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Die Auferstehung der Toten und das ewige Leben

Von Prof. Dr. Andreas Wollbold

Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Media Maria veröffentlichen wir einen Ausschnitt aus dem empfehlenswerten Buch von Andreas Wollbold Die versunkene Katherale. Den christlichen Glauben neu entdecken, Illertissen 2013.

Ruhen in geweihter Erde

Der ergreifendste Moment eines Begräbnisses ist sicher der Augenblick, da der Leib des Verstorbenen in die Erde hinabgelassen wird. Sichtbar, greifbar geschieht hier der Abschied, erhält der Tod etwas Endgültiges. Denn dies ist nun die letzte Ruhestätte des Verstorbenen. “Wir übergeben den Leib der Erde. Christus, der von den Toten auferstanden ist, wird auch diesen Leib auferwecken”, spricht der Priester dabei und bezeugt damit die christliche Hoffnung: Wir glauben an die “Auferstehung der Toten und das ewige Leben”. Wörtlich spricht der letzte Artikel des Glaubensbekenntnisses sogar von der “Auferstehung des Fleisches”, also des Leibes. Am Jüngsten Tag, bei der Wiederkunft Christi, werden alle Gräber sich öffnen und die Leiber der Entschlafenen werden zum Leben erwachen, wie es bereits beim Tod Jesu berichtet wurde (vgl. Mt 27,52f.). Ihre Seelen werden sich wieder mit ihren Leibern vereinen, zusammen aber werden sie nun ewiges Leben haben, die einen in ewiger Seligkeit, die anderen aber am Ort der Verdammnis.

In der Seligkeit des Himmels wird der Leib verklärt sein, so wie der Leib Christi bei der Auferstehung an Ostern verklärt wurde. Er ist nicht mehr Hunger und Durst unterworfen, er muss keine Bedürfnisse mehr stillen und für sich selbst sorgen, er kennt auch kein Altern, keine Krankheit und kein Sterben mehr. Leid, Schmerz und Tränen sind von ihm verbannt, und jede Form von Gebrechen und Behinderung wird von ihm abfallen. Eine fromme, aber gut nachvollziehbare Vorstellung sagt, jeder der Vollendeten werde für immer in der Blüte seiner Jahre stehen, vielleicht gerade im Vollalter Jesu, also von dreiunddreißig Jahren. Entscheidend aber ist: Dieser verklärte Leib ist kein anderer als der, in dem ein Mensch sein irdisches Leben verbracht hat. So war es bereits bei Jesus - der Auferstandene kann etwa noch die Wundmale zeigen, die ihm in der Passion zugefügt wurden. So war es auch bei der Himmelfahrt Mariens, nach der ihr Grab leer war, und, wie die wunderbar tiefgründige Legende hinzufügt, an dem Ort, wo ihr Leib gelegen hatte, nun eine Fülle von Blumen blühte, deren kostbaren Duft man auf der Erde nicht kennt.

Der entseelte, in die Erde gebettete Leichnam eines Verstorbenen hat also noch eine große Zukunft vor sich. “Die Verstorbenen werden alle mit den Leibern, die sie jetzt tragen, auferstehen”, fasst das Vierte Laterankonzil von 1215 die Lehre der Kirche zusammen. Schon einer der sieben makkabäischen Brüder, die ein grausames Martyrium erleiden mussten, setzte seinem Peiniger mit Blick auf seine gepeinigten Glieder entgegen: Vom Himmel habe ich sie bekommen. [ ... ] Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen (2 Makk 7,11). Auch die im Meer Ertrunkenen werden am Jüngsten Tag von Gott wieder zum Leben erweckt: Das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren; und der Tod und die Unterwelt gaben ihre Toten heraus, die in ihnen waren (Offb 20,1). Eutychius, der Patriarch von Konstantinopel, war eine Zeit lang der Ansicht, es gebe keine wirkliche Auferstehung des Leibes. Doch dem hl. Papst Gregor dem Großen (+ 604) gelang es, ihn von dieser Wahrheit so nachhaltig zu überzeugen, dass der Patriarch Eutychius vor einer großen Menschenmenge ausrief, indem er die Haut seiner Hand ergriff: ”Ich glaube, dass wir alle einst in diesem Fleisch auferstehen werden.” Leibverachtend wäre es, wenn man mit dem Körper nach dem Tod frei nach der Devise umginge: “Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.” Er war nicht bloß ein Werkzeug, das nun zu nichts mehr dient. Er war ein Teil dieser Person, die Gott mit Leib und Seele zur Ewigkeit berufen hat. Ja, der Leib hat einen Großteil der Mühsal im Schweiße des Angesichts (Gen 3,19) getragen. Er hat sich im Dienst des Herrn angestrengt, hat Schmerz empfunden, hat Krankheit und Gebrechen getragen und schließlich den Todeskampf ausgestanden. Dafür hat er nicht weniger seinen ewigen Lohn verdient als die Seele. Natürlich wird der verklärte Leib nicht aus allen Molekülen des irdischen Leibes in seiner gesamten Lebenszeit zusammengesetzt sein, aber er ist doch materiell identisch mit dem Leib als solchem. Denn es kann sich bei ihm auch nicht um etwas anderes und völlig Neues handeln, wenn wir bekennen: Wir werden auferstehen, wie Christus auferstanden ist.

