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Isa Vermehren

Isa Vermehren wurde am 21. April 1918 als Tochter liberaler protestantischer Eltern geboren. 1933 flog sie vom Gymnasium Ernestinenschule, weil sie aus Solidarität mit einer jüdischen Schulkameradin den Gruß der Hakenkreuzfahne verweigerte. Sie ging nach Berlin, wo sie in der Katakombe, dem politischen Kabarett Werner Fincks, unter dem Künstlernamen Hanna Dose auftrat, das Nazi-Regime auf die Schippe nahm und schnell bekannt wurde. Zwei Jahre später ließ Josef Goebbels die Katakombe schließen. Vermehren spielte in mehreren Filmen, so in Knockout (1935, mit Max Schmeling) oder In jenen Tagen (1947).

Isa Vermehren holte ihr Abitur auf einer Abendschule nach. 1938 konvertierte sie zum katholischen Glauben. Über Motiv und Bedeutung dieses Schritts gibt sie selbst Auskunft: “Ich suchte schon damals nach einer Sinnmitte, etwas, wofür man leben und sterben kann. Das habe ich im katholischen Glauben gefunden. Gott erkennen, ihn lieben - und dienen, mehr will ich nicht” (zitiert in: Gabriele Gräfin Plettenberg, Mutter Isa Vermehren ist gestorben, in: Komma 63-64/2009, S. 8 f). Geholfen hatten ihr dabei die Lektüre Otto Karrers und die Gespräche mit Elisabeth Gräfin Plettenberg, die drei Jahre später ihren um fast zwei Jahren jüngeren Bruder Erich Vermehren (de Saventhem) heiratete. Im Januar 2008 bekannte sie in einem Interview mit Michael Ragg von Kirche in Not zu den Gründen ihrer Konversion: “Ich hatte das Glück, in Berlin in eine Gruppe überzeugter Katholiken zu geraten. Diese Leute waren so beeindruckend.” Ragg: “Was konkret hat Sie an diesen Katholiken beeindruckt?” Vermehren: “Sie hatten die Enzyklika "Mit brennender Sorge" vervielfältigt und weitergegeben, obwohl es verboten war. Mehrere von ihnen wurden deswegen sogar eingesperrt. Diesen Umgang mit einer anderen Meinung fanden wir in unserem liberalen Zuhause unmöglich. Die Katholiken konnten auch alle Auskunft geben über ihren Glauben, was und wie sie glaubten, und wie der Glaube sich bewährt in der Bedrängnis. So eröffnete sich mir eine völlig neue Welt, zu der ich bislang noch keinen Zugang gehabt hatte.”

Erich Vermehren war Mitglied der Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris (der später zusammen mit Bonhoeffer gehängt wurde). Als er sich im Januar 1944 zusammen mit seiner Frau von seinem Einsatzort Istanbul nach London absetzte, griff Goebbels zum Mittel der Sippenhaft und ließ Isa Vermehren verhaften. Sie kam nacheinander in die Konzentrationslager Ravensbrück, Buchenwald und Dachau. Am 4. Mai 1945 wurde sie in Südtirol, wohin sie als Mitglied des Geiseltransports verschleppt worden war, befreit. In ihrem Buch Reise durch den letzten Akt (1946) verarbeitete sie ihre Erlebnisse aus dieser schweren Zeit, die für sie zu einer “Schule des Glaubens” geworden war. “Diese tiefen Erfahrungen haben ihr vor dem Hintergrund des neu gewonnenen katholischen Glaubens immer einen Freiraum für ihr kritisches Denken und ihr sicheres Urteil bewahrt” (Plettenberg, S. 8). In einem Spiegel-Interview antwortete sie auf die Frage, wie Gott solches Leid zulassen könne: “Auschwitz ist die Welt, die die Menschen sich bauen, die von Gott nichts mehr wissen oder wissen wollen.”

Sie studierte in Bonn Theologie, Deutsch, Englisch, Geschichte und Philosophie. Am 15. September 1951 trat sie in Bonn-Pützchen bei den Sacré-Coeur-Schwestern ein, also in die von der hl. Sophie Barat gegründete Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu. Sie wurde als Lehrerin in den ordenseigenen Gymnasien eingesetzt. Ab 1962 war sie Oberstudiendirektorin des Sankt-Adelheid-Gymnasiums in Bonn-Pützchen, von 1969 bis 1983 der Sophie-Barat-Schule in Hamburg. Zur selben Zeit gehörte sie dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken an. Von 1986 bis 1998 sprach sie regelmäßig in der ARD das “Wort zum Sonntag”. Seit 1983 lebte sie wieder bis zu ihrem Tod in Bonn-Pützchen. Schwester Isa Vermehren RSCJ wurde mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Deutschen Predigtpreis (2003) und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen (2005) ausgezeichnet.

