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* * *

11. Dezember
Die Rückkehr des Königs

Auf credo-online, dem Online-Magazin der Diözese Augsburg, ist heute mein Artikel über die Rückkehr des Königs erschienen.


11. Dezember
Théophile Dontenwill

Vore 50 Jahren, am 11. Dezember 1967, starb in Marseille im Alter von 88 Jahren der aus dem Elsass stammende Missionar Théophile Dontenwill MSC. 1905 zum Priester geweiht, kam er bereits im darauffolgenden Jahr nach British New Guinea, wo er 27 Jahre lang missionarisch tätig war. Dann kehrte er aus Gesundheitsgründen nach Frankreich zurück.


11. Dezember
Dominikus Iturrate Zubero

Vor 100 Jahren, am 11. Dezember 1917, trat der aus dem Baskenland stammende Dominikus Iturrate Zubero (1901-1927) in Bien-Aparecida, Diözese Santander, in den Trinitarierorden ein. Am 30. Oktober 1983 wurde er seliggesprochen. In seiner Ansprache zur Seligsprechung erinnerte Papst Johannes Paul II. an die Haltung, mit der der Selige das hl. Messopfer darbrachte: “Als Priester hatte er eine klare Vorstellung von seiner Identität als ‘Vermittler zwischen Gott und den Menschen’ und als ‘Vertreter des Ewigen Hohenpriesters Jesus Christus’. Das ließ ihn jede Eucharistiefeier als einen Akt des Selbstopfers verbunden mit dem allerhöchsten Opfer Jesu Christi zugunsten der Menschen erleben.”


10. Dezember
Gesprächsfähigkeit steigerndes Sündenregister

Eine Rezension von Benedikt Poetsch

In seinem jüngst im Lepanto-Verlag erschienenen Buch „Von Ablasshandel bis Zölibat. Das ‚Sündenregister‘ der Katholischen Kirche“ unternimmt der Philosoph und Publizist Josef Bordat den Versuch, „sachlich und unaufgeregt“ (7) die katholischen Positionen zu einigen im öffentlichen Diskurs immer wieder in kritischer Weise thematisierten Kirchen- und Glaubensfragen darzulegen und zu plausibilisieren. Nachdem es immer wieder einmal verschiedenartig formatierte Versuche gibt, katholische Positionen in einer auch für nicht-katholische Zeitgenossen überzeugenden Weise darzustellen, stellt sich die Frage, was diesen Versuch auszeichnet und was ihn gegebenenfalls lesenswert macht. Dieser Frage nachzugehen lohnt sich, weil das Buch m. E. tatsächlich einige Vorzüge aufweist, die es lesenswert machen.

Grundanlage des Buches

Die Grundanlage des ganzen Buches entspricht dem, was das Titelbild andeutet: Durch eine geöffnete Tür fällt Licht in einen dunklen Raum. Der Autor macht keinen Hehl daraus, dass er den Glauben, von dem er es unternimmt zu reden, als etwas Positives, als ein Licht versteht, dass er also „mit der Feder eines gläubigen Christen katholischer Prägung und Überzeugung“ (10) schreibt. In diesem Sinne möchte er eine Tür zum Glauben öffnen. Das Buch kann dabei sowohl für Gläubige als auch für Nicht-Gläubige interessant sein: Die Lerneffekte können auf beiden Seiten die Gesprächsfähigkeit und auch die Freude am Gespräch über Glauben und Kirche steigern. Für den Gläubigen wird es vielleicht gar nicht so sehr um eine Aufrüstung seines argumentativen Waffenarsenals gehen als vielmehr darum, seine Kirche und seinen Glauben besser kennenzulernen, um dann auch fundiert mit Menschen außerhalb seiner „Bubble“ darüber sprechen zu können. Der Nicht-Gläubige wird merken, dass er in seinen kritischen Anfragen und Einwänden ernstgenommen wird, weil er hier klaren Positionen begegnet, die unter Berücksichtigung kirchen- und glaubenskritischer Argumente formuliert und plausibilisiert werden.

Wie geht der Verfasser dabei vor? Er thematisiert in alphabetischer Reihenfolge Themen, die mit Glaube und Kirche zu tun haben und in der Öffentlichkeit immer wieder für eine negative Sicht auf diese beiden Größen sorgen. Diese Themen werden dann in kleinen, jeweils ca. sieben Seiten langen, essayförmigen Texten aus katholischer Perspektive betrachtet. Bordat geht es in seinem Buch nicht darum, alle kritischen Anfragen von vornherein ins Leere laufen zu lassen und die Kirche in einer interessegeleiteten Vorentschiedenheit von allen Vorwürfen freizusprechen. Was dieses Buch vielmehr ganz besonders auszeichnet, ist sein persönlicher Gesprächscharakter. Das hat sicher auch damit zu tun, dass Bordat sich als erfahrener Blogger (vgl. 12) einen diskursiven Stil angeeignet hat, der von langjähriger Auseinandersetzung mit Kirchen- und Glaubensfragen im Gespräch mit Nicht-Katholiken zeugt. Ein beispielhafter Beleg für diesen unbefangen persönlichen Stil findet sich am Beginn des Kapitels über den Schöpfungsglauben, wo es heißt: „Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube – ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe dazwischen keinen Widerspruch […]“ (207). Die argumentative Auseinandersetzung mit der Sache folgt dann.

Der Leser hat also das Gefühl, dass es dem Verfasser wirklich darum geht, mit ihm in ein Gespräch einzutreten. Dieser Linie entsprechend ist der Ausgangspunkt jedes Kapitels eine kirchen- oder glaubenskritische Aussage, wie sie die meisten Katholiken (so oder so ähnlich) schon einmal vorgehalten bekommen und die meisten kirchen- und glaubenskritischen Menschen schon einmal (so oder so ähnlich) gedacht oder geäußert haben, zum Beispiel: „Wer selber denkt, braucht keine Dogmen!“ (30). Das Schöne am Stil dieses Buches ist nun, dass Bordat diesen Aussagen nicht ein kritik-immunes, hermetisches Die-Kirche-hat-aber-doch-Recht entgegensetzt, sondern sein zu Beginn gegebenes Versprechen hält, „sachlich und unaufgeregt“ über die Sachfragen zu sprechen und, im Blick auf kirchengeschichtliche Fragen (z. B. Inquisition, Hexenverfolgung etc.) nicht hysterisch, sondern historisch (vgl. 11) vorzugehen. So enthält das Buch auch kritische Töne, es wird keine Geschichtsklitterung oder Schönfärberei betrieben, sondern differenziert geurteilt. Ein gutes Beispiel dafür ist das Fazit des Kapitels über die Sklaverei: „Ohne die Institution Kirche als politisch wirksamer Machtfaktor, als weltliche Repräsentation der Christenheit wäre die Menschenrechtsidee möglicherweise früher und flächendeckender umgesetzt worden, ohne Christentum hingegen wäre sie mit Sicherheit gar nicht erst entstanden.“ (61).

Zweiter Teil folgt

Josef Bordat, Von Ablasshandel bis Zölibat. Das ‚Sündenregister‘ der Katholischen Kirche, Lepanto-Verlag 2017, 296 Seiten


9. Dezember
Neu im Personenregister:
Hansjürgen Verweyen, Brendan


9. Dezember
Jerusalem

Vor 100 Jahren, am 9. Dezember 1917, ging in Jerusalem die Jahrhunderte alte osmanische Herrschaft zu Ende. Am 19. November 1917 hatte die Schlacht um Jerusalem zwischen den britischen Truppen auf der einen und den türkischen und deutschen Truppen auf der anderen Seite begonnen. Nachdem die britischen Truppen immer weiter vorrücken konnten, kapitulierte am 9. Dezember Jerusalem, und General Edmund Allenby, der Oberbefehlshaber der britischen Truppen, konnte am 11. Dezember in Jerusalem einziehen. Aus Ehrfurcht vor der religiösen Bedeutung Jerusalems tat er es zu Fuß.


8. Dezember
Cornelius a Lapide

Vor 450 Jahren, am 8. Dezember 1567, wurde in Bocholt bei Lüttich der Exeget Cornelius a Lapide SJ geboren. Er lehrte ab 1596 in Löwen, ab 1616 in Rom. “Zu allen Büchern der Hl. Schrift (außer Psalmen und Job) verfasste er breit angelegte Kommentare, die weniger durch genaue Darlegung des Literalsinns als durch reiche Ausführung des Moralsinns im Anschluss an die Kirchenväter und älteren Kommentatoren hervorragen und eine ergiebige Fundgrube für Prediger sind” (LThK, 1. Auflage). Er starb am 12. März 1637 in Rom.


8. Dezember
Marienweihe

Vor fünf Jahren, am 8. Dezember 2012, weihte Bischof Andrew Francis von Multan seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Multan liegt im pakistanischen Punjab, wo Christen immer wieder Drangsalen durch die islamische Mehrheit ausgesetzt sind. Bischof Francis war ein unermüdlicher Vorkämpfer der Aussöhnung zwischen Christen und Muslimen. Er starb am 6. Juni 2017.


8. Dezember
Marienweihe

Vor zehn Jahren, am 8. Dezember 2007, weihte der Erzbischof von Québec, Marc Kardinal Ouellet, seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Seit dem 30. Juni 2010 ist er Präfekt der Bischofskongregation. Auf die Frage, wie ein katholischer Bischof sein muss, antwortete er 2011: "Im Kontext unserer säkularisierten Gesellschaften brauchen wir Bischöfe, die die ersten Evangelisatoren einer Diözese sind und nicht bloße Verwalter derselben. Die also imstande sind, das Evangelium zu verkünden."


7. Dezember
Albert Krantz

Vor 500 Jahren, am 7. Dezember 1517, starb in Hamburg im Alter von etwa 72 Jahren der hansische Staatsmann und Geschichtsschreiben Albert Krantz. Er wurde 1492 Kanonikus am Dom zu Hamburg, 1500 ständiger Syndikus von Hamburg, 1508 Domdekan. Er stellte bei Kirchenvisitationen viele Missbräuche ab. “Er besorgte die Neuausgabe des Hamburger Missale und sammelte auf seinen weiten Reisen unermüdlich Quellenmaterial zur nordischen Kirchengeschichte (...) Vor Luther warnte er bei dessen erstem Auftreten” (LThK, 1. Auflage).


6. Dezember
Lehrer der Weisheit

“Ob Wolfgang Stegmüller, Dieter Henrich, Werner Beierwaltes, Robert Spaemann, Reinhard Lauth oder manch anderer: sie verkörperten [in München in den 80er Jahren] die Einheit des Philosophierens in ihrer Person und ließen einem die Sache offen, wo man sie selber finden würde [...] Ich schüttle heute den Kopf, wenn ich an die Schätze denke, die da vor mir lagen und tausend Jahre Grabung wert gewesen wären, und ich bin doch heilfroh, um meines eigenen Weges willen in keine der Schluchten für immer hinabgestiegen zu sein. Die letzte Einheit der Philosophie, der ‘Lehrer der Weisheit in Lehre und Beispiel’, ist für mich Robert Spaemann gewesen, aber ich habe mein halbes Leben gebraucht, um in den Bann seiner Einsichten zu geraten und etwas davon an junge Lernende weiterzugeben.”

