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Pantaleon der Arzt

Eine Rezension von Dorothea Lambertz

Der Roman “Pantaleon der Arzt“ ist die erste Biographie in Romanform, die je über den heiligen Pantaleon geschrieben wurde. Dabei ist der Heilige schon über 1700 Jahre tot. Was hat den Autor Peter von Steinitz dazu veranlasst, über diesen Mann etwas zu schreiben?

Hauptziel des Kölner Priesters Peter von Steinitz war in erster Linie, seinen Pfarrkindern ihren Pfarrpatron näher zu bringen. Er wolle ihnen das Leben dieses Mannes schildern und so ein tieferes Verständnis für den Glauben wecken. Darum werden auch viele Unterhaltungen, die der Heilige bei seiner Suche nach Gott mit anderen Christen führte, wiedergegeben.

Der Autor erzählt in chronologischer Reihenfolge die Geschichte des heiligen Pantaleon und fängt dabei mit Hintergrundberichten über das Leben der Eltern des Heiligen an. Pantaleon wird als Sohn des heidnischen Arztes Eustrogios und der Christin Eukuba 278 n.Chr. geboren und wächst in Nikomedien auf. Obwohl sein Vater kein Christ ist, behandelt er die Sklaven gut, und durch das Beispiel der Hausherrin angespornt bekehrt sich auch eine Sklavin. Vier Jahre vor dem frühen Tod seiner Gattin bekehrt sich Pantaleons Vater. Doch Pantaleon, der zwar auch an Gott glaubt, aber noch nicht bereit ist, sich voll und ganz auf das Christentum einzulassen, bekehrt sich erst, nachdem Gott durch ihn ein Wunder gewirkt hat und ihn einen von einer Schlange getöteten Jungen wieder zum Leben erwecken lässt.

Gleich seinem Vater ergreift Pantaleon den Arztberuf und dient Gott in den Kranken. Er ist wissbegierig, möchte ständig an sich arbeiten und besser werden; auch in seinem Beruf. So lässt er sich von einem alten Mann die Wirkung der Heilkräuter erklären und ist mit seinen Behandlungsweisen, die weniger schmerzlich als die damals gebräuchlichen Methoden wie Aderlass und trotzdem wirkungsvoll sind, beim Volk beliebt. Bei seiner Umgebung fällt Pantaleon vor allem durch sein frohes, offenes und reines Wesen auf. Weil jeder mit seinen Sorgen und Krankheiten zu ihm kommen kann, hat er bald so viele Patienten, dass er Kranke in seinem Haus beherbergt und die Leute es „Haus der Heilkunst“ nennen.

Er geht ganz in seiner Arbeit auf und bald schon zählt auch der Kaiser Maximian zu seinen Patienten. Als eine Christenverfolgung beginnt, versteckt Pantaleon in seinem Haus Christen und feiert dort Gottesdienste. Trotz seiner Verdienste am kaiserlichen Hof wird er während der Christenverfolgung gefangengenommen, grausam gefoltert und schließlich am 27. Juli 305 im Alter von 27 Jahren enthauptet. Doch bevor er stirbt, wirkt Gott an ihm Zeichen. So legen sich die Löwen, die den heiligen Pantaleon eigentlich zerreißen und fressen sollen, zu seinen Füßen nieder. Viele der Schaulustigen, die zum Theater gekommen sind, um der Ermordung eines Gefangenen beizuwohnen, erkennen, dass in diesem Mann eine übernatürliche Kraft wirkt, die ihn den Versuchungen widerstehen lässt, und möchten Näheres über den Gott der Christen erfahren. So konnte Pantaleon, bevor er starb, Zeugnis für seinen Erlöser ablegen. Heute zählt er zu den 14 Nothelfern, bildet bei den Orthodoxen den Mittelpunkt der 12 selbstlos Helfenden und ist Patron der Ärzte und Hebammen.

