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Das katholische Informationsportal kath-info
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* * *

22. Januar
Giuseppe Nascimbeni

Vor 100 Jahren, am 22. Januar 1922, starb in Brenzone am Gardasee im Alter von 70 Jahren Giuseppe Nascimbeni. Er gründete zusammen mit der sel. Maria Domenica Mantovani (1862-1934) die Kleinen Schwestern von der Heiligen Familie. Am 17. April 1988 wurde er seliggesprochen.


22. Januar
Benedikt XV.

Vor 100 Jahren, am 22. Januar 1922, starb Papst Benedikt XV. Am 6. Februar wurde Pius XI. sein Nachfolger.


21. Januar
Der erste Slalom

Vor 100 Jahren, am 21. Januar 1922, fand der erste Slalom der alpinen Skigeschichte statt. Sir Arnold Lunn hatte ihn in Mürren, Schweiz, organisiert. Er flaggte ihn hinter dem Hotel Jungfrau. Arnold Lunn (1888-1974) war ein methodistischer Skiläufer, Bergsteiger und Schriftsteller. 1933 konvertierte er nach Gesprächen mit Ronald Knox zum katholischen Glauben.


21. Januar
Johannes IV.

Vor 150 Jahren, am 21. Januar 1872, ließ sich Fürst Kassai von Tigre (1831-1889) nach der Eroberung weiter Teile Abessiniens (heute: Äthiopien) unter dem Namen Johannes IV. zum Negus Negesti (König der Könige) krönen. Er herrschte bis 1889. Unter ihm musste der große Missionar Guglielmo Massaja OFMCap seine Mission aufgeben und das Land verlassen. Katholischen Geistlichen ließ er nach dem Zeugnis des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs die Zunge abschneiden.


20. Januar
Gott das Ideal der Wahrheit

Von Arnold Rademacher

Sechste und letzte Folge

Es liegt eine der tiefsten Ahnungen der heidnischen Weisheit darin, daß ihre größten Jünger, Platon und Aristoteles, die letzten Elemente des Seienden und des Wahren als das Göttliche und die höchste Form des philosophischen Schauens als Theologie bezeichnen. Die Gottheit ist eben die Wahrheit und die Quelle aller Wahrheiten, und zwar als ein von der wandelbaren Welt unterschiedenes personartiges Wesen, Hier stehen beide, der Idealist und der Realist, auf dem Boden der Menschennatur, die als ihr höchstes Wahrheitsideal nicht einen inhaltlosen Schemen, nicht ein leeres Abstraktum, sondern eine konkrete Wirklichkeit fordert, deren Anschauung allein dem Geiste seinen Ruhepunkt und dem Sehnen der Seele die Erfüllung zu geben vermag. Hat das Menschenleben einen Sinn, dann müssen wir zur Befriedigung des Wahrheitsbedürfnisses, auch ohne auf das Ursachengesetz angewiesen zu sein, die Existenz eines ewig Wahren fordern. Hier zeigt sich die alte und die christliche Philosophie menschenfreundlicher und naturhafter als die Kantische Denkweise, nach der die Vernunft zwar allein in der Annahme eines schlechthin notwendigen Wesens ihre Ruhe findet, aber dennoch die Existenz dieses Wesens nicht behaupten darf, nach der zwar der Begriff des höchsten Wesens "ein Ideal ohne Gleichen” [3] ist, aber dennoch eine "dreiste Anmaßung" darin liegen soll, seine notwendige Existenz zu behaupten, und nach der die Idee Gottes wohl ein "Gedanke" ist, in dem "nichts Unmögliches” [4] angetroffen wird, aber noch keine Erkenntnis, deren Gegenstand objektive Realität besäße. Kant läßt in Wirklichkeit den denkenden Geist und die suchende Seele keinen Ruhepunkt finden, wenn er ihnen zwar die Kraft und den Zwang zuschreibt, ein letztes Wirkliches zu denken, aber nicht auch das Recht, seine Existenz zu behaupten und sich an ihm zu erfreuen. Die am Glauben orientierte Philosophie der Schule hat in diesem Punkte die Zuständigkeit der reinen Vernunft besser gehütet als das auf seine Autonomie stolze Denken der Gegenwart, wenn sie dem Geiste nicht nur ein natürliches Verlangen nach dem Schauen der göttlichen Wesenheit zuschreibt, sondern auch, wie wenn es selbstverständlich wäre, hinzufügt, daß solche Sehnsucht nicht eitel sein könne [5].

Anmerkungen:

[3] Kritik der reinen Vernunft, Ausgabe von Karl Kehrbach, Leipzig, Reclam, 481.

[4] Kritik der praktischen Vernunft. Ebda. 161.

[5] Vgl. Thomas, Summa c. Gent. III, 57 (vgl. auch III, 25 und 50 und Ligeard, La Théologie Scolastique et la Transcendance du Surnaturel, Paris, Gabr. Beauchesne & Cie 1908, 18 ff., 53 ff.

Zum bisher Erschienenen


19. Januar
I found myself falling in love

Having read The Spirit of the Liturgy, Pope Benedict’s wonderful and scholarly exposition of the beauty of the Mass, written a few years before he became pope, my family and I started to attend Novus Ordo Masses that were celebrated ad orientem and that encouraged, or at least permitted, kneeling for Communion and the reception of the Host on the tongue. We also occasionally went to the Extraordinary Form, which was more widely available following Pope Benedict’s motu proprio Summorum Pontificum, which encouraged the tolerance and acceptance of the Traditional Mass.
As I overcame my fear and ignorance of the traditional liturgy, I found myself falling in love with it. Every movement and gesture by priest and servers had theological significance. It was balletic, liturgical dance, with the Holy Spirit as the choreographer. I found my level of engagement was much more profound. I read all the prayers and readings for the Mass beforehand so that I could follow along with the Latin during the liturgy itself. My eyes were fixed on the drama unfolding at the altar and my heart and mind were transfixed by it. I was now able to go further up and further into the heavenly Presence of Christ in the Mass. The beauty was so sublime that it was almost an inkling of Heaven itself!

Aus: Joseph Pearce, From the Ghetto with Love, veröffentlicht im Crisis Magazine

Weitere Zeugnisse


19. Januar
Kath-info: Die meistbesuchten Seiten 2021

Platz Jahresranking 2021
Die Top 10 von über 745 Seiten
1

Zitatensammlung

2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

3

Recktenwald: Tolkiens christliche Botschaft

4

Die Priesterbruderschaft St. Petrus

5

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

6

Der Streit um das Konzil

7

Bernward Deneke: Liebe, und dann tue was du willst

8

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

9

Sophie Scholl. Die letzten Tage

10

Albert Lang: Der Primat Petri


18. Januar
Bernardino dal Vago

Vor 200 Jahren, am 18. Januar 1822, wurde in Portogruaro, Venetien, Bernhardin dal Vago OFM geboren. Er war 20 Jahre lang, von 1869 bis 1889, der Generalobere des Franziskanerordens. 1879 gründete er das berühmte Collegium S. Bonaventura in Quaracchi (bei Florenz), das die historisch-kritische Edition der Schriften berühmter Franziskaner wie Duns Scotus, Bonaventura, Alexander von Hales, Petrus Olivi besorgt. Es begann mit zehn Franziskanern, von denen sechs deutsche waren. 1971 wurde das Forschungszentrum nach Grottaferrata, 2008 nach Rom verlegt. Die Editionen werden aber weiterhin nach Quaracchi benannt. Bernardino starb am 7. Mai 1895 in Quaracchi.


17. Januar
Die wunderbare Bekehrung des Alphons Ratisbonne

In meiner gestrigen Predigt zum Zweiten Sonntag nach Erscheinung schildere ich eine der wunderbarsten Bekehrungen der Kirchengeschichte. Im Evangelium heißt es über das Wunder zu Kana, dass Christus seine Herrlichkeit offenbarte. Dasselbe tat er 1842 durch seine Mutter in Rom.


17. Januar
Andreas Niedermaier

Vor 150 Jahren, am 17. Januar 1872, starb in Rom im Alter von 36 Jahren der aus Niederbayern stammende Historiker Andreas Niedermaier. 1858 in Regensburg zum Priester geweiht, schrieb er unter anderem die Werke Das Mönchtum in Bajuwarien und Die Kunstgeschichte der Stadt Würzburg. 1868 gründete er die Zeitschrift Katholische Bewegung in Deutschland. Ab diesem Zeitpunkt widmete er sich nur noch dem Presseapostolat und im Geiste christlicher Nächstenliebe der Lösung der Sozialen Frage.


17. Januar
Lambert Höllerer

Vor 250 Jahren, am 17. Januar 1772, starb im Alter von fast 72 Jahren Abt Lambert Höllerer OSB. Bereits im Alter von 32 Jahren wurde er Abt der Tiroler Benediktinerabtei St. Georgenberg. Er baute das 1705 abgebrannte Kloster auf dem Georgenberg wieder auf und errichtete von 1741 bis 1750 die barocke Abteikirche in Fiecht, so dass er der “zweite Gründer” genannt wurde.


17. Januar
Gerold Schmitz

Vor zehn Jahren, am 17. Januar 2012, starb in Fulda im Alter von fast 86 Jahren der in Euskirchen geborene Franziskaner P. Gerold Schmitz OFM. P. Gerold komponierte Lieder, schrieb Bücher und war ein begeisternder Jugendseelsorger vor allem als Pfadfinderkurat. “Die Katholischen Pfadfinder Europas des Andreas Hönisch, denen er 1984 beitrat und die er förderte, schien ihm weit eher geeignet, den kirchlichen Pfadfindergeist in die Zukunft zu tragen als andere, wenn auch ältere. Er ging aber auch hier Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg, wenn es nach seinem Urteil im Sinne des Glaubens, der innerkirchlichen Gerechtigkeit und des geschwisterlichen Friedens erforderlich schien” (P. Robert Jauch OFM im PUR-Magazin März 2012).


16. Januar
Paulus Manna

Vor 150 Jahren, am 16. Januar 1872, wurde in Avellino Paulus Manna geboren. 1891 trat er in das Seminar des Instituts für die Außenmissionen in Mailand ein und wurde 1894 zum Priester geweiht. Im darauffolgenden Jahr wurde er in die Mission nach Ostbirma gesandt. 1908 kehrte er aus Gesundheitsgründen zurück und widmete sich ab 1909 “über 40 Jahre mit ganzer Kraft und allen nur erdenklichen Mitteln der Verbreitung der missionarischen Idee in Volk und Klerus” (Andreas Resch), wozu die Gründung der Missionsunion für den Klerus gehört. Manna starb am 15. September 1952 in Neapel und wurde am 4. November 2001 seliggesprochen.


15. Januar
Die Macht der Herrlichkeit

Zum morgigen Zweiten Sonntag nach Erscheinung kann ich folgende fünf Predigten anbieten:

Kana: Die Hochzeit des Neuen Bundes

Und seine Jünger glaubten an ihn

Freude aus der Herrlichkeit

Die Hochzeit zu Kana

Die Verwandlung von Wasser in Wein


15. Januar
José Alves Correia da Silva

Vor 150 Jahren, 15. Januar 1872, wurde im portugiesischen São Pedro Fins José Alves Correia da Silva geboren. 1894 zum Priester geweiht, wurde er am 15. Mai 1920 zum ersten Bischof der neu errichteten Diözese Leiria ernannt. In dieser Diözese liegt Fatima. Am 13. September 1939 approbierte Bischof José die Übung der fünf Herz-Mariä-Sühnesamstage, die auf die Fatimaseherin Schwester Maria Lucia von Jesus zurückgeht. Diese hatte am 10. Dezember 1925 in Pontevedra als Novizin im Institut der hl. Dorothea eine Erscheinung der Muttergottes, die zu ihr sprach: “Meine Tochter, siehe mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen es die undankbaren Menschen durch Lästerungen und Undankbarkeiten ständig durchbohren. Bemühe wenigstens du dich, mich zu trösten und mache bekannt, dass ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen, die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mit mir eine Viertelstunde Gesellschaft leisten, indem sie die Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.” Bischof Alves Correia starb am 4. Dezember 1957.


15. Januar
Hermann Scholliner

Vor 300 Jahren, am 15. Januar 1722, wurde in Freising der Theologe und Historiker Hermann Scholliner OSB geboren. 1737 trat er in die Benediktinerabtei Oberaltaich ein. 1745 zum Priester geweiht, lehrte er über die Jahre unter anderem in Oberaltaich, Salzburg und Ingolstadt. 1759 wurde er Mitglied der historischen Sektion des Bayerischen Akademie der Wissenschaften, in deren Auftrag er ab 1768 bis zu seinem Tod die Quellensammlung Monumenta Boica herausgab. Er starb am 17. Juli 1795.


14. Januar
Das Selbstbewusstsein der Reformer

An kaum einem Beispiel wird das Selbstbewusstsein der Reformer deutlicher als an der Umgestaltung der katholischen Totenliturgie. Die Gesänge des Requiems, darunter der mittelalterliche Hymnus „Dies irae“, hatten über Jahrhunderte Komponisten zu immer neuen Vertonungen angeregt. 1965 stellt György Ligeti sein Requiem fertig, 1972 folgte das Requiem von Frank Martin. Zur gleichen Zeit gestaltete die Kirche ihre Totenliturgie gründlich um und strich das „Dies irae“ kurzerhand aus dem Repertoire. Die Künstler haben das ignoriert.

