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Rettet die Menschlichkeit

Alfred Delp und der “Theonome Humanismus”

Von Korbinian Kleber

In den Tagen nach dem 20. Juli 1944 wurde der Münchener Jesuitenpater Alfred Delp von der Gestapo verhaftet. Als eines der führenden Mitglieder des Widerstandskreises um Graf von Moltke hatte er Skizzen zu einer Neuordnung Deutschlands nach dem NS-Regime entworfen. Infolge des Attentats vom 20. Juli wurde ihm vor dem Volksgerichtshof der Prozess gemacht. Vom Vorwurf der Mitwisserschaft sogar befreit, wurde er schließlich vor allem aufgrund seiner christlichen Gesinnung zum Tode verurteilt. Ein Angebot der „Freilassung gegen Ordensaustritt“ von Seiten der Gestapo hatte Delp abgelehnt.

Hingerichtet wurde Delp am 2. Februar 1945. Seine Asche wurde auf Befehl Hitlers auf den Rieselfeldern Berlins verstreut – nichts mehr sollte erinnern an den mutigen Jesuiten und Visionär eines neuen, menschenwürdigeren Zeitalters. Alfred Delps Überlegungen zum „Theonomen Humanismus“ sind von bleibender Aktualität.

„Der Mensch soll und will noch einmal werden“ – mit diesem Wort der Hoffnung wendet sich Alfred Delp unter dem Eindruck der Schrecken des Dritten Reiches aus dem Gefängnis an die Menschen seiner Zeit, die er zu neuer Humanität ermutigen möchte. Der Eindruck, der sich ihm aufdrängt, ist der einer unermesslichen Selbstzerstörung des Menschen, deren tiefste Ursache Delp darin sieht, dass der Mensch gottlos und Gottes unfähig geworden sei. Der Mensch seiner Zeit bedürfe eines neuen Erwachens zu sich selbst, eines Erwachens „zur ehrlichen Erkenntnis seiner göttlichen und humanen Möglichkeiten“.

„Sine tuo numine: gnadenlos wollten wir leben.“ Dies sei „kurz und bündig der große Irrtum und Wahn“ dieses Geschlechts, seine Anmaßung und sein Absturz. Der Mensch sei – wie in der Pfingstsequenz besungen (sine tuo numine nihil est in homine) – „nur mit Gott zusammen Mensch“, denn die „innerste Gemeinschaft mit Gott“ gehöre zu den „ersten Voraussetzungen eines gelungenen und gekonnten Lebens“, und Gott daher „in die Definition des Menschen“. Eine wahrhaft menschliche Zeit wird es nur in Gemeinschaft mit Gott geben können: „Es soll die Zeit des theonomen Humanismus werden.“

Doch, so könnte eingewandt werden, ist solche Rede von einem theonomen oder christlichen Humanismus nicht ein Unding, ein hölzernes Eisen? Musste der Mensch nicht gerade Gott ausschalten, um selber in den Vollbesitz seiner menschlichen Größe zu treten? Ist nicht gerade – so spitzte Joseph Ratzinger einmal die Anfrage des Atheismus im Namen des Menschen pointiert zu – „der eigentliche Zwang aller Zwänge für den Menschen Gott“, also die Nichtexistenz Gottes die Bedingung menschlicher Freiheit?

Dies ist nicht zuletzt auch die Überzeugung des atheistischen Existentialismus: Die Befreiung des Menschen von Gott als Befreiung des Menschen zu sich selbst. Jean-Paul Sartre etwa propagiert das „Reich des Menschen“, in dem es „keinen anderen Gesetzgeber als ihn selbst [den Menschen] gibt“. Der Mensch sei das, wozu er sich mache. In der Mitte steht für diesen Existentialismus das eigene Ich, das sich sein Leben entwirft, nicht jedoch der Mensch als immer schon Angesprochener, von Gott Gerufener.

Ähnlich auch Karl Marx' Ansatz: „Ein Wesen gibt sich erst als selbstständiges, sobald es auf eigenen Füßen steht, und es steht erst auf eigenen Füßen, sobald es sein Dasein sich selbst verdankt. Ein Mensch, der von der Gnade eines anderen lebt, betrachtet sich als abhängiges Wesen. Mein Leben hat notwendig einen Grund außer sich, wenn es nicht meine eigene Schöpfung ist.“ Unter diesen Prämissen freilich scheint echter Humanismus nur und gerade in der Befreiung des Menschen von Gott möglich zu sein. Atheismus im Namen und um des Menschen willen?