Fürsorge für die Verstorbenen

Geleitet von dieser Überzeugung zur Auferstehung des Leibes, hat das Christentum, insbesondere der Katholizismus, eine beeindruckende Fürsorge für die Verstorbenen entwickelt. Traditionell war das Sterben selbst eine Art Gottesdienst. Der Priester wurde gerufen und er eilte mit Ministranten oder Küster herbei, um die Sterbesakramente zu spenden, die letzten Gebete zu sprechen, die Seele Gott zu empfehlen und Segen und Ablass zu spenden. So sollte es auch heute sein, auch wenn vielleicht die Umstände nüchterner geworden sind. Nach dem Tod ist die Anteilnahme groß und vielfach sehen Kirche und Friedhof eine überwältigende Beteiligung wie niemals sonst. Dies soll nicht nur den Angehörigen Verbundenheit erweisen und sie durch die Anwesenheit trösten. Im Mittelpunkt der Gottesdienste und Gebete steht vielmehr der Verstorbene. Die Kirche opfert und betet hier für eines ihrer verstorbenen Glieder und die Gläubigen nehmen an diesem Gebet teil. Überhaupt steht das Gebet für den Verstorbenen im Mittelpunkt, nicht die Angehörigen und ihre “Trauerarbeit”, wie man das ein wenig mechanistisch nennt. Zur Anregung dieses Gebetes lässt man ein Totenbildchen und eine Todesanzeige drucken, deren wichtigstes Element neben dem Namen des Verstorbenen die Bitte um das Gebet für ihn ist. Ein Wort oder ein Sinnspruch auf Bild oder Anzeige sollte der Heiligen Schrift oder einem Wort des Glaubens entnommen sein und nicht stattdessen etwas ausdrücken, was ebenso gut ein Nichtchrist gewählt haben könnte. Auch das Kreuz sollte hier nicht fehlen.

Gebetet wird auch im Haus oder im Krankenzimmer bei dem Leichnam, in einem Aufbahrungsraum, beim Totengebet bzw. Sterberosenkranz in der Kirche oder zu Hause, mancherorts auch bei der Überführung des Leichnams (“Beisetzung”) und dann natürlich vor allem beim Sterbeamt (“Requiem”) und der Beerdigung. Überhaupt ist die Feier des Messopfers für Verstorbene das höchste und wichtigste Werk, eben weil es so voll der Gnaden für Lebende und Verstorbene ist: Leben und Sterben verbinden sich mit dem Kreuz und der Auferstehung des Herrn. Vor allem in den Wochen und Monaten nach dem Tod besuchen Angehörige und Freunde gerne die hl. Messe und lassen Messen für den Verstorbenen feiern (“Messintentionen”). Darunter ragen - regional unterschiedlich akzentuiert - das zweite und dritte Sterbeamt, das Dreißiger- oder das Sechswochenamt, und das Jahrgedächtnis heraus. Darüber hinaus lassen Ehegatten, hinterbliebene Kinder oder Geschwister, andere Verwandte oder Ortsvereine Messen feiern, wobei manchmal auch nicht wenige Gläubige wieder öfter den Weg zur Kirche finden. Nicht zu vergessen sind schließlich die Grabpflege und der Besuch am Grab, wofür manche Angehörige über Jahre hinweg in bewundernswerter Treue sorgen. An Allerheiligen und Allerseelen schließlich sind vielerorts Kirchen und Friedhöfe schwarz vor Menschen, um für die Verstorbenen zu beten und an der Gräbersegnung teilzunehmen. Die Gräber werden für den Feiertag geschmückt und die Leute sind ernst und würdig gekleidet. Eine große, breit gefächerte Sorge für die Toten also. Allerdings stellen sich im Blick darauf heute zwei Fragen:

  • Lässt sich diese Sorge auch unter gewandelten Verhältnissen fortsetzen? Große geografische Entfernungen zwischen Anverwandten, eine stärkere Privatisierung des Lebens, Diesseitsorientierung, eine Auffassung, welche die trauernden Angehörigen und nicht die Sorge für die Toten in den Vordergrund hebt, Einflüsse aus dem nichtchristlichen Raum und aus einem rein weltlichen Umgang mit Sterben und Tod, nicht zuletzt die hohen Kosten für Beerdigung und Grabpflege und natürlich auch die schwindende kulturprägende Kraft des Glaubens, all diese Faktoren haben die Formen der Sorge für die Verstorbenen rasant geändert. Grob gesprochen geht es zunehmend darum, dem Verstorbenen einen würdigen Schlusspunkt des Lebens zu setzen und den Angehörigen zu helfen, die Trauer zu bewältigen und das Leben weitergehen zu lassen.
  • Die Seele der christlichen Sorge für die Verstorbenen unter gewandelten Verhältnissen nicht zu verlieren, wird aber nur gelingen, wenn die zweite Frage beantwortet wird: Welchen Grund hat diese Sorge?

