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* * *

21. August
Podcast

Die Folge 6 meines Podcasts ist erschienen.


20. August
Der Analphabetismus der Gefühle und die Kultur der Liebe

Von Livio Melina

Sechste Folge

Durch unsere Vernunft und ihre Fähigkeit, die diesbezüglichen Erfahrungen im Licht des „Herzens“ zu deuten, können wir also verstehen, was die Sexualität und was die Familie ist. In Bezug auf den Sexualtrieb offenbart uns die Vernunft, die unsere Erfahrungen interpretiert, dass die geschlechtliche Differenz, die in den männlichen und in den weiblichen Leib eingeschrieben ist, der unüberwindliche Faktor ist, der die Begegnung und die Selbsthingabe ermöglicht (Vgl. A. Scola, Uomo-donna. Il “caso serio” dell’amore, Marietti 1820, Genua-Mailand 2002, 15-28). Sie richtet uns auf die Selbsthingabe aus, die eine ihr eigene innere Logik besitzt. Sie verlangt Ganzheit und Endgültigkeit und muss in ihrer Fruchtbarkeit geachtet werden. Dietrich von Hildebrand schreibt: “Die sinnliche Sphäre ist ihrem Sinn nach ein besonderes Ausdrucks- und Erfüllungsfeld der ehelichen Liebe. Sie allein ist daher imstande, diese Sphäre organisch mit der des Herzens und des Geistes zu verbinden. Einzig die eheliche Liebe besitzt gleichsam den Schlüssel, den erlebnismäßigen Sinn dieser Sphäre zu aktualisieren und ihr wahres positives Gesicht der Person sichtbar zu machen” (D. von Hildebrand, Reinheit und Jungfräulichkeit, Eos, St. Ottilien 1981, 98-99). Die vernunftgemäße Form der Umsetzung der Sexualität, die der Realität des Sexualtriebs in all seinen Dimensionen entspricht, ist daher die Ehe, verstanden als rechtmäßiger Bund zwischen einem Mann und einer Frau.

Darüber hinaus steht die Fähigkeit zur Zeugung neuer Personen, die der Geschlechtlichkeit zwischen Mann und Frau von Natur aus innewohnt, nicht außerhalb dieses Sinnzusammenhangs. Im Gegenteil: Sie bestätigt und untermauert ihn sogar. Einerseits zeigt sich die menschliche Geschlechtlichkeit nur dann in ihrer ganzen Wahrheit, wenn sie offen bleibt gegenüber der Dimension, die die ursprüngliche Beziehung zwischen den beiden Ehepartnern übersteigt, wie Maurice Blondel in Bezug auf die seltsame Mathematik der Liebe sagte: “Zwei Wesen sind nur mehr eines, und sind sie eins geworden, werden sie drei”. Die Geschlechtlichkeit entspricht den Anforderungen der wahren Liebe nur dann, wenn sie die Öffnung zur Weitergabe des Lebens nicht vorsätzlich ausschließt. Wenn sie sich als Luststreben in sich selbst zurückzieht, wird sie auch als menschliche Erfahrung unfruchtbar.

Andererseits ist das Kind – die Frucht der Hingabe – keine Sache, sondern eine Person. Es wird nur dann rechtmäßig gewollt, ins Leben gerufen und angenommen, wenn es nicht als “Produkt” behandelt wird und das gewisse Ansprüche erfüllen muss, sondern wenn es als einzigartige und unwiederholbare Person erkannt wird, die in sich selbst wertvoll ist und Achtung verdient, weil sie “jemand” und nicht “etwas” ist. So wird verständlich, warum nur der eheliche Akt der angemessene Ort ist, um einer Person das Leben zu schenken. Ebenso ist nur die rechtmäßig gegründete Familie eines Mannes und einer Frau das Umfeld, in dem die Person auf angemessene Weise erzogen werden kann.

Universalität der Erfahrung der Liebe

So haben wir kurz die Wahrheiten dargelegt, die von Natur aus in die Herzen der Männer und Frauen eingeschrieben sind und die die Vernunft begreifen kann. All dies ist nicht nur Ausdruck einer katholischen Sicht der Moral, die nur für die Gläubigen Gültigkeit besitzt, sondern sie kann auch von denen vertreten werden, die nicht glauben oder die einen anderen Glauben haben. Wir stehen hier der Universalität der Erfahrung der Liebe gegenüber, die einen Weg öffnet zum Dialog und zur Begegnung zwischen den Menschen, der den Weg der rein rationalen Universalität Kants übersteigt (Vgl. J.-J. Pérez-Soba, “Una nuova apologetica: la testimonianza dell’amore”, in Anthropotes XXII/I (2006). Die Erfahrung der Liebe, besonders in ihrer Urform der Liebe zwischen Mann und Frau, zeigt sich als universaler Weg zum Verständnis des Menschlichen. Keinem Menschen ist die Erfahrung der Liebe fremd, ganz gleich welcher Kultur, Rasse oder Religion er angehört, woher er kommt oder wie alt er ist: Sie geht alle an und ist gewissermaßen jedem Menschen und jeder Epoche zu eigen.

Um diese Universalität wirklich zu erfassen, muss die Deutung überwunden werden, die der Emotivismus und der Romantizismus von der Liebe geben, die diese nur dem subjektiven Empfinden zuordnen. Die universale Dimension der Liebe, deren höchste Form die vom Evangelium gebotene Feindesliebe ist, liegt nicht in einem psychologischen Prinzip begründet, sondern im Verweis auf eine ursprüngliche Liebe, die uns vorausgeht, die Liebe des Vaters: “Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte« (Mt 5,44f; siehe dazu: W. Pannenberg, Grundlagen der Ethik. Philosophisch-theologische Perspektiven, Vandenhoek&Ruprecht, Göttingen 1996, 80-88). Es gibt einen universalen Wunsch, glücklich zu sein, der alle Menschen verbindet, weil alle den Wunsch haben zu lieben, auch wenn nicht alle mit universaler Öffnung zu lieben wissen. Gleichermaßen gibt es eine auf dem Guten gründende Kommunikation der Liebe, die eine Universalität besitzt, die der des Glücklichseins ähnlich ist. Sie liegt in der universalen Kommunikation des Guten begründet, an der wir alle durch die Schöpfung teilhaben (vgl. L.B. Gillon, “Può la carità essere un’amicizia universale per tutti gli uomini?”, in Sacra Doctrina 23, 1978, 81-94).

Wird fortgesetzt.

Zum bereits Erschienenen


19. August
Reinhard Lauth

Vor zehn Jahren, am 23. August 2007, starb der in München lehrende Philosoph Reinhard Lauth. Kirchenpolitisch war er Traditionalist, philosophisch Anhänger und international anerkannter Experte und Herausgeber der Werke Fichtes. Seine Vorlesungen über Transzendentalphilosophie hinterließen bei seinen Hörern einen tiefen Eindruck. Zu seinen Studenten gehörten die späteren Patres Franz Schmidberger, Klaus Wodsack, Michael Wildfeuer und Franz Prosinger.


19. August
Prinz Eugen

Vor 300 Jahren, am 22. August 1717, eroberte Prinz Eugen Belgrad, die stärkste Festung der Türken auf dem Balkan.


19. August
Leonhard Dörfler

Vor 150 Jahren, am 21. August 1867, wurde in Egmating bei München der Missionar Leonhard Dörfler MSC geboren. 1891 trat er bei den Herz-Jesu-Missionaren von Issoudun ein und wurde bereits im Jahr darauf nach Neuguinea gesandt. Hier wirkte er bis zu seinem Tod am 9. März 1944. Er starb an den Verwundungen durch einen alliierten Luftangriff am 1. Februar 1944.


19. August
Franz von Sales

Vor 450 Jahren, am 21. August 1567, wurde der hl. Franz von Sales geboren. Er starb am 28. Dezember 1622. Am 28. Dezember 1922 wurde er von Papst Pius XI. zum Patron der katholischen Schriftsteller und Journalisten ernannt. Auf seinen Geburtstag, den 21. August, wurde der Festtag der mit ihm in geistlicher Freundschaft verbundenen hl. Johanna Franziska Frémyot von Chantal gelegt.


18. August
Unsere Liebe Frau von Walsingham

Von Carolin Holterhoff

Vierter Teil

Edith flüchtete schließlich mit ihrer zweitjüngsten Tochter Gytha zwischen 1066 und 1070 nach Dänemark zur Familie ihres Vaters. Am Rande sei nur bemerkt, dass Gytha Waldemarus Monomakh, den Gründer des modernen Russland, geheiratet hat, mit dem sie fünf Söhne hatte, die alle im ukrainisch-russischen Gebiet herrschten. Laut Ahnenforschern haben die Nachkommen Gythas und Waldemarus dynastische Verbindungen in Europa geschaffen, die dazu führten, dass Elizabeth II von England eine Verwandtschaft mit Edith Swanneshals und Harold, dem letzten angelsächsischen Königspaar – als Nichte zweiunddreißigsten Grades – vorweisen kann. Auch ihr Prinzgemahl Phillip kann eine solche Verbindung seinerseits zurückverfolgen (Flint, Edith the Fair, S. 126 f.).

Interessanterweise wurde bei all den Bestrebungen, Williams Anspruch auf den Thron zu untermauern und seine Herrschaft zu festigen, der Wallfahrtsort Walsingham nicht besonders behelligt. Etliche heilige Orte der Angelsachsen wurden von den Normannen aus machtpolitischen Gründen unterdrückt. Das Land, auf dem der Marienschrein steht, wurde zwar zum Kronland Williams, aber er unterdrückte die Verehrung der Gottesmutter im englischen Nazareth nicht; er hob zwar hervor, dass er in der Zeit Edwards des Bekenners entstanden ist, verschwieg aber wohlweislich Edith und auch Harold.

Vielleicht wurde Edith in der Entstehungsgeschichte von Walsingham bewusst von den Verfassern nur mit ihrem Beinamen Rycheldis genannt, um sie und auch den Wallfahrtsort vor William zu schützen. Immerhin hielt die lokale Bevölkerung ihn am Leben und verbreitete seine Geschichte mit Erzählungen und der Ballade über die regionalen Grenzen hinaus.

Walsingham war der erste Wallfahrtsort, der der Verkündigung Mariens geweiht ist; sie wird dort als Our Lady of the Annunciation verehrt. Der Tradition nach wurde England das erste Mal zur Zeit Edwards des Bekenners der Jungfrau Maria geweiht. Seither trägt England den Titel Mary´s Dowry (Marias Mitgift). Das Wort dowry kommt vom lateinischen dos, was Geschenk, Gabe bedeutet. Da Maria die Visionärin von Walsingham damit beauftragt hatte, einen Nachbau des kleinen Hauses von Nazareth in England zu errichten, wurde hier ihre Stellung als Braut Gottes untermauert. Traditionell stand ihr eine Mitgift zu. Diese war England und sie kann darüber frei verfügen.

Als am Ende des 11. Jahrhunderts der Erste Kreuzzug stattfand, war es für die Pilger schwieriger, ins Heilige Land zu reisen. Viele wandten sich deshalb dem englischen Nazareth zu, wo es sicherer war.

1153 AD übernahmen Mitglieder des Augustinerordens die Verwaltung des Wallfahrtsortes und die Sorge für die Pilger, während die rechtliche Verantwortung an den in Norwich ansässigen Bischof überging. Die Augustiner waren dabei verpflichtet worden, ein Chorherrenstift zu bauen, welches die Kapelle mit dem kleinen Haus von Nazareth und der Marienstatue integrierte. Mit dieser Veränderung fand ein erstes Aufblühen des Wallfahrtsortes statt.

William der Eroberer übernahm im Gegensatz zu Edward dem Bekenner und Harold II keine königliche Schirmherrschaft für den Wallfahrtsort Walsingham mit seinem Marienschrein. Das tat auch kein anderer seiner normannisch-angevinischen Nachfolger auf dem englischen Thron. Vielmehr gerieten sie alle mehr oder minder stark mit der Kirche in Streit. William II Rufus (1087–1100) zum Beispiel ließ Bischofssitze gern unbesetzt, um die Einkünfte, die mit dem Amt verbunden waren, selbst einnehmen zu können. Der Streit, welche Rechte den Herrschern und welche den Bischöfen vorbehalten waren, prägten auch die folgende Zeit in England.

Henry II (1154–1189) ist bekannt für seinen Streit mit Thomas Becket, der schließlich ermordet wurde. Als Buße für seine zumindest moralische Mitschuld an dessen Tod wurde Henry dazu verurteilt, als Büßer nach Walsingham zu pilgern. Insgesamt scheint er neunmal dort gewesen zu sein; wie es heißt, hat er auch dreitausend Kerzen anzünden lassen.

