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* * *

14. August
Einflussreiche theologische Strömung

Macht man sich an die Deutung eines Phänomens, wie es der Ruf nach dem Weihepriestertum der Frau ist, muß man die Krise ins Auge fassen, in der sich die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil befindet. Sie kann hier selbstverständlich auch nicht annähernd in Ursachen und Ausdehnung beschrieben werden. Es sei nur auf folgendes hingewiesen. Es gibt in der katholischen Kirche eine einflußreiche theologische Strömung, die den sakramentalen, göttlich-rechtlichen Charakter des Priestertums bestreitet. Sodann ist auf das Faktum der immer stärker werdenden Anpassung der katholischen Kirche an den Protestantismus hinzuweisen. In der Evangelischen Kirche in Deutschland aber standen 1968 bereits 513 Theologinnen im kirchlichen Diensts). Wenn es zuträfe, wie vereinzelt behauptet wird, daß im Verständnis des Amtes keine wesentlichen Unterschiede zwischen katholischer Kirche und Protestantismus vorhanden seien [Reform und Anerkennung kirchlicher Ämter. Ein Memorandum der Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Universitätsinstitute, Mainz, München 1973], dann ist nicht einzusehen, weshalb die katholische Kirche nicht dem protestantischen Beispiel folgen soll.

Aus: Georg May, Zu der Frage der Weihefähigkeit der Frau, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, 91. Bd. Kanonistische Abteilung LX, S. 375- 393, Weimar 1974, wieder abgedruckt von Wilhelm Schamoni in Theologisches, Juni 1975.
Seit über vier Jahrzehnten gibt es also jene theologische Strömung, die die katholische Lehre über das Priestertum bekämpft. Aber statt dass die Bischöfe dieser Strömung Einhalt gebieten, lassen sie sich von ihr immer wieder die Themen vorgeben oder schließen sich sogar ihren Forderungen an.

Päpstliche Warnung vor Pseudotheologie


14. August
Veronica Giuliani

Vor 300 Jahren, am 14. August 1720, begann die Mystikerin Veronica Giuliani (1660-1727) mit ihrem Tagebuch, das von ihren reichen mystischen Erfahrungen zeugt. Es wurde seit 1825 in zehn Bänden veröffentlicht. Veronica war seit 1677 Kapuzinerin und seit 1697 stigmatisiert. 1804 wurde sie selig-, 1839 heiliggesprochen. Sie brannte vor Sehnsucht nach der Bekehrung der Sünder. Benedikt XVI. zitierte am 15. Dezember 2010 aus ihrem Tagebuch: “O Sünder, o Sünderinnen … kommt alle zum Herzen Jesu; kommt zur Reinigung durch sein kostbares Blut… Er erwartet euch mit offenen Armen, um euch darin einzuschließen” (Tagebuch II, S. 16-17).


13. August
Glaubenszerstörung

Besonders ärgerlich sind die herangezogenen Aussagen von Karlheinz Ruhstorfer: „Die Kirche zu gründen, lag Jesus selbst wohl fern.“ Ohne Stiftungswille Jesu wäre die Kirche ohne jede Legitimation und wäre die Rede von Kirche als Leib Christi reine Anmaßung. „Nach und nach bildete sich eine jüdische Sekte heraus, die Jesus als ihren Messias erkannte. Mehr noch, Jesus wurde im Glauben … schließlich zur Inkarnation Gottes. Er wurde selbst als Gott verehrt.“ Damit wird die Gottessohnschaft Jesu zum nachträglichen Interpretament ohne jeden Bezug zum historischen Jesus.

Aus dem Artikel Zwischen fünf und sechs. Warum das Material über den Synodalen Weg für den Religionsunterricht nicht einmal ein „Ausreichend“ verdient, von Michael Karger, in: Tagespost vom 6. August 2020. Karger rezensiert die Broschüre „Synodaler Weg“ (Sonderausgabe der Reihe „Themen im Religionsunterricht“ 2020) mit Unterrichtsmaterialien zum Synodalen Weg für Gymnasien (Auflage 12.000 Exemplare) herausgegeben vom Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg, finanziert von der Deutschen Bischofskonferenz.

Weitere Beispiele


11. August
Das Zitat

Man stelle sich vor, jeder Christ lege die Hl. Schrift nach seinem Belieben aus, jeder glaube dann weiter seinen eigenen Auslegungen; er könnte sich ja damit in den schönsten Gegensatz zur Auffassung der heiligen Kirchenväter und Kirchenlehrer bringen. So hätte keiner von all unseren Glaubenssätzen lange noch Bestand.

Heiliger Thomas Morus


11. August
Monatsranking Juli 2020

Platz Monatsranking Juli 2020
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 670 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Zitatensammlung

+ 1
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+ 2
3

Die Priesterbruderschaft St. Petrus

+ 4
10

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

- 7
20

Recktenwald: Darf man im Katastrophenfall Passagierflugzeuge abschießen?

+ 6
30

Anna Diouf: Der Gesandte des großen Geistes

+ 20
40

Michael Verdant: Bernanos und die Heiligen

+ 54
50

Eduard Kamenicky: Hebe den Stein auf ...

+ 270
60

Richard Wurmbrand: Gefoltert für Christus / Rahho / Trcka

- 18
100

Recktenwald: Der Fall Gotthold Hasenhüttl

+ 85

Zum Ranking der Vormonate


8. August
Der sichere Lottogewinn

Zum morgigen 10. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten.


26. Juli
Zu lange geschwiegen

Zu lange ist in Deutschland von bischöflicher Seite geschwiegen worden, hat man das katholische Sakramentsverständnis nicht mehr gelehrt und nicht mehr erläutert, dass die Kirche eine göttliche Stiftung ist, deren Natur man nicht auf dem Altar einer säkularisierten Theologie opfern kann, die sich dank deutschem Idealismus, Relativismus und einem guten Schuss Luthertum längst von den Fleischtöpfen der Offenbarung abgewandt hat.

Aus: Guido Horst, Eine Strategie muss her, Tagespost vom 23. Juli 2020.


26. Juli
Liebe siegt immer

In der neuesten Ausgabe des Informationsblatts der Petrusbruderschaft vom August/September ist mein Artikel Liebe siegt immer veröffentlicht, in dem ich erkläre, wie es jedem möglich ist, segensreich für eine Wende zum Besseren zu wirken.


26. Juli
Theologischer Nullpunkt

Der theologische Nullpunkt ist erreicht. Die christlichen Kirchen haben den Menschen offenbar nichts mehr zu sagen, was diese aus anderen, nämlich grünen und sozialistischen Quellen, nicht sehr viel präziser erfahren könnten. Dafür sind die dramatischen Zahlen der Kirchenaustritte nur ein Symptom.

Aus: Norbert Bolz, Volkskirche ohne Volk, in der Tagespost vom 16. Juli 2020


26. Juli
Hilaire Belloc

Vor 150 Jahren, am 27. Juli 1870, wurde in La Celle-Saint-Cloud bei Paris der Schriftsteller Hilaire Belloc geboren, der zusammen mit seinem Freund G. K. Chesterton für den katholischen Glauben stritt. Er starb am 16. Juli 1953 in Guildford, Surrey. Seine Werke werden in Deutschland seit kurzem neu entdeckt und verlegt.


26. Juli
Bernhard Philbert

Vor zehn Jahren, am 8. August 2010, starb in Australien der Physiker und Theologe Bernhard Philbert. Am 26. März 1927 in Traunstein geboren, studierte er Physik und betätigte sich als Erfinder. Zusammen mit seinem um zwei Jahre jüngeren Bruder Karl war er Inhaber von über hundert Patenten. Mit 45 Jahren empfing er die Priesterweihe. Er war ein Brückenbauer “zwischen dem katholischen Lehramt und den gegenwärtigen Erkenntnissen der Wissenschaft” (Waltraud Uhlenbruch in Kirche heute, Dezember 2010). Seine theologischen Spekulationen haben auch Kritik hervorgerufen, etwa von John F. McCarthy. Sein berühmtestes Werk ist Der Dreieine.


25. Juli
Ruf zur Klugheit

Zum morgigen 8. Sonntag nach Pfingsten mit dem Gleichnis vom ungerechten Verwalter kann ich diese Predigt anbieten.


25. Juli
Herbert Madinger

Vor zehn Jahren, am 5. August 2010, starb in Tulln an der Donau im Alter von 88 Jahren der österreichische Heimatmissionar Dr. Herbert Madinger. Er gründete die “Katholische Glaubensinformation der Erzdiözese Wien”, engagierte sich für die Legion Mariens, trug zur Erneuerung des Familiengebetes bei, betrieb ein Schriftenapostolat und weckte viele Priesterberufungen.


25. Juli
Errichtungen

Vor zehn Jahren, am 1. August 2010, wurden sechs Niederlassungen der Priesterbruderschaft St. Petrus kanonisch errichtet:
Das Haus Sainte-Odile in Besançon, das Divine-Mercy-House in Vancouver, das Haus St. John Mary Vianney in Dayton (US-Bundesstaat Ohio, Diözese Cincinnati), das St. Francis Xavier House in Rockdale (US-Bundesstaat Illinois, Diözese Joliet), das Sacred Heart House in Edmond (US-Bundesstaat und Diözese Oklahoma) und das St. John Fisher House in Reading (Diözese Portsmouth in Großbritannien).


25. Juli
Sklaverei 2.0

So werden heute Denkmäler von Sklavenhändlern gestürzt. Deren Verhalten war verwerflich. Ungeschehen machen kann man es freilich nicht, nur lernen könnte man daraus. Gerade das tun die zeitgenössischen Ikonoklasten jedoch nicht. Sonst würden sie gegen die Sklaverei 2.0, die Leihmutterschaft, rebellieren. Gegenstand eines Leihmuttervertrages ist ja nichts anderes als die Lieferung eines Kindes gegen die Bezahlung einer vereinbarten Summe. In aufgeklärten Gesellschaften hat damit zum ersten Mal ein Mensch einen Preis.

