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* * *

18. August
David Okelo und Gildo Irwa

Vor 100 Jahren, am 18. August 1918, starben in Uganda als Märtyrer David Okelo und Gildo Irwa. David wurde 16, Gildo 12 Jahre alt. Sie waren zwei Jahre zuvor von Comboni-Missionaren getauft worden und arbeiteten als Katechisten. Am 20. Oktober 2002 wurden sie seliggesprochen.


18. August
Thomas de Creuilly

Vor 300 Jahren, am 18. August 1718, starb in Cayenne im Alter von 67 Jahren der aus der Diözese Bayeux stammende Missionar Thomas de Creuilly SJ. 1672 trat er in die Gesellschaft Jesu ein, wurde 1680 Professor der Rhetorik in Arras und kam 1685 nach Französisch-Guayana, wo er sich der Kolonisten- und Eingeborenenseelsorge widmete. Er “erlernte die Sprache der Eingeborenen und schrieb Lettres édifiantes über das Indianische” (LThK, 1. Auflage).


17. August
Norma McCorvey

Vor 20 Jahren, am 17. August 1998 wurde Norma McCorvey (1947-2017) in Dallas von P. Frank Pavone und P. Edward Robinson OP in die katholische Kirche aufgenommen. Sie war berühmt geworden durch das von ihr als Klägerin ausgelöste Urteil “Roe v. Wade”, mit dem 1973 der Oberste Gerichtshof der USA die Abtreibung legalisierte. 1995 änderte sie ihre Einstellung, wurde zu einer Lebensrechtlerin, empfing von Evangelikalen die Taufe und konvertierte 1998 zur katholischen Kirche.


17. August
Christian Philippe Chanut

Vor fünf Jahren, am 17. August 2013, starb in Boutigny-sur-Essonne im Alter von 65 Jahren der Historiker Christian Philippe Chanut. Er studierte in Saint-Sulpice und wurde 1979 zum Priester geweiht. Viele Jahre lehrte er Kirchengeschichte, Patristik und Homiletik im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Nach der Promulgation des Motu proprio Summorum Pontificum im Jahre 2007 wurde er in der Diözese Évry-Corbeil-Essonnes zum Verantwortlichen für dessen Umsetzung ernannt.


16. August
Die Geisterdebatte

Von Ulrich Filler

Die deutschen Bischöfe haben mit ihrer nun veröffentlichten pastoralen Handreichung „Mit Christus gehen – Der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ vom 20. Februar 2018 eine Geisterdebatte, eine Gespensterdiskussion losgetreten. Gespenstisch mutet zunächst einmal die Auswahl der Zielgruppe an. Während in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten beispielsweise die Frage nach der Möglichkeit des Kommunionempfangs für wiederverheiratet Geschiedene immer wieder diskutiert wurde oder auch die Forderung, alle evangelische Christen zum Tisch des Herrn einzuladen, im Raum steht, war die Frage nach den evangelischen Partnern in einer konfessionsverschiedenen Ehe bislang überhaupt kein Thema. Die deutschen Bischöfe befürchten, dass sogar die Ehe gefährdet sein kann, weil der evangelische Partner nicht zur Kommunion gehen darf. Der Eindruck drängt sich auf, dass unsere Bischöfe sich hier ein künstliches Problem ausgedacht und zugleich eine Lösung gefunden haben, die keiner wirklich möchte.

Gespenstisch ist weiterhin der Umgang der Hirten der Kirche miteinander: Die Bischofskonferenz vermag es nicht, ein theologisch und dogmatisch so sauberes Papier zu erstellen, dass es alle mittragen können? Und als sieben Bischöfe die Kurie und den Papst um Hilfe und Klärung baten – was war das Ergebnis? Ein Brief der nichts abschließend klärte und die verschiedene Äußerungen des Heiligen Vaters widersprüchlich stehen ließ, der einmal darum bittet, von einer Veröffentlichung abzusehen und ein anderes mal andeutet, die restriktive Handreichung würde die Möglichkeiten, die das Kirchenrecht bietet, gar nicht voll ausschöpfen? Was denn nun? Und was war mit dem verständlichen Wunsch des Papstes, die Bischöfe mögen doch bitte eine einmütige Regelung finden? Offensichtlich hat man sich darum nicht bemüht – das Ergebnis: Chaos. Gespenstisch.

Geisterhaft auch die durch die pastorale Handreichung oder Orientierungshilfe angebotene Lösung. Denn eines steht fest: Ganz egal, ob ich dafür bin, dass evangelische Christen in der katholischen Messe die Kommunion empfangen dürfen oder nicht – die pastorale Handreichung kommt ungefähr zwanzig Jahre zu spät. Ein aus der Zeit gefallenes Dokument, das die Zielgruppe ungefähr so interessiert wie die Beschlüsse der Kölner Diözesan-Synode von 1954. Denn die Realität in unseren Pfarrgemeinden ist längst eine andere. Die heutige Praxis des Kommunionempfangs folgt dem Kriterium: Jeder macht, was er will. Die Kommunion empfängt jeder, der möchte: Katholische Christen, die seit der Erstkommunion nicht mehr gebeichtet haben; wiederverheiratet Geschiedene, die manchmal auch als Kommunionhelfer eingesetzt werden; evangelische Christen, die manchmal auch als Katecheten bei der Erstkommunionvorbereitung engagiert sind. Nicht wenige katholische Pfarrer begrüßen diese Entwicklung und laden evangelische Christen zum Empfang der Eucharistie ein oder konzelebrieren gleich mit evangelischen Pfarrern. Bereits im Jahr 2003 forderten 108 Pfarrer der „Arbeitsgemeinschaft Rottenburg (AGR)“ aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart in einem offenen Brief, dass Einladungen an ökumenisch engagierte evangelische Christen zur katholischen Kommunion erlaubt sein müßten. Seit Jahrzehnten hat sich diese Praxis des Kommunionempfangs nach dem Motto „Jeder macht, was er will“ in unseren Pfarreien etabliert – obwohl sie dem geltenden Kirchenrecht schlicht und einfach widerspricht. Can 844 § 4 legt ganz eindeutig fest: Katholische Spender spenden erlaubt die Sakramente der Buße, Krankensalbung und Eucharistie nur dann an evangelische Christen, wenn folgende Bedingungen gleichzeitig (!) eintreten: 1. wenn Todesgefahr besteht oder eine andere schwere Notlage dazu drängt (ob eine solche schwere Notlage eintritt, entscheidet der Diözesanbischof bzw. die Bischofskonferenz), 2. wenn sie einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können, 3. wenn sie von sich aus darum bitten, 4. wenn sie bezüglich des Sakraments den katholischen Glauben bekunden und 5. wenn sie in rechter Weise disponiert sind. Selbst wenn die Sehnsucht des evangelischen Partners nach der Kommunion in einer konfessionsverschiedenen Ehe eine „schwere Notlage“ darstellen sollte, reicht das alleine noch nicht aus. Es müßte zudem die Situation eintreten, dass kein evangelischer Pfarrer erreichbar ist und dass der evangelische Christ den katholischen Glauben bekennt und beichtet. Und diese Situation ist hier und heute höchstens in einem theoretischen Szenario denkbar. Übrigens weist die pastorale Handreichung in Nr. 14 und 15 auf genau diesen Sachverhalt hin und zitiert das ökumenische Direktorium, das darauf besteht, dass genau diese Normen bezüglich der Zulassung eines nichtkatholischen Christen zur eucharistischen Gemeinschaft zu beachten sind. Die Handreichung widerspricht sich selbst! Der heilige Papst Johannes Paul II. hat in seiner Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ aus dem Jahr 2003 die theologische Grundlage aufgezeigt und erklärt, dass der Empfang der Eucharistie die innere und äußere Einheit voraussetzt. Übrigens hat auch ein Mann wie Joachim Kardinal Meisner diese katholische Überzeugung selbstverständlich öffentlich vertreten, als in seinem Bistum im Jahr 2004 entsprechende Unterschriftenlisten kursierten. Er zeigte sich damals „bestürzt über den Rückgang katholischen Glaubenswissens“ – man fragt sich, wie er heute über seine Mitbrüder im Bischofsamt urteilen würde. Doch auch er hat es – von solchen Ausnahmen abgesehen – wie alle anderen deutschen Bischöfe seit Jahrzehnten versäumt, der verheerenden pastoralen Praxis, die sich in allen Pfarreien immer mehr ausbreitet, etwas entgegenzusetzen. Angefangen bei den katholischen Fakultäten, in denen zukünftige Religionslehrer und Priester ausgebildet werden bis hin zur öffentlichen Praxis vor Ort. Wo sind die Hirtenbriefe zum Thema? Wo finden katholische Pfarrer eine theologische Weiterbildung, wo eine Handreichung mit Argumenten für das Gespräch mit Betroffenen, wo fand eine diözesanweite Katechese-Aktion zum Thema statt? Welche Medien oder sozialen Netzwerke hat die finanzstarke deutsche Kirche eingesetzt, um dieses Thema in die katholische Öffentlichkeit zu bringen? Katholische Pfarrer waren auf sich alleine gestellt, ihre Bischöfe: ein Totalausfall. Doch bislang hatte man im jetzigen Pfarrsystem noch einige Spielräume. Natürlich ist es immer ein Drahtseilakt, aber es gab die Möglichkeit, klug, angemessen und menschlich in den Dialog zu treten und die katholische Position zu erklären, ohne Skandale zu verursachen. Zu versuchen, den Normen Rechnung zu tragen und den Menschen die Größe und Schönheit des katholischen Glaubens aufzuzeigen. Denn es geht doch nicht darum, kleinliche Gesetze um ihrer selbst willen durchzusetzen, sondern um die Wahrheit und Schönheit und Würde und Größe der Eucharistie, dem lebendigen Herzen der Kirche. Es geht darum, die Menschen einzuladen zu erkennen, das alles zusammenhängt: Die Sakramente, die Kirche, das Priestertum, das Meßopfer – in der Eucharistie bündelt sich der ganze katholische Glaube.

Die jetzt veröffentlichte pastorale Handreichung ist in verschiedener Hinsicht kontraproduktiv. Einmal ist sie realitätsfern. Welche evangelische Christen, die bereits jetzt unsere „eucharistische Gastfreundschaft“ genießen, wollen sich in einem wie auch immer gearteten Gespräch mit einem katholischen Seelsorger rechtfertigen? Und warum eigentlich gilt das nur für evangelische Ehepartner? Seien wir doch mal ehrlich – warum hat kein Bischof die Courage und sagt: „Der Heilige Vater ermutigt uns, voranzugehen. In diesem Geist lade ich alle Getauften ein, ihr Gewissen zu prüfen und sich in unseren Gottesdiensten am Tisch des Herrn stärken zu lassen. Denn Jesus ist für alle Menschen gekommen und er will jedem sein Heil schenken, jeden aufrichten, er liebt jeden. Haben Sie keine Angst! Kommen Sie zum eucharistischen Herrn – er fragt nicht nach der Konfession!“ Das wäre mal ein zwar falscher, aber immerhin mutiger Schritt. Und der große Beifall der Öffentlichkeit wäre garantiert. Dieses ganze Pastoralgeschwurbel und sich Hin- und Herwinden: Wenn ich ein Ehejubiläum feiere, darf ich im Würzburger Dom als evangelischer Ehepartner in der Kilianswoche die Kommunion aus der Hand des Bischofs empfangen, sonst aber nicht? Das ist doch absurd!

Und wenn der Bamberger Erzbischof die Handreichung für sein Bistum noch einmal verschärft und ganz ernsthaft evangelischen Christen zumutet, sich zu allen sieben Sakramenten zu bekennen, das Glaubensbekenntnis zu bejahen und um die Einzigartigkeit der Eucharistie zu wissen – warum um Himmels willen ist er dann nicht konsequent und sagt: Tja, dann kannst du eigentlich auch gleich katholisch werden? Übrigens muss an dieser Stelle die Frage erlaubt sein: Warum bitte spricht die ganze Handreichung nicht ein einziges Mal von dieser Möglichkeit? Das wäre doch die erste richtige und logische Maßnahme! Aber hier zeigt sich die Verlogenheit des ganzen Systems: Offiziell verlangt die Handreichung, dass evangelische Christen irgendwie schon den katholischen Glauben an die Eucharistie bekennen sollen – de facto aber ist es genau umgekehrt: Katholiken wie Protestanten glauben inzwischen mehrheitlich, dass zwischen Abendmahl und Eucharistie kein großer Unterschied mehr besteht. Noch niemals hat mir ein evangelischer Christ ernsthaft erklären können, an Realpräsenz und Messopfer zu glauben ohne auch das Verlangen zu haben, katholisch zu werden. Nebenbei gesagt ist die Handreichung auch ein Schlag in das Gesicht derer, die oft unter großen Schwierigkeiten und Opfern um der Eucharistie willen katholisch geworden sind. Nicht, dass der falsche Eindruck entsteht: der Autor dieser Zeilen ist von der Ökumene begeistert und überzeugt und arbeitet in seiner Pfarrei gut und gerne in vielen Projekten mit seinen evangelischen Schwestern und Brüdern zusammen. Doch wahre Ökumene kann nur gedeihen, wo man nicht nur das Gemeinsame feiert, sondern auch wahrhaftig und ehrlich respektiert, was uns noch trennt, mag es auch schmerzhaft sein.

Zum anderen ist die „pastorale Handreichung“ fragwürdig, weil sie dem Pfarrer vor Ort, der bislang versuchte, im derzeitigen System katholische Seelsorge zu betreiben, die Argumente aus der Hand schlägt. Er wird sabotiert. Bislang konnte er immer noch auf die eigentlich geltenden Normen hinweisen, jetzt werden ebendiese Normen von denen, „die Sorge tragen für den rechten, katholischen und apostolischen Glauben“ (1. Hochgebet) ausgehöhlt und letztlich abgeschafft.

Und schließlich treffen die Konsequenzen auch die Bischöfe und den Papst selbst. Denn nun ist der Damm gebrochen – immer mehr Bistümer setzen die Handreichung um. Doch was soll ein Bischof (oder ein Papst) tun, der nicht von dieser Entwicklung überzeugt ist? Er hat keinen Handlungsspielraum mehr. Jetzt fällt diesen Bischöfen ihr jahrzehntelanges Versäumnis auf die eigenen Füße. Seit Jahren wissen sie um die Praxis in ihren Gemeinden, seit Jahren kümmern sie sich nicht darum (bischöflicher O-Ton: „Sie haben doch eine gute Praxis vor Ort gefunden!“), seit Jahren lassen sie ihre katholischen Pfarrer, die sich an Glaube und Recht halten, im Regen stehen – und jetzt erwischt es sie auch. Wenn in Hamburg, Bamberg, Paderborn, Würzburg, Magdeburg und Erfurt evangelische Ehepartner offiziell zur Kommunion eingeladen werden, wird es einem anderen Bischof sehr schwer fallen zu begründen, warum das in seinem Bistum nicht möglich sein soll. Lange Zeit hat die alte Taktik funktioniert: Offiziell ist es verboten, vor Ort machen die Leute was sie wollen, naja, wir rühren nicht dran und solange es keine Skandale gibt und die Kirchensteuern sprudeln, ist doch alles recht. Wenn jetzt aber ein katholischer Bischof anfangen möchte, die bislang geltenden katholischen Normen einzufordern, steht er vor ziemlichen Schwierigkeiten. Bereits vor der Veröffentlichung hätte es eines behutsamen, langen Prozesses bedurft, in Klerus und Volk eines Bistums das katholische Glaubenswissen über den Empfang der Eucharistie wieder lebendig werden zu lassen. Es hätte Jahre gebraucht, die missbräuchliche Praxis abzustellen und durch Verkündigung, Katechese, Predigt, Weiterbildung und ähnliche Maßnahmen den katholischen Normen wieder zur Geltung zu verhelfen. Doch nun haben sich die Bischöfe selbst eine Tür zugeschlagen, indem sie ohne Not das erlauben und fördern, was katholischem Glauben, katholischer Theologie und katholischem Kirchenrecht widerspricht. Gespenstisch. Zum ersten Mal seit langer Zeit sprechen die deutschen Bischöfe nicht mit einer Sprache, zum ersten Mal scheint die Einheit des Episkopats gefährdet, und das, wo es um einen zentralen Punkt unseres Glaubens geht. Nie hatten die Hirten der Kirche das Gebet ihrer Schafe so nötig wie heute.

Dieser Artikel erschien in der empfehlenswerten Monatszeitschrift PUR-Magazin, Ausgabe August/September 2018, S. 12-16. Abdruck mit freundlicher Genehmigung.


15. August
Stanislaus Kostka

Vor 450 Jahren, am 15. August 1568, starb in Rom im Alter von 17 Jahren der hl. Stanislaus Kostka SJ. Der hl. Franz Borgia nahm ihn am 28. Oktober 1567 auf Empfehlung des hl. Petrus Canisius ins Noviziat der Jesuiten auf. Stanislaus wurde 1670 selig- und 1726 heiliggesprochen. Er ist der Patron Polens und der studierenden Jugend.


15. August
Joseph Benedikt Dusmet

Vor 200 Jahren, am 15. August 1818, wurde in Palermo der Theologe Joseph Benedikt Dusmet OSB geboren. 1855 wurde der Abt von Caltanissetta, 1867 Erzbischof von Catanea, 1889 Kardinal. “Ein demütig-frommer Ordensmann”, ein “Apostel der Nächstenliebe, besonders gegenüber Cholerakranken und bei Ätnaausbrüchen” (LthK, 1. Auflage). Er starb am 4. April 1894 und wurde am 25. September 1988 seliggesprochen.


15. August
Nigeria

Vor zehn Jahren, am 15. August 2008, errichtete in Umuaka Bischof Augustin Tochukwu Ukwuoma von Orlu, Nigeria, eine Personalpfarrei des überlieferten Ritus. Die Pfarrei ist der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut.


