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Kennt Dan Brown nicht den Unterschied zwischen einer Bibliothek und einem Archiv?

Hubert Wolf jedenfalls hat den Eindruck, Dan Brown kenne den Unterschied "nicht so genau". Wolf ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster, Träger des mit 1,55 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Leiter des DFG-Projekts "Römische Inquisition, Indexkongregation und Imprimatur". In einem Beitrag für die FAZ vom 16. September 2006 "Wo ist der mörderische Mönch? Dan Brown würde staunen: Der Vatikan öffnet die Archive des gesamten Pontifikats von Pius XII. für die Forschung" legt Wolf dar, wie "nichts von dem, was Dan Brown beschreibt", zutreffe. "Es ist nicht einmal gut erfunden." Brown beschreibt nämlich in seinem Bestseller "Illuminati" das Vatikanische Geheimarchiv. Beispielsweise unterstellt Brown dem Vatikan, nur katholisch zuverlässigen Forschern den Zutritt zu gewähren. Dagegen stellt Wolf fest, daß das einzige Zulassungskriterium die wissenschaftliche Kompetenz sei: "Wer hier forschen will, braucht die Empfehlung einer universitären Institution, sollte Erfahrungen mit der Recherche in großen Archiven sowie gute Sprachkenntnisse zumindest in Latein und Italienisch und ausgewiesene paläographische Fertigkeiten mitbringen. Das Taufbuch spielt überhaupt keine Rolle." Der Präfekt des Archivs sei kein "Geheimdienstmann mit Panzerfaust", wie Brown es sich vorstelle, sondern "ein ausgewiesener Historiker und erfahrener Archivar", dessen Hauptziel es sei, "die Archivarien sachgerecht zu verwahren, zu erschließen und sie möglichst umfassend der historischen Forschung zur Verfügung zu stellen." Es handelt sich dabei um den 1948 geborenen Monsignore Sergio Pagano, Priester des vom hl. Anton Maria Zaccaria gegründeten Ordens der "Regularkleriker vom Heiligen Paulus" (Barnabiter). Er ist seit 1997 in diesem Amt. Außerdem ist er Direktor der Vatikanischen Schule für Paläographie, Diplomatik und Archivkunde und seit 2000 Korrespondenzmitglied der Monumenta Germaniae Historica.

Wolf erinnert daran, daß Geheimarchive etwas Normales seien: In Berlin gibt es das "Preußische Geheime Staatsarchiv", in München das "Geheime Staatsarchiv". "Geheim" steht hier im Gegensatz zu "öffentlich". Es handelt sich wie beim Archivio Segreto Vaticano jeweils um das Archiv eines Souveräns, das der Regierungstätigkeit desselben dient. "Mysteriöse Schauermärchen", die man mit dem Vatikanischen Geheimarchiv assoziiere, seien lediglich ein Topos, mit dem sich nach wie vor mehr Geld machen lasse als mit solider wissenschaftlicher Arbeit, konstatiert Wolf mit Blick auf Dan Brown.


Externer Link:

Betrug am Leser. Kritisches zu Dan Brown


Qumran
“So wird durch christentumskritische Skandalbestseller wie 'Sakrileg' (Da Vinci Code) oder ‘Verschlusssache Jesus’ den unkundigen Lesern vorgegaukelt, dass der Vatikan die Herausgabe der Schriftrollen vom Toten Meer zu verhindern suche, da die Qumrantexte angeblich unliebsames Material über Jesus enthalten sollen. Auch wenn sich Bücher mit solch reißerischen Thesen millionenfach verkaufen, bleiben solche unwahren Behauptungen lediglich eine millionenfach geglaubte Lüge. Es ist daher mehr als begrüßenswert, dass nun der Qumran- und Jesusforscher Professor Rainer Riesner (Universität Dortmund) seine Forschungsergebnisse in allgemeinverständlicher Weise unter dem populären Titel ‘Verschwörung um Qumran – Jesus, die Schriftrollen und der Vatikan’ (Knaur 2007) veröffentlicht hat. Das durchgehend - mit z.T. neuesten Fotos aus der Qumranforschung - illustrierte Buch ist ein wahres Lesevergnügen und eine schier unerschöpfliche Fundgrube für jeden, der Fakten in Sachen Qumran- und Jesusforschung sucht.”

Aus der Rezension des Buches Otto Betz, Rainer Riesner “Verschwörung um Qumran. Jesus, die Schriftrollen und der Vatikan”, München 2007. Die Rezension stammt von Alexander Schick und erschien zuerst in der Literaturbeilage zu “Idea Spektrum” Nr. 41 “Lesen, hören & sehen”.