Mit Henry III (1216-1272) wurde der Marienschrein von Walsingham wirklich zu einem wichtigen Teil Englands und der Christenheit. Da sein Vater John Lackland (1199–1216) fast den gesamten Besitz in Frankreich verloren hatte, wollte Henry die englische Identität wieder aufleben lassen, die auf die Zeit vor Edward den Bekenner zurückgriff. Er besuchte den Schrein 1226 das erste Mal und machte ihn damit zu einem wichtigen Pilgerort, vor allem, da er nach fast zweihundert Jahren als erster König wieder die Schirmherrschaft über den Wallfahrtsort übernahm und ihn zum Royal Shrine of England machte. Alle nachfolgenden Könige waren Schirmherren und es war ihre Plicht, allen Pilgern freies Geleit nach Walsingham und zurück zu gewähren, auch dann, wenn es europäische Herrscher waren, mit denen sie im Streit lagen.

Henry VII (1485–1509) besuchte Maria in Walsingham 1487 gemeinsam mit seiner Mutter, Lady Margaret Beaufort (ihr Beichtvater war St. John Fisher). Er ließ in der Kirche die Fahne aufstellen, die er in der entscheidenden Schlacht bei Stoke Field um den Thron 1485 mitgeführt hatte; diese Schlacht hatte das Ende der Rosenkriege besiegelt und die Herrschaft der Tudors eingeleitet.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


17. August
Zölibat

Der priesterliche Zölibat lebe wesentlich davon, dass er die gemeinsame Lebensform einer Gruppe sei, erläuterte Haunerland. Wenn der Einzelne seine Ehelosigkeit immer wieder rechtfertigen müsse, würde der Freiheit zur Eheschließung sehr bald die Erwartung folgen, dass ein Priester, der kein Sonderling sein wolle, verheiratet zu sein habe.

Der Liturgiewissenschaftler Winfried Haunerland auf katholisch.de

Weitere Argumente zur Zölibatsfrage


17. August
Monatsranking Juli 2017

Der Aufsteiger des Monats ist der Artikel über die hl. Alfonsa Anna Muttathupadathu. Warum das so ist, weiß ich nicht.

Platz Monatsranking Juli 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 640 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+ 3
3

Bernward Deneke: Liebe, und dann tue was du willst

+/- 0
10

Der Streit um das Konzil

+ 1
20

Ehe und Naturrecht

+ 40
30

Alphonsa Anna Muttathupadathu

+ 95
40

Die Zerstörung der Grabeskirche

- 6
50

Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms v. Canterbury

- 13
60

Piusbruderschaft, quo vadis?

- 19
100

Recktenwald: Moral ohne Gott?

- 46

Zum Ranking der Vormonate


16. August
Podcast

Mein Podcast ist inzwischen auch auf der Podcast-Suchmaschine fyyd gelistet.


16. August
Edmund Bishop

Vor 150 Jahren, am 16. August 1867, konvertierte der bedeutende anglikanische Liturgiewissenschaftler Edmund Bishop (1846-1917) zur katholischen Kirche. Er war Privatsekretär Thomas Carlyles, arbeitete von 1864 bis 1885 im englischen Unterrichtsministerium und war ein “Anreger und Mitarbeiter benediktinischer liturgiehistorischer Forschung” (LThK, 2. Auflage).


15. August
Das Zitat

Das Gebet ist die Nahrung der Liebe, die Stärkung des Glaubens, die Festigung der Hoffnung und Freude für das Herz. Es hilft, die Wahrheit zu entdecken, Versuchungen zu überwinden, den Schmerz in den Griff zu bekommen, die Vorsätze zu erneuern und die Mittelmäßigkeit zu überwinden. Das Gebet verzehrt den Rost der Sünde und entflammt das Feuer der Liebe. Das Gebet vermag den Himmel zu öffnen.

Hl. Petrus von Alcantara


15. August
Dominikaner

Vor 800 Jahren, am 15. August 1217, versammelte der hl. Dominikus im Kloster Prouille seine Ordensbrüder, um viele von ihnen als Prediger in die Welt zu schicken, genauer: nach Paris, Rom, Bologna und Spanien. Erst am 21. Januar desselben Jahres hatte Papst Honorius III. (1216-1227) den Predigerorden bestätigt.


4. August
Benedikt und die Krise der Wölfe

Die fünfte Episode meines Podcasts ist erschienen. Dieses Mal fühle ich unter dem Titel Benedikt XVI. und die Krise der Wölfe der modernistischen Kritik an Papst und Lehramt auf den Zahn.


4. August
Pro Comperto Sane

Vor 50 Jahren, am 6. August 1967, begrenzte Papst Paul VI. mit dem Motu Proprio Pro Comperto Sane die Beauftragung der Mitarbeiter der römischen Kongregationen auf fünf Jahre. Kardinal Müller bekam diese Bestimmung in diesem Jahr zu spüren.


4. August
Petrus Chrysolanus

Vor 900 Jahren, am 6. August 1117, starb in Rom Petrus Chrysolanus (Grossolano). Er wurde 1097 Bischof von Savona, 1102 Erzbischof von Mailand. 1103 und endgültig 1112 wurde er von den Reformern verjagt. Das griechische Kloster St. Sabas wurde sein Zufluchtsort.


3. August
Generalkapitel der OMI

Vor 150 Jahren, vom 5. bis 18. August 1867, fand das Generalkapitel der OMI statt, das wichtige Weichenstellungen für die Nordmission beschloss, wie aus der Biographie Grandins hervorgeht.


3. August
Jean-Marie Kardinal Lustiger

Vor zehn Jahren, am 5. August 2007, starb in Paris im Alter von 80 Jahren Jean-Marie Kardinal Lustiger, Erzbischof von Paris. Er war ein Kind polnischer Juden und konvertierte 1940 zum katholischen Glauben. 1979 wurde er Bischof von Orléans, 1981 Erzbischof von Paris.

In seinem Buch Gotteswahl ging Lustiger auf die Wurzeln des Antisemitismus ein und machte nicht etwa das Christentum, sondern die Aufklärung für den Antisemitismus eines Hitlers verantwortlich: “Ich glaube, dass der Antisemitismus Hitlers aus dem Antisemitismus der Aufklärung hervorgegangen ist. Ich weiß nicht, ob die Historiker in ihren Untersuchungen schon bis zu diesem Punkt vorgedrungen sind” (S. 86). Als Beispiel nennt er Voltaire, der ein ausgemachter Antisemit gewesen sei. Dieser Antisemitismus bedeute ... weiterlesen


2. August
Stitcher

Auch die saarländische Bloggerin der Gnadenvergiftung hat inzwischen auf meinen Podcast hingewiesen. Außerdem ist er auf Stitcher (“der leichteste Weg sein, um das Beste aus über 65.000 Sendungen und Podcasts zu entdecken”) gelistet.


2. August
Die unentdeckten Seiten von kath-info (2)

An zweiter Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten steht die Seite mit den Biographien über Alain de Solminihac, Francisco Gárate und Jean Rigoleuc.


2. August
Symbolik
oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

129. Folge

Noch erlauben wir uns folgende Stellen aus Luthers Auslegung des Briefes an die Galater unsern Lesern zur Kennmis zu bringen. “Unsere Pabisten und Sophisten, sagt er, haben dergleichen auch geleret, als nemlich, das man solt an Christum glauben, und das der glaube die Grundfeste were der seligkeit. Aber doch künde derselbige glaube niemand gerecht machen, Es were denn fides formata. Das ist, er hette seine rechte gestalt von der Liebe zuvor empfangen. Dieses ist denn nicht die wahrheit, sondern ein eitler, ertichter Schein und falsche triegliche teuscherei des Evangelii.”

“Darumb ists nur ungeheuers unnützs gewesche, wie die tollen Sophisten vom fide formata, das ist, von dem glauben, der seine rechte Art und Gestalt von der Liebe empfahen sol, geleret haben. Denn allein der glaube machet gerecht, der durchs wort Christum ergreifet, und mit dem geschmückt oder gezieret wird, und nicht der glaube, der die Liebe in sich schleußt. Denn sol der glaube gewiß und beständig sein, so muß er sonst nichts anders ergreifen, noch sich an etwas anders halten, denn nur an den einigen Christum. Denn in not des Gewissens, kan er sonst auf keinem andern Grund bestehen, denn auf dieser edlen perlen allein. Derhalben, es schrecke einen das gesetz und drücke in der Sünde last, wie seer sie immer künnen, so kan er dennoch, wo er Christum durch den glauben ergrieffen hat, gleichwol nichts deste weniger jmmerdar rhümen, das er dennoch gerecht und from sei. Wie gehet aber das zu? und wodurch ist er so gerecht? Durch den edlen Schatz und Perle, so da heißt Jesus Christus, welchen er durch den glauben zu eigen hat” (Luthers Werke. Wittenb. Ausg. I. Thl. fol. 47. b.).

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


1. August
Podcast: Vierte Episode erschienen

Gestern ist für alle, die ein wenig in die Philosophie hineinschnuppern wollen, die vierte Episode meines Podcasts erschienen. Sie widmet sich einem Thema der Anthropologie, nämlich der Handlungstheorie, und erklärt, wie sich im Verständnis der menschlichen Handlung das ganze Menschenbild widerspiegelt.


1. August
Ernst von Moy de Sons

Vor 150 Jahren, am 1. August 1867, starb in Mühlau bei Innsbruck der am 10. August 1799 in München geborene Kanonist Ernst von Moy de Sons. Er war Professor in Würzburg, München und Innsbruck, in Innsbruck war er zudem seit 1858 Rektor der Universität. Sein Hauptwerk ist das Lehrbuch des bayerischen Staatsrechts. 1854 gründete er in Innsbruck die kirchenrechtliche Fachzeitschrift Archiv für katholisches Kirchenrecht mit besonderer Rücksicht auf Österreich, die noch heute existiert. Er sorgte 1859 für die Berufung von Nikolaus Nilles auf den Innsbrucker Lehrstuhl für Kirchenrecht.


31. Juli
Die unentdeckten Seiten von kath-info

Welche Seiten rangieren im Jahresranking 2016 an unterster Stelle, sind also am wenigsten aufgerufen worden? Diese unentdeckten Perlen möchte ich hier nach und nach vorstellen. Es werden dabei nur jene Seiten berücksichtigt, die schon zu Beginn des Jahres 2016 existierten. Von diesen genau 600 Seiten wurde am seltensten der Bericht über die Ermordung unseres Priesters Kenneth Walker FSSP aufgerufen, und zwar die deutschsprachige Seite. Die englischsprachige wurde häufiger aufgerufen. Diese kam auf Platz 75 der am seltensten aufgerufenen Seiten zu stehen.


31. Juli
Elisabeth Eppinger

Vor 150 Jahren, am 31. Juli 1867, starb im elsässischen Oberbronn im Alter von 52 Jahren die Mystikerin Elisabeth Eppinger. Sie gründete 1849 die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern), die sich ganz der Pflege der Armen, Alten und Kranken widmen. Ihr Seligsprechungsprozess ist bereits bis zur Feststellung ihres heroischen Tugendgrades im Jahre 2011 fortgeschritten.


31. Juli
Johannes Colombini

Vor 650 Jahren, am 31. Juli 1367, starb in Italien im Alter von 63 Jahren der aus Siena stammende selige Johannes Colombini. Durch die Lektüre des Lebens der hl. Maria von Ägypten bekehrt, führte er ein Leben der Buße und Nächstenliebe und gründete den Laienorden der Jesuaten, der bis 1668 existierte.


30. Juli
Predigt zum 8. Sonntag nach Pfingsten


29. Juli
Es geht weiter

Auch The Cathwalk hat jetzt auf meinen Podcast hingewiesen.
Über 2300 mal wurden in dieser Woche die Episoden des Podcasts heruntergeladen oder gestreamt. Die Hörer kamen aus 35 verschiedenen Ländern, selbst aus Japan, Mexiko und Ecuador.


29. Juli
Ein Liturgiefuchs in Hannover

Seit neun Jahren feiert die Priesterbruderschaft St. Petrus die Sonntagsmesse in Hannover. Dabei hat sie das Glück, dass ihr die bedeutendste Kirche Hannovers zur Verfügung steht, die Basilika St. Clemens. Das Hochamt der Petrusbruderschaft ist einer von fünf Gottesdiensten, die dort jeden Sonntag stattfinden.

Nun hat, wie ich heute entdeckt habe, ein mir unbekannter “Liturgiefuchs” (so die Selbstbezeichnung) am Sonntag, den 16. Juli 2017, alle fünf Gottesdienste besucht und am 27. Juli in seinem Blog unter dem Titel Experiment in St. Clemens — Ein Tag im Leben einer Kirche darüber berichtet (mit Fotos). Der Liturgiefuchs, der selber nicht katholisch ist, kam nicht als Parteigänger einer bestimmten Art der Liturgie, sondern mit einer offenen, wohlwollenden Haltung allen Formen gegenüber.

