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Gemäßigter Islam?

Am 30. August 2014 brachte kath.net eine KNA-Meldung, wonach Saudi-Arabiens Großmufti Abdul Asis bin Abdullah al-Scheich vor der Armee des Islamischen Staates (IS; vorher ISIS) gewarnt habe. Der Großmufti ist die höchste islamische Autorität des Landes. Abdul Asis bin Abdullah bekleidet seit 1999 dieses Amt. Tatsächlich hatte er schon 2004 jeden Terror im Namen des Islam verurteilt. Dieser sei eine Religion des Friedens und der Güte. Derselbe Mann forderte aber 2012 in einer Fatwa die Zerstörung aller Kirchen in Arabien einschließlich Kuwait, da es in diesem Gebiet nur eine einzige Religion, den Islam, geben dürfe. Natürlich ist die Zerstörung von Kirchen im Vergleich zu den Gräueltaten der IS im Irak und in Syrien eine maßvolle Gewalttat. Aber es sollte klar sein, dass im Kontrast zum IS-Terror gemäßigt erscheinende Islamvertreter immer noch meilenweit von der Rechtsstaatlichkeit unserer westlichen Demokratien entfernt sind.

Nun muss man zugeben, dass die in Saudi-Arabien herrschende Form des Sunnitentum, also der Hauptrichtung des Islam, eine besonders radikale ist, nämlich der Wahhabismus, der auf Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb (1703-1792) zurückgeht und sich großenteils mit dem Salafismus deckt. Er zeichnet sich durch fanatische Intoleranz aus, der auch dem Schiitentum gilt. Wenn die IS-Terroristen schiitische Heiligtümer zerstören, tun sie nur das, was ihr wahhabitischen Vorfahren schon im 19. Jahrhundert taten.

Im Vergleich zum arabischen Wahhabitentum ist der Islam, wie er von den Gelehrten der Kairoer Al-Azhar-Universität vertreten wird, wiederum sehr gemäßigt. Für einen Großteil der islamischen Welt gilt der al-Azhar-Scheich, der auch Großimam genannt wird, als die höchste geistliche Autorität des Islam. Natürlich hat auch Al-Azhar das Vorgehen der IS-Milizen verurteilt und die Ausrufung des Kalifats zurückgewiesen. Eine solche Haltung hindert aber nicht die Meinung, dass Muslime, die vom Islam abfallen, die Todesstrafe verdienen, wie es eine Fatwa aus Al-Azhar 1978 festgelegt hat.

Es gibt also einen gemäßigten Islam. Er ist aber gemäßigt nur im Vergleich zu Phänomenen wie dem IS oder Boko Haram in Nigeria. Allen diesen Formen des Islam ist die Anerkennung der Scharia gemeinsam, die das herrschende Rechtssystem in jedem islamischen Staat sein muss. Einzelne muslimische Intellektuelle, die die Scharia in Frage stellen oder die deren ernsthafte Anpassung an die westliche Rechsstaatlichkeit mit ihrem Verständnis der Menschenrechte fordern, dürften Ausnahmeerscheinungen sein, die es niemals geschafft haben, dort, wo der Islam gesellschafts- und staatsbildend wurde, ihre Anschauungen durchzusetzen.


Gewaltlos?

Mahmud Abdel Gawad von der Al-Azhar-Universität in Kairo hat im Juni 2013 dem Heiligen Stuhl eine Fortsetzung des Dialogs angeboten. Er erhofft sich von Papst Franziskus ein positives Zeugnis über den Islam: „Wenn er in einer Rede sagt, dass der Islam eine Religion des Friedens, dass die Muslime weder Krieg noch Gewalt suchen, wäre das schon ein Fortschritt.“

Die Al-Azhar-Universität hatte 1978 laut Wikipedia in einer Fatwa, einem Rechtsgutachten, die Todesstrafe für die Konversion von Muslimen zum Christentum gefordert. Der Wortlaut der Fatwa wird auf Wikipedia vollständig wiedergegeben. 1992 wurde Farag Fawda auf offener Straße ermordet, nachdem die Mörder von zwei Gelehrten der Universität davon überzeugt worden waren, dass es “die religiöse Pflicht eines jeden Gläubigen sei, Apostaten hinzurichten” (Christine Schirrmacher).

Die Al-Azhar-Universität ist eine der anerkanntesten Autoritäten in der islamischen Welt. Sie hatte im Januar 2011 den Dialog mit Benedikt XVI. unterbrochen, weil dieser die Behörden in Ägypten gebeten hatte, den Schutz für die Christen zu verbessern.

