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Die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens im Lichte von Fatima

Von Dr. Martin Lugmayr

Während der Erscheinungen im Jahre 1917 bat Lucia die Muttergottes um die Gnade, mit ihren Gefährten bald in den Himmel kommen zu dürfen. Die allerseligste Jungfrau antwortete: „Ja, Jacinta und Francisco werde ich in Kürze mitnehmen, doch du mußt noch etwas länger hierbleiben. Jesus will sich deiner bedienen, um mich bekannt und geliebt zu machen. Er will in der Welt die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wer sie übt, dem verspreche ich das Heil, und die Seelen werden von Gott geliebt sein wie Blumen, die von mir hingestellt sind, um seinen Thron zu schmücken“.

Lucia wurde traurig und fragte: „Bleibe ich allein hier?“ Sie bekam die tröstende Antwort: „Nein, meine Tochter. Ich werde dich nie verlassen. Mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein und der Weg, der dich zu Gott führen wird“.

Nachdem Jacinta und Francisco diese Welt verlassen hatten, trat Lucia am 17. Mai 1921 in das Kollegium „Asilo do Villar“ ein, das von den Schwester der hl. Dorothea geleitet wurde. Sie trat dann dieser Gemeinschaft bei, um später, am 25. März 1948, mit Erlaubnis Pius' XII. in den neuerrichteten Karmel von Coimbra zu wechseln, wo sie bis zu ihrem Tod am 13. Februar 2005 ein verborgenes Leben des Gebetes führte.

Am 10. Dezember 1925 erschien ihr in Pontevedra (Spanien) die heiligste Jungfrau und das Jesuskind. Maria legte ihr die Hand auf die Schulter und zeigte ein von Dornen umgebenes Herz, das sie in der anderen Hand hielt. Das Kind sagte: „Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, umgeben von Dornen, mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne daß jemand einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen“.

Darauf sagte die Heiligste Jungfrau:
„Meine Tochter, sieh mein Herz umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten ständig durchbohren. Bemühe wenigstens du dich, mich zu trösten und teile mit, daß ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen,

  • die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten,
  • die heilige Kommunion empfangen,
  • einen Rosenkranz beten
  • und mir während 15 Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.“

Zum letzten Punkt ist hinzufügen, daß später Papst Johannes Paul II. die „lichtreichen Geheimnisse“ veröffentlicht hat, so daß es jetzt 20 Geheimnisse sind, die man betrachten kann.

Am 15. Februar erschien Lucia nochmals das Jesuskind. Während des Gesprächs erwähnte Lucia, daß es für die Gläubigen manchmal schwierig sei, am ersten Samstag des Monats zur Beichte zu gehen, und bat darum, daß die Beichte acht Tage lang gültig sein möge. Der Herr antwortete ihr, daß diese Bedingung auch noch längere Zeit erfüllbar ist. Wichtig ist, daß die hl. Kommunion im Stand der Gnade empfangen wird.

Warum sollen es fünf Sühnesamstage sein? Die Begründung dafür wurde Lucia auch vom Herrn gegeben, und zwar im März 1930. Es handle sich um fünf Arten von Beleidigungen, die dem Unbefleckten Herzen Mariens angetan werden:

  • Die Lästerungen gegen ihre Unbefleckte Empfängnis,
  • gegen ihre Jungfräulichkeit,
  • gegen ihre Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie als Mutter der Menschen anzuerkennen.
  • Die Beleidigungen jener, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Haß gegen diese unbefleckte Mutter einzuflößen.
  • Die Beleidigungen jener, die sie direkt in ihren heiligen Bildern verunehren.

Das „Herz“ steht für das Innerste des Menschen, wir können auch sagen, für die Person und was diese innerlich prägt. Als das Fest des „Unbefleckten Herzens Mariens“ für die ganze Kirche verpflichtend eingeführt wurde, schrieb die Ritenkongregation am 4. Mai 1944 u. a.: „Unter dem Bild des Herzens verehrt die Kirche vor allem Mariens einzig dastehende Heiligkeit, vor allem ihre hingebende Liebe zu Gott und ihrem Sohn Jesus Christus, wie auch ihre mütterliche Besorgtheit um das Heil der mit dem göttlichen Blut erlösten Menschheit“.

Kardinal Ratzinger betont die Einheit mit Gott und seinem Willen: „'Herz' bedeutet in der Sprache der Bibel die Mitte der menschlichen Existenz, das Zusammenströmen von Verstand, Wille, Gemüt und Sinnen, in dem der Mensch seine Einheit und seine innere Richtung findet. Das 'unbefleckte Herz' ist gemäß Mt 5,8 ein Herz, das ganz zu einer inneren Einheit von Gott her gefunden hat und daher 'Gott sieht'. 'Devozione' (Verehrung) zum Unbefleckten Herzen Mariens ist daher Zugehen auf diese Herzenshaltung, in der das 'Fiat' - dein Wille geschehe - zur formenden Mitte der ganzen Existenz wird. Wenn jemand einwenden möchte, wir sollten doch nicht einen Menschen zwischen uns und Christus stellen, so ist daran zu erinnern, daß Paulus sich nicht scheut, zu seinen Gemeinden zu sagen: Ahmt mich nach (1 Kor 4,16; Phil 3,17; 1 Thess 1,6; 2 Thess 3,7.9). Am Apostel können sie konkret ablesen, was Nachfolge Christi heißt. Von wem aber könnten wir es über alle Zeiten hin besser erlernen als von der Mutter des Herrn?“

Die Verehrung des „Unbefleckten Herzens Mariens“, die, wie wir sahen, Umkehr (hl. Beichte), Verbindung mit Jesus Christus (hl. Kommunion), Gebet (Rosenkranz) und Betrachtung umfaßt, bewirkt eine Umgestaltung unseres Herzens und unseres Lebens.

Einem wahren Marienverehrer gilt auch das Wort, das die Muttergottes an Lucia gerichtet hat:
„Ich werde dich nie verlassen. Mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein und der Weg, der dich zu Gott führen wird“.


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