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Gefoltert für Christus

Eine Rezension von Gabi Weiss

Richart Wurmbrand wurde am 24. März 1909 in Bukarest geboren. Der jüdischstämmige lutherische Pfarrer verbrachte viele Jahre in rumänischen Gefängnissen und machte nach seiner Ausreise in den Westen auf das Schicksal der Christen unter der kommunistischen Verfolgung aufmerksam. Berühmt wurde sein Buch Gefoltert für Christus, das eine Auflage von über vier Millionen erreichte. Gabi Weiss hat einen Blick in das Buch geworfen und die Welt der Untergrundkirche, die es beschreibt.

Fast Täglich erschüttern neue Schreckensmeldungen von verfolgten Christen diejenigen Mediennutzer, die zuhören und sich informieren. Der Iran, Vietnam, Saudi-Arabien, Indien, Korea… die Liste der Länder, in denen Christen ihren Glauben nicht frei ausüben können, ist lang. Verschiedene Systeme unterdrücken die Kirchen, weil sie sie als Gefahr für ihre Regierungsform ansehen. So handelte auch der Kommunismus in den damaligen Ostblockländern.

Von ebendieser Christenverfolgung durch den Kommunismus berichtet das 1968 erschienene Buch Tortured for Christ, zu deutsch Gefoltert für Christus, das der evangelische Pfarrer Richard Wurmbrand über seine eigenen Erlebnisse in seinem Heimatland Rumänien schrieb. “Ich habe jedem in Freiheit lebenden Christen eine Botschaft zu bringen von der Unterdrücktenkirche hinter dem Eisernen Vorhang”, so beginnt er sein Buch. Als Stimme der unterdrückten Kirche berichtet er von dem furchtbaren Leiden, das 1944 zusammen mit dem Kommunismus in Rumänien Einzug hielt. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft hatte seine Familie schon unter dem vorhergehenden Naziregime viel zu leiden. Doch diese Verfolgung war laut Wurmbrand nur ein “Vorgeschmack” dessen, was noch auf sie zukommen sollte. Nachdem die Kommunisten an die Macht gekommen waren, setzte ein Prozess der “Verstaatlichung” der verschiedenen Kirchen ein. Die gläubigen Christen mussten miterleben, wie sich die Kirchen- und Gemeindeoberhäupter für den Kommunismus aussprachen und ihn immer mehr dem Christentum gleichsetzten. Die sich gegen diese Meinung stellten – wie es Wurmbrand tat – wurden ihrer Posten enthoben und durch systemfreundlichere Geistliche ersetzt, die dazu angehalten wurden, dem Staat diejenigen Gemeindemitglieder zu melden, denen ihr Glaube wirklich ernst war.

Das sollte der Beginn der Untergrundkirche sein. “Je weiter der Kommunismus in einem Land fortschreitet, desto weiter muss die Kirche in den Untergrund gehen.” Gläubige treffen sich fortan nicht mehr in der Kirche, sondern in Privathäusern, in Wäldern und Kellergeschossen. Der Autor beschreibt die drei Teile, aus denen sich die so genannte Untergrundkirche zusammensetzt: aus den Pfarrern und Predigern, die aus ihren Gemeinden verwiesen wurden, aus der Laienkirche, sprich: allen, die nicht nur das “verwässerte”, von den Kommunisten zensierte Evangelium hören und leben wollen, das in den offiziellen Kirchen verkündet wird, und schließlich aus Geistlichen, die zwar an und für sich in der staatlich zugelassenen Kirche arbeiten, aber im Geheimen die verbotenen Kindergottesdienste abhalten oder versuchen, den Menschen Christus zu bringen und für den Glauben zu gewinnen - in den Augen der Kommunisten ein Verbrechen. Natürlich sind diese Organisation und alle ihre Aktivitäten, die sich die Bekehrung ihrer Landsleute, aber auch die der russischen Besatzung (!) zum Ziel gemacht haben, strengstens verboten und werden mit Gefängnishaft und Folter manchmal bis in den Tod hinein bestraft. Der Autor selbst muss dies am eigenen Leib erfahren: zweimal wird er inhaftiert, drei Jahre in Einzelhaft mit anschließenden fünf Jahren in einer Gemeinschaftszelle. Nach zweijähriger Freiheit erwartet ihn 1959 der nächste Gefängnisaufenthalt: Zu 25 Jahren wird Richrad Wurmbrand verurteilt, und nur einer allgemeinen Amnestie verdankt er die vorzeitige Freilassung nach fünf Jahren. Sein Glaube und seine Missionstätigkeit in der Bevölkerung waren die einzigen Anklagepunkte.

