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Louis Billot SJ

Louis Billot SJ wurde am 12. Januar 1845 in Sierck-les-Bains, Diözese Metz geboren. Am 22. Mai 1862 wird er zum Priester geweiht und tritt ein halbes Jahr später in die Gesellschaft Jesu ein. Nach Lehrtätigkeiten in Laval, Angers und Jersey unterrichtet er von 1885 bis 1911 an der Gregoriana in Rom Dogmatik. 1909 wird er Konsultor des Heiligen Offiziums. 1911 zum Kardinal ernannt, muß er 1927 von dieser Würde zurücktreten, als Pius XI. die Action francaise, der Billot nahesteht, verurteilt: ein im 20. Jahrhundert einmaliger Vorgang.

Billot, ein scharfer Denker und "groß als spekulativer Theologe" (Sebastian Tromp im LthK, 2. Auflage), hat zu allen Themen der dogmatischen Theologie Handbücher in lateinischer Sprache verfaßt, die weite Verbreitung fanden und öfters aufgelegt wurden. Er lehnt sich stärker an den hl. Thomas von Aquin an, als es im Jesuitenorden üblich ist, und scheut sich nicht, in kontroversen Punkten von Francisco de Suarez (1548 - 1617), dem Haustheologen der Jesuiten, abzuweichen. So war er z.B. gegen Suarez der Ansicht, daß die geheimen Häretiker und Apostaten weiterhin Glieder der Kirche seien, daß also der Verlust der Kirchengliedschaft an die Öffentlichkeit, also an die rechtlich greifbare Manifestation der Vergehen gebunden sei. Die älteren Thomisten zog er denen späterer Generationen wie Thomas Cajetan (1469 - 1534) oder Dominigo Banez (1528 - 1604) vor. Originelle Thesen vertrat er in der Christologie (das Sein Christi sei kein geschaffenes), in der Trinitätslehre und in der Spekulation über die Heilsmöglichkeit der Ungläubigen (laut Paul Gilbert in "Christliche Philosophie im katholischen Denken des 19. und 20. Jahrhunderts, Band 2, S. 430), außerdem in der Sakramentenlehre, in der er der thomistischen und der skotistischen These von der physischen bwz. moralischen Wirkungsweise der Sakramente seine These von deren intentionalen Wirkungsweise entgegenstellte.

In der Meßtheologie vertrat er die Immolationstheorie, wonach durch die Doppelkonsekration eine mystische Schlachtung des Lammes Gottes symbolisiert werde, eine Meinung, der sich z.B. auch Dogmatiker wie Matthias Premm (1890-1973) und Ludwig Ott (1906-1985) angeschlossen haben, die aber vor allem am meisten mit der Beschreibung übereinstimmt, die 1947 Papst Pius XII. in seiner Enzyklika "Mediator Dei" gegeben hat: "Durch die Wesensverwandlung des Brotes in den Leib und des Weines in das Blut Christi ist nämlich sein Leib ebenso gegenwärtig wie sein Blut; die eucharistischen Gestalten aber, unter denen er gegenwärtig ist, versinnbilden die gewaltsame Trennung des Leibes und des Blutes. So wird das Gedächtnis seines Todes, der sich auf Kalvaria wirklich vollzogen hat, in jedem Opfer des Altares neu begangen, insofern durch deutliche Sinnbilder Jesus Christus im Opferzustand dargestellt und gezeigt wird." ("Siquidem per panis ,transubstantionem‘ in corpus vinique in sanguinem Christi, ut eius corpus reapse praesens habetur, ita eius cruor: eucharisticae autem species, sub quibus adest, cruentam corporis et sanguinis separationem figurant. Itaque memorialis demonstratio eius mortis, quae reapse in Calvariae loco accidit, in singulis altaris sacrificiis iteratur, quandoquidem per distinctos indices Christus Iesus in statu victimae significatur atque ostenditur.").

Billot bekämpfte den Modernismus und widerlegte dessen Irrtümer vor allem in seinen Werken über die Inspiration, die Tradition, die Sakramente und die eingegossenen Tugenden. Eine eigene Studie "De immutabilitate traditionis contra modernam haeresim evolutionismi" setzt sich mit dem falschen Traditionsbegriff des Modernismus auseinander.

Louis Billot SJ starb am 18. Oktober 1931 in Galloro bei Rom.


