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Le Fort G. v.
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Leisner Karl

Hermann Döring

Vor 150 Jahren, am 13. September 1859, wurde in Bocholt Hermann Döring SJ geboren. Nach seiner Priesterweihe am 21. Dezember 1882 wirkte er einige Jahre als Kaplan und trat dann im Jahr 1890 in die Gesellschaft Jesu. Nach zweijährigem Aufenthalt in Holland und weiteren dreijährigen Studien in England wurde er in die Mission nach Indien gesandt.

Am 7. Juli 1895 kam er in Bombay an. Im November desselben Jahres gings weiter nach Walan, wo er als Missionar wirkte, bis er zum Bischof von Puna (Pune, Poona) berufen wurde. Das war am 7. September 1907. Am 8. Dezember wurde er von Erzbischof Hermann Jürgens SJ, der am 28. Mai 1907 zum Bischof von Bombay ernannt worden war, geweiht. Puna hatte 1911 fast 160.000 Einwohner und bildete damit eine der stärksten Hochburgen des Hinduismus und des damaligen Nationalitätsgedankens (Alfons Väth SJ, Die deutschen Jesuiten in Indien, Regensburg 1920, S. 14).

Puna, 120 km südöstlich von Mumbai (Bombay) gelegen, war 1854 als Apostolisches Vikariat errichtet und von der Diözese Bombay abgetrennt worden. Am 1. September 1886 wurde es zum Bistum erhoben und dem Erzbistum Bombay als Suffraganbistum unterstellt. “Vom Bistum Puna werden Teile losgelöst und mit Goa vereinigt. Auf Drängen Portugals hatte nämlich der Papst hier wie anderswo bedeutende Zugeständnisse machen müssen. Die größte Gemeinde der Stadt Puna, U. L. Frau von der Unbefleckten Empfängnis, bildete fortan eine goanesische Enklave” (Väth, S. 150).

Von Anfang wurde Puna deutschen Jesuiten anvertraut. Der berühmte Bischof Anastasius Hartmann OCap von Bombay hatte die Jesuiten an Stelle der Karmeliten gerufen. Vier Jahre später, 1858, vertraute er den deutschen Jesuiten auch Bombay an. Von 1854 bis 1914 wurden von der deutschen Provinz (wozu auch die Schweiz gehörte) 366 Jesuiten in die Mission von Puna und Bombay gesandt.

Döring war als Nachfolger von Bernhard Beiderlinden SJ (1886 - 1907) der zweite Bischof von Puna. 1921 wurde er zum Apostolischen Vikar von Hiroshima (Japan) ernannt, um am 14. Juli 1927 von Pius XI. wieder auf den Bischofssitz von Puna zurückgerufen zu werden, ausgestattet mit dem persönlichen Titel eines Erzbischofs. 1948 resignierte er aus Altersgründen und starb am 17. Dezember 1951 in Puna. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Diözese bei einer Einwohnerzahl von 11 Millionen etwa 44000 Katholiken.


Ein weiterer Indienmissionar:

Johannes Ernst Hanxleden SJ


Prosper Delpech

Vor 100 Jahren, am 19. November 1909, starb Prosper Delpech MEP.

Prosper Bernard Delpech wurde am 9. April 1827 in St. Antonin geboren, im Süden Frankreichs, ca. 100 km von der spanischen Grenze entfernt, Diözese Montauban. Am 21. Juli 1850 empfing er die Priesterweihe. Sein Wunsch, als Missionar zu wirken, schien sich zu erfüllen, als er als Mitglied der Gesellschaft des Pariser Missionsseminars (Société des Missions Etrangères de Paris, MEP), die 1658 gegründet worden war, nach Hinterindien geschickt wurde. Er wurde drei Jahre lang im Generalkolleg eingesetzt, das seit 1809 in Pulau Tikus auf der malaysischen Insel Penang, etwa 300 km nordwestlich von Kuala Lumpur, seinen Standort hatte.

Doch wegen seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen wurde er nach Paris zurückberufen, damit er den Lehrstuhl für Moraltheologie übernehme. 1868 wurde er schließlich der Vorsteher der Missionsanstalt, und zwar für 33 Jahre. Er wurde der erfolgreichste in deren Geschichte, wobei er gleichzeitig von dem Wiederaufflammen des Missionsinteresses profitierte, das im 19. Jahrhundert einsetzte. “Der 1822 gegründete Lyoner Allgemeine Glaubensverein und der Verein der hl. Kindheit bedachten die Werke der Anstalt mit reichen Gaben. Delpech wurde hierdurch wirksam unterstützt und beförderte diese Gesamtentwicklung seinerseits noch um ein Beträchtliches. (...) Er bildete 2500 Missionare und 85 Missionsbischöfe heran. Sandte das Seminar noch 1819 vier Missionare aus, so waren es von 1862 bis 1880 durchschnittlich 37, von 1880 bis 1912 durchschnittlich 50” (Franz Baeumker, Helden der Weltmission, S. 79).

