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Die Erhebung zur Kirchenlehrerin

Am 19. Oktober 1997 erhob Papst Johannes Paul II. mit dem Apostolischen Schreiben “Divini Amoris Scientia” die heilige Theresia vom Kinde Jesus zur Kirchenlehrerin. Die entscheidende Schlusspassage lautet:

“Heute, am 19. Oktober 1997, habe ich vor einer den Petersplatz dicht füllenden Menge von Gläubigen aus aller Welt in Gegenwart zahlreicher Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe in der festlichen Eucharistiefeier Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz mit folgenden Worten zur Kirchenlehrerin proklamiert:
‘Den Wünschen einer großen Zahl meiner Brüder im Bischofsamt und zahlreicher Gläubigen aus aller Welt entgegenkommend, nach Anhören des Gutachtens der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und nach Erhalt des Votums der Kongregation für die Glaubenslehre hinsichtlich der »hervorragenden Lehre« erklären wir aus sicherer Kenntnis und nach reiflicher Überlegung kraft der vollen apostolischen Autorität die hl. Jungfrau Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.’
Nachdem dies in gebührender Weise vollzogen ist, bestimmen wir, daß dieses Apostolische Schreiben ehrfürchtig aufbewahrt werde und jetzt und in Zukunft voll wirksam sei. Außerdem wird entschieden und festgelegt, daß es vergeblich und zwecklos ist, hieran bewußt oder unbewußt etwas zu ändern, gleich von welcher Seite es ausgehen mag und mit welcher Autorität auch immer.
Gegeben in Rom bei Sankt Peter unter dem Fischerring am 19. Tag des Monats Oktober im Jahre 1997, dem zwanzigsten des Pontifikats.”

Dem geht eine ausführliche Begründung voraus, in der es u.a. heißt:

“2. Das Beispiel ihres Lebens und ihrer dem Evangelium entstammenden Lehre wurde in unserer Zeit schnell, überall und stetig aufgenommen. Ihre Heiligkeit wurde, gewissermaßen in Nachahmung ihrer frühzeitigen geistlichen Reife, von der Kirche im Zeitraum von wenigen Jahren anerkannt. In der Tat unterzeichnete Pius X. am 10. Juni 1914 das Dekret zur Einleitung des Seligsprechungsprozesses, am 14. August 1921 erklärte Benedikt XV. den heroischen Tugendgrad der Dienerin Gottes und hielt bei diesem Anlaß eine Ansprache über den Weg der geistlichen Kindschaft.

Pius XI. sprach sie am 29. April 1923 selig. Wenig später, am 17. Mai 1925, nahm der gleiche Papst vor einer ungeheuren Menschenmenge in der Petersbasilika die Heiligsprechung vor. Dabei betonte er vor allem den Glanz ihrer Tugenden und die besonderen ihr eigenen Wesenszüge ihrer Lehre. Zwei Jahre darauf, am 14. Dezember 1927, folgte er den Bitten vieler Missionsbischöfe und erklärte sie, zusammen mit dem hl. Franziskus Xaverius, zur Patronin der Missionen.

Nach diesen Anerkennungen durch die Kirche nahm die geistliche Ausstrahlung Theresias vom Kinde Jesus zu und breitete sich bis in die heutige Zeit über die ganze Erde aus. Viele Institute geweihten Lebens und kirchliche Bewegungen, vor allem in den jungen Kirchen, haben sie als Patronin und Lehrmeisterin erwählt und sich von ihrer geistlichen Lehre anregen lassen. Ihre Botschaft, oft als der sogenannte »kleine Weg« zusammengefaßt, der nichts anderes ist als der dem Evangelium gemäße Weg der Heiligkeit für alle, wurde von Theologen und Kundigen der Spiritualität erforscht. Kathedralen, Basiliken, Gotteshäuser und Heiligtümer in der ganzen Welt wurden unter dem Patrozinium der Heiligen von Lisieux errichtet und dem Herrn geweiht. Sie wird in der katholischen Kirche in den verschiedenen Riten des Ostens und des Westens verehrt. Viele Gläubige haben die Macht ihrer Fürsprache erfahren können. Viele, die zum priesterlichen Dienst oder zum geweihten Leben berufen wurden, besonders in den Missionen und in Klausurklöstern, schreiben die göttliche Gnade ihrer Berufung ihrer Fürbitte und ihrem Beispiel zu.