Aus: Benjamin Leven, Der Papst schreibt ein Drama. Zu den Hintergründen von „Traditionis Custodes“, in: Herder-Korrespondenz 1/2022, S. 36-38. Leven erwähnt auch das Agatha-Indult, um zu zeigen, dass nicht jede Kritik an der Liturgiereform ideologischer Natur ist.


14. Januar
Alice von Hildebrand

Heute ist im Alter von 98 Jahren Alice von Hildebrand, die Witwe Dietrichs von Hildebrand, gestorben. Auf kath-info gibt es zwei Rezensionen ihrer Bücher.


13. Januar
Das Zitat

O Sünder, betrachte die Gnade Gottes. Nachdem du ihn beleidigt hast, nachdem du ihn verlassen hast, nachdem du es vorgezogen hast, dich gegen ihn zu versündigen, hat er dich doch nicht gänzlich aufgegeben, denn er spricht zu dir, er wendet sich dir zu, er lädt dich ein zur Umkehr und bietet dir seine Gnade.

Seliger Franz Xaver Seelos


13. Januar
Guido Dessauer

Vor zehn Jahren, am 13. Januar 2012, starb in Tutzing im Alter von 96 Jahren der aus Aschaffenburg stammende Physiker und Honorarprofessor Guido Dessauer, Neffe von Friedrich Dessauer (1881-1963), Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Ursprünglich dem sog. Linkskatholizismus zugehörig, durchschaute er bald die nachkonziliare Entwicklung als Niedergang, unterstützte den Kurs des Papstes etwa in der Forderung nach dem Ausstieg aus der das Zeugnis der Kirche verdunkelnden Schwangerschaftskonfliktberatung und wurde ein Freund des FELS und der Initiativkreise.


12. Januar
Bartolomé Lobo Guerrero

Vor 400 Jahren, am 12. Januar 1622, starb im Alter von 75 Jahren Erzbischof Bartolomé Lobo Guerrero von Lima. Er war der vierte Inhaber des Bischofssitzes von Lima, der 1541 errichtet worden war, und als solcher der Nachfolger des hl. Toribio Alfonso de Mogrovejo. In seine Amtszeit fällt der Tod des hl. Franziskus Solanus, bei dessen Beerdigung er es sich nicht nehmen lässt, den Leichnam von der Kapelle zur großen Kirche zu tragen, zusammen mit dem Vizekönig.


12. Januar
Rosenkranzinitiativen

Die Initiative Deutschland betet Rosenkranz ist auf 607 Gruppen angewachsen, die wöchentlich Deutschland der Gottesmutter anvertrauen, damit es aus seiner Krise herausfindet. Die jüngere Initiative Europa betet zählt 82 Gruppen in Deutschland, 99 in Österreich, 7 in der Schweiz, zwei in Polen, eine in Luxemburg.


11. Januar
Die erfolgreichsten Predigten 2021 III

Welche meiner auf Soundcloud veröffentlichten Predigten wurden im vergangenen Jahr am häufigsten gehört? Auf den Plätzen 7 bis 9 stehen diese:

Christlicher Triumphalismus

Kana: Die Hochzeit des Neuen Bundes

Gott die Entscheidung überlassen!

Zu den ersten sechs Plätzen


11. Januar
Autonomie versus Funktionalisierung der Moral

Auf CNA ist die 24. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


10. Januar
Gebetsaufruf

Die Priesterbruderschaft St. Petrus ruft im Januar angesichts der immer schwieriger werdenden Situation der traditionellen Liturgie in der Kirche erneut zum Rosenkranzgebet auf.

Auf dieser Website können Sie sich eintragen, um am Lebendigen Rosenkranz teilzunehmen

Möge die Fürsprache und der mütterliche Schutz der allerseligsten Jungfrau die Bruderschaft führen, wie es dem göttlichen Willen entspricht.


10. Januar
Kant und Luther

Wo Kant den Primat der Vernunft beschwört, denunziert Luther die Vernunft als “Hure”. Wo Kant von autonomer Selbstbestimmung spricht, verklärt Luther den nackten Gehorsam.

Aus: Karl-Heinz Menke, Protestantisierung der Kirche in Deutschland?, in: welt&kirche#13


9. Januar
Hadrian VI.

Vor 500 Jahren, am 9. Januar 1522, wurde der in Utrecht geborene Adrian Kardinal Florensz im Alter von 62 Jahren wegen seiner Heiligkeit und Gelehrsamkeit in Abwesenheit zum Papst gewählt. Am 29. August traf der fromme und strenge Asket in Rom ein. Er nannte sich Hadrian VI. und starb bereits am 14. September 1523. Weil er die Missstände in der verweltlichten Kurie beheben wollte, war er isoliert und gehasst. “Der kurze Pontifikat des edlen Papstes war von idealen Ansätzen gezeichnet, tatsächlich aber von Enttäuschung und Mißerfolg bestimmt” (LThK, 3. Auflage), dennoch knüpft sich an seinen Namen “die Restauration der katholischen Welt” (C. v. Höfler).


9. Januar
Alix Le Clerc

Vor 400 Jahren, am 9. Januar 1622, starb in Nancy im Alter von 45 Jahren Alix Le Clerc. Mit 17 Jahren hatte sie eine erste Bekehrung, nachdem sie ein Buch über die Notwendigkeit und den Sinn der hl. Beichte gelesen hatte. Sie legte eine Generalbeichte an. Allerdings hielt diese Bekehrung nicht an, denn: “Ich war unwissend, und es fehlte an Priestern, die mich in der Tugend unterwiesen hätten.” Eine zweite Bekehrung wurde durch eine mystische Schau bewirkt, in der ihr gezeigt wurde, dass Satan viele Seelen durch Vergnügungen und Tänze für sich gewinnt. Dieses Mal legte sie eine Generalbeichte beim hl. Petrus Fournier ab. Mit diesem zusammen gründete sie 1597 die Chorfrauen Unserer Lieben Frau. Am 4. Mai 1947 wurde sie seliggesprochen. “Ein Körnchen Demut ist mehr wert als hundert Ekstasen”, erklärte sie einmal.


9. Januar
Maria Chiara Nanetti

Vor 150 Jahren, am 9. Januar 1872, wurde in Occhiobello, Rovigo, Italien Clelia Nanetti geboren. Sie trat 1892 den Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens bei und erhielt den Namen Maria Chiara. 1899 kam sie nach China, wo sie 9. Juli 1900 während des Boxeraufstands das Martyrium erlitt. 1946 wurde sie selig-, am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen.


8. Januar
Was zum Menschsein gehört

Zum morgigen Fest der Heiligen Familie kann ich vier Predigten anbieten:

Wider die Zerstörung der Familie

Mit Schmerzen gesucht

Das antiutilitaristische Fest

Ist der Mensch gut oder böse?


8. Januar
Von Traditionis Custodes zu den Responsa Ad Dubia

Anmerkungen zur Hermeneutik der Gesetzgebung des Heiligen Vaters Franziskus

Von P. Federico

Abkürzungen: TC = Traditionis custodes; RAD = Responsio ad Dubia

6. Teil

Im Fall von TC und RAD wäre die rigoristische (und daher teuflische) Haltung, diese Normen "von oben" anzuwenden, ohne dem Hirten und seinen Schafen die Möglichkeit zu lassen, von Fall zu Fall eine gemeinschaftliche Unterscheidung zu treffen, analog zu dem, was Papst Franziskus für die Unterscheidung bestimmter Fälle von Ehemoral fordert, für die er eine “neue Ermutigung zu einer verantwortungsvollen persönlichen und pastoralen Unterscheidung der je spezifischen Fällen” (Amoris laetitia, 300) gibt, wohl wissend, “dass die Konsequenzen oder Wirkungen einer Norm nicht notwendig immer dieselben sein müssen” (Amoris laetitia, 300).

Übersetzt mit Hilfe von deepl und google.

Zum bisher Erschienenen

Leider ist das spanische Original vom Netz genommen worden. Wir brechen daher seine Übersetzung an dieser Stelle ab. Der vollständige Aufsatz kann in englischer Übersetzung hier nachgelesen werden.


6. Januar
Der doppelte Ruf

In der Januar-Ausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus ist mein Aufsatz Der doppelte Ruf erschienen.


6. Januar
Die Congregatio de Propaganda Fide

Vor 400 Jahren, am 6. Januar 1622, gründete Papst Gregor XV. (1621-1623) die Congregatio de Propaganda Fide. Durch diese Gründung versuchte der Heilige Stuhl, die Mission wieder in die eigene Hand zu nehmen, sie von der Kolonisation und politischen Interessen abzukoppeln, Missstände abzuschaffen und einen einheimischen Klerus in den Missionsländern heranzubilden. Denn bis dahin herrschte das Padroardo-System: Die Könige von Spanien und Portugal hatten von der Kirche den Auftrag und die Vollmacht zur Mission erhalten und ausgeführt.
Über den “neuen Geist”, der sich in den Dokumenten der Propaganda ausspricht, schreibt Johannes Beckmann SMB: “In immer neuen Wendungen wird der rein religiöse Charakter der Mission betont und die Verkündigung des Wortes Gottes in den Mittelpunkt gestellt. Besonders nachdrücklich zeigt sich dieser Grundzug der Mission in der Instruktion von 1659 an die neuernannten Apostolischen Vikare. Im 1. Teil werden die ausreisenden Bischöfe ermahnt, bei der Auswahl ihrer Missionare neben den körperlichen Voraussetzungen vor allem auf die geistig-religiösen und charakterlichen Eigenschaften zu achten. Der 2. Teil beschäftigt sich mit dem Reiseweg
[wegen des Widerstands Portugals gegen die Propaganda Fide wurde der Landweg empfohlen]. Der dritte und sorgfältigste Teil enthält das grundlegende missionarische Programm: ‘Mutet jenen Völkern in keiner Weise zu, dass sie ihre Zeremonien, Gewohnheiten und Sitten ändern, wenn sie nicht ganz offensichtlich der Religion und guten Sitte widersprechen, denn was könnte es Ungereimteres geben, als Frankreich, Spanien oder Italien oder irgendein anderes Land nach China einführen zu wollen? Nicht dieses, sondern den Glauben sollt ihr bringen, der keines Volkes Gewohnheiten und Gebräuche, wenn sie nicht schlecht sind, verwirft oder bekämpft, sondern unverletzt zu erhalten sucht.’ Handel und politische Tätigkeit werden den Missionen verboten, die Heranbildung des landeseigenen Klerus gefordert” (Handbuch der Kirchengeschichte, Bd. V, S. 311 f).


5. Januar
Monatsranking Dezember 2021

Platz Monatsranking Dezember 2021
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 720 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+ 1
2

Zitatensammlung

- 1
3

Edith Stein: Das Weihnachtsgeheimnis

+ 42
10

G. K. Chesterton

+ 15
20

Martin Ramm: Der Ritus der hl. Messe: Die Opferung

+ 19
30

Robert Spaemann

+ 29
40

Ratzinger: Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern

+ 70
50

Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms v. Canterbury

+ 44
60

Strasser: Liturgie, eine Schicksalsfrage der Kirche

+ 410
100

Robert Mäder: Abba, lieber Vater!

+ 25

Zum Ranking der Vormonate


4. Januar
Das Fest zur ersten Vaterunser-Bitte

In meiner Predigt, die ich vorgestern gehalten habe, erkläre ich gemäß dem hl. Franz von Sales die doppelte Richtung der Liebe.

Sollte hier nicht die Youtube-Predigt vom 2. Januar erscheinen, folgen Sie diesem Link!


2. Januar
Vertrau dem Navi!

Meine Predigt von gestern: Sie enthält meinen Rat für das Neue Jahr: Mit dem Gottvertrauen von P. Wilhelm Eberschweiler die Reise antreten und mit seiner Gewissenhaftigkeit dem göttlichen Navi folgen!

Recktenwald-Predigten · 1. Januar: Dem göttlichen Navi folgen!

Sollte die Predigt vom 1. Januar hier nicht erscheinen, folgen Sie diesem Link!


1. Januar
Dominus Jesus

Zum morgigen Namen-Jesu-Fest kann ich diese Predigt anbieten:

In ihm allein ist Heil


1. Januar
Taufe Edith Steins

Vor 100 Jahren, am 1. Januar 1922, wurde die hl. Edith Stein (1891-1942) in Bad Bergzabern in der katholischen Pfarrkirche St. Martin von Pfarrer Eugen Breitling (1851-1931) auf die Namen Edith Theresia Hedwig getauft. Ihre Taufpatin war die Philosophin Hedwig Conrad-Martius (1888-1966).

Im Laufe desselben Jahres konvertierte Pauline Reinach (1879-1974) zur katholischen Kirche. Sie war die Schwester des Philosophen Adolf Reinach (1883-1917), von dem Edith Stein besonders beeindruckt war. Er war der Privatsekretär Edmund Husserls und hatte sich zusammen mit seiner Frau Anna 1916 evangelisch taufen lassen. Pauline Reinach tat dasselbe 1918. 1924 trat sie in das Benediktinerinnenkloster “Ancilla Domini” in Wépion (Belgien) ein. Über sie schrieb Edith Stein: “Sie war in Gesellschaft überaus temperamentvoll, witzig und schlagfertig. Aber wenn man allein mit ihr sprach, bekam man Einblicke in eine tiefe, stille und wahrhaftig beschauliche Seele.”

Edith Stein auf kath-info


31. Dezember
Die Frist wird verlängert

Zu Neujahr, dem Oktavtag von Weihnachten, kann ich drei Predigten anbieten:

Der selige Frédéric Ozanam

Marianische Menschen werden!