Fazit: Man erklärt Gewalt gegen Konvertiten zur heiligen Pflicht, ist beleidigt, wenn dies moniert wird, und fordert zur Wiedergutmachung eine Erklärung, wie gewaltlos der Islam doch sei.


Vergehen an der Religion

„Unschuldige Menschen zu töten, zu foltern oder aus ihrer Heimat zu vertreiben, ist mit islamischen Werten nicht vereinbar. Wer dies trotzdem tut, ist ein Verbrecher, der sich nicht nur an der Menschlichkeit, sondern auch an seiner Religion vergeht.
Unsere Religion lehrt uns, Unterdrückten zu helfen, für ihr Leben, Hab und Gut einzustehen. Flüchtlinge aus diesen Ländern dürfen nicht allein gelassen werden. Sie brauchen unsere Solidarität und wohlwollende Aufnahme.“

Aus einer Pressemitteilung "VIKZ verurteilt jedwede Gewalt" des Verbands der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) vom 5. September 2014 anlässlich des IS-Terrors im Irak und in Syrien.


Was bedeutet Distanzierung?

So kommt es vor, dass sich eine Gemeinde in Deutschland öffentlich vom IS-Terror distanziert, aber trotzdem die Bücher eines radikalen Islamisten wie Jussuf al-Karadawi verkauft und ihn den Jugendlichen als Vorbild präsentiert. Dieser Mann legitimiert das Töten israelischer Kinder durch Selbstmordattentate, verharmlost die Schoah und wünscht sich, Muslime sollten die „Arbeit“ von Hitler vollenden.

Der Palästinenser Ahmad Mansour in seinem Artikel Reinheit, Ehre, Todesverachtung. Muslime sollten ihre Religion reformieren. Der moderate Islam ist der radikalen Auslegung des Glaubens zu ähnlich, veröffentlicht im Spiegel 37/2014 vom 8. September 2014.


Ist Islam Barmherzigkeit?

Extremisten, die ihre Gräueltaten im Namen des Islams legitimieren, berufen sich auf einzelne koranische Verse, die sie aus ihrem textlichen und historischen Kontext herausreißen, um ihr Vorgehen religiös zu begründen. Der Koran, ähnlich wie die Bibel, wurde in einem bestimmten historischen Kontext verkündet und spricht bestimmte Ereignisse an, darunter auch kriegerische Auseinandersetzungen im 7. Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel. Eine Lesart des Korans, die diese historische Kontextualisierung verweigert, bietet eine Grundlage für Missbrauch. Letztendlich sagt die 21. Sure des Koran zum Verkündungsauftrag des Propheten Mohammeds: „Wir [Gott] haben dich [Mohammed] lediglich als Barmherzigkeit für alle Welten entsandt“, und das ist der Selbstanspruch des Korans an Mohammeds Verkündung. Jede Lesart seiner Biografie, die diesem Kriterium der Barmherzigkeit widerspricht, ist zurückzuweisen.

Prof. Mouhanad Khorchide, Islamwissenschaftler an der Universität in Münster und Autor des 2012 erschienenen Buches Islam ist Barmherzigkeit, in seinem Kontra-Beitrag in der Pro&Kontra-Rubrik von IdeaSpektrum zur Frage Ist Gewalt im Islam angelegt?, IdeaSpektrum vom 17. September 2014, S. 15. Gegen Khorchides “Theologie der Barmherzigkeit”, die er in seinem Buch darlegt, hat der Koordinationsrat der Muslime (KRM) am 17. Dezember 2013 Stellung genommen und ist in einem Gutachten zur Schlussfolgerung gelangt, dass sie “weder mit dem dahinter stehenden wissenschaftlichen Anspruch, noch mit Khorchides Selbstverpflichtung zur bekenntnisgebunden Islamtheologie konform geht.”


Liebe im Koran

Im Koran kommt das Wort Liebe 47 Mal vor, aber 44 Mal in negativer Form: Allah liebt nicht den, der sich nicht muslimisch verhält. Und die anderen drei Male beziehen sich nur auf Muslime. In diesem Gottesbild sind Toleranz und Achtung der Freiheit des anderen nicht so sehr im Mittelpunkt.

