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Christenverfolgung

“Ausgerechnet das 20. Jahrhundert, das mit dem Anspruch von Humanismus, Menschenrechten und Demokratie angetreten war, brachte ideologische Bewegungen hervor, welche die Glaubensfreiheit teilweise bis vollständig abschafften und die umfangreichsten Christenverfolgungen seit Neros und Diokletians Zeiten organisierten. Zigtausende Geistliche und christliche Laien verschwanden in Gulags und KZ’s, wurden mißhandelt und ermordet, Millionen andere drangsaliert und diskriminiert. Auch noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts beziffert „Kirche in Not“ die Zahl der wegen ihres Glaubens ums Leben gebrachten Christen auf rund 170.000 pro Jahr. Im Schnitt werde alle 3 Minuten irgendwo auf der Erde ein Christ aufgrund seines religiösen Bekenntnisses ermordet.”

Andreas Püttmann, Anstößiger Wahrheitsanspruch. Zehn Thesen zum Standort des Christentums, in: Die neue Ordnung, Februar 2008


Das ignorierte Martyrium

Die Juli/August-Ausgabe 2014 der Internationalen Katholischen Zeitschrift Communio ist dem Thema Christenverfolgung gewidmet. Tobias Mayer stellt in seinem Artikel Wie Schafe unter die Wölfe (S. 261-267) das neueste Buch des Journalisten John Allen vor, das demnächst in deutsch unter dem Titel Krieg gegen Christen erscheinen soll. Zur Beobachtung Allens, dass die Christen heute die weltweit am meisten verfolgte religiöse Gruppierung sei, deren Märtyrer zudem viel zu oft unbemerkt leiden müssten, kommentiert Mayer: “Die Zahlen sind in der Tat erschreckend: Den meisten Schätzungen zufolge leben 100 Millionen Christen weltweit in einer Verfolgungssituation. Die Summer der Märtyrer der letzten 20 Jahre beläuft sich auf Hunderttausende (allein 70.000 im Jahr 2013), manche sprechen gar von bis zu 2 Millionen. Unbestritten ist, dass die Zahl der Christen, die allein im 20. Jahrhundert den Märtyrertod erlitten, die Summe der Märtyrer aller vorhergehenden Jahrhunderte übertrifft.”

Mit Allen stellt er die Frage: “Doch warum schweigt die Kirche?” Allen: “Ist es nicht paradox, dass das fesselndste Narrativ des Christentums unseres jungen Jahrhunderts nicht ins Blickfeld des christlichen Bewusstseins gerät?” Zu den Gründen gehört ihm zufolge u.a. “eine eilfertige ‘political correctness’ des interreligiösen Dialogs”.

Ich würde noch die Vermutung hinzufügen, dass große Teile der Reformkatholiken so fanatisch auf ihre Lieblingsthemen und ihr Projekt der Anpassung kirchlicher Lehre und Praxis an ihre Ideen eingeschworen sind, dass für das Leid der Märtyrer einfach nicht mehr genügend Ressourcen an Interesse und Aufmerksamkeit zur Verfügung stehen. Man denke nur an den ganzen institutionellen, finanziellen und medialen Aufwand für einen fruchtlosen Dialog um die bekannten Reizthemen im Vergleich zur eklatanten Vernachlässigung des Einsatzes für unsere verfolgten Brüder und Schwestern. 2013 hat das bereits der Historiker Peter Keller bemerkt und ausgesprochen: “Während in den arabischen Hinterhöfen die Christen verfolgt und vertrieben werden, diskutiert die hiesige Intelligenz über die Homo-Ehe und das Frauenpriestertum als dringendste Reformprojekte für den neuen Papst. Frohe Ostern.”


Verfolgung und Vertreibung

Die Amerikaner befreiten den Irak von seinem Diktator Saddam Hussein. Aber sie konnten nicht verhindern, dass das Land unter ihren Augen zu einer Hochburg sunnitischer Terroristen wurde, die alle Christen aus dem Irak vertreiben wollen: Schutzgelderpressungen, konfessionelle Säuberungen ganzer Straßenzüge, Zwangskonvertierungen, Entführungen und Morde an Christen sind Alltag. Jeder Tote bedeutet mindestens eine Familie, die flieht. Es ist ein seit Jahren andauernder Prozess, von dem Europa lange kaum Notiz genommen hat.