Ein Gott - Ein Augenblick - Eine Ewigkeit


31. Dezember
Wie ich die alte Messe entdeckt habe

Da es Menschen in der katholischen Kirche gibt, denen es unbegreiflich ist, dass und warum es andere Menschen in der Kirche gibt, die die klassische Form der Messliturgie schätzen, verlinke ich hier auf ein Video, in dem die jugendliche Nicole Zeugnis von ihrer Liebe gibt.

Weiteres zum Thema


30. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Die Freiheit des Christen ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat von Markus Spieker über recherchenresistenten Glauben findet man bei Hesemanns Hoppe-Kritik, Dorothea Schmidts Beobachtung über eine Synodenkirche ohne Strahlkraft bei Möhlers Kirchenbegriff. Meine Predigt Der Anfang wurde auf der Donnerseite, mein Podcast Maria im Heilsplan Gottes auf der Cornacchiolaseite eingebettet.


30. Dezember
Thomas Dubay

Vor 100 Jahren, am 30. Dezember 1921, wurde in Minneapolis der Autor Thomas Dubay SM geboren. 1950 wurde er zum Priester geweiht. Er schrieb über 20 Bücher über katholische Spiritualität. Am 26. September 2010 starb er in Silver Spring.


29. Dezember
Matthäus Grösser

Vor 100 Jahren, am 29. Dezember 1921, starb in Klagenfurt im Alter von 78 Jahren der Kunsthistoriker Matthäus Grösser. 1869 zum Priester geweiht, wurde er 1899 Domherr von Gurk und 1920 Domscholaster. 1911 wurde er Mitglied des staatlichen Denkmalrats. Er “erwarb sich große Verdienste um die Erforschung und Erhaltung kirchlicher Denkmäler in Kärnten” (Österreichisches Biographisches Lexikon).


29. Dezember
Johannes vom hl. Samson

Vor 450 Jahren, am 29. Dezember 1571, wurde in Sens der Mystiker Johannes vom hl. Samson OCarm geboren. Er trat 1606 zu Dol ins Karmelkloster ein, kam 1612 nach Rennes und “gab Anstoß zur Ordensreform von Touraine, deren schönste Zierde er wurde; erlangte durch freiwillige Bußwerke und viele Prüfungen vollkommene Herzensreinheit und Vereinigung mit Gott. Seine Schriften, im Auftrag der Oberen diktiert, sind voll mystischer Erfahrung” (LThK, 1. Auflage). Am 14. September 1636 starb er in Rennes.


28. Dezember
Wodurch leidet die Einheit der Kirche?

Die Einheit der Kirche habe durch nichts so schwer gelitten wie durch die Vielgesichtigkeit ihrer liturgischen Praxis. Es gebe eben nicht „die“ neue Messe. „Es gibt zahllose, weil die Liturgie als Schutzraum für den Glauben dem Subjektivismus preisgegeben worden ist“ äußerte er. Rodheudts Auffassung nach sei diese Tatsache nicht zuletzt ausschlaggebend für den Gedanken der „Reform der Reform“ gewesen, „mit dem Papst Benedikt XVI. weniger den liturgischen Frieden zwischen ‘Anhängern’ der einen oder anderen Seite herstellen wollte als viel mehr den Frieden zwischen den seit langer Zeit widerstreitenden Gesetzmäßigkeiten des Glaubens und des Betens, also zwischen Glaube und Kult.“

Aus dem Artikel der Tagespost über die Stellungnahme von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt zu den Responsa ad dubia von Erzbischof Arthur Roche, dem Präfekten der Gottesdienstkongregation.

Weitere Meldungen zu Traditionis custodes


27. Dezember
Das wahre Licht

In meiner Weihnachtspredigt, die ich vorgestern in Hannover gehalten habe, erkläre ich, was der Evangelist Johannes mit dem wahren Licht meint, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt (Joh 1,9).


27. Dezember
Michael Dummett

Vor zehn Jahren, am 27. Dezember 2011, starb in Oxford im Alter von 86 Jahren der berühmte Philosoph und Logiker Michael Dummett. In Oxford lehrte er viele Jahre als Nachfolger von Alfred Ayer. 1944 konvertierte er zur katholischen Kirche, nachdem er durch Werke Chestertons, Eric Gills, Christopher Dawsons u.a. zum Glauben an Gott gefunden hatte.
In einem Aufsatz, der in der Internationalen Katholischen Zeitschrift Communio erschien, kritisierte er die wunderleugnende Bibelexegese moderner Theologen. Im Historischen Wörterbuch der Philosophie (Bd. 12, S. 1070) heißt es dazu im Artikel Wunder: “«Ausnahmslos schildern die Wunder-Geschichten keinen historischen Verlauf von so und so Passiertem» (R. PESCH: Jesu eigene Taten? Ein Beitrag zur Wunderfrage (1970), S. 143); das NT enthält Erzählungen, die Vorbilder des AT «grotesk überbieten». Vor diesem Hintergrund kam es zu dem nicht alltäglichen Vorgang, daß von philosophischer Seite (M. DUMMETT) Einspruch gegen die theologische Exegese erhoben wurde: Eine christliche Theologie, die das im Offenbarungstext mit klaren Worten berichtete und als fundamental («Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig»; 1. Kor. 15, 17) ausgezeichnete Wunder des leeren Grabes ins Zwielicht rückt oder gar leugnet, verliert ihre Glaubwürdigkeit (M. DUMMETT: Biblische Exegese und Auferstehung. Int. kath. Z. Communio 13 (1989) 271–283)”.


26. Dezember
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

21. Folge

Einen zweiten Brief schrieb Xaver an Simon Rodriguez, der damals Provinzial der Gesellschaft Jesu in Portugal war und am Hof des Königs in hohem Ansehen stand. An ihn wandte sich der Heilige, damit er sich seiner gegenüber dem König annehme und sein Gesuch unterstütze. Er bat ihn um Prediger von bewährter Tugend und vorbildhafter Selbstverleugnung, und fügte hinzu: "'Was nützt es dem Menschen, wenn er auch die ganze Welt gewänne, an seiner Seele aber Schaden litte.' Ich würde ihn bitten, den Sinn dieser Worte zu verstehen und sich ihn einzuprägen, und zu diesem Zweck am Schluß aller Gebet zu wiederholen: 'Was nützt es dem Menschen, wenn er auch die ganze Welt gewänne, an seiner Seele aber Schaden litte.' Es ist Zeit, daß man den König aus dem Irrtum befreie, und ihm mitteile, daß seine Todesstunde nicht so weit entfernt ist, wie er meint; diese verhängnisvolle Stunde, in der der König der Könige, der Herr der Heerscharen ihn vor Gericht fordern und die schrecklichen Worte sprechen wird: Gib Rechenschaft von deiner Verwaltung! Darum, lieber Bruder, versuche den König zu bewegen, daß er seine Pflicht erfülle, und uns in Indien mit allen Hilfsmitteln versehe, die wir zur Verbreitung des Glaubens benötigen."

Xaver schrieb von Cochin aus auch noch an die Gesellschaft Jesu in Rom und erstattete Bericht über seine verschiedenen Reisen und von dem besonderen Segen Gottes, mit dem er wirkte.
Dann beschreibt er die oben schon erwähnte Gefahr in der Meerenge von Ceylon mit folgenden für die Patres sehr tröstenden Worten:

"Mitten im heftigsten Sturm rief ich die die lebenden Mitglieder unserer Gesellschaft und dann alle Christen an, damit mir Gott gnädig sei wegen der Verdienste der Braut Jesu Christi, der heiligen katholische Kirche, deren Gebete im Himmel erhört werden, obschon sie sich noch auf Erden befindet. Ich wandte mich nun an die Verstorbenen, insbesondere an Peter Faber, auf daß sie mir helfen mögen, den Zorn Gottes zu besänftigen. Ich durchging auch alle Rangordnungen der Engel und Heiligen, und rief sie um ihre Fürbitte an. Endlich wandte ich mich, um Verzeihung all meiner unzähligen Sünden sicherer zu erhalten, an die seligste Mutter Gottes, die Königin des Himmels, als meine Beschützerin und Fürsprecherin, denn mit wenig Mühe erreicht sie bei ihrem göttlichen Sohn alles, was sie verlangt. Indem ich nun mein ganzes Vertrauen auf die unendlichen Verdienste Jesu Christ gesetzt hatte, und mich so in sicherem Schutz glaubte, kam mitten im Sturm solcher Trost und solche Freude in mein Herz, daß ich mich seliger fühlte als nachher, als die Gefahr vorüber war. Da ich der größte Sünder von allen Menschen bin, schämte ich mich der Tränen, die mir wegen der Fülle himmlischen Trostes in dem Augenblick, als die Gefahr am größten war, von den Augen rannen. Auch bat ich unseren Herrn Jesus Christus demütigst, er wolle den drohenden Schiffbruch dann von uns abwenden, wenn es sein gnädiger Wille sei, mich noch größeren Gefahren in seinem Dienst bestehen und ein gutes Tagwerk vollbringen zu lassen. Häufig genug gab mit Gott durch ein inneres Gefühl zu erkennen, wie viele Gefahren und Widrigkeiten durch die Gebete und heiligen Meßopfer meiner Brüder von mir abgewendet worden seien. Ich bitte unseren Herrn Jesus Christus, daß er, wie er uns in diesem elenden Leben in seiner Gesellschaft eng miteinander verbunden hat, uns auch in der seligen Ewigkeit in der Versammlung seiner Heiligen vereinigen wolle."

Xaver begab sich, nachdem er diese und noch andere Briefe geschrieben hatte, auf ein Schiff, um die Christen auf der Schifferküste zu besuchen.

Achtes Kapitel

Xaver auf der Fischerküste - Seine Einrichtungen und Verordnungen - Er reist nach Goa - Sein Aufenthalt in Ceylon und Bazain - Xavers Ankunft in Goa - Taufe der Japaner - Bekehrung eines Soldaten - Xavers Erholung und Verzückung in Goa - Besuch auf der Fischerküste, in Cochin und Bazain - Rückkehr nach Goa - Vorbereitung zur Abreise nach Japan

Sobald Xaver auf der Fischerküste gelandet war, waren seine Paravas fast außer sich vor Freude, als sie ihren lieben Vater wieder sahen. Dankend und Jubellieder singend eilten sie von allen Gegenden herbei, und begrüßten ihn mit herzlicher Freude. Aber auch Xaver hatte eine große Freude, da er überdies bemerkte, daß durch die Bemühungen der drei Missionäre aus der Gesellschaft Jesu, Anton Criminalis, Franz Henriques und Alphons Cyprian, die er dorthin geschickt hatte, die Zahl der Gläubigen sich sehr vermehrt hatte. Am meisten freute sich Pater Xaver an einem jungen Menschen, den die Sarazenen durch alle Kunstgriffe und Drohungen nicht dahin bringen konnten, seinen Glauben zu verleugnen. Sie hatten ihm mit dem Tode gedroht, ihn in Fesseln gelegt und auf die grausamste Weise mißhandelt, bis ihn endlich ein portugiesischer Hauptmann aus den Händen der Ungläubigen befreite. Der Heilige umarmte diesen heldenmütigen Bekenner Christi, und dankte Gott, daß er den Glauben so fest in dessen Herzen begründet hatte. Einen solche Glauben zeigten auch einige Sklaven, die, nachdem sie ihren portugiesischen Herren entflohen waren, einzeln unter den Heiden lebten und ein sehr erbauliches Leben führten. Sobald sie von der Ankunft des Pater Xaver hörten, eilten sie zu ihm und baten ihn, er möge sie mit ihren früheren Herren aussöhnen, was der Heilige tat.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


25. Dezember
Göttliche Seligkeit

Zum Sonntag in der Weihnachtsoktav kann ich vier Predigten anbieten:

Die Kraft der Stille

Die doppelte Sendung des Sohnes und des Geistes

Du bist der Mittelpunkt seiner Liebe

Tiefstes Schweigen hielt alles umfangen


25. Dezember
Das Zitat

Indem ich ein kleines Kind werde, ein so liebliches Kind, rufe ich euch zu: Vertrauen! Vertrautheit! Habt keine Angst vor mir, kommt zu mir, nehmt mich in eure Arme, betet mich an!

Sel. Charles de Foucauld, Weihnachtsbetrachtung


24. Dezember
Verwandelndes Licht

Zum Weihnachtsfest kann ich fünf Predigten anbieten:

Die zwei Rechtstitel

Das Banausentum des Modernismus

Die DNA des Christentums

Der Gammablitz von Bethlehem

Wie Gott alles verwandelt


24. Dezember
Gabriel Garcia Moreno

Vor 200 Jahren, am 24. Dezember 1821, wurde in Guayaquil, an der Küste von Ecuador, Gabriel Garcia Moreno geboren, der 1861 Präsident wurde. Eine ausführliche Lebensbeschreibung dieses tiefgläubigen Katholiken und entschlossenen Staatsmanns findet sich auf kath-info.


