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Die Mutter gehört zum Kind

Von Christa Meves

"Die Mutter gehört zum Kind," das ist zwar eine plakative Aussage, die als solche Misstrauen verdient, aber sie wird durch die neue Hirnforschung in Bezug auf die ersten drei Lebensjahre des Kindes immer nachhaltiger bestätigt.

Die Computertomographie hat es möglich gemacht: Neugeborene kennen ihre Mütter bereits, und sie erwarten infolgedessen natürlicherweise von ihnen, dass diese ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse erfüllen wrden. Schon in der Schwangerschaft haben die Babys gelernt, wie sich der Herzschlag und die Stimme ihrer Mutter anhört. Ja, Neurobiologen haben herausgefunden, dass sie am Geschmack des Fruchtwassers wissen, wie die Milch ihrer Mutter schmeckt - anders jedenfalls als die der andern und anders als Milupa und Milana….

Gewiss ist das Kind am Lebensanfang der Mutter näher als irgendeinem anderen Menschen. Es ist schließlich in ihrem Leib gewachsen. Sie allein hat die optimale Nahrung für es parat und gewährt so dem Säugling den in dieser Weise notwendigen häufigen Leibkontakt. Das alles sind wichtige Vorbedingungen für seelische und körperliche Gesundheit im Erwachsenenalter. Für diese Aufgabe ist die Mutter hormonell vorbereitet, und sie hat deshalb auch ein feineres Gespür für die Bedürfnisse des Neugeborenen. Untersuchungen belegen, dass sie das Kind häufiger und zärtlicher anzusprechen pflegt: "Muttersprache" nennt man das deshalb, und bereits der Säugling speichert sie offenbar bereits in seinem Hirn - viel früher, als man bisher angenommen hat.

Von großer Bedeutung - so haben die Forscher herausgefunden, ist auch die Phase einige Wochen nach der Geburt, in der sich im Hirn der Gesichtssinn konstituiert. In dieser Zeit wendet das Kind seiner Mutter - besonders beim Stillvorgang das Gesicht vermehrt zu, ja, er starrt der Mutter jetzt oft eine ganze Zeitlang unverwandt ins Gesicht. Dies ist offenbar der letzte, aber entscheidende Akt beim Entwicklungsprozess der Bindung des Babys an seine Hauptbezugsperson, die am besten die Mutter darstellt und die man deshalb nicht ohne Not mit anderen Personen vertauschen sollte.

Die stillende Mutter ist im ersten Lebensjahr die Person, die den Entwicklungsprozess am nachhaltigsten fördern kann; denn ihre Nähe, ihre Präsenz entspricht den natürlichen Erwartungen des Kindes. Das hilflose Kind bedarf dieser festen Bindung, um überleben zu können, und deshalb entspricht die Nähe der Mutter den berechtigten, natürlichen Erwartungen des Säuglings.

Wenn diese Erwartungen nun allerdings fortlaufend gestört und irritiert werden, indem er allein gelassen wird indem man ihn anderen Personen überlässt, oder ihn an eine fremde Umgebung - etwa im Krankheitsfall einer Klinik - übergibt, so kann es zu schweren Angstanfällen kommen, die eine Erhöhung des Stresshormons Cortisol zur Folge haben. Bei wiederholten oder extrem starken Ängstigungen dieser Art kann sich der Cortisol-Spiegel sogar chronisch erhöhen und selbst noch im Erwachsenenalter eine Bereitschaft zu Dekompensationen, zu Panikattacken und Angstanfällen, führen.

Diese Entdeckungen bestätigen interessanterweise die Vermutungen Freuds, dass die Neurosen, die seelischen Erkrankungen des Menschen, bereits in der frühen Kindheit entstehen - ein Befund, der von Psychoanalytikern und Kinderpsychotherapeuten in der Praxis längst auch bereits bestätigt und differenziert worden war, ohne dass sich die Wissenschaftlichkeit dieser Aussage im strengen Sinn belegen ließ. Umso gewichtiger ist es, dass das der neuen Hirnforschung jetzt möglich sein kann.

Die Bindung des Kindes an seine Mutter hat lebenserhaltenden Sinn. Deshalb bleibt sie auch noch in den folgenden Jahren in dem Maß erhalten, als das Kind vollständige Selbständigkeit noch nicht erlangt hat, und das heißt, bis in die Siebenjährigkeit hinein.

Den Säugling in Krippen zu betreuen, sollte deshalb nur dem äußersten Notfall vorbehalten bleiben; denn eine Fremdbetreuung durch mehrere Personen im Schichtdienst irritiert das Kind und mindert seine spätere Soziabilität. Eine umfängliche Langzeituntersuchung in den USA hat sogar apodiktisch festgestellt: diese Form des Umgangs mit dem Säugling schadet ihm je früher sie einsetzt, je länger sie dauert und je kontinuierlicher sie gehandhabt wird.

Unbedingt sollte deshalb auch im zweiten und dritten Lebensjahr die Mutter die Hauptbezugsperson bleiben, damit das Kind eine stabile Basis, und das heißt ein sicheres Grundgefühl erwirbt, das es ihm erleichtert, ein konzentrationsfähiger Schüler sowie ein leistungs- und liebesfähiger Erwachsener zu werden.

Die Einrichtungen in unserer Gesellschaft, die den Kleinkindern Fremdbetreuung ermöglichen, damit ihre Mütter erwerbstätig sein können, sind also in einer gefährlichen Weise unvernünftig und kontraproduktiv; denn sie züchten geradezu eine leistungsgeminderte Gesellschaft, in der die Depression zur epidemischen Krankheit avanciert.

