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Benediktiner in Korea

Am 6. Dezember 1909 eröffneten deutsche Benediktiner aus St. Ottilien in Seoul, der Hauptstadt Koreas, das Benediktinerkloster St. Benedikt, das eine Woche später von Rom zum Konventualpriorat erhoben wurde. Mit der Erhebung zur Abtei am 15. Mai 1913 entstand die erste Benediktinerabtei im Fernen Osten.

Die Missionsbenediktiner waren nach Korea gerufen worden, um die französischen Missionare im Schulsektor zu unterstützen. Mit der Klostergründung beauftragt wurde P. Bonifatius Sauer, der am 10. Dezember 1877 in Oberhessen geboren wurde, in St. Ottilien eintrat und in Dillingen 1903 zum Priester geweiht wurde. Er wurde zunächst Prior, dann Abt von St. Benedikt. Die Abtsweihe empfing er am 8. Juni 1913 in St. Ottilien. 1927 wurde die Abtei nach Tokwon in der Nähe der Hafenstadt Wonsan verlegt, da Abt Bonifaz am 25. August 1920 zum Vikar des neu errichteten Apostolischen Vikariats Wonsan ernannt worden war und am 1. Mai 1921 die Bischofsweihe empfangen hatte.

1949 lösten die Kommunisten nach ihrer Machtübernahme das Kloster auf und verhafteten Priester, Brüder und Angestellte des Klosters. Sie wurden teils hingerichtet, teils zu Arbeitslagern verurteilt. Abt-Bischof Sauer starb am 7. Februar 1950 an den Folgen einer qualvollen Einzelhaft in Pyengyang.

Ildefons Flötzinger

Am 28. Dezember 1909 kam Ildefons Flötzinger OSB zusammen mit Columban Bauer, André Eckardt, Paschalis Fangauer, Martin Huber und Cassian Niebauer aus St. Ottilien nach Chemulp'o, um in Korea eine Benediktiner-Mission aufzubauen.

Geboren am 20. Juli 1878 in Taiding bei Trostberg in Oberbayern, trat er 1906 in St. Ottilien ein und legte am 10. Oktober 1909 seine Profess ab.

Die Missionsbenediktiner von St. Ottilien waren 1909 nach Korea gerufen worden, um die französischen Missionare zu unterstützen. Sie gründeten in Seoul das Kloster St. Benedikt und eine Handwerkerschule. Hier wurde Bruder Ildefons Lehrmeister. Er war beteiligt am Aufbau etlicher Missionsstationen. Das Kloster wurde 1913 zur Abtei erhoben und damit zur ersten Benediktinerabtei im Fernen Osten. 1927 wurde es nach Tokwon im heutigen Nordkorea verlegt, nicht weit von der Hafenstadt Wonsan.

Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten wurde Bruder Ildefons im Mai 1949 im Kloster Tokwon zusammen mit 70 anderen Christen von der Geheimpolizei (ISAAC) wegen seines Glaubens verhaftet und ins Gefängnis von Pjöngjang geworfen. Später kam er ca. 200 km weiter nördlich ins Lager von Oksadok, Provinz Chagang. Hier starb er am 20. März 1952 vor Hunger und Kälte. Er gehört zu einer Gruppe von 36 Märtyrern, deren Seligsprechungsprozess eingeleitet ist.


Josef Grahamer

Am 16. Januar 1910 legte in St. Ottilien Bruder Josef Grahamer seine Ordensprofess ab. Er gehörte zu jenen Missionsbenediktinern, die nach Korea zum Aufbau derSt. Benedikt geschickt und dann unter der kommunistischen Verfolgung zu Märtyrern wurden. In Korea war er als Schneider, Krankenpfleger und Arzt tätig. Nach fast fünfmonatiger Kerkerhaft wurde er am 4. Oktober 1950 in Pyongyang hingerichtet, zusammen mit Br. Gregor Giegerich OSB.


Eugen Ostermeier

Am 3. Februar 1910 legte Bruder Eugen Ostermeier OSB in St. Ottilien seine Ewige Profeß ab.
Am 17. September 1885 in München geboren, wurde er auf den Namen Michael getauft, trat 1904 als Brüderkandidat in St. Ottilien ein und wurde dort als Gärtner ausgebildet. Am 1. September 1912 wurde er in das frisch gegründete Kloster in Seoul gesandt. Dort teilte er mit vielen Mitbrüdern das Schicksal der Christenverfolgung, das sie nach der kommunistischen Machtergreifung ereilte. Er kam ins Gefängnis von Pjöngjang, dann in das von Oksadok. Hier starb er am 14. September 1949 an Darmkrebs.