23. Dezember
Das wertvollste Tun

Zur Christmette kann ich diese Predigt anbieten:

Die Anbetung der Hirten


23. Dezember
Wilhelm Eberschweiler

Vor 100 Jahren, am 23. Dezember 1921, starb auf dem Landgut Exaten bei Baexem Wilhelm Eberschweiler SJ. Er wurde am 5. Dezember 1837 in Püttlingen (Saarland) geboren, trat 1858 in Münster bei den Jesuiten ein und wurde 1868 in Maria Laach von Erzbischof Paulus Melchers zum Priester geweiht. Er wirkte im Laufe der Jahre in Aachen, Wijnandsrade (Holland), Landgut Exaten bei Baexem und Ditton Hall (England) als Spiritual, Novizenmeister, Rektor, Prediger, Exerzitienprediger und Beichtvater. Er war mystisch begnadet und von vollendeter Güte, Geduld und Freundlichkeit. 1951 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet, 2018 sein heroischer Tugendgrad anerkannt. Sein Grab befindet sich in der Jesuitenkirche in Trier. Hier und im Saarland ist er sehr populär. 80.000 Gebetserhörungen sind seit seinem Tod berichtet worden. Auf kath-info haben wir seinen Vortrag über das apostolische Herz veröffentlicht.
“Wie tröstlich ist es doch, bester Vater, daß du meinen Kalender für das kommende Jahr schon längst und auf das genaueste gemacht hast. So überlasse ich mich ganz deiner gütigen Vorsehung und kenne nur eine Sorge, deinen väterlichen Willen zu erkennen und zu erfüllen.” (Wilhelm Eberschweiler).


23. Dezember
Marguerite d’Youville

Vor 250 Jahren, am 23. Dezember 1771, starb in Montreal im Alter von 70 Jahren die hl. Marguerite d’Youville. Sie gründete die Kongregation der Barmherzigen Schwestern und wurde Mutter der Armen genannt. Papst Johannes XXIII., der sie 1959 seligsprach, nannte sie die Mutter der universalen Barmherzigkeit. 1990 wurde sie heiliggesprochen. Sie ist die erste geborene Kanadierin, die heiliggesprochen wurde.


22. Dezember
Tabula rasa?

Das neue Schreiben degradiert die Bischöfe zu Antragstellern bei den päpstlichen Funktionären der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Im Stil einer fixen Idee wird Tabula rasa gemacht. Und dies im Auftrag eines Papstes, der bei anderen Reformthemen alles in der Schwebe lässt und mit Andeutungen kokettiert. Hier geht der Pontifex aber aufs Ganze, als hinge sein eigenes Seelenheil davon ab.

Aus dem Kommentar Banausenhafter Zentralismus von Christian Geyer zu den Ausführungsbestimmungen zu Traditionis custodes, FAZ vom 20. Dezember 2021.

Weitere Stimmen zu Traditionis custodes


22. Dezember
Metodius Dominic Trcka

Vor 100 Jahren, am 22. Dezember 1921, reiste der selige Metodius Dominic Trcka (1886-1959) nach Stropkov in der Slowakei, um das erste birituelle Redemptoristenkloster zu gründen. In ihm wurden die römische und die byzantinische Liturgie gepflegt.


21. Dezember
Vergebliche Rettungsversuche des Eudämonismus

Auf CNA ist die 23. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


21. Dezember
Jean Baptiste Pompallier

Vor 150 Jahren, am 21. Dezember 1871, starb in Puteaux bei Paris Jean Baptiste Pompallier SM, der erste Bischof von Neuseeland. 1802 in Lyon geboren, wurde er 1836 zum Apostolischen Vikar des neu errichteten Apostolischen Vikariats von Westozeanien ernannt. Dort wirkte er u.a. zusammen mit dem hl. Pierre Chanel, dem Schutzpatron Ozeaniens, und Pierre Bataillon, mit dessen Biographie man sich hier auf kath-info bekannt machen kann. 1848 wurde er zum Bischof von Auckland in Neuseeland ernannt. Er resignierte 1869 und kehrte nach Frankreich zurück.


21. Dezember
Bernardino della Chiesa

Vor 300 Jahren, am 21. Dezember 1721, starb in Lintsing Bernardino della Chiesa OFM, der erste Bischof von Peking. 1644 in Venedig geboren, trat er 1663 in Assisi dem Franziskanerorden bei und wurde später der Theologe der Königin Christine von Schweden und der Seelsorger ihrer Familie. 1680 zum Bischof von Argos geweiht, ging er bald nach China in die Mission und übernahm im Jahre 1700 als erster Bischof die neue Diözese Peking. “Der Akkommodationsstreit bereitete ihm viele Schwierigkeiten und Leiden. Obgleich er treu zu Rom und gegen Kaiser Kangtsi stand, wusste er durch Ruhe und Güte die Franziskanermission vor größerem Unheil zu bewahren” (LThK, 1. Auflage).


20. Dezember
Was ist entdeckenswert?

Bezeichnend ist, dass Erzbischof Roche seine Mitbrüder dazu aufruft, den „Wert der Liturgiereform“ wieder zu entdecken – und nicht den „Schatz der Liturgie“. Wir feiern im Übrigen noch immer die heilige Messe, nicht aber die heilige Liturgiereform. Die „Wahrheit und Schönheit des Ritus“ ist wichtig. Das stimmt, aber ich frage mich: Welchem Ziel, ja welchem Frieden dienen das Motu Proprio „Traditionis custodes“ und die neuen Verlautbarungen? Man möge mir nachsehen, dass ich abschließend die weisen und auch wegweisenden Worte von Benedikt XVI. vom 7. Juli 2007 zitiere: „Es gibt keinen Widerspruch zwischen der einen und der anderen Ausgabe des Missale Romanum. In der Liturgiegeschichte gibt es Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch. Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein. Es tut uns allen gut, die Reichtümer zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort zu geben.“

Aus: Thorsten Paprotny, Unnütze Streitereien. Anmerkungen zu „Traditionis custodes“ und den „Responsa ad dubia“, CNA vom 19. Dezember 2021

Weitere Beiträge zu Traditionis Custodes


20. Dezember
Namen-Jesu-Fest

Vor 300 Jahren, am 20. Dezember 1721, schrieb Papst Innozenz XIII. (1721-1724) auf Bitten Kaiser Karls VI. (1711-1740) das Namen-Jesu-Fest für die ganze lateinische Kirche vor. Es wurde am 2. Sonntag nach Epiphanie gefeiert. Papst Pius X. verlegte es dann auf den Sonntag zwischen Neujahr und Epiphanie. In den Jahren, in denen es in dieser Zeitspanne keinen Sonntag gibt, wird es am 2. Januar gefeiert.


19. Dezember
Johann III. von Portugal

Vor 500 Jahren, am 19. Dezember 1521, wurde Johann III. der Fromme König von Portugal. Er regierte bis 1557. Unter ihm kam 1542 der hl. Franz Xaver nach Indien.


19. Dezember
Sohrab Ahmari

Vor fünf Jahren, am 19. Dezember 2016, ließ sich der Publizist Sohrab Ahmari katholisch taufen. 1985 in Teheran geboren, kam er als 13jähriger mit den Eltern in die USA. Über seinen Weg vom Marxismus zum katholischen Glauben berichtet er in seinem Buch From Fire, by Water (2019). Er schreibt unter anderem in First Things und The Catholic Herald.


19. Dezember
Albert Curtz

Vor 350 Jahren, am 19. Dezember 1671, starb in München im Alter von 71 Jahren der Astronom Albert Curtz SJ. Er wirkte in Dillingen an der Donau, Wien, Neuburg an der Donau, Eichstätt, Luzern und München, teils als Lehrer für Mathematik und Ethik, teils als Domprediger (Wien), teils als Kollegiumsrektor. Er gehörte im Anschluss an Tycho Brahe zu den bedeutendsten Erforschern des Mondes seiner Zeit. Der 3,75 km tiefe Krater Curtius im Süden der Mondvorderseite ist nach ihm benannt.


19. Dezember
Nicolo Rusca

Vor zehn Jahren, am 19. Dezember 2011, wurde der in Bedano bei Lugano geborene Nicolo Rusca (1563-1618) als Märtyrer anerkannt. 1587 zum Priester geweiht, setzte er sich für die konziliaren Reformen ein, wurde von den reformierten Bündner Behörden in Thusis vor Gericht gestellt und zu Tode gefoltert. Am 21. April 2013 folgte die Seligsprechung. Dadurch fühlten sich viele Protestanten beleidigt.


19. Dezember
Robert Spaemann

Vor drei Jahren, am 19. Dezember 2018, wurde Robert Spaemann in Stuttgart-Botnang beerdigt.


18. Dezember
Absolut falsch!

Die Wiederzulassung der alten Messe wird häufig so interpretiert, dies sei vor allem ein Entgegenkommen gegenüber der Piusbruderschaft gewesen?!

Papst Benedikt:
Das ist eben absolut falsch! Für mich war wichtig, dass die Kirche selbst innerlich, mit ihrer eigenen Vergangenheit, eins ist. Dass das, was ihr vorher heilig war, nicht jetzt falsch ist. Der Ritus muss sich entwickeln. Insofern ist Reform angezeigt gewesen. Aber die Identität darf nicht zerbrechen. Die Piusbruderschaft beruht ja darauf, dass Leute das Gefühl haben, die Kirche habe sich selbst verleugnet. Das darf nicht sein. Aber wie gesagt, meine Absicht war nicht taktischer Natur, sondern es ging mir um die Sache selbst.

Papst Benedikt XVI. in: Letzte Gespräche, München 2016, S. 201 f.

Zum Thema:
Ratzinger: Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern


18. Dezember
Erfüllte Verheißung

Zum Vierten Adventssonntag kann ich zwei Predigten anbieten:

Das Lob von Gott

Komm, Herr Jesus!


17. Dezember
Johannes Beckmann

Vor 50 Jahren, am 17. Dezember 1971, starb in Freiburg in der Schweiz im Alter von 70 Jahren der Theologe und Kirchenhistoriker Johannes Beckmann. Sein Spezialgebiet war die Missionsgeschichte. 1945 gründete er die Neue Zeitschrift für Missionswissenschaft.


17. Dezember
Ralph M. Wiltgen

Vor 100 Jahren, am 17. Dezember 1921, wurde in Chicago Ralph M. Wiltgen SVD geboren. Berühmt wurde er durch sein Buch Der Rhein fließt in den Tiber, Eine Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils, in dem er aufgrund gewissenhafter Recherchen den Einfluss der deutschsprachigen und französischen Bischöfe und Periti auf die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils darlegt. Es erlebte viele Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Wiltgen starb am 6. Dezember 2007 in Illinois.


16. Dezember
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

15. Folge

In hohem Maße scheint nun diese Korrektur und Ergänzung dadurch gefordert zu werden, dass unser nach den Einheitsgründen des Wirklichen forschender Blick innerhalb der Wirklichkeit eine Mannigfaltigkeit uns gleichgearteter Subjekte vorfindet: Da ein jedes dieser Subjekte seinen eigenen Schatz von Erfahrungen hat, so steigt die Zahl der so im Erleben erfassbaren und dem ordnenden Erkennen erreichbaren Wirklichkeitsausschnitte ins Unübersehbare. Wie können sich da die einzelnen Subjekte durch wechselseitigen Austausch der Erfahrungen bei ihrer Arbeit an der steten Erweiterung des geistigen Horizontes und an der Verfeinerung der in der Erkenntnis festgestellten Beziehungen untereinander unterstützen! In der Tat, dieser Austausch der Erfahrungen ist eines der wichtigsten Hilfsmittel unseres Wissensbetriebes: Nicht der Einzelne, sondern die Menschheit als Ganzes arbeitet im Laufe der Jahrtausende an der Ausgestaltung des Erkenntnisgebäudes!

Man übersehe indes in allzu großem Optimismus nicht, dass mit der Zahl der Bewusstseinssubjekte die mit der Variabilität der zu einander in Beziehung zu setzenden Reihen gegebene Schwierigkeit nur vergrößert wird: Jetzt haben wir ja auf einmal so viele variable Reihen, als es subjektive „Brennpunkte" in der Wirklichkeit gibt! Eine jede dieser subjektiven Erlebnis- und Erkenntnisreihen weicht zudem auf unberechenbare Weise derart von den übrigen ab, das die Grundbedingung aller eindeutigen Zuordnung, die Feststellung des Zuzuordnenden, also hier das Verständnis des von andern Erlebten bezw. Erkannten, fast unmöglich zu erfüllen ist. Man werfe doch nur einen flüchtigen Blick auf die vielen, einander mehr oder minder zufällig durchkreuzenden Faktoren, die zum Aufbau der Erfahrung im konkreten Einzelsubjekt bestimmend mitwirken! Zu den wichtigsten von diesen Faktoren gehören Verschiedenartigkeit der ererbten Anlage, Eigenart der Umgebung, in der man aufwächst, und der Geschicke, die den Einzelnen von frühester Jugend an beeinflussen, Bereicherung der Erfahrung durch Überlieferung (Lernen) und ihre verschiedenartige Aneignung (harmonische Einordnung in den übrigen Erfahrungsbestand), durch Lücken in der Erfahrung oder durch Unreife, Oberflächlichkeit und Energielosigkeit veranlaßte Vorurteile, die einer trüben Schlammdecke vergleichbar im Einzelbewußtsein sich ansammeln, und damit zusammenhängend üble Angewöhnungen in der gesamten psychischen Haltung des Subjekts, die u. a. auch eine affektive Schwächung und Trübung der Erkenntnisbetätigung, also der sachlichen Ordnung des Erfahrungsschatzes zur Folge haben.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


15. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Unfehlbares Konklave? ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die scharfsinnige Bemerkung Christian Geyers über die Theologenflucht in eine Dogmatik der Moderne findet man bei Striets missbrauchtem Kant. Die drei Notizen Übersehene Selbstsäkularisierung, Ein Schachklub ohne Schach und Geschäftiger Gremienkatholizismus von Ludwig Mödl, Thorsten Paprotny und Guido Horst finden sich bei meinem Aufsatz Wir haben an die Liebe geglaubt. Dort wurde auch der Podcast über das moderne Schaf eingebettet. Die Predigt Gott die Entscheidung überlassen wurde auf der Pignatelliseite eingebettet.