Es wäre dringend an der Zeit, Konzepte zu entwickeln, die es den Müttern möglich machen, bei ihren Kleinkindern zu bleiben. Was hilft ihnen eine noch so fabelhafte Karriere, wenn ihr Kind sich spätestens im Alter von 16 Jahren als so seelisch geschwächt erweist, dass seine Entwicklung stagniert?

Es ist zu hoffen, dass die Fortschritte in der Forschung einer harthörigen Gesellschaft noch rechtzeitig und so nachhaltig die Ohren öffnet, dass ihnen das russische Schicksal, der irreversible Untergang durch eine kranke Suchtgesellschaft, erspart bleibt.

Christa Meves ist eine sehr gefragte Jugendpsychotherapeutin, deren Bücher allein in deutscher Sprache eine Auflage von über fünf Millionen erreicht haben. 1987 ist sie katholisch geworden.


Gefahren der Krippenbetreuung

Eine Bestätigung der Ausführungen von Christa Meves in ihrem Beitrag Die Mutter gehört zum Kind brachte am 10. Juli 2008 die FAZ in einem Artikel der Hamburger Diplom-Psychologin und Psychoanalytikerin Ann-Kathrin Scheerer Krippenbetreuung sollte nicht schöngeredet werden Die Risiken einer unreflektierten Trennung von Mutter und Kind durch frühkindliche Betreuung müssen für jedes einzelne Kind bedacht werden. Darin heißt es z.B.: “Wer in Kinderkrippen die morgendlichen Abschiedsszenen und Anklammerungsgesten des Kindes, das sich noch nicht trennen möchte, beobachtet, die oft auf eilige Eltern und überbeschäftigte Erzieherinnen treffen, oder wer die in sich zurückgezogenen Kleinkinder sieht, die sich tagsüber häufig selbst stimulieren oder beruhigen müssen, wird bemerken, dass hier etwas psychisch Gefahrvolles vor sich geht ...” Der ganze Artikel steht im PDF-Format zur Verfügung.


Die drei neuen Ks

Die Diffamierung der Mutter mit den drei Ks Kinder, Küche, Kirche gehört zum Grundwortschatz der Meinungsmacher. Ist es verachtenswert, wenn sich eine Frau einige Jahre hauptberuflich um die eigenen kleinen Kinder kümmert, für familienerhaltende gemeinsame Mahlzeiten sorgt, sich der Glaubensweitergabe an die Kinder annimmt, wenn sie unentgeltlich Gutes tut, wofür der Staat Milliarden ausgeben muss, wenn Frauen dafür keine Zeit mehr haben? Nein, da ist ein Job, zum Beispiel als Betreuerin von fremden Kindern in der Krippe, doch weit respektabler. Da kann man dann das Geld verdienen, um für die eigenen Kinder die staatliche subventionierte Fremdbemutterung zu bezahlen. Dort werden dann die überlebenswichtigen drei Ks durch drei neue ersetzt: Krippe, Kälte, Kollektiv.

aus: Gabriele Kuby, Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen, in: Kirche heute, 6/2007, S. 17.


Zur Kritik von Bischof Walter Mixa an der Familienpolitik der Ministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Ein Erfahrungsbericht über Homeschooling


Christa Meves über den Grund ihrer Konversion:

"1978 hatte der Siegeszug der 'Relativierer', der planmäßigen atheistischen Familienzerstörer, die Institutionen erfasst und sie zu zersetzen begonnen. Verheerend war das mithilfe eines grenzübergreifenden Schleifens maßgeblicher Gesetze durch die Rechtsreformen von 1974 bis 1976 festgeschrieben worden. Ohne Argwohn in der Bevölkerung wurden schutzgebende Strukturen aufgeweicht. Als ein neues Verhängnis kam es als Folge davon zu einer Pandemie seelischer Schwächungen. Unangemessene Seinsweisen in der jungen Generation vermehrten sich und damit geistige Qualitätsminderung. Niedergang wurde prognostizierbar.
Ich sah das, ich schrieb das; aber die Mächtigen und die veröffentlichte Meinung waren mehr als taub. Dann kam dieser Papst: Von der 'Kultur des Todes' sprach er. Eine Enzyklika 'Redemptoris mater' erschien, eine andere mit Namen 'Familiaris consortio' und vieles mehr. Ich las und las mit roten Ohren, und mir sprangen Reifen der Sorge von der Seele: Dieser Papst wagte die Wahrheit! Und das fiel mitten hinein in meine publizistische Einsamkeit und in mein doch nur so schwaches warnendes Zirpen.
Dieser Papst bewies darüber hinaus durch sein Auftreten in aller Welt, was echte christliche Autorität bedeutet: Unverrückbarkeit des Bekenntnisses zur Wahrheit in souveräner Gelassenheit, wie sie aus der Feindesliebe strömt – eine Dokumentation von Autorität mitten im Ansturm der Demontage jeglicher Autoritäten und Hierarchien besonders im Bildungsbereich!"

Christa Meves im Artikel Von der Freude, katholisch zu sein, der am 14. August 2008 im Rheinischen Merkur erschienen ist und in dem sie erklärt, warum sie es nach 21 Jahren nach ihrer Konversion immer noch nicht bereut, katholisch geworden zu sein.

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