Jacques Davy Duperron

Der Theologe und Kardinal Jacob Davy Duperron (auch Du Perron geschrieben) wurde am 25. November 1556 in Bern geboren. Dorthin hatten sich seine Eltern, die einer alten normannischen Adelsfamilie entstammten und reformiert waren, vor den antihugenottischen Maßnahmen König Heinrichs II. von Frankreich (1546 - 1559) ins Exil zurückgezogen. Der hochbegabte Jacques beherrschte schon mit 12 Jahren die lateinische und griechische Sprache und lernte später auch das Hebräische. Nach Frankreich zurückgekehrt, studierte er mit großem Ernst die Kirchenväter und Theologen, besonders den hl. Augustinus und den hl. Thomas von Aquin. Den entscheidenden Anstoß zur Konversion in die katholische Kirche gab ihm aber ein Werk von Philipp Du Plessis-Mornay (1549 - 1623), des damals bedeutendsten calvinistischen Theologen. Dieser veröffentlichte 1577 seinen "Traité de l'Eglise". Von den historischen Verdrehungen, die er darin fand, war Duperron so abgeschreckt, daß er die Haltlosigkeit des Calvinismus einsah und sich 1577 oder 1578 entschloß, katholisch zu werden. Er wurde Priester und wuchs rasch im Ansehen nicht zuletzt König Heinrichs III. (1574 - 1589), der ihn schon vor der Konversion, nämlich 1573, durch Vermittlung des Abtes von Tyron, Philipps Desportes', kennengelernt hatte. So erhielt er beispielsweise 1587 den königlichen Auftrag, bei den Trauerfeierlichkeiten für die verstorbene Königin Maria Stuart von Schottland, die in erster Ehe mit dem verstorbenen älteren Bruder des Königs, Franz II. (1544 - 1560) verheiratet gewesen war, die Trauerrede zu halten.

Nach dem Tod Heinrichs III. widmete er sich ganz der Verkündigung des katholischen Glaubens und gewann viele Hugenotten für die katholische Kirche. "Seine öffentlichen Conferenzen zu Nantes, Paris, Moulins, Nîmes, seine Controverspredigten in verschiedenen Kirchen und seine Privatgespräche mit einzelnen gelehrten und heilsbegierigen Personen führten viele Verirrte in den Schoß der katholischen Kirche zurück. Seine eigene Mutter, eine sehr hartnäckige Calvinistin, ein Oheim, mehrere Verwandte, die beiden rechtsgelehrten Brüder Johann und Heinrich von Sponde, letzterer später Bischof von Pamiers, schwuren dem Irrtum in seine Hände ab. Diesem Beispiel folgte eine Menge anderer gelehrter und vornehmer Männer und Frauen" (Johann Nepomuk Seidl in Wetzer und Weltes Kirchenlexikon Bd. 4, Sp. 26 f).
Vor allem hatte er großen Anteil an der Bekehrung Heinrichs IV. (1589 - 1610), den er mehrere Monate lang im katholischen Glauben unterrichtete. Nachdem Heinrich am 25. Juli 1593 in der Basilika St. Denis dem calvinistschen Irrtum abgeschworen hatte, wurde Duperron mit der Mission betraut, die Aufhebung der päpstlichen Exkommunikation zu erwirken, die Sixtus V. am 9. September 1585 über Heinrich von Navarra wegen dessen Rückkehr zum Calvinismus im Jahre 1576 verhängt hatte. Zusammen mit dem französischen Diplomaten Arnaud d'Ossat (1537 - 1604) gelang ihm das auch, so daß Papst Clemens VIII. den König am 17. September 1595 auf feierlichste Weise absolvierte. "Zur Anerkennung seiner Verdienste erhielt nun Du Perron in Rom die bischöfliche Weihe, und der Papst selbst machte ihm einen Hirtenring zum Geschenke mit den Worten: ‘Ich habe einen Mann nach meinem Herzen gefunden.' Als Du Perron wieder nach Frankreich zurückkam, umarmte ihn der König vor Freude und Dank zu wiederholten Malen" (Seidl).
Von diesem war er bereits Jahre zuvor zum Bischof von Evreux designiert worden. Am 8. Juli 1596 trat er sein Amt an und wirkte sehr segensreich in der Verkündigung und Festigung des katholischen Glaubens. 1597 gewann er bei einer öffentlichen dreitägigen Disputation in Paris mit dem damals berühmten Calvinisten Daniel Tilenus den königlichen Finanzminister Nicolas de Harlay, Baron von Sancy für den katholischen Glauben.