15. Dezember
Alexander Briant und Alban Roe

Vor 100 Jahren, am 15. Dezember 1921, wurden Alexander Briant (1556-1581) und Alban Roe (1583-1642) seliggesprochen. Beide waren Märtyrer unter der anglikanischen Katholikenverfolgung. Briant wurde zusammen mit dem berühmten Edmund Campion gehängt. Roe war zuerst Anglikaner, bekehrte sich aber, als er einen katholischen Häftling zum Protestantismus bekehren wollte. 1970 wurden Briant und Roe heiliggesprochen.


14. Dezember
Nicht würdig

In meiner Predigt von vorgestern, dem Sonntag Gaudete, erkläre ich die Aussage Johannes des Täufers, dass er nicht würdig sei, dem Herrn die Schuhriemen zu öffnen.


14. Dezember
Bernadette Lecureux

Vor zehn Jahren, am 14. Dezember 2011, verstarb in Brest im Alter von 99 Jahren Mme Georges Cerbelaud Salagnac, geb. Bernadette Lecureux, Ritter der Ehrenlegion. Sie gehörte 1964 zusammen mit ihrem Mann Georges Cerbelaud Salagnac (1906-1999) zu den Gründern der französischen Una Voce. Sie hatte, wie es im Nachruf der Una Voce Korrespondenz heißt, “entscheidenden Einfluss auf die gesunde und heilsame Reaktion von Laien, und das bereits zu einer Zeit, als das 2. Vatikanum seine Arbeit noch nicht beendet hatte. Im Mai 1964 veröffentlichte die ausgezeichnete Latinistin, Archivarin und Paläographin unter ihrem Mädchennamen Bernadette Lecureux ein bedeutendes und in vielfacher Hinsicht begeisterndes Werk: »Latein, die Sprache der Kirche«.”


14. Dezember
Die 800 Märtyrer von Otranto

Vor 250 Jahren, am 14. Dezember 1771, wurden die 800 Märtyrer von Otranto von Papst Clemens XIV. seliggesprochen. Sie hatten sich geweigert, zum Islam zu konvertieren, nachdem die osmanischen Streitkräfte Otranto in Apulien erobert hatten, und erlitten der Märtyrertod. Das war im Jahre 1480, also 27 Jahre nach der Eroberung Konstantinopels. Am 12. Mai 2013 wurden sie heiliggesprochen. Es war die erste Heiligsprechung unter Papst Franziskus, nachdem unter Benedikt XVI. ein Wunder auf ihre Fürsprache und sie selbst als Märtyrer anerkannt worden waren.


13. Dezember
Manuel I. von Portugal

Vor 500 Jahren, am 13. Dezember 1521, starb in Lissabon im Alter von 52 Jahren König Manuel I. der Glückliche von Portugal. Er regierte seit 1495. Unter ihm wurde der Seeweg nach Indien entdeckt und das portugiesische Kolonialreich in Indien errichtet, wobei die wichtigste Etappe die Eroberung von Goa war.


13. Dezember
Costanza Starace

Vor 100 Jahren, am 13. Dezember 1921, starb in ihrem Geburtsort Castellammare di Stabia bei Neapel im Alter von 76 Jahren Costanza Starace. 1869 gründete sie die "Suore Compassioniste" ("Schwestern des Mitleids"). Sie war eine mystische Sühneseele und stigmatisiert. Am 15. April 2007 wurde sie seliggesprochen.


12. Dezember
Ambo

Kürzlich ist im 6. Jahrgang Ambo, das Jahrbuch der Hochschule Heiligenkreuz 2021 erschienen. Es enthält von mir einen philosophischen Aufsatz über das Thema Zwischen Widerstandshort und Vorurteil. Gedanken zur Rehabilitierung moralischer Intuition (S. 290-308).


12. Dezember
Jacques Courtois

Vor 400 Jahren, am 12. Dezember 1621, wurde in Saint-Hippolyte, Franche-Comté, der Maler Jacques Courtois SJ geboren. In Bologna waren Guido Reni, in Florenz Jan Asselijn seine Lehrer. Er wurde der berühmteste Schlachtenmaler. Als Witwer trat er in Rom am 13. Dezember 1657 ins Noviziat der Gesellschaft Jesu ein. Er starb am 14. November1675.


11. Dezember
Der Retter ist nahe

Zum Dritten Adventssonntag kann ich fünf Predigten anbieten:

Das Herz in Jesus Christus bewahren

Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt

Freuen wir uns wirklich über die Ankunft des Herrn?

Mache hell die Finsternisse unseres Geistes

Lasst alle Menschen eure Güte erfahren


11. Dezember
Karl vom hl. Andreas

Vor 200 Jahren, am 11. Dezember 1821, wurde im niederländischen Munstergeleen Johann Andreas Houben geboren. 1845 trat er bei den Passionisten ein und wurde 1850 zum Priester geweiht. Er wirkte in England und in Dublin als begnadeter Seelenführer, der auch viele körperlich Leidende heilte. Am 5. Januar 1893 starb er im Passionistenkloster Mount Argus in Dublin. 1988 wurde er selig-, 2007 heiliggesprochen.


11. Dezember
Johannes Nepomuk Neumann

Vor 100 Jahren, am 11. Dezember 1921, wurde dem hl. Johannes Nepomuk Neumann (1811-1860) im Rahmen des Seligsprechungsprozesses der heroische Tugendgrad zuerkannt. Die Seligsprechung erfolgte 1963, die Heiligsprechung 1977.


10. Dezember
Kanzelparagraph

Vor 150 Jahren, am 10. Dezember 1871, wurde im Kulturkampf auf Antrag Bayerns der Kanzelparagraph erlassen. Er wurde als §130a in das Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich eingefügt und verbot Geistlichen, in Predigten staatliche Maßnahmen zu kritisieren. Erst 1953 wurde er wieder aufgehoben, allerdings nicht in der DDR. “Im nationalsozialistischen Staat wurde der Kanzelparagraph oft angewandt” (LThK, 3. Auflage). Ein Opfer war z.B. der selige Bernhard Lichtenberg.


10. Dezember
Robert Spaemann

Vor drei Jahren, am 10. Dezember 2018, starb in Stuttgart im Alter von 91 Jahren der Philosoph Robert Spaemann. Von ihm finden sich auf kath-info zehn Aufsätze (siehe die Auflistung im Autorenverzeichnis), darunter derjenige über Rationalität und Gottesglaube. Eine Würdigung über ihn schrieb ich anlässlich seines Todes für die Tagespost, eine weitere für CNA Deutsch. Die letztere kann man sich auf meinem Podcast anhören.


10. Dezember
Xavier Tilliette

Vor drei Jahren, am 10. Dezember 2018, starb in Paris im Alter von 97 Jahren der Philosoph Xavier Tilliette SJ. Er lehrte in Paris, in Chantilly, am Institut Catholique und an der Gregoriana in Rom. Tilliette war ein Spezialist für Schelling und Fichte, wurde der “Universalgelehrte in Sachen Deutscher Idealismus” (Erich Fuchs) genannt und arbeitete auch mit Reinhard Lauth zusammen, dem Herausgeber der Fichte-Gesamtausgabe.


9. Dezember
Missionarische Theologen

Von P. Engelbert Recktenwald

Manche Reformbremser spielen den Missions- gegen den Reformbegriff aus. Sie reklamieren den Missionsbegriff für sich und sprechen den Reformern den Missionswillen ab. Damit tun sie ihnen Unrecht. Das Gegenteil ist der Fall!

Johannes Hartl wurde einmal gefragt, was einen Menschen zu einem missionarisch wirkenden Jünger Christi mache. Seine Antwort war so einfach wie richtig: Begeisterung! Wer von etwas begeistert ist, will ganz von selbst andere mit dieser Begeisterung anstecken und ihnen das, wovon er begeistert ist, nahe bringen.

Die Reformer sind begeistert, besonders jene, die die Speerspitze der Reformbewegung bilden und die Reformideen vorgeben: die Theologen. Sie sind begeistert - von der Moderne! Voller Eifer setzen sie alles daran, dass die Kirche endlich in der Moderne ankommt. Niemand soll sagen, sie hätten keinen Missionseifer! Sie sind Jünger - allerdings nicht Jesu Christi, sondern ... weiterlesen


8. Dezember
Bernard Nathanson

Vor 25 Jahren, am 8. Dezember 1996, konvertierte der Arzt Bernard Nathanson zur katholischen Kirche. Er hatte 60.000 Abtreibungen vorgenommen, als er sich bekehrte und dann den Film Der stumme Schrei drehte, um das grausame Unrecht aufzuzeigen, das Kindern in der Abtreibung angetan wird. Den Weg seiner Bekehrung schilderte er in dem Buch Die Hand Gottes.


8. Dezember
Cipitria Barriola

Vor 150 Jahren, am 8. Dezember 1871, gründete die hl. Cipitria Barriola (1845-1912) in Salamanca die Kongregation der Töchter Jesu, die im Geiste des hl. Ignatius von Loyola wirken und sich der katholischen Schulerziehung widmen sollten. Den Auftrag dazu hatte sie am 2. April 1869 in einer Vision empfangen. Cipitria wurde 1996 selig-, 2010 heiliggesprochen. Ein besonderer Zug ihrer Frömmigkeit war das Gottvertrauen: “Je größer meine Armseligkeit ist, umso mehr vertraue ich auf die göttliche Barmherzigkeit.”


8. Dezember
Die Jesuiten in Cham

Vor 400 Jahren, am 8. Dezember 1621, kamen die Jesuiten in Cham an und begannen mit der Seelsorge. Hintergrund: Am 23. September war Herzog Maximilian I. von Bayern in Cham eingerückt. Das war möglich, nachdem Tilly im Dreißigjährigen Krieg am 8. November 1620 in der Schlacht am Weißen Berg (vor Prag) Friedrich V. von der Pfalz besiegt hatte. Nun konnte Maximilian die Oberpfalz rekatholisieren. In Cham hielt er sich bis zum 3. Oktober auf. Bei den Jesuiten, die am Abend des 8. Dezembers in Cham ankamen, handelte es sich um die Patres Andreas Aigenmann und Wolfgang Salzinger. Sie kamen aus Amberg.
Aus dem Werk von Joseph Lukas über die Geschichte der Stadt und Pfarrei Cham, aus Quellen und Urkunden bearbeitet (Landshut 1862) erfahren wir über das Wirken der Jesuiten: “Nach dem Fürsten dürfen die Jesuiten nicht vergessen werden: ihr hoher Ruf hat sich auch in Cham erprobt. Nicht die Dragoner der Besatzung, noch Herr von Thumberg hat Cham katholisch gemacht, wie schon einmal behauptet wurde, sondern die Jesuiten haben es mit ihrem ganz unvergleichlichem Tacte und mit ihrem unermüdlichen Eifer gethan. Im Jahre 1623 oder 1624 waren in Cham auch die kalvinischen Schulen aufgehoben worden, die Patres unterzogen sich nun nebst ihren anderen erdrückenden Arbeiten selbst noch der Last des Schulhaltens. Mit welchem Erfolg diese Männer in Cham gearbeitet haben, und daß ihr Bekehrungswerk ein aufrichtiges, überzeugtes und kein erzwungenes war, das möge man aus folgendem abnehmen. 1633 schon wurde Cham von den Feinden alles Katholischen, von den Schweden, occupiert, der alte Rat war noch protestantisch gesinnt, und dennoch trat in Cham nicht ein Rückfall ein; die Bürger ließen sich für ihren Glauben vielmehr bedrücken. Wo waren 1633 die kurfürstlichen Dragoner?”

Weitere Episoden aus der Geschichte der Jesuiten


7. Dezember
Unglaubwürdig

In Zeiten, in denen wir alle mit wirklich existenziellen Nöten und Fragen beschäftigt sind, erscheint das aufwändig betriebene Reden der mehrheitlich von der Kirche bezahlten Teilnehmer des sogenannten Synodalen Weges weder zielführend noch konstruktiv. Wir könnten den vielbeworbenen Bestrebungen um Authentizität und Menschennähe mehr Glauben schenken, würden sich die Synodalen genauso engagiert und mit ebenso hohem finanziellen, personellen und zeitlichen Aufwand für die Notleidenden unserer Tage einsetzen, wie für ihre kirchenpolitischen Ziele. Es bedarf dabei wirklich nicht allzu viel Phantasie, um die politische Agenda zu durchschauen, mit der munter an Stühlen gesägt wird, die diesen Zielen nicht entsprechen. Mit eben dieser Vorgehensweise erweist sich der sogenannte Synodale Weg für uns junge Katholiken als unglaubwürdig.

Aus der Erklärung der Initiative Pontifex zum Synodalen Weg

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


7. Dezember
Walter Hooper

Vor einem Jahr, am 7. Dezember 2020, starb im Alter von 89 Jahren Walter Hooper. Er war befreundet mit C. S. Lewis und kümmerte sich um dessen literarischen Nachlass. 1988 konvertierte er zum katholischen Glauben.