15. August
Julien Green

Vor 20 Jahren, am 13. August 1998, starb in Paris im Alter von 97 Jahren der Schriftsteller Julien Green.


13. August
Ausreden

Seit Jahren ignoriert die Kirchenführung in Deutschland die Glaubenskrise, die sich nicht nur an Austrittszahlen und dem Rückgang des Gottesdienstbesuchs zeigt. Wir kennen die Ausreden seit Jahrzehnten. Austrittsbewegungen, erklärte schon vor 25 Jahren der Münchner Kardinal Wetter beschwichtigend, seien kein spezifisch kirchliches Phänomen, sondern durchzögen die gesamte Gesellschaft. “Wir lassen uns keine Krise aufschwätzen” lautet seither der Tenor.

Bernhard Müller im Editorial der jüngsten Ausgabe des PUR-Magazins vom August/September 2018.


12. August
Die katholische Antwort

Meine Predigt von heute: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter als katholische Antwort auf die Frage des Gesetzeslehrers, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen.


12. August
Ignaz Rieder

Vor 100 Jahren, am 12. August 1918, wurde Ignaz Rieder (1858-1934) vom Domkapitel zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt.


11. August
Als Harry Potter noch undenkbar war

Zum 250. Geburtstag des Jugendschriftstellers Christoph von Schmid

Von Petra Kehl

„Wohl niemand hat die über alle Welttheile verbreiteten, in sechs Sprachen übertragenen und von der jetzt regierenden Königin von Schweden eigenhändig ins Schwedische übersetzten gemüthreichen Erzählungen des Freundes und Lieblings aller Kinder ohne die lebhafteste Freude gelesen, Tausende werden sich noch gerne der seligen Stunden erinnern, welche ihnen in ihrer Jugendzeit, der fröhlichsten des Lebens, jene lieblichen, phantasiereichen Erzählungen geschaffen haben und nirgends werden die edlen Früchte verborgen geblieben sein, welche der so in die Kinderherzen gestreute Same gebracht hat, und stets bringen wird.“

So heißt es in einer Schrift, mit deren Hilfe die weltliche und geistliche Obrigkeit des Königreichs Bayern und des Bistums Augsburg Geld sammelte, um anlässlich des ersten Jahrestages seines Todes dem Volksdichter Christoph von Schmid ein Denkmal zu errichten.

Seitdem sind mehr als 150 Jahre vergangen. Die Geschichten Schmids sind nicht nur in sechs, sondern inzwischen 24 Sprachen übersetzt worden und haben in allen Ständen und Generationen begeisterte Leser gefunden, darunter so namhafte Persönlichkeiten wie die Dichter Adalbert Stifter und Friedrich Rückert, den Philosophen Schelling, die Könige Ludwig I. und Maximilian von Bayern sowie Papst Paul VI.

Geboren wurde der geistliche Bestsellerautor am 15. August 1768 in der Reichsstadt Dinkelsbühl. Dort wuchs er auf und besuchte dann das Gymnasium in Dillingen. Ein weiteres Studium des begabten jungen Mannes schien anfangs unmöglich, weil die Mutter nach dem frühen Tod des Vaters acht weitere Kinder allein großziehen musste und daher nicht das nötige Geld aufbringen konnte. Doch dann bekam Christoph Schmid, wie er damals noch hieß, eine einträgliche Stelle als Hauslehrer, die es ihm ermöglichte, in Dillingen Philosophie zu studieren, bis er 1787 ins Klerikalseminar eintreten konnte.

In dieser Zeit sammelte er bereits seine ersten pädagogischen Erfahrungen, die ihm später, als er in Thannhausen „wegen des Mangels an Schulgehülfen“ als Kaplan und Schulinspektor selbst Unterricht halten musste, gute Dienste leisteten. Außerdem griff er bei seiner neuen Tätigkeit auf seine eigenen Kindheitserfahrungen zurück, besonders auf das pädagogische Vorbild des eigenen Vaters. Johann Friedrich Schmid hatte sich stets sehr intensiv mit seinen Kindern beschäftigt. Speziell seine Art der Glaubensunterweisung hat seinen Sohn Christoph bis ins hohe Alter geprägt. Er berichtete darüber in seinen autobiografischen Aufzeichnungen: „(Vater) wußte uns so lehrreich als angenehm zu unterhalten – vorzüglich mit Erzählungen, unter denen mir die biblischen Geschichten die liebsten waren und bis zu dieser Stunde unvergeßlich blieben. Er trug sie mit besonderer Vorliebe, mit Innigkeit und Andacht vor. Die Freundlichkeit Gottes, der mit den ersten Menschen wie ein Vater mit seinen Kindern umging, war mir mehr zu Herzen gegangen, als die gelehrten Begriffe, die in der Folge meine Religionslehrer mir, in hohen, für Kinder nicht geeigneten Worten beizubringen suchten. Durch die einfachen biblischen Erzählungen gewann ich Gott, den Vater im Himmel, lieb und empfand kindliche Ehrfurcht gegen Ihn.“

An diese Erfahrung knüpfte nun Christoph von Schmid an. Er versuchte, die Kinder mit einfachen, kindgerechten Worten und Geschichten, die er selbst verfasste, zur Gottesliebe zu führen und in den Grundlagen der Religion zu unterrichten. Bei den Kindern kam diese neue Lehrmethode gut an.

Um 1810 veröffentlichte Schmid dann seine erste Geschichte im Druck. Es handelte sich um eine Bearbeitung der seit dem 15. Jahrhundert im Volk verbreiteten und überaus beliebten rheinischen Legende von der Pfalzgräfin Genovefa, die unschuldig des Ehebruchs angeklagt, von ihrem jähzornigen Ehemann zum Tode verurteilt, von ihren mitleidigen Henkern mit ihrem Kind jedoch verschont und in die Wildnis gebracht wird. Schmid verstand es meisterhaft, die Handlung dramatisch aufzubauen und gleichzeitig einen Kurzkatechismus für die Kleinsten einzufügen, der die Spannung nicht zerstörte, sondern noch erhöhte. „Genovefa“ wurde ein großer Erfolg, ebenso die wenig später veröffentlichte Erzählung „Rosa von Tannenburg“ und mehr als hundert weitere längere und kürzere Geschichten, die er in den folgenden Jahren schrieb.

Den Grund für seinen Erfolg erklärte Schmid folgendermaßen: „Ich ging zu den Kindern selbst in die Schule und lernte von ihnen. Als ich Schule zu halten anfing, fehlte es an brauchbaren Kinderschriften. Ich kam daher auf den Gedanken, selbst kleine für Kinder passende Erzählungen abzufassen, um ihnen die Lehren der Religion dadurch anschaulicher zu machen. Gewöhnlich erzählte ich diese Geschichten den Kindern, oder las sie ihnen vor und hieß sie dann dieselben aus dem Gedächtnisse nachschreiben. Aus ihren Aufschreibungen, die ich fleißig durchging, ersah ich, was die Kinder am meisten darin angesprochen und was nicht.“

Zu Schmids Erfolg trug nicht weniger seine Art bei, die Themen darzustellen, dass nämlich „die in den Erzählungen zutage tretende Weltanschauung ganz dem Weltbild entspricht, das in einem Kinderkopf sich malt. Dass das Gute siegt, nicht nur innerlich, seelisch, sondern auch sehr sichtbar äußerlich, und dass das Böse ebenso bestraft wird, entspricht ganz der kindlichen Vorstellung von der göttlichen Wirksamkeit. Gewiss, eine Zeitlang mag wohl das Böse triumphieren und der Gute Unglück erleiden, je schwerer, desto verdienstvoller – aber am Ende müssen sich doch alle Dinge zum besten kehren.“ (Hermann Köster, Geschichte der deutschen Jugendliteratur)

Nicht nur der Sieg des Guten über das Böse – und zwar gemäß dem Evangelium „durch das Gute“ und nicht etwa wie heute auch durch das Böse – war ihm Anliegen. Zwei weitere ziehen sich wie rote Fäden durch seine Geschichten: Er konnte nicht oft genug die Bedeutung einer guten, sorgfältigen Erziehung der Kinder durch die Eltern betonen und die Notwendigkeit, die eigenen Leidenschaften zu beherrschen. Er begnügte sich jedoch nicht damit, diese Themen theoretisch abzuhandeln, sondern gab in seinen Schriften vielfach praktische Anleitungen, indem er die Erziehung beschrieb, welche die Helden seiner Geschichten, allen voran Genovefa und Rosa von Tannenburg, von Mutter und Vater erhalten. Er erging sich hier stets in detailreichen Schilderungen und pries den vielfältigen Segen, der Kindern aus einer sorgfältigen Erziehung erwuchs. Auf der anderen Seite stellte er aber auch immer wieder die Folgen einer schlechten oder nachlässigen Erziehung dar, insbesondere einer Erziehung, die mehr auf irdische „Werte“ ausgerichtet ist als auf jene Werte, die zum Himmel führen.

Schmid wurde nie müde, seine Leser zur Selbstbeherrschung aufzurufen, was – anders als heute – sehr gut ankam, wie die außerordentliche Beliebtheit seiner Geschichten beweist. Nicht zuletzt diesen Geschichten verdankte Schmid seiner Ernennung zum Domherrn in Augsburg und schließlich die Verleihung des Ritter-Kreuzes des Königlichen Civil-Verdienst Ordens der bayrischen Krone, mit dem die Erhebung in den Adelsstand verbunden war.

Als von Schmid am 26. Juli 1854 mit 87 Jahren an der Cholera starb, wurde er von Menschen aller Stände und Altersstufen tief betrauert.

Eine Zeitlang waren seine Schriften fast in Vergessenheit geraten, nur einige seiner Gedichte fanden sich in den Gesangbüchern der deutschen Diözesen. Die Lieder „Beim letzten Abendmahle“ und „Ihr Kinderlein kommet“ etwa sind noch immer sehr beliebt, auch wenn kaum noch jemand den Namen des Dichters kennt. In den vergangenen Jahren wurden einige seiner Geschichten neu aufgelegt oder sind als Book-on-Demand über Amazon erhältlich. Die schönsten Erzählungen gibt es als leicht gekürzte Hörbuch-Ausgaben auf drei mp3-CDs.

Die Hörbücher von Christoph von Schmid


10. August
Marianne Cope

Vor 100 Jahren, am 9. August 1918, starb in Hawaii im Alter von 80 Jahren die aus Heppenheim stammende Franziskanerin Marianne Cope. Auf der Hawaii-Insel Molokai widmete sie sich seit 1883 bis zu ihrem Lebensende der Pflege der Leprakranken. Von 1873 bis 1889 hatte hier auch schon der hl. Damian de Veuster, der “Apostel der Leprakranken”, gewirkt. Marianne Cope wurde 2005 selig-, 2012 heiliggesprochen.


8. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Erfahrungsbericht über die Wirksamkeit der Brigittagebete habe ich hier, das Video über Michael Behe auf dieser Seite und meinen Wurzel-Podcast auf dieser Seite untergebracht.


7. August
Die Auferstehung Jesu

Meine Predigt vom letzten Sonntag.


7. August
Entmachtung der Bischöfe

Es bleibt festzuhalten, dass die Entmachtung der einzelnen Bischöfe durch einen überwuchernden bürokratischen Apparat erheblichen Anlass zu Sorge gibt, wovor alsbald Johannes Paul II. in seinem Motu proprio “Apostolos suos” vom 21. Mai 1998 warnte. Diese Sorge ist umso schwerwiegender, als die Hirtengewalt des Bischofs unmittelbar göttlichen Rechtes ist.

Aus: Walter Kardinal Brandmüller, “Wenn ein Apparat den Episkopat entmachtet” über Natur und Kompetenz der Bischofskonferenzen, in: Vatican-Magazin, August/September 2018, S. 40-47.


6. August
Veritatis splendor

Erwähnt werden müssen auch einige mißbräuchliche Auslegungen der wissenschaftlichen Forschung auf anthropologischem Gebiet. Aufgrund der großen Vielfalt der in der Menschheit vorhandenen Bräuche, Gewohnheiten und Einrichtungen schließt man, wenn auch nicht immer gerade auf die Leugnung universaler menschlicher Werte, so doch zumindest auf eine relativistische Moralauffassung.
»Meister, was muß ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?« Die moralische Frage, auf die Christus antwortet, kann nicht das Problem der Freiheit ausklammern, ja sie stellt es in ihren Mittelpunkt, weil es Moral ohne Freiheit nicht gibt: »Nur frei kann der Mensch sich zum Guten hinwenden«. 56 Aber welche Freiheit ist gemeint? Vor unseren Zeitgenossen, die die Freiheit »hochschätzen und sie leidenschaftlich erstreben«, sie jedoch »oft in verkehrter Weise vertreten, als Berechtigung, alles zu tun, wenn es nur gefällt, auch das Böse«, legt das Konzil die »wahre« Freiheit dar: »Die wahre Freiheit aber ist ein erhabenes Kennzeichen des Bildes Gottes im Menschen: Gott wollte nämlich den Menschen 'der Macht der eigenen Entscheidung überlassen' (vgl. Sir 15, 14), so daß er seinen Schöpfer aus eigenem Entscheid suche und frei zur vollen und seligen Vollendung in Einheit mit Gott gelange«. 57 Wenn für den Menschen das Recht besteht, auf seinem Weg der Wahrheitssuche respektiert zu werden, so besteht noch vorher die für jeden schwerwiegende moralische Verpflichtung, die Wahrheit zu suchen und an der anerkannten Wahrheit festzuhalten. 58 In diesem Sinne behauptete Kardinal J.H. Newman, herausragender Verfechter der Rechte des Gewissens, mit Entschiedenheit: »Das Gewissen hat Rechte, weil es Pflichten hat«.

Aus der Enzyklika Veritatis splendor “über einige grundlegende Fragen der kirchlichen Morallehre,” die heute vor 25 Jahren erschien.


6. August
Die Vernunft und die Schönheit

“Eine Vernunft, die sozusagen das Schöne abstreifen würde, wäre eine halbierte, eine erblindete Vernunft. Nur beides miteinander gibt das Ganze, und grade für den Glauben ist dieses Miteinander wichtig. Er muß sich immer wieder den Herausforderungen des Denkens dieser Zeit stellen, damit er nicht als irgendeine irrationale Geschichte erscheint, die wir halt weiterführen, sondern wirklich Antwort auf die großen Fragen ist; damit er nicht nur Gewohnheit ist, sondern Wahrheit – wie Tertullian einmal gesagt hat.”

Papst Benedikt XVI. heute vor zehn Jahren in einem Gespräch in Brixen mit Geistlichen der Diözese Bozen-Brixen.


6. August
Paul Claudel

Vor 150 Jahren, am 6. August 1868, wurde in Villeneuve-sur-Fère der katholische Schriftsteller Paul Claudel geboren. Er starb am 23. Februar 1955 in Paris.
An Weihnachten 1886 hatte er eine mächtige Gotteserfahrung, die ihn von einem Augenblick zum anderen bekehrte: “In einem Nu wurde mein Herz ergriffen, und ich glaubte. Ich glaubte mit einer so mächtigen inneren Zustimmung, mit einem so gewaltsamen Emporgerissenwerden meines ganzen Seins, mit einer so starken Überzeugung, mit solch unerschütterlicher Gewissheit, dass keinerlei Platz auch nur für den leisesten Zweifel offen blieb, dass von diesem Tage an alle Bücher, alles Klügeln, alle Zufälle eines bewegten Lebens meinen Glauben nicht zu erschüttern, ja auch nur anzutasten vermochten. Ich hatte plötzlich das durchbohrende Gefühl der Unschuld, der ewigen Kindschaft Gottes, einer unaussprechlichen Offenbarung.”


6. August
Jacques Quétif

Vor 400 Jahren, am 6. August 1618, wurde in Paris der Literaturhistoriker Jacques Quétif OP geboren. 1634 in den Dominikanerorden eingetreten, widmete sich ab 1652 “ganz dem Studium der Literaturgeschichte seines Ordens”. Er hinterließ “in mehr als 800 Artikeln ein reichhaltiges, kritisch bearbeitetes Quellenmaterial über die Ordensschriftsteller” (LThK, 1. Auflage). Am 2. März 1698 starb er in Paris.


5. August
Abschied vom Relativismus

Von Dr. Johannes Hartl

Es könnte der Anfang einer weltanschaulichen Revolution sein, der sich vor unseren Augen vollzieht. Oder besser gesagt: von den Augen der meisten noch unbemerkt. Doch tektonische Verschiebungen in der Philosophie treten immer erst Jahrzehnte später augenfällig ins Licht der breiten Öffentlichkeit, zumeist in ihrer Anwendungsform in Pädagogik und Politik. Die ideologisch fruchtbarste philosophische Strömung der letzten hundert Jahre kann unter dem Titel „Konstruktivismus“ versammelt werden. Tatsächlich handelt es sich weniger um eine eng umrissene Denkschule, sondern um ein Argumentationsmodell. Seine Kernaussage: die Realität ist konstruiert. Das erkenntnistheoretische Grundproblem ist so alt wie die Philosophie selbst. Spätestens im Hochmittelalter scheiden sich die Wege der „Nominalisten“ und der „Realisten“ an diesem Grundproblem. Findet der Verstand die Welt vor und beschreibt sie nur (wie ein Spiegel ein Bild widerspiegelt) oder ist das Erkenntnisgeschehen etwas Aktives, das mehr mit dem Subjekt zu tun habe, als mit dem Objekt? Über Descartes und Kant verläuft die Denkrichtung, die den Primat des erkennenden Subjekts betont.