Über ihre Haltung angesichts der Glaubenskrise, die auch ihre eigene Ordensgemeinschaft nicht verschonte, schreibt Plettenberg: “In der tiefen Existenzkrise ihres Ordens nach dem II. Vatikanischen Konzil - das strenge schwarze Habit und die Klausur wurden abgeschafft und es gab wesentliche Änderungen in der Liturgie und im Klosteralltag - hat sie sich dem neuen Trend widersetzt, trotz oder gerade wegen ihres Gehorsamsgelübdes. Es ging ihr um die Bewahrung guter, nicht sinnentleerter Traditionen. Nur noch unauffällige Kleidung, unter Verzicht auf leuchtende Farben, mit dem Brustkreuz und dem Ring, als einziges Symbol der Ordenszugehörigkeit? Das war ihr zu wenig. Sie blieb bis zu ihrem Tod in Tracht: ‘In dieser Kleidung kann ich ins Gefängnis gehen - ebenso wie zur Königin von England’, erklärte sie oft” (Komma, S. 9).

Den Kampf ihres Bruders Erich de Saventhem, des Günders der internationalen UNA VOCE, für den Erhalt bzw. die Rehabilitation der überlieferten Liturgie unterstützte sie. Während meiner Kölner Zeit (1997 - 2003) durfte ich sie persönlich kennenlernen. Am 22. November 1998 sprach sie auf Einladung des Kölner Initiativkreises in der Kirche Heilig Kreuz über die Herz-Jesu-Verehrung unter dem Titel “Das Reich Gottes ist inwendig in euch.” Der Vortrag erschien als Broschüre und kann über die Seite des Schriftenapostolats bestellt werden, ebenso die Broschüre “Der Christ heute auf der Suche nach seiner Identität.”

Am 15. Juli 2009 starb Schwester Isa Vermehren RSCJ im Herz-Jesu-Kloster in Bonn-Pützchen.


Ein weites Herz: Die Isa Vermehren des ZDF

In der Tagespost vom 30. März 2013 macht Gräfin Gabriele Plettenberg auf die Verfälschungen aufmerksam, denen das Leben der subversiven Nazikritikerin, Konvertitin und späteren Ordensfrau Isa Vermehren in dem ZDF-Film Ein weites Herz unter der Regie von Thomas Berger und mit Nadja Uhl in der Hauptrolle (Ausstrahlung am 1. April 2013) ausgesetzt wird. Sie beklagt eine “totale Loslösung von der Biographie”, übrigens in Übereinstimmung mit Isas Nichte Margarete Vermehren, die meint: „Es stimmt sozusagen fast gar nichts außer dem Verwandtschaftsgrad der historischen Personen.“

Nur einige Details als Beispiel:

1. Im Film wird Isa Vermehren von den Nazis der Studienabschluss verweigert. In Wirklichkeit studierte sie in der Nachkriegszeit.

2. Nicht Mitte 20, sondern mit 15 Jahren begann Isa mit ihrer Arbeit in Werner Finks Kabarett Katakombe, und das nicht gegen den Willen ihrer Mutter.

3. Aus der polnischen Referendarin Danuta wird eine ehemalige Sacré-Coeur-Schwester gemacht.

4. Die Freundschaft Isas mit Elisabeth Plettenberg wird in eine lesbische Beziehung umgedeutet. Gabriele Plettenberg: “Diese radikale Verfälschung, ja unfassbare Verleumdung ist eine ungeheure Verletzung der Persönlichkeit Isa Vermehrens und Elisabeth Plettenbergs”.

Elisabeth Plettenberg war es, die Isa Vermehren auf ihre Konversion zum katholischen Glauben vorbereitete. Dazu schreibt die Kritikerin: “Im Film bleibt die Konversion ein verkitschtes Randproblem und die Bedeutung des Gottesglaubens wird nirgendwo deutlich.” José Garcá schreibt in seiner ebenfalls in der Tagespost erschienenen Kritik Zeitgeistige Umdeutung einer Konversion darüber: “Regisseur Thomas Berger sah sich offenkundig außerstande, Isas inneren Reifeprozess, der sie zur Konversion und später zum Ordenseintritt führte, in Bilder umzusetzen.”

Susanne Nieder schreibt zum selben Thema im Tagesspiegel: “Der Versuch, mit solchen Mitteln [sc. der Verwandlung eines dramatischen Schicksals in die weichgespülte Wohlfühlware einer netten Familiengeschichte] Themen wie Isas Konversion zum Katholizismus darzustellen, scheitert geradezu spektakulär. Weder glaubt man die behauptete Liebesbeziehung zwischen ihr und ihrer späteren Schwägerin Elisabeth von Plettenberg (ohne jede Ausstrahlung: Peri Baumeister ), noch bekommt man irgendeine Ahnung vom Katholizismus, mit der die eine die andere angeblich ansteckt.” (Geballter Frohsinn).

Da ich sowohl Isa Vermehren wie Elisabeth Plettenberg persönlich gekannt habe, liegen mir diese Richtigstellungen am Herzen.


