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1000 Kreuze für das Leben

Aus Münster berichtet Marlene Frölich

Am 12. März 2011 trafen sich auf dem St. Aegidii-Kirchplatz laut Polizeiangaben rund 150 Lebensrechtler, um unter dem Motto “1000 Kreuze für das Leben" in der Fußgängerzone und den angrenzenden Straßen der Studentenstadt Münster in Westfalen zu beten.

Ziel der Prozession war keine politische Auseinandersetzung, sondern das Gebet, und zwar für die Opfer der Abtreibung, die ungeborenen Kinder, deren Väter und Mütter, aber auch für beteiligte Politiker und Ärzte.

Wie in den Vorjahren versuchten über 100 radikale Abtreibungsbefürworter, die (mehrheitlich, aber nicht ausschließlich katholischen) Christen an ihrem Gebet zu hindern, und kesselten sie ein. Dies hatte zur Folge, dass der Gebetszug erst mit einstündiger Verspätung beginnen konnte, was einige Journalisten dazu verleitete, vom „Scheitern“ des Gebetes zu sprechen. Das Gegenteil war jedoch der Fall: Die Verzögerung führte zu ununterbrochenem Gebet und Gesang und nicht zuletzt dazu, dass die Beter sich spontan entschlossen, auf den Knien auch für ihre Gegner zu beten. Diese, bestehend aus radikalen Feministen, Homosexuellen- und Transgenderaktivisten sowie Linksextremen, bewarfen die Beter mit Kondomen und Konfetti und störten sie mit Trillerpfeifen, lauten Rasseln und Sprüchen wie „Hätt' Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“, „Christen von der Straße fegen!“.

Es darf an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass gegen über 100 Gegendemonstranten seitens der Polizei Strafanträge gestellt wurden. Mehrfach versuchten einige Radikale, sich unter die betenden Christen zu mischen, um dort durch homosexuelle Zungenküsse und Stehlen von Kreuzen zu stören, einige von ihnen „beteten“ perfiderweise sogar vorher zur Tarnung mit.

Wie einer der Beter jedoch in einem persönlichen Gespräch mit jungen, teils alkoholisierten Störern feststellen konnte, handelte es sich bei diesen Menschen hauptsächlich um orientierungslose junge Menschen, für deren Umkehr zu beten Veranstalter Wolfgang Hering zu Recht ermutigte.

Der Lärm und Hass der Radikalen angesichts des schlichten öffentlichen Gebets sprach für sich.

In den Gesichtern von Passanten, Verkäuferinnen und Geschäftsleuten, die die Kreuzwegandacht, Kirchenlieder und Vater-Unser-Gebete der Gläubigen in Verbindung mit dem vorweg getragenen Marienbild von Guadalupe aufmerksam beobachteten, zeigte sich zunächst ein gewisses Unverständnis ob der vielen Kreuze, spätestens jedoch beim Erblicken des Banners „1000 Ungeborenene jeden Tag“ wurden die Gesichter vieler Menschen regelrecht betroffen. Manche Männer am Wegesrand schimpften auf die Beter, einige schüttelten die Köpfe und murmelten halbempört Sätze wie „Muss so etwas denn sein...“ Doch insbesondere weibliche Beobachter des Gebetszuges waren sichtlich berührt.

Der Gebetszug endete schließlich am Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz. Wolfgang Hering zeigte dort in einer kurzen Ansprache auf, dass das münstersche Urgestein von Galen zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur eine lebensgefährliche Position vertreten hatte, indem er sich beispielsweise gegen die Tötung behinderter Menschen einsetzte. Die Abtreibung „genetisch kranken oder behinderten“ Nachwuchses war übrigens unter Hitler bis zum 6. Schwangerschaftsmonat möglich – in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2011 ist sie weit darüber hinaus bis unmittelbar vor der Geburt möglich.

Hering dankte der Polizei, die die Lebensrechtler wirksam vor Übergriffen heranstürmender Antifa-Horden beschützt und somit der Meinungs- und Versammlungsfreiheit unserer christlichen Minderheit Recht verschafft hatte. Die Beter schlossen sich diesem Dank mit Applaus, Gebet und Rosen, die sie verschenkten, an.


Ein voller Erfolg

Vom Europäischen Marsch für das Leben berichtet Marlene Frölich

Am Sonntag, den 27. März 2011, fand in Brüssel bei strahlendem Sonnenschein der zweite „Europäische Marsch für das Leben“ statt.