Im 19. Jahrhundert geschieht mit Karl Marx etwas Entscheidendes: die Gesellschaft mit ihren (ökonomischen) Regeln wird zur eigentlich prägenden Kraft menschlichen Denkens. Über Nietzsche, Heidegger und Wittgenstein bildet sich zudem die von Richard Rorty als „linguistic turn“ bezeichnete Auffassung, die Sprache bilde eine unhintergehbare Matrix der Erkenntnis. Eng an der Naturwissenschaft orientiert entsteht die Analytische Philosophie, die ebenso die menschliche Sprache und ihre logischen Gesetze als Grundbedingung philosophischer Wahrheitssuche in den Blick nimmt. Das intellektuelle Klima der jungen Bildungsschicht ist von den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts an überwiegend von einer Faszination durch den Marxismus geprägt. Mit dem Zusammenbruch der Utopie des Kommunismus sucht sich der revolutionäre Grundimpetus des marxistischen Denkens seit dem Jahr 1968 als Feind zunehmend das traditionelle Familienbild, die Sexualmoral und den Nationalstaat. Der Konstruktivismus liefert die philosophische Munition: es gibt nicht einfach „die Welt an sich“, sondern es sind Herrschaftsdiskurse, die definieren, wie wir die Dinge sehen. Bei Jacques Derrida und Michel Foucault wird das Zerbrechen dieser Macht der Diskurse ein Akt der Befreiung. Der Dekonstruktivismus nimmt endgültig Abschied vom Objektiven, an dessen Stelle tritt ein immer neu zu verhandelndes Miteinander letztendlich völlig losgelöster Individuen. Die an sich etwas abstrakte Theorie entwickelt große Flächenwirkung in ihrer Anwendung auf die Geschlechtlichkeit des Menschen. Die „Genderstudies“ betonen die Kraft der Gesellschaft, zu definieren, wie Menschen sich sehen und einteilen. Dass Menschen Mann oder Frau sind, ist nicht einfach gegeben, sondern nur die „heteronormative“ Sichtweise. Es seien patriarchalische Machtstrukturen, die Frauen, Schwule, Transsexuelle etc. unterdrücken. Deshalb sei es jetzt Aufgabe des Staates, für Gleichheit zu sorgen. Die Parallele zum Kommunismus ist kein Zufall: bei Marx ist die Unterdrückung der Arbeiterklasse der unweigerliche Ausgangspunkt der Gesellschaft. Nur durch die (ggf. auch gewaltsam herbeigeführte!) klassenlose Gesellschaft würde überhaupt ein gerechter Diskurs möglich. Dass extreme staatliche Gewalt hierzu nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch das Mittel der Wahl war, ist die schaurige Lektion der wohl über 100 Millionen Toten des Kommunismus im 20. Jahrhundert.

Doch zurück zu den philosophischen Quellen. Bis in die 90er Jahre sind Konstruktivismus und Dekonstruktivismus die vorherrschenden philosophischen Strömungen. Neben der Anwendung in der Gendertheorie motivieren sie auch die heute überaus populären „Post Colonial Studies“, in denen die Geschichte aus der Perspektive der unterdrückten Völker betrachtet wird. Auch Werte und Wahrheit speisen sich aus kulturellen Narrativen und sind deshalb relativ hinsichtlich der Geschichte von Unterdrückung und Dominanz. Objektive Wahrheit gibt es ebenso wenig wie Gut und Böse: jede Kultur sieht das anders. Wie ungemein populär solche Ansichten heute sind, spürt man schnell. Es gilt tatsächlich als Kennzeichen der Toleranz, jedem seine Wahrheit zu lassen. Wer sollte schließlich einem Mann vorschreiben, dass er sich als Mann identifizieren müsse, wenn er sich doch als Frau fühlt? Und was gäbe den westlichen Nationen das Recht, den islamischen Ländern die eigenen Wertvorstellungen aufzudrücken? Spricht die blutige Geschichte der Kolonialisierung und jene der Unterdrückung von Minderheiten hier nicht laut genug?

Soweit der ideologische Mainstream, der unsere Öffentlichkeit prägt. Es häufen sich jedoch die Anzeichen dafür, dass seine philosophischen Quellen am Vertrocknen sind. Eine Wiederkehr des Objektiven und energischer Widerstand gegen eine Philosophie der Beliebigkeit scheint sich anzubahnen. Ein populärwissenschaftliches und drei fachphilosophische Beispiele seien angeführt.

Die Vorträge des kanadischen Psychologen Jordan Peterson dürften zu den interessanteren Phänomenen der jüngeren Geistesgeschichte zählen. Seine Grundthese: die Frucht der von der politischen Linken erstrebten Auflösung bestehender Ordnungen ist Sinnleere und Chaos. Es gälte, jene objektiven moralischen Gesetze wieder zu entdecken, denen der Westen seinen Erfolg und seine Stabilität verdanke. Peterson argumentiert nicht genuin religiös, sondern nähert sich den philosophischen Themen mit der kritischen Brille eines Kulturhermeneuten. Dennoch erreichen seine zweistündigen, intellektuell anspruchsvollen Vorträge über die Bibel innerhalb weniger Wochen Millionen von Zuschauern auf YouTube, darunter überwiegend junge Männer. Mit Charles Taylor und Hubert Dreyfus haben sich zwei der renommiertesten Philosophen der Gegenwart in ihren reifen Jahren nichts geringeres vorgenommen als die „Wiedergewinnung des Realismus“. Diese wird versucht durch einen breit angelegten Angriff auf das Bild des vermittlungsgebundenen Wissens. Nach diesem auf Descartes zurückgehenden Modell menschlicher Erkenntnis gelange Äußeres durch innere Repräsentationen zu uns. Was sich im Außen „tatsächlich“ und objektiv abspielt, kann man nicht wissen, da wir ja nichts weiter erkennen als das, was im Innen ankommt.

Populäre heutige Ausprägung dieses Bildes ist die Vorstellung vom menschlichen Gehirn als Computer. Die Außenwelt gelange vermittels Sinnesdaten in Form von Zuständen des Gehirns in das, was Menschen das Bewusstsein nennen. Von einem die Wahrheit erkennenden Geist kann nicht mehr die Rede sein, es geht um rein materielle Reaktion des Hirns auf materielle Ereignisse im Außen (so entstandene „Qualia“). Die Autoren nun zeigen eindrucksvoll, dass sowohl das Computermodell des menschlichen Geistes als auch die relativistische Verleugnung des Objektiven fallen, sobald das zu Grunde liegende Bild fällt. Und dass es scheitern muss, wird immer deutlicher. Denn nicht ein bloßes Gehirn sieht sich als passiver Empfänger dem Einprall der Sinnesdaten gegenüber. Vielmehr befindet der Mensch sich immer schon in einem Körper und dieser Körper immer schon in Interaktion mit seiner Umwelt und anderen denkenden und sprechenden Lebewesen. An die Stelle des vermittlungsgebundenen Wissens tritt die Kontakttheorie der Wahrnehmung, die davon ausgeht, dass das erkennende Subjekt immer schon in einem alltäglichen Zurechtkommen mit der Welt verortet ist und deshalb überhaupt nicht sinnvoll bestreiten kann, dass es objektiv Gegebenes gibt.

Argumentativ noch schärfer verfährt Paul Boghossian in seinem mit „Angst vor der Wahrheit?“ betiteltem Plädoyer gegen Relativismus und Konstruktivismus. Er geht von der Behauptung aus, dass Wissen sozial konstruiert sei, und untersucht jede mögliche Interpretationsweise dieser These. Er kommt zu dem Schluss, dass sie entweder banal oder selbstwidersprüchlich ist. Bereits die Aussage, „alles ist subjektiv“ ist notwendigerweise unsinnig, da sie entweder selbst Objektivität beansprucht, oder nur eine Gefühlsäußerung ohne Wahrheitswert darstellt. Zwar gebe es konkurrierende epistemische Systeme, doch beinhalte bereits die menschliche Sprache in ihren einfachsten Strukturen (zum Beispiel im Wortpaar „wenn dann“) Bezugnahme auf Wahrheit. Der Relativismus speise sich aus der Erfahrung des Kolonialismus und sei der Versuch, die imperialistischen Sünden nun durch völligen Verzicht auf irgendeinen Wahrheitsanspruch zu sühnen. Doch allein schon die Erkenntnis, dass Imperialismus verwerflich sei, sei eine objektive moralische Tatsache, die entdeckt wurde. „Der postmoderne Relativismus erweist sich als falsche Philanthropie und als verfehltes emanzipatorisches Projekt, da er auf falschen Prämissen, insbesondere auf der Zurückweisung absoluter Tatsachen und absoluter Wahrheit, beruht.“ (136) Es sei im Letzten tatsächlich „Angst vor der Wahrheit“, die sich weigere, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass es physikalische und moralische Tatsachen gebe, die nicht Ergebnis der Konstruktion seien, sondern vorgefunden werden.

Eines der Probleme am Computermodell des menschlichen Geistes ist die Tilgung des Ichs. Wer die menschliche Erkenntnis als Prozess der Datenverarbeitung eines Prozessors deutet, übersieht dabei, dass es Personen, Subjekte sind, die ihre Erfahrungen in der ersten Person machen. „Was unterscheidet den Satz ‚Ich hebe meinen Arm‘ von dem Satz ‚Mein Arm hebt sich‘?“ fragte schon Wittgenstein, und in seinem berühmten Aufsatz „How does it feel to be a bat?“ legte Thomas Nagel schon in den 70er Jahren dar, dass die Perspektive der Ersten Person schlicht irreduzibel sei. Auch eine vollständige naturalistische Beschreibung des Erkenntnisprozesses könnte die Tatsache nicht auflösen, dass die Erkenntnis immer die je meinige ist. Und man müsste ergänzen: die je meinige in meinem eigenen Körper, bereits situiert in meiner Lebenswelt mit all ihren Bedeutungen, Sinnzuschreibungen und Gefühlen, von Anfang an in Interaktion mit anderen Menschen. Wer analog zur Naturwissenschaft aus dem menschlichen Erkenntnisakt alles außer den „raw facts“ der Sinnesdaten und der Gehirnzustände tilgt, tilgt dadurch auch das Ich. Er hat - und damit ist das Problem jedes Reduktionismus benannt - das zu erklärende Phänomen nicht erklärt, sondern aufgelöst.

Wenige philosophische Texte der letzten Jahre erregten so viel Aufsehen wie Thomas Nagels „Geist und Kosmos“. Der Untertitel macht den Grund für die Empörung überdeutlich: „Warum die naturalistische, neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist.“ Sein Angriff gilt nicht dem Darwinismus. Nagel setzt auf viel tieferer Ebene dort an, wo sein Aufsatz über die Ich-Perspektive der Fledermäuse aufgehört hatte. Geist ist nicht reduzierbar auf Materie. Bereits im menschlichen Gehirn und im individuellen Denken nicht, doch erst Recht nicht, wenn man überlegt, was sich überhaupt ereignet, wenn Menschen miteinander über etwas sprechen. Tatsächlich kann Wahrheit und Bedeutung nicht als Zustand der Materie dargestellt werden. Wenn meine Aussagen nur natürliche Reaktionen auf natürliche Zustände sind, dann haben sie keinen Wahrheitswert. Das Niesen ist eine körperliche Reaktion auf eine Reizung der Schleimhäute, doch das Aussprechen eines Satzes ist etwas kategorial Anderes. Wer immer etwas aussagt, nimmt dadurch Bezug auf etwas, das unabhängig von der momentanen physischen Einwirkung der Außenwelt auf das Subjekt Geltung hat. Nach dem materialistischen evolutionären Menschenbild hat der menschliche Verstand sich nur als Werkzeug des Überlebens entwickelt. Als solches bleibt aber schleierhaft, weshalb es fähig sein sollte, objektive Wahrheit (nicht nur Nützlichkeit!) zu erkennen. Wenn Wahrheitserkenntnis aber nicht möglich ist, dann fällt auch die Argumentation Zu Gunsten des Naturalismus in sich zusammen. Auch ein evolutionäres Modell könne die Realität dessen nicht leugnen, was nicht nur Materie ist. Es gibt den Geist. Ein Weltbild, das nur Materie zulässt, ist reduktionistisch und darin automatisch selbstwidersprüchlich.

Drei Denker, ein populärwissenschaftlicher Vortragsredner. Allesamt haben sie große Diskussionen ausgelöst, sie alle fahren schwere argumentative Geschütze auf gegen einen denkerischen Mainstream der letzten Jahrzehnte. Man darf gespannt sein, wie der Diskurs sich weiter entwickelt. Doch es ist schwer sich des Eindrucks zu erwehren, hier geschehe eine philosophische Revolution. Es könnte ein Abschied vom Relativismus sein.


5. August
Er hat alles wohl gemacht

Predigt zum 11. Sonntag nach Pfingsten


4. August
Neues aus der Petrusbruderschaft

Vom 3. bis 18. Juli tagte in Denton das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus.

Dabei wurden der Generalobere, die drei Assistenten des Generaloberen und seine beiden Berater gewählt. Diese bilden zusammen den Generalrat. Ich gebe hier eine Übersicht über die Wahlergebnisse:

Generaloberer:
P. Andrzej Komorowski

Assistenten:
P. Daniel Geddes
P. Arnaud Evrat
P. Stefan Reiner

Räte:
P. Paul Giard
P. William Lawrence

Einige kurze Erläuterungen:
P. Komorowski löst P. John Berg ab, der nach 12 Jahren Amtszeit nicht wiedergewählt werden konnte. P. Komorowski war bisher Assistent und Generalökonom, P. Evrat Generalsekretär. Damit ist die Kontinuität gewahrt. Alle anderen Mitglieder sind neu im Generalrat.

Ökonom und Sekretär werden vom Generaloberen ernannt. Wer das jetzt sein wird, steht noch nicht fest.

P. Komorowski ist dreisprachig, was eine ideale Voraussetzung für das Amt des Generaloberen ist.

P. Geddes stammt aus dem amerikanischen, P. Evrat aus dem französischen, P. Reiner aus dem deutschsprachigen Distrikt. Damit hat jeder Distrikt einen Vertreter im Generalrat.

P. Patrick du Fay, unser Kirchenrechtler, ist nach 30 Jahren ununterbrochener Mitgliedschaft im Generalrat als Assistent ausgeschieden. Er bekam den längsten Applaus, der in diesem Generalkapitel gespendet wurde.

Die Distriktsoberen und Seminarregenten werden vom Generaloberen ernannt. Diese Ernennungen wurden noch während des Generalkapitels bekanntgegeben:

Die Distriktsoberen:
Deutschsprachiger Distrikt: P. Bernhard Gerstle
Nordamerikanischer Distrikt: P. Michael Stinson
Französischer Distrikt: P. Benoît Paul-Joseph

Seminarregenten:
Wigratzbad: P. Vincent Ribeton
Denton: P. Josef Bisig

Bei P. Stinson und P. Ribeton handelt es sich um Neuernennungen.

P. John Berg, der bisherige Generalobere, ist als zuständiger Seelsorger an der herrlichen Kirche St. Mary (siehe Bild) in Providence, Rhode Island, ernannt worden, die der Petrusbruderschaft von Bischof Thomas Tobin ab dem 1. August zur Verfügung gestellt wurde.


3. August
Alexander Solschenizyn

Vor zehn Jahren, am 3. August 2008, starb im Alter von 89 Jahren der russische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn. Sein bedeutendstes Werk ist der Archipel Gulag, in dem er die stalinistischen Verbrechen darstellt. Dadurch hatte er wesentlichen Anteil am Zusammensturz des Lügengebäudes über die Segnungen des Kommunismus.
“Wenn es nur so einfach wäre! - daß irgendwo schwarze Menschen mit böser Absicht schwarze Werke vollbringen und es nur darauf ankäme, sie unter den übrigen zu erkennen und zu vernichten. Aber der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, durchkreuzt das Herz eines jeden Menschen. Und wer mag von seinem Herzen ein Stück vernichten? Während der Lebensdauer eines Herzens bleibt dieser Strich nicht unbeweglich, bedrängt einmal vom frohlockenden Bösen, gibt er dann wieder dem aufkommenden Guten freien Raum. Ein neues Lebensalter, eine neue Lebenslage - und ein und derselbe Mensch wird ein sehr anderer. Einmal dem Teufel näher und dann wieder einem Heiligen. Der Name, ja, der bleibt, und dem wird alles zugeschrieben.” (Solschenizyn, Der Archipel Gulag).


2. August
Wenn der Inhalt stört

Am 11. Juli erschien auf dem Tagespost-Blog MeinungsMacher mein Beitrag Wenn der Inhalt stört. Diese Kritik mancher Tendenzen in der Theologie stieß auf große Resonanz und wurde auf Facebook 55 mal geteilt.


2. August
Philosophie

Vor zehn Jahren, im August 2008, fand in Seoul der Weltkongress der Philosophie statt, über den seinerzeit Josef Bordat auf kath-info informierte.


1. August
Podcast

Am 19. Juli ist mein Podcast ein Jahr alt geworden. Seitdem sind 21 Episoden erschienen, die insgesamt etwa 40.000-mal gehört wurden.


1. August
Bischöflicher Gewissensbegriff

“Die Königsteiner und die Mariatroster Erklärungen stellten Systemfehler dar, die sich in Windeseile durch alle kirchlichen Institutionen klonten. Sie verankerten einen falschen Gewissensbegriff und suggerierten, es gäbe zwei miteinander unvereinbare Wahrheiten: eine lehrmäßige und eine pastorale.”

Regina Einig in ihrem Artikel Der Spalt im Fels, Tagespost vom 19. Juli 2018, S. 8.


1. August
Petrus Julian Eymard

Vor 150 Jahren, am 1. August 1868, starb in La Mure-d'Isère bei Grenoble im Alter von 57 Jahren der hl. Petrus Julian Eymard. Er war mit dem hl. Pfarrer von Ars befreundet und gründete 1856 die Eucharistiner, 1858 die Dienerinnen des allerheiligsten Altarsakramentes. Sein ganzes Leben widmete er der Förderung der eucharistischen Anbetung und wurde so zu “einer Säule der eucharistischen Bewegung” (LThK, 1. Auflage). 1925 wurde er selig-, 1962 heiliggesprochen. Der bekannte Jugendschriftsteller Wilhelm Hünermann hat unter dem Titel Der Sohn des Scherenschleifers eine Biographie über ihn geschrieben.
“Oft habe ich nachgedacht, welches Heilmittel der allgemeinen Gleichgültigkeit und Lauheit abhelfen könne, die in so erschreckender Weise sich so vieler Katholiken bemächtigt haben. Ich finde nur ein einziges: die Heilige Eucharistie, die Liebe zum eucharistischen Heiland!” (Hl. Eymard).


