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Haerent animo

Am 4. August 1908 veröffentlichte der hl. Papst Pius X. sein Mahnschreiben an die Priester Haerent animo. Auf die Broschüre, mit der Kaplan Alfred Betschart das Apostolische Schreiben neu herausgebracht hat, machten wir bereits aufmerksam. Als Auszug bringen wir hier die Abschnitte 12 bis 14, die das Streben nach Heiligkeit und das Gebet als unabdingbare Pflichten des Priesters demselben ans Herzen legen. Die vollständigen Wortlaut ist auf kathpedia zu finden.

Heiligkeit ist erstes Erfordernis

12 Es gibt in Wirklichkeit nur eines, was den Menschen mit Gott verbindet, nur eines, was ihn gottgefällig und zum Gehilfen seiner Barmherzigkeit macht, so dass er vor ihm einigermaßen zu bestehen vermag: ein heiliger Lebenswandel. Wenn diese Heiligkeit, die letzten Endes die alles überragende Wissenschaft Jesu Christi ist, dem Priester mangelt, so fehlt ihm alles. Denn ohne sie ist sogar ein reiches und außergewöhnliches Wissen (das Wir übrigens selber beim Klerus zu fördern bestrebt sind) und selbst praktische Gewandtheit und Lebenstüchtigkeit, mögen sie auch der Kirche oder den einzelnen zum Vorteil gereichen, dennoch gar oft eine Quelle bedenklicher Schädigungen.

Ein wahrhaft heiligmäßiger Priester hingegen, selbst der allergeringste, ist imstande, zahllose und erstaunliche Werke zu unternehmen und zu vollbringen für das Heil des Gottesvolkes. Das wird bezeugt durch eine ganze Reihe von Beispielen aus allen Jahrhunderten. Ein glänzender Beweis aus neuester Zeit ist Johann Baptist Vianney, dieser vorbildliche Seelenhirte, den Wir mit Freuden zur Ehre der Altäre erhoben haben.

Nur durch Heiligkeit werden wir unserer göttlichen Berufung würdig; sie macht uns zu Menschen, die der Welt gekreuzigt sind und denen die Welt selber gekreuzigt ist; zu Menschen, die ihr Leben neugestaltet haben, die - wie Paulus sagt - in Mühsalen, in Nachtwachen und Fasten, durch Reinheit und Erkenntnis, durch Langmut und Güte, im Heiligen Geist, mit ungeheuchelter Liebe und wahrheitsgetreuem Wort (2 Kor 6,5-7) sich als Diener Gottes erweisen; Menschen also, die einzig und allein das übernatürliche Ziel im Auge haben und sich mit aller Kraft dafür einsetzen, auch die andern dahin zu führen.

Heiligkeit ist unmöglich ohne Gebet

13 Bekanntlich ist jedoch die Heiligkeit insofern durch unsern Willen bedingt, als dieser durch Gottes Gnadenbeistand gestärkt wird. Daher hat Gott selber im reichsten Maße vorgesorgt, dass uns seine Gnade, wenn wir es nur wollen, keinen Augenblick fehle. Dazu verhilft uns vor allem der Gebetseifer. Tatsächlich besteht zwischen Gebet und Heiligkeit eine so enge Wechselbeziehung, dass das eine ohne das andere unmöglich ist. Diesbezüglich entspricht die Behauptung des heiligen Johannes Chrysostomus vollkommen der Wahrheit: «Ich meine, es sollte jedermann klar sein, dass ein tugendhaftes Leben ohne die Hilfe der Gnade einfach unmöglich ist» (Johannes Chrysostomus, De precatione, orat. 1. PG 50, 777). Seinerseits sagt Augustinus klar und bündig: «Fürwahr, recht zu leben versteht, wer recht zu beten weiß» (Augustinus, Sermo in append. 55 n. 1. PL 39, 1849). Die gleiche Lehre hat uns Christus selber durch wiederholte Ermahnungen und insbesondere durch sein Beispiel nachdrücklich eingeschärft, indem er sich entweder in die Wüste zurückzog oder allein auf Bergeshöhen stieg, um zu beten. Ganze Nächte verbrachte er in inbrünstigem Gebet; oft ging er in den Tempel und hat sogar mitten im Volksgedränge den Blick gen Himmel erhoben und öffentlich gebetet. Schließlich hat er, ans Kreuz geheftet, inmitten der Todesschmerzen mit lauter Stimme und unter Tränen den Vater angerufen.