Aus: Martin Grichting, Ist das Christentum entbehrlich geworden?, in der NZZ, 7. Juli 2020


24. Juli
Der Kulturrelativismus zwischen Fluch und Segen

Von P. Engelbert Recktenwald

Dritter Teil

Somit kommt kein Ethnologe darum herum, sich über den moralischen Wert kultureller Traditionen und über die von ihm geforderte Haltung zu ihnen Rechenschaft zu geben, und zwar aufgrund von Wertungsmaßstäben, die kulturübergreifend sind. Heutige Ethnologen sind sich dessen bewusst. 2009 hat die Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) eine Frankfurter Erklärung zur Ethik in der Ethnologie verabschiedet, die den Konflikt zwischen Partikular- und Universalnormen thematisiert. Sie erteilt “subjektiver Willkür und unverbindlichem Kulturrelativismus” eine Absage. Ihnen soll “durch ethische Minimalstandards” begegnet werden. Problematisch wird es aber, wenn sie von “einem unauflösbaren Widerspruch” spricht, in dem sich die Ethnologie befinde, und zwar vom Widerspruch “zwischen dem universellen Geltungsanspruch ihrer eigenen kulturspezifischen Normen und der Anerkennung anderer Wertvorstellungen.” In der Praxis mag die Normenabwägung schwierig und im Einzelfall eine Frage des Ermessens sein, aber letztlich steckt hinter dieser Formulierung mangelnde Konsequenz im Ernstnehmen universaler Normen. Denn der Widerspruch liegt in Wirklichkeit schon in dem Ausdruck “universeller Geltungsanspruch ihrer eigenen kulturspezifischen Normen.”

Philosophisch ist die Sache klar: Entweder besteht der universelle Geltungsanspruch zu Recht oder zu Unrecht. Wenn er zu Recht besteht, dann handelt es sich nicht um eine bloß kulturspezifische Norm. Kulturspezifisch ist lediglich die Anerkennung dieser Norm. Diese Anerkennung als eine Errungenschaft anzusehen, hat nichts mit Kulturchauvinismus zu tun. Im interkulturellen Verhältnis hat sie ja nicht nur Vorteile, sondern auch Lasten zur Folge, nämlich die Last moralischer Verpflichtung, die Opfer sozialer Ungerechtigkeit nicht im Stich zu lassen. Das kulturrelativistische Prinzip der Nichteinmischung kann im prekären Einzelfall auch einfach nur das Feigenblatt eigener Bequemlichkeit sein. Die Fähigkeit, zwischen Einmischung zugunsten eigener Interessen und zugunsten diskriminierter Kulturangehöriger zu unterscheiden, sollte man jedem Ethnologen unterstellen können.

Oder aber es handelt sich tatsächlich um eine bloß kulturspezifische Norm, die keine universale Geltung hat. Dann ist sie für die Beurteilung von Menschenrechtsverletzungen in fremden Kulturen irrelevant. Dem Relativisten, der damit konfrontiert wird, mögen sie Unbehagen bereiten, aber er hat keinen Grund, sich aus seinem schlechten Gewissen ein Gewissen zu machen. Denn sein Unrechtsbewusstsein angesichts fremdkultureller Ungerechtigkeiten ist dann nur das Ergebnis der Internalisierung eigenkultureller Moralstandards. Diese Standards nehmen in relativistischer Perspektive bei der Beurteilung fremdkultureller Verhaltensweisen den Charakter von Vorurteilen an.

Menschenrechte als Vorurteile? Dass es immer noch Ethnologen gibt, die die Anerkennung von Menschenrechten auf die gleiche Stufe wie bloße gesellschaftliche Konventionen stellen, zeigen die Reaktionen auf den Artikel Die Mär vom edlen Wilden, den Christian Weber am 17. Oktober 2016 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte. Dort bringt er neben der Frauenbeschneidung, deren grauenhafte Beschreibung ich dem Leser ersparen möchte, weitere Beispiele, wie Menschenrechtsverletzungen relativiert werden: “Ethnologen sind immer noch recht gut darin, solche Praktiken aus der inneren Logik dieser Gesellschaften zu erklären. ‘Über das Ertragen des Schmerzes’ werde die ‘Attraktivität des Individuums’ gesteigert und mache eine normale soziale Karriere überhaupt erst möglich, schrieb die Berliner Forscherin Anni Peller zu den Praktiken der Arbore.” Diese Praktiken bestehen neben der Frauenbeschneidung darin, dass beim Omo-Volk der Arbore den Mädchen im Alter von sechs bzw. zwölf Jahren die zwei mittleren, unteren Schneidezähne aus dem Kiefer gebrochen werden. Ein Blick auf die Quelle zeigt, dass Webers Kritik nicht zu Unrecht besteht: Peller bezeichnet afrikanische NGO’s, die sich für die Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung einsetzen, als Vertreter der westlichen Ideologie. Diese Ideologie besteht für sie in der Annahme einer universellen Moral, die sich aus der Universalität der Menschenrecht ergebe. Sie hält deshalb den “Vorwurf eines westlichen Kulturimperialismus” an die Adresse jener, die “die Menschenrechte auf Grundlage der Annahme einer globalen Moral umzusetzen” versuchen, für berechtigt [8]. “Es ist”, schreibt Weber, “der gleiche Relativismus, mit dem die chinesische Staatsführung der Bevölkerung volle Rechtsstaatlichkeit und Demokratie verwehrt. Oder der in fundamentalistischen islamischen Ländern Frauen die Gleichberechtigung versagt. Eine solche Haltung führt zu einem Paternalismus, der für die angeblich Schutzbefohlenen selbst böse Folgen haben kann.”

Anmerkungen:

[8] Peller, Anni: No pain no gain: zur Verbesserung sozialer Chancen durch das Ertragen von Schmerz. In: Afrika Spectrum, 38 (2003), 2, pp. 197-214, hier S. 211.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


23. Juli
Podcast-Ranking 2019 V

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Auf dem neunten Platz steht die Episode über die Kritik der Moraltheologen Goertz und Breitsameter an Benedikt XVI. Wenn Kritik zum Bumerang wird, auf dem zehnten Platz meine Erinnerungen an Robert Spaemann.


23. Juli
Eine unterstützenswerte Petition

Diese Petition kann unterschreiben, wem der Schutz der Kinder vor einer bestimmten Art von Sexualaufklärung ein Anliegen ist, für die u.a. gilt:
“Im Vordergrund steht die aktive Bejahung (Akzeptanz) nicht-heterosexueller Lebensstile, während Ehe und Familie als rückständige, archaische Beziehungsformen unter Verdacht gestellt werden. Wohin die Reise geht, zeigt das Land Berlin. Dort sollen nicht nur Schulkinder, sondern auch kleine Kita-Kinder auf Akzeptanz der sogenannten sexuellen Vielfalt eingeschworen werden. Damit Kita-Erzieher die Gender-Erziehung umsetzen, finanzierte der Berliner Senat eine entsprechende pädagogische Handreichung, die unter Federführung einer schwul-lesbischen Initiative erstellt wurde.”


22. Juli
Das Zitat

Gebete sollten einfach, eifrig, ergeben, ausdauernd und begleitet von großer Ehrfurcht sein. Man muss sich bewusst machen, dass man in der Gegenwart Gottes steht und zu dem Herrn spricht, vor dem die Engel in Ehrfurcht erzittern.

Hl. Magdalena von Pazzi


22. Juli
Wegbewegt

Da hat sich über die Jahre etwas von der Weltkirche wegbewegt, zunächst in der alltäglichen Praxis, dann nach und nach in Verkündigung und angeordneten Seelsorgestrukturen. Bald ignoriert man einen Papstbrief, beginnt einen ‚Synodalen Weg‘ ohne die zeitgemäßen Schwerpunkte Evangelisierung und Ökologie, stellt alles Sakramentale unter ‚Machtverdacht‘, scheitert in einer Diözese mit einer Radikalreform und wundert sich jetzt, dass Rom ‚pastorale Umkehr‘ und altbewährte katholische Strukturen nicht als Widerspruch, sondern als Innen und Außen eines notwendigen missionarischen Aufbruchs sieht. Umkehr und Besinnung tun jetzt not. Sonst bricht etwas weg, was schon arg an den Rand gerutscht ist.

Der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs über die Kritik, die Felix Neumann auf katholisch.de an der römischen Instruktion Die pastorale Umkehr geübt hat.


21. Juli
Plädoyer für mehr Humor

Von P. Engelbert Recktenwald

Dieser Text ist am 5. Mai als siebter und letzter meiner Beiträge zu den Corona-Exerzitien der Tagespost erschienen. Die ersten sechs finden Sie hier.

Krisenzeiten offenbaren den Charakter. Angesichts der Corona-Pandemie und der gegen sie ergriffenen Maßnahmen haben sich schnell zwei Lager herausgebildet (natürlich mit fließenden Übergängen zwischen ihnen): Die einen fürchten sich vor Ansteckung und begrüßen den Shutdown, die anderen beklagen dessen Kollateralschäden und halten die dahinter stehende Furcht vor Ansteckung für übertrieben. Das sind zwei Lager aufgrund verschiedener Ansichten. Das meine ich nicht. Die beiden Charaktertypen, die ich meine (mit ebenfalls fließenden Übergängen zwischen ihnen), finden sich in beiden Lagern. Man kann sie an einem Bonmot Chestertons festmachen, der einmal gesagt hat: “Die Menschen streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können.”

Zu einer guten Diskussionskultur gehört es, dem anderen ehrliche Absichten zu unterstellen, ihm zuzuhören, um wirklich zu verstehen, wie er es meint, und seine Argumente sachlich zu prüfen. In den scholastischen Disputationen des Mittelalters war man verpflichtet, zunächst die Argumente des Gegners zu wiederholen. Erst wenn der Gegner signalisierte, dass man seine Argumente richtig verstanden hatte, durfte man antworten. Im übrigen war es eine noble Angewohnheit des hl. Thomas von Aquin, die Argumente des Gegners möglichst stark zu machen.

Hält man sich nicht an diese Regeln, kommt es zum Streit. Niveauvolle Diskussionen sind ein Genuss, streitende Christen sind ein Trauerspiel. Wenn man bloß streitet, entzieht man sich der Mühe des Verstehenwollens. Statt dessen macht man es sich einfach, indem man z.B. mit Unterstellungen arbeitet: Wer den Shutdown verteidigt, führt die Abschaffung unserer Freiheit im Schilde, wer ihn kritisiert, frönt seinem Egoismus und geht über Leichen. Die Kirche hat dann, je nachdem wie sich dazu stellt, nur die Wahl zwischen Feigheit und Verantwortungslosigkeit.

Wer sich einbildet, den Gegner in seinen geheimen Absichten zu durchschauen, hat es nicht mehr nötig, sich mit seinen Argumenten unvoreingenommen auseinanderzusetzen. Es fehlt an gegenseitigem Respekt. Dieser Respekt ist das Mindestmaß dessen, was wir Nächstenliebe nennen.

Das Netz und die sozialen Medien sind voll von Streit. Ich würde mir wünschen, dass Christen sich wohltuend davon abheben. Das Tragische ist, dass Streit viel Lärm macht, der Verzicht auf ihn aber eher unauffällig ist. Chesterton zeigt uns, dass man mit Humor dem gegensteuern kann. Berühmt ist seine persönliche Freundschaft mit Bernard Shaw bei gleichzeitiger ideologischer Gegnerschaft. Ihre Debatten waren bei allem Scharfsinn gewürzt mit Humor, mit dem sie sich gegenseitig liebevoll-ironisch auf den Arm nahmen. So soll Shaw zum beleibten Chesterton einmal gesagt haben: “Wenn ich so dick wäre wie du, würde ich mich erhängen.” Daraufhin Chesterton: “Ja, und dich würde ich als Strick benutzen.”