Ein erstes Indiz für den Irrtum dieser Annahme kann bereits die bloße Feststellung liefern, dass sich tatsächlich das humanistische Denken in Europa „dank des fruchtbaren Austausches zwischen den verschiedenen Kulturen seiner Völker und dem christlichen Glauben“ (Benedikt XVI.) entwickelt hat. Benedikt XVI. beklagt darum die „falsche Dichotomie zwischen Theismus und echtem Humanismus“, die bis zu dem Extrem geführt werde, einen unlösbaren Konflikt zwischen dem göttlichen Gesetz und der menschlichen Freiheit zu postulieren. Die Krise der Moderne sieht er vor allem in den Problemen gründen, die durch einen „Humanismus“ entstünden, der den Anspruch erhebe, ein „regnum hominis“ aufzubauen, das von seiner notwendigen ontologischen Grundlage losgelöst sei.

Als ein Symptom solcher Loslösung des Menschen von seiner ontologischen Grundlage kann beispielsweise die Tendenz zu einer Diskrepanz zwischen immer höherem technischem Können einerseits und immer größerem Verlust an Humanität, Innerlichkeit und persönlicher Freiheit andererseits betrachtet werden. So konstatiert Delp, der moderne Mensch sei zwar „auf vielen Gebieten des Lebens ein überragender Könner geworden“, zugleich aber „krankhaft lebensunkundig geworden“. An Stelle von geistiger Wachheit und persönlicher Lebendigkeit, Selbstständigkeit, Urteils-, Verantwortungs- und Gewissensfähigkeit sind für Delp vor allem Erscheinungen eines „getriebenen und verführten Menschen, des ewigen Objekts fremder Entscheidungen und Vergewaltigungen“ zu erkennen. Es bleibe „der Mensch, der von sich und seinen Weiten und Größen keine Ahnung“ habe und „schließlich doch nur eine Karikatur, einen kläglichen Restbestand des eigentlichen Menschen“ darstelle.

Der Verheißung der Gottesebenbildlichkeit, in der das christliche Europa seinen „ältesten Adelsbrief, den Grund unserer Größe“, erkannt und die es einst als Befreiung begrüßt hatte, habe man sich entledigt. Stattdessen habe sich der Mensch nun „ein Bild seiner selbst gebildet, auf dem er sich nur noch als ens vegetativum et sensitivum“ sehe, in dem Verstand, Vernunft und Gemüt ihre eigentliche humane Bedeutung verloren hätten und „eigentlich nur noch Larven zur Intensivierung des Faktischen“ seien. Gegen solch verkürzte Sicht des Menschseins wendet Delp ein, der Mensch müsse „über sich selbst hinauswollen, wenn er überhaupt Mensch bleiben“ wolle. Gerade kraft seines Geistes sei der Mensch „immer offen für das Ganze und immer auf das Ganze aus“. Und somit sei er eigentlich immer schon „über sich hinaus“, weshalb es bereits eine „Verstümmelung“ bedeute, „wenn man ihn um des ,rein Menschlichen‘ willen in sich selbst verschließen möchte“. Vielmehr sei er immer schon und natürlicherweise an eine ihn überragende und umfassende Ordnung des Seins gebunden. Von hier aus sei es dann nur noch ein kleiner Schritt zu der Einsicht, dass das Ganze noch nicht das Letzte sein könne. Vielmehr führt Delps Ansicht nach das Ernstnehmen der eigenen Wirklichkeit letztlich zur Erkenntnis Gottes als einer „natürliche[n] Tatsache des Lebens“ und zeigt, dass Gott „als solche schlicht und einfach zum Menschenleben“ dazugehöre. Diese Entdeckung weite das Dasein ins Unendliche und binde es zugleich durch die Ordnungen des Seins, hinter denen letztlich die bindende Kraft jenes persönlichen Absoluten stehe.

