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Mein Rosenkranz

Von Kerstin Müller-Siegesmund

Meine Urgroßmutter Constantine war eine glühende Verehrerin des Rosenkranzes. Geboren Ende des 19. Jahrhunderts in Oberschlesien, begleitete er sie durch ihr Leben, welches durch zwei Neuanfänge im Rheinland und in Nordfriesland gekennzeichnet war – Lebensorte wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Das Leben war durch Schicksalsschläge gekennzeichnet. Nie verlor meine Urgroßmutter ihren katholischen Glauben, der sie durch die Wirren der Zeit trug.

In der Diaspora Nordfriesland war der Besuch der von ihr geliebten katholischen Kirche mit großen Mühen verbunden. Der Rosenkranz half ihr dabei, mit ihrer Lebenssituation zu Recht zu kommen. Es handelte sich dabei nach Aussage meiner Mutter um einen wunderschönen Rosenkranz aus Granatsteinen. Es ist nicht bekannt, wo er verblieben ist.

In den nachfolgenden Generationen hatten der Rosenkranz und eine Marienfrömmigkeit keine bewusste Bedeutung mehr – wozu auch protestantische Einflüsse beitrugen. Das Rosenkranzgebet erschien als ein Gebet für alte Frauen, ohne dass man eigentlich noch genau wusste, welchen genauen Inhalt es hat.

Ich wurde in der Rosenkranzkapelle in Celle-Vorwerk getauft. Als Kind, wenngleich katholisch, hatte ich keinen persönlichen Zugang zu Maria. Später war sie für mich eine der wichtigsten Frauen in der Bibel, weil sie die Mutter von Jesus Christus ist - aber zu ihr zu sprechen, sich bittend an sie zu wenden, erschien mir undenkbar. Vor etwa einem Jahr begann sich eine Wende in mir zu vollziehen, die durch meine Beschäftigung mit Maria als Kirchenpädagogin in der evangelischen Kirche ihren Ausgangspunkt genommen hat. Der Anblick der Mutter Gottes mit Jesuskind in der St.-Ludwigs-Kirche in Celle in der Nische rechts vom Altarraum und das Sprechen des Ave Maria während einer Kirchenführung löste in mir ein Gefühl der Freude aus, welches ich rational bis heute nicht richtig fassen kann.

Ein Jahr davor befand ich mich mit meiner Familie auf einer Reise durch Spanien und Portugal. Ich erinnere mich daran, wie mir in einer Kirche in Vila Real de Sant Antonio, einer portugiesischen Stadt an der Grenze zu Spanien, eine junge Frau auffiel, als sie kniend zur Mutter Gottes betete. Im andalusischen El Roccio geriet ich unbeabsichtigt in eine Marienwallfahrt hinein und in Sevilla erlebte ich während der Semana Santa, der österlichen Woche, wie die Madonna von Männern aller Altersgruppen durch die Straßen getragen wurde.

Während der Osterferien 2010 kurz vor meiner Wiederaufnahme in die katholische Kirche fiel mir dann zufällig in der Angeliter Buchhandlung in Satrup im hohen Norden Deutschlands ein preiswertes Mängelexemplar des Buches „Heiliges Land: der Königsweg der Pilgereisen“ von Paul Badde, der Vatikankorrespondent der Zeitung „Die Welt“ ist, in die Hände. Das Buch des Journalisten hat mich auf wunderbare Weise in die Welt des Rosenkranzgebetes und in die heiligen Orte in Jerusalem hineingenommen.

Ich habe mir danach einen Rosenkranz gekauft und mich in diese Gebetsform hineingebetet - zuerst nur allein mit Buch und dann auch dienstags mit anderen Christen in der Kapelle St. Peter und Paul. Mittlerweile bete ich den Rosenkranz fast jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten und das nicht nur an heiligen Orten, sondern bei mir zu Hause, im Freien oder auf dem Autobahnrastplatz. Beim Rosenkranzgebet betrachte ich im Gebet gemeinsam mit Maria die wichtigsten Aussagen des Evangeliums. Jesus ist dabei ganz gegenwärtig. Das Gebet verschafft mir Ruhe und inneren Frieden. Meinen Rosenkranz, der nicht aus Granatsteinen besteht, sondern aus einfachen Glasperlen, habe ich von einem Priester weihen lassen. Ich hoffe, dass mein Rosenkranz auch mich bis an mein Lebensende begleitet.


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