Humor ist ein enger Verbündeter der Nächstenliebe. Wer weiß, vielleicht würde es mit Humor sogar gelingen, einzelne Freundschaften zwischen Shutdowngegnern und -befürwortern zu schließen. Das wäre ein Sieg der Nächstenliebe. Und der ist wertvoller als ein Sieg der eigenen Meinung, bei der die Liebe auf der Strecke bleibt.


20. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Kritik an den Moraltheologen, die selber von den Steinen getroffen werden, die sie auf Papst Benedikt werfen, ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über das Kostbare Blut ist auf der Bundesblutseite eingebettet, meine Predigt Haltet Christus heilig in euren Herzen auf der Seite über Christozentrismus. Den Podcast mit meinen Erinnerungen an Robert Spaemann habe ich auf jener Seite eingebettet, die dem Tod des großen Philosophen gewidmet ist.


20. Juli
Thomas Molnar

Vor zehn Jahren, am 20. Juli 2010, starb in Richmond, Virginia, im Alter von 89 Jahren der aus Budapest stammende katholische Philosoph und Politikwissenschaftler Thomas Molnar.


19. Juli
Mein Podcast

Vor drei Jahren, am 19. Juli 2017, ging mein Podcast online. Bis jetzt sind 49 Episoden erschienen.


19. Juli
877 beschädigte Kirchen

Die Zahl der christlichen Kultstätten, die 2018 Opfer von Vandalismus wurden, beläuft sich [in Frankreich] nach Angaben des Innenministeriums auf 877, Tendenz steigend.

Aus: Michaela Wiegel, Und wieder brennt eine Kirche, in der FAZ


18. Juli
Sinnstabilität

Zum morgigen 7. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten: über die Früchte der Heiligkeit und was wir von Viktor E. Frankl dabei lernen können.


18. Juli
Päpstliche Unfehlbarkeit

Vor 150 Jahren, am 18. Juli 1870, verkündete das Erste Vatikanische Konzil in der Dogmatischen Konstitution Pastor aeternus das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit:
“Im treuen Anschluss also an die Überlieferung, wie Wir sie von der ersten Zeit des Christentums an überkommen haben, lehren Wir zur Ehre Gottes unsres Heilandes. zur Verherrlichung der katholischen Religion und zum Heil der christlichen Völker, unter Zustimmung des heiligen Konzils, und erklären es als von Gott geoffenbartes Dogma: Wenn der römische Papst „ex Cathedra“ spricht, - das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen mit seiner höchsten Apostolischen Autorität erklärt, dass eine Lehre, die den Glauben oder das sittliche Leben betrifft, von der ganzen Kirche gläubig festzuhalten ist, - dann besitzt er kraft des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen wurde, eben jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei Entscheidungen in der Glaubens- und Sittenlehre ausgerüstet wissen wollte. Deshalb lassen solche Lehrentscheidungen des römischen Papstes keine Abänderung mehr zu, und zwar schon von sich aus, nicht erst infolge der Zustimmung der Kirche. Wer sich aber vermessen sollte, was Gott verhüte, dieser Unserer Glaubensentscheidung zu widersprechen: der sei im Bann.”

Das Zweite Vatikanische Konzil hat 1964 diese Lehre bekräftigt, und zwar in der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium:
“18. Um Gottes Volk zu weiden und immerfort zu mehren, hat Christus der Herr in seiner Kirche verschiedene Dienstämter eingesetzt, die auf das Wohl des ganzen Leibes ausgerichtet sind. Denn die Amtsträger, die mit heiliger Vollmacht ausgestattet sind, stehen im Dienste ihrer Brüder, damit alle, die zum Volke Gottes gehören und sich daher der wahren Würde eines Christen erfreuen, in freier und geordneter Weise sich auf das nämliche Ziel hin ausstrecken und so zum Heile gelangen. Diese Heilige Synode setzt den Weg des ersten Vatikanischen Konzils fort und lehrt und erklärt feierlich mit ihm, daß der ewige Hirt Jesus Christus die heilige Kirche gebaut hat, indem er die Apostel sandte wie er selbst gesandt war vom Vater (vgl. Joh 20,21). Er wollte, daß deren Nachfolger, das heißt die Bischöfe, in seiner Kirche bis zur Vollendung der Weltzeit Hirten sein sollten. Damit aber der Episkopat selbst einer und ungeteilt sei, hat er den heiligen Petrus an die Spitze der übrigen Apostel gestellt und in ihm ein immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Glaubenseinheit und der Gemeinschaft eingesetzt37. Diese Lehre über Einrichtung, Dauer, Gewalt und Sinn des dem Bischof von Rom zukommenden heiligen Primates sowie über dessen unfehlbares Lehramt legt die Heilige Synode abermals allen Gläubigen fest zu glauben vor. Das damals Begonnene fortführend, hat sie sich entschlossen, nun die Lehre von den Bischöfen, den Nachfolgern der Apostel, die mit dem Nachfolger Petri, dem Stellvertreter Christi38 und sichtbaren Haupt der ganzen Kirche, zusammen das Haus des lebendigen Gottes leiten, vor allen zu bekennen und zu erklären. (...)
25. (...) Diese Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche bei der Definierung einer Glaubens- und Sittenlehre ausgestattet sehen wollte, reicht so weit wie die Hinterlage der göttlichen Offenbarung, welche rein bewahrt und getreulich ausgelegt werden muß, es erfordert. Dieser Unfehlbarkeit erfreut sich der Bischof von Rom, das Haupt des Bischofskollegiums, kraft seines Amtes, wenn er als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen, der seine Brüder im Glauben stärkt (vgl. Lk 22,32), eine Glaubens- oder Sittenlehre in einem endgültigen Akt verkündet78. Daher heißen seine Definitionen mit Recht aus sich und nicht erst aufgrund der Zustimmung der Kirche unanfechtbar, da sie ja unter dem Beistand des Heiligen Geistes vorgebracht sind, der ihm im heiligen Petrus verheißen wurde. Sie bedürfen daher keiner Bestätigung durch andere und dulden keine Berufung an ein anderes Urteil. In diesem Falle trägt nämlich der Bischof von Rom seine Entscheidung nicht als Privatperson vor, sondern legt die katholische Glaubenslehre aus und schützt sie in seiner Eigenschaft als oberster Lehrer der Gesamtkirche, in dem als einzelnem das Charisma der Unfehlbarkeit der Kirche selbst gegeben ist. Die der Kirche verheißene Unfehlbarkeit ist auch in der Körperschaft der Bischöfe gegeben, wenn sie das oberste Lehramt zusammen mit dem Nachfolger Petri ausübt. Diesen Definitionen kann aber die Beistimmung der Kirche niemals fehlen vermöge der Wirksamkeit desselben Heiligen Geistes, kraft deren die gesamte Herde Christi in der Einheit des Glaubens bewahrt wird und voranschreitet.”

Der Fundamentaltheologe Albert Lang über den Primat des Papstes


17. Juli
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

4. Folge

Die Reise nach Lissabon wurde zu Fuß zurückgelegt. Xaver erhielt von dem Gesandten ein Pferd, das er aber während der ganzen Reise zur allgemeinen Verfügung der Reisegesellschaft stellte. Er versah die niedrigsten Dienst, er half überall, wo er helfen konnte, und bemühte sich, die Anwesenden durch sein Wort und sein Beispiel zu erbauen. Ihre Reise ging durch Loreto, wo sie mehr als acht Tage verweilten; dann setzten sie ihren Weg über Bologna fort. Von Bologna aus schrieb Franz Xaver einen Brief an Ignatius.

Die ganze Stadt Bologna geriet bei der Durchreise Xavers in Bewegung. Alle liebten und verehrten ihn wie einen Apostel. Groß und Klein wollte ihn sehen; die meisten eröffneten ihm ihren Gewissenszustand; mehrere wollten mit ihm nach Indien reisen, alle weinten bei seiner Abreise, weil sie dachten, ihn nie wiederzusehen. Der Pfarrer von St. Lucia, Hieronymus Casalini, zeigte sich aus diesmal als Freund. Xaver mußte bei ihm wohnen, und in seiner Kirche hörte Xaver zahllose Beichten.

Auf der Reise nach Lissabon ereigneten sich einige denkwürdige Vorfälle, die wie hier nicht unerwähnt lassen können. Ein Diener des Gesandten, der überall für die Unterkunft der Reisenden zu sorgen hatte, der aber ein heftiger, aufbrausender Mensch war, hatte von seinem Herrn Verweise erhalten, weil er in seinem Dienst nachlässig gewesen war. Darüber war er so aufgebracht, daß er, sobald sich der Gesandte entfernt hatte, in höchste Wut geriet. Xaver, der ihn hörte, sagte zunächst nichts, um ihn nicht noch mehr zu reizen. Als aber dieser Mensch am nächsten Morgen gewohnheitsgemäß vorausritt, setzte ihm Xaver nach und traf ihn nach kurzer Zeit an, als er unter seinem von einem hohen Felsen herabgestürzten Pferd lag."Unglücklicher", sagte er zu ihm, "was wäre aus dir geworden, wenn du durch diesen Sturz gestorben wärst?" Diese wenigen Worte öffneten dem leidenschaftlichen Menschen die Augen, und er bat Gott mit reumütigem Herzen um Verzeihung. Xaver stieg dann von seinem Pferd, setzte ihn darauf, und führte ihn bis zur Herberge.

Als eines Tages der Stallmeister des Mascarenhas über einen schmalen, aber ziemlich tiefen und reißenden Fluß reiten wollte, riß ihn der Wasserstrom samt dem Pferd fort und alle glaubten, er sei verloren. Erschüttert von der Gefahr, in der das Heil dieses weltlich gesinnten Menschen schwebte, der früher von Gott zum Ordensstand berufen worden, aber dem Zug der Gnade nicht gefolgt war, fing er an, für ihn zu beten; auch der Gesandte, der ihn sehr liebte, und alle seine Leute beteten. Kaum hatten sie den Himmel um Hilfe angerufen, als sogleich Mann und Roß, die schon daran waren, zu ertrinken, wieder aus dem Wasser emporkamen und an das Ufer getrieben wurden.