31. Juli
10.000

Bis zum 9. Juli wurden meine Predigten auf soundcloud genau 10.000-mal angehört.


31. Juli
Dogmatische Schönheit

Dogmatik, ein schönes Wort: Wie viel habe ich aus dem erstmals 1952 erschienenen „Grundriss der katholischen Dogmatik“ von Ludwig Ott gelernt! Klar gegliedert ist das Buch, sprachlich gediegen, punktgenau die historischen Irrtümer von den kirchlich vertretenen Lehren scheidend. Konzentriert gedacht, ohne Schwatz, Schwulst und Kitsch; das ist ein positiver Nebeneffekt der geistigen Strenge.

Lorenz Jäger in seinem Artikel Sehnsucht nach mehr Dogmatik, in der empfehlenswerten Tagespost, Ausgabe vom 5. Juli 2018. Seinem Urteil über Otts Grundriss schließe ich mich an.


1. Juli
Ist ohne Gott die Moral eine Illusion?

Atheisten geben auf diese Frage zwei verschiedene Antworten. Ich untersuche sie in meiner neuesten Podcastfolge.


1. Juli
Moderne Theologie?

Von P. Engelbert Recktenwald

Während meiner Studienzeit las ich mit großem Genuss und Gewinn Henri de Lubac, obwohl dieser in traditionell eingestellten Kreisen sehr beargwöhnt wurde. Schließlich war er ein Vertreter der Nouvelle Théologie. Lubac zeigte mit einer Fülle von Kirchenväterzeugnissen, wie sehr die hl. Eucharistie als das Sakrament der kirchlichen Einheit angesehen worden war. So wie die Körner sich zu dem einen Laib des Brotes verbinden, so werden wir durch die hl. Kommunion zu dem einen Leib der Kirche, welcher der mystische Leib Christi ist, vereint. Die hl. Kommunion ist das Sakrament der kirchlichen Einheit. Sie kann diese Einheit nur dann zum Ausdruck bringen und vertiefen, wenn kein unüberwindliches Hindernis diese Einheit verhindert. Deshalb kam für die Kirchenväter ein Kommunionempfang durch Christen, die sich von der einen Kirche getrennt hatten, nicht in Frage.

Kircheneinheit ist wesentlich Kommunioneinheit. Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese Einsicht aufgegriffen, wenn es in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche lehrt: “Zugleich wird durch das Sakrament des eucharistischen Brotes die Einheit der Gläubigen, die einen Leib in Christus bilden, dargestellt und verwirklicht (1 Kor 10,17).” Es ist klar, dass diese Darstellung trügerisch ist, diese Verwirklichung vereitelt wird, wenn man nicht in sichtbarer Einheit mit der Kirche steht. Mit anderen Worten: Solange ein Protestant nicht katholisch konvertiert, wird die hl. Kommunion um ihre Wirkung gebracht.

Natürlich geht es beim Kommunionempfang in erster Linie um die Vereinigung des Einzelnen mit Christus. Das bestritt auch de Lubac nicht. Aber im Zuge eines zunehmenden Heilsindividualismus war die ekklesiale Dimension dieses Sakramentes im Laufe der Jahrhunderte immer mehr in Vergessenheit geraten. Es war das Verdienst der Nouvelle Théologie, sie wieder entdeckt, und des Konzils, sie wieder rehabilitiert zu haben.

All das wird wieder rückgängig gemacht, wenn man fordert, dass jeder, der Hunger habe und glaube, die hl. Kommunion empfangen dürfe. Das ist ein Rückfall in jenen vorkonziliaren Heilsindividualismus, der gerade überwunden worden war, ein Ausdruck reaktionärer Theologie. Der “Abschied von moderner Theologie”, den Christ in der Gegenwart in einem Kommentar zur römischen Zurückweisung jenes Rückfalls beklagt, liegt nicht auf Seiten des Lehramtes.

Dieser Beitrag erschien zuerst im MeinungsMacherBlog der Tagespost


1. Juli
Doktorarbeit über Ratzinger

Die Dissertation meines Mitbruder P. Dr. Sven Conrad FSSP über Liturgie und Eucharistie bei Joseph Ratzinger. Zur Genese seiner Theologie während der Studien- und Professorenzeit ist jetzt als PDF-Datei im Internet zugänglich (Achtung: über 1500 Seiten!).


30. Juni
Jahresranking: Die Aufsteiger des Jahres: Die Top 30

Dritter Teil

Welche von den 629 Seiten, die keine Neueinsteiger sind, haben 2017 im Ranking die größten Sprünge nach oben gemacht? Ich gebe die Top 30 in drei Schritten bekannt. Hier kommen die Plätze 1 bis 10. In der rechten Spalte ist die Anzahl der Plätze angegeben, um welche die jeweilige Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Platz Die Aufsteiger des Jahres 2017
Die Top 30
Die Plätze 1 bis 10
gestie-
gene Plätze
1

Vilmos Csernohorszky: Mutig durchs Labyrinth

409
2

Recktenwald: Das verlorene Schaf

386
3

Recktenwald: Die menschliche Handlung

367
4

Der Mord an P. Kenneth Walker FSSP

357
5

Urs Keusch: Benigna Consolata Ferrero

267
6

Scheeben: Das Mysterium der hl. Dreifaltigkeit, 2. Seite

246
7

Recktenwald: Peter Bürgers verräterische Papstkritik

239
8

Robert Mäder: Dass alle eins seien!

187
8

Scheeben: Das Mysterium der hl. Dreifaltigkeit, 3. Seite

171
10

Kwasniewski: Wo sind all die guten Prediger geblieben?

167

Zu den Plätzen 11 bis 30


30. Juni
Theodor Wulf

Vor 150 Jahren, am 28. Juli 1868, wurde in Hamm der Physiker Theodor Wulf SJ geboren. 1900 zum Priester geweiht, studierte er Physik in Göttingen und dozierte von 1904 bis 1914 Physik, von 1918 bis 1935 Physik und Naturphilosophie. Er erfand das Faden-Elektrometer und “war an der Entdeckung der Höhenstrahlung durch grundlegende Experimente beteiligt” (LThK, 2. Auflage). Am 19. Juni 1946 starb er in Hallenberg.


30. Juni
Étienne Baluze

Vor 300 Jahren, am 28. Juli 1718, starb in Paris im Alter von 87 Jahren der Kirchenhistoriker und Kanonist Étienne Baluze. Wegen seiner gallikanischen Ansichten wurde eines seiner Hauptwerke auf den Index gesetzt.


30. Juni
Bischofsweihen

Vor 30 Jahren, am 30. Juni 1988, weihte Erzbischof Marcel Lefebvre vier Priester seiner Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Bischöfen. Am 18. Juli gründeten daraufhin zwölf Priester und ein Diakon die Priesterbruderschaft St. Petrus.


29. Juni
Maggiorino Vigolungo

Vor 100 Jahren, am 27. Juli 1918, starb im Piemont im Alter von 14 Jahren der ehrwürdige Diener Gottes Maggiorino Vigolungo. Mit sieben Jahren empfing der zum ersten Mal die hl. Kommunion. Unter der Seelenführung des seligen Jakob Alberione (1884-1971) machte er den Vorsatz, “täglich ein wenig vorwärtszukommen” im Streben nach Heiligkeit. Mit Begeisterung setzte er sich in der Gesellschaft vom heiligen Paulus, die sein Seelenführer 1914 gegründet hatte, für das Schriftenapostolat ein. Er starb nach viertägigem Todeskampf an einer Hirnhautentzündung. Er opferte sein Leben auf für das Schriftenapostolat und für Ordensberufungen. 1961 wurde sein Seligsprechungsprozess eröffnet, 1988 sein heroischer Tugendgrad festgestellt. Sein Leben ist im sechsten Sammelband von Gottes Kinder beschrieben.


29. Juni
Agostino Rocelli

Vor 200 Jahren, am 27. Juli 1818, wurde in Bargone di Casarza Ligure der hl. Agostino Rocelli geboren. Am 19. September 1846 wurde er zum Priester geweiht. Er war ein begnadeter Beichtvater. Am 15. Oktober 1876 gründete er die Immakulata-Schwestern von Genua. In Genua starb er am 7. Mai 1902. 1995 wurde er selig-, 2001 heiliggesprochen.


29. Juni
Humanae Vitae

Vor 50 Jahren, am 25. Juli 1968, veröffentlichte Papst Paul VI. die Enzyklika Humanae vitae.

Infos zu 50 Jahre Humanae vitae


28. Juni
30 Jahre

Die Tagespost hat mich gebeten, etwas zu 30 Jahre Bischofsweihen und Gründung der Petrusbruderschaft zu schreiben.


28. Juni
Wie ist es möglich?

“Wie ist es möglich, daß der wundersamste und heiligste Raum im Menschen – der Mutterschoß – zum Ort unsagbarer Gewalt geworden ist?”

Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache auf dem Weltjugendtag beim Willkommensfest der Jugendlichen in Barangaroo, Sydney, vor zehn Jahren, am 17. Juli 2008.

Weitere Infos zum Thema Abtreibung


28. Juni
Benedikt von Alignan

Vor 750 Jahren, am 11. Juli 1268, starb Benedikt von Alignan Er wurde 1224 Benediktinerabt, 1229 Bischof von Marseille. 1239 begleitete er Theobald V. von Navarra ins Heilige Land, wo er zusammen mit dem Templerorden die Festung Saphet errichtete, die aber 1266 von den Mameluken, die 1250 die Herrschaft in Ägypten übernommen hatten, erobert wurde.


27. Juni
Jean Madiran

Vor fünf Jahren, am 13. Juli 2013, starb in Suresnes im Alter von 93 Jahren der Publizist Jean Madiran. In den 70er Jahren verteidigte er mit spitzer Feder in der von ihm gegründeten und geleiteten Zeitschrift Itinéraires Erzbischof Marcel Lefèbvre gegen die einsetzende Diskriminierung der “traditionalistischen” Bewegung. Schon damals fiel mir auf, dass die intelligenteste (und für mich überzeugendste) Verteidigung der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht aus deren eigenen Reihen, sondern von außerhalb kam: in Frankreich von Jean Madiran, im deutschen Sprachraum von Dr. Eduard Kamenicky und im englischen von Michael Davies. Alle drei hielten dann 1988 Lefèbvres Weihen von vier Bischöfen und seine Ablehnung einer Versöhnung mit Rom für einen schwerwiegenden Fehler.


27. Juni
In sich schlecht

Vor zehn Jahren, am 12. Juli 2008, erinnerte Papst Benedikt XVI. daran, dass es immer katholische Lehre war, dass es in sich schlechte Handlungen gibt, die durch keine Umstände gerechtfertigt werden können. Er bezog sich dabei auf die Pädophilie. In den Jahren der sog. sexuellen Befreiung war es die Pädophilie, die man moralisch hoffähig machen wollte, heute ist es der Ehebruch.


27. Juni
Johannes Baptist Reus

Vor 150 Jahren, am 10. Juli 1868, wurde im oberfränkischen Pottenstein der Mystiker P. Johannes Baptist Reus SJ geboren. 1893 zum Priester geweiht, kam er 1900 nach Brasilien. Von 1917 bis 1944 unterrichtete er im Priesterseminar von Sao Leopoldo. Er starb 21. Juli 1947. P. Reus hatte viele Visionen über das heiligste Herz Jesu und die hl. Messe.


26. Juni
Das Zitat

"Freiheit wird nicht mit dem Streben nach Freiheit, sondern mit dem Streben nach Wahrheit erlangt. Freiheit ist kein Ziel, sondern eine Folge."

Leo Tolstoi


26. Juni
Bernward Deneke

Vor 25 Jahren, am 3. Juli 1993, wurde P. Bernward Deneke FSSP. Er gehörte, als 1988 die Petrusbruderschaft gegründet wurde, zu den Seminaristen der ersten Stunde. Auf kath-info sind über 20 Aufsätze von ihm erschienen, darunter sein Bericht über seine erste Begegnung mit der “alten Messe”.


26. Juni
Denis Coiffet

Vor drei Jahren, am 3. Juli 2015, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren P. Denis Coiffet FSSP. Er gehörte zu den Gründern der Priesterbruderschaft St. Petrus. 1977 war er zusammen mit P. Josef Bisig FSSP, dem langjährigen Generaloberen der Petrusbruderschaft, zum Priester geweiht worden.


25. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Beitrag über Metaethik ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Den Podcast über Edmund Husserl finden Sie auf der Seite, die einen Text seiner Schülerin Edith Stein bringt. Eine lächerliche Kritik an der Bibel, die sich ein Schreiber des GEO-Magazins erlaubte, hatte mich so aufgeregt, dass ich mir eine Kritik nicht verkneifen konnte. Sie finden sie jetzt auf der Lueken-Seite.


25. Juni
“Für viele” - “Por muchos”

Vor zehn Jahren, im Juni 2008, erschien in Mexiko eine neue Auflage des Römischen Messbuchs, in dem die päpstliche Anweisung zur exakten Übersetzung der Wandlungsworte umgesetzt wurde. Die deutsche Bischofskonferenz hat sie bis heute nicht befolgt.


25. Juni
Bischofsweihen

Vor 30 Jahren, am 30. Juni 1988, weihte Erzbischof Marcel Lefebvre trotz päpstlichen Verbots vier Bischöfe.


24. Juni
Angelo Secchi

Vor 200 Jahren, am 29. Juni 1818, wurde in Reggio der Astronom Angelo Secchi SJ geboren. 1850 wurde er Leiter der Sternwarte in Rom. “Berühmter Sonnenforscher, Mitbegründer der Astrophysik, wandte die damals (von Kirchhoff-Bunsen) entdeckte Spektralanalyse auch auf das Sternenlicht an und lieferte zum ersten Mal eine brauchbare Einteilung der Fixsterne in (4) Spektralklassen” (LThK, 1. Auflage). Am 26. Februar 1878 starb er in Rom. Ein Mondkrater, ein Mondgebirge, ein Asteroid und ein Komet sind nach ihm benannt.


23. Juni
Der Heilige der Landstraße

Von Alfred Betschart

Neunter Teil

Anhang

Der hl. Benedikt Joseph Labre war ein Mann des immerwährenden Gebetes. “Versunken in Betrachtung der unendlichen Größe und Schönheit Gottes, hatte die Welt mit all ihrer Pracht keinen Reiz für ihn. In ihm flammte keine andere Begierde, als stets an Gott zu denken, Ihn zu loben und zu preisen, sich mit Ihm innerlich zu unterhalten, in Ihm allein seine Freude zu finden, dergestalt, dass sein innerliches Gebet gleichsam ein beständiges Gebet war und deshalb er selbst im vollsten Sinne des Wortes ein Mann des Gebetes genannt werden kann” (P. Laurenz Hecht OSB). Deshalb sollen im Folgenden als Anhang sein Morgen- und sein Abendgebet publiziert werden. Diese beiden Gebete wurden nach seinem Tod unter seinen Papieren gefunden.

Das Morgengebet des Heiligen

Es ist ein ganz schlichtes, einfaches und vor allem ein selbstloses Gebet:

“O Gott, Schöpfer Himmels und der Erde, mein liebenswürdiger Erlöser! Ich sage Dir Dank für die unendliche Liebe, welche Du nicht nur mir, sondern allen Menschen erwiesen hast.
Ich liebe Dich über alles und ich will Dich an diesem Tag und alle Augenblicke meines Lebens lieben. Ich bitte Dich mir beizustehen, um Deinen heiligen Willen zu erfüllen, und ich bitte Dich fortwährend für alle Unglücklichen und Sünder. Ich will Dich heute den ganzen Tag für sie bitten, damit Du sie erleuchten und ihnen die Gnade der Versöhnung erteilen wollest. Ich will auch noch die Ablässe gewinnen, welche ich erwerben kann, um die armen Seelen im Fegfeuer zu befreien. Ja, erbarme Dich der Ungläubigen und der Sünder. Gib mir, o mein Gott, Deine Liebe; präge meinem Herzen tief die Zeichen Deines bitteren Leidens ein. Ich liebe Dich, mein göttlicher Jesus, und ich schenke Dir mein Herz.
Heilige Jungfrau! Bewahre mich heute und alle Tage meines Lebens vor jeder Sünde, damit ich nicht die Liebe meines Gottes verliere, den ich täglich und alle Augenblicke meines Lebens zu lieben wünsche. Ich danke dir, heilige Jungfrau, im Namen aller Gläubigen für die große Liebe, welche du zu ihnen trägst; ich danke dir hierfür auch für alle Ungläubigen und Sünder; hilf ihnen, steh' ihnen bei, dass sie zu ihrem liebenswürdigen Gott zurückkehren. Sei heute und allezeit die Helferin aller! Amen.”