6. Dezember
Marcel Callo

Vor 100 Jahren, am 6. Dezember 1921, wurde in Rennes Marcel Callo geboren. Er starb am 19. März 1945 im KZ Mauthausen als Märtyrer. Als er 1943 von der deutschen Besatzungsmacht nach Deutschland zur Zwangsarbeit gebracht wurde, sagte er: “Ich gehe nach Deutschland, um den anderen zu helfen, durchzuhalten... Ich fahre als Missionar.” Deshalb nutzte er auch keine Fluchtmöglichkeit. Am 4. Oktober 1987 wurde er zusammen mit Antonia Mesina und Pierina Morosini seliggesprochen. Die Ansprache, die Papst Johannes Paul II. zur Seligsprechung gehalten hat, ist auf der Internetpräsenz des Vatikans nur in italienischer Sprache veröffentlicht.


5. Dezember
Kants Irrtum

Gestern ist die Dezemberausgabe des Vatican-Magazins erschienen. Dort habe ich einen philosophischen Aufsatz über Kants Irrtum veröffentlicht: Die Person geht dem Sittengesetz voraus.


5. Dezember
Tod eines Obdachlosen

Gaetano Tinnirello war ein relativ junger Obdachloser, der regelmäßig vor der Kirche SS. Trinità dei Pellegrini bettelte. SS. Trinità dei Pellegrini ist seit 2008 die Kirche der Personalpfarrei der Priesterbruderschaft St. Petrus. Der plötzliche Tod Tinnirellos hat die Menschen der Pfarrei bestürzt. Sie organisierten für ihn ein Requiem. Auf CNA ist die Predigt erschienen, die Pater Vilmar Pavesi FSSP dabei gehalten hat.


4. Dezember
Mutig durch die Wüste!

Zum Zweiten Adventssonntag kann ich zwei Predigten anbieten:

Adventszeit ist Wüstenzeit

Der zweifelnde Johannes der Täufer


4. Dezember
Michael Felix Korum

Vor 100 Jahren, am 4. Dezember 1921, starb in Trier im Alter von 81 Jahren Bischof Michael Felix Korum. Als er 1881 Bischof von Trier wurde, was dies die erste Besetzung eines Bischofsstuhls in Preußen nach dem Kulturkampf. “Korum machte sich hochverdient um den Wiederaufbau der Diözese (mit ca. ⅔ unbesetzten Pfarreien (...) Er war Hauptvertreter einer streng kirchlichen Richtung und Gegner des Reformkatholizismus (...) Eine kraftvolle Persönlichkeit von unbeugsamer Härte, aber verbindlich in der Form; glänzender Kanzelredner; Gründer (1891) der Genossenschaft der ‘Josefsschwestern’” (LThK, 2. Auflage). Er hielt am 27. Dezember 1895 die Gedächtnisrede bei der Bestattung von Paulus Kardinal Melchers im Kölner Dom.


3. Dezember
An das Gute glauben?

In der Dezember-Ausgabe von Kirche heute ist unter dem Titel Gott – die selbstlose Liebe mein Aufsatz über den Glauben an das Gute erschienen.


3. Dezember
Bohuslav Balbín

Vor 400 Jahren, am 3. Dezember 1621, wurde in Königgrätz der Historiker Boleslaw Balbinus SJ geboren. Er schrieb über 30 historische Werke vor allem zur böhmischen Profan- und Kirchengeschichte, darunter die 10 Bände Miscellanea historiae regni bohemii. Am 29. November 1688 starb er in Prag.


2. Dezember
Das Zitat

Dass das Gute mächtig ist, dass das Böse zum Scheitern verurteilt ist, das ist nicht an der faktischen Natur der Welt abzulesen. Daran glauben heißt glauben, dass die Welt ihr Sein aus der in jedem Augenblick neuen freien Zuwendung Gottes hat.

Robert Spaemann (Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart 2014, S. 228: über Psalm 28)


2. Dezember
Mariette Beco

Vor zehn Jahren, am 2. Dezember 2011, starb im Alter von 90 Jahren Mariette Beco, die Seherin von Banneux. 1933 erschien ihr achtmal die Muttergottes im belgischen Banneux als “Jungfrau der Armen”. Mariette war damals elf Jahre alt. 1949 wurden die Erscheinungen vom Bischof von Lüttich anerkannt.


1. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die englische Version meines Artikels We have believed in love ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Beobachtung von Tobias Klein über das, was den kirchlichen Apparatschiks Sorgen bereitet, findet sich auf der Demagogieseite, jene von Guido Horst über eine mögliche Alternative zum Synodalen Holzweg bei der Benediktoption. Mein Podcast über Angst und Schrecken ist auf der Neurologismusseite eingebettet, meine Predigt über die Kraft der Stille auf der liturgischen Schicksalsseite.


1. Dezember
Leo X.

Vor 500 Jahren, am 1. Dezember 1521, starb Papst Leo X. Seit 1513 war er Papst. Der Neubau der Peterskirche unter ihm führte zum Ablassstreit. Er unterschätzte die Tragweite der von Luther ausgelösten Bewegung und versagte vor dieser historischen Herausforderung. Er war rechtmäßig gewählt worden, der Heilige Geist hatte das Pontifikat zugelassen und trotzdem schadete es der Kirche. Vergleiche zu dieser Problematik meinen Aufsatz: Unfehlbares Konklave?


30. November
Kein Aprilscherz

In der 69. Folge meines Podcasts stelle ich Ratzingers Gotteshypothese vor und verteidige sie mit Max Horkheimer gegen innerkirchliche Kritiker.


30. November
Lacordaires Gewissen

Auf CNA ist nun nach einer langen Pause die 22. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


29. November
Der wahre Verzicht auf Macht

Wohl wahr und eben dies wäre dann auch eine Lösung für einen seit Jahr und Tag weitgehend im Verborgenen gebliebenen Skandal: die automatische Exkommunikation derer, die die Kirchensteuer nicht bezahlen wollen. Hemel, der in zwei Wochen neuer ZdK-Präsident werden will, versagt sich im Interview diesem Thema. Dabei hätte er einen außerordentlich prominenten Fürsprecher: Schon 2016 kritisierte Papst Benedikt XVI. diese Tatsache. "Die automatische Exkommunikation derer, die sie nicht zahlen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar", sagte er in einem Interview mit dem Publizisten Peter Seewald. Wer Zeuge der Freiburger Rede war, als Benedikt 2011 von der "Entweltlichung" der Kirche sprach, erinnert sich, wie die Farbe aus den Gesichtern vieler Bischöfe und Kirchenfunktionäre wich. Es war eine unverhüllte Aufforderung nach Verzicht auf Macht, einer Forderung, die der Synodale Weg jetzt auch unablässig erhebt.

Aus: Albrecht von Croy, Kirchensteuer: Der Skandal der automatischen Exkommunikation

Weitere Stimmen zum Thema Kirchensteuer


28. November
Leibvergessenheit

Das Gender-Konzept hat den hohen Preis der Leibvergessenheit. Es wiederholt damit in anderer Absicht einen (deutlich maskulinen) Dualismus, der den Leib als mechanischen Körper sah und ihn vom Ich abspaltete. In der Behauptung vom konstruierten Geschlecht lässt sich diese tief problematische Ausblendung, fast überscharf, erkennen: Aus dem lebendigen Leib wird instrumenteller, werkzeuglicher, stummer Körper. Seine natürliche Symbolik wird nicht fruchtbar, die phänomenale Selbstaussage kastriert. Das Ich kennt keine Fleischwerdung. So gesehen liefert Judith Butler eine erneute Variante einer hartnäckigen Körper-Geist-Spaltung, anstatt ihn aufzuheben, wie sie behauptet.

Aus: Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, „Gender light“ auf katholisch?, in: Ambo, Jahrbuch der Hochschule Heiligenkreuz, Band 4, 2019, wieder abgedruckt in Kirche heute, Januar 2020.

Weitere Infos zum Thema


27. November
Erlösung naht!

Zum Ersten Adventssonntag kann ich drei Predigten anbieten:

Der Anfang

Jesus Christus anziehen

Es naht eure Erlösung


27. November
Maria Manisha

Vor zehn Jahren, am 27. November 2011, wurde Maria Manisha ermordet.


26. November
Luigi Sturzo

Vor 150 Jahren, am 26. November 1871, wurde in Caltagirone, Sizilien, der katholische Politiker Luigi Sturzo geboren. 1894 zum Priester geweiht, lehrte er zunächst Theologie und Philosophie am Seminar seiner Heimatstadt, deren stellvertretender Bürgermeister er von 1905 bis 1920 war. Zusammen mit Alcide De Gasperi und anderen gründete er den Partito Popolare Italiano (PPI), seit 1943 Democrazia Cristiana (DC). Er war befreundet mit Alois Dempf und gehört mit ihm zusammen zu den Wegbereitern christlicher Demokratie. Am 8. August 1959 starb er in Rom.


26. November
Jakobus Alberione

Vor 50 Jahren, am 26. November 1971, starb in Rom im Alter von 87 Jahren der Ordensgründer Giacomo Alberione. Er gründete die Gesellschaft vom hl. Paulus, die Schwestern des hl. Paulus, die Jüngerinnen des Göttlichen Meisters, die Schwestern Jesu des Guten Hirten, die Schwestern der Königin der Apostel, die Paulinische Vereinigung und das Institut der Hl. Familie mit je verschiedener Zielsetzung: Apostolat durch Massenmedien, Anbetung, Unterstützung der Priester, Seelsorge, Weckung kirchlicher Berufungen. Am 27. April 2003 wurde er seliggesprochen.


25. November
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

14. Folge

Für die Spanier war das Bild durch die christliche Symbolik leicht lesbar (Górny/Rosikoń, Guadalupe Mysteries, S. 57 ff). Die Aura, die Maria umgibt, ist das Symbol ihrer Heiligkeit. Der blaue Mantel steht für die Unsterblichkeit und die ewige Freude mit Gott im Himmel, während die Sterne auf ihren Titel als Königin des Himmels hinweisen. Der Gürtel ist das Symbol für Jungfräulichkeit, Reinheit und Hingabe an Gott, der durch die Wolke dargestellt wird. Das zartrosa der Tunika verweist auf das Rot der Selbsthingabe der Liebe. Die Blätter und Blüten auf der Tunika stehen für das Paradies und der Mond, auf dem Maria steht, wird mit der Frau in der Apokalypse in Verbindung gebracht. Die Brosche trägt das wichtigste Symbol der Christenheit, das Kreuz. Die gefalteten Hände und das leicht gebeugte Knie stehen für den Lobpreis Gottes und ihre Demut vor Gott.

Die Priester konnten sich zunächst die plötzliche Begeisterung der Indianer für den christlichen Glauben nicht so ganz erklären; der nach der Erscheinung der Jungfrau von Guadalupe einsetzte. Sie hatten zwar Fortschritte in der Missionierung gemacht, aber es war eine mühselige Arbeit. Die Indianer kamen jetzt in Scharen, auch von Orten, in denen noch kein Missionar gewesen war, und wollten getauft werden. Die anfängliche Befürchtung, es handle sich um Opportunismus oder nur eine oberflächliche Bekehrung zerstreuten sich jedoch, als deutlich wurde, mit welchem Eifer sich die Indianer in ihr neues, vom christlichen Glauben geprägtes Leben warfen.

Maria zeigte ihnen einen Ausweg aus ihrer Situation. Das Bild der Jungfrau von Guadalupe sprach zu ihnen; sie benutzte dafür die Symbole ihrer Kultur und ihrer Bildersprache. So konnten sie nun das Bild auf der Tilma lesen.

Zunächst einmal war die Tilma selbst von Bedeutung, denn die Indianer brachten ihre Neugeborenen in einer Tilma zum Tempel, um sie den Göttern zu weihen. Bei einer Eheschließungszeremonie wurde die Tilma des Mannes mit der Bluse der Frau als Zeichen des gemeinsamen Bundes verknotet – dies entspricht dem mystischen Bund, den Maria mit dem mexikanischen Volk einging und symbolisierte auch den neuen Bund mit Gott. Und die Tilma schützte den Mann nicht nur vor der Kälte und der Sonne, sondern es wurden mit ihr auch Nahrungsmittel transportiert – Maria wurde dadurch als Beschützerin in allen Lebenslagen und Trägerin der lebensgebenden Speise, Jesus Christus, gesehen (Górny/Rosikoń, Guadalupe Mysteries: Deciphering the Code, S. 42).

Der Codex, den die Indianer in dem Bild lasen, erschloss ihnen die Quintessenz des Evangeliums (Górny/Rosikoń, Guadalupe Mysteries, S. 53 ff). Da Maria keine Maske trägt, wie die Gottheiten der alten Zeit, war sie keine Göttin. Der türkisfarbene Mantel war in der aztekischen Kultur ein Zeichen für Herrschaft und damit nur dem Herrscher vorbehalten; Maria ist also eine Königin. Die Wolken, die sie umgeben und der Sternenhimmel auf dem Mantel deuten darauf hin, dass sie mit einem göttlichen Auftrag aus einer anderen Welt gekommen ist, da der Himmel der Sitz der Götter ist. Eine Untersuchung im Jahr 1981 hat ergeben, dass die Anordnung der Sterne auf dem Mantel genau der Sternenkonstellation am Himmel Mexikos im Dezember 1531 entspricht; dies war ein Hinweis für die aztekischen Priester, da sie als einzige genaue Kenntnis über Astronomie und den aztekischen Kalender hatten. Der Betrachter des Sternenhimmels blickt allerdings nicht von der Erde nach oben (heliozentrisch), sondern er blickt von der Sonne nach unten (geozentrisch) und der Mittelpunkt ist eine Jasminblüte (quincunx) in der Höhe des Bauches auf der Tunika. Die Jasminblüte steht für Göttlichkeit und Transzendenz, sowie für das Prinzip der Ordnung des Universums. Sie besteht aus fünf Teilen: vier Blütenblätter, die sich in der Mitte treffen; die Zahl vier symbolisierte in der aztekischen Kultur das Ideal von Harmonie und Schönheit, während die Zahl fünf das Symol für das Treffen von Mensch und Gott war. Zusammen mit dem offenen Haar, das für Jungfräulichkeit steht, und dem schwarzen Gürtel, der zu einer Schleife gebunden ist und eine Schwangerschaft andeutet, erkannten die Indianer, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes, Jesus Christus, in sich trug.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


24. November
Auftrag und Wahrheit

Eine Predigt von mir zum ersten Adventssonntag ist in der neuen Zeitschrift Auftrag und Wahrheit - ökumenische Quartalsschrift für Predigt, Liturgie und Theologie erschienen.