Die spontane Antwort auf die zweite Frage kommt direkt aus dem Gefühl: um unsere Verstorbenen zu ehren und uns an sie zu erinnern. Das ist zutiefst menschlich. Aber täuschen wir uns nicht, in städtischen Gegenden, besonders dort, wo der Glaube zurückgegangen ist, sind oft auch die Taten für die Verstorbenen zurückgegangen; die gewandelten Verhältnisse haben innerhalb weniger Jahre Ehre und Erinnern weithin auf ein geringes Maß reduziert. “Unvergessen” steht auf einem Grabstein, aber das Grab wirkt ungepflegt. Einäscherung, Urnenwände, gar anonyme Beerdigungen oder Beerdigungen in sogenannten Friedwäldern werden populär, weil für die Hinterbliebenen dabei kaum Verpflichtungen verbleiben. In vielen städtischen Pfarreien wird nur ausnahmsweise eine hl. Messe für einen Verstorbenen gefeiert und bereits beim Begräbnis hat man manchmal den Eindruck: Das ist Mal, dass hier öffentlich für ihn gebetet wird. Man versammelt sich zum Abschied und danach muss das Leben eben weitergehen. Der Glaube kann dagegen viel weiterreichende Gründe für unsere Sorge um die Verstorbenen angeben: 1. die Sorge für ihre Reinigung und Vollendung, 2. die bleibende Verbundenheit in Gott und 3. die gemeinsame Hoffnung auf die Auferstehung des Fleisches.

Reinigung und Vollendung der Seele

Im Tod trennt sich die Seele vom Leib. Sie ist unsterblich, sie vergeht deshalb auch nicht im Tod. Vielmehr tritt sie im Augenblick des Todes vor ihren Schöpfer, um Rechenschaft für das ganze Leben abzulegen. Ein schwaches Echo darauf mögen wir empfinden, wenn wir beim Tod eines Menschen auf sein ganzes Leben schauen, daran denken und anderen erzählen: Was war gewesen? Wie hat er gelebt? Was war gut, was aber auch verkehrt? Nur wenige Menschen gibt es, bei denen alles gut war oder auch das Unvollkommene längst durch Leiden und Gebet gereinigt ist. Eine Beerdigung ist ja keine Heiligsprechung. Sie wird darum in schwarzer oder violetter Farbe gefeiert und die dort gesprochenen Gebete drücken neben der Auferstehungshoffnung auch die Bitte um Erbarmen und Sühne für das aus, worin die Verstorbenen in ihrem Leben gefehlt haben. Wer im Stand der Gnade gestorben ist und sich nicht durch eine schwere Sünde von Gott getrennt hat, ist doch noch nicht ganz rein. Manche seiner Verfehlungen hat er vielleicht bereut, aber sie noch nicht durch Sühne wieder gutgemacht.

Das ist eine ernste Wahrheit. Entscheidend für das ewige Heil ist es, nicht von Gott getrennt aus dieser Welt zu scheiden. Die Barmherzigkeit Gottes ist reich, aber sie ist reich für den, der sich ihr durch Reue und Umkehr öffnet wie der verlorene Sohn, der umkehrt und sich in die Arme des Vaters wirft. Nach allen Kräften darum bemühen sollte man sich zu Lebzeiten, dass man die Liebe zu Gott und zu seinen Geboten nicht schwerwiegend verletzt. Wenn dies aber geschehen ist, sollte man den Weg zur Beichte nicht scheuen oder auch nur aufschieben, denn dieses Sakrament vergibt die schweren Sünden. Überhaupt besteht die wohl beste Vorbereitung auf den Tod in einer rechtzeitigen Lebensbeichte, in der von der Kindheit bis ins Alter “reiner Tisch” gemacht wird. Gerade wer jahrzehntelang nicht mehr beichten war, wird spätestens im Alter und bei schwerer Krankheit einen Priester aufsuchen oder ihn rufen lassen. Irreführend und bagatellisierend ist es, wenn Angehörige sagen: “Ach, das ist doch ein alter Mensch, der fast nur noch im eigenen Zimmer ist. Was soll der schon für Sünden haben?” Bekanntlich gibt es auch eigene Sünden des Alters und der Krankheit, etwa im Umgang mit den Pflegenden oder verletzende Worte und Gedanken und der letzte Weg des Sterbens birgt viele Versuchungen, etwa der Trostlosigkeit und Verzweiflung. Vor allem aber gibt es gerade in unseren komplizierten Lebensverhältnissen kaum jemanden, der im Laufe seines Lebens nicht wenigstens einmal zumindest an den Rand einer schweren Verfehlung geraten ist. Man darf dazu nur nicht bloß die Maßstäbe bürgerlicher Wohlanständigkeit anlegen, sondern es ist nötig, sich auf die Zehn Gebote zu besinnen.