Walter Schweidler in Information Philosophie 3/2017, S. 38 in seiner Antwort auf die Frage “Wie beurteilen Sie persönlich die Entwicklung der Philosophie hinsichtlich ihrer Einheit?”. Schweidler ist Professor der Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.


6. Dezvember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (26, 27, 28)

An 26. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen drei Seiten: der Artikel von Michaela Koller über Osttimor, die Biographien über Caesar Baronius, Guerricus von Igny, Pietro Sforza Pallavicino und Franz Stadlin und die Seite über den Katholikentag in Mannheim.


3. Dezember
Engelbert Sterckx

Vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1867, starb in Mecheln im Alter von 75 Jahren Erzbischof Engelbert Sterckx von Mecheln.


2. Dezember
Tapfer und Treu

Von Petra Kehl

Joseph Spillmann, Schweizer Jesuit und Schriftsteller, verfasste neben einer glänzend recherchierten „Geschichte der Katholikenverfolgung in England“ und zahlreichen Erzählungen für die katholische Jugend mehrere umfangreiche historische Romane.

Als eines seiner gelungensten erzählerischen Werke kann der Roman „Tapfer und Treu“ gelten. Angeregt durch ein altes Buch, das er beim Großvater fand, beschäftigte sich schon im Kindesalter seine Fantasie mit den Ereignissen der Französischen Revolution und dem Schicksal der Schweizer, die in der Garde des französischen Königs dienten und bei seiner Verteidigung ihr Leben ließen. Etwa 50 Jahre später hatte Spillmann dann Gelegenheit, bei einem Besuch in Paris die Schauplätze des Geschehens selbst in Augenschein zu nehmen. Bereits bei dieser Gelegenheit kam ihm der Gedanke, die Geschehnisse in einem Roman zu verarbeiten. Doch erst als er in seiner Schweizer Heimat die Bildnisse einiger jener Männer sah, die in die dramatischen Kämpfe verwickelt gewesen waren, machte er sich tatsächlich ans Werk.

Das Ergebnis ist ein historischer Roman, den man mit Fug und Recht an die Seite der Romane Sir Walter Scotts stellen kann, der Spillmanns großes Vorbild war. Der Schweizer Schriftsteller schildert darin nicht nur spannend und anschaulich die Ereignisse, er zeichnet auch lebendig und überzeugend die handelnden Personen, ob nun historische Persönlichkeiten, wie König, Königin und vor allem seine Schweizer Landsleute Rudolf von Reding und Baron Bachmann, oder seinen fiktiven Helden, den jungen Damian Muos. Mit Letzterem ist Spillmann ebenso ein großer Wurf gelungen wie mit der ebenfalls fiktiven Gestalt der Martha Valdouleur, die im besten Sinne das „starke Weib“ des Alten Testaments verkörpert.

Nicht weniger gelungen ist die Art und Weise, wie der Jesuit seine katholische Sicht und Wertung der Französischen Revolution unaufdringlich und niemals schulmeisternd in die Schilderung einfließen lässt. Damian, der nach Paris zieht, um als Offizier der Schweizergarde sein Glück zu machen, schwärmt, wie so viele junge Leute seiner Zeit, für die neuen Ideen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Dadurch eckt er gerade beim Großrichter Keyser an, dem Vater seiner Verena, deren Hand Damian zu erringen hofft, sobald er „Amt und Brot“ erlangt hat. Keyser lehnt die neuen Ideen schroff ab. Eine eher vermittelnde Haltung nimmt der Kapuzinerpater Secundus, der neue Gardekaplan ein. Auch er ist gegen die neuen Ideen, erläutert aber Damian geduldig und voller Verständnis für die Jugend und ihren Hang zu Neuerungen, weshalb die neuen Ideen mit dem katholischen Glauben unvereinbar sind und welche Gefahren sie in sich schließen. Dabei verschließt Pater Secundus keineswegs die Augen vor den Missständen des Ancien Régime, im Gegenteil, er benennt sie klar und deutlich.

Auf diese Weise wird der jugendliche Leser (und nicht nur dieser!) belehrt und gleichzeitig unterhalten. Mit dem jungen Helden Damian durchlebt er atemberaubende Abenteuer. Der junge Schweizer erlebt den Sturm auf die Bastille, entgeht beim Kampf um die Tuilerien nur knapp dem Tod, wird in die Fluchtversuche der königlichen Familie verwickelt und kann schließlich die Ermordung seines besten Freundes während der Septembermorde nicht verhindern. Durch all dies reift Damian charakterlich, seine Überzeugungen erfahren eine Wandlung, sein Glaube vertieft sich, er wird ernster. Er begreift, worum es den Revolutionären wirklich geht, und steht schließlich wieder auf dem Boden der wahren Werte. Daran hat nicht zuletzt sein Glaube Anteil und der Gedanke an sein „Mütterchen“, das in der Heimat für ihn betet.

„Tapfer und Treu“ ist ein Roman, den man gerade Jugendlichen in die Hand geben sollte, da heute im Geschichtsunterricht die Französische Revolution unkritisch stets als Beginn der glorreichen Moderne dargestellt und ihre Schattenseiten übergangen werden.

Joseph Spillmann: Tapfer und Treu, broschiert, 357 Seiten

Petra Kehl: Wer will da nicht Prinzessin werden?


1. Dezember
Das Zitat

Wir müssen die Moslems annehmen, für sie zuverlässige Freunde werden, an die man sich wendet, auf die man zählt, wenn einen Zweifel befallen oder man in sonstigen Nöten steckt; über Zuneigung, Klugheit und Gerechtigkeit kommt man voran. Erst, wenn man diesen Punkt erreicht hat, kann man daran gehen, etwas für ihr Seelenheil zu tun.

Seliger Charles de Foucauld

Charles de Foucauld über den Glauben


1. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer eigenen Seite wurde der Artikel von Richard Niedermeier Türkenkriege und Volksfrömmigkeit untergebracht. Die Notiz über den Herder-Verlag, der sich auf dem Weg in eine transhumanistische Zukunft bewegt, befindet sich auf der einschlägigen Themenseite über die Kirchenkrise, entsprechend auch die Kritik Stefan Rehders an der Haltung des Berliner Diözesanrats gegenüber den Lebensrechtlern.


30. November
Spe salvi

Vor zehn Jahren, am 30. November 2007, veröffentlichte Papst Benedikt XVI. seine Enzyklika Spe salvi über die Hoffnung.


30. November
Eingeschliffene Selbsttäuschung

Wenig Identifikationsfläche für ernsthafte Gottsucher bietet auch die eingeschliffene Selbsttäuschung, die von betont politisch agierenden Verbänden wie dem BDKJ ausgeht. Das Missverhältnis von Selbst- und Außenwahrnehmung tritt bei den in Glaubensfragen oft überfordert wirkenden BDKJ-Mitgliedern besonders krass zutage. Mangelnde Selbstkritik und die Vorstellung, die kirchliche Hierarchie befände sich im Zustand immerwährender Bringschuld, bestimmen den Duktus vieler Wortmeldungen.

Regina Einig in der Tagespost vom 28. November 2017


29. November
Podcast: Amoris laetitia, ein Paradigmenwechsel?


29. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (24, 25)

An 24. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von P. Franz Prosinger über die zentrale Bedeutung der Liturgie in Lumen fidei und die Biographien über Franz Xaver Nies, Nicolas Fiva und Michal Boym.


28. November
AL auf dem moraltheologischen Schlachtfeld

“Thomas von Aquin behauptet unmissverständlich, dass kein menschliches Handeln von moralischer Bedeutung moralisch richtig sein kann, wenn das gewählte Objekt nicht dem moralischen Gesetz entspricht. Johannes Paul II. erklärte: „Einige Sünden sind aufgrund ihrer Materie an sich schon schwerwiegend und tödlich, d. h. es gibt Handlungen, die an sich und in sich, unabhängig von den Umständen, aufgrund ihres Gegenstands schwerwiegend falsch sind“ (Reconciliatio et Paenitenia, Abs. 17). Die bewusste Entscheidung, Unschuldige zu töten, ist immer falsch, unabhängig von der Situation oder den Umständen. Diese Überzeugung, die der von vielen liberalen Moraltheologen favorisierten proportionalistischen Ethik völlig fremd ist, wurde in Veritatis Splendor nachdrücklich bekräftigt, aber von dieser Argumentationslinie ist in Amoris Laetitia keine Spur zu finden. Stattdessen gibt es Andeutungen, dass es Ausnahmen von Normen geben müsse, die auf den konkreten Lebensumständen einer Person beruhen, denn es sei “kleinlich, nur bei der Erwägung stehen zu bleiben, ob das Handeln einer Person einem Gesetz oder einer allgemeinen Norm entspricht oder nicht” (Absatz 304). Papst Franziskus und seine Unterstützer behaupten, dass sie dem hl. Thomas treu sind, wenn sie behaupten, „je mehr wir uns den Details zuwenden, desto häufiger begegnen wir der Ungewissheit“ (304). Aber für Thomas von Aquin könnte eine solche moralische Zweideutigkeit entstehen, wenn affirmative Normen auf dem Spiel stehen. Amoris Laetitia ignoriert völlig die essentielle thomistische Unterscheidung zwischen affirmativen Regeln (wie z.B. „man muss geliehene Dinge zurückgeben“), die immer, aber nicht in jeder Situation gelten, und bestimmten negativen Regeln („begehe keinen Ehebruch“), die ausnahmslos gültig sind.”

Aus dem Artikel von Richard A. Spinello The Morality of Amoris Laetitia Is Not Thomistic, der am 14. November 2017 auf Crisis Magazine erschienen ist, in deutscher Übersetzung auf dem Blog des Scholastikers.

Vergleiche zur Frage der ausnahmslosen Geltung bestimmter negativer Normen die Aussagen von Papst Johannes Paul II.: "Die Existenz besonderer Normen für das innerweltliche Handeln des Menschen, die von so verpflichtender Kraft sind, daß sie immer und überall die Möglichkeit von Ausnahmen ausschließen, ist eine ständige Lehre der Überlieferung und des Lehramtes der Kirche gewesen, die von einem katholischen Theologen nicht in Zweifel gezogen werden darf."


27. November
Vianneys Kampf gegen die religiöse Unwissenheit

Von Francis Trochu

Vierter Teil

Er predigte fast ständig in einer etwas erhöhten Stimmlage. Vortrag und Geste waren natürlich. “Warum schreien Sie denn so laut?”, fragte ihn Fräulein von Ars, besorgt, er könnte sich auf der Kanzel überanstrengen. “Schonen Sie sich doch ein bisschen mehr!” - “Herr Pfarrer”, stellte ihn eine andere Person zur Rede, “warum sprechen Sie so leise, wenn Sie beten, und so laut, wenn Sie predigen?” - “Wenn ich predige”, erwiderte er treuherzig, “rede ich eben zu tauben Ohren und zu schläfrigen Leuten; wenn ich aber bete, spreche ich zum lieben Gott, der ja nicht taub ist.”