Der Gesandte und alle seine Leute zweifelten nicht, daß dieser Mensch durch das Gebet des Heiligen gerettet worden sei. Xaver jedoch schrieb darüber bei seiner Ankunft in Lissabon am 3. Juli 1540 an die Väter und Brüder der Gesellschaft Jesu nach Rom: "Gott, der Herr, erhörte die innigen Gebete, die der Gesandte mit seinem ganzen Gefolge für Unglücklichen verrichtete, der unfehlbar verloren schien. Durch ein offensichtliches Wunder entging er dem sicheren Tod in den Fluten."

Als die Reisenden Frankreich bereits verlassen hatten und bei Navarra über die Pyrenäen gegangen waren, kamen sie in die Nähe des Schlosses Xavier. Der Gesandte wies ihn darauf hin, er solle diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, und seine Mutter und Verwandten besuchen, um ihnen das letzte Mal ein Lebewohl zu sagen. Aber der Heilige wollte die Straße nicht verlassen, sondern setzte seine Reise fort und antwortete Mascarenhas, er wolle das Wiedersehen mit seinen Eltern und Verwandten auf ihre Zusammenkunft im Himmel verschieben, denn jetzt würde eine Begegnung nur Traurigkeit verursachen, im Himmel dagegen werde er ewig mit seinen Lieben vereint werden und bleiben.

Von diesem Beispiel der gänzlichen Lostrennung von der Welt und allen ihren Freuden wurde der Gesandte zutiefst bewegt und entschloß sich, sich ganz Gott hinzugeben.

Gegen Ende des Monats 1540 kamen sie in Lissabon an. Die Reise hatte drei Monate gedauert. Sofort bei seiner Ankunft suchte Franz Xaver im Spital Allerheiligen den Simon Rodriguez auf, der sich dort ganz vom Fieber entkräftet befand. Eben zeigten sich bei Rodriguez wieder alle Anzeichen eines neuen Anfalls dieser regelmäßig wiederkehrenden Krankheit, als Xaver eintrat und ihn umarmte. Die Freude darüber war so groß, daß ihn die Schwäche ganz verließ, und er dann nie mehr einen Anfall erlitt, wie Xaver selbst in einem Brief an Ignatius schreibt.

Drei oder vier Tage nach ihrer Ankunft in Lissabon wurden beide an den Hof gerufen. Der König und die Königin empfingen sie sehr freundlich. Sie fragten, schreibt Xaver, wodurch wir veranlaßt worden seien, uns in eine neue Gesellschaft zusammenzuschließen. Besonders erfreut waren sie über die Art und Weise, wie bei unserer Verfolgung schließlich die Wahrheit ans Licht kam. (Xaver spricht hier von der Verfolgung der Gesellschaft in Rom.)

Der König ließ unterdessen seine beiden Kinder kommen, den Infanten Don Johann und die Infantin Maria, und stellte sie den beiden Missionaren vor. Ehe diese sich entfernten, ersuchte sie der König, die Seelsorge über die hundert Edelknaben zu übernehmen. Er wollte ihnen eine anständige, bequeme Wohnung geben. Aber sie blieben während ihres gesamten Aufenthaltes im Spital. Sie wollten nicht einmal die Kosten des Lebensunterhaltes annehmen, sondern lebten von Almosen, um die sie Leute baten, und in Armut. Xaver unterrichtete die jungen Menschen am Hof, bediente Tag und Nacht die Kranken im Spital, besuchte die Gefangenen und trug den Kindern den Katechismus vor. Er wollte anfangs nicht in den Kirchen Lissabons predigen; erst auf Zureden des Königs und den Wunsch des Erzbischofs von Lissabon ließ er sich dazu bestimmen.

Xaver erhielt während seines Aufenthaltes in Lissabon mehrere Briefe von Martin von Azpilcuete, bekannter unter dem Namen Navarrus oder Doctor von Navarra, der mütterlicherseits ein Onkel Xavers und wichtigster Lehrer der Theologie auf der Universität von Coimbra war. Er schrieb dem König sogar, seinen Neffen nach Coimbra zu schicken. Xaver weigerte sich jedoch standhaft, dorthin zu reisen. Weil ihm sein Onkel seine Besorgnis wegen der von ihm angenommenen Lebensweise ausgesprochen hatte, antwortete ihm Xaver: "Sie fügen in Ihrem Brief hinzu, daß man allerlei Gerüchte über unser Institut verbreitet. Ich antworte für jetzt nur folgendes: Es liegt wenig daran, hochzuverehrender Herr Doktor, von Menschen gerichtet zu werden, zumal von solchen, die über eine Sache urteilen, noch bevor sie dieselbe kennen."

Unter sichtlichem Segen setzten die beiden apostolischen Missionare ihre Arbeiten in Lissabon fort. Überall zeigte sich größerer Eifer, die heiligen Sakramente wurden öfter empfangen, und Leute, die ihre Bekehrung ständig von einem Tag auf den anderen verschoben hatte, entsagten der Welt ganz, Todfeinde versöhnten sich miteinander und die schamlosesten Dirnen ließen von ihrem schändlichen Tun ab und führten ein ehrbares Leben. Am Hof selbst war eine Lebensveränderung eingetreten. Das Beispiel des Königs hatte hier vieles bewirkt.

Nicht bloß der König und die Königin waren den beiden Missionaren zugetan, sondern auch der Infant Don Heinrich, der Großinquisitor war, achtete sie hoch und ermächtigte sie zum freien Zutritt in die Gefängnisse.

Einige der Vornehmsten bei Hofe erbaute der apostolische Lebenswandel Xaviers und Rodriguez' so sehr, daß Xaver darüber oft in Besorgnis geriet, weil er glaubte, zuviel Glück sei selbst bei den heiligsten Unternehmungen gefährlich, Verfolgung aber heilsam.

Bewegt von den wunderbaren Bekehrungen wollte der König diese Apostel in seinem Reich zurückhalten. Er trug seine Absicht dem Staatsrat vor, der ganz derselben Meinung war, ausgenommen der Infant Don Heinrich, der nachdrücklich erklärte, daß es ihm gewissermaßen ein Eingriff in die Fügungen des Himmels zu sein scheine, wenn Xaver und Rodriguez, nachdem sie vom Statthalter Christi für Indien bestimmt seien, zurückhalten wolle. Ungeachtet der vorgebrachten Gründe wurde dennoch beschlossen, die beiden Missionare zurückzuhalten - ein Umstand, der die Missionare sehr betrübte. Sie konnten in dieser Lage nichts anderes tun, als dem Pater Ignatius zu schreiben und Hilfe bei ihm zu suchen. Er trug diese Sache dem Papst vor, der aber darüber nicht entscheiden wollte, sondern es dem portugiesischen Hof überließ, was er tun wollte. Ignatius schrieb an Mascarenhas und schlug einen Mittelweg ein, indem er ihm vorschlug, man könnte Rodriguez für Protugal zurückbehalten, Xaver aber nach Indien reisen lassen. Der König billigte diesen Vorschlag. Xaver wurde bei dieser Nachricht mit tiefer Freude erfüllt, lobte und pries Gottes Güte, die ihn von neuem für die indische Mission auserwählt habe.

wird fortgesetzt.

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16. Juli
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

11. Folge

24. Treue Freunde beraten sich miteinander, wenn ihnen Zweifel vorkommen, du mußt ein Gleiches mit Gott tun, du mußt Ihn bitten, Er wolle dich erkennen lassen, was Er von dir wünscht: “Gib, o Herr, dein Wort in meinen Mund, rate meinem Herzen, was ich tun soll” (Jdt 9,18). Sage mir, was ich tun, was ich antworten soll, ich will Dir folgen: “Rede, o Herr, denn dein Knecht hört” (1 Kg 3,10).

25. Du mußt aber nicht nur die eigene, sondern auch die Not anderer vertrauensvoll Gott anempfehlen. Wie wohlgefällig muß es Gott sein, wenn Er sieht, daß du manchmal deinen eigenen Vorteil vergißt, um Ihm das Elend anderer, besonders derer, die schwer bedrängt sind, anzuempfehlen; wenn du Ihn bittest, Er wolle Mitleid haben mit Seinen geliebten Seelen im Fegfeuer, die nach dem Anschauen ihres Gottes seufzen, Er wolle Sich der armen Sünder erbarmen? O mein Gott! Du bist so liebenswürdig, Du verdienst unendliche Liebe, wie kannst Du gestatten, daß so viele Seelen in der Welt, denen Du so viel Gutes tust, Dich nicht kennen, nicht lieben wollen, Dich beleidigen und verachten! Bewirke, o liebenswürdiger Gott, daß alle Dich kennen und lieben: “Geheiligt werde Dein Name, zu uns komme Dein Reich": möchten doch alle Deinen heiligen Namen anbeten, möchte Deine Liebe in allen Herzen wohnen. Lasse mich nicht von Dir gehen, ohne daß Du mir eine Gnade für diese armen Seelen, für die ich jetzt bitte, gewährt hast.

wird fortgesetzt

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15. Juli
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

4. Folge

Montezuma, dem nichts in seinem Reich verborgen blieb, fürchtete, dass sich eine alte Prophezeiung erfüllte, nach der der Gott Quetzalcoatl eines Tages zurückkehren wollte, um die Herrschaft zu übernehmen. Er galt als der Gott des Windes, des Wissens und der Bildung und wollte keine Menschenopfer, da er seine Untertanen viel zu sehr liebte; er nahm lediglich Schlangen, Vögel und Falken als Opfer an (Soustelle, Das Leben der Azteken, S. 187). Der Gott Tezcatlipoca aber, der Herr der Dunkelheit, forderte Menschenopfer und daraufhin wurde Quetzalcoatl vertrieben. Auf seiner Flucht machte er Rast in dem Ort Cholula und reiste dann mit einem Boot Richtung Osten. Eines Tages aber wollte er wiederkommen. Vermutlich war es nicht Quetzalcoatl selbst, sondern sein Hohepriester Ce Acatl Topiltzin Quetzalcoatl, der sagte, dass sein Gott keine Menschenopfer wolle, da er ein Gott es Lichts und nicht der Dunkelheit sei (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 19). Für Montezuma, der auch über die vorherigen Expeditionen Córdobas und Grijalvas informiert war, muss es so ausgesehen haben, als würde Quetzalcoatl zurückkehren, schließlich kamen die Spanier aus dem Osten und Cortés hatte bei der Landung schwarz getragen, eine Farbe, die mit Quetzalcoatl in Verbindung gebracht wurde. Darüber hinaus hatten weise Männer die Rückkehr dieses Gottes für das Jahr 1-Rohr und den Tag 9-Wind vorausgesagt, was genau auf den 21. April 1519, Gründonnerstag, zutraf, das Ankunftsdatum der Spanier (Carroll, Our Lady, S. 19]. Wie lange die Indianer insgesamt und Montezuma im Besonderen tatsächlich geglaubt haben, dass die Spanier Götter seien, ist nicht klar, aber je länger sie in Mexiko waren, desto unwahrscheinlicher ist es, da im täglichen Leben deutlich war, dass die Spanier wie die Indianer Menschen waren. Cortés hat die Möglichkeit, die Macht als vermeintlich zurückgekehrter Gott an sich zu reißen, nicht genutzt, da ihm das als Christ und Katholik unmöglich war und er auch ein großes Risiko eingegangen wäre (Carroll, Our Lady, S. 45).