Jürgen Liminski in: Dschihad in deutschen Straßen, neue bildpost vom 20./21. September 2014


Islamisches Menschenbild

Das islamische Menschenbild geht auf die Vorstellung zurück, dass Allah die Menschheit als Muslime geschaffen hat, dass alle Nichtmuslime deshalb eigentlich Abtrünnige sind. Folglich kann es im Islam auch keine Unterscheidung zwischen Schöpfungsordnung und Heilsordnung geben. Ebenso wenig ist eine Unterscheidung zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt möglich, wie es auch kein Naturrecht geben kann, das für alle Menschen, auch die „Ungläubigen“, unterschiedslos moralischer Maßstab ist. Und damit können auf islamischer Grundlage auch keine allgemeinen Menschenrechte anerkannt werden. Nur die Scharia kann hier als wahres Recht anerkannt werden.

Prof. Dr. Martin Rhonheimer im Interview Antithese zum Christentum mit Stefan Meetschen in der Tagespost, Ende September 2014.


Islam vs. Islamismus

Es gibt längst eine innerislamische Kritik am Islamismus, und es gibt zahlreiche Versuche, offenere Modelle eines islamischen Selbstverständnisses zu entwickeln. Für Ersteres steht etwa der Ägypter al-Ashmawi, der in seinem 1987 erschienenen Buch «Der politische Islam» das islamistische Gedankengut scharf verurteilte. An der Universität Ankara – das wäre ein Beispiel für Letzteres – sind in den letzten Jahrzehnten neue, der Hermeneutik verpflichtete kritische Methoden der Koranexegese ausgearbeitet worden. – Solche Stimmen sollte man unterstützen, sowohl in der islamischen Welt als auch in Europa, wo sich gerade ein differenzierter öffentlicher Diskurs über solche Fragen entwickelt, wie etwa die grosse Tagung «Horizonte der islamischen Theologie» an der Universität Frankfurt Anfang September gezeigt hat. Aber das tut man nicht, indem man jede Form von neuer und subtiler Hermeneutik als «Islam light» diffamiert und radikale Positionen als den «eigentlichen» Islam bezeichnet – was nur Fundamentalisten in die Hände spielt.

Der Islam-Wissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Rudolph in seinem Artikel Schluss mit den Vorurteilen! in der NZZ vom 1. Oktober 2014


Großherzig

Wir sind immerhin so großherzig, euch zur Reue aufzufordern, denn dank Allahs Gnade werdet ihr nie Erfolg haben. Und ich schwöre bei Allah, dass wir niemals aufhören werden, euch zu töten, weil Allah uns aufgetragen hat, Menschen wie euch zu töten... Mitleid mit euch zu haben, wäre ein Akt des Unglaubens... wir werden angreifen, euch die Köpfe einschlagen und euch alle töten. Auch wenn ihr uns nichts tut, werden wir euch alle töten.

Aus einer Ansprache von Scheich Abubakar Shekau, dem Anführer der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram, der im August 2014 nach dem Vorbild des Islamischen Staats ein Islamisches Kalifat ausgerufen hat. Aus dem Bericht von Maurice Michael Kwairanga: Soldaten fliehen vor Boko Haram, Tagespost vom 4. November 2014, S. 2. Laut der Zeit hat Boko Haram seit 2009 durch Anschläge mehr als 10.000 Menschen getötet.


Beschämt

Vor allem die moderaten Muslime sind beschämt, welches Image der Islam durch IS bekommen hat. Aber andererseits müssen wir auch feststellen, dass Extremismus und Gewalt in den Herzen mancher Muslime ein gewisses Echo finden. Mehrfach haben allerdings Moslems in Aleppo zu mir gesagt: “Bitte, sag den Christen, dass sie in Aleppo und in Syrien bleiben sollen. Ohne die Christen haben wir keine Werte, keine Lebensqualität mehr.”

Antoine Audo, chaldäisch-katholischer Bischof von Aleppo, im Interview mit Kirche in Not-Mitarbeiter Berthold Pelster, veröffentlicht in IdeaSpektrum Spezial Christenverfolgung 2014, S. 15.


The rise of Isis

But its critics have responded. Mohammed Habash, a cleric from Syria, places blame for the rise of Isis on mosque imams, saying: "We did not speak about the caliphate as a political system that is fallible. No, we spoke about it as a sacred symbol of unity … Isis did not arrive from Mars; it is a natural product of our retrograde discourse." A Saudi commentator, Ibrahim al-Shaalan, tweeted that Isis is "but an epitome of what we've studied in our school curriculum. If the curriculum is sound, then Isis is right, and if it is wrong, then who bears responsibility?"

Hassan Hassan, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Delma-Instituts in Abu Dhabi, in The Observer vom 16. August 2014.


