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Sel. Maria Mercedes Prat y Prat STJ

Die sel. Maria Mercedes Prat y Prat wurde am 6. März 1880 in Barcelona geboren. Ein Bruder von ihr wurde Priester. Sie wurde erzogen von den Schwestern der hl. Teresa von Avila. Am 30. Juni 1890 empfing sie die erste hl. Kommunion. Mit 15 Jahren verlor sie ihren Vater Juan, mit 16 Jahren ihre Mutter Teresa. Sie war eine begabte Malerin. Am 27. August 1904 trat sie in Tortosa (Provinz Tarragona im Süden der Region Katalonien, deren Hauptstadt Barcelona ist) in die "Gesellschaft der hl. Teresa von Avila" (Compañía de Santa Teresa de Jesús) ein. Diese Kongregation wurde 1876 vom hl. Enrique Ossó y Cervello (1840 - 1896), einem "der größten Katecheten des 19. Jahrhunderts" (Johannes Paul II.), gegründet und widmet sich der Jugenderziehung.

Am 1. März 1905 wurde sie eingekleidet und erhielt den Namen "Mercedes vom Herzen Jesu". Nach ihrer Profeß am 10. März 1907 gab sie Unterricht in verschiedenen Kollegien ihrer Ordensprovinz. Nachdem sie im Noviziatshaus ‘Jesus' in Tortosa eingesetzt war, kam sie 1920 in das Ordenshaus San Gervasio in Ganduxer, Barcelona, als Vize-Oberin des Hauses. Das dortige Kloster und Colegio Teresiano waren 1888 bis 1894 von dem berühmten Architekten Antoni Gaudí (1852 - 1926), dessen Seligsprechungsprozeß eingeleitet ist, im Auftrag des hl. Enrique erbaut worden. Schwester Mercedes wurde "Mitarbeiterin in der Redaktion der Pädagogik-Zeitschrift ‘Jesús Magister', desgleichen Hilfssekretärin der Generaloberin. Sie zeichnete sich durch gewissenhaft treue Beobachtung der Ordenskonstitution, durch ein sehr intensives Gebetsleben und durch großmütig heitere Erfüllung ihrer kleinen und großen Aufgaben aus, immer bereit, sich ganz zu verschenken." (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3, S. 183).

Als im Juli 1936 der Spanische Bürgerkrieg ausbrach, mußte sie am 19. Juli mit den anderen Schwestern vor den republikanischen Milizen flüchten und fand Zuflucht in einem Privathaus. Am 22. Juli wurde sie auf dem Weg in das Haus einer Schwester erkannt. Sie war in Begleitung von Schwester Joachima Miguel. Beide kamen in ein Haus, "wo bereits andere Ordensschwestern und ein junger Ordensmann zusammengepfercht waren. Immer wieder fingierte man ihre Erschießung und quälte sie auf verschiedenste Weise" (Holböck). Am darauffolgenden Tag, am Abend des 23. Juli, wurde sie mit anderen Ordensschwestern auf die Straße Rebassada hinausgeführt und erschossen. Sie lebte noch einige Stunden in furchtbaren Qualen, bis sie von roten Milizsoldaten entdeckt wurde und den endgültigen Todesschuß erhielt. Wie ihre Leidensgenossin Sr. Joachima, die überlebte, bezeugte, waren ihre letzten Worte die des Vater Unsers: "Vergib uns, wie auch wir vergeben..." Das war am 24. Juli.

Am 29. April 1990 wurde sie zusammen mit Cyrill Bertrand und anderen seliggesprochen.


Sel. Petrus vom Herzen Jesu Largo Redondo

Heute vor 100 Jahren, am 19. Mai 1907, wurde in Alba de los Cardaños (Provinz Palencia, Region Kastilien und León) der selige Petrus vom Herzen Jesu Largo Redondo geboren. Er trat in den Orden der Passionisten ein, legte am 18. Oktober 1923 seine Profeß ab und wurde am 19. Juni 1932 zum Priester geweiht.