In seinem Bericht über unser Hochamt fällt ihm unter anderem die Beichte auf (“Fünf Minuten vor Beginn der Messe verließ der Priester in aller Stille den Beichtstuhl und ging in die Sakristei. Er hatte der Gemeinde Gottes bis zum letzten Moment vor Messbeginn als Beichtvater gedient”) und die aktive Teilnahme der Gemeinde: Mit “bemerkenswerter tonaler Sicherheit respondierte die Gemeinde [nämlich auf das Ordinarium der 11. Messe, das von einer “Schola aus glockenklaren Frauenstimmen” gesungen wurde]. Sodass ich hier – an vielleicht unvermuteter Stelle – erlebte, wie alle im Kirchraum an der heiligen Handlung beteiligt waren und alle genau das verwirklichten, was das Neue Testament das priesterliche Volk nennt.”

Diese Bemerkung ist deshalb von besonderem Interesse, weil dem Vorurteil widerspricht, die überlieferte Liturgie werde dem Wunsch des Zweiten Vatikanischen Konzils nach der tätigen Teilnahme der Gläubigen nicht gerecht. So hatte noch kürzlich der Fribourger Liturgiewissenschaftler Martin Klöckener argumentiert in seiner rabiaten Kritik des Wunsches Benedikts XVI. nach innerer Versöhnung und friedlichen Koexistenz des alten und neuen Messritus, die katholisch.de freundlicherweise am 7. Juli 2017, zum zehnten Jahrestags des Motu proprio Summorum Pontificum, veröffentlichte.

Über die Predigt heißt es: “Die Predigt war tatsächlich der einzige Ort, an dem die individuelle Strahlkraft der Person des Priesters aufschien. Im gesamten Rest der Feier trat seine Person wohltuend hinter dem Dienstamt zurück. Er legte in der Ansprache an die Gemeinde den Finger auf eine kaum beachtete Stelle: auf das ‘Wunder zwischen den Zeilen’, wie er es fein beobachtet hatte. Dass die Menschen damals Christus nämlich drei Tage lang zugehört haben. Drei lange Tage ohne zu murren und zu meutern. ‘Ihr würdet doch nach drei Stunden schon meutern!’, sagte er augenzwinkernd und die Gemeinde grinste hörbar. An der Universität hörte ich oft das Vorurteil, dass ein Priester entweder predigen kann oder ein guter Liturg ist. Der Pater strafte das Vorurteil Lügen. Auch er sprach ohne Manuskript, frei und aus dem offenen Herzen.”

Außerdem fällt unserem wohlwollenden Beobachter die getragene Ruhe, die stille Anbetung, die kniende Mundkommunion und das junge Durchschnittsalter der Gemeinde auf. Dieser Ritus, der in aller Stille der Heiligkeit des Herrn gerecht werden wolle, spreche also auch heute noch vor allem junge Menschen an. “Es war die zweite Messe an diesem Tag, die mir Kraft gegeben hat.”

Die Predigt können Sie übrigens auf soundcloud nachhören (um genau zu sein: Es handelt sich um “dieselbe” Predigt, die ich an eben jenem Sonntag auch in Recklinghausen gehalten hatte).


28. Juli
iTunes

Meinen Podcast gibts auch auf iTunes.


28. Juli
Die Abstürze des Jahres 2016: Teil 3

Die Aufsteiger des Jahres 2016 unter den kath-info-Artikeln habe ich schon bekanntgegeben. Es gibt natürlich auch das Umgekehrte. Welche Artikel haben die meisten Leser verloren? Das sagt natürlich nichts über die Qualität des Artikels aus, denn dieses Ranking ist kein Wertungsranking. Da die meisten Leser über Suchmaschinen auf kath-info kommen, sagt es lediglich etwas darüber aus, nach welchen Themen und Namen weniger gesucht wird und damit auch darüber, welche Regionen von kath-info mehr oder weniger unentdecktes Land sind. Ich gebe die Top 30 (von genau 600 Seiten) unter den Absteigern in drei Schritten bekannt. In der rechten Spalte wird die Anzahl der Plätze angegeben, um die die Seite im Vergleich zum Vorjahr gefallen ist.

Platz Die Absteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 3. Teil:
Die Plätze 21-30
gefallene Plätze
21

Lesch: Dunkle Wolken über Rom

101
22

Ratzinger: Die Konturen des Glaubens verschwinden

100
23

Scheeben: Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

100
24

Prosinger: Die zentrale Bedeutung der Liturgie in Lumen fidei

100
25

Nachruf auf Eduard Kamenicky / Ruinen im Licht

98
26

Uwe Postl: 5th of Novembre from Vatican Station

97
27

Sven Conrad: Der Tod der Schafe durch die Hirten. Zum Cloyne–Report

96
28

Michael Wildfeuer: Felix culpa

94
29

Recktenwald: Die Missbrauchssünden und der Mainstream der deutschen Moraltheologie

94
30

Benno von Meißen / Tschiderer / Benilde Romançon

94

Zu den Plätzen 1 bis 20


27. Juli
Der Podcast wird bekannt

Kath.news hat als erstes über meinen neuen Podcast berichtet. Zwei Tage später, nämlich gestern, folgte Josef Bordat. Sollte ich ein Blog übersehen haben, bitte ich um Hinweise.


27. Juli
Mirjam Baouardy von Abellin

Vor 150 Jahren, am 27. Juli 1867, wurde die hl. Mirjam Baouardy von Abellin (1846-1878) im Karmel von Pau eingekleidet und erhielt den Namen Maria von Jesus dem Gekreuzigten. Sie stammte aus Galiläa und war eine mit vielen Charismen begnadete Mystikerin. 1983 wurde sie selig-, 2015 heiliggesprochen. Von ihr stammt das bekannte Morgengebet:

“Herr Jesus Christus, im Schweigen dieses anbrechenden Morgens komme ich zu Dir und bitte Dich mit Demut und Vertrauen um Deinen Frieden, Deine Weisheit, Deine Kraft. Gib, dass ich heute die Welt betrachte mit Augen, die voller Liebe sind. Lass mich begreifen, dass alle Herrlichkeit der Kirche aus Deinem Kreuz als deren Quelle entspringt. Lass mich meinen Nächsten als den Menschen empfangen, den Du durch mich lieben willst. Schenke mir die Bereitschaft, ihm mit Hingabe zu dienen und alles Gute, das Du in ihn hineingelegt hast, zu entfalten. Meine Worte sollen Sanftmut ausstrahlen, und mein ganzes Verhalten soll Frieden stiften. Nur jene Gedanken, die Segen verbreiten, sollen in meinem Geiste haften bleiben. Verschließe meine Ohren vor jedem übelwollenden Wort und jeder böswilligen Kritik. Möge meine Zunge nur dazu dienen, das Gute hervorzuheben. Vor allem bewirke, oh Herr, dass ich so voller Frohmut und Wohlwollen bin, dass alle, die mir begegnen, sowohl Deine Gegenwart als auch Deine Liebe spüren. Bekleide mich mit dem Glanz Deiner Güte und Deiner Schönheit, damit ich Dich im Verlaufe dieses Tages offenbare. Amen.”


26. Juli
Podcast

Mit großer Freude kann ich mitteilen, dass ich einen Podcast eingerichtet habe. Ein Podcast ist eine Folge von Hörbeiträgen, die man abonnieren kann. Ich habe vor, neue und alte Beiträge anzubieten. Mit alten Beiträgen meine ich Artikel, die schon auf kath-info erschienen sind. Damit hoffe ich auf eine größere Reichweite. Bis jetzt sind drei Episoden (so nennt man die einzelnen Beiträge eines Podcasts) erschienen.
Meine Predigten erscheinen weiterhin auf soundcloud.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie dieses Apostolat unterstützen, indem Sie den Podcast abonnieren und bekannt machen. Danke!


25. Juli
Erhellende Arbeit

Heute ist in der Tagespost ein Artikel erschienen, der im Rahmen eines Kommentars zu meinem Artikel vom 1. Juli das wertvollste Kompliment zu meiner Anselm-Arbeit enthält, das ich mir denken kann:
"P. Engelbert Recktenwald verdanken wir eine, nein: die erhellende Arbeit zum berühmten Argument Anselms von Canterbury, der von dem Gedanken ausging, Gott sei der, über den hinaus nichts Größeres = Besseres gedacht werden könne: Die ethische Struktur des Denkens von Anselm von Canterbury (Heidelberg 1998)."
Und dieses Kompliment stammt von keinem Geringeren als Jörg Splett.

Jörg Splett gehört zu den wenigen Philosophen, die imstande sind, das Phänomen des Guten und des Sollens zu erfassen und ihm in seiner Philosophie gerecht zu werden. Die meisten Denker philosophieren das moralisch Gute hinweg, entweder, indem sie es im Rahmen des naturalistischen Fehlschlusses mit dem, was im besten Fall bloß Träger des Guten ist, identifizieren, oder indem sie seine Existenz leugnen. Zur ersten Theoriegruppe gehören z.B. Eudämonismus (das Gute ist das Glück) und Utilitarismus (das Gute ist das Nützliche), zur zweiten Gruppe alle Spielarten des Nonkognitivismus wie Präskriptivismus (z.B. Hare: Werturteile sind eine Art von Imperativen), Emotivismus (z.B. Stevenson: Werturteile drücken billigende oder missbilligende Gefühle aus) und die Irrtumstheorie Mackies. Dagegen stellt Splett fest: Die sittliche Erfahrung ist “einer externen Begründung weder fähig noch bedürftig. Die Herrlichkeit des ergreifenden Guten erweist sich (durch sich) selbst.” Die Reflexion auf diese Erfahrung und auf das Unbedingte, das sich in ihr offenbart, findet - mit den Worten Schellings - im Gewissen den “einzigen offenen Punkt, durch den der Himmel hereinscheint” (Jörg Splett, "Wenn es Gott nicht gibt, ist alles erlaubt"? Zur theo-logischen Dimension des sittlichen Bewußtseins; in: Walter Kerber (Hg.), Das Absolute in der Ethik, München 1991, S. 131-156).

Dass diese sittliche Erfahrung auch der Ausgangspunkt des Anselmschen Gottesbeweises ist, habe ich in der von Splett erwähnten Anselm-Arbeit zu zeigen versucht, von der ein Ausschnitt auch auf kath-info veröffentlicht ist.

Der Artikel in der Tagespost, auf den sich Splett bezieht, ist als Hörbeitrag auf youtube erschienen.


25. Juli
Zerstörende Theologie

Prof. Dr. Georg May findet schonungslose Worte, um die Situation der Kirche zu beschreiben: Sie befinde sich in einem Prozess der Selbstzerstörung, der zu einem guten Teil von der Theologie ausgehe. Diese provozierende Diagnose belegt er ausführlich auf über 1000 Seiten in seinem neuesten Buch 300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie, das Martin Lohmann in diesem Gespräch mit Georg May vorstellt. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hatte May zu diesem Buch ermutigt: “Besonders beunruhigt mich die Lage an den theologischen Fakultäten Deutschlands, die großenteils nicht in den Glauben hineinführen und noch weniger Hilfe auf dem Weg zum Priestertum sein können ... Deswegen ist ein Buch, in dem Du die ungläubige evangelische und katholische Theologie bloßstellst, höchst angebracht und notwendig.”
Ganz richtig stellt Georg May fest, dass der Auflösungsprozess der Theologie in der Exegese begann. Auf kath-info wurde dieser Prozess in dem Artikel von Erwin Hesse geschildert.

Ein besonders krasses Beispiel ungläubiger Theologie: Gotthold Hasenhüttl


24. Juli
Der Heilige der Landstraße

von Alfred Betschart

Wenn ich die Dornenkrönung betrachte, fühle ich mich erhoben zur Dreifaltigkeit Gottes.”

Dies ist eine nicht alltägliche, ja äußerst überraschende Aussage, und dazu von einem jungen Mann, der während seines kurzen Lebens freiwillig als Vagabund der Landstraße, aber als "heiliger Vagabund" gelebt hat. Es ist Benedikt Joseph Labre, für viele Gläubige unseres Jahrhunderts ein vollkommen unbekannter Heiliger, allein schon deswegen, weil unsere katholischen Heiligen in manchen Kirchen nicht mehr auf den Altären stehen, sondern zusammen mit den Altären und Kommunionbänken auf Bauschutthalden landeten oder auf den Dachböden der Kirchen verstauben. Und so verstauben sie auch in den Gedächtnissen und Herzen der Gläubigen.