Das Abendgebet des Heiligen

Benedikt Joseph Labre schlief sehr wenig. Bevor er sich aber zum Schlafe niederlegte, machte er eine Gewissenserforschung und bat Gott demütig um Verzeihung für die Fehler, die er während des Tages begangen haben konnte. Seine Reue und seinen inneren Schmerz darüber drückte er mit folgenden Worten aus:

“O mein Gott! Du bist die höchste Güte. Deshalb reut es mich von Herzen, Dich beleidigt zu haben. Aus Liebe zu Dir, der Du mein höchstes Gut bist, fasse ich den festen Entschluss, den aufrichtigen Vorsatz, eher zu sterben als Dich jemals zu beleidigen.
Nun übergebe ich Dir, mein süßer Jesus, meine Seele und ich danke Dir, dass Du Dich heute meiner erbarmt hast. Ich will in dieser Nacht Dich immer und beständig lieben. Obgleich ich schlafe, übergebe ich meine Seele in Deine Hände. Ich empfehle Dir die armen Seelen im Fegfeuer. Hilf und erleuchte alle, die im Schatten des Todes leben, sowohl die Ungläubigen als die Sünder; ich bitte Dich sie. Ich sage Dir Dank alle Augenblicke, mein göttlicher Jesus, dass Du mir das Leben bewahrt hast, damit ich Dich immer lieben kann. Noch mehr: ich will von ganzem Herzen in Deiner heiligen Gnade ruhen. Wohin kann ich das Herz, das Du mir gegeben, besser hinlegen als in das Deinige? Ja, in Dein heiliges Herz, o mein süßester Jesus, lege ich mein Herz nieder: ja darin will ich wohnen und meine Ruhe nehmen.
Heilige Jungfrau! Ich danke dir für alle Wohltaten, die du mir erworben hast. Ich empfehle dir die Seelen im Fegfeuer. Obgleich ich schlafe, will ich dich lieben für die Ungläubigen und Sünder. Stehe ihnen bei, damit sie bei deinem göttlichen Sohne Gnade finden. Endlich empfehle ich dir meine Seele und übergebe sie in deine Hände. Unter deinem Schutze, o heilige Jungfrau, will ich nun schlafen.”

Wird fortgesetzt.

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22. Juni
Generalkapitel der Petrusbruderschaft

Vom 3. bis 18. Juli tagt in Amerika das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus.
P. John Berg hat angeordnet, dass jedes Haus der Petrusbruderschaft vom 25. Juni bis 3. Juli eine Vorbereitungsnovene betet, die aus dem Veni Creator Spiritus samt Versikel und Oration besteht.
Ich möchte alle Freunde der Petrusbruderschaft einladen, sich der Novene anzuschließen.
Das Generalkapitel tritt alle sechs Jahre zusammen. Dieses Mal wird ein neuer Generaloberer gewählt, da P. John Berg nach zwölf Jahren Amtszeit nicht wiedergewählt werden kann.

Die Novene:

Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein,
erfüll uns all mit deiner Gnad,
die deine Macht erschaffen hat.

Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut.

O Schatz, der siebenfältig ziert,
o Finger Gottes, der uns führt,
Geschenk, vom Vater zugesagt,
du, der die Zungen reden macht.

Zünd an in uns dein Gnadenlicht,
gieß Lieb ins Herz, die ihm gebricht,
stärk unsres Leibs Gebrechlichkeit
mit deiner Kraft zu jeder Zeit.

Treib weit von uns des Feinds Gewalt,
in deinem Frieden uns erhalt,
dass wir, geführt von deinem Licht,
in Sünd und Leid verfallen nicht.

Gib, dass durch dich den Vater wir,
und auch den Sohn erkennen hier,
und dass als Geist von Beiden dich
wir allzeit glauben festiglich.

Gott Vater Lob auf höchstem Thron
und seinem auferstandnen Sohn;
dem Tröster auch sei Lob geweiht
jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

Versikel:
Sende aus Deinen Geist, und alles wird neu geschaffen.
Und Du wirst das Angesicht der Erde erneuern.

Oration:
Lasset uns beten: Gott, Du hast die Herzen der Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist verstehen, was recht ist, und allezeit uns seines Trostes erfreuen dürfen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.


21. Juni
Schulen der Heiligung gründen

Am Ende seines Meisterwerks „After Virtue“ vergleicht der Philosoph Alasdair MacIntyre die Umstände, unter denen heute Menschen mit traditionellen Sichtweisen leben, mit jenen der Männer und Frauen im sogenannten „Finsteren Mittelalter“. Er stellt fest, dass es für sie damals – wie für uns heute – entscheidend war, überschaubare Gemeinschaften zu bilden, in denen die Umgangsformen sowie das intellektuelle und moralische Leben durch die dunkle Zeit – in der wir mitten drin sind – erhalten bleiben können. Und wenn diese Tradition der Tugenden während der jüngsten dunklen Zeiten durchgehalten werden konnte, sollten auch wir nicht die Hoffnung verlieren.
Diesmal erwarten uns die Barbaren jedoch nicht außerhalb der Mauern – sie regieren uns schon seit geraumer Zeit. Dass wir uns dessen so wenig bewusst sind, ist unser Dilemma. Wir warten nicht auf Godot, sondern auf einen neuen – zweifellos ganz anderen – hl. Benedikt.
Wenn ich MacIntyre richtig verstehe, so besteht eine der Möglichkeiten, wie wir in einer so tief gespaltenen Welt fruchtbar wirken könnten, darin, Pfarren, Seminare, Clubs, Universitäten und Familien ins Leben zu rufen, die wahre Schulen der Heiligung sind.

Aus einem Vortrag von Erzbischof Charles J. Chaput OFMCap vom 6. August 2014, auszugweise auf deutsch in der Zeitschrift Vision 2000 erschienen. Das Original im Crisis Magazine. Sein Vorschlag entspricht der Benedikt-Option.


20. Juni
Heinrich Roth

Vor 350 Jahren, am 20. Juni 1668, starb in Agra im Alter von 47 Jahren der aus Dillingen stammende Missionar Heinrich Roth SJ. Seit 1653 wirkte er in der Mogulmission. “Er beherrschte Urdu und Persisch, war der erste Deutsche, der Sanskrit vollkommen meisterte, und der erste Europäer, der eine Sanskritgrammatik schrieb” (LThK, 1. Auflage).


20. Juni
Das 69. Wunder

Vor fünf Jahren, am 20. Juni 2013, wurde das 69. Heilungswunder von Lourdes anerkannt. Es ist das bis dato vorletzte anerkannte Wunder. Das 68. Wunder wurde am 11. Oktober 2012, das 70. am 11. Februar 2018 anerkannt.


18. Juni
Was ist geistliche Stärke?

Eine Relecture von Hildegard von Bingen

Von Barbara Stühlmeyer

Hildegard von Bingen erscheint heute wie ein Leuchtturm aus einer fernen Zeit – eine machtvolle Prophetin und profunde Theologin, deren visionärer Weitblick durch die Tiefe ihrer Schau fest fundiert erscheint. Deshalb ist sie mehr als geeignet, Antworten zu geben, wenn man danach fragt, was geistliche Stärke sei.

Doch wenn man, wie Wibert von Gembloux, der Sekretär ihrer späten Jahre, bittet: „Lass mich deine Stimme hören“, erhält man überraschende Einblicke in ihre innere Befindlichkeit. „Der Evangelist Johannes war von Sanftmut und Demut erfüllt, deshalb erfuhr er viel über Gott“, schrieb sie ihm und fuhr fort: „Weshalb sollte ich mich nicht als armselig erfahren? … Ich zittere … immer vor Furcht, denn ich weiß mich nie sicher, ob ich etwas vermag. Doch ich strecke Gott meine Hände entgegen, um wie eine Feder, die ohne alle Schwerkraft im Winde treibt, von ihm getragen zu werden.“

Ihre Stärke, die eine genuin geistliche ist, weil Hildegard sich auf ihren Körper zeitlebens nicht verlassen konnte, immer wieder von Krankheiten geplagt wurde und fast ständig unter Schmerzen litt, wurzelt ganz und gar in Gott. Sie schildert dies in ihrem Brief an Wibert in ungewohnter Offenheit, als sie das Licht beschreibt, in dem sie ihre Schau empfängt. Für gewöhnlich ist dies der Schatten des lebendigen Lichtes.

„In demselben Licht“, so schreibt sie, „sehe ich nicht oft, aber zuweilen, ein anderes Licht, das mir als ,lebendiges Licht‘ bezeichnet wird. Wann und wie ich es sehe, vermag ich nicht zu sagen. Doch während ich es sehe, wird alle Traurigkeit und Not aus meiner Erinnerung genommen, so dass ich mich wie ein junges Mädchen fühle und nicht mehr wie eine ältere Frau.“

Dass Hildegard in ihrem Briefwechsel mit Wibert ihre Konstitution und ihr Angewiesensein auf die „umarmende Mutterliebe Gottes, die durch den Lebensquell des Wortes zu uns kam“ (Sicivias) besonders bewusst war, ist eine persönliche Geschichte. Hildegard hatte gerade Volmar verloren, den sie Symmysta, Mitmyste, Mitwissender der Geheimnisse Gottes nannte und der sie so viele Jahre begleitet und gestärkt hatte. Aber nun erfuhr sie schmerzlich, was Romano Guardini in seinen theologischen Gebeten in seinem Nachsinnen über den dreifaltigen Gott so auf den Punkt bringt: „Wenn ich nach der Vertrautheit der Gemeinschaft verlange, muss ich zum anderen Menschen gehen; und mag die Verbundenheit noch so tief und die Liebe noch so innig sein, wir bleiben doch immer getrennt. Du aber findest Dein ,Du‘ in Dir selbst.“ Zurückgeworfen auf sich und berührt durch Wiberts geordnete Liebe öffnete Hildegard sich erneut und entschlossen dem, der allein sie tragen konnte.

Dass geistliche Stärke etwas je neu zu Erbittendes, unverdient Empfangenes ist, schreibt Hildegard der Konstitution zu, die wir alle teilen. „Ich Fremdling, wo bin ich? Im Todesschatten. Und auf welchem Weg bin ich? Auf dem Weg des Irrtums. Und welchen Trost habe ich? Den Trost der Fremden. Ich aber sollte ein Zelt haben mit fünf Quadersteinen und dem Licht von Sonne und Sternen geschmückt.“ (Scivias) Die Aussage klingt desillusionierend, sie ist aber in Wahrheit realistisch. Hildegard hatte als Benediktinerin den drohenden Tod täglich vor Augen und ließ ihr Leben von der doppelten Perspektive der Endlichkeit und Ewigkeit ordnen.

Ihr war klar, dass wir auf dieser Erde nur Durchgangsgäste sind, und sie machte sich die Konstitution der Unsicherheit, die sie als Mensch im Allgemeinen und als chronisch kranke Frau im Besonderen prägte, zunutze, um sich ganz von dem tragen zu lassen, der die Dunkelheiten ihres Lebens erhellte.

Geistliche Stärke fand sie auch in der Gemeinschaft der Glaubenden, die von demselben Licht der Gnade erleuchtet ist. Den Zusammenhang zwischen persönlicher Gottesbeziehung und in der Kirche wirksam werdender aufbauender und stärkender Kraft verdeutlicht Hildegard in ihrer Sequenz zu Ehren des heiligen Eucharius. „Du bist sehr glücklich gewesen, als das Wort Gottes dich im Feuer der Taube unterwies, wo du wie das Morgenrot erleuchtet wurdest und so das Fundament der Kirche bautest.“ Wer Gott in sich Raum gibt, in dem kann, wie es im Hymnus zu Ehren des heiligen Matthias heißt, der Heilige Geist singen und spielen, weil er sich seiner Berufung, klingende Stimme im Chor der Engel zu werden, bewusst ist. Grundlage für dieses anfanghafte Mitschwingen im zehnten Chor ist die zarte, sich verletzlich machende Offenheit. Denn „wo es die Frage im Menschen nicht gibt, gibt es auch keine Antwort des Heiligen Geistes“ (Scivias).

Ein Weiteres ist wichtig: Wer die Grundhaltung der geistlichen Stärke in sich entfalten will, muss sich bewusst werden, dass keiner eine Insel ist. Hildegard bringt diesen Zusammenhang in ihrem Liber vitae meritorum zum Ausdruck. Dort sagt die Herzenshärte: „Ich habe nichts hervorgebracht und auch niemanden ins Dasein gesetzt. Warum sollte ich mich um etwas bemühen oder gar kümmern? So was werde ich schön bleiben lassen. Ich will mich für niemanden stärker einsetzen, als auch er mir nützlich sein kann. Gott, der da alles geschaffen, der soll auch schön dafür geradestehen und für sein All Sorge tragen! ... Was für ein Leben müsste ich führen, wenn ich auf alle Stimmen der Freude oder der Trauer antworten wollte! Ich weiß nur von meiner eigenen Existenz; möge auch jeder andere wissen, wer er ist!“

Die Barmherzigkeit korrigiert diese Fehlhaltung in ihrer Antwort, indem sie auf das world wide web, die untrennbare Verbundenheit alles Lebendigen verweist: „O du versteinertes Wesen, was behauptest du da? Die Kräuter bieten einander den Duft ihrer Blüten, ein Stein strahlt seinen Glanz auf die anderen, und jedwede Kreatur hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung. ... Ich bin in Luft und Tau und in aller grünenden Frische ein überaus liebliches Heilkraut. Übervoll ist mein Herz, jedwedem Hilfe zu schenken. ... Den Gebrochenen helfe ich auf und führe sie zur Gesundung. Eine Salbe bin ich für jeden Schmerz.“ Das Spannende an Hildegards Ethikkonzept ist, dass es sich im Dialog entfaltet. Eingebettet in die Rahmenvision von einem Mann, Gott, der zwischen Himmel und Erde ausgespannt in sich selbst ruhend dasteht und seinen Blick in alle vier Himmelsrichtungen schweifen lässt, kommen 35 Paare von Fehlhaltungen und geistlichen Grundhaltungen, oder – um einen älteren Begriff zu verwenden – von Lastern und Tugenden zu Wort. Bemerkenswert ist: Die Fehlhaltungen, die die Seele verkrümmen, zeigen sich Hildegard in einprägsamen Bildern, die ihren Charakter treffend visualisieren.

Die geistlichen Grundhaltungen nimmt sie dagegen über das Hören wahr. „Das Ohr ist der Anfang der vernünftigen Seele“ und das horchende Wahrnehmen des Wortes wird in diesem Konzept gleichsam nebenbei eingeübt. Die Gruppierung der Paare ist keineswegs zufällig gewählt. Sie bildet vielmehr ein sinnstiftendes geistliches Netzwerk, innerhalb dessen Hildegard neben den geistlichen Grundhaltungen selbst auf weitere heilende Kräfte aus dem reichen Schatz der Kirche verweist, wie die sieben Gaben des Heiligen Geistes oder die acht Seligkeiten.

Auch die Aufeinanderfolge basiert auf den von der zur Zeit des Beginns der Niederschrift 60-jährigen Hildegard sensibel beobachteten „Rückenschäden der Seele“ bei denen, ganz ähnlich wie bei körperlichen Fehlhaltungen, einem Dominoeffekt gleich die eine auf die andere folgt. Die gute Nachricht, die sie im Verlauf ihres Werkes unermüdlich wiederholt, ist: Der Ausstieg aus der Spirale der seelischen Verkrümmung ist jederzeit möglich. Geistliche Stärke ist kein Manna, das vom Himmel fällt. Sie kann und muss bewusst trainiert werden.

Das Vorhandensein der geistlichen Grundhaltungen garantiert ein fein austariertes Gleichgewicht der Kräfte. Die Frage, wohin sich die Waage am Ende neigt, wird mitten im Herzen jedes Einzelnen entschieden. Er ist aufgerufen, Gott bis zu sich selbst entgegenzukommen und mithilfe der Kräfte, die Er ihm schenkt, bei sich zu wohnen und so aus der Mitte seines Wesens heraus zu einem Mitarbeiter an der Schöpfung zu werden. Mit dem Trainieren der geistlichen Stärke aber ist es so eine Sache. Denn der Begriff Tugend ist bei uns aus der Mode geraten. Er scheint entbehrlich, weil seine moralinsaure Substanz die Seele weder aufbaut noch nährt. Hildegard meint aber, wenn sie von dem spricht, was wir in der Vergangenheit mit Tugend übersetzt haben und wofür ich den Begriff geistliche Grundhaltung vorschlage, etwas höchst Lebendiges.

Das Wort, das sie verwendet, heißt virtus. Es bildet gemeinsam mit weiteren Worten desselben Wortstammes ein in seinem Kern von geistlicher Stärke kündenden Bedeutungsnetzwerk, dessen Synergieeffekte seine Wirkung verstärken und sie reiche Früchte tragen lassen. Virtus steht in Verbindung mit vir (Mann), virgo (Jungfrau) und viriditas (grünende Lebenskraft). Vor allem die viriditas macht deutlich: Bei den geistlichen Grundhaltungen geht es um sein seelisches Wachstumspotenzial. Der Mensch, der sich auf sie einlässt, blüht auf, entfaltet sich und wird nicht gedemütigt oder kleingemacht. Die Lebenskraft, die sich in den helfenden und heilenden geistlichen Grundhaltungen entfaltet, kommt von Gott, der die ganze Schöpfung trägt und lenkt. Sie hilft dem gut geschaffenen, unter den Belastungen des Lebens aber niedergebeugten und manchmal in seiner Seele verkrümmten Menschen, sich wieder aufzurichten und frei vor Gott zu stehen, dessen volles Werk er ist.

Hildegards Leitmotiv im Hinblick auf die geistliche Stärke ist, kurz zusammengefasst, dieses: Wir müssen uns bewusst sein, dass wir, ausgespannt zwischen Himmel und Erde, auf dieser Erde im Status der Pilgerschaft sind. Wir müssen uns mit aller Kraft darum bemühen, geistliche Stärke wie einen seelischen Muskel zu trainieren und systematisch aufzubauen.

Und wir müssen uns vollkommen dessen bewusst sein, dass dabei zugleich alles von Gottes Gnade durchleuchtet ist. Denn es gilt, was Hildegard im Liber Scivias sagt: „Keine Tugend besteht … aus eigener Lebenskraft, sondern sie ist nur ein leuchtendheller Schein, der von Gott her im Werk des Menschen aufstrahlt. Denn der Mensch wird durch die Tugenden vollendet, weil sie das Werk des in Gott wirkenden Menschen sind.“

Der Artikel erschien im Mai in der Tagespost und wird hier mit freundlicher Erlaubnis wiedergegeben.