1600 kam es in Fontainebleau zur seinerzeit berühmtesten öffentlichen Disputation mit dem schon erwähnten Philipp Du Plessis-Mornay, der 1588 das Haupt der Hugenotten geworden war. 1598 hatte er ein antikatholisches Werk über die Eucharistie veröffentlicht: "De l'institution, usage et doctrine du saint sacrement de l'Euchristie". Duperron erkannte darin 500 grobe Fälschungen. Um die Sache zu klären, wurde die erwähnte Disputation vereinbart, die in Gegenwart des Königs und einer aus Katholiken und Hugenotten bestehenden Schiedsrichterkommission stattfinden sollte. Bereits am ersten Tag, den 4. Mai 1600, konnte Duperron Du Plessis so überzeugend widerlegen, daß dieser eine plötzliche Übelkeit vorgab und nach Paris abreiste, ohne sich vom König zu verabschieden. Dieser kannte Du Plessis gut, hatte er ihn doch vor seiner Rückkehr in die Kirche seit 1582 zum Berater. Nun meinte er zum Herzog von Sully: "Der protestantische Papst ist abgetan."

1604 wurde Duperron zum Kardinal erhoben. Auf Bitten des Papstes begab er sich nach Rom, um sich an den Verhandlungen im berühmten Gnadenstreit zu beteiligen, der durch das 1588 veröffentlichte Werk des Jesuiten Luis de Molina über die Wirksamkeit der Gnade entfacht worden war. Zusammen mit dem hl. Franz von Sales und dem hl. Robert Bellarmin konnte Duperron Papst Paul V. davon überzeugen, von der durch die eingesetzte Untersuchungskommission empfohlenen Verurteilung Molinas abzusehen.

1606 nach Frankreich zurückgekehrt, wurde Duperron zum Erzbischof von Sens und zum Großalmosenier von Frankreich ernannt. Auch nach dem Tod Heinrichs IV. 1610 blieb er im Regierungsrat. Er verteidigte die gegen William Barclay von Angers gerichtete Schrift Bellarmins über die Gewalt des Papstes in weltlichen Dingen, konnte aber deren Verbot durch das Parlament nicht verhindern.
Große Verdienste erwarb sich Duperron in der Bekämpfung des Gallikanismus. Der gallikanische Theologe Edmond Richer (1559 - 1631) von der Sorbonne, Syndicus der theologischen Fakultät, veröffentlichte 1611 sein Werk "Libellus de ecclesiastica et politica potestate", das großes Aufsehen erregte. Darin bestritt er u.a. die Hirtengewalt des Papstes über die Bischöfe. Daraufhin berief Duperron 1612 eine Synode, die das Werk verurteilte. Richer wurde von König Ludwig XIII. (1610 - 1643) abgesetzt.

In den letzten Jahren seines Lebens zog sich Duperron nach Batignolles, einer Pariser Vorstadt, zurück, um sich intensiver der Theologie widmen zu können, insbesondere der Ekklesiologie und der Eucharistielehre. Er starb am 5. September 1618.

Seine gesammelten Werke wurden 1620 bis 1622 von seinem gleichnamigen Neffen, dem späteren Bischof von Angoulême, in drei großen Foliobänden herausgegeben, darunter sein "Traité du Sacrement de l'Eucharistie".


Gustav-Xavier de la Croix Ravignan

Der berühmte Kanzelredner Gustav-Xavier de la Croix Ravignan SJ wurde am 1. Dezember 1795 in Bayonne (Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs, nur 22 km von der spanischen Grenze entfernt) als Sohn einer alten Adelsfamilie geboren. Mit zehn Jahren besuchte er Privatschulen in Paris und begann 1814 mit dem Rechtsstudium. Als am 1. März 1815 Napoleon von Elba zurückkehrte und seine Herrschaft der Hundert Tage begann, kämpfte Ravignan als Leutnant im Heer des Herzogs von Angoulême auf Seiten Ludwigs XVIII.
Im April 1817 wurde er Auditor am königlichen Gerichtshof in Paris, 1821 Substitut des Staatsanwalts am obersten Pariser Tribunal. Eine blendende Karriere stand ihm bevor, doch er entschied sich zum geistlichen Stand.

Im Mai 1822 trat er in das Priesterseminar der Sulpizianer in Issy-les-Moulineaux bei Paris ein. Hier lernte er Henri Lacordaire kennen, der 1824 eintrat, und Felix Dupanloup, der 1820 eingetreten war. Mit der Erlaubnis seines Seelenführers Frayssinous schloß er sich am 2. November desselben Jahres den Jesuiten in Montrouge an, das nur wenige Kilometer von Issy entfernt liegt. Hier hatten die Jesuiten seit 1818 ihr Hauptnoviziat für Frankreich. Die Gesellschaft Jesu war erst 1814 nach ihrer 41jährigen Aufhebung vom Papst wieder hergestellt worden.