Zudem gehört der hl. Benedikt Labre nicht zu den sogenannten berühmten Heiligen, wenn man dieses Wort im Zusammenhang mit den Heiligen gebrauchen darf. Benedikt Labre ist der Heilige der Landstraße. Hans Hümmeler schreibt deshalb über ihn:

"Man ist versucht, das geflügelte Wort vom 'sonderbaren Heiligen' auf ihn anzuwenden; aber es ist nicht wenigen so ergangen, dass sie zuerst den Kopf schüttelten über die seltsamen Formen seines Strebens nach Vollkommenheit, und ihm dann, von dem Zauber seiner Persönlichkeit bezwungen, am liebsten kniefällig Abbitte geleistet hätten. Er selbst hat es niemand verdacht, dass man seine Erscheinung verständnislos anstarrte und ihn wohl gar als einen Tagedieb aus der Kirche trieb. Er ging in Lumpen herum, verlaust und schmutzig. Nur ein Rosenkranz um seinen Hals, ein Messingkreuz auf der Brust und sein schweigsames, in sich gekehrtes Wesen verrieten, dass er nichts mit den Brüdern der Landstraße zu tun hatte."

Betrachtet man das Porträt Benedikt Labres, ist man erstaunt über den hohen Adel und die Innerlichkeit dieses Antlitzes. Die Augen sind halb geschlossen, um seinen Mund spielt ein leises, kaum wahrnehmbares Lächeln Es ist ein Antlitz, das trotz höchster Konzentration eine wunderbare Gelassenheit widerspiegelt. So sah der Künstler Antonio Cavalucci den Heiligen, als dieser in tiefster Anbetung vor dem Allerheiligsten versunken war (siehe Bild).

Die Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes war denn auch der tiefste und eigentlichste Lebensinhalt Benedikt Labres. Deshalb wollen wir ihn ein wenig kennenlernen, verbunden mit der flehentlichen Bitte, er möge uns etwas von seinem Geist und von seiner glühenden Liebe zum kostbarsten Geheimnis unseres katholischen Glaubens schenken: dem heiligsten Sakrament des Altares.

Herkunft des Heiligen

Benedikt Joseph Labre, wie sein voller Name lautet, wurde am 26. März 1748 zu Amettes, in der Nähe von Boulogne, in Frankreich geboren. Er war das älteste Kind sehr rechtschaffener Eltern, die eine große Kinderschar in christlichem Geiste erzogen. Der sehnlichste Wunsch der Eltern war, dass eines ihrer Kinder Priester werde. Sie setzten große Hoffnungen auf Benedikt, ihren Ältesten. Ein Onkel Benedikts, der Pfarrer war, gab ihm den ersten Lateinunterricht. Doch Benedikt soll sich wenig Mühe gegeben haben. Offenbar lag ihm auch das Studium nicht. Die Armen in abgelegenen Vierteln übten eine größere Anziehungskraft auf ihn aus als das Lateinbuch. Er suchte sie gerne auf und verschenkte ihnen sein ganzes Taschengeld. "Und wenn er dann heimkehrte, beschloss er seine Wanderungen mit einem langen Besuch vor dem Tabernakel in der Kirche seines Onkels" (A. Goodier).

Benedikt Labres Klosterversuche

Eines Tages trat Benedikt mit dem Entschluss vor seine Eltern, Trappist zu werden. Das Ideal dieses Ordens, das in scharfem Gegensatz steht zu den gängigen Normen der menschlichen Gesellschaft, zog ihn plötzlich an. Mit achtzehn Jahren versuchte er, diesen Entschluss in die Tat umzusetzen, trotz heftigen Widerstandes vonseiten der Eltern. Als sie aber Benedikts Entschlossenheit sahen, gaben sie schließlich nach.

Mit diesem Versuch beginnt für Benedikt – menschlich gesprochen - eine Tragödie. Die Trappisten nahmen ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht auf. Er versuchte es mehrmals bei anderen Klöstern und Orden. Obwohl er Aufnahme fand, war Benedikt der unglücklichste Mensch, er, der felsenfest davon überzeugt war, in der Abgeschiedenheit eines Klosters den Frieden seiner Seele finden zu können. Sobald er in einem Kloster war, überfielen ihn so qualvolle Seelenängste und Versuchungen, dass er buchstäblich aus dem Kloster floh oder von den Oberen entlassen werden musste. Nach dem letzten Scheitern wagte er es auch nicht mehr, zu seinen Eltern zurückzukehren. Er entschloss sich, Frankreich zu verlassen und nach Italien zu gehen.

Wird fortgesetzt.


23. Juli
Das Zitat

Die vollkommene Hingabe an den göttlichen Willen zur Zeit der Trübsal hilft uns, für die Ewigkeit große Schätze zu sammeln.

Hl. Vinzenz Pallotti


22. Juli
Die neue Inquisition

Das Gender-Imperium schlägt zurück. Ron Kubsch berichtet in seinem Blog über das von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte Online-Lexikon Agentin und führt dabei u.a. aus:

“Aufgebaut ist das wie eine ‘Täterdatei’. Hat jemand gegen Gender-Mainstream Stellung bezogen, etwa in einem Vortrag oder einem Buch, wird das im ‘Lexikon’ entsprechend vermerkt. Zu finden sind beispielsweise Einträge zu Rolf Hille, Stephan Holthaus, Daniel von Wachter oder auch das Netzwerk für ‘Bibel und Bekenntnis’. Sogar Harald Marteinstein, ein langjähriger Wähler der Grünen, wurde als NPD-nah eingestuft, weil er sich in der ZEIT kritisch zum Gender-Mainstream geäußert hatte. Eine Stellungnahme gegen Abtreibung oder die Frühsexualisierung in den Schulen wird so als ‘gezielter Tabubruch’ hingestellt. Bedeutungsumkehr. Wir merken: Es geht nicht um den Austausch von Argumenten, sondern um eine neue Form der Inquisition.”

Weitere Infos über Gender Mainstreaming


21. Juli
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

56. Folge

Denn gerade die große Bedeutung, welche die Proprietäten der einzelnen göttlichen Personen durch unsere Adoption zu Kindern Gottes für uns erlangen, gibt auch den Appropriationen von göttlichen Eigenschaften und Tätigkeiten ihren hohen Wert und einen besonders tiefen Sinn.

Früher haben wir nämlich gesehen, daß diese Appropriationen bei Gott angewandt werden, um sowohl die Person, der eine Eigenschaft oder Tätigkeit als der Repräsentantin derselben zugeschrieben wird, als auch diese Eigenschaften und Tätigkeiten selbst durch den besondern Glanz, den sie von ihrem Repräsentanten erhalten, in ein helleres Licht zu setzen. Wo aber ist es mehr geboten, die einzelnen göttlichen Personen in jeder möglichen Weise hervorzuheben und zu kennzeichnen als hier, wo wir in einem so lebendigen Rapport zu ihnen stehen? Und wo müssen die Eigenschaften, Tätigkeiten und Verhältnisse Gottes zur Kreatur mehr durch Beziehung auf die einzelnen Personen hervorgehoben werden, als auf dem Gebiete der Gnade, wo sie sich so enge an den hypostatischen Charakter derselben anschließen? Ja, die Appropriation wird hier oft so stark, daß sie sich kaum von der Proprietät unterscheiden läßt. Zeigen wir das an Beispielen.

Im Grunde sind wir durch die Gnade Kinder Gottes, nicht bloß des Vaters, sondern aller Personen in Gott, weil alle uns ihre Natur mitteilen. Aber weil dieses unser Verhältnis zu Gott gebildet ist nach dem Ideale des Verhältnisses zwischen Sohn und Vater, deshalb bezeichnet uns die Heilige Schrift durchgängig als Kinder des Vaters und Brüder des Sohnes. Ebenso ist es nicht der Heilige Geist allein, der durch die Gnade uns belebt und gleichsam als die Seele unserer Seele in uns wohnt. Aber gleichwohl nennt uns die Heilige Schrift in der Regel nicht Tempel des Vaters oder des Sohnes, weil das Einhauchen des göttlichen Lebens am klarsten in der Person hervortritt, welche in der Tat der persönliche Odem desselben ist. Daher erscheint der Vater speziell als derjenige, welcher uns als seine Kinder zeugt (und er tut das wirklich, obgleich nicht ohne die andern Personen), der Heilige Geist als derjenige, der, ausgehaucht von Vater und Sohn, uns das Leben des Vaters und Sohnes einhaucht. Der Sohn aber erscheint weder als Erzeuger noch als Beleber, sondern als derjenige, welcher in uns wiedergeboren wird, in uns von neuem zu sein und zu leben beginnt, und zwar wiedergeboren wird aus dem Vater, von dem er sein ewiges Sein hat und der sein Bild in uns abermal ausprägt, und durch den Heiligen Geist, der als göttliche Person von ihm ausgeht, aber eben deshalb auch das Leben, das er von ihm empfangen, in sein Abbild hinüberträgt. Strenggenommen könnte man auch vom Vater und dem Heiligen Geiste sagen, daß sie in uns zu sein und zu leben anfangen, nicht aber, daß sie in uns wiedergeboren werden, weil sie ihr eigenes Sein und Leben nicht durch Geburt haben.

§ 26. Die Dreifaltigkeit abermals als Wurzel der Gnadenordnung: ihre Verzweigung in dieselbe durch Fortsetzung der trinitarischen Produktionen und Einführung ihrer Produkte in die Außenwelt oder durch die Sendungen der göttlichen Personen

Dem Gesagten gemäß haben wir die Dreifaltigkeit der Personen insofern als die Wurzel einer übernatürlichen Ordnung der Dinge in den Geschöpfen der Gnadenordnung zu betrachten, als die letztere auf ihr und aus ihr als ihrem Grunde sich entwickelt und aufbaut und somit als Nachbildung ihrer innern Verhältnisse und Produktionen auch eine reale Offenbarung derselben ist.

Wenn die Trinität aber eine wahrhaft lebendige Wurzel ist, dann muß sie nicht nur jene Ordnung aus sich hervorgehen lassen und sie tragen; sie muß sich auch in dieselbe hineinleben, ihre Äste in sie hineinverzweigen, sie nach allen Seiten hin durchdringen; denn nur so erscheint sie mit ihrem Produkte zu einem organischen lebendigen Ganzen verflochten, wie auf botanischem Gebiete die Wurzel mit der Pflanze, die aus ihr entspringt und mit ihr einen Organismus bildet.

Auch in diesem Sinne bewährt sich die Dreifaltigkeit der göttlichen Personen als die Wurzel der Gnadenordnung, indem sie die Äste ihres innern Organismus in den ihr nachgebildeten Organismus verzweigt: d. h. indem sich in der Gnadenordnung eine Fortführung der ewigen Produktionen und Ausgänge und eine reale Einführung der ewigen Produkte derselben in die begnadete Kreatur darstellt. Wir finden nämlich in der Heiligen Schrift und den Vätern, wie zum Teil schon angedeutet, viele Ausdrücke, welche ohne Zweifel mehr aussagen, als eine bloße Nachbildung der ewigen Produktionen und Produkte in der Kreatur. Es ist die Rede von einer realen Einkehr des Sohnes Gottes in uns, wodurch er in uns wiedergeboren wird, besonders von einem Aufleuchten desselben in unserem Innern, wodurch er uns den Vater offenbart. Vorzüglich aber geht durch die ganze Heilige Schrift des Neuen Bundes die Idee einer Ausgießung des Heiligen Geistes in die Kreatur, wodurch er in derselben wohnt und sie mit den göttlichen Personen, von denen er ausgeht, verbindet.

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


20. Juli
Das Geheimnis des CD-Erfolgs

Auf die CD Requiem habe ich bereits aufmerksam gemacht. Nun hat die Tagespost sie heute ausführlich vorgestellt, und zwar unter dem bezeichnenden Titel: Choralgesang mit einem inneren Leuchten. Untertitel: Im Musikhimmel: Die “Requiem”-CD der Priesterbruderschaft St. Petrus stürmt die amerikanischen Charts. Barbara Stühlmeyer weiß zu berichten, dass der Produzent Christopher Alder bereits mit elf Grammys ausgezeichnet worden war. Er wurde von dem Gesang der Seminaristen unseres Seminars in Denton so überzeugt, dass er sich auf das Abenteuer einließ: Dieser Gesang öffne die Türen der Herzen. “‘Das, was wir hier tun’, sagt einer der Sänger, Frater Gerard Saguto aus Irland, der in den Seminaren von Rom und Wigratzbad lebte, bevor er nach Denton ging, ‘ist keine Performance. Es ist, was wir leben, es ist unser Leben.’ (...) Das Hören dieser ausgezeichneten CD ist uneingeschränkt empfehlenswert”, meint Frau Stühlmeyer.