Es verwundert nicht, dass bei einer derartigen Überanstrengung sein Gedächtnis manchmal aussetzte. “Auf der Kanzel”, sagt der Lehrer Johannes Pertinand, “verlor er manchmal den Faden und musste noch vor dem Schluss herabsteigen.” Eine solche Beschämung vor seinen Pfarrkindern, die er vielleicht gerade scharf zurechtgewiesen hatte, brach seinen Mut nicht, steigerte vielmehr seinen heiligen Eifer. Am folgenden Sonntag erschien Vianney wieder auf der Kanzel.

Diesmal hatte er aus Sorge, sein Misserfolg könnte seinen seelsorgerischen Einfluss schädigen und seine priesterliche -Autorität herabsetzen, selber viel gebetet und andere beten lassen. Und diesmal zeigte sich sein Gedächtnis nicht so untreu, ja er fand sogar den Mut, einige Worte aus dem Stegreif einzufügen.

Was predigte “dieser Stümper in der Kunst der Rhetorik” eigentlich seinen Pfarrkindern? Ihre Pflichten. Sein Wort richtete sich einzig an die ihm anvertrauten Seelen, mit Klarheit, ohne Umschweife, ohne gewundene Schmeicheleien. Manche seiner Sätze klingen sehr hart. Aber der Prediger schlägt, vor allem in den ersten Jahren, scharf drauf, damit der Nagel eindringt. Dabei ist seine Stimme oft von Milde, Weichheit, Innigkeit durchzittert. Er, der Apostel, ist eben nicht bloß Menschenbekehrer, er ist auch Hirte, Vater. Er weiß es: Drunten sitzen Menschen, deren Herzen er ermuntern und deren Willen er emporreißen muss.

Wilhelm Villier, der bei Vianneys Amtsantritt neunzehn Jahre zählte, berichtet: “Oft sagte er uns Worte wie folgende: ‹Oh, ihr meine lieben Pfarrkinder, wir wollen uns bestreben, ins Paradies zu kommen! Dort werden wir Gott schauen. Wie werden wir glücklich sein! Wenn die Pfarrei gut wird, gehen wir alle wie in Prozession hinauf, und euer Pfarrer wird an eurer Spitze marschieren.›”

Ein andermal lauteten seine Worte: “In den Himmel müssen wir kommen! Welch ein Schmerz, wenn einige von euch auf der anderen Seite stünden!” Gern wiederholte er den Gedanken: Das Heil ist leicht zu wirken für Leute vom Land, die so bequem bei ihrer Arbeit beten können. Für die Burschen und Mädchen von Ars, die ihren Übermut aufgaben und entschlossen den Weg christlicher Reinheit gingen, hatte er Worte des Lobes, die an das Feinste der Seele rührten.

Bei denen, die noch in die Kirche kamen – die Abtrünnigen sollten später an die Reihe kommen – verlangte er vor allem ehrfürchtiges Benehmen, die Haltung des Christen, der sich bewusst ist, dem Heiligsten unserer Geheimnisse beizuwohnen. Bei den meisten muss er leider eine faule Bequemlichkeit feststellen, Geflüster, breites, lautes Gähnen aus Langeweile, was nur zu klar auf ihren inneren Überdruss schließen lässt. Die Nachzügler lassen die Tür dröhnend ins Schloss fallen. Die Übereiligen verlassen die Kirche mitten in der heiligen Handlung. Die Jungen “gaffen von der Decke zum Boden, von einer Ecke der Kirche in die andere ... lassen ihre Blicke umherschweifen, um diese Schönheit und jenen Aufputz zu mustern”. Die Kinder führen sich nicht besser auf. “Schaut das Lachen, seht die Zeichen, die sich diese kleinen Nichtsnutze geben, all die kleinen Dummköpfe.”

Diese Seelen sind nichts anderes als harte Felsen; und es braucht starke Schläge, um sie dem Wort zu öffnen. Vianney greift ihre Redewendungen auf, übernimmt ihre Redensarten und hält ihnen in ihrer eigenen Sprache den Mangel an echtem, lebendigem Glauben vor, manchmal in so scharfen Ausdrücken, dass man sie nur aus der Glut seines heiligen Eifers heraus verstehen und entschuldigen kann. Auch auf die Gefahr hin, manche Leute öffentlich bloßzustellen, trifft er sie wo nötig “ohne Schonung”, ohne Umschweife, ohne Rücksicht. Seine Vorhaltungen sind “lebhaft, gehen direkt auf die Person los”. “Weise sie scharf zurecht, damit sie im Glauben gesunden”, schreibt der hl. Paulus an seinen Schüler Titus. Zu Beginn seines Wirkens nahm der Pfarrer von Ars dieses Wort buchstäblich. Und zuweilen brach auch ein Rest seines beißenden, spöttischen Temperamentes durch, das die Tugend noch nicht überwunden und zur Vollkommenheit milder Sanftmut durchsonnt hatte. Auch hatte seine Erfahrung noch nicht die volle Reife erlangt. So blieb er, der gegen sich selber streng bis zum Heroismus war, ein wenig allzu unnachsichtig gegen andere. Es hatte allerdings auch seine Zeit auf ihn abgefärbt. Der Baum des Jansenismus war gefällt worden, aber im Grund waren seine Wurzeln noch nicht ganz tot. Die katholischen Kanzeln im Umkreis von Ars hatten zwar nicht die Gnade, einen Heiligen zu tragen, warfen aber ganz ähnliche Worte unter das gläubige Volk.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen

Weitere Beiträge über den hl. Pfarrer von Ars


20. November
Ist Klarheit kasuistisch?

Als Blaise Pascal in seinem Kampf gegen die Jesuiten denselben Kasuistik vorwarf, meinte er damit (ob zu Recht oder Unrecht, spielt jetzt keine Rolle) deren Geschicklichkeit, in klaren moralischen Normen durch spitzfindige Unterscheidungen irgendwelche Schlupflöcher zu finden, um diese Normen im Einzelfall zu umgehen.
Heute erleben wir das merkwürdige Gegenteil: Gerade jenen, die in der Kontroverse um Amoris laetitia an der Klarheit der Normen, wie sie der hl. Johannes Paul II. von neuem immer wieder einschärfte, festhalten wollen, wird nun der Vorwurf der Kasuistik von jenen gemacht, die diese Normen durch Unterscheidungen, deren Kriterien weitgehend im Unklaren bleiben, aufweichen wollen.


20. November
Alfred Pampalon

Vor 150 Jahren, am 24. November 1867, wurde in Notre-Dame-de-Lévis bei Quebec Alfred Pampalon geboren. 1886 trat er in Belgien bei den Redemptoristen ein. 1892 zum Priester geweiht, musste er drei Jahre später wegen Schwindsucht nach Kanada zurückkehren. Er “erbaute bis zum Ende alle durch Frömmigkeit, Geduld und andere Tugenden” (LThK, 1. Auflage). Am 30. September 1896 starb er in Sainte-Anne-de-Beaupré, genau ein Jahr vor der hl. Theresia von Lisieux. Beim letzten Atemzug richtete er seine Augen lächelnd zum Himmel empor, als sähe er dort jemanden. 1907 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet, 1991 wurde von Rom sein heroischer Tugendgrad festgestellt. Er gilt als besonderer Helfer von Alkohol- und Drogenabhängigen, wie viele Gebetserhörungen bezeugen.


20. November
Paolo Casati

Vor 400 Jahren, am 23. Novembre 1617, wurde in Piacenza der Mathematiker Paolo Casati SJ geboren. Er veröffentlichte mathematische, astronomische und theologische Werke. Ein Mondkrater ist nach ihm benannt. Die Königin Christina von Schweden begleitete er spirituell auf ihrem Weg zur Konversion. Am 22. Dezember 1707 starb er in Parma.


19. November
Andreas Hofer

Vor 250 Jahren, am 22. November 1767, wurde der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer geboren.


19. November
Mateo Correa

Vor 25 Jahren, am 22. November 1992, wurde Mateo Correa (1866-1927) seliggesprochen. Er starb durch Kopfschuss als Märtyrer des Beichtgeheimnisses in der mexikanischen Katholikenverfolgung. Er wurde von General Ortiz erschossen, nachdem dieser ihm die Erlaubnis gegeben hatte, die Beichten der Cristeros entgegenzunehmen, und dann vergeblich versucht hatte, ihn zum Bruch des Beichtgeheimnisses zu verleiten. Er war der Priester, der dem hl. Miguel Pro (1891-1927) die Erstkommunion spendete. Am 21. Mai 2000 wurde er heiliggesprochen.


19. November
Anne de Xainctonge

Vor 450 Jahren, am 21. November 1567, wurde in Dijon Anne de Xainctonge geboren. 1606 gründete sie in Dôle die Gesellschaft der hl. Ursula, ein Erziehungsinstitut im Geiste des hl. Ignatius von Loyola. Sie starb in Dôle am 8. Juni 1621. 1972 wurde ihr Seligsprechungsprozess eingeleitet.


19. November
Max Baumann

Vor 100 Jahren, am 20. November 1917, wurde im oberfränkischen Kronach der Komponist Max Baumann geboren. Von 1946 bis 1978 lehrte er in Berlin. 1953 konvertierte er nach der Begegnung mit dem Berliner Domkapellmeister Karl Forster zur katholischen Kirche und schrieb u.a. Auftragswerke für den Chor der St. Hedwigskathedrale. Am 17. Juli 1999 starb er in Berlin.


18. November
Maria Eufrasia Iaconis

Vor 150 Jahren, am 18. November 1867, wurde in Casino, Kalabrien, Maria Eufrasia Iaconis geboren. 1886 trat sie in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern, Töchter der Unbefleckten Empfängnis ein, die ihre Tante neun Jahre zuvor gegründet hatte. 1893 wurde sie nach Argentinien geschickt, um dort eine Niederlassung zu gründen. Daraus wurde 1904 die Gemeinschaft der Töchter der Unbefleckten Empfängnis von Buenos Aires. In Buenos Aires starb Sr. Maria Eufrasia am 2. August 1916. 2001 wurde ihr Seligsprechungsprozess eröffnet.
1913 war die selige Maria Pierina De Micheli (1890-1945), die große Verehrerin des heiligsten Antlitzes Jesu, in Mailand in die Kongregation eingetreten, nachdem sie dort die Gründerin persönlich kennengelernt hatte.


17. November
Die KNA und Kardinal Sarah

Die KNA kritisiert in einer Meldung vom 14. November, dass Robert Kardinal Sarah einer Bitte von Papst Franziskus nicht nachgekommen sei. Der Papst forderte, seine Antwort auf Sarahs Interpretation des päpstlichen Erlasses “Magnum Principium” (zur Kompetenz der Bischofskonferenzen in Sachen Übersetzung liturgischer Texte) in jenen Medien zu veröffentlichen, die auch des Kardinals Schreiben gebracht hätten.
Dass die deutschen Bischöfe nun schon seit 11 Jahren der päpstlichen Anweisung zur korrekten Übersetzung der Wandlungsworte nicht nachkommen und die päpstliche Bitte, die Gläubigen durch Katechesen darauf vorzubereiten, nicht erfüllen, war KNA dagegen niemals eine Meldung wert. Stattdessen beginnt sie die vermeintliche Skandalmeldung über Kardinal Sarah mit der falschen Behauptung: “Das gab es noch nicht.”
Man merkt die Absicht, und ist verstimmt...

