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Ohne Bildschirm

Von Jörn Schumacher

Eine Schule in Straßburg hat ein Experiment gewagt: Zehn Tage lang sollten die Schüler ohne Bildschirm auskommen. Kein Fernsehen, kein Computer, keine Computerspiele. Nach dem Ende der Aktion waren alle überrascht: nicht nur die Kinder fühlten sich insgesamt wohler, auch die Eltern erkennen ihre Schwächen, wenn es um die modernen Medien geht.

Der Direktor der Grundschule ist vom durchschlagenden Erfolg der Aktion “Zehn Tage ohne Bildschirm” überwältigt, berichtete etwa die “Netzeitung”. Fast alle haben mitgemacht: die 260 Schüler, die Lehrer, die Eltern. “Die Kinder haben jetzt mehr zu erzählen, weil sie mit Freunden spielen oder Ausflüge machen”, erzählt eine Lehrerin. Im Unterricht scheinen die Kinder “ruhiger und ausgeruhter, auf jeden Fall fröhlicher”. “Wir haben den Fernseher in den Keller gestellt”, sagte die Mutter eines elfjährigen Jungen. Für den neunjährigen Antony war es nicht so einfach: “Wenn ich nicht mit dem Computer spiele, langweile ich mich”. Er hielt trotzdem durch und hat ein wichtiges Fußballspiel am Wochenende im Radio verfolgt.

Die Aktion wurde gut vorbereitet, und so gab es genügend Alternativen zur Bekämpfung der Langeweile: Fahrradtouren und Ballspiele wurden von der Schule und Vereinigungen im Stadtteil angeboten und zu Hause wurden Gesellschaftsspiele aus der Schublade geholt. Wer durchhielt und alle Bildschirme ignorierte, bekam Punkte, je länger, umso mehr.

Auch bei den Eltern stellen sich Aha-Effekte ein. “Es ist für uns die Gelegenheit, beim Essen wieder miteinander zu reden”, sagte eine Mutter etwas beschämt, weil sie gemerkt habe, “dass ich fernsehsüchtig bin”. “Wir haben einen Nerv unserer Gesellschaft getroffen”, stellte der Schuldirektor laut der Zeitung erfreut fest. Wie ein Bienenschwarm fielen zudem Fernsehteams aus Frankreich und den Nachbarländern über die Grundschule her, sogar aus Brasilien und Japan kamen neugierige Journalisten. Glückwunschbriefe zum Erfolg trudelten zu Hunderten ein, Nachahmer meldeten sich aus vielen Erdteilen. Gott sei Dank!

Dieser Beitrag ist dem Christlichen Medienmagazin pro, 3/2008 (Printausgabe) entnommen.


Glotzen oder denken: Für die Abschaffung des ZDF

Zur Zeit macht das Buch Dummgeglotzt (Gütersloh 2009) von Alexander Kissler Furore. Minutiös hat Kissler die erbärmliche Qualität der TV-Programme untersucht und kommt zum Ergebnis, dass das Fernsehen das Denken austreibt. “Das Leben ist keine Jagd nach Aufmerksamkeit, in dem das Fernsehen bestimmt, welche Werte und welche Haltungen als normal gelten. Leben bedeutet nicht, die Gabe der Unterscheidung abzutreten an das Fernsehen und so schleichend das eigene Denken einzustellen. Das Fernsehen feiert schrill die Gegenwart, indem es Gegenwart vernichtet, indem es Bild um Bild liefert, pausenlos, und mit jedem neuen das vorherige auslöscht. Wer denken will, der muss darum aussteigen aus dem Audienceflow, der die Bilder aneinander kettet und in dem der Betrachter sich verfangen soll. Glotzen oder denken, hocken oder leben, gehorchen oder frei sein, das ist hier die Frage” (S. 190).

Außer dem Ausstieg empfiehlt Kissler eine weitere konkrete Maßnahme: die Abschaffung des ZDF, das mit annähernd 1,7 Milliarden Euro subventioniert wird: “Nichts wird dort besser erklärt als bei den untereinander pluralistischen Anstalten der ARD.” Das ZDF unterhalte auch nicht besser als die nichtsubventionierte Konkurrzenz. “Ein Sender aber, dessen Unterhaltung nicht unterhält und dessen Nachrichten schlechte Unterhaltung sind, muss nicht derart massiv mit Gebührengeldern unterstützt werden” (S. 191).