Gründungsherausgeber ist Pfr. Jürgen Henkel.

Zum Herausgeberkreis gehören Gerhard Kardinal Müller, Metropolit Serafim Joanta und zehn weitere Personen.

Die Zeitschrift umfasst 162 Seiten und kann auf der Website von buechercafe bestellt werden.


24. November
Robert Charles Morlino

Vor drei Jahren, am 24. November 2018, starb in seiner Bistumsstadt im Alter von 71 Jahren der Bischof von Madison Robert Charles Morlino. Morlino war ein vorbildlicher Bischof, der nicht zögerte, die Probleme, die einer Erneuerung der Kirche im Wege stehen, an der richtigen Stelle anzupacken. Beispielhaft ist sein Brief über den sexuellen Missbrauch in der Kirche, den wir auf kath-info veröffentlicht haben. Im April 2017 rief er die Priester seiner Diözese zu einer größeren Ehrfurcht gegenüber dem allerheiligsten Altarsakrament auf. Sie mögen die Leute dazu ermutigen, die hl. Kommunion kniend und auf die Zunge zu empfangen. Er förderte Priesterberufungen und hatte damit großen Erfolg. Sein Weg zur Erneuerung der Kirche war kein synodaler Weg, aber erfolgreich. Ob wir in Deutschland bereit sind, davon zu lernen?


23. November
Ein Geschenk des Himmels

Bald beginnt die Adventszeit: ein Anlass, an das schöne, bebilderte Büchlein von P. Martin Ramm Ein Geschenk des Himmels zu erinnern, durch welches Kinder in das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit eingeführt werden.
Bestellen Sie es kostenlos bei der Petrusbruderschaft. Bestellen Sie es ruhig in größerer Anzahl: für sich selbst, für Ihre Kinder, Großkinder, Nichten, Neffen, für die Kinderarbeit in der Pfarrei, in der Schule, in Kindergruppen, zum Weiterverschenken. Ein Beitrag zur Neuevangelisierung, die bei den Kindern beginnt!


23. November
Johanna Boisseau

Vor 150 Jahren, am 23. November 1871, starb in Barillère bei Clisson im Alter von 74 Jahren die Leidensmystikerin Johanna Boisseau. Sie empfing 1862 die Stigmata.


22. November
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

18. Folge

38. Die heilige Theresia sagt, daß die Gerechten auf Erden in der Liebe den Seligen im Himmel gleichen müssen, gleich ihnen müssen sie nur mit Gott beschäftigt sein, sie müssen an nichts anderes denken und nichts anderes wünschen, als Seine Ehre, Seine Liebe. - So auch du, geliebte Seele! Gott sei hier auf Erden deine Seligkeit, Er sei der einzige Gegenstand deiner Neigungen und das Ziel aller deiner Handlungen und Wünsche, bis daß du im Himmel, wo alle deine Begierden Befriedigung finden, Ihn dereinst vollkommen und unaufhörlich lieben wirst.

Von der Liebe Gottes und den Mitteln, dieselbe zu erlangen.

1. Weil unser guter Gott uns so lieb hat, so wünscht Er innig, daß auch wir Ihn lieben, und deshalb hat Er uns nicht nur durch so häufig wiederholte Einladungen in der Heiligen Schrift, Ihn zu lieben, und durch so viele allgemeine und besondere Wohltaten zur Liebe Gottes zu bewegen gesucht, sondern Er hat uns sogar das ausdrückliche Gebot erteilt, Ihn zu lieben, und hat der Seele, die Ihn nicht liebt, die Hölle gedroht, der, die Ihn liebt, den Himmel verheißen. Gott will, daß alle sich retten, daß keiner verloren gehe, wie uns das die heiligen Apostel Petrus und Paulus nur allzu deutlich gelehrt haben: “Gott, welcher will, daß alle Menschen selig werden” (1 Tim 2,4). “Er hat Geduld mit euch und will nicht, daß jemand verlorengehe, sondern daß sich alle zur Buße wenden” (2 Petr 3,9). Wenn aber Gott alle selig haben will, warum hat er dann die Hölle erschaffen? Nicht deshalb, damit wir verdammt würden, sondern damit die Welt Gott liebe. Wenn ungeachtet der Hölle die meisten Menschen lieber die Verdammnis wählen, als daß sie Gott lieben, wer würde Ihn da wohl lieben, wenn es keine Hölle gäbe! Deshalb hat denn auch der Herr denen, die Ihn nicht lieben wollen, ewige Strafen gedroht, damit, wenn man Ihn nicht gutwillig lieben will, man Ihn wenigstens aus Furcht liebe, um die Hölle zu vermeiden.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


21. November
Joseph Henry Conroy

Vor 100 Jahren, am 21. November 1921, wurde Joseph Henry Conroy (1858-1939) zum Bischof von Ogdensburg (im US-Bundesstaat New York) ernannt. Er hatte am 30. Oktober 1909 Paul Francis Wattson, den Begründer der Weltgebetsoktav, zusammen mit 16 Gefährten und Gefährtinnen, in die katholische Kirche aufgenommen.


20. November
Die Kraft lebendigen Glaubens

In der Lesung stellt uns der hl. Paulus die Thessalonicher als Vorbild hin. Worin sind sie uns Vorbild? Und wer waren die Thessalonicher eigentlich? Das erklärte ich letzten Sonntag in meiner Predigt.


20. November
Rettung in der Drangsal

Zum morgigen letzten Sonntag nach Pfingsten kann ich fünf Predigten anbieten:

Die große Drangsal

Apokalypse und ein Gott des Friedens?

Das jüngste Gericht

Der Macht der Finsternis entrissen

... so glaubet es nicht!


19. November
Das 68. Wunder von Lourdes

Vor zehn Jahren, am 19. November 2011, bestätigte das internationale Ärztekomitee den unerklärlichen Charakter der Heilung der gelähmten Schwester Luigina Traverso am 23. Juli 1965. Sie war krank nach Lourdes gekommen. Beim Vorbeitragen des Allerheiligsten während der hl. Messe, an der sie auf einer Tragbahre teilnahm, wurde sie auf einen Schlag geheilt. Nach der Erklärung des internationalen Ärztekomitees bestätigte auch Bischof Alceste Catella von Casale-Monferrato am 11. Oktober 2012 das Wunder. Es ist das 68. Wunder in Lourdes, das anerkannt wurde. Seit dem gab es zwei weitere Anerkennungen: Das 69. Wunder wurde am 20. Juni 2013, das 70. am 11. Februar 2018 anerkannt. Das war meines Wissens bislang das letzte.


19. November
Marie-Eugen Grialou

Vor fünf Jahren, am 19. November 2016, wurde in Avignon der Karmelit Marie-Eugen Grialou (1894-1967) seliggesprochen. Er gründete 1932 die geistliche Familie Notre-Dame de Vie und schrieb das Buch Ich will Gott schauen über die karmelitische Spiritualität und Mystik.


18. November
Papst Franziskus, die Piusbruderschaft und Traditionis custodes

In einem Interview mit Carlos Herrera, das am 1. September 2021 vom spanischen Radiosender COPE ausgestrahlt wurde, erklärte Papst Franziskus, dass sein Motu proprio Traditionis custodes das Ergebnis seiner Zusammenarbeit “mit traditionalistischen Leuten guter Absicht” (“con gente tradicionalista de buen sentido”) gewesen sei.
Wer ist mit diesen Traditionalisten gemeint? Die Piusbruderschaft bezieht das Wort auf sich. Sie verbreitet ein Interview mit James Vogel, ihrem Pressesprecher in den USA, in dem er auf die Frage, wen der Papst mit jenen “vernünftigen Traditionalisten” gemeint habe, antwortet:
“Hier kann man nur spekulieren. Zum einen bezieht er sich auf seine Zeit in Buenos Aires. Dort gab es einige bekannte ‘Traditionalisten’, die ihre Beziehung zur Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht verbargen, und für die Diözese im juristischen und kanonistischen Bereich tätig waren. Er erinnert vielleicht auch an die Kontakte, die Pater Christian Bouchacourt, damals Distriktoberer in Buenos Aires und heute Zweiter Generalassistent, mit Msgr. Bergoglio hatte. Erinnern wir uns daran, dass der spätere Papst der Bruderschaft in einer schwierigen Situation geholfen hat, wofür wir mehr als dankbar sein müssen. Ohne ihn wäre die Bruderschaft in Argentinien empfindlich getroffen worden.”

Weitere Meldungen zu TC


18. November
Robert Hugh Benson

Vor 150 Jahren, am 18. November 1871, wurde in Crowthorne, Berkshire, der Schriftsteller Robert Hugh Benson geboren. 1903 konvertierte er vom Anglikanismus zur katholischen Kirche, 1904 wurde er zum Priester geweiht. Über seinen Weg zum katholischen Glauben berichtet er in seinen Confessions of a Convert (1913). Bekannt ist er als Autor von Der Herr der Welt und Im Dämmerschein der Zukunft. Am 19. Oktober 1914 starb er in Salford.


17. November
Gottesvergiftung

Die 68. Folge meines Podcasts beschäftigt sich mit den Gefahren eines krank machenden Glaubens.


17. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die portugiesische Übersetzung des Artikels Facetas do Amor ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate von Georg May und Henrica Hannah über die Frauenordination finden sich auf der Seite über das Frauendiakonat. Meine Predigt über das Gesetz göttlichen Wachstums ist auf der Seite über den Schild des Glaubens eingebettet, meine Predigt über die große Drangsal auf der Malagridaseite.


16. November
Fis

Von Eduard Kamenicky

Daß das Kreuz zum Weg des Heiles gehört, ist jedem klar, der Jesu Evangelium vernommen und ein wenig begriffen hat. Daß die Kirche dazu da sei, die Glieder der Kirche zu quälen, steht nirgends geschrieben. Wie sehr es dennoch geschehen kann, weiß das Buch der Geschichte zu melden.

Der Gedanke, daß erst chamäleontische Eigenschaften den Christen als solchen auswiesen daß die Unfähigkeit zum geistigen und charakterlichen Kopfstand sozusagen die Rolle einer negativen Prädestination spiele, ist gar zu albern, um ernster Erwägung wert zu sein. So entmutigen zwei Phänomene bei genauerem Hinsehen: die gelehrte und wortreiche Selbstverneinung der Kirche auf der einen, der ... weiterlesen


16. November
Eduard Kamenicky

Vor 50 Jahren wurde Dr. Eduard Kamenicky (1925-2008), Diözesanpriester des Bistums Wien, von seinen Ämtern entlassen, weil er an der überlieferten Liturgie festhielt. Die Cembalistin und Japanologin Eta Harich-Schneider schreibt in ihren Erinnerungen Schiffbruch und Rettungswunder: “Aber am 16. November, meinem Geburtstag, übermittelte mir Otmar [Binder] eine Schreckensnachricht: ‘Kamenicky ist fristlos aus seiner Dozentur an der Universität verjagt worden und auch von den Nonnen, bei denen er gewohnt hat, ausgewiesen” (in: Christa Jansohn, Hg.: Eta Harich-Schneider: Die Sonette William Shakespeares und die Lyrik der "Rekusanten". Erlebnisse und Übersetzungen einer reisenden Musikerin: 1941–1982, Berlin und Münster 2011). Kardinal König hatte Kamenicky zu sich gerufen und ihm angedroht, ihm alle Gehälter zu streichen. Daraufhin erwiderte Kamenicky, dass er nun erst recht nicht mehr das neue Missale annehmen könne, weil dies bedeuten würde, dass er um des Geldes wegen seine Überzeugung verrate.

Kamenicky gründete dann zusammen mit Prälat Dr. Erwin Hesse (1907-1992) die hochangesehene Zeitschrift Entscheidung und wurde neben Gerhard Hermes und Heinz Froitzheim Redakteur des FELS. 1978 wurde er Dozent am Priesterseminar Herz Jesu der Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Als ich dort am 6. Oktober 1979 eintrat, lernte ich ihn kennen und wählte ihn zu meinem Seelenführer. Nie in meinem Leben habe ich einen zweiten Priester kennen gelernt, der auf so wunderbare Weise Genialität und Herzensgüte in sich vereinte.