17. Juni
Heinrich Stieglitz

Vor 150 Jahren, am 17. Juni 1868, wurde in Landshut der Katechet Heinrich Stieglitz geboren. 1900-1918 war er Prediger in München-Giesing. Als führendes Mitglied des Münchener Katechetenvereins entfaltete er “ein katechetisches Schrifttum von höchster Gediegenheit, Fülle und Mannigfaltigkeit. Seine Katechesen, zum Teil in fremde Sprachen übersetzt, zeichnen sich aus durch Klarheit des Aufbaues und große Anschaulichkeit, besitzen daher trotz Weiterentwicklung der Methode bleibenden Wert” (LThK, 1. Auflage). Am 3. März 1920 starb er als Stadtpfarrer von München-Thalkirchen.


17. Juni
Karl Maria Harrer

Vor fünf Jahren, am 17. Juni 2013, starb in Altötting im Alter von 86 Jahren Pfr. Karl Maria Harrer. Er war Gründungspfarrer der Pfarrei St. Bruder Klaus in München-Waldperlach, wo er von 1963 bis 1996 wirkte. Bekannt wurde er vor allem durch seine Schriftenreihen über die schönsten Mariengeschichten, die schönsten eucharistischen Wunder und Erlebnisse mit der Wundertätigen Medaille.


16. Juni
Die neueste Folge meines Podcasts


16. Juni
Das Zitat

"Durch jedes gute Werk, sei es auch noch so klein, das mit Liebe und aufrichtigem, schlichtem Gedanken Gott dargebracht wird, gewinnt man eine größere Ähnlichkeit und ewiges Leben in Gott."

Seliger Jan van Ruysbroek


15. Juni
Odoardo Focherini

Vor fünf Jahren, am 15. Juni 2013, wurde der Journalist Odoardo Focherini (1907-1944) seliggesprochen.


14. Juni
Mein letzter Brief

Heute vor 30 Jahren schrieb ich meinen letzten Brief an Erzbischof Marcel Lefebvre.


13. Juni
Ein Rückfall

In der MeinungsMacher-Kolumne der Tagespost ist heute mein Beitrag zum Streit um die Interkommunion erschienen.


13. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Den Podcast Amoris laetitia, ein Paradigmenwechsel? habe ich auf der Seite über Papst Franziskus, das Zitat von Regina Einig über die eingeschliffene Selbsttäuschung beim BDKJ auf der Dialogseite, und das Stefan Rehders über Experimente an Embryonen auf der Seite über Klone untergebracht.


12. Juni
Monatsranking Mai 2018

Der Aufsteiger des Monats ist Hasenhüttl. Er war wieder kurz in den Schlagzeilen wegen seiner Kritik an Kardinal Marx.

Platz Monatsranking Mai 2018
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 650 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+ 1
3

In-vitro-Fertilisation

- 1
10

Der Streit um das Konzil

+ 1
20

Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms v. Canterbury

- 2
30

Die Zerstörung der Grabeskirche

- 14
40

Luis Martínez: Der Priester – ein Geheimnis der Liebe

+ 23
50

F. Prosinger: Wer schrieb das Johannesevangelium?

+ 14
60

Recktenwald: Der Fall Gotthold Hasenhüttl

+ 111
100

Über die Beichte

+ 30

Zum Ranking der Vormonate


11. Juni
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

3. Folge

5. “Meine Lust ist es, bei den Menschenkindern zu sein” (Spr 8,31). Das Herz des Menschen ist, so zu sagen, ein Paradies für Gott. Gott liebt dich, so liebe denn auch du deinen Gott. Es gewährt Ihm Freude, wenn Er bei dir sein kann; lasse es denn auch deine Freude sein, mit Ihm vereinigt zu leben und dein ganzes Leben hindurch bei dem zu bleiben, in dessen liebenswürdigster Gesellschaft du die selige Ewigkeit zuzubringen hoffst.

6. Gewöhne dich denn also, geliebte Seele, ganz allein und verborgen, vertraulich und voll Zuversicht mit Gott zu reden, gleichwie mit deinem teuersten und geliebtesten Freunde. Wie gesagt, es ist ein großer Irrtum, wenn man meint, zaghaft und wie ein ängstlicher Sklave, der furchtsam und zitternd seinem Herrn nahet, mit Gott umgehen zu müssen. Aber man würde sich noch mehr irren, wenn man meinte, der Umgang mit Gott sei bitter und langweilig: “Denn sein Umgang hat nichts Bitteres und seine Gesellschaft nichts Widriges” (Weish 7,16). Frage jene Seelen, die wahrhaft Gott lieben, und sie werden dir bekennen, daß sie in den Leiden des Lebens keinen größeren Trost finden als den liebevollen Umgang mit Gott.

7. Man verlangt nicht von dir, daß du unausgesetzt deinen Geist anstrengst, und deshalb deinen gewöhnlichen Beschäftigungen und der erlaubten Erholung entsagest, man will nichts anderes, als daß, ohne deine gewöhnlichen Beschäftigungen zu verlassen, du dich gegen Gott ebenso verhältst wie gegen jene, die du liebst und die dich lieben.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


10. Juni
Das Zitat

“Das Gebet der Kirche ehrt und verehrt das Herz Jesu, wie es seinen heiligsten Namen anruft. Die Kirche betet das menschgewordene Wort und sein Herz an, das sich aus Liebe zu den Menschen von unseren Sünden durchbohren ließ.”

Katechismus der Katholischen Kirche 2669

Über das Herz-Jesu-Fest


9. Juni
Jahresranking: Die Top 10 der Newcomer

2017 kamen auf auf kath-info 19 Seiten neu hinzu. Ich gebe die zehn meistgelesenen bekannt, und zwar in zwei Schritten. Vor drei Tagen habe ich die Plätze 6 bis 10 bekanntgegeben (siehe unten). Heute sind die Plätze 1 bis 5 dran. Die rechte Spalte gibt den Platz im Gesamtranking der insgesamt 648 Seiten an.

Platz Jahresranking 2017
Die Top 10 unter den 19 Newcomern
Die Plätze 1 bis 5
Platz im Gesamt-ranking
1

Robert Mäder: Abba, lieber Vater!

224
2

Recktenwald: Das Gewissen zwischen Vision u. Illusion

295
3

Durch den Rosenkranz gerettet

304
4

Livio Melina: Der Analphabetismus der Gefühle

320
5

Anna Diouf: Der Gesandte des großen Geistes

339

Zu den Newcomern des Jahres 2016


8. Juni
Personalpfarrei

Vor zehn Jahren, am 8. Juni 2008, begann mit einer feierlichen Eröffnungsmesse in Rom die der Petrusbruderschaft anvertraute Personalpfarrei des überlieferten Ritus. Pfarrkirche ist die 400 Jahre alte Kirche Santissima Trinità dei Pellegrini, die ursprünglich der vom hl. Philipp Neri gegründeten Erzbruderschaft der Pilger und Kranken der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gehörte.


8. Juni
Johann Joachim Winckelmann

Vor 250 Jahren, am 8. Juni 1768, starb in Triest im Alter von 50 Jahren der aus Stendal stammende Archäologe Johann Joachim Winckelmann. Er wurde Opfer eines Meuchelmordes. 1754 konvertierte er zur katholischen Kirche. “Mit seinem Hauptwerk ‘Geschichte der Kunst des Altertums’ (Dresden 1764 ...) wurde er Begründer der archäologischen Kunstwissenschaft” (LThK, 1. Auflage). “Durch seine ‘Monumenti antichi inediti’ (Rom 1767), einer Beschreibung und Deutung antiker Denkmäler, wurde die archäologische Forschung zur wissenschaftlichen Disziplin” (LThK, 3. Auflage).


7. Juni
Komplette Abrüstung

Der kroatische Bischof von Split, Frane Franić schlug 1963 vor, im Schema über die Kirche dem neuen Titel peregrinans – „pilgernd“ – die traditionelle Bezeichnung militans – „streitend“ – hinzuzufügen. Der Vorschlag wurde abgelehnt, da er nicht mehr zeitgemäß sei. Die Kirche wollte sich der Welt nicht mehr im Bild des Kampfes oder der Auseinandersetzung präsentieren. Dialog, Frieden und Verständigung waren vielmehr angesagt. Diese Einstellung prägte auch die Liturgiereform. Überall, wo z.B. in den überlieferten Orationen vom Kampf die Rede war, vom Niederwerfen der Feinde und ähnlichem, sind diese Aussagen durch irenische Formulierungen ersetzt worden. Die nachkonziliare Liturgie hat im geistlich-doktrinären Kampf komplett abgerüstet.

Aus: Michael Fiedrowicz, „Ohne Kampf gibt es kein Christentum“ (Benedikt XVI.) Ecclesia militans - eine vergessene Metapher, in: Die neue Ordnung, Februar 2018, S. 21-33.

Von Professor Fiedrowicz ist auf kath-info erschienen: „Was überall, immer, von allen geglaubt wurde“. Überlegungen zum Jahr des Glaubens nach Vinzenz von Lérins.


6. Juni
Jahresranking: Die Top 10 der Newcomer

2017 kamen auf auf kath-info 19 Seiten neu hinzu. Ich gebe die zehn meistgelesenen bekannt, und zwar in zwei Schritten. Hier zunächst die Plätze 6 bis 10. Die rechte Spalte gibt den Platz im Gesamtranking der insgesamt 648 Seiten an.

Platz Jahresranking 2017
Die Top 10 unter den 19 Newcomern
Die Plätze 6 bis 10
Platz im Gesamt-ranking
6

Alfred Betschart: Der Heilige der Landstraße

345
7

Ulrich Nersinger: Die Kapuzinergruft der Via Veneto

384
8

R. Niedermeier: Türkenkriege und Volksfrömmigkeit

388
9

Trochu: Vianneys Kampf gg. die religiöse Unwissenheit

468
10

Benedikt Poetsch: Bordats Sündenregister

527

Zu den Newcomern des Jahres 2016


5. Juni
Entscheidung jetzt!

Meine Brüder und Schwestern, entscheiden wir uns, uns IHM zu zuwenden, jeden Tag!
Jetzt, in diesem Moment wollen wir uns entschließen, jeden Tag uns einige Minuten der Stille zu nehmen, um uns auf Gott auszurichten, um Ihm zu sagen: „ Herr, herrsche Du in mir! Dir gebe ich mein ganzes Leben!“
Liebe Pilger, ohne Stille gibt es kein Licht. Die Finsternis nährt sich von dem unablässigen Lärm dieser Welt, die uns daran hindern will, uns auf Gott auszurichten.
Nehmen wir die heutige Messliturgie zum Vorbild; sie führt uns zur Anbetung, zu einer kindlichen und liebevollen Ehrfurcht vor der Größe Gottes. Sie gipfelt in der Wandlung, wo wir alle gemeinsam auf den Altar ausgerichtet sind, unsere Blicke zur Heiligen Hostie erhoben, zum Kreuz, hier sind wir alle in Stille vereint in Kontemplation und Anbetung.

Aus der Predigt von Robert Kardinal Sarah am Pfingstmontag in der Abschlussmesse der dreitägigen Fußwallfahrt von Paris nach Chartres. Er feierte das Hochamt in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.


4. Juni
Das Gastmahl des Herrn

Meine Predigt von gestern.


3. Juni
Nikolaus Mazza

Vor fünf Jahren, am 3. Juni 2013, wurde im Zuge des Seligsprechungsprozesses der heroische Tugendgrad des Ordensgründers Nikolaus Mazza (1790-1865) festgestellt. Ihm verdankte der hl. Daniel Comboni seine Berufung zum Afrikamissionar.


3. Juni
Giovanni Stefano Ferreri

Vor 450 Jahren, am 3. Juni 1568, wurde in Biella Giovanni Stefano Ferreri geboren. Er wurde 1599 Bischof von Vercelli und setzt sich u.a. erfolgreich für die Durchführung der Tridentinischen Konzilsbeschlüsse in Böhmen ein. Er starb 1611 in Vercelli.


2. Juni
Symbolik
oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

138. und letzte Folge

Indes haben wir hiermit doch nur eine Seite des lutherischen Glaubens dargestellt, die nämlich, vermöge welcher er rechtfertigt; es steht derselben aber noch eine andere zur Seite, welche die Liebe und die guten Werke aus sich hervorgehen läßt. Luther beschreibt dieselbe an manchen Orten ungefähr wie die Katholiken die göttliche Liebe des Wiedergebornen. Hierher gehören die Schriften des Reformators von der christlichen Freiheit und von den guten Werken, und wer kennt nicht die glänzende Beschreibung des Glaubens in Lu thers Vorrede zum Briefe Pauli an die Römer? “Der Glaube, sagt er, ist ein göttliches Werk in uns, das uns umändert, aus Gott wiedergebiert, den alten Adam ertötet, und uns ganz in andere Menschen, im Herzen, im Gemüte und in allen unsern Kräften gleichsam umbildet und uns den Heiligen Geist mitteilt. Dieser Glaube ist etwas Lebendiges, Wirksames, so daß es unmöglich ist, daß er nicht immer Gutes wirkt. Auch frägt der Glaube nicht erst, ob gute Werke zu tun seien, sondern bevor er sich danach erkundigt, hat er schon viele gute Werke verrichtet, und immer ist er beschäftigt im Wirken.” Hier ist im liebenswürdigsten Widerspruche mit dem Begriffe der lutherischen Rechtfertigung eine Erneuerung und eine Umwandlung des ganzen inneren Menschen gelehrt; der Glaube erscheint als die aus dem Vereine aller den inneren Menschen konstituierenden Kräfte hervorgegangene Blüthe, als eine Äußerung der Gesamttätigkeit derselben, und der Macht des Heilandes über Sünde und Tod ist ein kräftiges Zeugnis gegeben. Auch im Briefe an die Galater nennt er den Glauben “das rechtschaffene Herz, den grundguten Willen und den neugeschaffenen Verstand oder Vernunft”; auch hier will Luther sagen, der Glaube sei eine Wirkung aller geistigen Kräfte des Menschen zumal, wenn sie durch den göttlichen Geist gereinigt und verklärt seien.

[175] [175] Auslegung des Briefes an die Galater. I. Th. deutscher Ausg. von Wittenb. S. 143. Ähnliche Stellen sehr oft.

Zum bisher Erschienenen

Wir brechen hiermit die Veröffentlichung der Symbolik ab. Sie ist schon anderwärts im Internet zugänglich, z.B. hier.


1. Juni
Das Zitat

“In keiner anderen Handlung erscheint der Erlöser zärtlicher und liebevoller als in dieser, in der Er sich selbst entäußert und sich zur Speise macht, um tief in unser Inneres einzudringen und sich mit Herz und Leib Seiner Gläubigen zu vereinen.”

Der hl. Franz von Sales über die Eucharistie.


1. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Rezension von Bordats Sündenregister wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die drei kritischen Anmerkungen von Kardinal Brandmüller, Richard A. Spinello und mir findet man ganz unten auf der einschlägigen Themenseite. Mein Podcast über das Gnadengeschenk unserer Zeit hat hier seinen Ort gefunden.


31. Mai
Theologischer Elfenbeinturm

“Dass Graf die Nennung meines Friseurs kritisiert, zeigt ein Problem von Theologen wie ihm. Sie haben es sich gemütlich im Elfenbeinturm eingerichtet, halten es für intellektuell anspruchsvoll, wenn sie niemand mehr versteht, und verachten jeden, der nicht erfolgloser ist als sie.”

Manfred Lütz im Interview mit Karsten Huhn, in: IdeaSpektrum vom 24. Mai 2018, S. 16, zum neue erschienenen Buch von Lütz Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums. Mit Graf ist der evangelische Theologieprofessor Friedrich Wilhelm Graf gemeint, der sich laut Huhn daran stieß, dass Lütz in seinen Dankesworten mit folgenden Worten auch seinen Barbier erwähnte: “Und wie üblich hat es mein Friseur kontrolliert, damit alles allgemeinverständlich, locker und lesbar bleibt.” Außerdem wirft Lütz in diesem Interview Graf vor, in seiner Rezension frei erfundene Zitate verwendet zu haben. “So etwas ist mir wirklich noch nie passiert.” Die FAZ habe als Reaktion dann die Rezension im Internet zurückgezogen und eine Richtigstellung veröffentlicht.


30. Mai
Die Vernunft retten

Heute ist in der Tagespost ein Artikel von mir erschienen. Es handelt sich um einen kleinen Auszug aus meinem Vortrag, den ich dieses Jahr auf der Osterakademie in Kevelaer unter dem Titel Wie mit dem Glauben auch die Vernunft gerettet wird gehalten habe.


30. Mai
Martin Noth

Vor 50 Jahren, am 30. Mai 1968, starb in Subeta, Israel, im Alter von 65 Jahren der aus Dresden stammende evangelische Alttestamentler Martin Noth. “Charakteristisch für Noth waren u.a. seine philologische Präzision, seine strikte Bindung an Gründe für und wider eine These, sein Sinn für das Historische in der biblischen Tradition (mit, aber anders als Alt), seine Synthesen zwischen Exegese und Landeskunde, und seine treffende theologische Einschätzung der großen Prophetie als weltgeschichtlich singulärer Erscheinung” (Horst Seebass im LThK, 3. Auflage).


28. Mai
Strong stuff

Rod Dreher hat meinen MeinungsMacher-Beitrag (siehe unten) auf seinem Blog in englischer Übersetzung veröffentlicht und kommentiert: “Strong, strong stuff! Thank you, Father Recktenwald.”


