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Dunkle Wolken über Rom

Eine Rezension von Jennifer Lesch

Diese CD von Ulrich Nersinger versetzt uns in das Jahr 1943, in dem Italien kapituliert und Rom von der deutschen Wehrmacht besetzt wird. Die vatikanischen Besitzungen und kirchlichen Häuser werden für Verfolgte zu Zufluchtsstätten und zum Schutz vor Luftangriffen, Versorgungsengpässen und politischen Verfolgungen.

In Szene 1 wird nach der Einleitung über die Luftangriffe der Alliierten berichtet. Neben Augenzeugenberichten bekommt der Hörer genaue Einblicke in die Schritte, die der Papst zum Schutze der Bürger zu unternehmen beginnt. Die darauffolgende Szene erzählt über das Eintreffen der Deutschen und die Art und Weise, wie sie mit Pius XII. und dem Vatikan umgehen. Szene 3 verschafft einen Überblick darüber, wie sich der Heilige Vater um die Verfolgten kümmert. Die vierte Szene handelt von der Verfolgung der Juden, die auch in Rom keinen Halt macht, die fünfte von den Maßnahmen, die der Papst in seiner Sommerresidenz zum Schutze der Verfolgten ergreift. In Szene 6 geht es um die Übergriffe auf das Vatikanische Gebiet und die letzte Szene handelt von der Befreiung Roms.

Die CD beginnt mit einer kurzen Einleitung in die geschichtlichen Ereignisse, die den Hintergrund des Geschehens bilden. Italien befindet sich seit drei Jahren an Hitlers Seite im Kampf gegen die Alliierten. Am 10. Juni 1940 erklärte Mussolini den Eintritt Italiens in den Zweiten Weltkrieg. Die Schilderung der CD setzt 1943 zum Höhepunkt des Krieges ein und läßt uns etwa die Luftangriffe der Alliierten auf Rom miterleben. Ulrich Nersinger schildert im Detail die Ereignisse. Er nennt nicht nur Fakten, sondern beschreibt auch, wie einzelne Personen die Ereignisse wahrgenommen haben oder was im weiteren Verlauf mit ihnen geschehen ist. Im ersten Kapitel hören wir beispielsweise den Augenzeugenbericht von Mutter Pascalina, der Haushälterin Pius’ XII. An dieser Stelle setzt eine weibliche Stimme ein, die über die Bombenangriffe und die Reaktionen des Papstes genau berichtet. Als Zuhörer fühlt man sich in diese Zeit zurückversetzt und durchlebt zusammen mit Pius XII. die Ereignisse dieser beiden Jahre. Die einzelnen Szenen werden mit Musik und dem jeweiligen Datum und Ort eingeleitet und der Hörer ist sofort im Geschehen mitten drin. Das macht es leichter, den geschichtlichen Ereignissen zu folgen.

Besonders fasziniert hat mich Szene fünf: In der päpstlichen Sommerresidenz. Hier wird erzählt, wie der Papst die Pforten seiner Sommerresidenz öffnet, um allen Zuflucht zu gewähren. Zwischen zwölf- und sechzehntausend Menschen suchen die Residenz auf und schlafen in den Zimmern oder auch im Garten in Zelten. Der Papst lässt eine Küche einrichten, die er tagtäglich durch vatikanische Lastwagen beliefern lässt. Lebensmittel, Matratzen und Decken zahlt er von seinem Privatvermögen. Seine Privatgemächer stellt er werdenden Mütter zur Verfügung und lässt eine eigene Hauspolizei zusammenstellen. Diese Szene zeigt deutlich, wie wichtig dem Papst die Menschen sind. Er ist sich seiner Verantwortung als guter Hirte bewusst und zögert keinen Augenblick, alles, was er hat, mit den Notleidenden zu teilen. Er erweist sich als ein Papst, der verstanden hat, was das Christentum bedeutet.

Auch die anderen Szenen sind sehr hörenswert. Sie sind kurzweilig und abwechslungsreich, da ein ständiger Wechsel von Erzählung und Augenzeugenberichten vorliegt. Das kleine Heft, welches in der Hülle der CD zu finden ist, lässt durch Bilder, die alle eine kurze Beschreibung haben, das Geschehen leichter mitverfolgen, jedoch kann man sich auch mit geschlossenen Augen während des Hörens genaue Bilder schaffen.

Diese Audio-CD ist sehr empfehlenswert für alle historisch Interessierten, besonders für jene, die sich ein zutreffendes Bild von der Gestalt Pius’ XII. angesichts von Krieg, Not und Verfolgung machen wollen.

Ulrich Nersinger: Dunkle Wolken über Rom, Pius XII. und die Ewige Stadt 1943 – 1944; Audio-CD; Verlag Petra Kehl; Laufzeit: ca. 65 Min.


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