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Wie sollen wir evangelisieren?

I.

Menschenfurcht engt dich ein. Fang an, aktiv gegen Menschenfurcht zu handeln. Nicht, weil Du ‘evangelisieren musst’, sondern weil es Dein Recht ist, freimütig über Jesus zu sprechen. Lass Dich nicht einschüchtern.

Du musst nicht jeden ansprechen und immer evangelisieren. Sei offen für die Situationen, die sich ergeben, und nutze diese uneingeschüchtert. Gewöhne Dir an, Dein persönliches Zeugnis zu erzählen. Ein Zeugnis ist nicht widerlegbar. Du musst gar nicht alle Fragen über Kirchengeschichte, Dogmen und andere Religionen beantworten können. Bleib einfach bei dem, was Du erlebt hast.

Gewöhne Dir an, das Evangelium in seinem Kern in einfacher Sprache auf den Punkt zu bringen. Bevor Du über alle Spezifika der katholischen Frömmigkeit ins Detail gehst, solltest Du in simplen Worten fähig sein, über Gott, Jesus, das Kreuz, die Erlösung und das neue Leben zu sprechen. Das kann man bewusst üben.

Dr. Johannes Hartl im Interview mit Michaela Fürst in Feuer und Licht, September 2013, S. 18


II.

In unzähligen Gesprächen mit jungen, atheistisch geprägten Menschen erlebe ich immer wieder, dass Christen nach ihren Gotteserfahrungen gefragt werden: „Erzähl mir mehr davon.“ Wenn Christen verständlich darüber sprechen können, wie sie einen Zugang zur Erfahrung Gottes gefunden haben, dann entsteht vielleicht die leise Hoffnung für Atheisten, dass sie selbst den Glauben entdecken können. Die meisten Atheisten haben das Vorurteil verinnerlicht, dass Glaube nur anerzogen ist. Ein fröhlicher Bericht darüber, wie ein normaler Mensch den Weg vom Unglauben zum Glauben fand, bringt die Möglichkeit des eigenen Glaubens in den Blick. Es gibt kaum etwas Herausfordernderes für Atheisten als von Gott veränderte Leben: geheilte Ehen und Beziehungen, Überwindung von lebenszerstörenden Süchten und Bindungen ...

Aus: Alexander Garth, Mit Atheisten über Glauben reden, IdeaSpektrum Nr. 42 vom 16. Oktober 2013, S. 18


III.

In Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz) geboren, war ich in der Diaspora in einer Klasse von 32 Schülern der einzige Christ. Als Jugendlicher bin ich zum Weltjugendtag nach Paris gefahren. Im Vorprogramm traf mich in der Kathedrale von Chartres der “göttliche Schlag”. Dort waren einige Hundert Jugendliche zu einer Gebetsnacht versammelt und ich konnte es nicht fassen. In den Augen dieser Jugendlichen sah ich, dass es Gott gibt. Ich sah, dass ihnen Jesus wichtig im Leben war. (...) Ich bin ein von Gott Beschenkter und versuche, den Jugendlichen Zeugnis zu geben.

Aus: Sebastian Pilz, Als Beschenkter von Gott reden, in: Der Durchblick Nr. 83 vom März 2013


IV.

Das Heilmittel gegen den Atheismus kann nur von einer situationsgerechten Darlegung der Lehre und vom integren Leben der Kirche und ihrer Glieder erwartet werden.

Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et Spes, nr. 21


V.

Manche haben den Eindruck, beim Christentum gehe es um eine Lehre. Das wahre Zeugnis ist jedoch nicht nur die Verkündigung, sondern das Bezeugen mit dem Leben. Denn die Leute beginnen nicht deswegen zu überlegen, weil wir die besseren Argumente haben und unseren Standpunkt intelligent vertreten. Was sie nachdenklich stimmt, ist die Erfahrung, dass die Kraft Christi in uns am Werke ist und eine Lebensweise bewirkt, durch die unsere Mitmenschen beginnen, sich Fragen zu stellen: Warum lebt er oder sie so? Solange die Leute keine Fragen haben, nützen auch Antworten nichts. Sie können dann noch und noch Antworten liefern, wenn Sie damit keine Frage beantworten, fallen die Worte ins Leere. Was aber löst Fragen aus? Jemanden zu erleben, der anders lebt.

Kardinal André Vingt-Trois, Vision2000 6/2013.
So wie es der Kardinal beschreibt, war es etwa bei der hl. Edith Stein, deren atheistisches Weltbild erschüttert wurde, als sie die Kraft erlebte, mit der ein Christ, nämlich Anna Reinach, das Kreuz trug, nämlich den Tod ihres Mannes Adolf Reinach, der, noch keine 34 Jahre alt, im Ersten Weltkrieg fiel. Adolf Reinach war ein Philosoph, den Edith Stein in Göttingen bei Edmund Husserl kennengelernt hatte. Über die Begegnung mit seiner Witwe sagte sie später: "In diesem Augenblick fiel mein großer Atheismus zusammen!"


VI.

Die Kirche im deutschsprachigen Raum steht offensichtlich an einer Wegscheide. Sie steht vor der grundlegenden Frage: Anpassung oder Vertiefung? Anpassung bedeutet, den Irrweg einer falschen Konzilsinterpretation fortsetzen und die Selbstsäkularisierung bis zur Selbstaufgabe vorantreiben. Vertiefung des Glaubens und die damit verbundene Öffnung zur Welt ist der Weg, den das Zweite Vatikanum aufgezeigt hat und den seitdem sämtliche Päpste von Johannes Paul II. über Benedikt XVI. bis hin zu Franziskus weisen. Der Weg der Anpassung, der Verweltlichung, ist bequem. Der Weg der Glaubensvertiefung ist mühsam und steinig, aber es ist der Weg des Evangeliums. Neuevangelisieren heißt für die Kirche nicht, wir fangen mit der Verkündigung wieder ganz von vorne an. Neuevangelisieren bedeutet, wir beginnen deutlich unter Null. Weil über dem, was die Kirche als eigentliche Kernbotschaft anzubieten hat, ein Zerrbild liegt, das die Freude erstickt und den Glauben entstellt hat. Neuevangelisierung kann aber nur funktionieren, wenn die Kirche gemeinschaftlich aus der Mitte ihres Bekenntnisses lebt und sich nicht ständig mit einer Themenagenda durch die Arena treiben lässt, die gar nicht zu den Top Ten des Glaubens zählt.

Markus Reder in seinem Leitartikel Vertiefung statt Anpassung, Tagespost vom 13. Februar 2013


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