20. Juli
Pedro Vidal

Vor 150 Jahren, am 20. Juli 1867, wurde in Igualada, Diözese Barcelona, der Kanonist Pedro Vidal SJ geboren. Von 1906 bis 1938 war er Professor für Kirchenrecht an der Gregoriana. 1908 wurde er Konsultor der Kodifikationskommission des CIC (Codex Iuris Canonici, also des zu erstellenden, von Pius X. in Auftrag gegebenen kirchlichen Gesetzbuches), 1918 Konsultor der PCI (der Pontificia Commissio CIC interpretando, die bei umstrittenen Fragen eine authentische Auslegung des 1917 veröffentlichten CIC geben sollte). Als fähiger Mitarbeiter wurde Pedro Vidal vom Papst nicht entlassen, sondern geschätzt und in insgesamt sechs römische Kongregationen als Berater berufen, so dass er “Säule des Hl. Offiziums” genannt wurde. Er starb am 24. Oktober 1938 in Rom.


18. Juli
Nur sechs von siebenundzwanzig?

Lehnen in Deutschland wirklich nur sechs von 27 Diözesanbischöfen ein Scheidungsritual ab? Hubert Gindert berichtet im FELS (Juli 2017), dass eine Leserin in dieser Sache alle deutschen Diözesanbischöfe angeschrieben habe. Nur sechs Bischöfe antworteten eindeutig, acht antworteten mit “mehr oder weniger höflichen Floskeln und Ausflüchten”, der Rest antwortete gar nicht. Hintergrund der Anfrage war eine Ausgabe der im Herder-Verlag erscheinenden Zeitschrift Gottesdienst (2/2017), in der für Scheidungsrituale geworben wurde. Dr. Francois Reckinger hatte im FELS vom März 2017 die Zeitschrift kritisiert mit den Worten: “Mit dem Leitartikel unter dem oben genannten Titel ‘Scheidungsrituale’ ist nun allerdings ein Grad des Widerspruchs gegenüber der geltenden kirchlichen Lehre erreicht, den wir als gläubige und gewissenhafte Christen – Laien und Amtsträger – nicht hinnehmen können und dürfen.”

Zum Thema Bischofsamt


18. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer eigenen Seite wurde untergebracht die Rezension der spannenden Biogrophie des größten Indianermissionars des 19. Jahrhunderts Pieter-Jan De Smet. Der Hörbeitrag über das Gewissen als Ersatzerlöser findet sich auf der Themenseite über Amoris laetitia, das Zitat Spaemann Nur Liebe nimmt Liebe wahr aus seinem Psalmenkommentar auf der Seite mit dem Artikel über die Liebe als Schlüssel zur Erkenntnis.


17. Juli
Essays auf youtube

Auf meinem Youtube-Kanal habe ich damit begonnen, den einen oder anderen Essay von mir zu veröffentlichen.


17. Juli
Anziehende Schönheit

Für mich wurde erst dort (beim Besuch der hl. Messe im alten Ritus) das platonisch inspirierte Bild einer himmlischen Liturgie erfahrbar. Immer wieder möchte ich mich in seine Tiefe versenken und Christus begegnen. Das gibt mir Kraft. Und es geht nicht nur mir so. Ein Blick in die Kirchenbänke genügt: Viele junge Menschen fühlen sich von der Schönheit, der Stille und der Ernsthaftigkeit der alten Messe angezogen. Weil sie dort der Zeit und dem Alltag enthoben Gott begegnen und beten können, unabhängig davon, welcher Priester eingeteilt ist, denn er verschwindet nahezu hinter der Form.

Alina Oehler in ihrem Artikel In der Versenkung, erschienen in der ZEIT Nr. 28/2017

Zum Thema: Bernward Deneke über seine erste Erfahrung mit der "alten Messe".


16. Juli
Sechs Heilige

Vor 250 Jahren, am 16. Juli 1767, sprach Papst Clemens XIII. sechs Personen heilig:
Johanna Franziska von Chantal (1572-1641), José Calasanz (um 1556-1648, Patron der katholischen Volksschulen), Hieronymus Ämiliani (1486-1537, Schutzpatron der Waisen), Johannes von Krakau (1390-1473), Josef von Copertino (1603-1663, Patron der Astronauten), und Seraphim von Montegranaro (1540-1604).


15. Juli
Polnisch

Mein Artikel über die Toleranz ist jetzt auch auf Polnisch erschienen.


15. Juli
Stanislaus Arlet

Vor 300 Jahren, am 15. Juli 1717, starb in Potosi, Bolivien, im Alter von 54 Jahren der aus Oppeln stammende Missionar Stanislaus Arlet SJ. Seit 1697 war er Missionar bei den Mojos. 1703 wurde er Professor der Theologie an der Universität Chuquisaca (Sucre, La Plata), der zweitältesten Universität Amerikas.


14. Juli
Vianneys Kampf gegen die religiöse Unwissenheit

Von Francis Trochu

Vianney war sich bewusst, dass sich seinem Eifer ein furchtbarer Feind entgegenstemmen werde: die ganze niederziehende Schwere und Trägheit von Menschen, die an ihren alten Gewohnheiten festhalten. Keines seiner Pfarrkinder hatte vor ihm die Tür zugeschlagen. Wer bis jetzt in die heilige Messe ging, wird auch weiterhin kommen. Aber er möge um Gottes willen nicht noch mehr verlangen!

Das Gegenteil tat er. Der junge Hirte fühlte sich vor Gott für alle Seelen von Ars verantwortlich und war entschlossen, sie erst an dem Tag in Ruhe zu lassen, an dem alle Missstände aus der Pfarrei verschwunden wären. Über Gebet und Buße hinaus wollte er sich durch Wort und Tat für dieses Ziel einsetzen.

Die Heilighaltung des Sonntags, mit dem das christliche Leben steht und fällt, hatte er sich als Erstes zum Ziel gesetzt. Das Haus des Herrn stand verlassen. Hierher mussten die Gläubigen zurückgeführt werden. Also galt es, das Gotteshaus selber anziehend auszustatten. Die Arser Kirche zum hl. Sixtus war im Jahre 1818 “arm nach innen und außen”. Die Ausstattung war mehr als bescheiden.

Diese alte Kirche hatte Vianney sogleich wie ein Stückchen Vaterhaus in sein Herz geschlossen. Bei der Verschönerung setzte er mit dem Altar, dem Mittelpunkt und tiefsten Seinsgrund des Heiligtums, ein. Aus Ehrfurcht vor der hl. Eucharistie sollte alles so schön wie nur möglich werden. Für diese Anschaffung klopfte er nicht an die Tür des Schlosses, sondern bestritt alles aus eigener Tasche. Mit einer glühenden Herzensfreude half er den Arbeitern, den Altar aufzurichten. Um ihn noch reicher auszustatten, machte er den Weg nach Lyon hin und zurück zu Fuß und brachte aus der Stadt zwei Engelsköpfe heim, die er zu beiden Seiten des Tabernakels aufstellte. Getäfel und Schnitzwerk strich er selber und schuf so der Kirche ein gefälligeres und würdigeres Aussehen.

Dann mehrte er die “Hauseinrichtung des lieben Herrgotts”, wie er sich in seiner bildhaften Sprache ausdrückte. In Lyon suchte er Stickerinnen und Goldschmiede auf und kaufte bei ihnen, was er an Kostbarstem entdeckte.

“In der Nähe lebt ein kleiner Landpfarrer”, vertrauten sich seine Lieferanten gegenseitig an, “mager, schlecht gekleidet, der dreinschaut, als habe er keinen Heller in der Tasche, und dem für seine Kirche gerade das Beste gut genug ist!”

Im Jahre 1825 nahm ihn Fräulein von Ars eines Tages mit in die große Stadt zur Beschaffung eines neuen Messgewandes. Bei jeder neuen Vorlage wiederholte er: “Nicht schön genug ..., es muss schöner sein als das!”

Die äußere Instandsetzung seiner Kirche sollte nicht vergebliche Mühe sein. Sie zeugte für den heiligen Eifer des Pfarrers, erfreute die frommen Seelen und lockte bald einige neue Personen, die vielleicht mehr aus Neugierde als aus Frömmigkeit kamen, in den Sonntagsgottesdienst.

Die Unwissenheit und die daraus erwachsende “Gleichgültigkeit in religiösen Dingen” – nicht aber Unglaube, denn diese Menschen hatten ihren Glauben bewahrt – bildete das Krebsübel bei der armen Bevölkerung. In dieser Unwissenheit sah ihr strenger, aber klar schauender Pfarrer nicht bloß eine Lücke, er betrachtete es als Sünde.

“Ich bin sicher”, erklärte er von der Kanzel herab, “dass diese eine Sünde mehr Menschen in die Hölle stürzt als alle andern zusammen. Denn eine religiös unwissende Person erkennt nicht das Böse, das sie anrichtet, und auch nicht das Gute, das sie durch das Sündigen preisgibt.”

Deshalb ging er mit einer heiligen Leidenschaft an die Unterweisung der Pfarrkinder. Früher hatte er im Schweiße seines Angesichtes die Scholle umgegraben. Aber jene Arbeit der Hände war eitel Erholung gewesen im Vergleich zu der unerhörten Mühe, die er sich in Zukunft auferlegen wird.

Wird fortgesetzt.

Es handelt sich bei diesem Text um ein Kapitel aus dem Buch Francis Trochu, Der heilige Pfarrer von Ars. Jean-Marie Vianney 1786-1859. Aus dem Französischen übersetzt von P. Justinian Widlöcher, Kapuziner. Das Buch gilt als die beste Lebensbeschreibung des hl. Johannes Maria Vianney. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Christiana-Verlags.


13. Juli
Die unangenehme Wahrheit

Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen in der Welt begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein.
Die Muttegottes heute vor 100 Jahren in Fatima

Spaemann: "Die Hölle ist Ausdruck der frei gewählten göttlichen Ohnmacht gegenüber dem Willen der Menschen. Weil Gott sich hinsichtlich seiner Schöpfung zurückgenommen hat, bricht er den Willen des Menschen nicht. Gerade deshalb ist die Hölle als eine Konsequenz, die dem Menschen vor Augen steht, unbedingt ernst zu nehmen."
Ein gerechter Gott, sagt Spaemann, könne schwerlich zugleich ein barmherziger Gott sein. Die Menschen aber verlangten beides: göttliche Strafe für unmenschliche Verbrechen, aber Gnade, wenn es um Höllenstrafen gehe. In der heutigen Gesellschaft sei der Gedanke gegenwärtig: "Hölle soll schon sein, aber wir bestimmen, wer da hineinkommt."


11. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Der Spiegel wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat Eduard Kaesers über die Erklärungskraft der Naturgesetze findet sich auf der Seite über den Naturalismus, das John Grays über das paradoxe Verhältnis von Wissenschaft und Vernunft auf dieser Seite.


9. Juli
Vergebung statt Wegschauen

Wenn sie [die Kirche] die Sakramente der Buße und der Eucharistie anbieten würde, nur um das Gefühl des Dazugehörens nicht zu stören, ohne auf die Überwindung des objektiven Hindernisses des Sakramentenempfangs aufmerksam zu machen, würde sie den Menschen in einer falschen Heilssicherheit wiegen. Nur Gott allein schaut in die Herzen; und ihm steht das letzte Urteil über jeden einzelnen Menschen zu. Aber die Kirche muss ich an den Weg der sakramentalen Heilsvermittlung halten. Das Bußsakrament ist nicht dazu da, um den Menschen das Sündenbewusstsein auszureden, sondern um in ihm Reue zu erwecken mit dem Vorsatz, sein Leben zu bessern, damit durch die Absolution die Schuld wirklich ausgelöscht wird. Die Absolution ist eine wirkliche Sündenvergebung und nicht nur eine Erklärung, dass Gott über sie hinwegsieht.

Gerhard Kardinal Müller in seinem Buch Der Papst. Sendung und Auftrag, Herder 2017, 608 Seiten, S. 105.


8. Juli
Überspringender Funke

Dass der Papst selbst sich der alten Messe annahm bestätigte die Zukunftstauglichkeit der alten Messe. Doch die psychologische Wirkung allein wäre damit unzureichend beschrieben. Die Feier der alten Messe vermittelt ein Kontrastprogramm zu vielen absterbenden Gemeinden, weil sie alle gesellschaftlichen Gruppen erreicht und die jüngere Generation anspricht. Der eigentliche Gewinn des Motu proprio liegt nicht allein in der Vervielfachung der Messorte, sondern in dem Funken, der dadurch auf viele Priester und Gläubige übergesprungen ist, die selbstverständlich beide Formen des römischen Ritus feiern.