Weitere Meldungen zur KNA


16. November
Adolf Reinach

Vor 100 Jahren, am 16. November 1917, starb im Alter von nicht einmal 34 Jahren der Phänomenologe und geniale Philosoph Adolf Reinach. Er war zusammen mit Moritz Geiger und Alexander Pfänder Gründer des von Husserl herausgegebenen Jahrbuchs der Philosophie und phänomenologischen Forschung und lehrte in Göttingen. Dietrich von Hildebrand nannte ihn seinen eigentlichen Lehrer in der Philosophie. Die hl. Edith Stein sagte über ihn nach ihrer ersten Begegnung 1912 in Göttingen: “Es war mir, als sei mir noch nie ein Mensch mit einer so reinen Herzensgüte entgegengekommen.” Über sein Seminar: “Die Stunden in dem schönen Arbeitszimmer waren die glücklichsten in meiner ganzen Göttinger Zeit.” Ein Jahr vor seinem Tod ließ sich Reinach taufen. Er fiel im Ersten Weltkrieg in Belgien. Die Begegnung mit seiner Witwe nach dem Tod Reinachs und die Entdeckung, wie standhaft sie dieses Kreuz im christlichen Geiste trug, war für Edith Stein, die bis dahin Atheistin war, ein entscheidender Schritt auf ihrem Weg zum Glauben.


15. November
Das Zitat

Es gibt nur zwei Arten von Menschen, die man vernünftig nennen kann: die, die Gott von ganzem Herzen lieben, weil sie ihn kennen, und die, die ihn von ganzem Herzen suchen, weil sie ihn nicht kennen.

Blaise Pascal


15. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Das schöne Zitat Paul Baddes über die Bedeutung des Rosenkranzes in der gegenwärtigen Glaubenskrise findet sich bei dem Artikel Durch den Rosenkranz gerettet, das Zitat über den Wertrelativismus auf der Spaemann-Seite und mein Soundcloud-Essay über das verlorene Schaf bei meinem Artikel über die Barmherzigkeit.


14. November
Der Heilige der Landstraße

Von Alfred Betschart

Vierter Teil

Und wie war erst der Kommunionempfang des Heiligen! Darüber berichtet sein Biograph L. Aubineau: “Wer kann die Gefühle, wer den Jubel des Seligen, im Augenblick der sakramentalen Vereinigung mit seinem Gott, jemals schildern? Wenn der bloße Anblick des Tabernakels, wo das eucharistische Opfer verschlossen ruht, seine Seele von sich selbst und von allem Irdischen losriss, was war dann für ihn der Augenblick, wo Gott zu ihm kam, um seine dürstenden Lippen zu berühren, niederzusteigen in sein Herz, das einzig nach dem Brote des Himmels hungerte. Das Gefühl seiner Unwürdigkeit ging dann unter in seraphischen Gluten seines Verlangens. Der Selige brachte an den heiligen Tisch eine solche Glut, ein so sichtbares Verlangen, so zärtliche Anmutungen, dass man fast glaubte, sagte ein anderer Zeuge, er werde sich aufschwingen, um das eucharistische Brot desto eher zu empfangen. Sein Gesicht war überströmt von Tränen; in seinem Äußeren, in allen seinen Gesichtszügen lag etwas Leuchtendes und Strahlendes, was rührte, entzückte und tröstete. Man hatte niemals etwas Ähnliches erblickt. Die frommen Seelen, welche Zeugen dieser wunderbaren Erscheinungen waren, baten Gott um ein wenig von dieser Inbrunst; die Priester, welche die heilige Hostie auf diese Lippen legten, fühlten sich bewegt, zur Andacht hingerissen.
Als einer von ihnen eines Tages diesen schmutzigen und zerlumpten Bettler an der Kommunionbank erblickte, fürchtete er, es sei ein Mangel an Ehrfurcht gegen Gott, in solchem Anzug hinzutreten; kaum aber hatte er einen Blick auf das Gesicht des Kommunikanten geworfen, als er sich in die Gegenwart eines Seraphs versetzt glaubte und alles andere vergaß, in der Bewunderung solcher Inbrunst...
Der liebe Gott bezeugte selbst, dass er diesen Bettler an sich zog, der so beharrlich war, seine göttliche Gegenwart zu betrachten, und dabei so voll Furcht vor seiner schrecklichen Majestät. Das göttliche Wohlgefallen, das den Bettler innerlich erleuchtete und verklärte, gefiel sich zuweilen, den Augen der Menschen den Glanz und die Strahlen des Lichtes zu zeigen, womit es ihn überströmte.”

Das erklärt auch die Intensität, mit der der Heilige gebetet hat, so “dass ihn Kirchenbesucher am Abend noch in der gleichen Stellung fanden, in der sie ihn am Morgen gesehen hatten, mit gefalteten Händen, seinen Blick auf den Tabernakel geheftet. Unbeweglich verharrte er in seiner knienden Stellung, und wenn bei der abendlichen Dämmerung die Kirchen geschlossen wurden, dann schien es nach den Ausdrücken eines Berichtes, als würde er einem Meer von Wonnen entrissen, um in die Flut der menschlichen Kümmernisse zurückgestoßen zu werden” (W. Nigg). Benedikt Labre bekam an den Knien Wunden und starke Geschwülste, “die wie kleine Brotlaibchen aussahen”. Doch achtete er der entsetzlichen Schmerzen nicht.

Ein Geheimnis seines Betens war die beständige Betrachtung des Leidens Christi. Dies erinnert an den hl. Bruder Klaus von Flüe, der den Frieden seiner Seele bei den heftigen Widerwärtigkeiten, die ihm der Satan bereitete, aus der Betrachtung des Leidens Christi gewann. L. Aubineau schreibt über Benedikt Labre: “Das lebendige Gefühl des Leidens Christi war bleibend bei dem Seligen. Dasselbe war der Gegenstand fast aller seiner Betrachtungen; es war das Ziel und die Kraft seiner Gebete, und seine Beschauungen knüpften sich immer daran. Durch die Beschauung des bitteren Leidens, sagen seine Beichtväter, drang er ein in die tiefsten Geheimnisse Gottes, und er schaute die Herrlichkeit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Als demütiges und gehorsames Kind der Kirche, folgte er übrigens allen Gedanken, welche sie der Andacht der Gläubigen darbietet. Er hütete sich sorgfältig, sein Gebet von den Verdiensten und Absichten dieser Braut Jesu Christi zu trennen. Er folgte andächtig an ihrer Hand, dem Kreis der Gedächtnistage und Feste, welche sie im Laufe des Jahres begeht. Aber an all diese Feste schloss sich für ihn durch ein Gefühl der Liebe und des Dankes, auf eine oder andere Weise, immer das bittere Leiden. Er ließ keinen Tag vorübergehen, ohne die heiligen Wunden des Erlösers zu besuchen, sich darin zu verbergen und eine Zuflucht darin zu suchen. Er sah in der Krippe den zarten Körper des göttlichen Kindes ausgestreckt auf dem Kreuze, blutüberströmt, mit Dornen gekrönt, mit Lanze und Nägeln durchbohrt und betete Ihn an.”

Als ein Priester ihn einmal prüfte, gab er - die anfangs zitierte - Antwort: “Wenn ich die Dornenkrönung betrachte, fühle ich mich erhoben zur Dreifaltigkeit Gottes.” Der Priester entgegnete ihm in hochmütigem Tone: “Was verstehst du, ein ungebildeter Mensch, von diesem Geheimnis?" Darauf gab Benedikt die wundervolle Antwort: “lch verstehe nichts davon, aber ich bin hingerissen.”

Im religiösen Leben ist nie das verstandesmäßige Wissen entscheidend, sondern allein die Ergriffenheit, das Glühen, die vollkommene Hingabe an Gott. Gerade weil Benedikt alles verstandesmäßige Durchforschen des Religiösen weit hinter sich gelassen hatte, stand der Heilige “ganz in Gott vertieft und in den Abgrund des eigenen Nichts versunken da; mit seiner glühenden Hingerissenheit zum sakramentalen Jesus sicher manchen Priester beschämend, der seine Messe mechanisch und ohne inneren Schauer las”, schreibt der Protestant Walter Nigg.

Wird fortgesetzt.

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13. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (22, 23)

An 22. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von P. Sven Conrad über Die Schönheit des Planes Gottes. Gedanken zum Deutschlandbesuch Papst Benedikts XVI. und mein Artikel Peter Bürgers verräterische Papstkritik.


13. November
Matthias Eberhard

Vor 150 Jahren, am 13. November 1867, wurde Matthias Eberhard (1815-1876) als Bischof von Trier inthronisiert. 1874 kam der standhafte Bischof für neun Monate ins Gefängnis. Es war die Zeit des Kulturkampfes, in der ein Georg Friedrich Dasbach den Paulinus und andere Zeitungen gründete, nicht, um die Kirche auf Zeitgeistkurs zu bringen, sondern die Katholiken in ihrem widerständigen Glauben zu stärken.


12. November
Leere Konformität statt wahrer Freiheit

14. Das falsche Europa brüstet sich mit einem nie gekannten Einsatz für die menschliche „Freiheit“. Diese Freiheit aber ist sehr einseitig. Sie gibt sich selbst als Befreiung von allen Einschränkungen aus: sexuelle Freiheit, Freiheit zur Selbstverwirklichung, Freiheit, „man selbst“ zu sein. Die Generation der Achtundsechziger sieht diese Freiheiten als Siege gegen ein einstmals allmächtiges und repressives kulturelles Regime. Sie stilisieren sich als die großen Befreier und behaupten, ihre Übertretungen seien anzuerkennen als vornehme moralische Errungenschaften, für welche ihnen die ganze Welt dankbar sein sollte.
15. Für die jüngere Generation von Europäern stellt sich die Realität dagegen weit weniger glanzvoll dar. Der liberale Hedonismus führt oftmals zu Langeweile und einem Gefühl der Sinnlosigkeit. Der Bund der Ehe ist geschwächt. In der aufgewühlten See der sexuellen Freiheit werden die Wünsche junger Menschen, zu heiraten und Familien zu gründen, oftmals enttäuscht. Eine Freiheit, die unsere innigsten Herzenswünsche frustriert, wird zu einem Fluch. Unsere Gesellschaften scheinen sich aufzulösen in Individualismus, Isolation und Ziellosigkeit. Anstelle wahrer Freiheit sind wir zur leeren Konformität einer konsum- und mediengesteuerten Kultur verurteilt. Es ist unsere Pflicht, die Wahrheit auszusprechen: Die Generation der Achtundsechziger hat zerstört, aber nicht aufgebaut. Sie hat ein Vakuum geschaffen, das nunmehr mit sozialen Medien, Billigtourismus und Pornographie angefüllt wird.

Aus der Pariser Erklärung Ein Europa, wo(ran) wir glauben können vom 7. Oktober 2017, unterschrieben von zehn Intellektuellen aus acht Ländern: Philippe Bénéton, Rémi Brague, Chantal Delsol, Roman Joch, Lánczi András, Ryszard Legutko, Roger Scruton, Robert Spaemann, Bart Jan Spruyt und Matthias Storme.


