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Die heilige Jacinta Marescotti

Heute vor 200 Jahren, am 24. Mai 1807, sprach Papst Pius VII. (1800 - 1823) fünf Menschen heilig: Angela Merici (1470/74 - 1540), Benedetto Manassari (1526 - 1589), Colette Boylet von Corbie (1381 - 1447), Francesco Caracciolo (1563 - 1608) und Giacinta Mariscotti (1585 - 1640).

Es war dies fast das einzige Mal, daß Pius VII. während seines 23jährigen Pontifikats Heiligsprechungen durchgeführt hat. Daneben gab es nur noch eine einzige weitere Heiligsprechung, nämlich die von Berardo dei Marsi (1079 - 1130) fünf Jahre zuvor, am 10. Mai 1802. Außerdem sprach er eine ganze Reihe von Menschen selig (nach der estnischen Wikipedia 82), darunter Alfons Maria von Liguori.

Bis auf die hl. Angela Merici sind die erwähnten Heiligen unbekannt geblieben. Der heiligen Giacinta (Hyacintha) Marescotti widmete allerdings Ferdinand Holböck in seinem Buch "Das Allerheiligste und die Heiligen" ein Kapitel (S. 292 - 295). Er würdigt sie dort als "eine sehr betont eucharistisch orientierte Heilige", die "in der Zeit, da der Jansenismus eine geistige Kälte um das allerheiligste Altarssakrament verbreitete, (...) sehr viel für die öffentliche Verehrung der Heiligen Eucharistie getan hat."

1585 in Vignanello bei Viterbo als Tochter angesehener adeliger Eltern geboren und auf den Namen Clarice getauft, war sie zunächst den weltlichen Freuden ergeben. Nach einer enttäuschten Liebe trat sie aus gekränktem Stolz ins Clarissen-Kloster St. Bernardino in Viterbo ein. Dort setzte sie zehn Jahre lang ihr weltliches Leben mit eigener Küche und vornehmer Wohnung fort. Die Bekehrung kam 1615, als sie erkrankte und ihr Beichtvater, P. Antonio Bianchetti OFM, ihr die Absolution nur unter der Bedingung der Änderung ihres Lebenswandels gab. Nachdem sie auch vor ihren Mitschwestern ein öffentliches Schuldbekenntnis abgelegt hatte, "war ihre Umwandlung vollzogen: sie führte fortan ein Leben der Selbstverleugnung und Abtötung, der Sühne sowie eines ergreifenden, über das Kloster hinauswirkenden caritativen Apostolates" (Holböck).

Sie führte die Mädchen, die im Kloster erzogen wurden, zu einer innigen Liebe zum eucharistischen Heiland und zum häufigen Empfang der hl. Kommunion. Sie leitete sie dazu an, "in allen Prüfungen und Schwierigkeiten zum Tabernakel zu eilen, um sich dort Kraft und Trost zu holen."
Darüberhinaus setzte sie sich erfolgreich für die eucharistische Anbetung ein. Sie erreichte es, daß in der Klosterkirche "das Allerheiligste ganztägig an jedem Donnerstag, an den letzten drei Tagen vor dem Aschermittwoch und während der ganzen Fronleichnamsoktav feierlich ausgesetzt wurde."

Sie starb am 30. Januar 1640 und wurde am 14. Juli 1726 von Benedikt XIII. seliggesprochen.


Der hl. Charles Garnier und die hl. Maria Magdalena von Pazzi

Heute vor 400 Jahren, am 25. Mai 1607, wurde ein Heiliger geboren und eine Heilige in die Ewigkeit abberufen: der hl. Charles Garnier und die hl. Maria Magdalena von Pazzi.

Charles Garnier gehört zur Gruppe der acht kanadischen Märtyrer, die Pius XI. am 29. Juni 1930 heiligsprach.
Er wurde am Freitag, den 25. Mai 1607, am Tag nach Christi Himmelfahrt, in Paris in der Pfarrei St. Gervais geboren, derselben Pfarrei, die auch die Heimat seines späteren Gefährten, des hl. Gabriel Lalemant war. Am 26. September 1624 trat er in die Gesellschaft Jesu ein, besuchte das Jesuitenkollegium in Clermont und wurde 1635 zum Priester geweiht. 1636 kam er zusammen mit P. Pierre Chastellain SJ (1606 - 1684) und zwei anderen Priestern nach Kanada. Am 11. Juni 1636 kamen sie auf demselben Schiff in Québec an wie der künftige Gouverneur Montmagny. Nachdem er in einem halben Jahr die Indianersprache erlernt hatte, lebte er fortan dreizehn Jahre lang als Missionar unter den Indianern, vor allem den Huronen. Zeitweilig, im Winter 1639/1640, arbeitete er auch mit dem hl. Isaak Jogues zusammen in der Mission der Tobacco-Indianer (Petuns), die mit den Huronen befreundet waren. Wegen seiner unerschöpflichen Geduld und seiner Sanftmut wurde er das "Lamm" genannt, während der hl. Jean de Brébeuf der "Löwe" war. Er war ein großer Verehrer der allerseligsten Jungfrau Maria und ihrer unbefleckten Empfängnis. Am Tag vor ihrem Fest, am 7. Dezember 1649, wurde er von einem Angehörigen der mit den Huronen verfeindeten Irokesen mit dem Tomahawk erschlagen, und zwar im Indianerdorf Etarita an den Ufern der Georgsbucht, wo er 1646 unter den Petuns eine Missionsstation gegründet hatte. Wie beliebt er bei den Indianern gewesen war, bezeugt der Entdecker P. Claude Allouez SJ (1622 - 1689), dem die Indianer noch siebzehn Jahre später mit Tränen in den Augen von P. Garnier berichteten.

