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Wie die deutsche Kirche die Aufbrüche des Papstes kaputt macht

Papstbesuch in Deutschland: In Freiburg war ich dabei. Ein Schlüsselerlebnis, das mir klar machte, wie die deutsche Kirche die päpstlichen Bemühungen um eine Glaubenserneuerung zunichte macht, hatte ich am Samstag, den 24. September 2011, als ich kurz vor 18 Uhr auf dem Platz ankam, auf dem ab 19 Uhr die Vigil mit Papst Benedikt stattfinden sollte. Im Rahmen des offiziellen Vorprogramms führten zwei Moderatoren unter den Tausenden Jugendlichen eine Meinungsumfrage durch. Von der Bühne aus fragten sie per Lautsprecher, der über den ganzen Platz hin hörbar war, ob Homosexualität Sünde sei, ob Frauen zum Priesteramt zugelassen werden sollten, ob vom Papst Veränderungen für die Kirche zu erwarten seien. Antworten konnte die Jugend mit "Ja" und "Nein" durch das Hochhalten von grünen und roten Tüten, die zuvor ausgeteilt worden waren. Genüsslich verzeichnete der Spiegel, dem dieser Leckerbissen an Kirchenkritik nicht entgangen war: “Die Jugend hatte gewählt: viel Rot für Benedikt, kaum Grün.”

So wurde in der Diözese des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz die Jugend darauf eingestimmt, nicht etwa offenen Herzens den Worten des Papstes zu lauschen, sondern ihre Reserven gegenüber der katholischen Lehre kundzutun und danach den Papst zu bemessen. Es dürfte klar sein, dass viele der teils noch sehr jungen Vigilteilnehmer, die in diesen Fragen bisher unbeleckt waren, dadurch in Richtung der Memorandumsforderungen manipuliert und erst durch die Umfrage auf die Idee gebracht wurden, sich glaubensmäßig in Distanz zum Papst zu positionieren. Implizit wurde ihnen suggeriert, dass der Papst nach den Mehrheitsmeinungen zu beurteilen sei.

Hat Erzbischof Robert Zollitsch, der diese Veranstaltung in letzter Instanz zu verantworten hat, seine Kirche nicht im Griff? Oder heißt er diese Methoden gut? Diese Fragen kann nur er selbst beantworten.

Bild: Erzbischof Zollitsch begrüßt auf der Vigil Papst Benedikt


Die fehlende Distanzierung aus Freiburg

Das katholische Nachrichtenportal kath.net, das meinen Artikel Wie die deutsche Kirche die Aufbrüche des Papstes kaputt macht am 27. September 2011 übernahm, hat wegen des Vorfalls beim erzbischöflichen Ordinariat Freiburg nachgefragt und eine aufschlußreiche Antwort erhalten. Die Antwort der Stabsstelle Kommunikation enthält keine Verurteilung, keine Distanzierung, ja nicht einmal ein Bedauern über jene Umfrage, die von Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels - vielleicht etwas überspitzt - das “Paradebeispiel einer massenpsychologischen Manipulation” genannt wird.

Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man sich die Internet-Plattform der Abteilung Jugendpastoral im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg anschaut. Dort wird das Rahmenprogramm als absolut erlebenswert gepriesen und mit folgenden Worten geschildert:

“Aber auch das Rahmenprogramm der Vigil war absolut erlebenswert. Anneta Politi und Volker Janitz führten durch den Nachmittag, interviewten Jugendliche, die sich in unterschiedlichen Bereichen der Jugendarbeit engagieren und stellten auch heikle Fragen. So wurden die roten und grünen Klatschstangen, die für eine Rhytmus-Performance an alle Besucherinnen und Besucher verteilt wurden, auch für Meinungsbildungen über Glaubens- und Lebensthemen verwendet. Bei dem Statement "Ich bete" gab es noch riesige Zustimmung, schwieriger wurde es bei heiklen Fragen wie "Gelebte Homosexualität ist Sünde" (große Ablehnung) oder "Frauen sollten zu Priestern geweiht werden können" (große Zustimmung).”

So spricht keiner, dem die skandalöse Umfrage ein Dorn im Auge ist. Verräterisch ist auch, dass von den vielen Fragen, die gestellt wurden, genau jene zwei herausgegriffen werden, die ein “Rot” für Papst Benedikt bedeuten. Der Text stammt von Dominik Schäfer, Mitarbeiter der BDKJ-Diözesanstelle in der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit, Abteilung Jugendpastoral.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die KjG (Katholische junge Gemeinde), eine der bedeutendsten Mitgliedsverbände im BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend), eine öffentliche Aktion zum Thema “Mehr Demokratie in der Kirche” durchführte. Diese Aktion bestand in Abstimmungen, die am Tag der Jugendvigil unter den Besuchern der päpstlichen Großveranstaltungen durchgeführt wurden, z.B. zu der Frage: “Soll es zukünftig Priesterinnen geben?” Die KjG spricht ausdrücklich von “Abstimmungen” und führt damit die Antwort aus Freiburg, es habe sich nicht um Abstimmungen, sondern um ein Meinungsbild gehandelt, ad absurdum. In einem Schreiben, mit dem die Presse im Vorfeld informiert wurde, heißt es: “Vielleicht haben Sie ja Interesse auch kirchlichen Jugendgruppen zu interviewen/zu zeigen, die nicht der großen Euphorie der Masse folgen, sondern denen es wichtig ist, ihr (sic!) Mund aufzumachen und für die eigene Überzeugung einzustehen.” Gezeichnet ist das Schreiben vom Diözesanleiter der Freiburgischen KjG Andreas Blum. Nach der Aktion brüstete sich die KjG auf ihrer Website, den eigenen Standpunkt “in der Jugendvigil bis neben den leibhaftigen Papst aufs Podest getragen” zu haben, nämlich durch das Shirt “demokratisch.amen”.

Auf diesem Hintergrund müssen wir aus der Antwort des erzbischöflichen Ordinariats Freiburg folgern, dass dort die ganze Aktion durchaus positiv gewertet wird. Nach all den Erfahrungen, die in den letzten Jahrzehnten mit kirchlicher Jugendarbeit gemacht wurden, ist dies nicht weiter verwunderlich. Man kann ja schon froh sein, wenn jene Jugendgruppen, die wie etwa die KPE auf dem Boden der katholischen Morallehre stehen, in den Diözesen nicht diskriminiert werden. Dass aber jene Kreise, die diesen Boden verlassen haben, schon so fest im Sattel sitzen, dass sie sich bei einem Papstbesuch einen solchen Affront leisten und sich auf einer diözesanen Website öffentlich dazu bekennen können, ohne ein Einschreiten der zuständigen Hirten befürchten zu müssen, zeigt, wie weit die Unterwanderung der Kirche schon fortgeschritten ist.


Jugendvigil

Meine Beobachtungen und Bemerkungen zur Jugendvigil fanden viel Zustimmung, selbst aus dem französischen Nachbarland. Dort wurde der Beitrag in französischer Sprache veröffentlicht.

Die Bilder stammen aus dem Rahmenprogramm der Jugendvigil, nachdem der Papst den Platz wieder verlassen hatte. Über Geschmack lässt sich streiten. Gegen das Auftreten einer Tanz- und Akrobatikgruppe wäre nichts einzuwenden, wenn der Rest des Programms stimmen würde ...


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