11. November
Predigt zum morgigen Sonntag


11. November
Bruna Pellesi

Vor 100 Jahren, am 11. November 1917, wurde in Morano, Diözese Reggio Emilia, die selige Bruna Pellesi geboren. 1940 trat sie in Rimini bei den Franziskanischen Missionarinnen Christi ein, wo die den Namen Maria Rosa von Jesus FMdC erhielt. Hier und im Kloster Ferrara, wohin sie 1945 versetzt wurde, wirkte sie als Lehrerin. Im September 1945 aber begann ihr Leidenweg, als sie an Lungentuberkulose erkrankte. Sie wurde ein Pflegefall und ertrug mit heroischer Geduld und Kreuzesliebe ihre heftigen Schmerzen bis ans Lebensende, den 1. Dezember 1972. Am 29. April 2007 wurde sie seliggesprochen.


11. November
Alfonsa Anna Muttathupadathu

Vor 100 Jahren, am 11. November 1917, empfing die hl. Alfonsa Anna Muttathupadathu (1910-1946) zum ersten Mal die heilige Kommunion. Dieses Glück konnte sie nicht für sich behalten: “Wisst ihr, warum ich heute so glücklich bin? Ich trage Jesus in meinem Herzen”, lautete ihr Bekenntnis gegenüber ihren Freundinnen. Sie wurde am 12. Oktober 2008 als erste Inderin heiliggesprochen.


10. November
Das Zitat

Wir müssen die Freundschaft Jesu finden, den Herzschlag Gottes in der Schrift finden und erkennen. Damit wir auch dann, wenn er uns gürtet und führt, wohin wir nicht wollen, ihn immer noch erkennen als den Freund, immer noch Gottes Herz erkennen und wissen, dass er uns auch da, wo er uns hart anpackt, in die Liebe, in das Heil, in die Freiheit hineinführt.

Joseph Ratzinger


10. November
Das Gnadengeschenk unserer Zeit

Episode Nr. 10 meines Podcasts ist eher spirituell als philosophisch, aber hoffentlich dennoch interessant.


9. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (20, 21)

An 20. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von Eduard Kamenicky Unterwegs zu Gott und die Seite über Josef Diaz Sanjurjo, Vincent Yen, Organtino Gnecchi-Soldi und die Mission auf Ceylon.


9. November
Jesuiten

Vor 250 Jahren, im November 1767, wurden die Jesuiten aus dem Königreich Neapel, dem Herzogtum Parma und aus Malta, dem Ordensstaat der Malteser, vertrieben. Schon im April 1767 war dasselbe in Spanien geschehen. In Frankreich waren sie schon 1764 verboten worden, in Portugal und Brasilien 1759. 1773 folgte dann die Aufhebung des Ordens durch Papst Clemens XIV.
1758 hatte die letzte Generalkongregation vor der Auflösung getagt. Hubert Becher schreibt darüber: “Düstere Schatten lagen über der Versammlung. Sie empfahl das geistliche Leben, das mehr wert sei als alle Gelehrsamkeit. Wie in Todesahnung schrieb die Versammlung: ‘Und wenn es Gott, dessen Ratschlüsse wir anbeten, gefällt, dass wir durch Unglück geprüft werden, dann wird er diejenigen, die Ihm anhängen und innig mit Ihm verbunden sind, nicht verlassen. Solange wir zu Ihm mit reinem Sinn und aufrichtigem Herzen fliehen können, wird uns nichts fehlen. Glanz und Ruf eines Ordens hängen nicht von der Trefflichkeit seiner Gesetze ab, sondern von einem tugendhaften Leben, und kein Geschehen und kein Unglück kann dies verdunkeln’” (Hubert Becher, Die Jesuiten. Gestalt und Geschichte des Ordens, München 1951, S. 283).

Ein Beispiel für das tragische Schicksal der Jesuiten: Gabriel Malagrida


8. November
Anna Eugenia Picco

Vor 150 Jahren, am 8. November 1867, wurde in Crescenzago bei Mailand die selige Anna Eugenia Picco PPFF geboren. Mit 20 Jahren riss sie von zu Hause aus und trat in Parma in die von Augustinus Chieppi gegründete Kongregation der Kleinen Töchter von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä ein, wo sie als Erzieherin tätig war. Ihr Motto war “Leiden, Schweigen, Lieben”. 1911 wurde sie zur Generaloberin gewählt. Während des Ersten Weltkriegs verzehrte sie sich im Dienst an den Armen und Notleidenden. Am 7. September 1921 starb sie in Parma und wurde am 7. Oktober 2001 seliggesprochen.


8. November
Francisco Kardinal Jiménez de Cisneros

Vor 500 Jahren, am 8. November 1517, starb in Roa, Provinz Burgos, im Alter von 81 Jahren Francisco Kardinal Jiménez de Cisneros OFM. Seit 1492 Beichtvater und Berater der Königin Isabella von Kastilien, wurde er 1495 widerstrebend, doch im Gehorsam gegen Papst Alexander VI. Erzbischof von Toledo und damit Primas von Spanien, ohne seine einfache Lebensweise als Ordensmann aufzugeben. 1507 zum Großinquisitor für Kastilien und León ernannt, entfaltete er “eine weitgreifende, meist glückliche Wirksamkeit auf kirchlichem und weltlichem Gebiet. Er reformierte trotz Widerständen den Welt- und Ordensklerus und begünstigte einen maßvollen, kirchlich gerichteten Humanismus und eine christliche Renaissance” (LTthK, 1. Auflage). 1499 gründete er die Universität Alcalá, wo später Jerónimo Nadal studieren und der berühmte Melchior Cano lehren sollte.


7. November
Vincenzo Grossi

Vor 100 Jahren, am 7. November 1917, starb in Vicobellignano im Alter von 72 Jahren der hl. Vincenzo Grossi. 1869 zum Priester geweiht, übertrug ihm sein Bischof “nacheinander zwei besonders schwierige Pfarreien. Grossi gründete das Institut der Töchter des Oratoriums als Pfarrhelferinnen, besonders für die Jugend” (LThK, 2. Auflage). 1975 wurde er selig-, am 18. Oktober 2015 heiliggesprochen.


7. November
Antonio Baldinucci

Vor 300 Jahren, am 7. November 1717, starb in Poli am Fuße der Sabinerberger im Alter von 52 Jahren der selige Antonio Baldinucci SJ. Er wirkte in Mittelitalien als Volksmissionar mit “wunderbarem Erfolge. Dieser beruhte auf seinem ganz ungewöhnlichen Beispiel der Buße und auf der Massenwirkung volkstümlicher Veranstaltungen. Ein Marienbild war sein steter Begleiter” (LThK, 1. Auflage). 1893 wurde er seliggesprochen.


6. November
Symbolik
oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

133. Folge

Sollte auch diese nähere Erklärung die Natur des protestantischen Glaubens noch nicht in ein recht helles Licht setzen, so dürfte dies zuverlässig gewonnen werden, wenn wir mit jener Vergleichung bekannt machen, die Calvin bei einer gewissen Gelegenheit zu demselben Zwecke gebraucht. Osiander, Prediger in Nürnberg, später in Königsberg, einer der berühmtesten Anhänger Luthers im Beginne der Reformation, hatte sich erlaubt, eine besondere Rechtfertigungstheorie aufzustellen, die, wenn wir seine dunkle Redeweise und das ihm selbst Unklare gehörig erläutern, ganz die katholische war, was ihm auch oft genug vorgeworfen wurde. Er lehrte unter anderem, die rechtfertigende Kraft liege nicht im Glauben an sich, sondern inwiefern er Christum wesenhaft aufnehme, d. h. nach katholischer Ausdrucksweise, in wiefern er den Menschen durch wirkliche Mitteilung der Gerechtigkeit Christi in eine reelle Gemeinschaft mit diesem versetze. Hierauf entgegnet Calvin, allerdings nehme auch er an, daß der Glaube keineswegs durch seine innere Kraft rechtfertige, denn da er immer schwach und unvollkommerı sei, so würde er auch nur eine mangelhafte Rechtfertigung bewirken.

wird fortgesetzt

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5. November
Ein Geschenk des Himmels

Bald beginnt die Adventszeit: ein Anlass, an das schöne, bebilderte Büchlein von P. Martin Ramm Ein Geschenk des Himmels zu erinnern, durch welches Kinder in das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit eingeführt werden.
Bestellen Sie es bei der Petrusbruderschaft: für sich selbst, für Ihre Kinder, Großkinder, Nichten, Neffen, für die Kinderarbeit in der Pfarrei, in der Schule, in Kindergruppen, zum Weiterverschenken. Ein Beitrag zur Neuevangelisierung, die bei den Kindern beginnt.


5. November
Monatsranking Oktober 2017

Wie üblich der Ausschnitt aus dem monatlichen Ranking. Zu ergänzen wäre dieses Mal, dass es unter den Top 10 einen bemerkenswerten Aufsteiger gibt: Die Rezension über Vergib mir, Natascha ist von 40 auf Platz 6 gestiegen. Das hängt wohl mit meiner Predigt vom vorletzten Sonntag zusammen.

Platz Monatsranking Oktober 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 640 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
3

Bernward Deneke: Liebe, und dann tue was du willst

+/- 0
10

Raimund Klesse: Der Todeswunsch aus psychiatrischer Sicht

- 1
20

Zur Hirntoddebatte

+ 23
30

Spaemann: Rationalität und Gottesglaube

+ 7
40

Über Christ in der Gegenwart

+ 41
50

Recktenwald: Das verlorene Schaf

- 17
60

Über Amoris laetitia

- 38
100

Recktenwald: Maria im Heilsplan Gottes

- 10

Zum Ranking der Vormonate


4. November
Das Zitat

Die heilige Eucharistie ist der größte Trost für die lieben Armen Seelen; sie ist das mächtigste Mittel, ihnen Linderung und Erlösung zu bringen.

Ehrw. Lukas Etlin


4. November
Pakistan

Vor drei Jahren, am 4. November 2014, wurde in Pakistan das christliche Ehepaar Shahzad Masih und Shama Bibi in einem Ziegelofen verbrannt. Ein muslimischer Mob hatte die beiden, die in einer Ziegelei arbeiteten, beschuldigt, Koranseiten verbrannt zu haben. Voll Wut ging er auf sie los, brach der schwangeren Shama und ihrem Mann beide Beine, verprügelte sie und warf sie in den Ziegelofen. Das Paar hinterließ drei oder vier Kinder. Am 23. November wurden fünf der Täter von einem Gericht in Lahore zum Tode verurteilt.


3. November
Leon Bloy

Vor 100 Jahren, am 3. November 1917, starb in Bourg-la-Reine bei Paris im Alter von 71 Jahren der Schriftsteller, Pamphletist, Bettler, Marienverehrer und “Pilger des Absoluten” (Selbstbezeichnung) Leon Bloy. Einen Text von ihm gibt es auf kath-info.
“Man muss beten. Alles Übrige ist eitel. Man muss beten, um die Schrecken dieser Welt aushalten zu können. Man muss beten, um die Kraft zu erlangen, warten zu können. Es gibt keine Verzweiflung, keine traurige Bitterkeit für den Menschen, der viel betet” (Leon Bloy).


