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Karl Rahner

Karl Rahner (1904-1984) gilt als einer der produktivsten und einflußreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts, der viel Bewunderung, aber auch Kritik fand. Auf die Kritik, die Leo Scheffczyk an der Schöpfungslehre Rahners übte, wurde auf kath-info bereits hingewiesen, ebenso auf die unglückliche Rolle, die er auf der Würzburger Synode spielte.

Außer Leo Scheffczyk gehören zu seinen Kritikern u.a. Bernhard Lakebrink, Leo Elders, Walter Hoeres, Thomas Ruster, Paul Hacker und Dietrich von Hildebrand.

Dietrich von Hildebrand kritisiert vor allem die Diskrepanz zwischen dem Anspruch, die alten Wahrheiten des christlichen Glaubens in einer neuen, verständlicheren Sprache dem heutigen Menschen näherzubringen, und der Unverständlichkeit der Rahnerschen Sprache. In seinem Werk Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes (Regensburg 1969) führt er eine Reihe von Zitaten Rahners zur Lehre von der Menschwerdung Gottes an, beispielsweise: “Die Menschwerdung Gottes ist daher der einmalige, höchste Fall des Wesensvollzuges der menschlichen Wirklichkeit, der darin besteht, dass der Mensch - ist, indem er sich weggibt.” Dazu von Hildebrand: “Das Nizenische Credo spricht mit großer Einfachheit und Klarheit von diesem unergründlichen Geheimnis. Dagegen ersetzt z.B. Karl Rahner dieses Mysterium durch eine obskure, abstrakte Spekulation: Gott sagt sich selbst im Menschen aus; und jeder, der sein Leben annimmt, der Ja zum Leben sagt, vollzieht etwas der Inkarnation Analoges.” In Rahners Spekulation würden die Mysterien durch verwirrende Rationalisierungen ersetzt. “Die Tatsachen der Offenbarung mit all ihrer lichtvollen Konkretheit und ihrem undurchdringlichen Geheimnis haben die Seelen der einfachsten wie der gebildetsten Menschen zweitausend Jahre hindurch bewegt. Doch die trübe Metaphysik, die man an ihre Stelle setzt (...), kann für den Nicht-Intellektuellen niemals irgendeine Bedeutung haben” (S. 224 f).

Heideggers Sprache, die Rahner übernommen hat, wurde schon von Theodor W.Adorno als Jargon der Eigentlichkeit verspottet: “Kant, Hegel waren so kompliziert und so einfach, wie der Gehalt es ihnen aufnötigte. Heidegger aber unterstellt prästabilierte Harmonie zwischen wesentlichem Gehalt und heimeligem Geraune” (Jargon der Eigentlichkeit, erstmals 1964 erschienen).


Kein "Für uns"

“Verlorengegangen, wenn auch mehr im Sinne der Schwächung, ist die Einheit. Die Einheit der Kirche aber beruht in der Einheit des Glaubens und in der Einheit des Gebets. Dogma und Liturgie sind ihre Ausdrucksformen. Was das Dogma anlangt, so ist der Zerfall unleugbar. Glaubenssätze, die noch vor ein paar Jahrzehnten als eindeutig häretisch angesehen wurden, werden heute schweigend hingenommen, so groß auch der Widerhall des verkündeten Irrtums sein mag. Disziplinarische Eingriffe richten sich strenger gegen Kritische und Nachlässige in Durchführung der Reformen als gegen dogmatische Abenteurer, die sich nicht genug tun können in Fortschrittlichkeit und sozialem Engagement und in Bewunderung des holländischen Katechismus. Dabei fehlt es keineswegs an Kirchenlehrern, in denen die Tradition der christlichen Dogmatik fortlebt. Ich nennen nur, im Sinn bloßer Andeutung, die Namen Josef Ratzinger, Hans-Urs von Balthasar und Leo Scheffczyk. Doch hier gibt es auch eine andere Gruppe, die Vorhut radikaler Fortschrittlichkeit, und an ihrer Spitze steht Karl Rahner SJ, einer der begabtesten unter den Schülern Heideggers, Konzilsvater von unvergleichlichem Einfluß, Schöpfer eines riesenhaften literarischen Werkes, als akademischer Lehrer gefolgt von einer Heerschar produktiver Jünger. Sich kritisch an eine solche Persönlichkeit heranwagen zu wollen wäre Vermessenheit. Auch fordert uns Gedankengang kein derartiges Wagnis. Denn dieser Theologe hat nie mit verdeckten Karten gespielt. Auch die kühnsten seiner Positionen hat er mit Freimut vertreten. Wir brauchen nur auf ihn zu hören, um zu begreifen, dass hier die bis auf die Väter zurückgehende christliche Glaubenstradition nicht schöpferisch fortgeführt, sondern abgebrochen und durch etwas anderes und Neues ersetzt wird. Und diese Neuigkeit kann und will ihre kulturrevolutionäre Herkunft nicht verhehlen.”