Am 29. Juni 1986 wiederholte sich der Schicksalsschlag: In Zaitzkofen wurde er von einem Tag auf den anderen entlassen, weil er eine zu kritische Haltung gegenüber den geplanten Bischofsweihen hatte, die dann am Donnerstag, den 30. Juni 1988 stattfanden. Wenige Tage zuvor telefonierte ich mit ihm, um ihn zu fragen, ob sich eine Gruppe von Priestern und Seminaristen, die den Bruch mit Rom nicht mitvollziehen wollten, bei ihm treffen könnten. Kamenicky hatte ein Landgut in Maigen, zwei Kilometer von Sigmundsherberg (Niederösterreich, Bezirk Horn) entfernt, wo er Stammgast beim Landgasthof Göd war. Dort trafen wir uns am 1. und 2. Juli, wie ich es in der Broschüre “Der 30. Juni im Lichtes Glaubens” beschrieben habe.

In seinen letzten Jahren wurde Kamenicky gesundheitlich immer schwächer und wurde schließlich von Frau Göd, die ihn bei sich aufgenommen hatte, bis zu seinem Tode gepflegt. Hier trafen wir uns am 8. Mai 2008 wieder zu seiner Beerdigung. Ich kann mich noch erinnern, wie Frau Göd unter Tränen der Trauer und Ergriffenheit vom gottergebenen Leiden und Sterben Kamenickys erzählte.

Kamenicky ist sich und der Tradition der Kirche stets treu geblieben. Wie er den dramatischen Traditionsbruch erlebte, hat er in einem seiner vielen Aufsätze in der Entscheidung beschrieben: Fis.


15. November
Der Gott des Lobpreises

Von P. Engelbert Recktenwald

Ich gebe es zu: Sehr spät erst ist mir die ganze Bedeutung des Lobpreises aufgegangen. Das war, als ich einmal beim Brevier den Psalm 105 betete: “Preiset den Herrn, ruft aus seinen Namen, kündet seine Werke den Völkern, singet ihm, spielt ihm, erzählt all seine Wunder!” Das ist das Gegenteil einer weit verbreiteten Haltung. Man preist Gott nicht, sondern murrt gegen ihn. Man lobt ihn nicht, sondern tadelt ihn. Was hat er nicht alles falsch gemacht! Wie kann er bloß so viel Leid zulassen! Warum geht es in der Welt so schlimm zu, warum in der Kirche bergab? Wir an seiner Stelle hätten es viel besser gemacht...

Vor dem Murren gegen Gott warnt uns die Bibel ausdrücklich: “Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten”, ermahnt uns Paulus (1 Kor 10, 10) mit Blick auf die Israeliten, die von Moses durch die Wüste geführt wurden. Es stehen sich also gegenüber: einerseits der Lobpreis angesichts der herrlichen Großtaten Gottes, andererseits das Murren angesichts seiner scheinbaren Fehlleistungen.

Das sagt viel über unser Gottesbild aus. Wer Gott lobt, tut es aufgrund seiner Überzeugung, dass ... weiterlesen


14. November
Louis Eudo de Kerlivio

Vor 400 Jahren, am 14. November 1621, wurde in Hennebont (Morbihan) Louis Eudo de Kerlivio geboren. Prägend war für ihn eine Begegnung mit dem hl. Vinzenz von Paul im Alter von 20 Jahren. 1644 empfing er die Priesterweihe. Er wurde einer der großen Glaubensapostel der Bretagne und zeitweise ein Gefährte des seligen Alain de Solminihac. 1685 starb er in Vannes.


14. November
Gottlieb Söhngen

Vor 50 Jahren, am 14. November 1971, starb in München im Alter von 79 Jahren der Theologe Gottlieb Söhngen. Er lehrte in Bonn und München und wurde dort ein Lehrer und Förderer von Joseph Ratzinger. Dieser hielt bei seiner Totenmesse die Predigt.


14. November
Bombenattentat in Guadalupe

Vor 100 Jahren, am 14. November 1921, geschah das Wunder von Guadalupe: Eine Bombe explodierte unmittelbar vor dem Gnadenbild von Guadalupe. Sie richtete in der Umgebung riesige Zerstörungen an. Nur das Bild wurde nicht im geringsten beschädigt.


13. November
Umweltschutz im Gottesreich

Zum morgigen sechsten nachgeholten Sonntag nach Erscheinung kann ich diese drei Predigten anbieten:

Unser Herz als Kläranlage

Du bist ein Senfkorn!

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig


13. November
Dem Geist der Kirche fremd

In diesem Zusammenhang ist an die Feststellung von Kardinal Newman zu erinnern, daß die Kirche nie in ihrer Geschichte rechtgläubige Formen von Liturgie einfach abgeschafft oder verboten hat - das wäre dem Geist der Kirche durchaus fremd. Eine rechtgläubige Liturgie ist ja nie eine bloß pragmatisch geschaffene Zusammenstellung von Zeremonien, die man dann positivistisch heute so und morgen anders verfügen könnte. Rechtgläubige Formen eines Ritus sind lebendige Wirklichkeiten, die aus dem liebenden Dialog der Kirche mit ihrem Herrn gewachsen sind, Lebensgestalten der Kirche, in denen sich der Glaube, das Beten und das Leben von Generationen verdichtet und in denen das Miteinander von Gottes Handeln und Antwort des Menschen Form gefunden hat. Solche Riten können absterben, wenn das sie tragende Subjekt in der Geschichte verschwindet oder sich mit seinem Erbe einem anderen Lebensraum einfügt. Die Autorität der Kirche kann in wechselnden geschichtlichen Situationen den Gebrauch solcher Riten umschreiben und einschränken, aber sie verbietet sie nie einfach.

Aus der Rede von Joseph Kardinal Ratzinger am 24. Oktober 1998


12. November
Das Zitat

Je mehr du versucht wirst, desto eifriger sollst du im Gebet verharren. Denn kraft deines andauernden Gebetes verdienst du versucht zu werden: Gold muss gereinigt und geläutert werden. Und kraft deines andauernden Gebetes verdienst du, von den Versuchungen befreit zu werden. Durch Gebet wirst du nämlich erleuchtet, durch Gebet gereinigt, durch Gebet mit Gott vereint.

Selige Angela von Foligno


12. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Meldungen über Maria 2.0 sind auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat Guido Horsts über bischöfliches Schweigen findet sich auf der Seite über den Aufstand gegen das Lehramt. Dort wurde auch mein Youtube-Video Amoris laetitia und das Gewissen eingebettet. Meine Predigt Mein Sohn lässt sich rühren ist auf der Seite Maria, die neue Materie, mein Podcast Jesus und das Theodizeeproblem auf der Seite Einsame Atheisten eingebettet.


11. November
Der synodale Teppich

Der Synodale Weg greift das komplexe Thema nicht auf und trägt weiter dazu bei, dass 80% der Opfer, nämlich die Mädchen, nicht in den Blick kommen. Man ist sich offensichtlich nicht der Tragweite dieses Manövers bewusst. Den Katholiken wie der Öffentlichkeit war doch versprochen, dass dieses Thema nach nunmehr 11 Jahren zu Konsequenzen führt. Wer die Beschlussvorlagen von Ende September durchgeht, wird sich fragen, wie die Forderungen zu den Mitspracherechten der Gremien und zur Ernennung von Bischöfen zur Lösung des Problems „Sexueller Missbrauch“ beitragen. Das wäre so, als würde in den Koalitionsvereinbarungen die Klimafrage nicht mehr vorkommen. Die Synodenmitglieder handeln nicht anders als die Bischöfe und die Personalverantwortlichen in früheren Jahren. Sie decken nur einen anderen Teppich über das schwierige Triebgeschehen, indem sie es einfach als Machtmissbrauch interpretieren. Die nicht entschärfte Granate wird ihnen in der Hand explodieren.

Aus: Eckhard Bieger SJ, Der Synodale Weg lässt den sexuellen Missbrauch unerledigt liegen

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


9. November
I found a deeper relation with Christ

I am a 47 year old woman and after a year of preparation and almost 10 years of searching I became a Roman Catholic in 2002. At that time I was 28 years old. I started going on pilgrimages and by chance in Lourdes I met a young volunteer from Utrecht (the Netherlands) who one day took me to the old form of Holy Mass. I have an autism related syndrome and in the old form I found tranquility. An escape from a world filled with all kind of distraction and noise. And I found a deeper relation with Christ. Even though I have to travel across the country, I make the time to go to Amsterdam every once in a while. It's my way to feed my faith. Without that possibility, my mental condition would be a lot worse and my faith diminished. And my spiritual life has improved since I discovered this possibility. I am so grateful for it! And I know there are more people like me for whom the classic Rite would be a major blessing, if only they had an opportunity to discover it!

Aus dem "Bouquet of Testimonies" from the Netherlands Crowning Glory for the Motu Proprio Summorum Pontificum 2007.


8. November
Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein

Vor 100 Jahren, am 8. November 1921, starb in Köln im Alter von 87 Jahren Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein. Er war seit 1868 Organisator der Katholikentage, 1872-1898 Kommissar der Generalversammlungen, 1871 Mitgründer des Zentrums, 1871-72 Abgeordneter im Reichstag. Er unterstützte nach Kräften die katholisch-soziale Bewegung, die katholische Presse und Wissenschaft und viele Klöster. 1907 trat er in Venlo in den Dominikanerorden ein und empfing 1908 die Priesterweihe.


8. November
Joseph Deharbe

Vor 150 Jahren, am 8. November 1871, starb in Maria Laach im Alter von 71 Jahren der in Straßburg geborene Theologe Joseph Deharbe SJ. Er wirkte als Professor der Rhetorik in Brig und Freiburg in der Schweiz, als Hilfsseelsorger in Cöthen, Anhalt, als Regens im Priesterseminar zu Luzern. Am berühmtesten wurde er durch seine Katechismen. Er gab fünf Katechismen heraus, deren weite Verbreitung “alle Vorgänger übertrifft” (LThK, 1. Auflage). Sie wurden in mindestens 15 Sprachen übersetzt, auch ins Chinesische und Marathi. In Deutschland wurde sein Katechismus bearbeitet und weiterentwickelt von Jakob Linden SJ (1853-1915).


6. November
Über Unkrautresistenz

Zum morgigen fünften nachgeholten Sonntag nach Erscheinung kann ich diese drei Predigten anbieten:

Preiset Gott dankbaren Herzens

Vom Fluch des Unkrautsammelns

Das Unkraut wachsen lassen!


6. November
Wie ist es, ein Schutzengel zu sein?

Mit einem Monat Verspätung veröffentliche ich meine Predigt zum Schutzengelfest. Ich vermute, dass sich die Titelfrage in Bezug auf Engel leichter beantworten lässt als in Bezug auf Fledermäuse. Insofern gerate ich nicht in Konflikt mit Thomas Nagel. Gegenüber dem Kantischen Verdikt gegen jede Überschreitung der Grenzen, die dem menschlichen Verstand durch die empirische Wirklichkeit gegeben seien, ist die Erinnerung an sein Wort opportun, dass er das Wissen doch mit dem Ziel aufhebe, “zum Glauben Platz zu bekommen”. Vom Glauben inspirierte Spekulationen sind also legitim, solange sie nicht beanspruchen, ein Wissen zu sein. Meine sind cum grano salis zu nehmen.

Recktenwald-Predigten · Wie ist es, ein Schutzengel zu sein?

6. November
Michael Keller

Vor 100 Jahren, am 6. November 1921, wurde Michael Keller (1896-1961) in der Abtei St. Georgenberg-Fiecht bei Schwaz zum Priester geweiht, nachdem er in Paderborn, Rom und Innsbruck studiert hatte. 1947 wurde er als Nachfolger des seligen Clemens August Kardinal von Galen zum Bischof von Münster ernannt. Er war ein Förderer der Mission in Afrika und ein Gegner der Apartheid-Politik in Südafrika.


5. November
Agatha-Christie-Indult

Heute jährt sich zum 50. Mal das berühmte Agatha-Christie-Indult. Uwe Postl hat darüber auf kath-info geschrieben.


4. November
Statistik der Petrusbruderschaft

Die Priesterbruderschaft St. Petrus hat wieder ihre jährliche Statistik mit Stand vom 1. November 2021 veröffentlicht:

Sie hat 526 Mitglieder, davon 341 Priester.

Sie ist in 147 Diözesen tätig und feiert an 259 Orten regelmäßig die hl. Messe.

47 Personalpfarreien sind ihr weltweit anvertraut. Sie hat 132 Niederlassungen, davon sind 95 kanonisch errichtet.

Die Konfraternität St. Petrus umfasst 8399 Mitglieder, davon 1191 im deutschen Sprachraum.


3. November
Das Bundesverfassungsgericht und das dritte Geschlecht

Das BVerfG will es besser wissen als diese biologischen Fachtexte. Wie aber könnte es, und zwar logisch und aufgrund empirischer Fakten, zu seiner abweichenden Auffassung kommen? Zum einen könnte es, nobelpreisverdächtig, einen dritten anisogametischen Keimzellentyp entdeckt haben. Das hat niemand. Oder es könnte eine andere Definition von Geschlecht verwenden und sich auf etwas anders als Keimzellentypen stützen. Tatsächlich aber findet sich in der Urteilsbegründung überhaupt keine Definition von Geschlecht wie auch keine Angabe, welches die relevanten empirischen Prämissen sind und warum sie relevant sind, und mithin erfolgt auch keine logische Ableitung. Kurz, das BVerfG bleibt nicht nur ein logisch schlüssiges Argument für seine These vom dritten Geschlecht schuldig, sondern erklärt nicht einmal, was es mit „Geschlecht“ überhaupt meint. Es weiß offenbar buchstäblich nicht, wovon es redet.

Aus: Uwe Steinhoff, Auf den Leim gegangen, im Cicero. Steinhoff ist Professor am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong sowie Senior Research Associate im Oxford University Programme on the Changing Character of War.

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