Am 25. Juli 1828 wurde Ravignan zum Priester geweiht.
Er lehrte zunächst zwei Jahre Dogmatik im Kolleg St. Acheul bei Amiens, wo es mindestens 500 Studenten gab. Es war die Zeit äußerster politischer Spannungen, die sich 1830 in der Julirevolution entladen sollten. Die liberale Partei machte unter der Anführerschaft des Grafen Montlosier solchen Druck auf König Karl X. (1824-1830), dass dieser gegen den Klerus vorging und mit der Ordonnanz vom 16. Juni 1828 die Aufhebung aller Jesuitenkollegien verfügte. 1830 mußten die Jesuiten in St. Acheul schließlich der Gewalt weichen.

Ravignan flüchtete mit Schülern in die Schweiz. Er wurde für drei Jahre Dogmatikprofessor am Jesuitenkolleg in Brig im Wallis (wo übrigens kurz zuvor der spätere Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler studiert hatte). 1835 nach Frankreich zurückgekehrt, begann er seine überaus fruchtbringende Predigttätigkeit: Die Fastenpredigten hielt er 1835 in der Kathedrale von Amiens, 1836 in der Kirche des hl. Thomas von Aquin in Paris und im selben Jahr die Adventspredigten in Bordeaux. Hier gründete er eine Jesuitenniederlassung, dessen Superior er von 1837 bis 1842 war. Der Erzbischof von Paris Hyacinthe-Louis de Quélen (1821-1839) berief ihn an die Kirche Notre Dame zur Fortsetzung der Predigten, die Lacordaire auf Anregung Ozanams 1836 begonnen hatte. Zehn Jahre wirkte Ravignon in Notre Dame. Außerdem predigte er immer wieder auch in anderen Kirchen: in Lyon, Bordeaux, Rom, Besançon, Rouen, Toulouse und Metz. Er verausgabte sich dabei so sehr, dass er 1847 nicht mehr die Fastenpredigten in Paris halten konnte. “Seine Beredsamkeit entsprang aus tiefster Überzeugung von der Wahrheit dessen, was er predigte; daher auch der überwältigende Eindruck seiner Worte und der Einfluß, den er auf seine Zuhörer, Katholiken wie Protestanten, ausübte. Seine Beredsamkeit und sein ganzes Wirken war absolut apostolisch geprägt; der Erzbischof von Paris nannte ihn den Apostel von Notre-Dame, den Chrysostomos unserer Tage; Papst Gregor XVI. bezeichnete ihn als Apostel von Paris. Trotz der Einfachheit seiner Sprache, trotz des Freimuts, mit der er die Laster seiner Zeit angriff, wußte er sechs Jahre lang die vornehmsten Kreise von Paris an seine Kanzel zu bannen, so daß oft schon viele Stunden vor Beginn seiner Predigt die Kirche besetzt war. Was er in seinen Predigten begonnen hatte, das vollendete er im Beichtstuhl und in Privatgesprächen” (Ernst Pulsfort im BBKL).

1849 bis 1851 kehrte er zu seiner Predigttätigkeit zurück. Er predigte in Amiens, Orléans, Tour, Le Havre und Paris. Am 16. Juni 1851 assistierte er in der Jesuitenkirche in London Henry Edward Manning (1808-1892), dem späteren Erzbischof und Kardinal, bei dessen erster hl. Messe. Er knüpfte Freundschaft mit den großen Katholiken Englands: Monsel, Fullerton, Wilberforce. 1855 hielt er die Fastenpredigten in den Tuilerien vor Napoleon III. (1852-1870) und dessen Gemahlin Eugénie.

1844 erschien sein Werk De l’existence et de l’institut des jésuites, das großes Aufsehen erregte, weil es unpolemisch, aber sehr überzeugend die Jesuiten gegen die Anklagen einer Kampagne verteidigte, die mit den Namen Thíers, Cousin, Michelet, Libri, Quintet, Béranger verbunden ist. 25000 Exemplare wurden in einem Jahr verkauft. Aber es konnte das zeitweilige Verbot des Ordens in Frankreich nicht verhindern.

Auf Wunsch des Generaloberen Roothaan publizierte Ravignan 1854 ein zweibändiges Werk namens Clément XIII. et Clément XIV.: ein Werk, das ohne jegliche Anklage die Ungerechtigkeit der Aufhebung der Gesellschaft Jesu durch Klemens XIV. (1773) im Licht der historischen Quellen aufweist.

Ravignan starb in großer Gottergebenheit am Quatemberfreitag, den 26. Februar 1858 in Paris. Seine literarischen Begleiter auf dem letzten Weg zur Vorbereitung auf ein gutes Sterben waren die Nachfolge Christi und die Biographie des hl. Bellarmin. Ungezählte Menschen verdankten ihm den Weg in die katholische Kirche.


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