Obwohl Montezuma den Kontakt mit den Neuankömmlingen verboten hatte, hielten sich zwei hohe aztekische Adelige nicht daran; Atonal und Tlamapanatzin kamen mit einem geheimen Buch über Quetzalcoatl, dessen Verbrennung Montezuma befohlen hatte, zu Cortés und baten ihn, sie von der Tyrannei ihres Herrschers zu befreien; im Gegenzug wollten sie ihm das Buch geben. Er sagte ihnen, wenn sie ihm dienen wollten, müssten sie sich taufen lassen, ihre Taufe fand Ende Mai 1519 statt (Carroll, Our Lady, S. 28).

Etwa zur gleichen Zeit traf eine Abordnung der Totonaken aus Cempoala bei Cortés ein. Sie baten ihn, ihnen zu helfen, ihre Freiheit von den Azteken wiederzuerlangen, die die Provinz Cempoala erst seit kurzem ihrem Reich hinzugefügt hatten und nun hohe Tributleistungen verlangten. Cortés sah die Möglichkeiten, die die politische Situation in Mexiko ihm bot; durch die Expansion und die Unterdrückung der anderen Indianer hatten sich die Azteken keine Freunde gemacht und die Unzufriedenheit dieser Stämme war der Punkt, an dem Cortés ansetzen konnte, um Verbündete zu gewinnen. Auf dem Weg nach Cempoala sahen die Spanier in allen Ortschaften Beweise für den blutrünstigen Opferkult, der im ganzen Reich ausgeübt wurde. Dies bestärkte sie darin, das Land zu erobern und diesem dämonischen Treiben ein Ende zu setzen. Bevor Cortés seinen Marsch Anfang Juni 1519 nach Mexiko begann, gründete er noch die Niederlassung Villa Rica de la Vera Cruz, in der etwa ein Drittel seiner Leute als Garnison zurückbleiben sollte. Er ließ sich auch von seinen Männern zum Generalkaptän wählen, um sein Vorhaben zu legitimieren. Für den Fall, das ihn jemand nicht begleiten wollte, bot er ein Schiff an, mit dem sie nach Kuba zurückkehren konnten, aber keiner nahm dieses Angebot an, auch nicht die Anhänger von Velázquez, die Cortés nicht wohlgesonnen waren. Alonso Hernández Portocarrero und Francisco de Montejo wurden mit einem Schiff nach Spanien geschickt, um einen Bericht an den König zu überbringen, mit dem Cortés sein Vorgehen in Mexiko und auch in Hinblick auf Velázquez legitimieren wollte; an Bord waren auch die wertvollen Geschenke, die sie bis dahin von Montezuma erhalten hatten. Die anderen Schiffe wurden bewusst auf Grund gesetzt, um einerseits zu verhindern, dass sich Teile der Garnison aus dem Staub machten, andererseits, um deutlich zu machen, dass Cortés nicht gewillt war, dieses Unternehmen zu irgendeinem Zeitpunkt abzubrechen.

Wird fortgesetzt.

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14. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

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Meine Predigt über den Gott über uns, mit uns und in uns habe ich auf der Seite mit Spaemanns berühmten Aufsatz über Rationalität und Gottesglaube, die Predigt Berufen in die Herrlichkeit auf der Wunderseite eingebettet. Mein Youtube-Video über die menschliche Handlung ist auf der Gewissensseite, mein Podcast über die Gretchenfrage unseres Glaubens auf der Kreuzseite eingebettet.


14. Juli
Quo primum

Vor 450 Jahren, am 14. Juli 1570, setzte der hl. Papst Pius V. mit der Bulle Quo primum das von ihm im Auftrag des Trienter Konzils herausgegebene Missale Romanum für den römischen Ritus in Kraft.
“... Nun hatten Wir gemäß den Beschlüssen des Heiligen Konzils von Trient über die Herausgabe und die Verbesserung der Heiligen Bücher, nämlich des Katechismus, des Missales und des Breviers zu verfügen. Nachdem mit Gottes Zustimmung der Katechismus zur Belehrung des Volkes herausgegeben und das Brevier zum schuldigen Gotteslob verbessert worden war , mußten Wir Uns, damit dem Brevier das Missale gebührend entspreche (da es sich gar sehr geziemt, daß in der Kirche Gott auf einheitliche Art gelobt und die Messe auf einheitliche Art gefeiert werde), der noch verbliebenen Aufgabe zuwenden: das Missale selbst herauszugeben. Wir hielten es darum für richtig, diese Bürde ausgesuchten Gelehrten zu übertragen. Nach sorgfältiger Untersuchung der alten Bücher Unserer Vatikanischen Bibliothek sowie anderer, von überall herbeigeholter, verbesserter und unverderbter Handschriften, ebenso auch der Überlegungen der Alten und der Schriften anerkannter Autoren, die Uns Aufzeichnungen über die heilige Einrichtung der Riten hinterlassen haben, stellten diese gelehrten Männer das Missale nach Vorschrift und Ritus der Heiligen Väter wieder her....”


13. Juli
Das Zitat

Wenn die Sünde bereut und gutgemacht ist, behindert sie unseren Herrn nicht. Was Ihn hindert, ist unser Mangel an Hoffnung.

Maria von Jesus Mercier, Gründerin des Karmels von Paray-le-Monial (1853-1917)


13. Juli
Clelia Barbieri

Vor 150 Jahren, am 13. Juli 1870, starb in Bologna im Alter von 23 Jahren die Mystikerin Clelia Barbieri. Prägend für ihre spirituelle Entwicklung war u.a. die Lektüre des Buches Die Liebe zu Jesus Christus vom hl. Alfons Maria von Liguori. Sie empfing die Wundmale Jesu und wurde zur jüngsten Ordensgründerin in der Geschichte der katholischen Kirche, als sie mit 21 Jahren die Kongregation der Minime dell’Addolorata (kleine Schwestern von der Schmerzensmutter) gründete. Am 27. Oktober 1967 wurde sie selig-, am 9. April 1989 heiliggesprochen.
Im Januar 1869 betete sie: “Du siehst, o großer Gott, den entschlossenen Willen, dich zu lieben, und ich möchte dir nie mißfallen. Aber mein Elend ist so groß, dass ich dich immer beleidige. Herr öffne dein Herz und sende das Feuer deiner Liebe, um mein Herz zu entflammen und mein Herz brennen zu lassen.” Als Antwort Jesu notiert Clelia: “Du kannst nicht wissen, vielgeliebte Tochter, wie sehr ich dich liebe, wie sehr ich dir zugetan bin, wie brennend ich wünsche, dass die Heiligkeit in dir leuchte. Hab also Mut, kämpfe weiter, denn alles wird gut gehen. Wenn du zu leiden haben wirst, dann vertraue dich meinem Herzen an. Ich werde dir in der Kraft Gottes Ruhe schenken!”


11. Juli
Das größere Wunder

Zum morgigen 6. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt über die Brotvermehrung anbieten.


11. Juli
Nicht nur Koordinator

Der Bischof ist der erste Lehrer des Glaubens, nicht der Koordinator einer Vielfalt von gutgemeinten Meinungen. Theologen, die zwar disziplinär über profunde Kenntnisse verfügen und in der Wissenschaft anerkannt sein mögen, sind genauso wie einfach gläubige Katholiken zum kirchlichen Gehorsam verpflichtet.

Aus: Thorsten Paprotny, Vom Sinn des kirchlichen Gehorsams heute.


10. Juli
Podcast-Ranking 2019 IV

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Auf dem siebten Platz steht die Episode Die Liebe - Wahrheit oder Schein?, auf dem achten Platz Wir wollen dienen!


10. Juli
Cordula Wöhler

Vor 150 Jahren, am 10. Juli 1870, konvertierte die aus Mecklenburg stammende Schriftstellerin Cordula Wöhler (1845-1916), Tochter eines evangelischen Theologen, zum katholischen Glauben. Den Weg dorthin fand sie durch die Begegnung mit der katholischen Liturgie in der außerordentlichen Form des römischen Ritus und durch die Bücher von Christoph von Schmid und Alban Stolz. Cordula Wöhler ist die Verfasserin des weitbekannten Liedes “Segne du Maria”.


10. Juli
Verschlossene Auster

Vor zehn Jahren, am 10. Juli 2010, wurde der katholischen Kirche die Verschlossene Auster verliehen.


8. Juli
Do we know the Language of Love?

By P. Engelbert Recktenwald

“This is My Body.” There have perhaps never before been any words spoken into which so much love has been placed as into these words: spoken by our Lord at that Supper, when, having loved His own, He loved them to the end (Jn 13:1).

“This is My Body”: This inconspicuous little piece of bread, this host, which you see before you, is my body. This is the extent to which my love for you drives me, that I enter for your sakes into the utmost form of humiliation and vulnerability. I relinquish the outward appearance of my humanity and present myself to you as food under the form of bread. The folly of love.

“This is My Body”: This small white disc does not merely signify my body. It is not merely a symbol. It is my body. My body is present: truly, actually and substantially. For I do not only love you symbolically, but ... weiterlesen


7. Juli
Christliche Jenseitsvertröstung

Der 5. Sonntag nach Pfingsten lehrt uns, dass die uns verheißenen Güter unsichtbar sind. Aber das ist gut so. Warum das so ist, erkläre ich in dieser Predigt, die ich vorgestern in Recklinghausen gehalten habe.

Recktenwald-Predigten · 5. So. nach Pfingsten: Unsichtbare Güter

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7. Juli
Ursulinen

Vor 100 Jahren, am 7. Juli 1920, schlug die Geburtsstunde der Kongregation der Ursulinen vom Herzen Jesu in Agonie, die sich um die Erziehung minderbemittelter junger Mädchen, um Arme, Alte und Kinder kümmern. Ihre Gründerin ist die hl. Ursula Ledóchowska (1865–1939). Deren Gründungsplan wurde von Papst Benedikt XV. zunächst abgelehnt. Doch bald änderte dieser seine Meinung, so dass er mit Dekret vom 7. Juli 1920 die Heilige ermächtigte, ihr autonomes Kloster in eine religiöse Kongregation umzuwandeln und so ihre Pläne zu verwirklichen. Ursula Ledóchowska wurde 1983 selig- und 2003 heiliggesprochen. Ihre um zwei Jahre ältere Schwester Maria Theresia Ledochowska wurde 1975 seliggesprochen.


6. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Beitrag Die Kirche steht Kopf! von P. Sven Conrad FSSP wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über das Zeugnis des Heiligen Geistes ist nun auf der Geistbrausseite, jene über die Vision von Hellmut Laun auf der Evangelisierungsseite eingebettet. Die Meldungen und Stellungnahmen zum Synodalen Weg wurden durch neun weitere die Beiträge ergänzt: Die Unaufrichtigkeit geht weiter, Bitte etwas klimafreundlicher, liebe Reformer!, Komplette Neuauflage, Veräußerlichung statt Entweltlichung, Das neue Superkriterium, Synodale Parallelwelt, Kollektives Versagen und Stärker sein!


6. Juli
Fatales Urteil

Vor zehn Jahren, am 6. Juli 2010, ermöglichte der Bundesgerichtshof durch sein Urteil zur Erlaubnis der Präimplantationsdiagnostik de facto die Selektion von Menschen im Embryonalstadium. Die Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V. hatte das Urteil kritisiert.


5. Juli
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

7. Folge

Die Schwankungen und Unstimmigkeiten, die für den Erkenntnisprozeß aus der Wandelbarkeit des Ich-Bewustseins und aus der nur allmählichen Verwirklichung des Subjektscharakters im Erkennenden sich ergeben, suchen wir nun gerade durch die Herausarbeitung eines einheitlichen, seiner steten Entwicklung und seiner Identität in dieser Entwicklung sich bewußten „Ichs" zu beseitigen. Wir erkämpfen uns dadurch einen festen Ausgangspunkt für die zum Behufe der Erkenntnis anzustellenden Beobachtungen. Wie wir mit unserem Auge nur dann einen Körper scharf visieren, wenn unser Auge in der Ruhelage sich befindet, so sind wir eben auch nur nach Herstellung einer Ruhelage für unseren geistigen Blick durch Ordnung und eindeutige Bestimmung des erkennenden Subjekts im stande, den zu erforschenden Gegenstand zu fixieren und seiner Eigenart gemäß ohne Schwankungen zu umgrenzen.

Die fortschreitende Herausarbeitung des „Ich"-Charakters befreit uns also immer mehr vom Strome des Erlebens, der uns selbst fortzureißen droht, und gewährt uns jene Selbständigkeit, deren wir zur Vollziehung der Erkenntnisakte bedürfen. Erkennen ist ja kein passives Hinnehmen; Erkennen bedeutet vielmehr, von der subjektiven Seite aus betrachtet, ein Erfassen, ein Aneignen von dem jeweiligen Stand meiner Entwicklung aus und ein Einordnen in den bisher gewonnenen Schatz der Erfahrungen. Darum ist das für den Erkenntnisakt günstige Verhalten nicht eine völlige Selbstentäußerung, sondern gerade eine Steigerung der Aktivität, die uns in den Stand setzt, von einem hohen und freien Standort aus nach selbstgewählten Gesichtspunkten dasMaterial zu sichten, zu gliedern und so allmählich die in ihm verborgenen Fäden (Gesetzmäßigkeiten) in voller Reinheit herauszulösen.

Gerade weil der Erkenntnisprozeß ohne Selbständigkeit nicht realisierbar wäre, muß das ideale Erkenntnissubjekt als autonom, als absolut selbständig gedacht werden. Die Erkenntnis wäre eben dann vollendet, wenn es für den Erkennenden keine Dunkelheit, nichts lediglich Gegebenes und darum einfach Anzuerkennendes gäbe, wenn er also in der Lage wäre, alles aus eigenen Setzungen abzuleiten. Das empirische Subjekt, das wegen seiner unaufhebbaren Bedingtheit dieses Ziel nie erreichen kann, strebt wenigstens diesem Ideale nach: es hat nur soviel wirklich erkannt, als es durch selbständige Verarbeitung sich angeeignet hat.

Man verwechselt die Autonomie, die hier als Ideal des Erkenntnissubjektes gewürdigt wurde, meist mit der Willkür des landläufigen Subjektivismus. Die hier gemeinte Selbständigkeit ist indes das gerade Wider spiel von Willkür und dumpfer Laune. Die Forderung der Autonomie darf also keineswegs als ein Freibrief aufgefaßt werden für eine schrankenlose Auswirkung aller Anlagen und Neigungen des empirischen Subjekts. Autonomie bezweckt vielmehr auf sich selbst gestellte, in sich selbst ruhende Gewißheit des Subjekts, und eine derartige Gewißheit schließt nicht bloß das einfache Gegebensein der Objekte, sondern ebenso das blinde Hingegebensein an das in uns zufällig Auftauchende aus. Wenn wir in der Fähigkeit der Vergegenständlichung das konstituierende Merkmal unserer geistigen Würde sahen, so können wir die Möglichkeit der Konstruktion des autonomen Ideals als die Feuerprobe unserer Geistigkeit, als den Höhepunkt geistigen Ringens bezeichnen!

Das Erkennen als subjektive Funktion ist aber nicht lediglich durch die zu betätigende Selbständigkeit charakterisiert; es ist vielmehr, wie wir sahen, ein “Einordnen in den bisher gewonnenen Schatz der Erfahrungen”. Die Ordnung und Beherrschung der materialen Ich-Komponente kommt uns hier in ihrer Bedeutung für den Erkenntnisprozeß zum Bewusstsein: Was wir erlebt und uns durch Beachtung angeeignet haben, dient uns fortan als Hilfsmittel zur Aneignung (Apperzeption) des neu und fremdartig uns Entgegentretenden. Je reicher der so gewonnene Erfahrungsschatz ist, und je mehr er durch vielfältige Verknüpfung erregbar ist, um so besser sind wir für die Aufnahme und Beachtung des Neuen ausgerüstet, weil die zu seiner Interpretation verwendbaren Spuren präsent sind oder doch leicht präsent gemacht werden können. Auch hierbei spielt übrigens die Aktivität eine wichtige Rolle: Blitzartig knüpft sie Beziehungen des Neuen mit dem bereits Erfahrenen, die den zu erfassenden Gegenstand in einem besonderen Lichte erscheinen lassen (Intuition), und durch Erregung bald der einen bald der anderen Dispositionsreihe arbeitet sie ihn gleichsam plastisch heraus, indem sie ihn von den verschiedensten Seiten beleuchtet. So ist das Ich mit dem im Laufe seiner Entwicklung erworbenen und selbständig geordneten Erfahrungsschatz einem mehr oder minder fein gestimmten Apparat vergleichbar, der die Eindrücke nicht bloß aufnimmt, sondern auch in die uns verständliche Sprache übersetzt.

wird fortgesetzt.


3. Juli
Die vollkommene Gerechtigkeit

Zum kommenden 5. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Pharisäer... und Haltet Christus heilig in euren Herzen.


3. Juli
Selektive Barmherzigkeit

Bei der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten kennt man seit „Amoris laetitia“ Einzelfall-Lösungen – gerade auch in Deutschland. Warum ist man da barmherzig, während die deutschen Bischöfe als Gesetzesgeber bei Verweigerung der Kirchensteuer aber keine Einzelfälle und keine Barmherzigkeit kennen? Jene Minderheit, die katholisch bleiben, aber keine Kirchensteuer zahlen will, ist ja bereit, die Sendung der Kirche auf andere Weise finanziell zu unterstützen.

Aus: Guido Horst, Kirchenfinanzen: Ein Koloss auf tönernen Füßen, Tagespost vom 25. Juni 2020

Weitere Beiträge zum Thema Kirchensteuer


3. Juli
Darf der Staat öffentliche Gottesdienste verbieten?

P. Gabriel Baumann FSSP widmet sich in einem auf der Website der Petrusbruderschaft veröffentlichten Beitrag der Frage, ob der Staat öffentliche Gottesdienste verbieten darf. Es handelt sich um ein Problem, bei dem man die Prinzipienfrage von der Anwendungsfrage unterscheiden muss. Die Prinzipienfrage lautet in diesem Fall: Sind Fälle denkbar, in denen der Staat dazu das Recht hat? Oder kann man das a priori ausschließen? Wenn man es nicht ausschließen kann, stellt sich die Anwendungsfrage: Hatte die Corona-Pandemie das Verbot öffentlicher Gottesdienste gerechtfertigt? P. Baumann klärt auf der Basis der gesunden Theologie nur die Prinzipienfrage. Diese Klärung ist nötig, weil bei mancher “katholischer” Kritik beide Fragen vermischt wurden.


3. Juli
Denis Coiffet

Vor fünf Jahren, am 3. Juli 2015, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren P. Denis Coiffet FSSP. Er gehörte zu den Gründern der Priesterbruderschaft St. Petrus. 1977 war er zusammen mit P. Josef Bisig FSSP, dem langjährigen Generaloberen der Petrusbruderschaft, in Ecône zum Priester geweiht worden.


2. Juli
Das Tier im Menschen

In der Juli-Ausgabe von Kirche heute ist mein Artikel Das Tier im Menschen erschienen, in der es u.a. um die Raubtier-Ethik Nietzsches geht.


2. Juli
Errichtungen

Vor zehn Jahren, am 2. Juli 2010, wurden vier Niederlassungen der Priesterbruderschaft St. Petrus kanonisch errichtet: das Haus Saint-Maurice (La Bergerie) in Annecy (das auch als Exerzitienhaus dient), das Haus Saint-Charles in Périgueux, das Haus Annunciation of the Blessed Virgin in Phoenix, Arizona (wo P. Kenneth Walker FSSP ermordet wurde) und das Haus St. Joachim in San Diego (Kalifornien).


1. Juli
Nur eines darf man nicht

Auf theologischen Lehrstühlen, in katholischen Akademien und Verbänden darf man heute alles sagen und fordern, was der Lehre und Disziplin der Kirche widerspricht. Nur aus der öffentlich-rechtlichen Körperschaft Kirche austreten, um die Kirchensteuer zu sparen und stattdessen wirklich katholische Werke finanziell zu unterstützen – das darf man nicht. Dann trifft einen die volle Härte des kirchlichen Gesetzgebers. Auch hier offenbart das System „deutsche Kirche“ seine innere Logik. Und die riecht ziemlich nach Geld.

Aus: Guido Horst, Zurück zum Kerngeschäft, Tagespost vom 25. Juni 2020

Weitere Beiträge zum Thema "Kirchensteuer"


1. Juli
Personalpfarreien

Vor zehn Jahren, am 1. Juli 2010, wurden zwei Personalpfarreien errichtet, die der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut wurden: die Pfarrei St. Joan of Arc in Post Falls, Diözese Boise, im US-Bundesstaat Idaho, und die Pfarrei Holy Family in Dayton, Diözese Cincinnati, im US-Bundesstaat Ohio.
Weltweit betreut die Petrusbruderschaft 44 Personalpfarreien, davon aber - aufgrund eines Beschlusses der Bischofskonferenz - keine einzige in Deutschland.