Aus der Reportage Der Exodus von Karen Krüger in der FAZ vom 26. Februar 2011, online seit dem 1. März 2011


Der Trick der “Neuen Atheisten”

Weltweit gibt es erschreckend viele Menschen, die Opfer religiös motivierter Verfolgung sind. Doch die Opfer dieser Verfolgung sind mehrheitlich nicht etwa Atheisten, sondern Christen. Christen werden von Hindus und Buddhisten verfolgt, vor allem aber von Muslimen, wie Till-Reimer Stoldt in der Welt vom 21. September 2007 ausführte. “Ein Zentrum der Verfolgung ist die islamische Welt. In fast allen islamisch geprägten Ländern werden Christen daran gehindert, das Menschenrecht auf freie Religionswahl und Mission auszuüben. Im Iran, in Saudi-Arabien oder Sudan wartet auf christliche Missionare und Konvertiten das Beil oder die Steinigung. In vergleichsweise gemäßigten Ländern wie Ägypten oder Algerien wandern zum Christentum übergetretene Ex-Muslime und Missionare in die Psychiatrie oder ins Gefängnis. Und in für islamische Verhältnisse fast liberalen Ländern wie Malaysia muss der Abfall vom Islam vom Gericht genehmigt werden. Doch solch eine Genehmigung hat noch kein Gericht jemals erteilt.”
80 Prozent der aus religiösen Gründen Ermordeten seien Christen. Trotz der Diskussion um einzelne Zahlen im Detail sei ein Befund unstrittig: “Keine andere Religionsgemeinschaft auf der Welt wird stärker verfolgt.”

Die neuesten Zahlen aus dem Jahrbuch zur Christenverfolgung heute “Märtyrer 2008" bestätigen diese Aussagen: “Der religiöse Fanatismus ist im vergangenen Jahr in vielen Teilen der Erde gewachsen. Leidtragende sind vor allem die Christen, die wegen ihres Glaubens von extremistischen Moslems, Hindus und Buddhisten diskriminiert oder verfolgt werden” (IDEA-Bericht vom 2. November 2008).

Die “Neuen Atheisten” arbeiten mit einem Trick: Indem sie nicht zwischen den verschiedenen Religionen unterscheiden, nehmen sie die Verfolgungen als Indiz für die Gewalttätigkeit von Religion überhaupt, stecken Christen zusammen mit ihren Verfolgern in dieselbe Schublade und machen so aus Opfern Täter.

Einsame Atheisten


Absurde Herzenskälte

In den Jahren 2007 und 2008 wollte in Baden-Württemberg das Diakonische Werk eine Kampagne für die Aufnahme eines Kontingents irakischer Christen nicht mittragen – mit der Begründung, man sehe lediglich Bedarf für schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Irak. Und auffällig war auch, dass insbesondere Kirchengemeinden, die sich der friedensstiftenden Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden verpflichtet sahen, das Thema verfolgte Christen partout nicht anfassen wollten.
Hier wird es nun ganz absurd, und es wird eine Herzenskälte sichtbar, die so gar nicht zur Versöhnungsidee passen will: Um Muslime – die hier in Deutschland ziemlich ungestört ihrem Glauben nachgehen können – nicht in Verlegenheit zu bringen oder gar zu brüskieren, verzichtet man darauf, den Angehörigen des eigenen Glaubens beizustehen.

Thomas Schmid in der Welt vom 24. Dezember 2010


Verfolgte Christen: Ermutigungs- und Appellbriefe

Die christliche Hilfsorganisation Open Doors ruft dazu auf, Ermutigungsbriefe an verfolgte Christen zu schreiben. “Jeder Brief war für mich wie der Besuch eines Christen oder die Umarmung eines Freundes”, zitiert sie Taakosh, die Witwe des 1994 ermordeten Pastors Haik Hovsepian. Sie gibt eine Schreibanleitung mit Punkten, die man beachten muss, damit man dem Verfolgten nicht ungewollt noch mehr Schaden verursacht. So sollte man etwa vermeiden, die Religion des Landes, die Regierung, das Rechtssystem oder die politischen Führer zu kritisieren.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte erklärt, wie man Appellbriefe an Politiker zugunsten verfolgter Christen schreibt. Aufgrund solcher Briefe konnte schon vielen geholfen werden, vor allem, wenn es sich nicht um standardisierte, sondern individuelle Briefe handelt. “Je mehr individuelle Briefe eine Behörde erreichen, um so stärker haben die Empfänger den Eindruck, dass sich viele verschiedene Menschen unabhängig von einander für den Fall interessieren.”