3. November
Pearl Mary Teresa Craigie

Vor 150 Jahren, am 3. November 1867, wurde in Boston, Massachusetts, die Schriftstellerin Pearl Mary Teresa Craigie geboren, besser bekannt unter ihrem Pseudonym John Oliver Hobbes. Sie ging im Februar 1887 mit Reginald Walpole Craigie eine unglückliche Ehe ein und wurde 1892 katholisch. Am 13. August 1906 starb sie in London. Als ihr reifstes Werk gilt The School for Saints (1897) und die Fortsetzung Robert Orange (1900).


2. November
Neueste Statistik zur Priesterbruderschaft St. Petrus

Mit Stand von gestern, den 1. November 2017, zählt die Priesterbruderschaft St. Petrus weltweit 437 Mitglieder, davon 287 Priester, 21 Diakone und 129 Seminaristen. Sie hat 125 Niederlassungen, davon sind 85 kanonisch errichtet. Sie ist tätig in 129 Diözesen, davon 23 im deutschsprachigen Distrikt. An 239 Orten feiert sie die hl. Messe, davon 69 im deutschsprachigen Distrikt. Sie betreut 40 Personalpfarreien, die sich wie folgt aufteilen: 31 in den USA, 3 in Kanada und jeweils eine in der Schweiz, in Nigeria, in Rom, in Australien, in Mexiko und in den Niederlanden.


2. November
Niels Stensen

Vor 350 Jahren, am 2. November 1667, konvertierte in Florenz der aus Kopenhagen stammende selige Niels Stensen (1638-1686) vom Luthertum zur katholischen Kirche. Auslöser war ein Erleuchtungserlebnis am Fronleichnamstag in Livorno, am 9. Juni. Er, der nüchterne Naturwissenschaftler und Begründer der Kristallographie, wurde Zeuge einer Fronleichnamsprozession und der innigen Verehrung des Allerheiligsten, die sich in dem festlichen Prunk und dem Blumenschmuck ausdrückte. Als er sah, wie die Katholiken überall dort, wo der Priester mit der Monstranz vorbeiging, auf die Knie fielen, um den Herrn im Allerheiligsten anzubeten, sagte er sich: „Entweder ist diese Hostie nur ein einfaches Stück Brot, und seine Verehrer sind Toren. Oder hier ist der wahre Leib Christi, und weshalb erweise auch ich ihm nicht die Ehre?“ Diese Frage ließ ihn nicht mehr los: Er studierte intensiv die katholische Lehre und ließ sich von ihr überzeugen.


1. November
Predigt zu Allerheiligen


1. November
Ist sie katholisch geworden?

Überhaupt wird doch heute in der protestantischen Kirche nichts so energisch propagiert wie die Werkgerechtigkeit: Tut Gutes, rettet die Flüchtlinge und das Weltklima, besonders aber kümmert euch um die Frauen und ihre Quoten, im Altarraum und in den Aufsichtsräten.

Matthias Matussek in seinem Luther-Artikel im Focus vom 15. Oktober 2016


1. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (15 bis 19)

An 15. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen fünf Seiten: die Seite über Francesco Borghero; die Sinnthesen von Mommertz; die Biographie über P. August Benninghaus SJ; die Seite über Krankheit; die Seite über Johannes von Paris Quidort, Anton Berlage und Jean-Marie-Robert de Lamennais.


31. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer eigenen Seite wurde der Artikel über Anton de Waal und zwei seiner Bücher untergebracht. Das Zitat Spaemanns über das Kreuzesopfer als Offenbarung habe ich meinem Artikel über das Kreuz hinzugefügt. Den Bericht des Liturgiefuchses über seine Beobachtungen in Hannover und das Zitat P. Gerstles über den Grund der Attraktivität der überlieferten Liturgie bei jungen Leuten gibt es auf der Seite mit Erfahrungsberichten über jene Liturgie.


31. Oktober
Alfons Rodriguez

Vor 400 Jahren, am 31. Oktober 1617, starb in Palma im Alter von 85 Jahren der hl. Alfons Rodriguez. Er trat nach dem Tod seiner Frau und seiner drei Kinder im Alter von 39 als Laienbruder in die Gesellschaft Jesu ein, wo er 46 Jahre lang als Pförtner diente und sich durch strenge Aszese auszeichnete. Er wurde zum Ratgeber Jesuiten, darunter des hl. Petrus Claver, dem er half, seine Berufung als Sklavenseelsorger in Südamerika zu entdecken. 1825 wurde er selig-, 1887 heiliggesprochen.


30. Oktober
Notwendige Reformation

“Am 13. Juni konnte ich den ägyptischen Staatspräsidenten, Abdel Fattah al-Sisi, während seines Deutschlandbesuchs in Berlin, sprechen. Ich habe ihn beglückwünscht, dass er sich öffentlich für eine Reformation der islamischen Lehre einsetzt. Das ist eine wichtige Aussage! Denn kein Mensch wird als Terrorist geboren. Es ist die absurde Lehre, die die Menschen dazu motiviert, sich und andere zu töten.”

Anba Damian, Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche für Deutschland, im Editorial der sehr empfehlenswerten ideaSpektrum Spezialausgabe zum Thema Christenverfolgung 2017.


30. Oktober
Bernadette Soubirous

Vor 150 Jahren, am 30. Oktober 1867, legte die hl. Bernadette Soubirous (1844-1879), die Seherin von Lourdes, im Kloster Saint-Gildard der Barmherzigen Schwestern in Nevers ihre erste Profess ab. Sie war am 7. Juli 1866 dort eingetreten. 1925 wurde sie selig-, 1933 heiliggesprochen.


29. Oktober
Andreas Theurer

Vor fünf Jahren, am 29. Oktober 2012, konvertierte Andreas Theurer im Alter von 46 Jahren in die katholische Kirche. Theurer war in Seewald-Göttelfingen, Landkreis Freudenstadt, Pfarrer der Evangelischen Landeskirche. Im August 2012 wurde er von seinem Amt als Pfarrer suspendiert, weil er das Buch Warum werden wir nicht katholisch? – Denkanstöße eines evangelisch-lutherischen Pfarrers veröffentlicht hatte.
Mit ihm konvertierte auch seine Frau Gudrun, Diplom-Theologin und Mitglied der Landessynode.


29. Oktober
Bénilde Romançon

Vor 50 Jahren, am 29. Oktober 1967, wurde Benilde Romançon FSC (1805-1862) heiliggesprochen.


29. Oktober
Manipulation der Quellen

FAZ: Dieses reformatorische Unternehmen ist ja nicht unelegant. Man lässt die überkommene Lehre, die Katechismuswahrheiten unberührt, aber lockert ihren Verpflichtungsgrad, ihre Bindungskraft. Demnach hätte Kardinal Walter Kasper ins Schwarze getroffen, als er sagte: Nichts wurde verändert durch dieses Schreiben „Amoris laetitia“, und doch hat sich alles verändert.

Kardinal Brandmüller: Was man da an Belegstellen vorbringt, sticht nicht. Man hat sich auf einen einzigen Autor gestützt, der seinerseits nicht nur schlampig, sondern ideologisch gearbeitet hatte. Und dann will man mir weismachen, dass man sich auf die Väter stützt. Ich sage: Quod non. Das Ganze ist eine unehrliche Geschichte, das ist Manipulation der Quellen. Und dagegen ist man als Historiker besonders allergisch. Das soll man nie tun.

Aus einem Interview, das Christian Geyer und Hannes Hintermeier mit Walter Kardinal Brandmüller, ehemals Professor für Kirchengeschichte, führten, gestern veröffentlicht in der FAZ online. In dem Interview erfahren wir von den FAZ-Redakteuren, dass der “liberale” Theologe Magnus Striet in der Herder Korrespondenz sich gegen jene Beschwichtigungsphrase gewandt habe, mit Amoris laetitia sei die Lehre der Kirche nur tiefer verstanden, nicht aber verändert worden. Dazu Brandmüller: “Da hat er natürlich recht. Es gibt tatsächlich Leute, die noch denken können.”


28. Oktober
Predigt zum Christkönigssonntag

Im alten Kalender fällt der Christkönigssonntag auf den letzten Sonntag im Oktober, also auf den Sonntag, der dem Allerheiligenfest vorausgeht. Die Heiligen sind jene, in denen Er sein Reich errichten konnte. Wir feiern also zuerst den König, dann sein Reich.


28. Oktober
Märtyrer

Vor zehn Jahren, am 28. Oktober 2007, wurden in Rom 498 Opfer des Spanischen Bürgerkriegs als Märtyrer seliggesprochen.
Papst Benedikt XVI. sagte dazu beim Angelus: “Danken wir Gott für das große Geschenk dieser heroischen Glaubenszeugen, die, ausschließlich von ihrer Liebe zu Christus bewegt, mit dem eigenen Blut ihre Treue zu ihm und zu seiner Kirche bezahlten. Durch ihr Zeugnis erleuchten sie unseren geistlichen Weg hin zur Heiligkeit und ermahnen uns, unsere Leben als Opfer der Liebe zu Gott und zu den Brüdern hinzugeben. Gleichzeitig leiten sie uns durch ihre Worte und Gesten der Vergebung gegenüber ihren Verfolgern dazu an, unermüdlich für die Barmherzigkeit, die Aussöhnung und das friedliche Zusammenleben tätig zu sein.”


28. Oktober
Hans Driesch

Vor 150 Jahren, am 28. Oktober 1867, wurde in Kreuznach der Biologe und Philosoph Hans Driesch geboren. Anknüpfend an Gedanken von Aristoteles vertrat er einen Vitalismus. Während seiner Lehrzeit in Heidelberg (1909-1911) war unter seinen Hörern Jacques Maritain, der in dieser Zeit Thomas von Aquin entdeckte, dessen Denken nach den vielen Enttäuschungen durch die moderne Philosophie er als eine “Erleuchtung der Vernunft” empfand. Driesch starb am 17. April 1941 in Leipzig.


28. Oktober
Cornelius Hazart

Vor 400 Jahren, am 28. Oktober 1617, wurde in Flandern der Theologe Cornelius Hazart SJ geboren. Er trat 1634 in die Gesellschaft Jesu ein und wurde 1647 zum Priester geweiht. Er war ein begnadeter Prediger und Verfasser vieler Schriften, darunter einer vierbändigen Kirchengeschichte. In seinen apologetischen Schriften setzte er sich vor allem mit dem Calvinismus auseinander. Am 25. Oktober 1690 starb er in Anvers.


27. Oktober
Podcast

Soeben habe ich eine neue Episode meines Podcasts veröffentlicht. Ich erkläre die wichtige philosophische Diskussion über den Stellenwert der Moral. Sind die moralischen Werte “gut” und “böse” bloß Projektionen unserer Gefühle oder Realitäten? Was sind die Konsequenzen für das Menschenbild?


27. Oktober
Martin Mosebach

Vor zehn Jahren, am 27. Oktober 2007, wurde Martin Mosebach mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.