Die hl. Maria Magdalena von Pazzi wurde am 2. April 1566 in Florenz als Kind adeliger Eltern geboren und auf den Namen Caterina getauft. Schon in ihrer Kindheit war sie fromm und wirkte apostolisch und katechetisch unter ihren Altersgenossen.
Am 2. Dezember 1582 trat sie bei den Karmelitinnen im Kloster Santa Maria degli Angeli zu Florenz ein. Am 30. Januar 1583 wurde sie eingekleidet und erhielt den Namen Maria Maddalena. Wegen einer schweren Erkrankung durfte sie die Gelübde vorzeitig am Dreifaltigkeitsfest, den 27. Mai 1584 ablegen. Ab diesem Zeitpunkt äußerte sich ihre mystische Begnadung in Ekstasen, in deren Verlauf sie immer tiefer in die Glaubenswahrheiten eindrang. Sie war dabei "keineswegs stumm und reglos, sondern lebendig und beweglich, entflammt vom Geist der Liebe. Sie hätte die Welt durcheilen und alle Geschöpfe zur Liebe eines Gottes aufrufen können, der selbst ganz Liebe ist. Aber ‘die Liebe wird nicht geliebt', das war es, was sie zutiefst bewegte" (Herma Piesch, Maria Maddalena de' Pazzi, in: Reformer der Kirche, Mainz 1970, S. 837 - 840). Auf diesem Hintergrund drängte es sie immer mehr zur Sühne, die sich in strengem Fasten und anderer Aszese äußerte. Für fünf Jahre mußte sie eine qualvolle Phase innerer Gottverlassenheit durchmachen. Diese Demütigung war die Voraussetzung dafür, daß Gott sie gebrauchen konnte als Mahnerin in den Spuren der heiligen Katharina von Siena: 1586 diktierte sie in der Ekstase "eine Reihe von Briefen (...), in denen sie, die demütige Karmelitin, mit großer Offenheit höchste kirchliche Würdenträger, den Papst, das Kardinalskollegium, den General des Jesuitenordens, den Erzbischof von Florenz, im Namen und Auftrag Gottes mit flammenden Worten beschwor, umdes Blutes Christi willen alle Kräfte für die Reform der Kirche (im Sinn der Beschlüsse des Konzils von Trient) einzusetzen" (S. 838). Diese Briefe wurden offenbar nie abgeschickt, aber "es ist auffallend, daß die Bullen und Verfügungen Papst Sixtus' V., dessen Pontifikat mit ihrer großen Leidenszeit von 1585 - 1590 zusammenfällt, weitgehend den Forderungen entsprechen, die die Heilige im Auftrag Gottes erhoben hatte" (S. 839).
Die Heilige besaß die Charismen der Seelenschau, der Prophezeiung und der Wunder. Ab 1602 kündigte sich ihre schwere Todeskrankheit an. Nach qualvollen Jahren starb sie am 25. Mai 1607. Papst Urban VIII. sprach sie 1626 selig, Klemens IX. 1669 heilig.


Weitere Mystikerinnen und Mystiker:

Sel. Elisabeth von Dijon

Maria-Martha Chambon

Christina Ebner

Sel. Johannes Ruysbroek

Hl. Bonaventura


Nimatullah Al-Hardini

Vor 150 Jahren, am 14. Dezember 1858, starb in Kfifane der hl. Nimatullah Al-Hardini, mit weltlichem Namen Youssef Kassab.

Youssef (Josef) Kassab wurde 1808 als Sohn einer Bauernfamilie in Hardin geboren. Hardin liegt im Norden des Libanons, in der Nähe der Hafenstadt Batroun, die ca. 40 km nördlich von Beirut liegt. Er hatte drei Brüder und zwei Schwestern.

Von 1816 bis 1822 besuchte er die Schule der Mönche des maronitischen Klosters St. Antonius in Houb im Gebiet von Tannourine. Tannourine liegt östlich von Batroun im Landesinneren und ist ganz vom maronitischen Christentum geprägt, wovon die über 50 Kirchen zeugen, die sich dort befinden. Das Kloster Houb war um 1700 erbaut worden und liegt mitten in der Natur auf einer Höhe von etwa 1400 Metern.

