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Wystan Hugh Auden

Der Schriftsteller und Dichter Wystan Hugh Auden wurde am 21. Februar 1907 in York, England, geboren. In Birmingham aufgewachsen, begann er in Oxford mit dem Biologiestudium, entdeckte aber immer mehr seine Berufung als Dichter. Sein Vorbild war zunächst T.S. Eliot, der 1922 durch sein Werk "The Waste Land" berühmt wurde und 1948 den Nobelpreis erhalten sollte. Doch als sich dieser Ende der Zwanziger Jahre dem christlichen Glauben zuwandt, wandte sich Auden von ihm ab: Auden hatte sich ganz dem linken Lager verschrieben und nahm eine führende Stellung in einem Kreis von Intellektuellen ein, die sich "Pylon Poets" nannten (auch Auden-Kreis oder Oxford-Group genannt) und zu denen Stephen Spender, Cecil Day Lewis, Christopher Isherwood und Louis MacNeice gehörten. Während seines einjährigen Aufenthalts in Berlin kam er mit dem Werk Bertolt Brechts in Kontakt. 1935 heiratete der homosexuelle Auden pro forma Erika Mann, die von den Nationalsozialisten ausgebürgerte Tochter des Autors Thomas Mann, um ihr die englische Staatsbürgerschaft zu ermöglichen, 1937 nahm er am Spanischen Bürgerkrieg auf kommunistischer Seite als Krankenpfleger teil, 1938 reiste er nach China. Die Erlebnisse im Spanischen Bürgerkrieg und im chinesisch-japanischen Krieg beraubten ihn aller Illusionen.

Dachau und Nanking, der Ort eines grausamen Massakers an 300000 Chinesen, wurden für ihn zum Symbol des Triumphes des Bösen. Unter dem Einfluß von Kierkegaard wandte er sich dem christlichen Glauben zu und der Überzeugung, daß nur die Liebe rettet: "We must love one another or die", "Wir müssen einander lieben oder sterben", schrieb er angesichts des Zweiten Weltkriegs. Als dieser ausbrach, war er bereits seit einigen Monaten nach Amerika emigriert, wo er 1946 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Er wurde Mitglied der anglikanischen Kirche. Nicht mehr Karl Marx und Sigmund Freud inspirierten ihn nun, sondern christliche Autoren wie Blaise Pascal und Jacques Maritain. Er schrieb ein Weihnachtsoratorium "For the Time Being", in dem er die Ankunft des himmlischen Reiches als Antwort auf die Brüchigkeit unserer Existenz zur Sprache bringt.

1948 erhielt er den Pulitzer-Preis, 1956 wurde er in Oxford Professor für Dichtkunst (Poetry), 1958 ließ er sich in Kirchstetten nieder, Bezirk St. Pölten-Land, Niederösterreich. Er erhielt den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur und starb am 29. September 1973 in einem Wiener Hotel.

Den Pulitzerpreis erhielt Auden für "Das Zeitalter der Angst": "eine fundamentale Melancholie vor der panischen Leere und Zerrissenheit des inneren Menschen von heute" (Gottfried Benn). Gisbert Kranz bemängelt in seinem "Lexikon der christlichen Weltliteratur" (Sp. 200), daß die deutsche Übersetzung Stellen des Originals auslasse und das Ganze verfälsche. Nach ihm schildert das Werk "die Verlorenheit und Einsamkeit des heutigen Menschen, zugleich aber auch die stillbare Sehnsucht nach Gemeinschaft mit Gott." Günter Jarfe schreibt über Auden: "A. kritisiert die durch den Protestantismus geförderte Isolation des einzelnen, die ihn seiner Verpflichtung gegenüber dem Nächsten entfremde. Selbstsucht, Lieblosigkeit u. Angst, von A. als Kehrseite des fundamentalen Glaubensverlusts diagnostiziert, sind aus eigener Kraft nicht zu überwinden" (LThK 3. Auflage, 1993, Sp. 1173). Auden setzte sich auch mit Tolkiens "Herr der Ringe" auseinander.

Über seinen Stil heißt es im "Lexikon der Weltliteratur": Audens "Sprache ist symbolhaft, kühl u. klar, er setzt sich stets mit der Wirklichkeit auseinander u. versucht, traditionelle u. mod. Elemente (Technik) zu verschmelzen." Gisbert Kranz urteilt: "Als Lyriker beherrscht er virtuos die Klaviatur aller Stile, Formen und Gattungen und entlockt der Sprache in oft übermütigem Spiel ungeahnte Möglichkeiten".

Das Zitat:
"Wenn Auden aber so ein bedeutender Dichter war, wie kommt es dann, dass sein Name heute so selten genannt wird? Womöglich deshalb – aber das ist jetzt wirklich nur eine Vermutung –, weil er kein Schwein war. Er hat nicht wie Ezra Pound in faschistische Mikrophone gebrüllt, dass ihm das mit dem Judenumbringen entschieden zu langsam gehe. Er hat nicht wie Brecht den Ermordeten der Moskauer Prozesse nachgerufen, wenn sie unschuldig seien, verdienten sie erst recht, getötet zu werden."