Verurteilung

Together we repudiate all exploitation of religion in political conflict and the usurpation of religious symbols by extremists used as a means for segregation and a cause for injustice and oppression. At every official spiritual and public level, we reject the fractured teaching and defamation of values within Islam, especially by those who claim Islamic rulership in Iraq and Syria and their followers. We invite all people of faith and good will to condemn these practices and to stand united against these tactics.

Aus der Wiener Erklärung des KAICIID vom 19. November 2014. KAICIID steht für das Wiener "König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog", das Ende 2012 gegründet wurde und von Saudi-Arabien finanziert wird. Die Erklärung wurde von der Konferenz „United against Violence in the Name of Religion“ verabschiedet, die das Zentrum in Wien veranstaltet hatte. An der Konferenz nahmen unter anderem teil: Gregory III. Laham (Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem), Ignatius Youssef Younan (Patriarch der mit Rom unierten syrisch-katholischen Kirche von Antiochien in Beirut), Sheikh Shawqi Ibrahim Allam (Großmufti von Ägypten), Sheikh Abdul al Karim Al Khasawneh (Großmufti des Haschemitischen Königreiches Jordanien), Sheikh Abd Al Latif Derian (Großmufti des Libanon), Isaac Barakat (Metropolit von Deutschland und Mitteleuropa), Louis Raphael I Sako (Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche), Anba Marcos (koptisch-orthodoxer Bischof von Shubra el-Kheima), Malek Al Shaar (Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche und Mufti von Tripoli und dem Nordlibanon).

“Der Terrorismus hat die noble Botschaft des Islam verzerrt.”
Scheich Abdul Karim Khasawneh, Großmufti von Jordanien.


Salafismus und Koranauslegung

Der gewalttätige Salafismus ist in den 1980er-Jahren – in Verbindung mit der Ideologie der Muslimbruderschaft und der wahabitischen Theologie in Saudi-Arabien – groß geworden. Seit den 1990er-Jahren investieren die Golfstaaten Unsummen an Geld in die theologische Ausbildung von Imamen, die dann nach Europa, auch nach Österreich, geschickt werden. Die islamische Theologie ist fest in ihrer Hand. (...)
Wir müssen aus dem Koran die eigentliche Botschaft herausholen. Das ist kein Widerspruch zur Demokratie, zur pluralistischen Gesellschaft und zu den Menschenrechten. Der Koran muss im historischen Kontext verstanden werden. Wenn wir den Kontext der Offenbarung vom siebenten Jahrhundert in der Gegenwart suchen, haben wir den Koran nicht verstanden. Historisch gesehen hat der Islam niemals in seiner Geschichte von Menschen gemachte Gesetze abgeschafft, er hat sie nur zivilisiert. Das Handabhacken, die Scheidungsregeln, die Mehr-Ehe und weitere Gesetze, die im Koran erwähnt werden, waren schon vor dem Koran für die Mekkaner bekannte Gesetze zur Regelung der Gemeinschaft. Der Koran darf nicht als Gesetz verstanden werden.

Ednan Aslan, Professor für islamische Religionspädagogik in Wien, im Interview mit profil am 4. Oktober 2014


Saudi-Arabien und der Dschihad

Dessen [Saudi-Arabiens] Justizminister Mohammed al-Isa verteidigte erst im Juni 2014 in einer Rede in Washington noch solche Bestrafungen. Ausdrücklich erwähnte er die Enthauptung und das Abschneiden der Hände und betonte, solche „Gottesstrafen können nicht verändert werden, weil sie im islamischen Recht verankert sind. Diese Bestrafungen beruhen auf göttlichen Texte – und wir können sie nicht verändern“. (...)
Gerechtfertigt [wurden tödliche Fatwas] auch durch den saudischen Fernseh- und Internetprediger Scheich Aaidh ibn Abdullah al-Qarni. Im Staatsfernsehen des Wüstenstaates forderte er in einer Lesung über den Koran und Dschihad 2006: „Kehlen müssen durchgeschnitten und Schädel zerschmettert werden – das ist der Weg zum Sieg!“ Der 54-jährige beruft sich auf Vorgaben seines Lehrers, des einflussreichen Gelehrten Muhammad ibn Salih al-Uthaymi. Der 2001 verstorbene Scheich stand dem saudischen Königshaus nahe. 1999 lehnte er es ab, Großmufti des Landes zu werden. Bis zu seinem Tod beriet al-Uthaymi die Regierung seines Heimatlandes in religiösen und rechtlichen Fragen.