Wurmbrand berichtet von unsäglichen körperlichen und seelischen Leiden in dieser Zeit der Gefangenschaft. Die schlimmsten Folterungen muss er miterleben oder mitansehen, willkürliche Schläge zu jeder Tages- und Nachtzeit sind die Regel. Auch die Familienmitglieder bleiben nicht verschont, denn sie werden aus der Gesellschaft ausgestoßen. Es ist bei Prügelstrafen verboten, ihnen ein Obdach oder Nahrung zu geben. Wurmbrand erzählt von seinem Sohn, der, eltern- und obdachlos (auch die Mutter war aufgrund ihres Glaubens im Gefängnis), Hilfe von drei Frauen erhält, die ihm Essen und einen Schlafplatz besorgen. Alle drei Frauen werden verhaftet, alle drei werden so lange geschlagen, dass sie ihr Leben lang Behinderungen behalten werden.

Hunger ist ein ständiger Begleiter der inhaftierten Christen: Eine Portion Suppe am Tag und eine Scheibe Brot in der Woche ist für die Häftlinge vorgesehen. Medizinische Verpflegung fehlt fast ganz.

Und trotzdem sind die Gefangenen – unerklärlicherweise für ihre Folterer - nicht verzweifelt und hasserfüllt. Sie sind von einer inneren Freude erfüllt, die Außenstehende nicht begreifen können. Sie wissen, dass sie sich auf dem direkten Weg zu Jesus, zum Paradies befinden. Trotz der furchtbaren Umstände singen und beten sie, sie bringen sogar Opfer – jede zehnte Brotscheibe von ihrer spärlichen Mahlzeit geben sie einem noch Bedürftigeren, erzählt der Autor, kranke Christen opfern sich für andere auf, indem sie ihnen ihre letzte Medizin geben.

Und nicht nur das – die unterdrückten Christen entwickelten im Laufe der Zeit eine solche Liebe zu ihren Verfolgern, dass manche von ihnen wie Jesus mit einem Gebet für ihre Mörder auf den Lippen sterben. Wurmbrand fasst die uns unglaublich erscheinende, nächstenliebende Einstellung der Untergrundchristen in der Maxime zusammen: “Den Kommunismus anklagen – die Kommunisten lieb haben.”

Ohne beschönigenden Worten schildert der Autor die unmenschlichen Methoden des Systems, geht dabei immer wieder auf erschütternden Einzelschicksale ein. “Dieses Buch ist nicht so sehr mit Tinte geschrieben”, sagt er, “vielmehr mit dem Blut verwundeter Herzen.” So berichtet er beispielsweise von einem Familienvater, der Mitglied der Untergrundkirche ist und deshalb ins Gefängnis kommt. Er muss seine Frau mit sechs Kindern zurücklassen. Die Familie kommt in größte finanzielle Nöte, weil Kinder und Mutter wegen ihres Glaubens keine Arbeit bekommen. Die Mutter wird krank, die beiden ältesten Schwestern wissen sich keinen Rat mehr, wie sie ihre fünf kleinen Brüder ernähren sollen. Es scheint ihnen nur noch ein Ausweg offen: Sie werden Prostituierte. Der vierzehnjährige Bruder kann das nicht ertragen, er wird verrückt und muss in eine Anstalt eingewiesen werden. Schließlich hat die Geheimpolizei die zwei Töchter so weit gebracht, dass sie Spitzel in christlichen Häusern werden. Das ist ein klassischer Fall, wie der Kommunismus eine christliche Familie zerstört hat; leider ist es bei weitem nicht der einzige.

