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Dominikaner in Hispaniola

Im September 1510 kamen die ersten Dominikaner in Hispaniola an. Zehn Jahre zuvor waren bereits Franziskaner dort gelandet.

Hispaniola (Kleinspanien, La Espanola, Quisqueya in der Sprache der Eingeborenen) ist mit 77.388 qkm die zweitgrößte Insel der Großen Antillen (nach Kuba) und heute in die beiden Staaten Dominikanische Republik im Osten und Haiti im Westen aufgeteilt. Sie wurde von Kolumbus am 6. Dezember 1492 entdeckt, bekam von ihm ihren Namen und wurde das erste Zentrum der spanischen Kolonisation in Amerika. Am 8. August 1511 wurden in Santo Domingo, der 1496 gegründeten Hauptstadt, in Concepción de la Vega (auf Hispaniola) und in Puerto Rico, der kleinsten Insel der Großen Antillen, die ersten Diözesen errichtet.

Die ersten Dominikaner, die im September 1510 nach Hispaniola kamen, waren 15 an der Zahl und entstammten dem Konvent San Esteban in Salamanca, dem der Landsitz gehörte, auf dem Kolumbus um 1486 gelebt hatte. Noch im gleichen Jahr folgten sechs weitere Dominikaner, im Jahr 1511 weitere sieben. Die bedeutendsten unter ihnen waren der Vizeprovinzial und örtliche Prior Pedro de Córdoba (1482-1521), Antón Montesino (um 1485-1540), der in Venezuela zum Märtyrer wurde, und Bernardo de Santo Domingo.

Die Dominikaner erkannten, wie sehr die Indianer von den spanischen Siedlern, vor allem von den Farmern auf ihren Farmen (Haciendas), als billige Arbeitskräfte ausgebeutet wurden. Sie “registrierten die skandalöse Situation, die in Spanien bis dahin praktisch nicht bekannt war, und entschlossen sich zum Widerstand” (Thomas Eggensperger OP, Die Dominikaner in der Neuen Welt). Von Spanien aus war die Situation anders gedacht gewesen: Die Landgüter mit ihren Bewohnern waren den Kolonisten “anvertraut” (encomiendas), und diese hatten für das leibliche und geistliche Wohl der Indianer zu sorgen. Doch de facto wurden aus den “Anvertrauten” Sklaven.

Diese Versklavung konnte auch nicht gerechtfertigt werden durch den Hinweis auf die Sklaverei unter den Indianern vor der Ankunft der Spanier, die teils noch grausamere Züge aufwies: “Bei religiösen Zeremonien stand es dem Besitzer sogar frei, seine Sklaven zu opfern oder zu verspeisen, wie dies der weitverbreitete Brauch der Anthropophagie (...) vorschrieb” (Antonio García y García, Die Herausforderung der Neuen Welt, in: Eberhard Straub (Hrsg.), Conquista. Amerika oder die Entdeckung der Menschenrechte, Köln 1991, S. 60).

Am 4. Adventssonntag 1511 hielt Antonio Montesino OP im Auftrag der ganzen Dominikanergemeinschaft in Santo Domingo eine Predigt, die zum Fanal wurde. Den versammelten Zuhörern, darunter dem Vizekönig Diego Colombo und den höchsten Beamten, schleuderte der Dominikaner in furchtloser und heute nicht mehr bekannter Sprache entgegen: „Ihr seid alle in Todsünde und lebt und sterbt in ihr wegen der Grausamkeit und Tyrannei, die ihr gegen jene unschuldigen Völker gebraucht. Sagt, mit welchem Recht und mit welcher Gerechtigkeit haltet ihr jene Indianer in einer so grausamen und schrecklichen Sklaverei? Mit welcher Autorität habt ihr so abscheuliche Kriege gegen diese Völker geführt, befanden sie sich doch in ihren eigenen sanften und friedlichen Ländern, und von den Ihr unendlich viele durch Tod und nie gehörte Gräuel vernichtet habt. Wie könnt ihr sie so unterdrücken und plagen, ohne ihnen zu essen zu geben noch sie in ihren Krankheiten zu pflegen, die sie sich durch das Übermaß an Arbeit, die ihr ihnen auferlegt, zuziehen, und euch dahinsterben oder, besser gesagt, die ihr tötet, nur um täglich Gold zu gewinnen und einzuziehen (...) Sind sie denn keine Menschen? Haben sie keine vernunftbegabten Seelen? Seid ihr nicht verpflichtet, sie zu lieben wie euch selbst? Versteht ihr das nicht? Spürt ihr das nicht? Welch ein tiefer Schlaf, welche Teilnahmslosigkeit hält euch umfangen?" (zitiert in Eggensperger).