Aus: Regina Einig in ihrem Artikel zum zehnten Jahrstag des Motu Proprio Summorum Pontificum Die sanfte Befreitung, Tagespost vom 6. Juli 2017


8. Juli
Lieben und leiden

“Man kann nicht lieben, ohne zu leiden, aber das Leiden ist liebenswert, wenn man liebt (Augustinus).”

Der hl. Franz von Sales heute vor 400 Jahren in einem Brief an die hl. Johanna Franziska von Chantal.


7. Juli
Der Papst und sein Präfekt

Das war die Zeit [Februar 2014, als Papst Franziskus den Präfekten der Glaubenskongregation Erzbischof Gerhard Ludwig Müller zum Kardinal erhob], als Kardinal Walter Kasper beim nicht öffentlichen Teil desselben Konsistoriums seinen „key note speech“ zum Sakramentenempfang der Wiederverheirateten hielt und damit – auf Wunsch von Papst Franziskus – den quälenden Prozess des Ringens um die Sakramentenpastoral in Gang setzte, der mit „Amoris laetitia“ (formal) endete und in dessen Verlauf Kurie, Kardinalskollegium und Weltepiskopat in zwei Lager zerbrachen. Man kann es drehen und wenden, wie man will, und man muss die einzelnen Stationen dieses Wegs nicht im Einzelnen nachzeichnen, aber von Anfang an zeigte sich: Im entscheidenden Punkt, der dann in zwei Fußnoten des Kapitels acht von „Amoris laetitia“ seinen Ausdruck fand, stand Franziskus auf der einen und sein Glaubenspräfekt auf der anderen Seite.

In der Mitte der ersten Familiensynode, nach der Vorstellung des Zwischenberichts der Synodenleitung durch den ungarischen Kardinal Peter Erdö und Erzbischof Bruno Forte, kam es zum Aufstand in der Synodenaula und der, der am lautesten gegen die doch sehr zielgerichtete Regie der Synodenleitung protestierte, war Kardinal George Pell. Zu Beginn der zweiten Synode gehörte Müller zu den dreizehn Kardinälen, die in einem Brief an den Papst ihre Sorge über diese Form der Synodenregie zum Ausdruck brachten: Die Ergebnisse, so die Schreiber des Briefs, stünden bereits fest und die Teilnehmer der Synode seien bloß Statisten. Franziskus war überaus verärgert und erinnerte in einer zweiten, überraschend gehaltenen Ansprache zur Synodeneröffnung an den päpstlichen Primat.

Es kam „Amoris laetitia“ und der Papst wählte als theologischen Kommentator für die Pressekonferenz zur Vorstellung des Schreibens nicht den Präfekten der Glaubenskongregation, sondern Kardinal Schönborn, den Erzbischof von Wien. Kardinal Müller ließ sich einige Wochen Zeit, um dann von Madrid aus zu bekräftigen, dass auch „Amoris laetitia“ im Lichte des Lehramts von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. gelesen werden müsse. Der Papst und sein Glaubenspräfekt zogen nicht mehr an einem Strang. Als Franziskus schließlich vor einigen Monaten drei langjährige Mitarbeiter der Glaubenskongregation nach Hause schickte, er weder ihnen noch dem Präfekten Müller die Gründe hierfür nennen wollte, und sich der Kardinal in Interviews darüber beklagte, war es nur noch sehr schwer, hier etwas anderes als ein schwerwiegendes Zerwürfnis zwischen den beiden zu vermuten.

Aus: Guido Horst, Abgänge erschüttern Vatikan, Tagespost vom 4. Juli 2017


7. Juli
Seligsprechung

Vor 150 Jahren, am 7. Juli 1867, sprach Papst Pius IX. 205 Märtyrer selig, die in Japan den Tod gefunden hatten.


7. Juli
Summorum Pontificum

Heute wird das Motu Proprio Papst Benedikts XVI. Summorum Pontificum, mit dem die überlieferte Liturgie wieder allgemein freigegeben wurde, zehn Jahre alt. Einen Kommentar über seine Bedeutung schrieb auf kath-info der liturgiewissenschaftliche Experte der Petrusbruderschaft P. Sven Conrad.


6. Juli
Das Zitat

Die Gesalbten des Herrn sind ein heiliges Geschlecht, auserwählt von Ewigkeit zu Verwaltern Seiner Schätze in der heiligen Kirche, zu Spendern Seiner heiligen, geheimnisvollen Sakramente. Und deshalb muss ihr Wandel rein und heilig sein. Sie sind als Menschen vielen und großen Gefahren ausgesetzt. Doch mögen sie ernst bedenken, dass sie aus reiner Barmherzigkeit des Dreieinigen Gottes in einem Meer von Gnaden schwimmen. Rein und keusch seien ihre leiblichen Augen, abgewendet von den Eitelkeiten der argen Welt und ihrem Getriebe.

Worte, die die hl. Maria Bernarda Bütler von ihrem Schutzengel hörte


4. Juli
Das Zitat

Das Gebet ist eine Himmelsleiter. Auf steigt das Gebet und herab steigt Gottes Erbarmen.
Hl. Augustinus


4. Juli
Niccolò d’Albergati

Vor 600 Jahren, am 4. Juli 1417, wurde der selige Niccolò d’Albergati (1375-1443) zum Bischof von Bologna geweiht. 1426 wurde er Kardinal, 1435 gelang ihm auf der Friedenskonferenz von Arras die Herbeiführung des Friedensschlusses zwischen Frankreich und Burgund. Er war allgemein “als erfahrenster, wegen seiner Integrität geschätzter Diplomat der Kurie, in Italien und nördlich der Alpen als Friedensvermittler tätig” (LThK, 3. Auflage). Außerdem war er Beichtvater von Papst Eugen IV. (1431-1447). 1744 wurde er seliggesprochen.


25. Juni
Das Zitat

Die größte Ehre, die wir dem allmächtigen Gott geben können, besteht darin, froh zu leben in dem Wissen um seine Liebe.
Juliana von Norwich

Ich will alles gut machen, ich werde alles gut machen, ich darf alles gut machen, ich kann alles gut machen, und du selbst sollst sehen, dass alles gut sein wird.
Der Herr zur Mystikerin Juliana von Norwich


25. Juni
Franz Johann Evangelista Boll

Vor 150 Jahren, am 1. Juli 1867, wurde in Rothenburg ob der Tauber der katholische Altphilologie Franz Johann Evangelista Boll geboren. Er lehrte als Professor in Würzburg und Heidelberg. “Seine Bedeutung liegt in der textgeschichtlichen und kulturhistorischen Erschließung der griechischen Astrologie, deren Nachwirkungen er über Islam und Byzanz bis nach Europa und Ostasien verfolgte” (LThK, 2. Auflage). Er starb am 3. Juli 1924 in Heidelberg.


25. Juni
Johann Döhre

Vor 150 Jahren, am 1. Juli 1867, wurde in Dortmund Johann Döhre SVD geboren. 1903 zum Priester geweiht, kam er noch im selben Jahr nach Deutsch-Neuguinea, wo er fünf Jahre als Missionar wirkte. Er starb am 14. April 1927 in Geilenkirchen.


25. Juni
Wilhelm Wilmers

Vor 200 Jahren, am 30. Juni 1817, wurde in Boke bei Paderborn der Konzilstheologe Wilhelm Wilmers SJ geboren. Er war ein Wegbereiter der Neuscholastik in Deutschland und starb am 9. Mai 1889 in Exaeten bei Roermond.


25. Juni
Heiligsprechung

Vor 150 Jahren, am 29. Juni 1867, sprach Papst Pius IX. 25 Menschen heilig:

Am bekanntesten ist Paul vom Kreuz (1694-1775), der Gründer der Passionisten.

Leonhard von Porto Maurizio OFM (1676-1751) ist der Patron der Volksmissionare.

Germaine Cousin (1579-1601) war eine arme Schafhirtin mit schwerer Kindheit.

Maria Franziska von den fünf Wunden Christi (1715-1791) war eine stigmatisierte Mystikerin.

Der Märtyrer Josaphat Kunzewitsch (1580-1623) war griechisch-katholischer Erzbischof von Polock.

Pedro de Arbués (1441-1485) war Inquisitor von Aragonien und wurde zum Märtyrer.

Die 19 Märtyrer von Gorkum wurden Opfer fanatischer Calvinisten und starben unter anderem für ihren Glauben an das allerheiligste Altarsakrament. Ihre beeindruckende Geschichte kann man bei Ferdinand Holböck nachlesen.


24. Juni
Petrus Donders

Vor 150 Jahren, am 27. Juni 1867, legte der selige Petrus Donders C.Ss.R. (1807-1887) bei den Redemptoristen seine ewigen Gelübde ab. Er wirkte 45 Jahre lang als Missionar in Surinam und half besonders den Aussätzigen, so dass er den Ehrentitel “Apostel der Aussätzigen” erhielt. Am 23. Mai 1982 wurde er seliggesprochen.


24. Juni
Jean-Gabriel Coltee

Vor 150 Jahren, am 27. Juni 1867, wurde in Lisieux der Missionar Jean-Gabriel Coltee MSC geboren. Er trat 1888 bei den Herz-Jesu-Missionaren von Issoudun ein, kam 1893 als Missionar nach British Neu Guinea und wirkte ab 1902 als Schatzmeister seines Ordens in Australien. Er starb am 26. Januar 1945 in Frankreich.


24. Juni
Jerónimo Xavier

Vor 400 Jahren, am 27. Juni 1617, starb in Goa im Alter von 68 Jahren der Indienmissionar Jerónimo Xavier SJ. 1581 kam er nach Indien, wirkte von 1595 bis 1614 am Hof der Mogulkaiser Akbar und Jahangir und wurde so zum Gründer der Mogulmission. Er war ein Großneffe des hl. Franz Xaver (1506-1552).


24. Juni
Heinrich von Harcley

Vor 700 Jahren, am 26. Juni 1317, starb in Avignon der Theologe Heinrich von Harcley. Er war Skotist, Kanzler der Unversität von Oxford und vertrat deren Anliegen am päpstlichen Hof von Avignon gegen den Predigerorden.


24. Juni
Joseph Yuan Zaide

Vor 200 Jahren, am 24. Juni 1817, starb im chinesischen Chengdu als Märtyrer im Alter von ca. 50 Jahren der Priester Joseph Yuan Zaide. In der Christenverfolgung unter Kaiser Kia-Kin wurde er erdrosselt. Am 27. Mai 1900 wurde er seliggesprochen, am 1. Oktober 2000 mit 119 weiteren Märtyrern heiliggesprochen.


23. Juni
Götzendienst oder Gottesverherrlichung?

“Die katholische Kirche muß ein Werk des Teufels sein. Ihr betet ein Stück Brot an. Einen schlimmeren Götzendienst kann man sich gar nicht vorstellen”, so sagte vor Jahren ein evangelischer Christ zu mir. Ich dankte ihm für seine Worte. Da war endlich mal einer, der konsequent zu Ende gedacht hatte. Denn es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist Jesus nach der Wandlung nicht da - dann muß man diesen gotteslästerlichen Glauben daran entschieden ablehnen. Oder Jesus ist wirklich gegenwärtig, als wahrer Mensch und wahrer Gott - dann gibt es zur katholischen Kirche und zur Anbetung des Herrn im allerheiligsten Altarsakrament keine Alternative.

Ulrike und Thomas Schührer in ihrem Editorial zum Durchblick Nr. 94, Juni 2017


23. Juni
Jean Blanlo

Vor 400 Jahren, am 24. Juni 1617, wurde in Bayeux der Theologe Jean Blanlo geboren. Er dozierte Theologie im berühmten Priesterseminar von St. Sulpice, das Jean Jacques Olier gegründet hatte. Er schrieb das Buch L’Enfance chrétienne, durch welches er ein zu Unrecht in Vergessenheit geratener Vorläufer der Spiritualität der kleinen hl. Theresia wurde, aber auch - wie Spaemann in seinem Buch Fénelon. Reflexion und Spontaneität zeigt - Fénelons in dessem Streben nach der reinen Liebe, die in kindlicher Einfachheit ohne Reflexion auf sich selbst das Gute erstrebt und tut. Blanlo starb am 4. April 1657, zwei Tage nach Olier.


23. Juni
Louis Brisson

Vor 200 Jahren, am 23. Juni 1817, wurde in Plancy-l’Abbaye (Aube) der selige Louis Alexandre Sosthène Brisson, der Gründer der Oblaten und der Oblatinnen des hl. Franz von Sales, geboren. Seine Lebensbeschreibung aus der Feder von Dr. Josef Bordat findet sich auf kath-info.