Hannes Stein in der Welt vom 20. Februar 2007


Auden für die klassische Liturgie


Die Entdeckung der wahren Liebe

Zum 100. Geburtstag von Maxence Van Der Meersch

Der Schriftsteller Maxence Van Der Meersch wurde am 4. Mai 1907 im nordfranzösischen Roubaix an der belgischen Grenze geboren. Er studierte in Lille und lebte später in Wasquehal. Seine eigene glaubenslose Jugend schildert er in der Romanfigur Blaise Rameau seines Werkes "Denn sie wissen nicht, was sie tun". Nach seiner Bekehrung schreibt er über ihn: "Rameau ist das Ergebnis der zeitgenössischen Erziehung. Man hat ihn daran gewöhnt, nur auf sich selber zu achten... Hingabe, Nächstenliebe, Opfer, Gott: das sind Worte, die er weder in der Schule noch daheim vernommen zu haben scheint."

Durch die "Entdeckung der wahren Liebe" fand er Gott. Diese Liebe wurde in ihm wach, als er ein verwaistes Mädchen traf: "Ich war achtzehn Jahre alt, Sohn eines reichen Mannes, dessen Ehrgeiz mich von Kind auf gewöhnt hatte, höchste Stellungen ins Auge zu fassen. Ich wollte ein glänzende Partie machen, eine hervorragende Laufbahn einschlagen, wollte Reichtum, Luxus, alle Auszeichnungen erringen, die einem Leben durch Ruhm und Geld zuteil werden. In diesem Augenblick und in solcher Geistesverfassung traf ich zufällig ein junges, verwaistes Mädchen, das in einer Fabrik arbeitete und für zwei kleinere Schwestern zu sorgen hatte. Alle drei wohnten in einem möblierten Zimmer im gleichen Stockwerk, wo ein mehr als verdächtiges Kabarett hauste. Dieses Schicksal rührte mich; ich schloß mich Martha an (...) Ich kannte weder Glauben noch Sittlichkeit; Martha ersetzte mir das alles. Ich war entschlossen, ihr all meinen Besitz zu Füßen zu legen und mich zu opfern, um die Last zu erleichtern, welche die Sünden der Menschen auf sie, die Unschuldige, gehäuft hatten."

Das ist der Beginn seines Abschieds vom Materialismus und seiner Hinwendung zum Glauben, die 1936 in seine Konversion zur katholischen Kirche mündet. Entscheidenden Anteil hatte daran seine Freundschaft mit Abbé Pinte und Kanonikus Tiberghien.

Seinen Weg hat er verarbeitet in seinem 1937 erschienenen Roman "L'Elu" (Der Auserwählte).
Er schrieb 17 Romane, darunter ein Leben des Pfarrers von Ars.

In der Nacht auf Sonntag, den 14. Januar 1951, starb er an Tuberkulose, umsorgt von seiner Frau Thérèze Denis, jener geschilderten "Martha", und seiner 21jährigen Tochter Sarah.

In einem Artikel, der unter dem Titel "Das Blut des Christentums" am 6. Juni 1948 in der Zeitung "La Croix" erschien, hatte er noch einmal sein Bekenntnis zusammengefaßt:
"Am Ausgangspunkt jedes großen Lebens steht eine große Liebe, steht ein Wesen, das man geliebt hat und dem man nur deshalb gefolgt ist, weil man es lieb hatte. Kein Buch, kein Gedankengang, kein Wunder kann einen Ungläubigen dazu bewegen, Gott anzunehmen. Der gute Mensch dagegen, der unbegreiflicherweise darauf eingeht, deine Qual auf sich zu nehmen, der dir sein Herz eröffnet, der, und nur der, läßt dich unmittelbar Gott verstehen und annehmen."

Quelle: André Mabille de Poncheville, Maxence Van der Meersch, in: Heimkehr zur Kirche. Konvertiten des 20. Jahrhunderts, hr. von F. Lelotte, 4. Band, Luzern und München 1959, S. 254 - 270.


Selma Lagerlöf

Vor 150 Jahren, am 20. November 1858, wurde auf dem schwedischen Gut Marbacka in Östra Ämtervik, Värmland, die Schriftstellerin Selma Lagerlöf geboren. Sie war die erste Frau, die den Literaturnobelpreis erhielt (1909). Seit 1933 engagierte sie sich für die Rettung jüdischer Flüchtlinge aus Nazideutschland. Der prominenteste Flüchtling, dem sie helfen konnte, war die Schriftstellerin Nelly Sachs. Lagerlöf starb am 16. März 1940.

Das bekannteste ihrer Werke ist Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen (1906). Sehr populär sind auch ihre Christuslegenden. In ihrem Werk Die Wunder des Antichrist schildert sie gemäß Gisbert Kranz symbolisch die Überwindung des Sozialismus durch das Christentum. Im Jerusalem, “diesem ergreifenden Epos, das manchen als das beste Werk der Lagerlöf gilt, erleben wir schwedische Bauern, die ‘Gottes Wege gehn’ wollen, nach Jerusalem auswandern und dort eine religiöse Brüdergemeinde gründen. Selma Lagerlöf stellt hier ‘die lebendige Kraft und Ursprünglichkeit, das berauschende Sendungs-, Auserwählungs- und Einzigkeitsbewußtsein’ der Sekten dar, aber auch ‘das merkwürdig und unleugbar Destruktive, welches das ‘Christentum ohne Kirche’ an sich hat’ (I. F. Görres). Ihre pietistische Frömmigkeit zeigt sich auch in dem Doppelroman Charlotte Löwensköld und Anna, das Mädchen aus Dalarne” (Gisbert Kranz, Lexikon der christlichen Weltliteratur, Freiburg i.Br. 1978, Sp. 612).


Weitere Schriftsteller:

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