Islamisten lassen Menschen verhungern

Zahlreiche christliche Hilfsorganisationen wollen helfen [in der Hungersnot am Horn von Afrika], aber ausgerechnet in Somalia, wo die Lage am bedrohlichsten ist, machen ihnen islamische Extremisten das Leben schwer. Mit menschenverachtender Brutalität behindert die Shabab-Miliz, die weite Teile des Landes beherrscht, die internationale Nothilfe. Viele Hilfsorganisationen wurden ausgesperrt. Auch haben Milizionäre mehrere Viehhirten öffentlich geköpft, weil sie ihr die wenigen überlebenden Tiere nicht aushändigen wollten, berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen). Um die Bevölkerung einzuschüchtern, seien die Leichen auf Geländewagen durch die Stadt Afgoye - 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Mogadischu - gefahren worden. Shabab steht mit dem Terrornetzwerk al-Qaida in Verbindung.

Aus dem Bericht Islamisten lassen Menschen verhungern in IdeaSpektrum vom 4. August 2011.


Christenverfolgung aufgrund des Korans

Je strenger der Koran ausgelegt wird, desto unbarmherziger ist die systematische Vertreibung, der mörderische Terror.
Nur einige Beispiele: In Indonesien wurden in den vergangenen Jahren mehr als 1000 Kirchen in Brand gesteckt; in Ägypten wurden in den letzten 30 Jahren mehr als 1800 Kopten aus religiösen Gründen ermordet. Im Herbst 2011 riefen Imame in mehr als 20 oberägyptischen Moscheen zum Sturm gegen Kirchen und zum Mord an Christen auf – die Sicherheitskräfte zogen ab.

Detlef Kleinert in der österreichischen Tageszeitung Die Presse vom 19. November 2012.


Christenverfolgung in Nigeria

Laut Auskunft von Open Doors wurden 2013 in Nigeria 612 Christen getötet und über 300 Kirchen zerstört. Am meisten leiden die Christen unter der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. “Zehntausende nigerianische Christen sahen sich angesichts massiver Drohungen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Sexuelle Übergriffe wurden von Boko Haram als Waffe eingesetzt, um Christen einzuschüchtern.”


Berührt das mein Herz?

Wenn ich daran denke oder höre, dass viele Christen verfolgt werden und sogar das Leben für ihren Glauben hingeben, berührt das mein Herz oder kommt es bei mir nicht an? Bin ich offen für jenen Bruder oder für jene Schwester der Familie, der oder die ihr Leben hingibt für Jesus Christus? Beten wir füreinander? Ich stelle euch eine Frage, aber antwortet nicht mit lauter Stimme, sondern nur im Herzen: Wie viele von euch beten für die verfolgten Christen? Wie viele? Jeder möge im Herzen antworten.

Papst Franziskus in der Generalaudienz vom 25. September 2013


Raus aus dem Ghetto!

In Wien gibt es das Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen, das von der Juristin Gudrun Kugler geleitet wird. Es dokumentiert Fälle von Christendiskriminierung. In einem Interview mit Karsten Huhn (IdeaSpektrum vom 4. November 2015, S. 16-18) gibt Kugler auf die Frage, was man gegen die Diskriminierung von Christen tun könne, die Antwort: “Dann empfehle ich das alte Pfadfinder-Motto: ‘Jeden Tag eine gute Tat’. Das beginnt in den sozialen Medien: Es hilft, jeden Tag einen Beitrag zu kommentieren oder zu teilen, einen Leserbrief an die Zeitung zu schreiben oder einen Brief an einen Politiker. Wenn das viele Christen machen, beeinflussen sie die Debatten und können etwas verändern. Der jüdische Professor für Völker- und Europarecht, Josef H. Weiler, schreibt in seinem Buch ‘Ein christliches Europa’, dass sich die Christen in Europa in ein Ghetto haben drängen lassen und Angst haben, etwas zu sagen. Aus diesem Ghetto müssen wir raus!”


In Deutschland: Die Bedrängnis christlicher Flüchtlinge geht weiter

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