21. Juni
Neu im Personenregister:
Robert M. Zoske, Rudolf Acquaviva


21. Juni
Francesco Spinelli

Vor 25 Jahren, am 21. Juni 1992, wurde Francesco Spinelli (1853-1913) seliggesprochen. Er war Priester, Professor der Philosophie in Bergamo und Gründer der Anbetungsschwestern (Suore Adoratrici del Santissimo Sacramento).


19. Juni
Das Zitat

Ich habe das tiefe Vertrauen zu meinem lieben Vater im Himmel, dass alles gut wird, und darum harre ich mit innerer Ruhe all der Dinge, die da kommen.

Sel. Alois Andritzki


19. Juni
Eva Lavallière

Vor 100 Jahren, am 19. Juni 1917, konvertierte in Lothringen Eva Lavallière (1866-1929), ein gefeierter Bühnenstar ihrer Zeit, nach einem ausschweifenden Leben zum katholischen Glauben und empfing die hl. Kommunion. Diesen Tag betrachtete sie fortan als den wichtigsten in ihrer Biographie, an dem ihr wahres Leben begann. “Herr... ich werfe mein Elend in den Ozean Deiner Heiligkeit.” In liebendem Gottvertrauen wurde sie zu einer Büßerin und heiligmäßigen Mystikerin. Ihr beeindruckender Lebensweg ist in der Broschüre Die Geschichte der Eva Lavallière beschrieben, die man bei mir (siehe Impressum) kostenlos beziehen kann.


18. Juni
Celeste Crostarosa

Vor einem Jahr, am 18. Juni 2016, wurde die Mystikerin Celeste Crostarosa (1696-1755) seliggesprochen. Sie gründete 1731 den Orden der Redemptoristinnen und bewog den hl. Alfons Maria von Liguori zur Gründung der Redemptoristen im darauffolgenden Jahr. Der hl. Alfons trug zu seinem Trost immer den Brief bei sich, in dem die Selige ihm mitgeteilt hatte, dass sie den Platz im Himmel, den er einmal erreichen würde, geschaut habe. Unter den zahlreichen Botschaften, die sie erhielt, findet sich auch diese Passage:

“Schau auf dich, was du in Wirklichkeit bist: wie ein kleines Kind im Mutterschoß, das mehr in der Mutter als in sich selbst Leben hat. Es leistet nichts außer dem, was die Mutter tut, es läßt sich von der Mutter nähren. So sei es mit dir, Tochter. Ich bin deine Mutter; in der Schöpfung habe Ich dich aus Meiner Liebe heraus geschaffen. Ich erhalte dich im Schoß Meiner ewigen Liebe. Ich nähre und behüte dich. Aus dir selbst hast du kein Vermögen zu irgendeinem guten Werk, es sei denn aus dem Wirken deiner Mutter. Würdest du diesen Mutterschoß verlassen, so wäre es um all deine Lebenskraft geschehen, und du würdest zugrunde gehen. Jeder Erdenpilger ist wie ein Embryo nach seiner Empfängnis im Mutterschoß der Frau; stößt ihn die Natur unreif aus dem Mutterschoß aus, so ist es um sein Leben geschehen; so verhält es sich mit dem Erdenpilger, wenn er sich von seinem Ursprung trennt. Nun will Ich dich also wie ein Kind im Schoß deiner Mutter! Auch du sollst nichts anderes wollen als diesen Mutterschoß, der dir Leben und Schutz gibt, und du wirst frei sein von jeder menschlichen Gefährdung. Du birgst dich in deinem Mutterschoß, indem du dich ganz Meiner Weisung anheimstellst, dich der Sorge und dem Schutz deiner Mutter anvertraust. Sorge dich um nichts anderes, als um die Ruhe in dieser sicheren Heimstätte, wo dich kein Übel treffen kann. Pflege diese Ruhe in allen Dingen: in den Mühsalen, in dich bedrängenden Zweifeln und Ängsten; in Verfolgungen und bei Demütigungen schmiege dich an die Brust deiner Mutter. Tust du das, so kann dich kein Unheil überwältigen: kein Schmerz vermag in dieses Innerste der Freude vorzudringen. Ich bin jenes Gut, das ihr Güte nennt” (Maria Celeste Crostarosa: Zwiesprache, Geistliche Dialoge. Brendow-Verlag, Moers 1994).


17. Juni
Das Zitat

Mag es noch so schwere Zeiten geben, nie sind wir verlassen.

Sel. Alois Andritzki


17. Juni
Gender Mainstreaming XLIX

Danach führt Patricia Purtschert, Professorin für Geschlechterforschung an der Uni Bern, aus, was Feminismus leistet. Längst gehe es nicht mehr nur um die Gleichstellung von Frauen und Männern, sondern der feministische Blick beschäftige sich mit Klassen und Rasse und sei in den letzten Jahren zudem geweitet worden auf sexuelle Minderheiten aus der LGBT+-Gemeinschaft, zu der Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und weitere Gruppen gehören. Dann «die Entwicklung des Transaktivismus» – sie erklärt: «Man wird den Zusammenhang zwischen Reproduktion und Geschlecht neu denken müssen, wenn Schwangerschaft, Stillen und Gebären nicht mehr an den weiblichen Körper gebunden sind.» Letztlich gehe es darum, den Geschlechterbegriff als nichts Feststehendes, «sondern als einen Ort der ständigen Auseinandersetzung und des Aushandelns zu verstehen».

Birgit Schmid in ihrem Artikel über die Gender-Lobby Sie kämpfen am Stehpult, in der NZZ vom 17. März 2017.

Zu den bisherigen Beiträgen zum Gender Mainstreaming


14. Juni
Humani generis

Vor 100 Jahren, am 15. Juni 1917, veröffentlichte Papst Benedikt XV. die Enzyklika Humani generis über die Predigt. Darin führt er unter anderem aus, dass die christlichen Prediger ein doppeltes Ziel verfolgen müssen: “die von Gott geoffenbarte Wahrheit verbreiten und in ihren Zuhörern das übernatürliche Leben wecken und entfalten, kurz: durch die Sorge für das Heil der Seelen die Ehre Gottes fördern.” Zur richtigen seelischen Disposition des Predigers gehören laut der Enzyklika drei Dinge: die restlose Hingabe an den Willen Gottes, Opferbereitschaft und Gelassenheit in der Mühsal, Gebetsgeist. Was den Inhalt der Predigt angeht, so dürfe der Prediger nicht der Versuchung nachgeben, unpopuläre Wahrheiten zu verschweigen, um den Menschen zu gefallen. Benedikt XV. stellt den hl. Paulus als Vorbild hin, der von allen Glaubenswahrheiten und Sittengeboten Christi handelte, “selbst von den anspruchsvolleren; und zwar sprach er ohne die geringste Zurückhaltung und Abschwächung von der Demut, der Selbstverleugnung, der Keuschheit, der Geringschätzung irdischer Güter, vom Gehorsam, von der Nachsicht gegenüber den Feinden und von ähnlichen Gegenständen. Und er scheute sich auch nicht, offen auszusprechen, dass man zwischen Gott und Belial seinen Dienstherrn wählen müsse, und dass es unmöglich sei, beiden zu dienen; dass alle nach dem Tod ein strenges Gericht zu erwarten haben; dass es bei Gott keine Abfindung gibt; dass entweder das ewige Leben in Aussicht stehe für jene, die das ganze Gesetz beobachten, oder die ewige Verdammung zu gewärtigen sei, wenn man aus Nachgiebigkeit gegenüber den Leidenschaften die Pflicht vernachlässige. Und niemals glaubte ‘der Prediger der Wahrheit’ Gegenstände dieser Art übergehen zu müssen, weil sie angesichts des damaligen Sittenzerfalls seinen Zuhörern allzu hart erscheinen konnten.”


5. Juni
Cecily Arundel

Vor 300 Jahren, am 13. Juni 1717, starb in Rouen die Klarissin Cecily Arundel, Tochter des Henry Arundels, Lords von Wardour. Ihre Profess hatte sie im Alter von 26 Jahren am 20. Mai 1663 abgelegt. Joseph Spillmann erwähnt sie in seiner fünfbändigen Geschichte der Katholikenverfolgung in England: “Endlich sei unter den englischen Ordensfrauen jener Tage, welche durch ihr Gebet den Opfern den Sieg erringen halfen, noch die liebenswürdige und geistreiche Tochter Lord Arundels von Mardoux, des Gefangenen im Tower, Cäcilia Arundel, genannt. Noch heute ist ihr Bildnis im Schloss ihrer Väter zu Mardoux zu sehen. In reicher Hofkleidung und strahlender Schönheit schaut die edle Tochter dieser berühmten Familie, einer der erlauchtesten Englands, auf den Besucher herab und sagt ihm, wie viel Liebreiz sie unter dem rauhen Kleide der Klarissen aus Liebe zu Christus hinopferte. Sie starb 1717 zu Rouen im Klarissenkloster im hohen Alter von 82 Jahren, fast erblindet, nach vielen mit himmlischer Geduld ertragenen Leiden. Noch sind einige ihrer Gedichte, u. a. ein längeres "über das Leiden unseres Herrn" aufbewahrt.”


5. Juni
Florida Cevoli

Vor 250 Jahren, am 12. Juni 1767, starb in Città di Castello im Alter von 81 Jahren die Kapuzinerin Florida Cevoli. Sie war 40 Jahre lang Priorin des Klosters in Città di Castello (Region Umbrien, Provinz Perugia) als Nachfolgerin der hl. Veronica Giuliani (1660-1720), die schon ihre Novizenmeisterin gewesen war. “Sie gestand einmal: Sobald sie auch nur von Gott und seiner Liebe sprechen hörte, war es ihr manchmal, wie wenn in ihr Herz wie von einer Druckerpresse Bilder oder Figuren eingepresst würden. Tatsächlich fand man bei der medizinischen Untersuchung ihres Körpers nach ihrem Tod Vernarbungen, in denen der Name Marie und ein Kreuz mit drei Nägeln dargestellt war” (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 4, S. 89). Am 16. Mai 1993 wurde sie seliggesprochen.


5. Juni
Kenneth Walker

Vor drei Jahren, am 11. Juni 2014, wurde in Phoenix P. Kenneth Walker FSSP ermordet.


4. Juni
Anna Maria Dietzen

Vor 100 Jahren, am 10. Juni 1917, starb in Neuguinea im Alter von 45 Jahren während einer Fronleichnamsprozession die aus Tarforst bei Trier stammende Missionarin Anna Maria Dietzen SSpS. 1899 kam sie nach Neuguinea und wurde dort 1905 die erste Provinzoberin der Steyler Missionsschwestern.


4. Juni
Niels Stensen

Vor 350 Jahren, am 9. Juni 1667, kam es für den seligen Niels Stensen (1638-1686) zum entscheidenden Wendepunkt, der ihn in die katholische Kirche führte. An diesem Tag “sah Niels Stensen in Livorno die Fronleichnamsprozession. Dieses Erlebnis wurde entscheidend für seinen weiteren religiösen Weg. Er widmete sich dem Studium der Theologie und entschloss sich noch im gleichen Jahr, katholisch zu werden. Frau Arnolfini, die er in Lucca kennen gelernt hatte, spielte dabei eine entscheidende Rolle. Zwei Schriften über seine Konversion, die er veröffentlichte, um seinen Freunden seine Motive darzulegen, geben Aufschluss über seinen geistlichen Weg” (Bischof Reinhard Lettmann, Zeugen des Glaubens in der Kirche von Münster, 1991).


4. Juni
Rodrigo de Arriaga

Vor 350 Jahren, am 7. Juni 1667, starb in Prag im Alter von 75 Jahren der Philosoph und Theologe Rodrigo de Arriaga SJ. Sein Cursus philosophicus wurde “oft aufgelegt und zitiert, zeichnet sich durch scholastische Schärfe und kritische Selbständigkeit aus” (LthK, 2. Auflage), ist aber nicht frei von nominalistischen Tendenzen.


4. Juni
Pietro Sforza Pallavicino

Vor 350 Jahren, am 5. Juni 1667, starb in Rom im Alter von 59 Jahren der Theologe Pietro Sforza Pallavicino SJ. Er schrieb eine wichtige Istoria del Concilio di Trento.


3. Juni
Unverständnis und eine andere Theologie

Christus ist gekommen, um uns zu erlösen und nicht, zu unterhalten. Der „zelebrationsfreie Tag“, um sich von der vermeintlichen Überlastung mit der Liturgie, das heißt der Verherrlichung Gottes und der Heilsvermittlung, zu „erholen“, hat mit einem gravierenden Unverständnis des Priestertums und unserer Gottesbeziehung überhaupt zu tun.