Im Tiefsten geht es in der Frage nach einem echten, überzeugenden Humanismus um die Frage, wie die menschliche Freiheit angemessen zu verstehen ist. Die Freiheitsbegriffe eines Marx oder Sartre werden der menschlichen Wirklichkeit nicht gerecht: Menschliche Freiheit nämlich ist nicht völlige Beliebigkeit, Willkür, sondern immer schon an die eigene, innere Mitte gebundene Freiheit, Freiheit in Bindung. Weder muss sich der Mensch ja derart haltlos und zusammenhangslos ins Dasein geworfen und zur Freiheit verurteilt wissen, wie es der atheistische Existentialismus annimmt, noch ist es stimmig, überhaupt von der Möglichkeit einer voraussetzungslosen Selbstschöpfung des Menschen auszugehen. In vielfacher Hinsicht ist das eigene Dasein gebunden. Letztlich geht es nur immer um die Frage, wie der Mensch dem ihm nicht notwendig, sondern ungeschuldet und ihm nicht verfügbar Zukommenden begegnet und welche Antwort er dem in sein Dasein hineinragenden Unendlichen zu geben bereit ist. Humanismus im christlichen Sinne wie auch im Sinne von Marx oder Sartre meint Befreiung, „Erlösung“ zu wahrem Menschsein. Doch die Frage ist die nach deren richtigem Verständnis: Meint nämlich „Erlösung“ die Befreiung von jedweder Abhängigkeit, die Befreiung zu totalem Selbststand und Auf-sich-selbst-gestelltsein? Oder aber ist die wahre Befreiung des Menschen zum wahren, vollen Menschsein nicht vielmehr die „völlige Abhängigkeit der Liebe“ (Joseph Ratzinger)?

Die Verhältnisse, die Marx sich herbeisehnt und die – wenngleich unter anderem Vorzeichen in unseren Tagen immer mehr Realität zu werden drohen –, hießen, sich einen Zustand zu wünschen, in dem niemand mehr jemandem zu danken braucht, keiner mehr auf die freie Zuwendung des anderen angewiesen ist, sondern jeder seinen Teil nach seinem Recht hat und auf sich selbst gestellt ist. Ist das aber echte Humanität, das Menschsein in Fülle, nach dem wir uns wirklich sehnen?

Nicht von ungefähr ist die Kehrseite dieses Menschenbildes die vielfach erkrankte Seele des Menschen: Die Freiheit von Liebe und Abhängigkeit und das restlose Bauen auf die eigene Kraft, das dem Dasein seine Unsicherheit nehmen und Furcht oder Ehrfurcht überflüssig machen sollte, melden sich nun trotz aller Errungenschaften und großartigen Leistungen des modernen Menschen wieder in einer vielfältig sich zeigenden fundamentalen Angst, die letztlich die Angst vor der eigenen Endlichkeit ist. Dahinter aber verbirgt sich letzten Endes ein falsches Verständnis des Unendlichen, dem man anstatt mit Dankbarkeit, Liebe und Vertrauen mit Angst und Verdrängung begegnet ist.

Hieraus entsteht ein Ressentiment gegen Gott, das ihn um der Möglichkeit des vollen Menschseins willen leugnen zu müssen meint. Doch ohne Gott fehlt dem Menschen das Maß seiner Ordnungen und das Maß zur rechten Beurteilung der Dinge. So erwiderte bereits Platon auf Protagoras' berühmten Ausspruch: Nicht der Mensch, sondern vielmehr Gott sei das Maß aller Dinge! Alfred Delp erwähnt in diesem Sinne beispielsweise die Leidenschaft des Menschen: Ihr müsse das Zerstörerische und die Verliebtheit in sich selbst genommen werden. Das rechte innere Maß zu haben aber bedeutet keineswegs, dass ihr etwas von „Wucht und Feuer ernster wirkender Liebe zum Menschen“ genommen würde. Insofern wird der theonome und christliche Humanismus die Herausforderung eines neuen, „positiven“ Atheismus, der seine Kraft nicht so sehr aus theoretischer, spekulativer Überlegung nimmt, sondern eine neue Inbrunst des Willens zur Erde zeigt und viel eher im Willen (etwa zu neuer Solidarität) denn in der Vernunft seine Wurzel hat, wohl ernst nehmen müssen.

Jedoch wird er dieser Herausforderung standhalten, da der Transzendenz-Bezug im christlichen Sinn sowohl das Jenseits als auch Gottes Gegenwart im Leben des Menschen hier und jetzt meint. Es geht dem Christen, so könnte man etwas überspitzt formulieren, im Gegensatz zur marxistisch-kommunistischen Ideologie gerade um den Menschen von heute, nicht erst um denjenigen einer illusionären Zukunft des erwünschten Himmels auf Erden, zu dessen vermeintlicher Herbeiführung der einzelne Mensch heute noch verzwecklicht werden dürfe. Dabei ist sich aber auch Delp dessen bewusst, dass es einer gründlichen Änderung der Zustände des Lebens seiner Zeit bedarf, denn „solange der Mensch menschenunwürdig und unmenschlich leben“ müsse, solange werde „der Durchschnitt den Verhältnissen erliegen und weder beten noch denken“. Eine bloße Änderung der äußeren Zustände jedoch würde nicht genügen: Die veränderten Verhältnisse würden „über kurz oder lang aufs neue vermurkst sein“. Auch die Art der Änderung der Zustände müsse eine fundamental andere sein als der Gedanke einer Weltrevolution. Im Gegenteil: Der Mensch müsse durch intensives Bemühen „wieder seelisch und geistig bodenständig“ gemacht werden. Diese Bemühung um wenigstens ein Minimum an „geistiger Wachheit“, „persönlicher Lebendigkeit“ und „sachhafter Lebenskundigkeit“ des Menschen, ohne das er nicht in der Lage sein könne, das Wort Gottes zu vernehmen und Gottes Ordnung anzuerkennen, müsse aber selbst schon „innerlich geführt sein vom Leitbild dessen, der vom Menschen gesagt hat: ad imaginem suam“.