Aus: Franz Feyder, ISIS-Terror: Die gelehrten Henker, in den Stuttgarter Nachrichten, 16. September 2014


Reform gilt als Ketzerei

Das Problem besteht darin, dass die Auslegungsprinzipien des Korans in den ersten Jahrhunderten festgelegt wurden und seitdem als unhinterfragbar gelten. Das heißt, man kann heute nicht einfach hingehen und die Verse über die rechtliche Benachteiligung der Frau, über die benachteiligte Stellung von Juden und Christen oder die Verse über den Dschihad grundsätzlich für abgeschafft erklären, ohne sich den Vorwurf der Ketzerei zuzuziehen. Und nicht nur das: Die rechtlichen Regelungen aus der Zeit Mohammeds, die nicht sehr umfangreich waren, sind nach Mohammeds Tod von den frühen Juristen bis zum 10. Jahrhundert in Rechtskompendien interpretiert worden und gelten bis heute als verbindliche Auslegungen.

Die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher im Interview Reform gilt als Ketzerei mit der Oliver Maksan, Tagespost vom 15. Januar 2015.


Notwendiges Abschiednehmen

Es ist undenkbar, dass die Denkweise, die wir für heilig halten, die gesamte Umma (islamische Welt) zu einer Quelle der Angst, der Gefahr, des Tötens und der Zerstörung für den Rest der Welt werden ließe. Unmöglich! Jenes Denken – ich sage bewusst „Denken“ und nicht „Religion“ – jener Korpus an Texten und Ideen, die über die Zeit für so heilig gehalten worden sind, dass ein Abschiednehmen von ihnen fast unmöglich erscheint, bringt die ganze Welt in Aufruhr. Es bringt die ganze Welt in Aufruhr (erg.: gegen uns)!
Ist es möglich, dass 1,6 Milliarden Menschen (gemeint sind die Muslime der Welt) den Rest der Erdenbewohner umbringen wollte – 7 Milliarden – damit sie selbst am Leben bleiben? Unmöglich! Ich spreche diese Worte hier an der Al-Azhar vor dieser Versammlung von Gelehrten und Ulema (Autoritäten der islamischen Rechtswissenschaften) – der allmächtige Allah sei Zeuge Eurer Wahrheit am Tag des Gerichts im Blick auf das, was ich jetzt rede. All das, was ich Ihnen jetzt sage, können Sie nicht fühlen, wenn Sie in jenem Denken verhaftet bleiben. Sie müssen aus sich heraus gehen, um es wahrnehmen zu können und aus einer aufgeklärteren Perspektive zu betrachten.
Ich sage es und wiederhole noch einmal, dass wir eine religiöse Revolution brauchen. Sie, die Imame (religiösen Führer) tragen Verantwortung vor Allah. Die ganze Welt – ich wiederhole – die ganze Welt wartet auf Ihren nächsten Schritt… denn diese Umma wird zerrissen, sie geht verloren – und das durch unsere eigene Hand.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi in seiner Neujahrsansprache an der Kairoer Al-Azhar Universität, der höchsten Rechtsinstanz des sunnitischen Islams, in der er den islamistischen Terror geißelt und zur Reform des Islams aufruft (Übersetzung aus dem Englischen durch Michele Antaki). Jene, die behaupten, der islamistische Terror habe nichts mit dem Islam zu tun, fallen diesen Reformbemühungen in den Rücken. Denn wenn der terroristische Dschihad nichts mit dem Islam zu tun hat, braucht sich der Islam nicht zu ändern und Reformen wären überflüssig.


Mainstream-Islam

Ich verstehe Leute nicht, die die Position vertreten, die Gewalttaten hätten nichts mit dem Islam zu tun. Sie haben sehr wohl etwas mit dem Mainstream-Islam zu tun! In den Vorschriften der vier prägenden Rechtsschulen, von den Sunniten bis zu den Schiiten, heißt es, man muss jene töten, die Gott und seinen Gesandten beleidigen. In Saudi-Arabien gibt es jede Woche auf ordentlicher Rechtsgrundlage Auspeitschungen und Enthauptungen, und es hat sie immer gegeben.