Delpech gründete die Studienanstalt zu Bièvres (Seine-et-Oise), ein Sanatorium für leidende Missionare in Hongkong (1874) und ebenfalls in Hongkong das Exerzitienhaus Nazareth (1885). Zwei weitere Sanatorien errichtete er in Montbeton (1885), einem Nachbarort von Montauban, und in Wellington (Indien, Diözese Coimbatore, gut 300 km nördlich von der indischen Südspitze). Schließlich richtete er 1901 in Saigon (Cochinchina) eine Missionsprokura ein.

Aufgrund seiner segensreichen Regierung wurde Delpech elfmal hintereinander zum Superior gewählt. Obwohl er selber niemals die Bischofsweihe empfing, wurde er von Kardinal Richard von Paris der “Vater der Bischöfe” genannt.


Joseph Tieffentaller

Der Wissenschaftler und Indienmissionar Joseph Tieffenthaller SJ wurde am 27. April 1710 in Salurn an der Etsch bei Bozen geboren.

1743 nach Indien gesandt, wurde er Missionar im Mogulreich. Von 1747 bis 1765 wirkte er in Narwar (im heutigen Bundesstaat Madhya Pradesh), danach in anderen Regionen Indiens. Er “beschrieb Hindustan, die Provienzen Indiens und ihre Städte mit exakten geographischen Angaben und Landkarten, erforschte den mittleren Ganges mit seinen Nebenflüssen” (Karl Josef Rivinius im LThK, Band 10, 3. Auflage). Außer diesen geographischen Erforschungen betrieb er “astronomische, geschichtliche, naturwissenschaftliche, sprachwissenschaftliche und religionskundliche Studien, deren Ergebnisse er europäischen Gelehrten vermittelte. Entwarf die erste zuverlässige Karte des Gangesgebietes” (Josef Wicki im LThK, Band 10, 2. Auflage). Er war ein geschätzter Mitarbeiter des berühmten Orientalisten Anquetil du Perron.

Tieffentaller starb am 5. Juli 1785 in Lucknow, Indien. Seine Werke wurden 1785/88 in drei Bänden unter dem Titel Beschreibung von Hindustan von Johann Bernoulli, Mitglied der königlichen Akademie von Berlin, veröffentlicht und teilweise auch vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt.

“Was andere Jesuiten für andere Ströme unseres Planeten wurden, P. Marquette für den Mississippi, P. Fritz für den Amazonas, P. Arce für den Rio de la Plata, P. Martini für den Hoangho und den Jang-tse-kiang, das ist P. Tieffentaller für den Ganges geworden: wenn nicht sein Entdecker, so doch sein erster zuverlässiger Kartograph” (Felix Alfred Plattner, Jesuiten zur See. Der Weg nach Asien, Zürich 1946, S. 331).

Personen
(Auswahl)

Lewis C. S.
Malagrida G.
Marescotti J.
Manning H. E.
Marillac L.
Maritain J.
Martin Konrad
Massaja G.
Meier H.
Mieth Dietmar
Mixa Walter
Mogrovejo T.A.
Moltke H. v.
Montalembert
Montecorvino J.
Moreno E.
Moreno G. G.
Mosebach M.
Müller Max
Muttathu-padathu
Nies F. X.
Nightingale F.
Pandosy C.
Paschalis II.
Pieper Josef
Pignatelli G.
Pius XI.
Postel M. M.
Poullart C. F.
Prat M. M.
Prümm Karl
Pruner J. E.
Quidort
Radecki S. v.
Ragueneau P.
Rahner K.
Ratzinger J.
Reinbold W.
Répin G.
Rippertschwand
Rudigier F. J.
Ruysbroek
Salvi Lorenzo
Sanjurjo D. S.
Saventhem E.
Schamoni W.
Schreiber St.
Schynse A.
Sierro C.
Silvestrelli C.
Simonis W.
Solanus
Solminihac A.
Spaemann C.
Stein Karl vom
Steiner Agnes
Sterckx E.
Stern Paul
Stolberg F. L.
Talbot Matt
Therese
Thun Leo G.
Tolkien J.R.R.
Tournon Ch.
Vénard Th.
Vermehren I.
Walker K.
Wasmann E.
Waugh E.
Wimmer B.
Windthorst L.
Wittmann G. M.
Wurmbrand R.


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