Am 25. Juli 1936 wurde er im Spanischen Bürgerkrieg zusammen mit Fr. Felix von den fünf Wunden Ugalde Irurzun und dem Laienbruder Benito von der Muttergottes von Villar Solana Ruiz in Urda (Provinz Toledo) ermordet. Am 1. Oktober 1989 wurde er zusammen mit 25 weiteren Passionisten-Märtyrer seliggesprochen. Prof. Dr. Ferdinand Holböck schreibt darüber in seinem Buch "Die neuen Heiligen der katholischen Kirche", Bd. 3:
"In der Berichterstattung über den Spanischen Bürgerkrieg pflegen die Massenmedien fast immer noch die Anhänger von General Franco als Faschisten und als allein schuldig zu verurteilen, die marxistischen Rotgardisten aber werden als die großen Helden und Freiheitskämpfer gepriesen. Dabei wird aber von ihnen beharrlich verschwiegen, welche Greuel und Verbrechen sie sich in ihrem Religionshaß leisteten, in welchem sie noch bloß zahlreiche Kirchen verwüsteten, sondern auch Priester und Ordensleute zu Tausenden hinmordeten. Da wagt es Papst Johannes Paul II. in letzter Zeit mehrmals, gemarterte Glaubenshelden des Spanischen Bürgerkriegs nach gründlicher Prozeßführung für die Seligsprechung zur Ehre der Altäre zu erheben. So tat er es wieder am 1. Oktober 1989, als er den Passionisten-Provinzial P. Niceforus Diez Tejerina und 25 Passionisten seligsprach. Sie waren alle Angehörige des Passionisten-Konvents in der kleinen Stadt Daimiel (Diözese Ciudad Real) und wurden der Reihe nach zwischen dem 23. Juli und 23. Oktober 1936, meistens nach grausamer Folterung, aus Glaubenshaß ermordet" (S. 142).

Ciudad Real liegt in der Region Kastilien-La Mancha, ca. 200 Kilometer südlich von Madrid. Der Konvent in Daimiel war 1908 gegründet worden. Der selige Petrus gehörte erst seit Dezember 1935 zu diesem Konvent. Zuvor war er in Marokko eingesetzt.


Weitere Opfer des Spanischen Bürgerkriegs:

Sel. Petrus Ruiz de los Paños

Hl. José Sanz Tejedor


Juana Guillen OSA

Heute vor 400 Jahren, am 2. Juni 1607, Vigil von Pfingsten, starb die Mystikerin Juana Guillen.

Juana wurde am 27. Dezember 1575 in Orihuela in der spanischen Provinz Alicante (Region Valencia) geboren, elf Jahre, nachdem Orihuela Bischofsstadt geworden war. Am 15. Mai 1597 trat sie in das in ihrer Heimatstadt gelegene und heute noch existierende Augustinerinnenkloster St. Sebastian ein und legte am 15. Mai 1598 ihre Profeß ab. Wegen ihrer Heiligkeit wurde sie bereits mit 26 Jahren zur Novizenmeisterin bestimmt. Besonders verehrte sie die Heiligste Dreifaltigkeit, das Jesuskind, die hl. Eucharistie, das Leiden Christi und die allerseligste Jungfrau. Zu ihren Lieblingsheiligen gehörten der hl. Apostel Johannes, der hl. Augustinus und der hl. Nikolaus von Tolentino.

Trotz ihrer mystischen Begnadung blieb sie stets demütig. Sie hatte Visionen und die Gaben der Prophetie und der Tränen. Außerdem weckte sie Erstaunen durch ein tiefes Verständnis der Heiligen Schrift.

Eine schwere Krankheit, in die sie nach einigen Jahre fiel, ertrug sie mit großer Ergebung in den Willen Gottes und in Vereinigung mit der Passion Christi.

Der Ruf ihrer Heiligkeit und die Wunder, die nach ihrem Tod ihrer Fürsprache zugeschrieben wurden, führten dazu, dass bereits 1615 der Seligsprechungsprozeß eingeleitet und bereits 1619 nach Rom übergeben wurde. Doch der Tod des Postulators unterbrach den Prozeß. Er wurde erst 1896 wieder aufgenommen und führte 1968 oder 1970 zur Feststellung ihres heroischen Tugendsgrads.

In deutscher Sprache scheint es weder eine Übersetzung ihrer Schriften noch irgend eine Publikation über ihr Leben zu geben. Kopien der Akten ihres Seligsprechungsprozesses befinden sich in der von Wilhelm Schamoni begonnenen Sammlung der Positiones im Hagiographischen Studienzentrum der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn.


Angela von Foligno

Heute vor 700 Jahren, am 4. Januar 1309, starb in Foligno (Region Umbrien, Provinz Perugia, ca. 15 km südlich von Assisi und 120 km nördlich von Rom) die selige Angela von Foligno.

Angela wurde 1248 als Kind einer Adelsfamilie in Foligno geboren. Erst zweiundzwanzig Jahre zuvor war der hl. Franziskus von Assisi gestorben, der bereits zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen wurde.