Der muslimische Religionspädagoge Ednan Aslan im Gespräch mit Jasmin Fischer, Psychologie des Terrors: "Islamische Theologie fußt auf Gewalt", General-Anzeiger vom 4. Februar 2015


Weit entfernt

Man müsste auch irgendwann einen Schritt weitergehen und sagen, wir müssen den Koran als eine historische Schrift auch verstehen können. Davon ist der Islam noch weit entfernt, das muss man dazu sagen. Dann müssen wir einfach die Basis vergrößern, auf der liberale Muslime stehen. Wir haben im Moment die Realität in Deutschland, dass die konservativen Verbände diejenigen sind, die gut organisieren, das heißt diejenigen sind, die für ihre Mitglieder die Auslegung des Koran festlegen. Die liberalen Muslime sind leider eine kleine Minderheit und diese Minderheit muss größer werden.

Lale Akgün, ehemalige Islambeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, im Gespräch mit Jürgen Liminski, Islam in Deutschland: "Die liberalen Muslime sind leider eine kleine Minderheit", Deutschlandfunk am 9. Januar 2015


Dschihad als Fortsetzung des Computerspiels

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung warf der französische Philosoph Guillaume Paoli unter dem Eindruck der Pariser Anschläge die alte Frage auf, ob beliebte Ego-Shooter à la “Call of Duty” nicht doch ihren Beitrag zur Gewaltbereitschaft Jugendlicher leisten. Als Beleg zitiert er einen IS-Kämpfer, der gegenüber einem Reporter der BBC erklärt, sein neues Leben sei “spannender als ‘Call of Duty’”. Das Fazit Paolis lautet: “In dieser Hinsicht ist der Dschihad vollkommen in die westliche Moderne integriert, die Fortsetzung des Computerspiels mit anderen Mitteln.”

Aus Daniel Frick, Den Dschihad im Herzen, in: Pro. Christliches Medienmagazin, 1/2015, S. 43


Von der Unmöglichkeit einer islamischen Moderne

Eine islamische Moderne konnte nicht entstehen, weil schon im zehnten Jahrhundert – also mit der Durchsetzung der islamischen Theologie – „das Tor zur Auslegung“ des Korans weitgehend geschlossen wurde. Noch im neunten Jahrhundert diskutierten die theologischen Vertreter der Mu'taziliten – die von der griechischen Philosophie beeinflusst waren – die Willensfreiheit und die Verantwortlichkeit der Menschen. Danach kapselte sich der Islam mehrheitlich von der übrigen Welt theologisch und intellektuell bis heute ab. Mit dieser Entwicklung verschloss sich der Islam dem europäischen Rationalismus gänzlich und „versiegelte“ seine potenzielle spirituelle und intellektuelle Entwicklung.

Aus: Michael Ley, Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen, in: Die Presse vom 19. Juni 2015


Welches ist das Original?

Man unterscheidet gerne zwischen Islam und Islamismus, um die mörderischen Untaten einer Strömung zuzuschreiben. Wer sich von Abdel-Samad belehren lässt, erkennt, dass es genau umgekehrt ist: Der sogenannte Islamismus ist das Original, der ungefährliche Islam, den die Mehrheit der Muslime unter uns praktizieren wollen, ist eine erfreuliche Abweichung.

Klaus Baschang in einer Rezension des Buches von Hamed Abdel-Samad Mohammed. Eine Abrechnung (Droemer 2015), in IdeaSpektrum vom 2. Dezember 2015, S. 21.
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Sunnitische Muslime sollten ihre übliche Reaktion "Das ist nicht der wahre Islam" als sinnlos aufgeben, forderte der türkische Intellektuelle Gökhan Bacık in einem Essay mit dem Titel Was ist los mit dem sunnitischen Islam? In seinen Augen ist die Megakrise nur zu bewältigen mit einer neuen sunnitischen Theologie, die künftig jede Gewalt kategorisch ablehnt. "Es reicht nicht aus, radikale Gruppen als pathologische Fälle abzutun", argumentiert er. "Wir müssen versuchen zu verstehen, warum unsere Lehrtradition diese Leute so nährt, wie sie es tut."

Aus dem Artikel Der Islam im Krieg gegen sich selbst, von Martin Gehlen, in der Zeit online vom 25. Oktober 2015. In diesem Artikel schildert Gehlen, wie die Besetzung der Großen Moschee von Mekka durch Islamisten am 20. November 1979 eine Wende in der saudischen Politik einleitete, die seitdem die extreme, kulturfeindliche Spielart des Wahhabismus forcierte und damit eine Jahrhunderte alte orientalische Tradition einer toleranten “Kultur der Ambiguität” (Thomas Bauer) beendet habe.