So schreibt Helmut Kuhn in seinem Werk Die Kirche im Zeitalter der Kulturrevolution (Graz, Wien, Köln: Verlag Styria, 1985, S. 157). Prof. Dr. Helmut Kuhn (1899 - 1991) war ein bedeutender Philosoph des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit Hans-Georg Gadamer gründete er 1953 die Philosophische Rundschau, 1969 zusammen mit Bernhard Waldenfels und Reinhold Gladiator die Deutsche Gesellschaft für phänomenologische Forschung. Von 1957 bis 1962 war er Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland.

Im Anschluss an das gebrachte Zitat gibt Kuhn einige Positionen Rahners wieder, die seine These des Traditionsabbruchs belegen. Zu diesen Positionen gehört die Leugnung des “Für uns” des Kreuzestodes Jesu: “Nun glaubten die Christen als Kinder der christlichen Kirche nicht nur an den Auferstandenen, sondern zuerst gemäß der Abfolge der Ereignisse an den leidenden und gekreuzigten Christus. Für uns, so dachten wir, und um unserer Sünden willen ist Christus am Kreuze gestorben (...) Nun aber glaubt ein Mitglied der Societas Jesu [Karl Rahner SJ], ermächtigt durch die ihm von der historischen Philologie eröffneten hermeneutischen Zuweisungsmöglichkeiten, nachweisen zu können, dass das “für euch” unmöglich von den Lippen des sterbensbereiten Heilands geflossen sein könne. Vielmehr soll diese vermeintlich evangelische Zusage als spätere Zutat zu entlarven sein.” (a. a. O., S. 159).


Karl Rahner als Gegner des Dialogs

Es ist nicht seine Art, sich mit Gegnern auseinanderzusetzen, die sich mit der Kritik seiner Grundlagen befassen. In dem umfangreichen Buch Grundkurs des Glaubens (Herder 1976) findet sich zu Beginn eine philosophisch-erkenntnistheoretische Einführung, in der er seine ‘transzendentale Anthropologie’ erneut vertritt. Seinen präzisesten Gegner in dieser Hinsicht, Professor Cornelio Fabro (La svolta antropologica di Karl Rahner, Mailand 1974) erwähnt er auch nicht mit einem Wort. Zu Recht sagt man, dass im Dialog die Wahrheit wächst. Aber dies ist nicht Rahners Art.

Aus: P. Dr. Athanasius Kröger OSB, Totale Pluriformität? Zu Karl Rahners Aufsatz “Dogmen- und Theologiegeschichte - gestern und morgen”, in: Der FELS, August 1977, S. 246


Reformeifer verdrängt Gotteserfahrung

Heute in der katholischen Kirche, überhaupt und auch in Deutschland, wird unendlich viel über Kirchenreform, über Demokratie in der Kirche, über Bischöfe und Päpste, über ihr richtiges oder falsches Verhältnis gestritten und geredet, wird viel gesagt über die Weltaufgabe, die das Christentum hat, über seine Verantwortung für die profane Welt usw. Alle diese Dinge sind wichtig. Sie können nicht übergangen werden. Aber ich meine, all das würde doch zu einem entarteten Betrieb, bei allem Reformwillen zum entarteten Betrieb einer religiösen Institutionalität entarten, die gräulich ist, auch dann wenn sie großen Lärm und Geschrei macht und stolz ist auf ihren Reformwillen, wenn dieser ganze Betrieb nicht letztlich immer wieder erkennen würde, dass er dazu da ist, den Menschen anzuleiten, diese ursprüngliche Gotteserfahrung in sich zu entdecken, vorzulassen, für sich selbst in einem gewissen Sinne wenigstens zu objektivieren, diese ursprüngliche Gotteserfahrung anzunehmen, in Freiheit sie wachsen zu lassen, sich immer radikaler zu ihr zu bekennen, in dieser Gotteserfahrung frei zu werden, von sich, von den versklavenden Mächten der Welt, des Lebens, der innerweltlichen Utopien, des Todes usw.

Karl Rahner in seinem Vortrag Gotteserfahrung heute, gehalten am 22. Oktober 1969 in der damaligen Theologischen Akademie Koblenz, publiziert in Schriften zur Theologie, Band IX, Einsiedeln 1970, 161–176.


Gerhard Hermes: Glaube oder Ärgernis

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