14 Halten wir also am unerschütterlichen Grundsatz fest: Um seiner hohen Würde und seiner Berufspflicht gerecht zu werden, muss der Priester das Gebetsleben mit außergewöhnlicher Hingabe pflegen. Allzu oft ist ihm leider das Gebet eher eine Gewohnheit als ein Herzensbedürfnis. Zu bestimmten Stunden erledigt man ohne innere Anteilnahme das Brevier oder verrichtet nur spärliche Gebete und denkt tagsüber kaum mehr daran, sich an Gott zu wenden und sein Herz zu ihm zu erheben. Und doch sollte der Priester viel eifriger als irgend jemand Christi Gebot befolgen: Man muss allzeit beten (Lk 18,1), ein Gebot, das Paulus mit Nachdruck betont: Seid beharrlich im Gebete, seid wachsam im Geiste der Danksagung (Kol 4,2), betet ohne Unterlaß! (1 Thess 5,17)

Gebet für sich und die andern

Wer vom Verlangen nach persönlicher Heiligung sowie von der Sorge um das ewige Heil des Nächsten beseelt ist, dem bieten sich ja im Lauf eines Tages unzählige Gelegenheiten, sich zu Gott zu erheben. Geheime Herzensnöte, heftige und hartnäckige Versuchungen, Mangel an Tugendkraft, Schlaffheit und Erfolglosigkeit im Wirken, häufige Vergehen und Nachlässigkeiten und schließlich die Furcht vor Gottes Gericht: all das drängt uns gebieterisch, Gott unser Leid zu klagen, seine Hilfe zu erflehen und bereitwillig unsere Verdienste bei ihm zu vermehren.
Und zwar müssen wir ihm nicht nur unser eigenes Leid klagen. Inmitten der allgemeinen und stets weiter umsichgreifenden Sündenflut obliegt es vor allem uns, im Gebet Gottes Barmherzigkeit anzurufen und Christus im allerheiligsten Altarssakrament, den überaus gütigen Spender aller Gnaden, mit der Bitte zu bestürmen: Verschone, o Herr, verschone dein Volk! (Joel 2,17)


Die Identität des Priesters

Die Identität des Priesters ist immer mit der Eucharistie verknüpft. Ebenso dient ein Priester in unersetzlicher Weise der Kirche, wenn er treu den Dienst der Versöhnung erfüllt, wie er insbesondere im Bußsakrament geübt wird. Nur der geweihte Priester kann im Namen Jesus Christi Sünden vergeben. Wenn ihr “an Christi Statt” handelt, helft ihr den Sündern, die persönliche Liebe der Heiligsten Dreifaltigkeit zu erfahren. Ihr seht zu eurer Freude, wie Gottes Barmherzigkeit in den Herzen der Gläubigen neues Leben und neue Hoffnung hervorbringt.

Aus der Ansprache Papst Johannes Paul II. an die Priester Indiens in der Bom-Jesus-Basilika in Goa am 6. Februar 1986.


Weihe der Priester

Bewahre uns mit deiner Reinheit, beschütze uns mit deiner Demut und umfange uns mit deiner mütterlichen Liebe, die sich in vielen Seelen widerspiegelt, die dir geweiht sind und uns zu echten Müttern im Geiste geworden sind. Mutter der Kirche, wir Priester wollen Hirten sein, die nicht sich selbst weiden, sondern sich Gott hingeben für die Brüder und Schwestern und darin ihre Erfüllung und ihr Glück finden. Nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben wollen wir demütig Tag für Tag unser „Hier bin ich“ sagen.
Von dir geführt, wollen wir Apostel der Göttlichen Barmherzigkeit sein und voll Freude jeden Tag das heilige Opfer des Altares feiern und allen, die darum bitten, das Sakrament der Versöhnung spenden.

Aus dem Weihegebet, mit dem Papst Benedikt XVI. in Fatima am 12. Mai 2010 die Priester dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht hat.


Drei Stäbe für den Priester

Drei Stäbe reich ich jedem Gesalbten Meines Sohnes. Mit dem ersten Stab soll er laufen alle Tage bis zum Sterben. Dieser Stab ist ein immerwährendes Vertrauen zu Mir in allen Nöten seines priesterlichen Lebens. Den zweiten Stab gebe Ich ihm zur Stütze: Es ist der felsenfeste Glaube, den er haben und bewahren soll, dass Ich ihm ganz gewiss helfen will und helfen kann, wo immer er Meiner Hilfe bedürftig ist und Mich darum bittet. In diesem festen, zuversichtlichen Glauben wirkt Meine Kraft und Macht in tausenden von Siegen. So kann er sich getreulich auf diesen Stab stützen, denn er wird nicht morsch und wankt nicht. Der dritte Stab, den Ich ihm reiche, ist der Stab, nach dem er mit dem Herzen, mit den Armen greifen soll, wo immer ihm Gefahr der Seele droht. Es ist der Stab Meiner Liebe und Barmherzigkeit. Und sollte einer noch so tief gefallen sein, ja wenn die tobenden Wellen der Hölle ihn schon bei den Füßen erfasst haben, um ihn in den Abgrund zu reißen, wird ihm dieser Stab zur Rettung werden, weil Meine starke Hand ihn festhält. Dieser dritte Stab ist der Stab der Sinkenden, der schon Gefallenen, ja aufs tiefste gesunkenen Gesalbten Meines Sohnes. Ach, nie, keiner möge doch verzweifeln! Ich bin ja ihre Mutter, die in ihrer Liebe und Barmherzigkeit auch gegen solche Arme keine Grenzen kennt.

Die allerseligste Jungfrau Maria zur hl. Maria Bernarda Bütler (1848 - 1924), zitiert von Urs Keusch in einem Artikel für die Katholische Wochenzeitung vom 19. Juli 2013


Der Priester – ein Geheimnis der Liebe

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