Die von belgischen Studenten organisierte Veranstaltung bestand aus knapp 4000 vornehmlich jungen Teilnehmern verschiedenster Nationalitäten, etwa Deutsche, Belgier, Italiener, Niederländer, Franzosen, Polen, Schotten und US-Amerikaner, darunter viele katholische Priester und Ordensleute, die schon durch ihre sichtbare Anwesenheit Zeugnis gaben.

Vor dem Marsch fand eine Kundgebung statt, bei der internationale Gäste die Demonstranten begrüßten. So sprachen beispielsweise Mitglieder der großen und erfahrenen amerikanischen Pro-Life-Bewegung den Europäern Mut zu und sicherten ihnen ihre Unterstützung im Gebet zu. Auch ermutigten sie dazu, den christlichen Glauben niemals zu verstecken und alles zu tun, um schwangeren Frauen echte Hilfe zukommen zu lassen und Abtreibungen zu verhindern.

Die polnische Delegation sprach von Aktionen in ihrer Heimat sowie von ihrer Teilnahme am spanischen „Marsch für das Leben“, der einen Tag zuvor mit über 160.000 Teilnehmern in Madrid stattgefunden hatte.

Eine junge Mutter berichtete tapfer, wie sie im Alter von 17 Jahren unter Drogen gesetzt und vergewaltigt wurde, wie sie bald darauf ihre Schwangerschaft feststellte und als lediger, schwangerer Teenager mit vielen Vorurteilen und herablassenden Blicken zu kämpfen hatte, sodass für sie alles auf Abtreibung hindeutete. Sie erzählte davon, wie ihr schließlich eine Freundin sagte, dass es ihr Baby sei, das sie töten wolle. Dieser simple, aber mutige Hinweis habe dazu geführt, dass sie heute überglücklich mit ihrem vierjährigen Sohn zusammenlebt.

Eine weitere Frau erzählte von ihrer Abtreibung vor vielen Jahren, die sie zutiefst bereute.

Unter den Rednern war auch jemand, der seine eigene Abtreibung überlebt hatte und Gott ehrfurchtsvoll für sein Leben dankte.

Die deutsche „Jugend für das Leben“ machte deutlich, dass die junge Generation gegen Abtreibung ist, weil dadurch nicht nur Kinder getötet, sondern auch Frauen und sogar ganze Familien verletzt werden. Auch rief sie zur regen Teilnahme am „Marsch für das Leben“ am 17. September 2011 in Berlin auf.

Bevor sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, trat der bekannte Popstar Paddy Kelly (Kelly Family) auf die Bühne und sang einige berührende Lieder.

Schließlich begann der „Marche pour la vie“ mit bunten Plakaten und Luftballons quer durch das Zentrum einer Stadt, die als Hauptsitz der Europäischen Union und Sitz der Nato von internationaler politischer Bedeutung ist.

Am Zielpunkt angelangt, stand ein weiterer Höhepunkt an: Der Vorsitzende der belgischen Bischofskonferenz, Erzbischof André-Joseph Léonard von Mecheln-Brüssel, stieg wie im Vorjahr unter lautem Jubel auf die Bühne. Er erinnerte daran, dass wir alle einmal Embryonen gewesen sind, und dass schwangere Frauen in schwierigen Situationen von ihrem Umfeld mehr Unterstützung für ihr Ja zum Kind brauchen und ermutigt werden müssen zur Liebe. Dann lobte er die Vielfalt der Teilnehmer, denn das Drama der Abtreibung sei keine allein christliche oder katholische Problematik, sondern betreffe alle Menschen: Katholiken, Protestanten, Moslems, Juden, alle.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der junge, bunte und internationale Marsch für das Leben mit doppelt so vielen Teilnehmern wie im Jahr zuvor, mit vielen interessanten Impulsen, Rednern und neuen Kontakten zu Gleichgesinnten, aber auch mit ständigem Bezug auf Gott, der für die überwältigende Mehrheit der Demonstranten die Hauptmotivation im Einsatz für eine Kultur des Lebens darstellt, ein voller Erfolg war.

Übrigens: Das Nachrichtenportal der katholischen Kirche in Deutschland katholisch.de hielt es nicht für nötig, über den Marsch für das Leben zu berichten.


Zum Marsch für das Leben in Berlin: Szenen des Hasses

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