Im letzten Teil des Buches kommt der Autor auf sein eigentliches Anliegen zurück, dessentwegen er sich aus Rumänien freikaufen ließ und nach Norwegen floh: Er wurde mit der Aufgabe betraut, stellvertretend “für eine zum Schweigen gebrachte Kirche, die Kirche im Untergrund, für die stumme Kirche, die keine Stimme zum Sprechen hat” zu reden. Das führt er auch aus in diesem erschütternden und trotzdem trostreichen Buch. So richtet er seinen Appell an alle freien Christen in westlichen Ländern, damit sie nicht länger Augen und Ohren verschließen: “Hört das Schreien eurer Brüder und Schwestern in kommunistischen Ländern! Verlasst uns nicht! Vergesst uns nicht! Helft uns!” Er nennt auch konkrete Maßnahmen, wie das zu bewerkstelligen ist: Ein Leben im Glauben, das nicht nur aus Worten, sondern vielmehr aus Taten besteht, damit Christen Vorbilder sein können. Außerdem den Mut, “öffentlich die Stimmen zu erheben, wann immer Christen verfolgt werden.” Weiterhin bittet er um die dringend benötigten Bibeln, Evangelien und geistliche Schriften; er berichtet von Seelsorgern, die seit fünfzig Jahren keine Bibel mehr in der Hand hielten. Und als stärkste Waffe führt er schließlich das Gebet an. Aber nicht allein für die verfolgte Kirche – vielmehr verstärkt für ihre Verfolger, die Kommunisten. “Wenn wir Christen sind, müssen wir sie verstehen und lieben. (…) Wir sind nicht unschuldig an der Tatsache, dass heute viele Menschen Kommunisten sind.” Wurmbrand ist der Überzeugung, dass nur auf diese Weise der allesumfassenden Liebe der Kommunismus überwunden werden kann.

Das Buch ist interessant zu lesen, hat der Autor es doch geschafft, seine bedrückende Botschaft in flüssige, manchmal sehr poetische Worte zu kleiden. Aber so schnell es zu lesen ist – den Inhalt wird der Leser nicht so schnell vergessen und er wird ihm noch manche Stunde Nachdenkens bescheren. Es ist auf jeden Fall ein erschütternder Hilferuf der unterdrückten Kirche, der uns dazu bewegen sollte, an all die Länder zu denken, in denen heute Christen nicht so unbeschwert leben können wie wir, in der sie jeden Tag aufs Neue Angst um ihr Leben haben müssen.

Das Vorbild der verfolgten Kirchen kann uns nur aufrütteln, denn, wie Wurmbrand schreibt: “Die Untergrundkirche ist eine arme und leidende Kirche, aber sie hat keine lauen Glieder.” Die unbeschreibliche göttliche Freude und Nächstenliebe, die die Verfolgten wahrhaft lebten, soll das Ziel auch in unseren Gemeinden sein.

Gleichzeitig soll auch der Aufruf zur Hilfe nicht vergessen werden, denn wie oft denken wir eigentlich an unsere verfolgten Brüder und Schwester und an ihre Leiden, die sie, zum Teil auch aufgrund unserer eigenen Passivität, erdulden müssen? Die Christenverfolgungen sind keineswegs Vergangenheit. Geschätzte 90.000 bis 175.000 Christen sterben jährlich wegen ihres Glaubens. Befolgen wir die eindringliche Bitte Wurmbrands und schließen wir sie ein in unsere Bemühungen und vor allem in unsere Gebete.

Richard Wurmbrand starb am 17. Februar 2001. Enttäuschend war für ihn die Gleichgültigkeit, auf welche die Christenverfolgung beim Weltkirchenrat stieß. Seine Selbstbiographie ist im Internet zugänglich.