Gerhard Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, im Gespräch mit Schriftsteller Martin Mosebach, Regina Einig und Oliver Maksan, Tagespost von heute.

Der Streit um die Liturgie wäre in der Kirche gar nicht so groß geworden, wenn die Bemühung der Traditionalisten um ein Fortleben des alten Ritus nicht so kategorisch weggewischt worden wäre, so dass der Verdacht wuchs: Die Reform will wirklich etwas ganz anderes, ohne es immer zuzugeben. Es gab den Verdacht, die Reformer müssen das Fortleben des alten Ritus als gefährlich für ihr Vorhaben empfinden, der Kirche, ohne dass es richtig bemerkt wird, eine andere eucharistische Theologie unterzuschieben.

Martin Mosebach im selben Gespräch.


3. Juni
Pauline von Mallinckrodt

Vor 200 Jahren, am 3. Juni 1817, wurde in Minden die selige Pauline von Mallinckrodt geboren. Sie gründete “einen Frauenverein zur Pflege armer Kranken, eine Kleinkinderbewahrschule, die Blindenanstalt und 1849 die Genossenschaft der Schwestern der christlichen Liebe, Töchter der allerseligsten Jungfrau Maria von der Unbefleckten Empfängnis. Als Generaloberin festigte sie ihre Kongregation innerlich so stark, dass diese alle Stürme und Drangsale des Kulturkampfes glücklich überstand und beim Tod ihrer Stifterin bereits 45 Häuser in Europa, Nord- und Südamerika mit 492 Schwestern zählte” (LThK, 2. Auflage). Pauline von Mallinckrodt starb am 30. April 1881 in Paderborn und wurde am 14. April 1985 seliggesprochen.
“Der liebe Gott hat dem Menschen Verstand und Herz gegeben; nur die harmonische Übereinstimmung beider bildet den Menschen zu einem vollkommenen liebenswürdigen.”
“Was würde alle wissenschaftliche Befähigung nützen, wenn sie nicht gepaart ist mit einer tiefen Demut und einer geduldigen Nächstenliebe, mit einer vollen Ergebung in den Willen Gottes und in all seine Fügungen” (Pauline von Mallinckrodt).


2. Juni
Neuerscheinung: Ein Ehebuch von P. Martin Ramm

P. Martin Ramm FSSP hat ein Ehebuch veröffentlicht, das aus seinen Ehekursen hervorgegangen ist: Logik der Liebe. Grundlegendes und Konkretes zu Ehe, Familie und Menschsein. Ob eine Ehe gelingt, ist nicht einfach nur ‚Glückssache’, und wer hoch bauen will, der muss tief gründen. Wie der Untertitel sagt, geht es in ‚Logik der Liebe’ um ‚Grundlegendes‘ und zugleich auch um sehr ‚Konkretes’ zu Ehe, Familie und Menschsein. Man merkt es dem Buch an, dass es in vieljähriger praktischer Seelsorgserfahrung gereift ist. Auf 320 Seiten enthält es in vielen übersichtlich kleinen aber gehaltvollen Kapiteln einen umfänglichen Ehekurs und passt trotz komfortabler Schriftgröße in jede Westentasche. Es will jungen Menschen helfen, von vornherein Vieles richtig zu machen, Brautpaare auf der Zielgeraden zur Hochzeit begleiten und Eheleuten jeden Alters zur Auffrischung und Vertiefung ihrer ehelichen Beziehung anregen.


2. Juni
Christoph Brouwer

Vor 400 Jahren, am 2. Juni 1617, starb in Trier im Alter von 57 Jahren der aus Arnheim stammende Philosophiedozent Christoph Brouwer SJ. Er war ein führender Historiker der deutschen Jesuiten.


1. Juni
Missionsinstitut für Afrika

Vor 150 Jahren, am 1. Juni 1867, gründete der hl. Daniel Comboni (1831-1881) in Verona das Missionsinstitut für Afrika, aus dem die Kongregation der Comboni-Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu hervorging.


1. Juni
Alfons de Navarrete

Vor 400 Jahren, am 1. Juni 1617, starb als Märtyrer auf der Insel Takushima bei Nagasaki im Alter von 45 Jahren der spanische Dominikaner Alfons de Navarrete OP. Bevor er nach Japan kam, wirkte er als Missionar auf den Philippinen. Er verbreitete Luis de Granadas Buch Handbuch für Sünder in japanischer Sprache. Als 1614 der japanische Kaiser das Christentum verbot und die Missionare des Landes verwies, blieb er unter Lebensgefahr zurück, um die Gläubigen nicht im Stich zu lassen. Am 1. Juni 1617 wurde er entdeckt und enthauptet. Pius XI. sprach ihn am 7. Juli 1867 mit 204 weiteren Märtyrern selig.


31. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Ulrich Nersinger über San Bartolomeo all’Isola wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat Spaemann über das Verhältnis zwischen moralischem Relativismus und Toleranz findet sich auf der einschlägigen Themenseite, den Hörbeitrag über Husserl auf der Husserlseite.


31. Mai
Im Inneren leiden

Müller und Sarah sind die einzigen ein Kurienamt ausübenden Kardinäle, die sagen, was sie denken. Ansonsten herrscht im Vatikan eher Stille. Und man muss sich fragen, ob da nicht zwei dem Ausdruck verleihen, was viele denken, aber nicht offen zu sagen wagen. In diesem Pontifikat scheinen diejenigen im Inneren zu leiden, denen Lehre und Liturgie am Herzen liegen und die meinen, mitansehen zu müssen, wie sich Missstände verfestigen. Immerhin: Müller und Sarah reden offen – mehr aber können sie derzeit offensichtlich nicht tun.

Guido Horst in seinem Kommentar Zwei gegen den Strom, Tagespost vom 30. Mai 2017


28. Mai
Spaemann und die Anfänge der Petrusbruderschaft
Eine Richtigstellung

Für die Leser des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus möchte ich hier eine Richtigstellung veröffentlichten. In der Meldung der Juni-Ausgabe “Wir gratulieren Prof. Spaemann zum 90. Geburtstag” heißt es:
“So fand einer der zwölf Gründer, Pater Recktenwald, nach seinem Weggang von der Piusbruderschaft im Juli 1991 für etliche Wochen Asyl im Hause Spaemann.”

Diese Zeitangabe ist natürlich falsch. Es war im Sommer 1988. Am 30. Juni 1988 hatte Erzbischof Lefebvre die vier Bischöfe geweiht und damit den Bruch mit Rom vollzogen. Am selben Tag hatte ich die Niederlassung der Piusbruderschaft in Stuttgart-Feuerbach, wo ich als Seelsorger wirkte, verlassen. Am 18. Juli 1988 gründeten wir die Priesterbruderschaft St. Petrus. Von August bis November 1988 (im November wurde das Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad eröffnet) kam ich beim Ehepaar Spaemann in Stuttgart-Botnang unter. Während dieser Zeitspanne gab es sechs Wochen, in denen ich allein im Hause Spaemann wohnte, denn das Ehepaar machte drei Wochen Urlaub, und weil Robert Spaemann im Urlaub krank wurde, verlängerte sich die Zeit seiner Abwesenheit. Dieser Vertrauensbeweis hat mich immer sehr beeindruckt, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir uns erst am 15. August 1988 kennengelernt hatten. Das kam so: Prof. Spaemann hatte von der Gründung der Petrusbruderschaft erfahren und konnte über einen Pfarrer in Schwäbisch-Gmünd eine Kontaktadresse jener Gruppe von ca. 50 Gläubigen herausfinden, die ursprünglich zur Piusgemeinde in Feuerbach gehörten, dann sich aber der Petrusbruderschaft anschlossen und den von mir gefeierten Gottesdienst besuchten, weil sie den Schritt Erzbischof Lefebvres nicht mittragen konnten. Deshalb lud das Ehepaar Spaemann eine Runde der wichtigsten Leute, darunter Herrn Noll, den Seminaristen Bernd Gerstle und mich, zum Kennenlernen zu sich nach Hause ein. Das war am 15. August. Bei dieser Gelegenheit fragte mich Frau Spaemann, wo ich eigentlich wohne. Ich antwortete, dass heute der letzte Tag meiner Notunterkunft bei einer Familie in Oberstenfeld sei und ich keine Ahnung hätte, wie es weitergeht. Sofort folgte das Angebot, im Hause Spaemann unterzukommen. Bei Spaemann, der in Stuttgart wohnte, aber in München lehrte, begann ich dann im November mit einem zusätzlichen Philosophiestudium. Weitere Details aus der Geschichte der Petrusbruderschaft habe ich an anderer Stelle veröffentlicht, z.B hier.


28. Mai
Predigt

Auf soundcloud kann man sich meine Predigt zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt anhören.


27. Mai
Peinlich und diffamierend

Doch der Abstand, den die Vollversammlung des Berliner Diözesanrates zu den Lebensrechtlern wahrt, ist nicht nur peinlich, er ist auch diffamierend. Wer selbst einmal am „Marsch für das Leben“ teilgenommen hat oder sich nur ein wenig mit der Arbeit der meist ehrenamtlich tätigen Lebensrechtler beschäftigt hat, weiß, dass die organisierten Berliner Laienkatholiken um Lebensrechtler bislang einen weiten Bogen gemacht haben müssen. Wäre es anders, wüssten sie, dass ein großer Teil derer, die einmal im Jahr zum „Marsch für das Leben“ in Berlin zusammenkommen, den Rest des Jahres über beeindruckende praktische Arbeit leisten. Viele von ihnen begleiten Frauen in Schwangerschaftskonflikten und oft weit darüber hinaus.

Stefan Rehder in seinem Kommentar Ungenügend differenziert? (Tagespost von heute) zur Entscheidung der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin, den Berliner Marsch für das Leben nicht zu unterstützen.


27. Mai
CIC

Vor 100 Jahren, am 27. Mai 1917, promulgierte Papst Benedikt XV. mit der Konstitution Providentissima Mater Ecclesia den Codex Iuris Catholici (CIC), also das Gesetzbuch der Kirche des lateinischen Ritus, das dann am 19. Mai 1918 in Kraft trat. Den Auftrag zur Kodifizierung hatte der hl. Papst Pius X. am 19. März 1904 mit dem Motu Proprio Arduum sane munus gegeben. Es wurde am 27. November 1983 abgelöst vom neuen CIC, den Papst Johannes Paul II. am 15. Januar 1983 promulgiert hatte.


24. Mai
Christi Himmelfahrt

Auf soundcloud kann man sich meine Predigt zu Christi Himmelfahrt anhören.


24. Mai
Polnisch

Mein Artikel Moral ohne Gott? ist jetzt auch auf Polnisch erschienen.


24. Mai
Zacarías Fernández Crespo

Vor 100 Jahren, am 24. Mai 1917, wurde der selige Zacarías Fernández Crespo geboren. Er trat bei den Passionisten ein und fand im Spanischen Bürgerkrieg am 23. Juli 1936 den Märtyrertod. Am 1. Oktober 1989 wurde er mit 25 weiteren Passionisten-Märtyrern seliggesprochen.


23. Mai
Der Herder-Verlag auf dem Weg in eine transhumanistische Zukunft

Im Philosophischen Literaturanzeiger (70/1/2017) bespricht der Philosoph Dr. Marcus Knaup ein Buch, an dem das Wunderlichste die Tatsache ist, dass es im einst renommierten katholischen Herder-Verlag erschienen ist. Denn das Buch Transhumanismus, “Die gefährlichste Idee der Welt” !? läuft tatsächlich auf ein Plädoyer für den Transhumanismus hinaus, also für das, was man Menschenzüchtung mit modernsten Mitteln nennen könnte. Der Autor Stefan Lorenz Sorgner wirbt z.B. für ein neues Familienbild: Frauen mit Gendefekten könne geholfen werden, indem ihre Eizelle entkernt und dann mit dem Zellkern einer anderen Frau präpariert werde. Das Kind hätte dann drei biologische Eltern. Selbstverständlich müssten auch lesbische Paare in den Genuss dieser Möglichkeiten kommen. Auf dem Hintergrund dieser und anderer solcher Zukunftsvisionen ist es nicht verwunderlich, dass Sorgner die Menschenwürde für ein überholtes Konzept hält. Verwunderlich dagegen ist es zu erfahren, dass Manuel Herder die Publikation persönlich ermöglicht habe. Die sechsseitige Rezension schließt mit den Worten: “Insofern mit einer Selbstverständlichkeit für eine liberale Eugenik plädiert, ein groteskes Bild vom Menschsein gezeichnet und mit dem Angriff auf den Gedanken der Menschenwürde ein Kern unseres Vernunftethos abgelehnt wird, ist es in der Tat ein gefährliches Buch, das mit ernsthafter Philosophie nichts zu tun hat.”

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