Youssef lebte nach seiner Schulzeit zunächst bei seinem Großvater mütterlicherseits Youssef Raad, der Pfarrer in Tannourine war. 1828 trat er ins Kloster St. Antonius in Kozhaya (Qozhaya) ein, begann im November desselben Jahres sein Noviziat und nahm den Namen Nimatullah Kassab Hardini an. Er erlernte das Buchbinderhandwerk.

Das dem hl. Antonius dem Großen geweihte Kloster Kozhaya (Mar Antonios al-Kabir) ist eines der ältesten Klöster jener Gegend und geht vermutlich bis ins 4. Jahrhundert zurück. Es liegt ca. 25 km östlich von Batroun, auf einer Höhe von 950 Metern. Lange Zeit wurde es von Eremiten bewohnt. Am 5. Juli 1708 übergab es Bischof Yuhanna (Johannes) Habqouq dem 1695 gegründeten Orden der libanesischen Maroniten, dem es bis 1723 als Mutterhaus diente.

Kassab legte seine erste Profeß am 14. November 1830 ab. Er kam nach Kfifan ins Kloster St. Cyprina und Justina, um dort Philosophie und Theologie zu studieren. Am 25. Dezember 1833 wurde er dort von Bischof Seiman Zwain (Simon Zouain), Vikar des Patriarchen Joseph Hobeiche, zum Priester geweiht und unterrichtete anschließend Moraltheologie. Kfifan liegt ca. 6 km südöstlich von Batroun.

Während des Bürgerkriegs zwischen Drusen und Maroniten von 1840 bis 1845, einem Vorläufer der schrecklichen Massaker von 1860 an den Christen, litt er viel mit seinem Volke mit. 1845 wurde er vom Heiligen Stuhl zum Generalassistenten seines Ordens ernannt und in diesem Amt 1850 und 1856 bestätigt. Auf die Bildung des Ordens bedacht, bat er den Generaloberen, die Mönche zum Weiterstudium auf das 1843 gegründete Kollegium der Jesuiten in Ghazir, ca. 20 km nordöstlich von Beirut, zu schicken.

Kassab wurde Professor in Kfifan und Bhersaf (ca. 35 km südlich von Kfifan) und erwarb als solcher großes Ansehen. In Kfifan war von 1853 bis 1858 der hl. Charbel Makhlouf unter seinen Schülern.

Al-Hardini hatte eine große Liebe zur heiligen Eucharistie und zur allerseligsten Jungfrau Maria. Täglich betete er den Rosenkranz. Er war auch ein Verehrer der unbefleckten Empfängnis, die 1854 von Pius IX. zum Dogma erhoben wurde.

Im Dezember 1858 erkrankte er in Kfifan an einer Lungenentzündung. Nach zehntägigem Todeskampf starb er, mit den Sterbesakramenten versehen.

Einige Tage lang war seine Zelle mit Wohlgeruch und einem eigenartigen Licht erfüllt. Sein Leichnam blieb unverwest, wie 1927 bei seiner Umbettung anläßlich des Beginns seines Seligsprechungsprozesse festgestellt wurde. An seinem Grab kam es zu etlichen wunderbaren Heilungen, von denen auch Drusen betroffen waren.

Am 10. Mai 1998 wurde er von Johannes Paul II. selig-, am 16. Mai 2004 (zusammen mit Gianna Beretta Molla und vier weiteren Personen) heiliggesprochen.


Hl. Joseph Kalinowski

Personen
(Auswahl)

Lewis C. S.
Malagrida G.
Marescotti J.
Manning H. E.
Marillac L.
Maritain J.
Martin Konrad
Massaja G.
Meier H.
Mieth Dietmar
Mixa Walter
Mogrovejo T.A.
Moltke H. v.
Montalembert
Montecorvino J.
Moreno E.
Moreno G. G.
Mosebach M.
Müller Max
Muttathu-padathu
Nies F. X.
Nightingale F.
Pandosy C.
Paschalis II.
Pieper Josef
Pignatelli G.
Pius XI.
Postel M. M.
Poullart C. F.
Prat M. M.
Prümm Karl
Pruner J. E.
Quidort
Radecki S. v.
Ragueneau P.
Rahner K.
Ratzinger J.
Reinbold W.
Répin G.
Rippertschwand
Rudigier F. J.
Ruysbroek
Salvi Lorenzo
Sanjurjo D. S.
Saventhem E.
Schamoni W.
Schreiber St.
Schynse A.
Sierro C.
Silvestrelli C.
Simonis W.
Solanus
Solminihac A.
Spaemann C.
Stein Karl vom
Steiner Agnes
Sterckx E.
Stern Paul
Stolberg F. L.
Talbot Matt
Therese
Thun Leo G.
Tolkien J.R.R.
Tournon Ch.
Vénard Th.
Vermehren I.
Walker K.
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Waugh E.
Wimmer B.
Windthorst L.
Wittmann G. M.
Wurmbrand R.


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