3. Die Hirten der Kirche, angefangen bei meinen Vorgängern, den Päpsten dieses Jahrhunderts, die Theresias Heiligkeit als Beispiel für alle vorgestellt haben, betonten auch, daß sie Lehrmeisterin im geistlichen Leben ist aufgrund einer Lehre, die einfach und zugleich tief ist: Unter Führung des göttlichen Meisters hat sie aus den Quellen des Evangeliums geschöpft und dann den Brüdern und Schwestern in der Kirche auf höchst wirksame Weise davon mitgeteilt (vgl. Ms B 2v–3r).

Diese geistliche Lehre wurde uns vor allem durch ihre Selbstbiographie übermittelt. Aus drei von ihr in den letzten Lebensjahren verfaßten Manuskripten entnommen und ein Jahr nach ihrem Tod unter dem Titel Histoire d'une Âme (Geschichte einer Seele), Lisieux 1898, veröffentlicht, hat sie bis in unsere Tage ein außerordentliches Interesse geweckt. Diese Autobiographie, zusammen mit ihren anderen Schriften in etwa fünfzig Sprachen übersetzt, hat Theresia in allen Gegenden der Welt bekannt gemacht, auch außerhalb der katholischen Kirche. Ein Jahrhundert nach ihrem Tod wird Theresia vom Kinde Jesus weiterhin als eine der großen Lehrmeisterinnen geistlichen Lebens unserer Zeit anerkannt.
(...)

6. Theresia vom Kinde Jesus hat uns Schriften hinterlassen, durch die sie mit Recht den Titel einer Lehrerin des geistlichen Lebens verdient. Ihr Hauptwerk bleibt der Bericht über ihr Leben in den drei autobiographischen Manuskripten (Manuscrits autobiographiques A, B, C,), erstmals veröffentlicht unter dem bald berühmt gewordenen Titel Histoire d'une Âme (Geschichte einer Seele).

Im Manuskript A – auf die Bitte der Schwester Agnes von Jesus, damals Priorin des Klosters, geschrieben und ihr am 21. Januar 1896 übergeben – beschreibt Theresia die Wegstrecken ihrer religiösen Erfahrung: die ersten Jahre der Kindheit, vor allem das Ereignis ihrer ersten Kommunion und das der Firmung und die Jugendzeit bis zum Eintritt in den Karmel und zu ihrer ersten Profeß.

Das Manuskript B, auf die Bitte ihrer Schwester Maria vom göttlichen Herzen verfaßt während der geistlichen Einkehrtage des gleichen Jahres, enthält einige der schönsten, der bekanntesten und der am meist zitierten Seiten der Heiligen von Lisieux. In ihnen offenbart sich die volle Reife der Heiligen, die von ihrer Berufung in der Kirche als Braut Christi und Mutter der Seelen spricht.

Das Manuskript C – wenige Monate vor ihrem Tod im Monat Juni und in den ersten Julitagen 1897 niedergeschrieben, und der Priorin Maria de Gonzaga gewidmet, die sie darum gebeten hatte – vervollständigt die im Manuskript A wiedergegebenen Erinnerungen über das Leben im Karmel. Diese Seiten offenbaren die übernatürliche Weisheit der Verfasserin. Aus diesem letzten Abschnitt ihres Lebens berichtet Theresia einige sehr tiefe Erfahrungen. Bewegende Seiten widmet sie der Prüfung des Glaubens: Es ist die Rede von der Gnade der Läuterung, die sie in eine lange und schmerzvolle dunkle Nacht taucht, die aber erhellt ist durch ihr Vertrauen in die erbarmungsvolle und väterliche Liebe Gottes. Von neuem und ohne sich zu wiederholen läßt Theresia das strahlende Licht des Evangeliums aufleuchten. Wir finden hier die schönsten Seiten, die sie dem vertrauensvollen Sich-den-Händen- Gottes-Überlassen, dem Verbundensein von Gottes- und-Nächstenliebe und ihrer missionarischen Berufung in der Kirche gewidmet hat.

In diesen drei verschiedenen Manuskripten, die in der Thematik und in einer fortschreitenden Beschreibung ihres Lebens und ihres geistlichen Weges übereinstimmen, hat Theresia uns eine echte Autobiographie dargeboten, die die Geschichte ihrer Seele darstellt. Aus ihr geht deutlich hervor, daß Gott durch ihr Leben der Welt eine bestimmte Botschaft gegeben hat. Er hat einen Weg nach dem Evangelium gewiesen, nämlich den 'kleinen Weg', den alle gehen können, da ja alle zur Heiligkeit berufen sind.”

Das vollständige Schreiben findet man auf der Website des Vatikans.


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