Das ist die Idee des theonomen Humanismus im Gegensatz zum nihilistischen Ansatz atheistisch-humanistischer Illusionen, die doch nur wieder in neuer Hybris und Verirrung, in einem neuen Wahn enden würden. Die „schlechten Erfahrungen“, die der Mensch im Laufe der letzten Jahrhunderte mit sich selbst gemacht hat, müssen, das ist auch Delps besonderes Anliegen, „zu klaren Aussagen durchdacht und der Menschheit als Ergebnisse von viel Leid und Not mit auf den weiteren Lebensweg gegeben werden“. Zu diesen dringenden Forderungen und Einsichten gehört für Alfred Delp auch die Einsicht, dass Menschheit und Staat „nicht ohne ein Minimum an allgemeiner Hingabe an die Transzendenz“ bestehen können. In diesem Sinn wird die angesichts der Schrecken von heutigem religiösem Fanatismus und Terrorismus allerdings zu einseitige Feststellung Delps zu verstehen sein: „Wie immer die Idee oder das Ideal einer Zeit beschaffen sein mag, mag es auch von der vollen Wahrheit nur noch ein Schatten sein: jede irrige Idee und jedes falsche Ideal sind der öden, massenhaften Gedankenlosigkeit vorzuziehen, da sie im Menschen eine gewisse Lebendigkeit für das Geistige überhaupt erwecken.“ Mindestens ebenso sehr sollte wohl die unersetzbare Bedeutung der Vernunft als Korrektiv religiöser Anschauungen betont werden.

Zu Recht als Illusion entlarvt wird von Alfred Delp allerdings die Möglichkeit eines Atheismus im Namen des Menschen. Im Kontrast zu diesem nämlich sieht Delp erst in einem irreduziblen Rückbezug des Menschen auf Gott die schützende Grenze vor dem „despotischen Druck der Masse“, vor einer letzten Hingabe an das Wir, „die auch den letzten Raum des Intimsten prostituiert, das Gewissen verschlingt, das Urteil vergewaltigt und schließlich den Geist blendet und erstickt“. Mit anderen Worten: Ein recht verstandener Transzendenz-Bezug bedeutet nicht Einengung menschlicher Freiheit, sondern ist ermöglichende Bedingung wahrer Menschlichkeit, deren Herzmitte Delp in der Freiheit des Gewissens erkennt. Sie ist die „persönliche Intimsphäre, der Raum, in dem der Mensch die Sterne überragt und das Ewige berührt“. Anerkannt und respektiert werden wird sie über kurz oder lang nur dort, wo sie als „vom Ewigen, vom Absoluten her garantiert“ verstanden wird und somit als eine Intimität des Menschen, in der dieser von keinem Wir mehr belangt werden kann.

Alfred Delps Stimme ist die Stimme eines Rufenden in der Wüste, der den Menschen seiner Zeit wie der kommenden Generationen die Herzmitte aller Humanität in Erinnerung rufen wollte – aus der Überzeugung heraus, hierfür sogar bis zur Hingabe seines Lebens einstehen zu müssen: „Im äußersten Falle, in dem infolge einer Rebellion der Werte (...) die letzte Würde des Menschen, die Freiheit des Menschen zu Gott und zum Gewissen in Frage“ stehe, müsse „sogar (...) der Wille zum Leben und zur Erhaltung des Lebens geopfert werden“. Delp ruft mit dem Mut eines Löwen dazu auf, „die wandernde Wüste (...) aufzufangen durch die größere Kraft des bekehrten Herzens“. – „Wehe aber einer Zeit“, so schreibt er wenige Wochen vor seiner Hinrichtung, „in der die Stimmen der Rufenden in der Wüste verstummt sind, verschrien vom Tageslärm oder verboten oder untergegangen im Fortschrittstaumel oder gehemmt oder leiser geworden aus Furcht und Feigheit.“

Der Text erschien zuerst in der Tagespost vom 12. August 2014, S. 13. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Tagespost.


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