Die Vorbereitung auf den Tod, die Reinigung von den Sünden und die Festigung in der Gnade und der Liebe Christi bilden auch den Sinn der Krankensalbung und dann, wenn das Sterben sich ankündigt, auch des Versehgangs. Bei Letzterem wird gebetet, aber auch das Bußsakrament gespendet, die Krankensalbung vorgenommen und als Höhepunkt - wenn körperlich noch möglich - die Kommunion als “Wegzehrung” gereicht. All das gehört zu den ergreifendsten heiligen Feiern überhaupt und man darf auch ansonsten wenig kirchlich gesonnene Angehörige und Freunde freundlich darauf hinweisen und dazu einladen, eine gewisse Schwellenangst bei der Teilnahme zu überwinden.

Wer aber in der Gnade stirbt, den reinigt Gott nach dem Tod von allen Sündenresten. damit er rein und heilig wie die Engel vor seinem Angesicht erscheinen kann. Das geschieht am Reinigungsort, Fegefeuer genannt. Diese Reinigung ist zugleich schmerzlich und freudig: schmerzlich, weil der Rest an Bösem wie herausgebrannt wird, freudig, weil diese Seelen gewiss sein dürfen, in den Himmel zu gelangen. Diese armen Seelen rufen wie der blinde Bettler Bartimäus: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! (Mk l0,47). Der Herr aber hat gewiss Erbarmen mit ihnen, er heilt ihre Blindheit, damit sie das Angesicht Gottes schauen dürfen. Wir aber dürfen dabei mithelfen - das ist der Sinn der Totenmessen, Rosenkränze, des Gebetes und des Weihwassers auf den Gräbern.

Die bleibende Verbundenheit mit den Verstorbenen in Gott

Es. gehört zu den kostbarsten Glaubenswahrheiten, dass die Verstorbenen nicht einfach verschwunden sind. Man kann für sie beten und opfern, ebenso kann man sie aber auch ansprechen, ihnen von den eigenen Nöten und Erfolgen berichten und sie um ihren Beistand bitten. Ein Vater, eine Mutter, ein Kind, sie hören im Jenseits ja nicht auf, Vater, Mutter und Kind zu sein, ja, sie tun es zunehmend reiner, d. h. nur noch mehr liebend und anteilnehmend. Wenn also manchmal von Träumen, Erscheinungen oder Zeichen von Verstorbenen die Rede ist, wird man zwar allen Aberglauben oder alle Sensationslust daran abtun. Es bleibt aber die Erkenntnis, dass es unsichtbare Fäden zwischen Diesseits und Jenseits gibt, die helfen, dass jeder einst den Weg ins himmlische Vaterhaus findet.

Die gemeinsame Hoffnung auf die Auferstehung des Fleisches

Durch die Trennung von der Seele im Tod hört der Leib auf, zu leben. Doch er hat weiterhin alle Ehre verdient. Das weiß auch noch das Bürgerliche Gesetzbuch, das Leichenschändung und Störung der Totenruhe verbietet. Denn der Leib war durch die Taufe der Tempel Gottes, er war in der Kommunion der Träger des Leibes Christi, und er ist derselbe, der am Jüngsten Tag auferweckt werden wird, dann also, wenn Christus einst wiederkommen wird in Herrlichkeit, “zu richten die Lebenden und die Toten”. Wie ist das möglich? Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich (Mk 10,27). Auf manchen Friedhöfen liest man das Wort der Toten: “Wir waren, was ihr seid. Wir sind, was ihr sein werdet.” Damit ist aber keineswegs nur gemeint: “Bedenkt, dass ihr sterblich seid!”, sondern: “Bedenkt, dass wir alle einst leibhaft auferstehen werden!”

Die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, umfasst alle Christen im Diesseits wie im Jenseits. Hier auf Erden ist sie die streitende Kirche, die gegen das Böse kämpft; am Reinigungsort ist sie die leidende Kirche, die vom Bösen geläutert wird; im Himmel aber ist sie die triumphierende Kirche, die im unendlichen Halleluja den Sieg über das Böse feiert.

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