Lucius Roth

Vor 100 Jahren, am 16. Oktober 1910, legte der Märtyrer P. Dr. Lucius Roth OSB in St. Ottilien seine Profess ab.

Roth wurde am 19. Februar 1890 in Weichtungen bei Bad Kissingen, Unterfranken, geboren. Getauft wurde er auf den Namen Konrad. 1909 trat er in St. Ottilien ein, promovierte 1914 in Rom und empfing am 5. Juli 1914 von Basilio Kardinal Pompilj (1858-1931) die Priesterweihe. Nachdem er in München als Sekretär des Nuntius Eugenio Pacelli, des späteren Papstes Pius XII. gedient hatte, wurde er 1924 nach Korea gesandt, in das 1909 gegründete Benediktinerkloster in Seoul, das 1927 nach Tokwon verlegt wurde. Hier wurde P. Lucius Prior, Provikar und Lektor am Priesterseminar.

Er gehört zu den Märtyrern, die den Kommunisten zum Opfer fielen, als diese 1946 an die Macht kamen. Nachdem die Kommunisten an 9. Mai 1949 das Kloster überfallen hatten, wurde P. Lucius mit Mitbrüdern an einen unbekannten Ort verschleppt. Am 13. Juli begannen die Verhöre und am 3. Oktober 1950 wurde P. Lucius in Pyongyang hingerichtet, zusammen mit P. Gregor Steger und P. Dagobert Enk.


Gernert, Metzger, Hoiß

Vor 100 Jahren, am 7. Januar 1911, wurden die Brüder Petrus Gernert OSB, Markus Metzger OSB und Hilarius Hoiß OSB nach Seoul ins neugegründete Benediktinerkloster gesandt. 38 Jahre später wurden sie Opfer der kommunistischen Christenverfolgung. Bruder Petrus Gernert starb am 3. Juli 1949 im Internierungslager Oksadok den Hungertod, am 3. August 1949 erlag Bruder Markus Metzger den unmenschlichen Haftbedigungen von Oksadok und am 12. Dezember 1950 Bruder Hilarius Hoiß in Manpo.


Anselm Romer

Vor 100 Jahren, am 3. Mai 1911, empfing der Märtyrer P. Anselm Romer OSB (1885 - 1951) in Augsburg von Bischof Maximilian von Lingg die Priesterweihe. Ein halbes Jahr später wurde der Missionsbenediktiner aus St. Ottilien in die Mission nach Seoul gesandt. Als dort die Kommunisten die Macht übernahmen, wurde er 1949 mit vielen seiner Mitbrüder ins Gefängnis geworfen. Am 9. November 1951 starb er im Lager Oksadok den Hunger- und Erfrierungstod.


Rupert Klingseis

Vor 100 Jahren, am 8. Oktober 1911, legte der Märtyrer P. Rupert Kleingseis OSB in St. Ottilien seine Gelübde ab. Geboren am 5. Januar 1890 in München, trat er in den Benediktinerorden ein, wurde 1915 zum Priester geweiht. Nach Korea gesandt, lehrte er am Priesterseminar in Tokwon. Er gehört zur Gruppe von Märtyrern, die unter den Kommunisten den Tod fanden. Im Mai 1949 besetzte die Geheimpolizei (ISAAC) die Abtei in Tokwon und verschleppte die Mönche. Am 6. April 1950 starb P. Rupert im Gefängnis von Pyongyang an den Strapazen der Kerkerhaft.


Kunibert Ott

Vor 100 Jahren, am 2. Juli 1912, wurde in Edelstetten, Kreis Günzburg, der Märtyrer P. Kunibert Ott geboren. Sein Taufname war Blasius. Nach seinem Abitur trat er bei den Missionsbenediktinern in St. Ottilien ein, wurde 1937 nach Tokwon in Korea gesandt und dort 1939 zum Priester geweiht. Wie viele seiner Mitbrüder wurde er 1949 ein Opfer der kommunistischen Christenverfolgung. Er kam zunächst ins Gefängnis von Pjöngjang und wurde dann nach Oksadok verlegt. Hier fand er am 28. Juni 1952 den Hungertod.

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