Paul Marx

Am 20. März 2010 starb in Collegeville, Minnesota, P. Paul Marx OSB, der von Papst Johannes Paul II. ein “Apostel des Lebens” genannt wurde. Am 8. Mai 1920 als Kind einer deutschstämmigen Familie in Minnesota geboren, trat er bei den Benediktinern ein, empfing am 15. Juni 1947 die Priesterweihe und wurde in den letzten Jahrzehnten ein weltweit bekannter Kämpfer für das Lebensrecht der Ungeborenen. Er gründete zu diesem Zweck 1981 die Organisation Human Life International (HLI), die in etwa 80 Ländern aktiv ist. Zusammen mit dem Gründer der Europäischen Ärzteaktion Dr. med. Siegfried Ernst war er auch ein großer Verteidiger der Enzyklika Humanae vitae. “In den vergangenen 40 Jahren hat sich bewahrheitet, was dieser Benediktiner damals vorhergesagt hatte: Mit der ‘Verhütung’ kommt die Untreue, zerfällt die Moral, kommt die Entwürdigung der Frau und schließlich der staatliche Zwang” (Prof. Dr. Hans Schieser in Timor Domini 2/2010).
Von Papst Johannes Paul II. hochgeschätzt, blieb er in vielen Ländern seitens der Bischöfe ohne Unterstützung, und es bleibt sogar Theologen nach dem Zuschnitt des diesjährigen Memorandums vorbehalten, gegenüber den verheerenden Folgen der “Kultur des Todes” blind zu bleiben und stattdessen die katholische Morallehre als angeblich unbarmherzig auf die Anklagebank zu setzen.

Zum Thema Abtreibung


Kirk Kilgour

Vor 10 Jahren, am 10. Juli 2002, starb in Denver im Alter von 54 Jahren der Sportler Kirk Kilgour. Er war Mitglied des US-Volleyball-Nationalteams, Olympiateilnehmer, ging nach Italien, wurde dort mit seiner Mannschaft Meister und 1975 bester Spieler. Am 8. Januar 1976 brach er sich bei einem Trainingsunfall für Olympia zwei Halswirbel und war fortan gelähmt. “Was folgte”, so berichtet er selber, “war eine Karriere als Volleyballtrainer, Sportreporter in Rundfunk und Fernsehen, als Schriftsteller, Schauspieler und Betreuer Schwerstbehinderter - und dies vom Rollstuhl aus, den ich mit meinem Kinn steuern konnte!” (Triumph des Herzens Nr. 106, S. 22)

Die Haltung, aus der heraus er sein Leben trotz seiner Behinderung meisterte, geht aus einem Gebet hervor, das er auf Bitten eines Freundes verfasste. Es wurde sogar vom Vatikan gedruckt.

Am 11. und 12. Februar 2000 war er als Nichtkatholik in Rom Teilnehmer der Heiligjahrfeier der Kranken und im Krankendienst Tätigen mit Papst Johannes Paul II. Am 12. Februar wurde vom Fernsehen ein Programm mit Künstlern aus aller Welt übertragen, bei dem der Schauspieler Terence Hill die erste Hälfte von Kilgours Gebet vortrug. Am 13. Februar hatte Kilgour zudem eine Privataudienz beim Papst, während der er gebeten wurde, eine Kopie seines Gebetes für den Papst zu signieren. Über die Begegnung mit dem Papst schrieb Kilgour: “Ich begegnete dem tiefen Blick von Johannes Paul und fühlte die Kraft, Klarheit und friedvolle Ausstrahlung dieses wirklich unglaublichen Mannes. Der Papst erteilte mir einen besonderen Segen und richtete einige liebe Worte auf Englisch an mich. Ich dankte ihm und kehrte mit inneren Empfindungen, die ich nie vergessen werde, an meinen Platz zurück.”

Das Gebet von Kirk Kilgour

Ich habe den Herrn gebeten, stark zu sein, um großartige Dinge zu tun,
und Er hat mich schwach gemacht, damit ich demütig bleibe.

Ich habe den Herrn gebeten, mir Gesundheit zu geben, um große Aufgaben zu erfüllen,
und Er gab mir das Leiden, damit ich es besser verstehe.

Ich habe Gott um Reichtum gebeten, damit ich alles besitzen könnte,
und Er hat mich arm gemacht, damit ich nicht egoistisch bin.

Ich habe Ihn um Macht gebeten, damit mich die Menschen brauchen,
aber Er hat mich gedemütigt, damit ich es sei, der sie braucht.

Ich habe Gott um alles gebeten, um mein Leben zu genießen,
und Er hat mir das Leben geschenkt, damit ich mit allem zufrieden bin!

Herr, ich habe nichts von all dem bekommen, worum ich gebeten hatte,
aber Du hast mir alles gegeben, das ich nötig hatte, fast gegen meinen Willen.

Und die Bitten, die ich nicht aussprach, wurden erhört.

Gelobt seist Du, mein Gott!
Unter all den Menschen besitzt keiner, was ich besitze.

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Moltke H. v.
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Moreno G. G.
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