Paulos Faraj Rahho

Am 12. März 2008 wurde Paulos Faraj Rahho, Erzbischof der Chaldäisch-Katholischen Kirche im Irak, ermordet.

Rahho wurde am 20. November 1942 in Mosul, 350 km nördlich von Bagdad, geboren. Am 10. Juni 1965 zum Priester geweiht, wirkte er in verschiedenen Pfarreien in Mosul, machte in Rom sein Lizentiat in Pastoraltheologie und gründete ein Kinderheim für Behinderte.

Nachdem am 9. September 1999 Georges F. Garmou, Erzbischof von Mosul, gestorben war, ernannte am 12. Januar 2001 Papst Johannes Paul II. Rahho zu dessen Nachfolger. Rahho wurde am 16. Februar desselben Jahres von Erzbischof Raphael I. Bidawid (1922 - 2003) von Badgad zum Bischof geweiht. Das Erzbistum (im Orient Erzeparchie genannt) von Mosul wurde 1967 errichtet und umfaßte 2001 elf Pfarreien.

Rahho “war ein Mann des Friedens und des Dialogs. Ich weiß, daß er eine besondere Vorliebe für die Armen und Behinderten hatte, für deren physische und psychische Hilfe er eine eigene Vereinigung gegründet hatte, die den Namen ‘Farah wa Mahabba’ (Freude und Liebe) trägt und die er mit der Aufgabe betraut hatte, diesen Menschen mit Achtung zu begegnen und ihre Familien zu unterstützen, von denen viele von ihm gelernt haben, ihre behinderten Verwandten nicht zu verstecken und in ihnen Christus zu sehen” (Benedikt XVI. im Seelenamt für Erzbischof Rahho am 17. März 2008).

Am 7. Dezember 2004 verübten Islamisten einen Anschlag auf das Bischofshaus von Erzbischof Faraj Rahho und ließen es in Flammen aufgehen.

Am 29. Februar 2008 wurde Erzbischof Paulos Faraj Rahho entführt. Sein Fahrer und zwei Begleiter wurden dabei kaltblütig erschossen. Die Entführer verlangten ein Lösegeld von 2,5 Millionen Dollar und unterstrichen “ihre Botschaft, die Christen aus der Region zu vertreiben, mit absurden Forderungen,” schreibt Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker. Am 13. März fand man den Leichnam des Bischofs auf einer Müllkippe bei Mosul.

Die Weltöffentlichkeit reagierte bestürzt. Der UNO-Gesandte im Irak verurteilte den Tod “eines Mannes, der sein ganzes Leben dem interreligiösen Dialog und dem Frieden im Irak gewidmet” habe. Landesbischof Dr. Johannes Friedrich schrieb in einem Kondolenzschreiben an den chaldäischen Patriarchen und Erzbischof von Bagdad, Emanuel III. Kardinal Delly: “Erzbischof Rahho predigte Frieden für sein Land. Er gab den Menschen Hoffnung, am Aufbau eines friedlichen Irak mitwirken zu können. Er ist nun auf tragische Weise zum Märtyrer geworden. Mit der barbarischen Ermordung des Erzbischofs und seiner Begleiter zeigt der islamistische Terrorismus einmal mehr sein menschenverachtendes Gesicht.”

Der Bischof von Arbil, Rabban al Qas, berichtete gegenüber Radio Vatikan von der Anteilnahme vieler Moslems: “Viele Menschen haben mir gesagt: Der Bischof war nicht nur Bischof für die Katholiken. Er ist Sohn dieser Stadt Mossul. Die Türen des Bischofshauses standen für alle offen. Der Terrorismus wird unserer Freundschaft kein Ende setzen. Wir sind vereint, um die Christen gegen die Terroristen zu verteidigen.”

Das Verbrechen ist kein Einzelfall. Am 3. Juni 2007 beispielsweise war der chaldäisch-katholische Priester Ragheed Aziz Ganni zusammen mit drei Subdiakonen in Mosul erschossen worden.

Über die Christenverfolgung im Irak.