27. Oktober
Celina Chludzinska

Vor zehn Jahren, am 27. Oktober 2007, wurde Celina Chludzinska (1833-1913) seliggesprochen. Als Witwe gründete sie die Kongregation der Schwestern von der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, die sich noch zu ihren Lebzeiten in Polen, Bulgarien und Amerika verbreitete.


26. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (12, 13, 14)

An zwölfter Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen drei Seiten: der Artikel Verzicht und Staunen von Eduard Kamenicky, der Bericht über die Mission in Persien im 17. Jahrhundert und die siebte Seite der Wiedergabe des Buches von Spillmann über die anglikanische Katholikenverfolgung.


26. Oktober
Luthers Freiheit

Wer mit dem Göttinger Historiker Hartmut Lehmann das „Luthergedächtnis von 1817 bis 2017“ (Göttingen 2012) Revue passieren lässt, wird mit Anpassungen an den jeweiligen Zeitgeist konfrontiert. 1817 feierte das evangelische Christentum die Reformation als Durchbruch in die Moderne und als Hort der Aufklärung; 1917 als Garant der deutschen Kultur und Nation. Und im Vorfeld der Fünfhundertjahrfeier haben führende EKD-Mitglieder das eigene Bekenntnis als „Konfession der Freiheit“ charakterisiert. Sie meinten die Freiheit der Autonomie und Emanzipation. Doch dieses Selbstverständnis kann sich ebenso wenig wie die Jubiläen von 1817 oder 1917 auf Martin Luther berufen. Denn der Reformator stellt dem Gehorsam gegenüber Papst und Bischöfen den Gottesgehorsam, nicht aber die Freiheit autonomer Selbstbestimmung entgegen. Entweder – so betont er in Absetzung gegen das Freiheitsverständnis der Renaissance – wird der Mensch vom Teufel (von der Sünde) oder von Gott (von der Gnade) geritten.

Aus einem Beitrag von Rainer Maria Kardinal Woelki zum Reformationsjahr, unter dem Titel Das Verhältnis von Katholiken und Lutheranern im Reformationsjahr: Ehrlichkeit in der Ökumene erschienen in der Herder-Korrespondenz, 71. Jahrgang (2017), Heft 10, S. 13-16.

Beiträge zum Thema Ökumene


25. Oktober
Wider die Verwüstungen

Anlässlich des 20. Todestages von Josef Pieper hat Prof. Dr. Berthold Wald gleich zwei wichtige Bücher herausgebracht.

Das eine Buch Die Wahrheit bekennen. Josef Pieper im Dialog mit Romano Guardini, Hans Urs von Balthasar, T. S. Eliot, C. S. Lewis und Joseph Ratzinger stellt das Ergebnis einer Tagung über Josef Pieper vom 30. Juni 2017 an der Theologischen Fakultät Paderborn vor und enthält Beiträge von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Norbert Feinendegen, Stephan Herzberg, Till Kinzel, Manfred Lochbrunner, Thomas Möllenbeck, Greg Morgan, Hanns-Gregor Nissing und Manuel Schlögl.
Papst Benedikt XVI. hatte 2009 über Josef Pieper geschrieben: “Pieper ist für mich gerade deshalb ein exemplarischer und höchst aktueller wahrer Philosoph, weil er sich durch die Größe der Frage und die Gefahren des Weges nicht einschüchtern ließ, sondern darauf beharrte, dass es die rationale Suche nach dem Ganzen, nach der Wahrheit selbst geben muss und dass erst dies wahre Philosophie ist. Er wusste, dass wir diesen Fragen nur im Zuhören auf die Großen aller Zeiten standhalten können und dass Philosophie bei der Größe ihres Auftrags immer auch bereit sein muss, die Antworten zu hören und zu bedenken, die aus dem Glauben und seiner besonderen Weise des Hörens kommen.”

Das andere Buch, Die Anwesenheit des Heiligen, versammelt Texte von Josef Pieper selber. In ihnen geht es darum, angesichts der “Verwüstungen in der Theologie” (so Pieper im Anschluss an Hegel) und in der Liturgie das Verständnis für Sakralität und Heiligkeit zurückzugewinnen. Prof. Dr. Helmut Hoping schrieb dazu in einer Rezension der Tagespost am 12. Oktober:
“Bis heute wird in der katholischen Kirche um die Liturgie gerungen. Dies betrifft ihre Riten und Texte, die Ästhetik der liturgischen Gegenstände, die Gebetsrichtung, die Liturgiesprache und die Architektur des gottesdienstlichen Raumes. Pieper hatte eine ausgeprägte Sensorik für die Probleme und Verwerfungen in der Liturgieentwicklung nach dem Konzil. Viele davon hat er in seinen klugen und stilsicher abgefassten Einsprüchen offen angesprochen. Eine Relecture lohnt sich, der Leser gewinnt Einblicke in die Anfänge einer Debatte, die bis heute anhält.”

Zum Thema: Kardinal Ratzinger: Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern


24. Oktober
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

58. Folge

Betrachten wir nun näher die Art und Weise, in welcher die einzelnen göttlichen Personen, die dem Gesagten gemäß eins sind in der Substanz und mit der Substanz von Ewigkeit überall gegenwärtig sind, auch ohne die Substanz in keiner Weise irgendwo gegenwärtig sein können, als vom Vater ausgehend, in der Zeit auf eine neue Weise der Kreatur gegenwärtig werden und so außer Gott zu existieren beginnen können: so liegt es zunächst, an die Wirksamkeit zu denken, welche sie an und in der Kreatur zu entwickeln beginnen. In der Tat pflegt auch die Heilige Schrift das Wirken Gottes in der Kreatur überhaupt als ein Kommen Gottes zur Kreatur, als eine Heimsuchung derselben vonseiten Gottes darzustellen und diese Heimsuchung selbst, je nachdem die Wirkung eine vorübergehende oder bleibende ist, als ein Vorübergehen oder als ein Wohnenbleiben aufzufassen. Noch mehr. Die Heilige Schrift redet sehr oft davon, daß die Personen gesandt werden, eben um eine Tätigkeit in der Kreatur auszuüben. So schickt Gott sein Wort, um das Eis zu schmelzen, und läßt seinen Geist wehen, um die Wasser fließen zu machen. So fleht der Weise, daß Gott ihm die Beisitzerin seines Thrones (seine persönliche Weisheit) schicken wolle, um ihn zu erleuchten; so bittet die Kirche mit den Worten der Schrift: "emitte Spiritum tuum et creabuntur", So sagte der Heiland selbst vom Heiligen Geiste, daß er ihn senden werde, um uns zu trösten und in alle Wahrheit einzuführen.

Allein, wenn man bloß auf die Tätigkeit sieht, zu welcher und in welcher eine göttliche Person gesandt werden soll, kann die Sendung derselben nur in einem teils inadäquaten, teils auch sogar uneigentlichen Sinne verstanden werden. Denn im vollen und eigentlichen Sinne kann ich nur dann sagen, eine Person werde von der andern gesandt, wenn sie so von derselben ausgeht, daß sie allein für sich an einer besondern Stelle oder an der gemeinsamen in besonderer Weise auftritt und existiert. Nun ist aber jede Wirksamkeit nach außen allen Personen absolut gemeinsam; die wirkende Kraft besitzen alle drei unteilbar in derselben Vollkommenheit. Durch die Wirksamkeit als solche kann also keine göttliche Person speziell für sich nach außen hervortreten. Das ist so wahr, daß selbst die Sendung des Sohnes in der Inkarnation, insofern die Annahme der menschlichen Natur nicht in ihrem Terminus oder Ziele, sondern in ihrem Ursprung, als Auswirkung der Vereinigung der menschlichen Natur mit dem Logos, betrachtet wird, nicht als ein dem Logos eigentümliches, sondern als ein ihm mit den übrigen Personen gemeinschaftliches Wirken und Auftreten betrachtet werden muß und von allen Vätern und Theologen betrachtet wird. Nur durch Appropriation kann nach dem früher Gesagten eine Wirksamkeit nach außen einer Person kat’ exochén zugeschrieben werden - und dann ist die Sendung selbst auch nur eine appropriative, somit uneigentliche, weil die Grundbedingung der Sendung, der Unterschied und der Ausgang der gesandten Person von der sendenden hier nicht hervortritt. Im besten Falle bedeutet dieselbe nur so viel, daß die sendende Person eben in und mit der von ihr hypostatisch ausgehenden Person irgendwo zu wirken beginne und diese mit ihr an dem betreffenden Orte wirken und auftreten lasse, dieselbe mit sich dorthin führe; aber dann ist die Sendung nur eine inadäquate, da sie zwar den Ausgang involviert, aber zugleich mehr die Gemeinsamkeit des äußern Auftretens als eine Besonderheit in demselben durchblicken läßt.

Sieht man also bloß auf die Wirksamkeit der göttlichen Person, dann läßt sich eine Sendung der einzelnen nach ihrer hypostatischen Eigentümlichkeit nicht im eigentlichen und vollen Sinne begreifen. Aber ebensowenig läßt sich dieselbe ohne jede göttliche Wirksamkeit begreifen; denn jede Einführung Gottes oder einer göttlichen Person in die Kreatur kann nur durch eine von Gott ausgehende Wirksamkeit hergestellt gedacht werden. Diese einführende Tätigkeit, die an sich allen Personen gemeinschaftlich, ist eben darum auch jeder einzelnen in ihrer Totalität eigen und kann somit jeder einzelnen ebensogut wie allen zusammen beigelegt werden. Wenn daher wirklich eine spezielle Vor- oder Einführung einer ausgehenden Person stattfindet, so kann ich die Tätigkeit, wodurch dieselbe zustande kommt, ebensogut der produzierenden Person zuschreiben wie der ausgehenden. Im ersten Falle sagen wir, daß die produzierende Person die ausgehende in die Kreatur hineinlege, sie der Kreatur gebe; im zweiten, daß die ausgehende Person von der produzierenden in die Kreatur, der sie sich selbst gegenwärtig macht, sich selbst hinbegebe, zu derselben komme. Und nehmen wir dann, da beides zugleich wahr ist, beides zusammen, daß nämlich die ausgehende Person zugleich in die Kreatur hineingegeben wird und sich selbst hineinbegibt, dann haben wir den Vollbegriff der sendenden Tätigkeit. Denn weder ein bloßes Hingeben einer Sache, die sich nicht selbst bewegt, noch ein bloßes Kommen, ohne daß ein anderer als Urheber des Kommens mitgedacht wird, erfüllt den Begriff der Sendung; sondern bloß die Hingabe, mit der ein selbständiges Hingehen des Hingegebenen verbunden ist, nennen wir Sendung im aktiven Sinne, und nur dasjenige Kommen eines Wesens, welches die Hingabe, die Urheberschaft eines andern einschließt, bezeichnen wir als Sendung im passiven Sinne bzw. als Auswirkung, Erfüllung der Sendung.

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


23. Oktober
Würzburg

Vor 450 Jahren, am 23. Oktober 1567, kamen auf Betreiben des Fürstbischofs Friedrich von Wirsberg die ersten 18 Jesuiten nach Würzburg, darunter Sebastian Kellermann SJ, der Domprediger wurde, und Georgius Halenius SJ, der 1582 bei der Eröffnungsfeier der Universität Würzburg den Festvortrag hielt. Provinzial der 1559 errichteten oberdeutschen Ordensprovinz war der hl. Petrus Canisius (1521-1597).