Das empfanden die Mächtigen des Landes als Affront und Verrat. Nach einer Beratung beim Vizekönig sprach man bei P. Pedro de Córdoba vor, doch der blieb standhaft. Am nächsten Sonntag setzte Pater Montesino noch eins drauf. Er “nahm nichts zurück, belegte die Richtigkeit dessen, was er gesagt hatte, mit einer Fülle von Zitaten und verkündete schließlich, man werde niemand, der im Stande dieser Sünden lebe und davon nicht abstehen wolle, zur Beichte zulassen - ‘sowenig wie einen unbußfertigen Straßenräuber’” (Martin Neumann, Las Casas, Freiburg im Breisgau 1990). Welch ein Unterschied zur heutigen Haltung deutscher Kirchenfürsten gegenüber dem Unrecht der Abtreibung! Dabei waren die Dominikaner damals weit mehr auf die Hilfe der von ihnen Kritisierten angewiesen, da sie völlig mittellos nach Amerika gekommen waren und auch nach einem Jahr noch keine eigene Kirche besaßen. Doch Pedro de Córdoba ließ nicht locker und erreichte zusammen mit seinen Mitbrüdern 1512 die kaiserlichen “Gesetze von Burgos” und 1513 die “Gesetze von Valladolid” zugunsten der Indianer.

Unter den Zuhörern der beiden Predigten befand sich Bartomolé de Las Casas, der 1502 nach Hispaniola gekommen war. Er hatte zwar erst kürzlich nach seiner in Rom empfangenen Priesterweihe seine Primiz gefeiert, aber er betätigte sich wie alle anderen als Farmer. Für ihn waren diese beiden Predigten der Anfang einer sich über drei Jahre hinziehenden Bekehrung, so dass er sich ab 1514 ganz dem Kampf für die Indianer verschrieb, seine Farm aufgab und zum heftigsten Ankläger der Ausbeutung wurde. 1522 trat er in den Dominikanerorden ein. Doch zur vollständigen Bekehrung waren noch andere Maßnahmen nötig gewesen: Den letzten Anstoß gaben ihm ein Dominikaner, der ihm bei der Beichte die Absolution verweigerte, solange er, Las Casas, seine Indianer nicht freilasse, und die Meditation über Jesus Sirach 34: “Ein Brandopfer von ungerechtem Gut ist eine frevelhafte Gabe (...) Wer ein Opfer darbringt vom Gute der Armen, ist wie einer, der den Sohn schlachtet vor des Vaters Augen” (Neumann, 54).


Jesuiten in Südamerika


The new cultural colonization

Although the SECAM statement explicitly denied that Pope Francis was attempting to impose “any form of cultural colonization in Africa,” it is difficult to support such a statement when Fiducia Supplicans is itself has the hallmarks of cultural colonization—an attempt to impose the colonial state power of the Vatican through the cultural subordination of one conceptual framework or cultural identity over another in Africa.
And while SECAM acknowledges that the Vatican declaration on same-sex blessings “does not change church teaching about human sexuality and marriage,” the statement from the African bishops complained that “the language it uses remains too subtle for simple people to understand.”
It can be argued that the sophisticated ambiguity of Fiducia Supplicans is itself a hallmark of cultural colonialism because the declaration can be defined differently by those with the power to impose their own interpretations of the value of same-sex relationships on others with very different interpretations. That is what cultural colonialism is all about.

Aus: Anne Hendershott, The African bishops, Fiducia Supplicans, and cultural colonization, CWR vom 24. Januar 2024.

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