Metodius Dominic Trcka

Heute vor 50 Jahren, am 23. März 1959, starb in einem kommunistischen Konzentrationslager bei Leopoldov im Westen der Slowakei, ca. 100 km östlich von Wien, als Martyrer der selige Metodius Domenic Trcka CSsR.

Metodio Domenico Trcka wurde am 6. Juli 1886 im tschechischen Ostravice, ca. 220 km nordöstlich von Wien, geboren. 1902 trat er in den Redemptoristenorden ein und wurde am 10. Juli 1910 in Prag von Léon Kardinal Skrbenský Hríste, Erzbischof von Prag, zum Priester geweiht.

Im Dezember 1921 nach Stropkov in den Osten der Slowakei gesandt, gründete er dort das erste birituelle Redemptoristenkloster, in dem sowohl die römische wie die byzantinische Liturgie gepflegt wurden. Ab 1935 wirkte er in Michalovce (Großmichel), ca. 50 km südlich von Stropkov. Am 23. März 1946 wurde er Leiter der neu errichteten Vizeprovinz von Michalovce, die jedoch schon drei Jahre später von den Kommunisten aufgelöst wurde. Am 13. April 1950 wurden alle Redemptoristen in Konzentrationslager gebracht. Trcka wurde am 12. April 1952 der Kollaboration mit dem Bischof von Presov Pavel Peter Gojdic angeklagt, weil er dessen Hirtenbriefe verbreitete. Da er weiterhin seinen Oberen in Prag und durch sie dem Heiligen Stuhl Bericht erstattete, wurde er wegen Spionage zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Im April 1958 kam er nach Leopoldov. Weil man ihn an Weihnachten beim Singen eines Weihnachtsliedes ertappte, wurde er in eine der berüchtigten “Verbesserungszellen” verlegt. Hier zog er sich eine Lungenentzündung zu, an der er starb.

Am 4. November 2001 sprach ihn Johannes Paul II. selig. In seiner Predigt führte der Papst aus: “Als Oberer der Gemeinschaft der Redemptoristen von Stropkov in der Ostslowakei entfaltete er eine eifrige missionarische Tätigkeit in den drei Eparchien Pres¡ov, Uz¡horod und Kriz¡evci. Nach der kommunistischen Machtübernahme wurde er ebenso wie seine Mitbrüder aus dem Redemptoristenorden in ein Konzentrationslager gebracht. Stets vom Gebet gestützt, nahm er die Qualen und Demütigungen, die er wegen des Evangeliums erlitt, mit Seelenstärke und Entschlossenheit auf sich. Sein Leidensweg endete im Gefängnis von Leopoldov, wo er infolge von Entbehrungen und Krankheit starb, nachdem er seinen Peinigern vergeben hatte.”


Anton Durkowitsch

Der rumänische Märtyrerbischof Anton Durkowitsch (auch Durcovici) wurde am 17. Mai 1888 in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich geboren. Als er fünf Jahre alt war, zog die Familie nach Bukarest.
Am 24. September 1910 empfing er in der römischen Lateranbasilika die Priesterweihe. Er wurde Professor am katholischen Priesterseminar in Bukarest und später Generalvikar des Bistums Bukarest. Nach der kommunistischen Machtergreifung, am 30. Oktober 1947, wurde Durkowitsch zum Diözesanbischof von Iasi (Jassy) ernannt. Am 26. Juni 1949 wurde “er auf dem Weg zu einer Firmung von der Staatspolizei Securitate verhaftet. In den zweieinhalb Jahren bis zu seinem Tod musste er unvorstellbare Schikanen und Misshandlungen in mehreren Gefängnissen erleiden. Bischof Anton Durkowitsch starb in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1951 nackt und im eigenen Blut auf dem kalten Steinboden seiner Zelle liegend, von Hunger, Durst und Kälte ausgezehrt” (Martyrologium Sancrucense, Heiligenkreuz 2003, S. 472 f). Das war im Gefängnis von Sighetul Marmatiei.
1987 wurde sein Seligsprechungsprozess eröffnet.

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