23. Oktober
Nagels Atheismus

Mein Artikel über die Philosophie Thomas Nagels, der 2014 in der Zeitschrift AEMAET erschien, ist nun auch in englischer Übersetzung in der amerikanischen Ausgabe der Internationalen Zeitschrift Communio erschienen.


22. Oktober
Einladung zur Entdeckung

Höchste Zeit dafür, anzufangen mit der alten Messe. Hier wird man Halt finden in dem, was über viele Jahrhunderte Fels war, den Glauben genährt und die rechte Perspektive auf Gott gegeben hat. Kurz: Ich lade möglichst viele „ganz normale“ Priester und Gläubige ein, die alte Messe für sich zu entdecken – nicht als Alternative zur gewöhnlichen Form, sondern als Bereicherung und Vertiefung. In der alten Liturgie werden die Dinge, die in diesen zehn Jahren weiter ins Wanken geraten sind, wie von selbst zurechtgerückt, so als würde man zu einem alten Weisen kommen, der mit einem Lächeln sagt: „So ist das! Seht ihr das nicht?“ Tatsächlich, wie von selbst versteht man hier…

Der Pastoraltheologe Prof. Dr. Andreas Wollbold in seinem Blogbeitrag Alte Messe – jetzt wieder da! zum zehnten Jahrestags des Inkrafttretens von Summorum Pontificum.


21. Oktober
Predigt zum morgigen 20. Sonntag nach Pfingsten


21. Oktober
Heiligsprechung

Vor fünf Jahren, am 21. Oktober 2012, sprach Papst Benedikt XVI. vier Frauen und drei Männer heilig.

Die hl. Katharina Tekakwitha (1656-1680) war Irokesin und wurde die Lilie der Mohawks genannt. Eine für Kinder geeignete DVD über sie wird von der Petrusbruderschaft angeboten.
Die hl. Marianne Cope (1838-1918) stammte aus Hessen und widmete ihr Leben den Leprakranken.
Die hl. Maria del Monte Carmelo (1848-1911) gründete 1892 in Burgos die Kongregation der Missionarinnen der Unbefleckten Empfängnis Mariens für den Unterricht.
Die hl. Anna Schäffer (1882-1925) stammte aus Mindelstetten und war eine Mystikerin und Leidensseele.
Der hl. Jakob Berthieu (1838-1896) war Jesuit und wurde auf Madagaskar während eines Aufstandes ermordet.
Der hl. Pedro Calungsod (1654-1672) war Katechet und erlitt auf den Philippinen den Märtyrertod.
Der hl. Giovanni Battista Piamarta (1841-1913) gründete im Jahr 1900 die Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth.

Auf der Website über die hl. Anna Schäffer, die von der Pfarrgemeinde Mindelstetten eingerichtet wurde, kann man sich ein Zitat der Heiligen ziehen.


21. Oktober
Adilio Daronch

Vor zehn Jahren, am 21. Oktober 2007, wurde Adilio Daronch (1908 - 1924) seliggesprochen.


19. Oktober
Podcast

Auch player.fm hat inzwischen meinen Podcast entdeckt.


19. Oktober
Kirchenlehrerin

Vor 20 Jahren, am 19. Oktober 1997, wurde die heilige Theresia vom Kinde Jesus vom hl. Papst Johannes Paul II. mit dem Apostolischen Schreiben Divini Amoris Scientia zur Kirchenlehrerin erhoben.

Lesetipp: Papst Benedikt XVI. über die Kirchenlehrer der Neuzeit


18. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Das Zitat über den Widerspruch, in dem laut dem römischen Kanonisten Graulich die Leitlinien der deutschen Bischöfe zu den universalkirchlichen Ausführungsbestimmungen für die Feier des römischen Ritus in der außerordentlichen Form sich befinden (Unzulässige Einschränkung), findet sich auf der einschlägigen Themenseite zur Freigabe der überlieferten Liturgie. Die Audiodatei mit meiner Predigt zum 4. Sonntag nach Ostern habe ich zwei Predigten von P. Prosinger zugesellt. Die Kritik Winnemöllers an den Ausfällen des Theologen Hans-Joachim Höhns gegen Kardinal Sarah befindet sich auf der Seite über Pseudotheologie.


18. Oktober
Manuel da Nóbrega

Heute vor 500 Jahren, am 18. Oktober 1517, wurde in Portugal Manuel da Nóbrega SJ, der Gründer der Jesuitenmission in Brasilien, geboren. Nach seinem Studium in Salamanca und Coimbra trat er 1544 als Priester in die Gesellschaft Jesu ein und kam 1549 nach Brasilien. 1553 wurde er Provinzial für Brasilien und ganz Lateinamerika. Er gründete die Missionen in Bahia, Sao Paulo, Rio de Janeiro und Pernambuco. “Als Missionsprinzip verteidigte Nóbrega die Freiheit der Indios statt ihrer Versklavung durch die Kolonisten” (LThK, 3. Auflage). Er arbeitete zeitweise mit dem hl. José de Anchieta (1534-1597) zusammen. Am 18. Oktober 1570 starb er in Rio de Janeiro.


17. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (10, 11)

An zehnter Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel Museumswärter von P. Bernward Deneke und Der Artikel Der Christ und die Veränderung von Eduard Kamenicky.


17. Oktober
Die Quittung für den Konstruktivismus

Als im US-Präsidentschaftswahlkampf letztes Jahr über “Fake-News”, “alternative Fakten” und das “postfaktische Zeitalter” geredet wurde, konnte ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen. Denn die tonangebende “kulturwissenschaftliche Linke” (Michael Hampe) bekam hier die Quittung serviert für ihren jahrzehntelang gepredigten Konstruktivismus - für die Auffassung, dass es objektive Fakten gar nicht gibt, dass alles subjektiv ist und dass die Wirklichkeit gar nicht existiert.

Benjamin Hasselhorn in IdeaSpektrum vom 11. Oktober 2017, S. 23


16. Oktober
Bischofskonferenz

Vor 150 Jahren, am 16. Oktober 1867, trat in Fulda zum ersten Mal die deutsche Bischofskonferenz zusammen. Sie dauerte bis zum 21. Oktober. Zum Vorsitzenden wurde der Erzbischof von Köln Paulus Melchers gewählt. Er blieb es bis 1883.


16. Oktober
Elisabeth von Dijon

Vor einem Jahr, am 16. Oktober 2016, wurde Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit (1880-1906) heiliggesprochen.


16. Oktober
Maximilian Kolbe

Vor 100 Jahren, am 16. Oktober 1917, gründete der hl. Maximilian Kolbe (1894-1941) die Militia Immaculatae (Ritterschaft der Unbefleckten), die sich vor allem durch das Presseapostolat der Neuevangelisierung widmete.


14. Oktober
Achte Folge

Die achte Episode meines Podcasts ist erschienen. Aufmerksamen Lesern des Portals wird sie nicht unbekannt sein.


14. Oktober
Predigt zum morgigen 19. Sonntag nach Pfingsten


14. Oktober
Barbara Wenz

Vor 10 Jahren, am 15. Oktober 2007, konvertierte die Autorin Barbara Wenz im Alter von 40 Jahren zum katholischen Glauben. Besonders freut mich, dass nach ihrem Bekenntnis das Portal zur katholischen Geisteswelt zu den Faktoren zählt, die ihr auf diesem Weg zum Glauben geholfen haben. Auch für das Portal hat sie sich als Autorin betätigt.


14. Oktober
Louis-Eugène-Marie Bautain

Vor 150 Jahren, am 15. Oktober 1867, starb in Paris im Alter von 71 Jahren der katholische Philosoph und Theologe Louis-Eugène-Marie Bautain. Nach einer atheistischen Phase fand er im Alter von 28 Jahren unter dem Einfluss von Louise Humann zum Glauben zurück. Von 1824 bis 1828 leitete er die “Straßburger Philosophenschule”. Der Jude Theodor Ratisbonne, der ältere Brudes des berühmten Alphons Ratisbonne, fand durch ihn zum Glauben und ließ sich 1827 taufen. Bautains fideistische Irrtümer wurden von der Kirche verurteilt. Durch ein Vermittlungsgutachten Möhlers (Verfasser der Symbolik) kam es zu einer Einigung, in der sich Bautain dem kirchlichen Urteil unterwarf.


13. Oktober
Sonnenwunder

Heute vor 100 Jahren geschah das von den Seherkindern vorhergesagte Sonnenwunder von Fatima.


13. Oktober
Widerstandsfähiger Glaube

Der Rosenkranz ist das aussagestärkste Symbol für einen widerstandsfähigen Glauben, der dem Sog der Protestantisierung innerhalb der katholischen Kirche standhält und die Verantwortung jedes Einzelnen für das Seelenheil des Nächsten ins Bewusstsein ruft. Da Feuer nicht kirchenamtlich „von oben“ verordnet werden kann (Friedrich Schorlemmer), hat sich das Fatimajahr als sicherer Hafen vor den Selbsttäuschungen des Lutherjahrs bewährt.

Regina Einig in ihrem Leitartikel Die katholische Alternative in der Tagespost von gestern.


12. Oktober
Rettender Rosenkranz

Von P. Bernhard Gerstle

Beim diesjährigen Kongress „Freude am Glauben“ in Fulda hat mich ein Reisebericht über Nigeria sehr beeindruckt. Die Geschäftsführerin von „Kirche in Not", Frau Fenbert, war dort einem Mann aus Nordnigeria begegnet, der von seiner Rettung vor der islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ erzählte. Diese kommt einem Wunder gleich: Der Ort wurde eines Tages von der Mörderbande des „Boko Haram“ überfallen und besetzt. Eine Flucht mit seiner Frau und den Kindern war nicht mehr möglich. Da beschlossen sie, sich auf dem Dachboden zu verstecken. Sie hatten noch einen gut gefüllten großen Wasserkanister. Sie entschieden, das Wasser nur zum lebensnotwendigen Trinken zu verwenden, nicht mehr zum Waschen. Außerdem kamen sie überein, täglich morgens, mittags und abends den Rosenkranz zu beten. Man muss wissen, dass die Schergen von „Boko Haram“ normalerweise alle Christen und selbst gemäßigte Muslime erbarmungslos massakrieren. Ständig schlichen sie mit ihren Maschinenpistolen um das Haus herum. Doch entgegen aller sonstiger Gepflogenheit betraten sie das Haus nicht, um es zu plündern und die Bewohner umzubringen. Bereits diese Tatsache war natürlicherweise nicht zu erklären. Nach genau 42 Tagen wurde der Ort von Regierungstruppen wieder befreit. Und genau an diesem Tag war der letzte Tropfen Wasser in dem Kanister aufgebraucht. Sie hätten in dieser Hitze unter dem Dach keinen weiteren Tag ohne Wasser überleben können. Der Mann schrieb dieses wunderbare Überleben der hl. Gottesmutter und dem Rosenkranzgebet zu.

Aus dem Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Oktober 2017

Ein weiteres Zeugnis über die Macht des Rosenkranzes

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