Weitere historische Themen:

Die Fälschung über Bischof von Galen

Papst Pius XII. und die Juden

Innozenz XI. und die Türkengefahr

Die Rettung Belgrads

Die Kirche und die Indianer


Beginn der Demagogie?

Von P. Engelbert Recktenwald

Dass nach zwei Amtsjahren die Schonfrist langsam abläuft, die ein Teil der kirchenkritischen Medien dem neugewählten Papst Benedikt XVI. gewährte, war zu erwarten. Dennoch überrascht, wie schnell man auf Methoden zurückgreift, die nicht nur mangelndes Verständnis für das katholische Selbstverständnis, sondern auch mangelnde Fairneß im journalistischen Handwerk verraten.

Als Beispiel soll der Kommentar von Manfred Bleskin des deutschen Nachrichtensenders n-tv vom 13. Juli 2007 herausgegriffen werden. Im päpstlichen Sündenregister, das Bleskin ins Feld führt und das natürlich auch die beiden jüngsten Dokumente zur Liturgie und zur Kirche enthält, findet sich die Aussage: “Zwar besuchte sein Nachfolger [Benedikt XVI.] die Kölner Synagoge, doch die Weigerung des Nuntius' in Israel, 2005 an den Feierlichkeiten zum Gedenken an die von den Nazis ermordeten Juden in Yad Vashem teilzunehmen, war ein Schritt zurück.” An dieser Aussage ist nicht so schlimm, dass die Zeitangabe falsch ist - es war 2007 -, sondern dass Bleskin erstens verschweigt, dass der Nuntius nach seiner Absage doch noch teilnahm, und zweitens den Grund der anfänglichen Absage unterschlägt: Es war ein Protest gegen eine beleidigende Aussage in einer Bildunterschrift zu Papst Pius XII. Indem Bleskin dem Leser den Knackpunkt der Auseinandersetzung vorenthält, suggeriert er ihm den Verdacht, die Kirche halte das schlimme Schicksal der Juden zur Nazizeit für nicht mehr gedenkenswert. Diese Methode enthält Elemente von Demagogie.

Auf perfide Weise tritt er noch nach, indem er anfügt: “Den Terror von islamischen Fanatikern gegen Westeuropäer und US-Amerikaner verurteilt Benedikt. Die jüdischen Opfer vergisst er gelegentlich.” Hintergrund: Am 24. Juli 2005 sagte der Papst nach dem Angelus: “Auch diese Tage der Ruhe und Erholung waren überschattet von den tragischen Nachrichten über die schrecklichen Terroranschläge, die in mehreren Ländern, wie Ägypten, Türkei, Irak und Großbritannien, Tod, Zerstörung und Leid verursacht haben. Während wir die Verstorbenen, die Verletzten und ihre Angehörigen – Opfer von Taten, die Gott und den Menschen beleidigen – der Güte Gottes anempfehlen, bitten wir den Allmächtigen, der mörderischen Hand derer Einhalt zu gebieten, die, von Fanatismus und Haß getrieben, diese Taten begangen haben, und ihre Herzen zu Gedanken der Versöhnung und des Friedens zu bekehren.” Am Tag darauf protestierte die jüdische Regierung gegen die Nichterwähnung eines zwei Wochen zurückliegenden palästinensischen Selbstmordanschlags in Netanja. Die einmalige Verstimmung zwischen Israel und dem Vatikan wurde bald überwunden, aber Bleskin macht daraus frisch fröhlich eine Verallgemeinerung: Der Papst vergesse gelegentlich die jüdischen Opfer!

Schließlich darf auch die Regensburger Vorlesung des Papstes vom September 2006 nicht fehlen. Während die Tübinger Universität sie zur “Rede des Jahres” erkor, weil sie “jenseits tagespolitischer Meinungen und Rücksichten eine Antwort auf Frage nach dem richtigen Umgang mit religiösen Fundamentalismen formuliert”, die “gezielt missverstanden” worden sei, greift Bleskin genau dieses gezielte Missverständnis auf, um dem Papst daraus einen Strick zu drehen: “Die Aussagen des Papstes zum Islam in Regensburg mögen richtig sein oder nicht: Jesus war sich bewusst, dass seine Worte auch Politik sind.” Es bleibt das Geheimnis Bleskins, wo im Neuen Testament er die politischen Rücksichtnahmen Jesu ausmacht. Vor dem Hohenpriester bekannte Jesus jedenfalls, er habe stets frei und offen vor aller Welt geredet. Jesus wurde für seine Rede von einem Knecht geohrfeigt, Benedikt von Bleskin.

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