28. Mai
Wir feiern den Himmel

Mein Predigt von gestern zum Dreifaltigkeitsfest


27. Mai
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

63. Folge

§ 29. Zweite Art der realen Sendung: habitum et habens

Die Hineinbildung der göttlichen Personen und ihrer Ausgänge in die vernünftige Kreatur durch die Mitteilung der Gnade ist keine tote, sondern eine durchaus lebendige, eine geistig lebendige; sie besteht in den “habitus” und den Akten der übernatürlichen Erkenntnis und Liebe. Deshalb werden die göttlichen Personen gerade vermittelst der oben erklärten Sendung der vernünftigen Kreatur auch gegenwärtig als Gegenstand eines lebendigen, überaus innigen Besitzes und Genusses, und das ist die zweite Art von Sendung. Es ist diejenige, welche gewöhnlich von der scholastischen Theologie am meisten betont wird und welche in der Schrift wohl zunächst und vorzüglich gemeint ist, wenn sie sagt, daß der Heilige Geist insbesondere als die "arrha" unserer Erbschaft gegeben werde. Denn "geben" heißt doch zunächst, einem andern etwas zum Besitz überliefern; in Besitz gibt man aber nur etwas zum Gebrauche oder zum Genusse. Zum Gebrauche können uns die göttlichen Personen nicht gegeben werden, also zum Genusse, und der Genuß kann hier nur stattfinden durch Erkenntnis und Liebe [55]. Wie aber geschieht nun diese Sendung, daß ein reales, substantiales und hypostatisches Eintreten des Sohnes und des Heiligen Geistes in unsere Seele dabei gedacht werden muß?

Indem Gott uns huldvoll zu seinen Kindern annimmt und durch die Gnade der Kindschaft, die als Teilnahme an der göttlichen Natur etwas überaus Reales ist, in der realsten und innigsten Weise mit sich verbindet, schenkt er uns auch sich selbst, sein eigenes Wesen, zum Gegenstande unseres Genusses. Denn an keinem andern Objekte können sich die göttlichen Lebenskräfte, die in der Gnade der Kindschaft enthalten sind, sättigen; sie müssen dasselbe Objekt zu erfassen haben, welches das Leben Gottes selbst besitzt und um welches dasselbe zirkuliert. Dieses Objekt muß aber auch jenen Kräften nahegebracht, in ähnlicher Weise nahegebracht werden, wie es dem inneren Leben Gottes selbst unmittelbar, substantiell gegenwärtig ist. Und so muß das göttliche Wesen selbst, welches der Gegenstand unseres Genusses sein soll, jenen Kräften nicht bloß von ferne gezeigt werden, sondern wirklich in ihnen gegenwärtig sein, so zwar, daß es, wenn es nicht schon ohnehin überall gegenwärtig wäre, aus diesem Grunde und zu diesem Zwecke substantiell in die Kreatur hineingelegt werden müßte.

In Bezug auf den vollkommenen Genuß des göttlichen Wesens im jenseitigen Leben, in der seligen Anschauung, ist das bei den Theologen ausdrückliche Lehre. Nur durch eine überaus innige Gegenwart der Substanz Gottes in der Seele läßt sich die Anschauung derselben erklären. Aber auch der unvollkommene Genuß im diesseitigen Leben verlangt die wirkliche Gegenwart des zu genießenden Objektes, da er nur dem Grade, nicht dem Wesen nach von dem vollkommenen sich unterscheidet. Der Apostel deutet das deutlich an, indem er nicht bloß von einem "pignus" (Pfand), sondern von einer "arrha" (Angeld) unseres zukünftigen Besitzes spricht; die "arrha" ist nämlich schon ein Anteil des verheißenen Lohnes, und so muß hier die "arrha" zwar eine weniger vollkommene und innige, aber doch eine wahre und wirkliche und im Vergleich mit jeder andern außerhalb der Gnade liegenden überaus innige und singuläre Gegenwart der göttlichen Substanz in der Seele sein.

Diese Gegenwart des göttlichen Wesens in der Seele und die durch die Gnade vollzogene reale Verbindung der letzteren mit Gott, worauf jene beruht, bewirken, daß wir Gott genießen nicht als einen außer uns liegenden, uns nicht angehörenden Gegenstand, sondern als einen solchen, der wahrhaft und wirklichin uns und unser eigen ist; als solchen erfassen und umarmen wir ihn wirklich durch unsere Erkenntnis und Liebe.

Real und substantial ist also diese Einkehr Gottes in unsere Seele ohne Zweifel; aber ist sie auch eine hypostatische, derart nämlich, daß die einzelnen Personen, die ausgehenden namentlich, in ihrem hypostatischen Charakter, jede auf eine besondere Weise, der Seele gegenwärtig und gegeben werden? Denn darauf gerade kommt es an, wie wiederholt hervorgehoben wurde; sonst fehlte eben das wichtigste Moment der eigentlichen Sendung, das formell von ihrem ewigen Ausgange abhängige, an denselben sich anschließende besondere Auftreten der gesandten Personen. Wie kann man also hier dem Sohne und dem Heiligen Geiste eine von ihrem ewigen Ausgange, ihrem hypostatischen Charakter bedingte besondere Gegenwart anweisen?

Da Gott durch die Gnade überhaupt in seinem ganzen Wesen Gegenstand unseres Besitzes und Genusses wird, so kommen offenbar alle drei Personen zu uns und geben sich uns hin, insofern sie Eins sind mit dem Wesen und im Wesen unter sich. Aber es können doch immer die einzelnen Personen, auch insofern sie voneinander verschieden sind und namentlich insofern eine von der andern ausgeht, sich uns zum Besitze und Genusse darbieten, so zwar, daß die ausgehende von der produzierenden uns zum Besitze und Genusse dargeboten wird, aber eben darum auch in sich ihren Urheber uns zum Besitze und Genusse darstellt.

Anmerkungen:

[55] Vgl. S. Bonav., In I dist. 14, a. 2, q. I: “Respondeo dicendum, quod dare est ad aliquid habendum vel possidendum. Habere autem aliquid vel possidere est, quum aliquid est in facultate, habentis vel possidentis. Esse autem in facultate habentis et possidentis est esse praesto ad fruendum vel utendum. Perfecta autem possessio est, quum homo habet illud, quo possit uti et quo possit frui. Sed recte frui non est nisi Deo ....” Auf den Einwand, daß nur die geschaffene Gnade gegeben zu werden scheine, wenn es heiße, die göttlichen Personen würden uns geschenkt “secundum donum gratiae gratum facientis”, antwortet der heilige Thomas (I, q. 43, a. 3 ad I): “Per donum gratiae gratum facientis perficitur creatura rationalis ad hoc, quod libere non solum dono creato utatur, sed ut ipsa persona divina fruatur. Et ideo rnissio invisibilis fit secundum donum gratiae gratum facientis, et tamen ipsa persona divina datur.”

Wird fortgesetzt


26. Mai
Gefährliche Parallelgesellschaft?

Mein erster Beitrag im Tagespost-Blog MeinungsMacher. Zur dort erwähnten Benedikt-Option vergleiche den Text von Rod Dreher.


26. Mai
Gap Cologne

In Köln gibt es erstmals das Angebot eines katholisch geprägten Orientierungssemesters für frischgebackene Abiturienten mit einem Studium Generale, das seinen Schwerpunkt in Philosophie hat, ergänzt durch ausgewählte Themen aus den Disziplinen und Themenbereichen Katholische Theologie, Recht, Geschichte, Psychologie, Rhetorik, Politik, Wirtschaft und Literatur. Das Orientierungssemester beginnt am 8. Oktober 2018 und endet am 28. Februar 2019. Angeboten wird Gap.Cologne vom Kölner Lindenthal-Institut in Kooperation mit der Universität von Navarra. Am 1. und 2. Juni haben Interessenten die Möglichkeit, an einem Schnupperwochenende teilzunehmen.


25. Mai
Eine Chance für die Metaphysik

„Der Grundsatz ‚Gib einer Metaphysik eine ernsthafte und das heißt eine Chance über einen längeren Zeitraum, uns ihre welterschließende Kraft auch erfahren zu lassen‘ ist nicht dogmatisch, sondern letztlich klug und erfahrungsgesättigt.“

Der Philosoph Holm Tetens, ein ehemaliger Naturalist, der jetzt die Möglichkeit von Metaphysik verteidigt, in: Zur Erkenntnistheorie des religiöse Gottesglaubens, in: Information Philosophie 1/2018, S. 8-16, hier 14.


24. Mai
Sollen wir wirklich Kinder sein?

Die neueste Podcastfolge Kinder und Kritik: In ihr versuche ich zu erklären, was Jesus damit meint, wenn er uns die Einfalt der Kinder als Vorbild hinstellt, und wir meistens trotzdem nicht kritisch genug sind.


24. Mai
Jacques Bernard und die Rosen

Vor 100 Jahren, am 24. Mai 1918, wurde in Montréal, Kanada, Jacques Bernard geboren, der bereits am 16. Mai 1927 im Alter von nicht ganz neun Jahren wieder starb.
Bereits mit fünf Jahren empfing er zum ersten Mal die hl. Kommunion und zeigte ein tiefes Verständnis für die reale Gegenwart des Herrn in ihr und eine glühende Liebe zu Ihm. Er verehrte die kleine hl. Theresia von Lisieux und wollte ihr auf dem “kleinen Weg” zur Heiligkeit folgen. Er starb nach qualvoller Krankheit an einer Lungenentzündung.
Die hl. Theresia hatte zu ihren Lebzeiten versprochen, nach ihrem Tod Rosen regnen zu lassen. Über die letzten Tag Jacques’ lesen wir in dem Sammelband Gottes Kinder, Band 6 (hg. vom Freundeskreis Maria Goretti), über ihn: “In einer schrecklichen Nacht, in der das Fieber ihn verzehrte, sah man ihn plötzlich die Hände erheben. Seine Augenlider öffneten sich halb, seine Augen leuchteten auf, ein Lächeln kam auf seine Lippen und er rief: ‘Oh, die schönen Rosen, die sie mir bringt!’”


23. Mai
Freiheit und Unterwerfung

Von Jacques Philippe

Es bleibt eine unausgesprochene Frage von großer Bedeutung bestehen, welche alles durchzieht, was wir in diesem Buch gesagt haben: wie läßt sich die Freiheit des Menschen mit seiner Unterwerfung unter Gott in Einklang bringen? Wir haben häufig von der Notwendigkeit gesprochen, uns dem WillenGottes gegenüber gefügig zu zeigen und uns durch den Heiligen Geist führen zu lassen. Man könnte einwenden, daß der Mensch dann nichts anderes mehr wäre als eine Marionette in den Händen Gottes. Wo ist seine Verantwortung und seine Freiheit?

Diese Furcht ist unbegründet; sie ist sogar die gefährlichste Versuchung, durch die der Teufel versucht, den Menschen von Gott zu entfernen. Es muß aber im Gegenteil mit Nachdruck betont werden, daß der Mensch umso freier ist, je mehr er sich Gott unterwirft. Man kann sogar sagen, daß das einzige Mittel für den Menschen, seine Freiheit zu erlangen darin besteht, Gott gehorsam zu sein. Das ist schwierig zu verstehen, und es bleibt immer in etwa ein Geheimnis, aber wir wollen durch eine Reihe von Hinweisen zu erklären versuchen, warum es so ist.

1. Die Gefügigkeit gegenüber Gott macht aus dem Menschen keine Marionette. Sich durch die Gebote Gottes und die Einsprechungen des Heiligen Geistes leiten zu lassen, bedeutet nicht, sich automatisch, gleichsam “auf Knopfdruck” zu bewegen und selbst nichts mehr zu tun zu haben: Es ist hier vielmehr Raum für ein breites Spektrum von Freiheit, Verantwortung, Initiative usw.; aber dieses Spiel meiner Freiheit ist nicht chaotisch und nicht meinen oberflächlichen Antrieben unterworfen, es wird vielmehr von Gott so geleitet, wie es das Beste für mich ist. So kommt es zu einer Mitarbeit mit der göttlichen Gnade, zu einer Mitarbeit, die all meine menschlichen Fähigkeiten des Willens, des Verstandes, des Nachdenkens usw. nicht aufhebt, sondern sich ihrer bedient.

2. Gott ist unser Schöpfer, er ist es, der uns in jedem Augenblick als freie Wesen im Dasein erhält. Er ist die Ursache unserer Freiheit, und diese Freiheit bricht umso stärker hervor, je mehr wir uns in der Abhängigkeit von Gott befinden. Von einem Menschen abzuhängen, das kann eine Begrenzung sein, von Gott abzuhängen aber ist keine Begrenzung, denn es gibt keine Grenzen in Gott, welcher das unendlich Gute ist. Nur eine einzige Sache "verbietet" er uns, nämlich das, was uns daran hindert, frei zu sein und uns als Personen zu verwirklichen, die fähig sind, frei zu lieben und geliebt zu werden, und dabei ihr Glück zu finden in der Liebe. Die einzige Begrenzung, die Gott uns auferlegt, ist unsere Daseinsweise als Geschöpfe: Wir können nicht, ohne uns selbst unglücklich zu machen, aus unserem Leben etwas anderes machen als das, wozu wir geschaffen sind, nämlich die Liebe zu empfangen und zu geben.

3.Was ist es aber um die Freiheit? Nicht darin besteht sie, daß ich ungehemmt all meinen Launen folgen kann, sondern darin, das Beste, das Schönste und das Tiefste meiner selbst sich frei entfalten zu lassen, ohne von oberflächlicheren Dingen wie z.B. von Ängsten, egoistischen Anhänglichkeiten, Unaufrichtigkeit usw. erstickt zu werden. Wenn ich mich Gott unterwerfe, wird gerade diese Unterwerfung mich von der ganzen äußeren Schmutzschicht befreien, damit mein wahres Ich in Erscheinung treten kann.

Wenn ich mich dem Willen Gottes unterwerfe, wird dies ohne Zweifel in gewissen Bereichen meines Ichs auf Widerstand stoßen. Es ist jedoch gerade dieser negative Teil, der mich begrenzt und den ich nach und nach überwinden muß. Der Wille Gotte steht aber niemals in Widerspruch zu dem, was sich Gutes in mir findet: das Verlangen nach Wahrheit, Leben und Glück, nach der Fülle der Liebe usw. Die Unterwerfung unter Gott reinigt mein Inneres, erstickt aber niemals das, was das Beste in mir ist: nämlich die positiven Bestrebungen, von denen ich angetrieben werde; sie erweckt sie vielmehr, stärkt sie, leitet sie in die gute Richtung und befreit sie von den Hindernissen, die sich der Verwirklichung entgegenstellen.

4. Dies alles wird durch die Erfahrung bestätigt: Wer mit dem Herrn seinen Weg beschreitet und sich von ihm leiten läßt, wird ein immer stärkeres Bewußtsein der Freiheit erfahren, sein Herz fühlt sich nicht eingeengt, nicht erstickt, im Gegenteil, es weitet sich und vermag immer freier zu "atmen". Gott ist die unendliche Liebe, es gibt nichts Enges und Verkümmertes in ihm, sondern alles ist weit und frei. Die mit Gott vereinte Seele fühlt sich leicht und frei, sie spürt, daß sie nichts zu befürchten hat, daß sie von nichts unterdrückt wird, sondern daß ihr im Gegenteil alles unterworfen ist, weil alles ihr zum Guten dient, die angenehmen wie auch die unangenehmen Vorkommnisse, das Gute wie auch das Böse. Sie spürt, daß alles ihr gehört, da sie ein Kind Gottes ist, daß nichts sie begrenzen kann, da Gott ihr angehört. Durch nichts wird sie beherrscht, sie tut vielmehr immer das, was sie will, denn das, was sie will, ist die Liebe und zu lieben, das steht immer in ihrer Macht. Nichts vermag sie zu trennen von Gott, den sie liebt, sie weiß, daß sie auch dann glücklich wäre, wenn sie im Gefängnis schmachtete; denn keine Macht der Welt vermag ihr Gott zu entreißen.

5. Die wahre Lösung des Problems ist nicht philosophisch, sondern existentiell. Auf philosophischer Ebene könnten wir immer einen Widerspruch ausfindig machen zwischen unserer Freiheit und dem Willen Gottes. Alles hängt letzten Endes davon ab, wie wir selbst zu Gott stehen! Der Gegensatz zwischen unserer Freiheit und dem Willen Gottes löst sich vollkommen auf, wenn unsere Beziehung zu Gott eine Beziehung der Liebe wird, und eine andere Lösung gibt es nicht.

Diejenigen, die sich lieben, vereinigen ungezwungen und frei ihren beiderseitigen Willen, sie hängen voneinander ab, und je stärker ihre Gebundenheit und Abhängigkeit ist, um so glücklicher und freier sind sie. Der Heranwachsende fühlt sich unzufrieden, weil er von seinem Vater abhängt, denn diese Abhängigkeit empfindet er als etwas Bedrückendes, er würde lieber selbständig sein und von niemandem abhängen.

Das kleine Kind aber (und zu dem wir, dem Evangelium entsprechend, wieder werden sollen) leidet nicht darunter, in allen Dingen von seinen Eltern abzuhängen, im Gegenteil, denn dieses Band der Abhängigkeit ist gleichzeitig der Ort des Austausches der Liebe: denn da es alles von seinen Eltern erhält, ist es letzten Endes ihre Liebe, die es empfängt und entgegennimmt und auf die es antwortet, indem es auch liebt, und seine Ausdrucksform der Liebe ist die Freude des Empfangens und die Freude, das, was es empfängt, als Liebe zurückzugeben.

6. Dies besagt, daß die (scheinbaren) Widersprüche zwischen dem Willen Gottes und unserer Freiheit ihre Lösung finden, indem wir den Heiligen Geist um die Gnade bitten, Gott noch mehr zu lieben, und so löst das Problem sich ganz von selbst. Gott zu lieben, ist das Anspruchsvollste was es gibt (denn es erfordert eine vollständige Hingabe: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus allen deinen Kräften), gleichzeitig aber auch das, was den wenigsten Zwang ausübt: Gott zu lieben, ist nämlich kein Zwang, denn seine Herrlichkeit und Schönheit sind so groß, daß es ein unendliches Glück ist, ihn zu lieben, Gott ist das unendlich Gute, ihn zu lieben verengt das Herz nicht, sondern läßt es unendlich weit werden.