Peter von Steinitz erzählt spannend und interessant die Geschichte dieses Heiligen auf 268 Seiten. Dabei lässt er den Heiligen in manchen Passagen als Ich-Erzähler auftreten und gibt so dem Leser Einblick in das Denken und Fühlen des Heiligen.

Der Schwerpunkt in diesem Buch liegt auf der Beschreibung der Suche des Heiligen nach Gott. Ausführlich werden seine Gespräche mit Christen wiedergegeben und so die Grundwahrheiten des christlichen Glaubens auf einfache Weise erläutert. Allgemein ist die Sprache in diesem Buch leicht verständlich und die Begebenheiten werden sehr anschaulich erzählt, sodass der Leser durchaus in der Lage ist, sich das Geschilderte auch bildlich vorzustellen.

Auch wenn Peter von Steinitz Überlieferungen und Legenden in dieses Buch einbezogen hat, verliert die Geschichte des heiligen Pantaleon nichts von ihrer Glaubwürdigkeit. Der Autor erfand zwar die Namen einiger Nebenfiguren und dichtete Ausschmückungen dazu, aber die Geschichte des Heiligen wird trotzdem unverfälscht wiedergegeben. Das Buch lädt ein, über den eigenen Glauben nachzudenken.

Pantaleon hat sich in einer schwierigen Zeit, als viele Römer in den Christen eine Gefahr für das Reich sahen und man nicht wusste, wann die nächste Christenverfolgung anfing, für Christus entschieden und ist diesen Weg mit allen Konsequenzen gegangen. Pater von Steinitz stellt dem Leser in seinem Buch ein Beispiel vor Augen, wie man mit der gewissenhaften Erfüllung der alltäglichen Pflichten ein Heiliger werden kann. Pantaleon predigte nicht nur mit Worten, sondern legte mit seinem Verhalten Zeugnis für seinen Erlöser ab.

Dadurch, dass Pantaleons Glaube und sein Weg dorthin geschildert werden, eröffnet dieses Buch ein tieferes Verständnis für den christlichen Glauben und macht Mut, ihn konsequent zu leben.

Der Leser begleitet den Heiligen in diesem Buch bei den alltäglichen Dingen des Lebens und erkennt, dass man nichts Außergewöhnliches leisten muss, um in den Himmel zu kommen. Dadurch, dass Pantaleon ein ganz normaler Mensch war und auch als solcher geschildert wird, ist er dem Leser schnell sympathisch.

Auf der einen Seite hat der Leser das Gefühl, dem Normalbürger Pantaleon auf gleicher Ebene begegnen zu können, denn man kann sich gut in Pantaleon hineinversetzten und teilweise Parallelen zum eigenen Leben ziehen, auf der anderen Seite erkennt er, dass man mit Gottes Hilfe zum Helden avancieren kann, wenn man wie der heilige Pantaleon auch in Prüfungen und schließlich im Martyrium zu Gott und seinem Glauben steht.

Zwar ziehen sich einige Vater-Sohn-Gespräche und andere Dialoge in die Länge und bringen die Handlung zum Stocken, aber sie bieten dem Autor die Gelegenheit, Glaubensinhalte ausführlich darzulegen.

Von Steinitz erzählt in diesem Buch auch, wie es dazu kam, dass nach einer Zeit der Ruhe für die Christen eine neue Verfolgung ausbrach. Weiter beschreibt er die Wirkung der Christen auf ihr Umfeld und schildert den Umgang von Heiden und Christen miteinander.

Beim Lesen dieses Buches kann man sich gut den Alltag der Menschen im Römischen Reich vorstellen, und man erfährt auch etwas über die kulturelle Seite, die Bräuche und die Sitten der damaligen Zeit.

Dadurch, dass die Geschichte des Heiligen in den historischen Kontext eingebettet ist, wirkt sie sehr lebendig. Das Buch spricht den Leser an, denn oft stellt sich dieser die gleichen Glaubensfragen wie der heilige Pantaleon vor 1700 Jahren. Die Antworten, die das Buch zu geben vermag, machen es besonders lesenswert.

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