter von 75 Jahren der aus Le Gua stammende Karmelit Marie-Eugen Grialou. Er gründete die geistliche Familie Notre-Dame de Vie (1932) und schrieb das Buch Ich will Gott schauen über die karmelitische Spiritualität und Mystik. Am 19. November 2016 wurde er in Avignon seliggesprochen.


25. März
Gregorius Khomysyn

Vor 150 Jahren, am 25. März 1867, wurde in Hadynkivtsi, Ukraine, der selige Gregorius Khomysyn geboren. 1893 zum Priester geweiht, wurde er 1904 zum Bischof von Stanislaviv (heute Ivano-Frankivsk) ernannt. 1945 wurde er vom KGB verhaftet und ins Gefängnis von Kiew gebracht. Hier erlitt er am 17. Januar 1947 das Martyrium. Am 27. Juni 2001 wurde er mit 24 weiteren Märtyrern der griechisch-katholischen Kirche seliggesprochen, darunter der selige Nicola Carneckyj.


25. März
Alain de Solminihac

Vor 400 Jahren, am 25. März 1617, wurde der selige Alain de Solminihac (1593-1659) zum Diakon geweiht.


25. März
Ermland

Vor 25 Jahren, am 25. März 1992, wurde das Bistum Ermland zum Erzbistum erhoben. 1243 war das Bistum Ermland gegründet worden. Bei der Erhebung zum Erzbistum wurde es durch die gleichzeitige Gründung von zwei Suffraganbistümern auf eine Fläche von ca. 12.000 km2 verkleinert. Damit ist es immer noch 75 mal größer als die Erzdiözese Liechtenstein.


23. März
Hugo Staudinger

Vor 25 Jahren, am 23. März 1992 erhielt der Historiker Hugo Staudinger (1921-2004) das Bundesverdienstkreuz am Bande. Staudinger war seit 1962 Professor für politische Bildung und Didaktik in Paderborn. Von 1958 bis 1966 leitete er das Deutsche Institut für Bildung und Wissen. Er war einer der letzten Gesprächspartner von Max Horkheimer.
In seinem Werk Gott - Fehlanzeige? (Trier) setzt er sich mit den wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der Gottesfrage aus der Perspektive der Geschichtswissenschaft auseinander. Besonders wertvoll ist sein Buch Die historische Glaubwürdigkeit der Evangelien, das aus der Sicht des Profanhistorikers auf die Versuche von Exegeten wie Rudolf Bultmann und Willi Marxsen, den Evangelien ihren historischen Charakter weithin abzusprechen, antwortet. Es erschien seit 1969 in mehreren Auflagen in verschiedenen Verlagen.


20. März
Die größte Fähigkeit des Menschen

Es ist interessant, dass in den Ethikhandbüchern der Neuzeit zwei Begriffe kaum vorkommen, die zwar mit Glück zu tun haben, auf die aber ebensowenig Anspruch geltend gemacht werden kann. Der erste ist Freundschaft. Bei Aristoteles gibt es ein langes Kapitel darüber, in der modernen Ethik hingegen ist das kein prominentes Thema. Das andere ist Verzeihung. Verzeihung ist etwas Schöpferisches. Es bedeutet, etwas, das ganz falsch war, durch Verzeihung zu annullieren. Es ist die größte Fähigkeit des Menschen, verzeihen zu können. Dadurch schöpft man die Wirklichkeit um, aber nicht durch Betrug, nicht durch Täuschung, sondern durch eine reale Veränderung der Situation. Wie bei der Glückseligkeit gibt es auch darauf keinen Anspruch.

Robert Spaemann im Interview Zufriedenheit oder Glück mit Magdalena Hegglin, erschienen in Melchior Nr. 6/2017, S. 65-69.

Themen

Engel
Englandreise
Entmytholog.
Entweltlichung
Erbsünde
Erlösung
Erneuerung
Evangelien
Evangelisierung
Evangelisierung II
Evangelium
Evolution
Exegese
Exerzitien
Exkommunikation
Falschlehrer
Familie
Familiensynode
Fasten
Fegefeuer
Fellay B.
Felix culpa
Flüchtlinge
Frau
Frauendiakonat
Freiheit u. Gnade
Fremde Sünden
Freundschaft
FSSP
FSSPX
Fundamentalismus
Gebet
Geburt Jesu
Gehsteigberatung
Geistbraus
geistliches Leben
Gender
Genderideologie
Gender Mainstr.
Generalkapitel 06
Geschlecht
Glaube
Glauben
Glaubensjahr
Glaubensregel
Glaubensschild
Glossen
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