Wenn man sich aber von diesem Weg der Liebe entfernt, wenn die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen nichts weiter ist als eine Beziehung vom Schöpfer zum Geschöpf, vom Herrn zum Knecht usw., dann wird das Problem nicht zu lösen sein. Die Liebe allein ist es, die den Widerspruch aufheben kann, der zwischen den zwei Freiheiten besteht, und nur die Liebe ermöglicht es den beiden Freiheiten, sich frei zu vereinen.

Lieben, das heißt, frei seine Freiheit zu verlieren, aber dieser Verlust ist ein Gewinn, denn er gibt mir den anderen, und er gibt mich dem anderen. Gott lieben, das bedeutet, sich zu verlieren, um Gott zu finden und zu besitzen und letzten Endes sich selbst in IHM wiederzufinden. "Wer sein Leben retten will, wird es verlieren, wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es gewinnen" (Mt. 10, 39).

Der Text ist mit freundlicher Genehmigung des Verlags dem Buch von Jacques Philipp, In der Schule des Heiligen Geistes entnommen, Hauteville: Parvis-Verlag 1996. Es handelt sich um den dritten Anhang, S. 118-125.


22. Mai
Das Zitat

“Im Herzen Mariens baut der Vater das Reich Seiner Liebe auf; der einzige Sohn bereitet sich darin eine Wohnung; und der Heilige Geist, die Fülle der Liebe, hat darin seinen Tempel errichtet: Das Herz Mariens ist die Arche, in der sich die Geheimnisse Gottes verbergen.”

Heiliger Johannes Eudes


22. Mai
Maria Domenica Brun Barbantini

Vor 150 Jahren, am 22. Mai 1868, starb in Lucca im Alter von 79 Jahren die selige Maria Domenica Brun Barbantini. Sie gründete als Witwe die Kongregation der Dienerinnen der Armen des hl. Kamillus. Am 7. Mai 1995 wurde sie seliggesprochen.


21. Mai
Nur nicht ängstlich sein

Der Katholikentag vollzog eine mentale Generalprobe für eine Spaltung der Katholiken: Fragen nach Lehre und Tradition der Kirche wurden teilweise apodiktisch vom Tisch gewischt und mit Selbstgesprächen übertönt. Die Strategie, den kirchenpolitischen Gegner zu überfahren, war nicht frei von psychologischem Druck: Marginalisierung durch Diffamierung lautete die Losung. Es dürfe nicht ängstlich gefragt werden, was nicht gehe, ließ sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx vernehmen. Wer will schon als Zauderer und Blockierer dastehen?

Aus: Regina Einig, Generalprobe für eine Spaltung (über den Katholikentag, der vom 9. bis 13. Mai in Münster stattfand), in der Tagespost.


19. Mai
Jahresranking 2017: Die Top 100

Fünfter Teil: Die Plätze 1 bis 20

Wie letztes Jahr gebe ich die 100 auf kath-info meistgelesenen Seiten des vorangegangenen Jahres in mehreren Schritten bekannt. Dieses Jahr begann ich mit den letzten 20 der Top 100, heute sind die 100 vollständig. In der rechten Spalte ist zu sehen, um wie viele Plätze der jeweilige Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.

Platz Jahresranking 2017
Die Top 100 von 648 Seiten

Die Plätze 1-20

Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
3

In-Vitro-Fertilisation

+ 1
4

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

- 1
5

Bernward Deneke: Liebe, und dann tue was du willst

+/- 0
6

Beiträge zum Islam im Unterschied zum Christentum

+ 3
7

Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?

- 1
8

Die Priesterbruderschaft St. Petrus

+/- 0
9

Über Handkommunion

+ 1
10

Katholische Kirche und Nationalsozialismus;
Geschichtsfälschung um den Löwen von Münster

+ 3
11

Der Streit um das Konzil

+ 3
12

Nebenwirkungen und Risiken der Pille

- 5
13

Raimund Klesse: Der Todeswunsch aus psychiatrischer Sicht

+ 6
14

Robert Spaemann

+ 3
15

Georg May: Falschlehrer der Kirche

- 3
16

Albert Lang: Der Primat Petri

+ 4
16

Das Hör-Erleben des ungeborenen Kindes

+/- 0
18

Recktenwald: Tolkiens christliche Botschaft

+ 4
19

Die Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem

+ 10
20

Bernward Deneke: Priesterkleidung

+ 10

Zu den Plätzen 21 bis 100


18. Mai
Gegen die theologische Zerstörung

“Von verschiedenen Seiten her umkreist sein [Josef Piepers] Denken die Frage, wie es dem modernen Menschen gelingen kann, sich der zivilisatorischen Surrogate einer uneingestandenen Herzenstraurigkeit zu entledigen, die ihn daran hindern, so groß zu sein, wie er in den Augen Gottes wirklich ist: als dessen Geschöpf dazu befähigt, den Spuren der Wahrheit zu folgen, die im geschaffenen Sein der Wirklichkeit seine Vernunft bewegt und in der Menschwerdung Gottes seine Liebe weckt. Philosophische Muße hat seither ihre tiefste Wurzel im religiösen Kult. Beides bedarf der Reinerhaltung, damit der gläubige Mitvollzug der kultischen Gottesverehrung innerlich möglich bleibt. Wo ihm dieser Zusammenhang verdeckt oder gar zerstört zu werden schien, vor allem durch die nachkonziliare Parole der Entsakralisierung, konnte Pieper auch gegenüber befreundeten Theologen und verantwortlichen Bischöfen deutliche Worte finden.”

Berthold Wald in seinem Artikel Das Hohelied der Liebe. Relecture eines Werks, das der deutsche Philosoph Josef Pieper fast vier Jahrzehnte lang vorbereitet hat, in: Vatican-Magazin Mai 2018, S. 24-28. Bei dem genannten Werk Piepers handelt es sich um sein Buch Über die Liebe.

Von Prof. Dr. Berthold Wald ist auf kath-info der Artikel Theologie des »als ob«. Das Dilemma nichtrealistischer Selbstdeutungen des christlichen Glaubens erschienen.


17. Mai
Mit Maria den Heiligen Geist erwarten

Meine Predigt vom Sonntag nach Christi Himmelfahrt mit einem Versuch zur Geschlechtertheologie: Maria ist das vollkommenste Geschöpf. Das vollkommenste Geschöpf konnte nur eine Frau sein. Aber als Gott Mensch wurde, wurde er ein Mann. Warum ist das so?


17. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Das schöne Zitat Regina Einigs über den Rosenkranz als Symbol für einen widerstandsfähigen Glauben findet sich beim Rosenkranzzeugnis Kerstin Müller-Siegesmunds. Die lichtvolle Bemerkung Kardinal Woelkis zum Reformationsjahr ist auf der einschlägigen Themenseite zu finden, wenn man ganz nach unten scrollt, ebenso die Bemerkung Matusseks. Das interessante Zeugnis Walter Schweidlers über seinen philosophischen Lehrer habe ich auf der Spaemann-Seite untergebracht, wie auch das Zitat Jens Biskys über die wirklichkeitserschließende Kraft konservativen Denkens
.


16. Mai
Vinzenz Pallotti

Vor 200 Jahren, am 16. Mai 1818, wurde in der römischen Lateranbasilika der hl. Vinzenz Pallotti (1795-1850) von Erzbischof Candidus Maria Frattini zum Priester geweiht.


16. Mai
Florida Cevoli

Vor 25 Jahren, am 16. Mai 1993, wurde die aus Pisa stammende Klarissin Florida Cevoli (1685- 1767) seliggesprochen. Sie war 40 Jahre lang Priorin des Klosters in Città di Castello (Region Umbrien, Provinz Perugia) als Nachfolgerin der hl. Veronica Giuliani (1660-1720), die schon ihre Novizenmeisterin gewesen war. “Sie gestand einmal: Sobald sie auch nur von Gott und seiner Liebe sprechen hörte, war es ihr manchmal, wie wenn in ihr Herz wie von einer Druckerpresse Bilder oder Figuren eingepresst würden. Tatsächlich fand man bei der medizinischen Untersuchung ihres Körpers nach ihrem Tod Vernarbungen, in denen der Name Marie und ein Kreuz mit drei Nägeln dargestellt war” (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 4, S. 89).
Gleichzeitig mit ihr wurden auch Maria Louise Trichet (1684-1759), Colomba Gabriel (1858-1926) und Maurice Tornay (1910-1949) seliggesprochen. Der Schweizer Maurice Tornay trat bei den Augustiner-Chorherren am Großen St. Bernhard ein und kam 1936 als Missionar nach Hanoi, 1945 nach Tibet. Die Hauptstadt Tibets, Lhasa, ist der Sitz des Dalai-Lama. Die Lamas waren dem Christentum gegenüber äußerst feindselig eingestellt und schreckten auch vor Mordtaten nicht zurück. So wurde auch Tornay am 11. August 1949 umgebracht.


16. Mai
Maria Gaetana Agnesi

Vor 300 Jahren, am 16. Mai 1718, wurde in Mailand die hochbegabte Mathematikerin Maria Gaetana Agnesi geboren. Mit neun Jahren beherrschte sie schon aktiv das Latein, mit elf Jahren bereits sieben Sprachen, so dass die Poliglotta ambulante genannt wurde. Mit 21 Jahren wollte sie ins Kloster eintreten, aber sie gehorchte ihrem Vater, der sich dem Eintritt widersetzte. Stattdessen widmete sie sich mit solchem Erfolg der Mathematik und den Wissenschaften (wozu z.B. die Veröffentlichung der zweibändigen Instituzioni analitiche, Grundlagen der Analysis gehört, die auch ins Französische und Englische übersetzt wurden), dass Papst Benedikt XIV. sie 1748 zur Professorin der Universität Bologna ernannte. Sie trat diese Stelle aber nie an. Als sie 34 Jahre alt war, starb ihr Vater. Nun hatte sie freie Bahn, sich ganz den Werken der Nächstenliebe zu widmen. Sie studierte Katholische Theologie, trat in den Orden der italienischen Annunciaten oder blauen Schwestern ein und kümmerte sich vor allem um Obdachlose und alte Frauen. Sie starb am 4. August 1799.


15. Mai
Maria im Heilsplan Gottes

Was hat Maria mit Abraham zu tun? Die 18. Folge meines Podcasts.


15. Mai
Bernhard von Corleone

Vor 250 Jahren, am 15. Mai 1768, wurde Bernhard von Corleone OFMCap (1605-1667), genannt “der beste Haudegen Siziliens”, seliggesprochen. In seiner Jugend schlug er, von seinem hitzigen Temperament übermannt, in einem Duell seinem Gegner den Arm ab. Aus Bedürfnis nach Buße trat er mit 27 Jahren in den Orden der Kapuziner ein. Hier führte er ein Leben strengster Buße, lebte nur von Brot und Wasser und verbrachte oft ganze Nächte im Gebet vor dem Tabernakel. Im Sterben rief er aus: “Paradies! Paradies! Paradies! Oh, gesegnet sind die Übungen, selig die Nächte! Gesegnet sind die Bußen, die Opfer! Oh, der Segen des Fastens und die Übungen des Gehorsams! Wie großartig ist der Segen des Ordenslebens, wenn es gut gelebt wird!” Dann starb er mit den Worten: “Lasst uns gehen, lasst uns gehen!”


13. Mai
Über die Raumfahrt des Herzens

Meine Predigt von Christi Himmelfahrt


13. Mai
Bernardin Gantin

Vor zehn Jahren, am 13. Mai 2008, starb in Paris im Alter von 86 Jahren der aus Benin stammende Bernardin Kardinal Gantin. Er war der erste farbige Erzbischof und der erste farbige Kurienkardinal: 1960 ernannte ihn Johannes XXIII. zum Erzbischof von Cotonou, 1977 Paul VI. zum Kardinal. Von 1984 bis 2002 war er Präfekt der Kongregation für die Bischöfe


12. Mai
Unsere Schwäche im Guten

Eine Predigt zum morgigen Sonntag


12. Mai
Irena Sendler

Vor zehn Jahren, am 12. Mai 2008, starb in Warschau im Alter von 98 Jahren Irena Sendler. Sie hatte unter Lebensgefahr 2500 jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto gerettet. Von den Nazis verhaftet, gab sie selbst unter Folter die Namen der geretteten Kinder nicht preis. 1965 wurde die Katholikin von Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt. Schon ihr Vater hatte als Arzt und gläubiger Katholik unter Armut leidende Menschen, darunter auch Juden, kostenlos behandelt.


12. Mai
Anastasia Guadalupe García Zavala

Vor fünf Jahren, am 12. Mai 2013, wurde die mexikanische Ordensfrau Anastasia Guadalupe García Zavala (1878-1963) heiliggesprochen. Sie gründete 1901 die Kongregation der Dienerinnen der hl. Margareta Maria und der Armen (SSMMP).


11. Mai
Das Zitat

“Die tägliche geistliche Lesung ist eines der Hauptmittel, um im Guten zu verharren und darin Fortschritte zu machen. Du kannst nicht jeden Tag die Worte Deines Seelenführers hören, der Dich zum Guten anspornt; aber in einem guten Buch hast Du einen Freund, der täglich zu Dir spricht, der Dich täglich ermuntert, in Trübsal Dich tröstet, in Zweifeln Dir rät, Dich fortwährend belehrt.”

Hl. Alfons Maria von Liguori


10. Mai
Sich von der Welt rein bewahren?

Meine Predigt vom letzten Sonntag.


10. Mai
Wo die Neuevangelisierung beginnt

„Neuevangelisierung beginnt hier: am eucharistischen Herzen Gottes. In der Stille spricht er zu den Menschen, gibt Antworten auf unsere vielen Fragen und Anliegen. Gestärkt durch seine Gnade, die aus dem heiligen Messopfer und der Anbetung fließen, können wir hinaus zu den Menschen gehen, um auch ihnen zu verkünden, dass der Herr Jesus Christus Worte ewigen Lebens hat“, so Pater Fuisting.

Aus dem Tagespost-Artikel Neues Leben im alten Ritus, in dem Annalia Machuy die Niederlassung der Petrusbruderschaft in Saarlouis vorstellt.


8. Mai
Catherine Simon de Longpré

Vor 350 Jahren, am 8. Mai 1668, starb in Quebec im Alter von 36 Jahren die aus Frankreich stammende Augustinerin Catherine Simon de Longpré. Ihr Ordensname war Marie-Catherine vom hl. Augustinus. Am 23. April 1989 wurde sie seliggesprochen. Ihr Seelenführer war der große Kanadamissionar Paul Ragueneau SJ, den wir hier auf kath-info schon vorgestellt haben.


8. Mai
Wilhelm Chaminade

Vor 100 Jahren, am 8. Mai 1918, wurde der Seligsprechungsprozess des großen Marienverehrers Wilhelm Chaminade (1761-1850) eingeleitet. Zum Abschluss kam er schließlich mit der Seligsprechung am 3. September 2000.


7. Mai
Von Gott erkannt werden

Meine Predigt zum Sonntag vom Guten Hirten.


7. Mai
Prinz Kaspian

Vor zehn Jahren, am 7. Mai 2008, fand in New York die Weltpremiere des Kinofilms Prinz Kaspian von Narnia statt, des zweiten Teils der Verfilmung der Chroniken von Narnia des christlichen Autors C.S. Lewis.

Meine Infoseite über C. S. Lewis


6. Mai
Das Zitat

“Ja, so ist unsere himmlische Mutter immer, Tag und Nacht, für unser ewiges Heil besorgt, niemals vermag es eine menschliche Zunge auszusprechen. Oh, diese wunderbare Mutter! Wie hat sie doch durch und durch die volle Sanftmut, Güte und Liebe ihres allerheiligsten Sohnes nachgeahmt! So kann Maria gar nicht anders, als sich immer voll Liebe und Erbarmen zu uns herab zu neigen, so arm und sündhaft wir auch sind. - Lebt noch ein Fünkchen guten Willens und Vertrauens in einer noch so schwer belasteten Seele: So eile sie doch hin unter den Schutzmantel Mariens, in Mariens Mutterarme! Oh ja, sie wird bekehrt, sie wird gekräftigt, gereinigt und gerettet werden.”

Hl. Maria Bernarda Bütler


4. Mai
Maria Rosa Flesch

Vor zehn Jahren, am 4. Mai 2008, wurde in Trier Maria Rosa Flesch FBMVA (1826-1906) seliggesprochen. Sie gründete die Waldbreitbacher Franziskanerinnen, die 1863 vom Trierer Bischof approbiert wurden. Den Ruf zur Gründung dieser Kongregation hatte Margaretha - wie sie mit bürgerlichem Namen hieß - 1844 auf der Heilig-Rock-Wallfahrt zu Trier empfangen.


4. Mai
Notre-Dame-du-Laus

Vor zehn Jahren, am 4. Mai 2008, wurden die Erscheinungen von Notre-Dame-du-Laus aus dem Jahre 1664 von Bischof Jean-Michel di Falco von Gap und Embrun offiziell als übernatürlich anerkannt.


3. Mai
Agatha Phutta

Vor 100 Jahren, am 3. Mai 1918, wurde in Thailand im Alter von etwa 37 Jahren die selige Agatha Phutta getauft und gefirmt. Sie erlitt am 26. Dezember 1940 mit fünf weiteren Frauen das Martyrium und wurde zu Tode gemartert. Am 22. Oktober 1989 wurde sie seliggesprochen.


30. April
Brannte nicht unser Herz?

Mit vier Wochen Verspätung habe ich meine Osterpredigt veröffentlicht.


30. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Episode über den rettenden Rosenkranz, die P. Bernhard Gerstle erzählt, und die neueste Statistik über die Petrusbruderschaft findet sich jeweils auf der einschlägigen Seite. Meine Aufklärung über Aufklärer Entzauberung der Werte? wurde auf einer eigenen Seite untergebracht.


29. April
Sünde, Gerechtigkeit, Gericht

Predigt zum heutigen 4. Sonntag nach Ostern.


16. März
Neu im Personenregister:
Gerard Manley Hopkins, Konrad I.

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