Unterscheidung

Der Krieg gegen den Terrorismus in seiner militärischen Form muss aber einen Krieg der Ideen einbeziehen. Es geht darum zu verhindern, dass der überwiegende Teil von 1,6 Milliarden Muslimen der sowohl durch islamische Extremisten als auch durch Islamophobe im Westen suggerierten Idee unterliegt, es handele sich um den Krieg zwischen dem Islam und dem Westen. Wer nicht unterscheidet zwischen Islam und Islamismus, erfüllt den Islamisten ihren größten Wunsch und spielt mit dem Feuer.

Der katholische Theologe Thomas Halik in seinem Gastkommentar Hüter der Aufklärung in der Süddeutschen Zeitung, 15. Januar 2016


Das Tauschgeschäft zwischen Brüssel und Riad

Die politische Weichenstellung zur Radikalisierung marokkanischer und algerischer Einwanderer in Belgien “begann de facto 1967 mit einem Tauschgeschäft zwischen Belgiens damaligem König Baudouin und dessen saudischem Königskollegen Faisal. Liefert uns preiswertes Öl, dann dürft ihr in Brüssel und ganz Belgien missionieren, lautete Beaudoins Angebot an Riad. Das bereits damals chronisch finanzschwache Belgien bekam das saudische Öl zum Vorzugspreis. Und im Gegenzug überließ Baudouin den Saudis den orientalischen Pavillion in Brüssels berühmten Park Cinquentenaire - und zwar per Pachtvertrag für 99 Jahre. Aus dem Pavillion wurde das Islamische Zentrum, die größte Moschee Brüssels, mittlerweile seit Jahrzehnten ein westliches Mekka für radikal-islamische Prediger.”
Außerdem ist Saudi-Arabien ein wichtiger Waffenabnehmer Belgiens: “Rund ein Drittel der in Belgien produzierten Handfeuerwaffen und Munition wird nach Recherchen des flämischen Friedensinstituts nach Saudi-Arabien exportiert.”

Das alles erfahren wir aus dem Beitrag Salafismus in Brüssel. Günstiges Öl gegen radikale Missionierung, von Ralph Sina, ausgestrahlt im Deutschlandradio am 26. November 2015.


Wahhabismus: Die Rückkehr zum Ur-Islam

Eine liberale Reform des Islam mag vielleicht einmal von der islamischen Peripherie oder aus dem Westen kommen, doch bestimmt nicht aus Saudiarabien, das im Jahr 2015 mehr Menschen köpfte als der IS, seit Generationen eine extrem rückwärtsgewandte, intolerante und sektiererische Lesart des Glaubens konserviert und – schlimmer noch – diese in alle Welt exportiert. Gemeinhin wird diese Doktrin als Wahhabismus bezeichnet. Seine Anhänger nennen sich selber die «Muwahhidun» (Unitarier). Sie berufen sich auf einen im 18. Jahrhundert lebenden Prediger namens Mohammed ibn Abd al-Wahhab. Dieser träumte davon, zu einem Ur-Islam zurückzukehren, wie er angeblich zu Zeiten des Propheten gelebt wurde, und forderte, die Religion von verfälschenden Einflüssen zu «reinigen».

Aus dem Artikel von Daniel Steinvorth Nährboden des Terrors. Die giftige Saat der Wahhabiten, in der NZZ vom 19. Dezember 2015


Schwarz-Weiß-Struktur

Das Weltbild, das Mohammed den Arabern brachte, entsprach dieser ihrer geistigen Struktur. Die Menschen waren darin in zwei säuberlich voneinander geschiedene Kategorien eingeteilt: auf der einen Seite standen die Araber, die gläubig und der göttlichen Wahrheit inne waren, auf der anderen Seite die irrgläubigen Heiden, welche die Existenz Allahs, die Unsterblichkeit des Fleisches und die Gottgesandtschaft des Propheten verneinten. Jeder Muselman hatte die selbstverständliche Pflicht, Ungläubige nach Kräften zum Islam zu bekehren oder aber, falls sie die Bekehrung verweigerten, erbarmungslos zu vertilgen. Es war also jeder Krieg ein heiliger Krieg mit dem Ziel, die ‘Wahre Religion’ zu verkünden; wer dieser Aufgabe sein Leben weihte, der stand in Gottes besonderer Gunst. Der Waffendienst nahm den Charakter einer sakralen Pflicht an. Alle, sogar Blinde und Krüppel, mußten am Kampf teilnehmen, und nur Kinder, Schwachsinnige und Frauen waren davon befreit. Kriegsdienstverweigerung war die abscheulichste aller Sünden und zog ewige Verdammnis nach sich. Alle Gebote des Koran, die dem heiligen Eifer der Araber zum Ansporn erlassen waren, gipfelten in dem Satz, der ihr Schlachtruf wurde: ‘Vor uns das Paradies und hinter uns die Hölle!’ Mohammed beschränkte sich jedoch nicht auf solch allgemeine Vorschriften. Er ging bis in die kleinsten Details der praktischen Kriegführung ...