Angela heiratete in frühen Jahren und bekam mehrere Kinder. Sie “gab sich in übertriebener Weise der Eitelkeit und Vergnügungssucht hin” (Ferdinand Holböck, Aufblick zum Durchbohrten, Stein am Rhein 1990, S. 124). Im Alter von 37 Jahren wurde sie sich plötzlich klar über ihren Seelenzustand. Sie schreibt in ihrer Autobiographie: “Ich begann, mich zwar meiner Sünden zu schämen, die Beschämung aber hinderte mich, eine vollständige Beichte abzulegen. So geschah es, dass ich öfters kommunizierte, ohne vorher gebeichtet zu haben. Ich empfing so den Leib des Herrn im Zustand schwerer Sünde. Deswegen wurde ich nun bei Tag und Nacht von Gewissensqualen beunruhigt. Eines Tages bat ich den hl. Franziskus, er möge mich einen erfahrenen Beichtvater finden lassen, der meinen Seelenzustand richtig erfassen würde und dem ich in aller Aufrichtigkeit alles beichten könne” (zitiert in Holböck, S. 124 f).

Schon am nächsten Tag wurde ihr Gebet erhört. Fra Arnaldo von Foligno OFM wurde ihr Seelenführer, bei dem sie eine gute Generalbeichte ablegte.

Angela übte harte Buße für ihre Sünden. Als ihr Mann und ihre Kinder starben, trat sie 1291 in den Dritten Orden des hl. Franziskus ein, um Christus in radikaler Armut nachzufolgen und dem Nächsten zu dienen, vor allem den Aussätzigen.

Bereits im Jahr zuvor begann für Angela die Zeit mystischer Offenbarungen. Unter anderem sprach Christus zu ihr, nachdem sie durch die Erkenntnis ihrer Sünden und Fehler tief beschämt worden war: “Ich bin es, der für dich gekreuzigt worden ist, der Hunger und Durst litt für dich und der sein Blut vergoß für dich; so sehr habe ich dich geliebt!” (Aus dem Memorial ihres Seelenführers, in: Angelo von Foligno, Zwischen den Abgründen, Einsiedeln 1955, S. 20).

Angela wurde eine der größten italienischen Mystikerinnen mit erschütternden Visionen. Berühmt geworden ist das Wort Christi an sie: “Ich habe dich nicht zum Scherz geliebt!” Es war am Mittwoch in der Karwoche. Angela schreibt über die Wirkung dieses Wortes: “Dies Wort durchbohrte mich mit tödlichem Schmerz, denn sofort wurden die Augen meiner Seele aufgetan und ich sah, dass es in höchstem Maße der Wahrheit entsprach. Und ich sah die Werke dieser Liebe und sah alles, was der Gottessohn um dieser Liebe willen getan und was Er im Leben und Tod erduldet, und wie Er, Gott und Mensch, aus unaussprechlicher Liebe bis zum Sterben gelitten hatte. Und während ich alle Werke der wahrsten Liebe in Ihm sah und erkannte, dass das Wort sich aufs höchste bewahrheitete, da Er mich nicht zum Scherz geliebt hat, sondern mit überaus vollkommener und sich verzehrender Liebe, sah ich in mir genau das Gegenteil ...” (Zwischen den Abgründen, S. 95)

Durch ihr Beispiel und ihre Worte bewog Angela viele Menschen zur Bekehrung und einer ernsthaften Christusnachfolge. Es sammelte sich um sie ein “Schülerkreis”, zu dem u.a. Ubertino von Casale gehörte.

Angela verstarb 1309 “nach Wochen heftigster Schmerzen in völliger Ruhe und Verklärung” (Dr. Berthe Widmer in der Einleitung zu Zwischen den Abgründen). Eines der letzten Worte der Sterbenden war die Mahnung: “Suchet klein und wahrhaftig, demütig und sanft zu sein.”

Nach ihrem Tod wurden ihre Schriften gesammelt, von einer Theologenkommission geprüft und von Kardinal Jakob Colonna (+ 1318) approbiert. Sie wurden hochgeschätzt von Franz von Sales, Fénelon, Bossuet, Alfons Maria von Liguori, Papst Benedikt XIV. u.a. Eine Auswahl unter dem Titel Zwischen den Abgründen gab Hans Urs von Balthasar in der Reihe Sigillum heraus.

Angela von Foligno trägt den Ehrennamen Magistra theologiae. Ihre Verehrung, die schon kurz nach ihrem Tod einsetzte, wurde 1693 von Innozenz XII. bestätigt.

Personen
(Auswahl)

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Moltke H. v.
Montalembert
Montecorvino J.
Moreno E.
Moreno G. G.
Mosebach M.
Müller Max
Muttathu-padathu
Nies F. X.
Nightingale F.
Pandosy C.
Paschalis II.
Pieper Josef
Pignatelli G.
Pius XI.
Postel M. M.
Poullart C. F.
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Rahner K.
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Reinbold W.
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Rippertschwand
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