In einem Interview mit dem Christlichen Medienmagazin pro (4/2009) hat Kissler seine Kritik bekräftigt: “Unter dem jetzigen Intendanten hat das ZDF zu einem ungeahnten Sinkflug angesetzt. Das ganze ZDF soll offenbar ein Vergnügungspark werden - jüngster Beleg sind die für ein neues Nachrichtenstudio verplemperten 30 Millionen Euro. Im Ergebnis wurden aus ‘heute’ und ‘heute journal’ Nachrichten für Kinder, quietschbunt, effektversessen, naseweis. Ich wüsste keine Sendung zu nennen, die jene 1,7 Milliarden Euro rechtfertigt, die das ZDF jährlich erhält.”


Das öffentlich-rechtliche Fernsehen im Griff des Kommerz

Das Fernsehen verspielt seine Zukunft?
Ja, die Öffentlich-Rechtlichen sind bescheuert. Wenn sie die Kinder so schlecht bedienen, dann müssen sie sich nicht wundern, wenn sie sie später als Erwachsene verlieren.”
So der Regisseur Armin Maiwald im Interview Das tut fast weh mit Felix Halbig in der Frankfurter Rundschau vom 9. November 2009. Der Erfinder der Sendung mit der Maus und anderer Kindersendungen, dem 1995 das Bundesverdientskreuz verliehen wurde, beklagt darin den Qualitätsverlust der öffentlich-rechtlichen Sender, besonders im Kinderprogramm. Dieses wird vernachlässigt, weil es wegen des Ausfalls der Werbung weniger Einnahmen bringt. “Ich halte das für eine schlechte Entwicklung. Vor Jahren noch gab es etwa im WDR eine lange Strecke für Kinderprogramm, die ist weg, alles abgebaut zugunsten von irgendwelchen Talkshows oder sonstigem Kram. Seit 20 Jahren herrschen nur noch Quotendruck und Kommerz.”
Maiwald warnt Eltern davor, ihre Kinder “einfach vor die Glotze” abzuschieben. Vielmehr sollen sie gemeinsam mit den Kindern fernsehen, um anschließend deren Fragen beantworten zu können. “Man darf das Fernsehen nicht als elektronische Großmutter missbrauchen und die Kinder einfach davor absetzen.”


Mülldeponie

Das Fernsehen ist eine riesige Mülldeponie. Es produziert fast nur noch Abfall, den es aufwendig recycelt. Der Unterschied zwischen den Öffentlichen-Rechtlichen und den Privaten ist so minimal, dass man ihn vernachlässigen kann.

Henryk M. Broder in der Welt, Juli 2013


Entsetzen über das ZDF

Schon während der Kundgebung war ich entsetzt von der mangelnden Objektivität der dort anwesenden Kamerateams des ZDF. Anstatt ihre Linsen auf die zahlenmäßig weit überlegenen Teilnehmer des Marsches zu richten, filmten und interviewten diese fast ausschließlich die Gegendemonstranten und man konnte den Verantwortlichen sichtbar die Freude darüber ablesen, wie bereitwillig sich diese zu entsprechenden Sprechchören anregen ließen.

Aus dem Beitrag Beim Marsch für das Leben von Clara Wehler, in der Tagespost vom 27. September 2014. Hinzu kommt, dass das ZDF in seiner Satire-Sendung heute-show den Engagement der Lebensrechtler auf dem Berliner Marsch für das Leben am 20. September 2014 verhöhnte, die aggressiven Gegendemonstranten dagegen als Opfer von Polizeigewalt darstellte.


Keine Nachricht wert

Wenn 5000 Lebensschützer unter Polizeischutz durch Berlin ziehen, ist das dem deutschen Nachrichtenmagazin Tagesschau.de keine Nachricht wert. Völlig anders ist es, wenn 1000 Homosexuelle unter Polizeischutz durch Belgrad ziehen. Dann wird berichtet.

Dr. Josef Bordat in seinem Blog am 29. September 2014


Kritische Reflexionen

Die gegenwärtige Entwicklung [Terror und Kriege] kann aber auch Anlass sein, die letzten 70 Jahre Frieden kritisch zu reflektieren. Haben wir uns nicht durch Zukunftsvergessenheit selber in eine bedrohliche Lage gebracht? Wie steht es um die wesentlichen Dinge im Leben? Warum wird so wenig geheiratet? Warum sind unsere Familien so klein und fragil geworden? Warum haben wir nur so wenige Kinder? Warum beschäftigen wir uns so wenig mit den Fragen nach Gott und dem ewigen Leben?

Der Psychiater Christian Spaemann im Interview Terroralarm – Was macht die Angst mit uns? mit Marina Mayrböck, 3. Dezember 2015.


Pornografie im Zeitalter des Internet

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