Aus: Jacques Benois-Méchin, Ibn Sa’ud und die arabische Welt, Düsseldorf-Köln: Diederichs Verlag 1956, S. 22 f.


Die Wurzeln des Djihad
Eine Buchrezension

Der Autor Mark A. Gabriel war ursprünglich Moslem, Imam in Gizeh, Ägypten, Professor an der Al-Azhar-Universität, Kairo. Als er 1991 den Islam in Frage stellte, wurde er von der ägyptischen Geheimpolizei entführt und gefoltert. Später wurde er Christ. 1994 gelang ihm die Flucht.

Der Hauptteil des Buches schildert die geschichtliche Entwicklung des modernen Djihad, also die Form, die der "Heilige Krieg" im 20. Jahrhundert angenommen hat. Im ersten Drittel führt er in die Welt des Islam ein und macht den Djihad daraus verständlich. Sechzig Prozent der Koranverse, so hält Gabriel fest, handeln vom Djihad. Dem werden oft jene Verse entgegengehalten, die Toleranz fordern. Wenig bekannt ist die Tatsache, daß es im Islam ein Deutungs- und Entscheidungsprinzip angesichts widersprüchlicher Koranverse gibt. Es handelt sich um das Naskh-Prinzip: "Naskh basiert auf der Tatsache, dass der Koran Mohammed zu verschiedenen Zeiten über eine Zeitraum von zweiundzwanzig Jahren hinweg geoffenbart wurde. Manche Teile des Korans kamen später, manche früher. Um einen Widerspruch aufzulösen, beschloss man, dass neuere Offenbarungen die älteren Offenbarungen aufheben" (S. 50). Die Sure 9,5, der sogenannte "Vers des Schwertes", der dazu auffordert, die Götzendiener zu töten, "wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf" - diese Sure hebt die Verse, die von Liebe, Frieden und Vergebung sprechen, auf. Sie ist der Ausgangspunkt des Djihad.

Auf die Frage, warum es überhaupt Widersprüche im Koran gibt, antwortet Gabriel: "Anfangs waren die Botschaften, die Mohammed geoffenbart wurden, friedlich und freundlich, um Menschen anzuziehen. Doch die Umstände veränderten sich. Mohammed traf in Mekka, der Stadt, wo er seine Botschaft erstmals predigte, auf viel Widerstand, so dass er sie im Jahre 622 n. Chr. verließ. Er ging nach Yathrib, in eine Stadt, die heute Medina heißt, wo er eine Militärmacht aufbaute und die Zahl seiner Anhänger vergrößerte. (....) Als Mohammed eine gewisse Macht erlangt hatte, war er in der Lage, zurückzukehren und Mekka und die umliegenden Gebiete zu eroberen. Der Islam wandelte sich von einer geistlichen Religion in eine politische Religion."

Gabriel zeigt auf, wie der Islam weder Menschenrechte noch die Rechte der Frau anerkennt. Der Islam hält sie für westliche Ideen von Ungläubigen.

So klar und eindeutig das Urteil Gabriels über den Islam ausfällt, so ist er doch weit davon entfernt, alle Muslime über einen Kamm zu scheren. Er unterscheidet die säkularen, die traditionellen und die fundamentalistischen Muslime. Die säkularen sind jene, die für sich nur die angenehmen Aspekte des Islam akzeptieren und den Djihad ablehnen. Sie bilden seiner Einschätzung nach die Mehrheit. Die traditionellen Muslime deuten den Djihad als geistliche Auseinandersetzung oder lehnen ihn aus pragmatischen Gründen ab. Die fundamentalistischen sind jene, die den Koran in seiner Ganzheit ernstnehmen. "Wir nennen sie zwar Radikale, aber sie sind es, die den wahren Islam praktizieren" (S. 61).

Mark A. Gabriel
Islam und Terrorismus. Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt
Mit einem Vorwort von Hansjürg Stückelberger
2. Auflage 2005, 270 Seiten
Rezension und Bestellmöglichkeit


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