30. Juni
Der Lösepreis unseres Heils

Eine Predigt von mir zum morgigen Fest des Kostbaren Blutes.


30. Juni
Der Herr ist mein Heil

Der Psalm 26 lehrt uns, dass wir nichts zu fürchten brauchen. Dürfen wir uns deshalb in absoluter Sicherheit wähnen? Darüber denke ich in meiner Predigt vom letzten Sonntag nach und erinnere an das Zeugnis eines saarländischen Philosophen, dessen Bild ich auch für die Soundcloud-Veröffentlichung ausgewählt habe.

Recktenwald-Predigten · 4. So. nach Pfingsten: Der Herr ist mein Heil..

30. Juni
Marc Kardinal Ouellet

Vor zehn Jahren, am 30. Juni 2010, wurde Marc Kardinal Ouellet Präfekt der Bischofskongregation. Auf die Frage, wie ein katholischer Bischof sein muss, antwortete er einmal: “Im Kontext unserer säkularisierten Gesellschaften brauchen wir Bischöfe, die die ersten Evangelisatoren einer Diözese sind und nicht bloße Verwalter derselben. Die also imstande sind, das Evangelium zu verkünden. Die nicht nur theologisch treu zum Lehramt und zum Papst stehen, sondern auch imstande sind, den Glauben darzulegen und notfalls auch öffentlich zu verteidigen.”
Am 8. Dezember 2007, als er noch Erzbischof von Québec war, weihte er seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens.


29. Juni
Das Zitat

Die Liebe Gottes beginnt darin, dass er dem Menschen gegeben hat, für Ihn wirklich etwas bedeuten zu können. In Gott muß ein geheimnisvolles Verlangen nach dem Menschen sein. In den Augen des Unendlich-Ewigen, des Herrn, der alles ist und besitzt, muß der Mensch sehr kostbar sein, und Er will an ihm Anteil haben.

Romano Guardini


29. Juni
Brief an die Frauen

Vor 25 Jahren, am 29. Juni 1995, schrieb der hl. Papst Johannes Paul II. seinen Brief an die Frauen, in dem es u.a. heißt: "Ihr seht also, liebe Schwestern, wie viele Beweggründe die Kirche für ihren Wunsch hat, daß auf der bevorstehenden, von den Vereinten Nationen in Peking ausgerichteten Konferenz die volle Wahrheit über die Frau zutage treten möge. Man möge wirklich den »Genius der Frau« gebührend hervorheben, indem nicht nur ... weiterlesen


28. Juni
Göttliches Erfolgsgeheimnis

Eine Predigt zum heutigen 4. Sonntag nach Pfingsten.


26. Juni
Verdrängte Ursprungsfrage

Soeben habe ich die 49. Folge meines Podcasts veröffentlicht. Anhand der philosophischen Streitschrift Unaufgeregter Realismus von Julian Nida-Rümelin zeige ich, wie unbefriedigend jeder Versuch ist, den Realismus unter Ausklammerung der Gottesfrage gegen jede naturalistische Umdeutung von Mensch und Moral verteidigen zu wollen.


26. Juni
Synodale Blase

Dass auch einer Theologieprofessorin Widerspruch zu einer kruden Wortmeldung etwas völlig Fremdes zu sein scheint, mag der mangelnden Relevanz von [Dorothea] Sattlers theologischen Thesen geschuldet sein. Zugleich zeigt sich aber auch, dass eine Vergewisserung darüber nottut, auf welcher Grundlage man auf dem Synodalen Weg unterwegs ist. Geht es hier um einen gemeinsamen Weg mit dem Glauben? Die Verwunderung über abweichende Meinungen junger Katholiken steht dabei exemplarisch für den Umgang des Synodalen Wegs und der ihn vorantreibenden Netzwerke. Abweichende Meinungen, kritische Anfragen, Minderheitenvoten dringen nicht mehr durch. Die Blase ist sich selbst genug.

Aus: Simon Kajan, Im Blickpunkt: Betreutes Denken?, Tagespost vom 25. Juni 2020


25. Juni
Das Zitat

Der Christ ist zum Kampfe geboren. Je heißer er ist, desto sicherer ist mit Gottes Hilfe der Sieg.

Papst Leo XIII.


25. Juni
Aloysius Winter

Vor zehn Jahren, in der Nacht zum 25. Juni 2010, wurde Prof. Dr. Aloysius Winter Opfer eines Raubüberfalls, an dessen Folgen er am 26. März 2011 starb. Ein 31jähriger Drogensüchtiger, dem Winter zuvor finanziell geholfen hatte, hatte ihn tödlich verletzt. Winter wurde am 29. Oktober 1931 im saarländischen Besch an der Mosel, Kreis Merzig, geboren. Er studierte in Trier, Rom, Münster und Mainz Philosophie und Theologie, wurde 1956 von Franz Kardinal König zum Priester geweiht und promovierte 1960 in Theologie mit einer Arbeit über den Hebräerbrief. Von 1975 bis 2000 lehrte er als ordentlicher Professor für Religionsphilosophie, Fundamentaltheologie und philosophisch-theologische Propädeutik an der Theologischen Fakultät Fulda. Prof. Dr. Christoph Gregor Müller, Rektor der Theologischen Fakultät Fulda, würdigte Winter, der auch ein Kantexperte war, als “akribischen Wissenschaftler, engagierten Hochschulprofessor, scharfsinnigen akademischen Lehrer und bis ins Alter mitsorgenden Kollegen”. Winter war einer der wenigen Priester des Bistums Fulda, die die hl. Messe im überlieferten Ritus feierten und dafür auch Verkennung auf sich nahmen.


24. Juni
Podcast-Ranking 2019 III

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Auf dem fünften Platz steht die Episode Unfehlbares Konklave?, auf dem sechsten Platz Von Greta lernen.


24. Juni
Drewermanns Gesundheitslehre

Ich allein bin genug (ein Echo des „Gott allein ist genug“ der Teresa von Avila), in mir, in den Tiefenschichten meiner Psyche, gilt es, meine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das ist die Gesundheitslehre des Religiösen, um die es Drewermann geht. Als symbolische Textur ist Gott eine Chiffre fürs Ich, eine therapeutische Ressource, die Drewermann zu heben sucht, wo er sie findet: bei Freud, den Brüdern Grimm, Kierkegaard, Saint-Exupérys kleinem Prinzen, bei Gandhi, Buddha, Dostojewski und in den eigenen Träumen zumal.

Aus: Christian Geyer, Und erlöse uns von dem Über-Ich. Drewermann wird 80, in der FAZ, online am 20. Juni 2020


23. Juni
Jahresranking 2019: Die Top 100

Fünfter Teil: Die Plätze 81 bis 100

Wie im letzten Jahr gebe ich die 100 auf kath-info meistgelesenen Seiten des vorangegangenen Jahres in mehreren Schritten bekannt. In der rechten Spalte ist zu sehen, um wie viele Plätze der jeweilige Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.

Platz Jahresranking 2019
Die Top 100 von über 660 Seiten
5. Teil: Die Plätze 81-101
Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
81

Bischof Morlino: Brief über den sexuellen Missbrauch

neu
82

Richard Wurmbrand: Gefoltert für Christus / Rahho / Trcka

- 2
83

Recktenwald: Moral ohne Gott?

- 20
84

Petra Kehl: St. Brendan der Seefahrer

+ 71
84

Hesse: Das Evangelium im Widerstreit der Theologen II

+ 6
86

Klaus Gamber und der Zusammenbruch eines Tabus

+ 113
87

Baumann: Wie die Engel im Himmel / Hl. Alfons: Die Seele im Himmel

- 16
87

Miriam Schilling: Vergib mir Natascha. Eine Rezension

- 18
89

Über Christ in der Gegenwart

- 7
89

Scheeben: Das Mysterium der hl. Dreifaltigkeit, 2. Seite

- 8
91

Spaemann: Die europäische Kultur und der banale Nihilismus

+ 17
92

Urs Keusch: «Ich bin nicht zornig, weil ich Gott habe»

+ 191
93

Renate Krüger: die „Hymnen an die Kirche“ Gertruds v. le Fort

+ 9
94

Sophie Scholl. Die letzten Tage

- 2
95

Die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria

+ 9
96

Georges Bernanos

+ 5
97

Josef Bordat: Peter Wusts Ungewißheit und Wagnis

- 13
98

Beiträge zur Unauflöslichkeit der Ehe

+ 2
99

Der synodale Weg

neu
99

Kamenicky: Die auf dich warten

+ 27
101

Prosinger: Du sendest Deinen Geistbraus

+ 67

Zu den Plätzen 1 bis 80


22. Juni
Werden sie respektvoll wahrgenommen?

Die Mundkommunion drückt durch ihre Form aus, daß ich mich voller Erwartung ganz dem Herrn öffne, über den kein Mensch jemals verfügen kann. Diese Haltung gläubiger Offenheit kann als Ausdruck eucharistischer Kultur des Empfangens gesehen werden. Hierbei geht es nicht um ein rein technisches Entgegennehmen, sodaß man in den anderen Modus wechseln könnte. Gläubige, die in der außerordentlichen Form praktizieren, haben nun lange auf die sakramentale Kommunion verzichtet. Zu tadeln, daß sie nicht in die andere Form wechseln, verletzt ihr Empfinden. Sie vermissen, von ihren Oberhirten zumindest respektvoll wahrgenommen zu werden.

Aus: P. Sven Conrad FSSP, Kommunion: Eine Kultur des Empfangens, Tagespost-online von gestern.


22. Juni
Eugenio Pacelli

Vor 100 Jahren, am 22. Juni 1920, wurde Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., zum Nuntius für die Weimarer Republik ernannt. Er blieb es bis 1929.


20. Juni
Das Zitat

Zwischen Christentum und Weltgeist besteht allzeit ein unversöhnlicher Gegensatz. Wer es mit der Welt nicht verderben will, wird sicher Christus untreu werden.

Seliger Franz Jägerstätter


20. Juni
Podcast-Ranking 2019 II

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Auf dem dritten Platz steht die Episode Jesus Christus, auf dem vierten Platz Hat Magnus Striet Kant wirklich verstanden?


20. Juni
Christliche Hoffnung in schwerer Zeit

Vor 10 Jahren, am 20. Juni 2010, hielt ich in Trier meinen Vortrag über die christliche Hoffnung in schwerer Zeit. Der Vortrag war vom dortigen Initiativkreis organisiert worden.


19. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Predigt über das Nahtoderlebnis des Vaters von Weihbischof Laun habe ich auf der Todesstunde-Seite eingebettet, meine Predigt Bewahre sie vor dem Bösen! auf der Tolkienseite, das Video mit den Ausführungen von Prof. Josef Seifert über Amoris laetitia auf der einschlägigen Themenseite. Die Meldungen über die neueste Statistik der Petrusbruderschaft und über deren Neubeginn in Teschechien finden Sie auf der Bruderschaftsseite.


19. Juni
Archangelus Tadini

Vor 150 Jahren, am 19. Juni 1870, wurde der heilige Archangelus Tadini (1846-1912) zum Priester geweiht. Er stammte aus der Provinz Brescia, wirkte im Geist der Sozialenzyklika Rerum Novarum und gründete die Kongregation der Arbeiterinnen des Heiligen Hauses von Nazareth. Am 3. Oktober 1999 wurde er selig-, am 26. April 2009 heiliggesprochen.


18. Juni
Einschreitende Bischöfe?

Meiner Ansicht müssen auch die Bischöfe einschreiten. Als Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes repräsentiert Frau Flachsbarth ja eine bedeutende Organisation des deutschen Laienkatholizismus und gehört dem ZdK an. Meiner Meinung nach müssen die Bischöfe hier auch mal ein deutliches Wort sprechen. Sonst werden sie unglaubwürdig.

CDU-Politiker Hubert Hüppe im Interview mit Stefan Rehder, in der Tagespost vom 11. Juni 2020. Maria Flachsbarth hatte sich für zentrale Forderungen der internationalen Abtreibungslobby eingesetzt.


17. Juni
Kentlers Horrorkrimi

Es klingt, als stamme es aus einem Horrorkrimi und es war über dreißig Jahre bittere Wirklichkeit in Berlin: das sogenannte Kentler-Experiment. Der umstrittene Sexualwissenschaftler Helmut Kentler, gegen den es nie irgendein Verfahren gab, hat in den siebziger Jahren Kinder und Jugendliche ganz bewusst an pädophile Pflegeväter vermittelt. Er war der festen Überzeugung, dass „sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen nicht schädlich sind“. So wurden Findelkinder und Straßenkinder aus Westberlin in die Obhut meist alleinstehender Pflegeväter gegeben, die oft wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft waren.

Aus: Heike Schmoll, Wie Berlin 30 Jahre lang Kinder an Pädophile vermittelte, FAZ online vom 16. Juni 2020.
Helmut Kentler (1928-2008) genoss in der EKD hohes Ansehen. Er war regelmäßig Mitwirkender auf Deutschen Evangelischen Kirchentagen: 1979 in Nürnberg, 1985 in Düsseldorf, 1987 in Frankfurt am Main, 1989 in Berlin. Sein Einfluss, zusammen mit dem Einfluss weiterer pädosexuellenfreundlicher Personen wie Gerold Becker (Odenwaldschule) und Hartmut von Hentig, führte “zu einem Klima des vermeintlich liberalen Umgangs mit Sexualität in Kirche und Jugendarbeit” (Geschichten, die zählen, Band I, hg. von Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Wiesbaden 2020, S. 39). Die katholische Kirche erwies sich in ihrer Lehre resistenter gegenüber diesem Einfluss, doch gab es moderne und liberale Geistliche, denen die Kirche zu konservativ war, die sich diesem Einfluss öffneten und so dem Missbrauch auch in der katholischen Kirchen breiteren Zugang gewährten. Dies wird heute von modernen Theologen (etwa Stephan Goertz) verdrängt, und wenn jemand wie Benedikt an diese Wunde rührt, wird er heftig angegriffen, cf. meine Analyse.


16. Juni
Podcast-Ranking 2019

Bis Ende 2019 habe ich 37 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? An erster Stelle steht mit weitem Abstand Kann ein Katholik noch an die Kirche glauben? Er hatte 49,9% mehr Hörer als der Podcast auf dem 2. Platz. Das war die Episode Kritischer Verstand.


16. Juni
Entführt und zwangskonvertiert

“Allein im Jahr 2019 wurden rund 1.000 minderjährige Mädchen religiöser Minderheiten in Pakistan von Muslimen entführt, verheiratet und zwangskonvertiert”, erklärte die Menschenrechtsanwältin Aneeqa Anthony (Lahore). Der letzte aufsehenerregende Fall war die Entführung der 14jährigen Katholikin Maira Shahbaz aus Faisalaba (Provinz Punjab). Sie wurde am 28. April von drei Männern auf offener Straße in ein Auto gezerrt und entführt.


15. Juni
Gott ist kein Erpresser

Den Charakter der Zehn Gebote können wir nur verstehen, wenn wir die Einladung erkennen, die dahintersteht. Meine Predigt von gestern.

Recktenwald-Predigten · 2. So. nach Pfingsten: Das Geheimnis ...

15. Juni
Das Zitat

Eine Not kann dir mehr nützen als tausend Freuden.

Hl. Bonaventura


13. Juni
Die Prioritätenfrage

Zum morgigen 2. Sonntag nach Pfingsten kann ich die Predigt Das tägliche Gastmahl des Herrn anbieten.


13. Juni
Was den Sektor aufatmen lässt

Geburtsort des “Synodalen Weges” ist das deutschdiözesane System. Man kann kaum falsch liegen mit dem Urteil, dass der vorherbestimmte Horizont der Ziele dieses Weges identisch ist mit dem Wohlbehagen des konfessionellen Beschäftigungssektors. Der “Sektor” atmet auf, wenn Bischöfe ihre Amtsgewalt an denselben “abtreten”, anstatt - unbequem - zu führen. Der Sektor entspannt sich, wenn die Ehemoral über Bord geht. Der Sektor will Frauen und speziell nichtzölibatäre Pastoralreferenten mit der “Ordination” ausstatten, umso dringender übrigens, je geringschätziger man vom überlieferten “Priestermodell” denkt.

Aus: Franz Norbert Otterbeck, Kirchliche Weggemeinschaft oder “Synodalismus”?, in: Theologisches Mai/Juni 2020, Spalten 269-276

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


12. Juni
Als Paul VI. die Handkommunion einführte

(...) Den nächsten Satz sollte man zweimal lesen: „Es steht auch zu befürchten, daß die neue Form der Kommunionspendung Gefahren nach sich zieht: Minderung der Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Altarsakrament, Profanierung eben dieses Sakramentes und Verfälschung der rechten Lehre.“ – Was hier befürchtet wird, sind keine Peanuts! Die ‚Minderung der Ehrfurcht‘ und die ‚Profanierung‘ des allerheiligsten Altarsakramentes fällt in den Bereich des ‚Sakrilegs‘; die Verfälschung der rechten Lehre hingegen unter ‚Häresie‘ mit der zu befürchtenden Folge der ‚Apostasie‘.Mit anderen Worten: Von allem Anfang an bestand die ausdrückliche Befürchtung, der ‚neuartige‘ Modus könne für die Kirche tödlich sein!

Nach dieser so klar geäußerten Befürchtung wird in basisdemokratischer Manier das Ergebnis der oben genannten Befragung kundgetan und wie folgt kommentiert: „Nach den vorliegenden Antworten ist also offenkundig die weitaus größte Zahl der Bischöfe keineswegs der Ansicht, die gegenwärtige Praxis solle geändert werden. Ein Gefühl des Unbehagens, zumal im gottesdienstlichen Bereich, wäre bei diesen Bischöfen und sehr vielen Gläubigen die Folge, falls diese Änderung dennoch geschähe.“

Nächster Abschnitt: „In Anbetracht der Meinungsäußerung und Beratung seitens derer, die der Heilige Geist bestellt hat zu Bischöfen, um die (Orts-)Kirchen zu leiten, im Hinblick auf die Bedeutung der anstehenden Frage und auf das Gewicht der Argumente, schien es daher dem Heiligen Vater nicht angezeigt, die seit langem herkömmliche Form der Kommunionspendung zu ändern. Bischöfe und Priester und die Gläubigen ermahnt daher der Apostolische Stuhl, der geltenden und erneut bestätigten Ordnung zu folgen.“

Alles klar? – Man könnte meinen, das verhängnisvolle Dokument sei nun glücklich beendet. Doch Fehlanzeige. Leider geht es weiter, und es folgt genau das Gegenteil vom soeben Gesagten. Den nächsten Absatz möchte man in blutroten Lettern schreiben: „Um jedoch den Bischofskonferenzen zu helfen in der Erfüllung ihres Hirtendienstes, der bei den heutigen Verhältnissen oft genug allzu schwer ist, überträgt der Apostolische Stuhl dort, wo der entgegenstehende Brauch, die Handkommunion nämlich, bereits Eingang gefunden hat, diesen Konferenzen die schwere Last, gegebenenfalls die besonderen Umstände zu prüfen. Voraussetzung ist jedoch: Jegliche Gefahr einer Minderung der Ehrfurcht oder falscher Auffassungen über die allerheiligste Eucharistie ist abzuwenden.“Die Beschlüsse seien in den Bischofskonferenzen in geheimer Abstimmung mit Zweidrittel-Mehrheit zu fassen und dann dem Heiligen Stuhl vorzulegen, der „sodann die einzelnen Fälle einer sorgfältigen Prüfung unterziehen“ werde.

So endet das Dokument. Doch es folgt ein weiteres.

Hat eine Bischofskonferenz formell die Einführung des ‚neuartigen‘Modus erbeten, erhielt sie als Antwort auf den „gestellten Antrag bezüglich der Genehmigung zur Austeilung der Kommunion in die Hand der Gläubigen “den Bescheid, der Heilige Vater gestatte, dass im Gebiet der jeweiligen Bischofskonferenz „jeder Bischof nach seinem Ermessen und Gewissen die Einführung des neuen Ritus der Kommunionausteilung in seiner Diözese “genehmige, „und zwar unter der Bedingung, daß jede Möglichkeit der Überraschung auf Seiten der Gläubigen und jegliche Gefahr der Ehrfurchtslosigkeit gegenüber der Eucharistie vermieden werde“. Weiter werden zur Bewahrung dieserBedingung, folgende Regeln aufgestellt: ...

Aus: P. Martin Ramm, Kommunionhygiene. Lesen Sie den ganzen Text!


12. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meinen Artikel God’s Love as the Source of Morality habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über Christi Himmelfahrt habe ich auf der Peter-Kreeft-Seite, meinen Podcast über Kinder und Kritik auf der Museumswärterseite eingebettet. Die drei teils erschütternden Zitate von Birgit Kelle, Stefan Rehder und Stephan Baier (Lebensfähige Kinder zum Tode verurteilt, Schutzbedürftige Frauen?, Resolution gegen Polen) sind jetzt auf der Themenseite zur Abtreibung zu finden.


11. Juni
Kirchengeschichte für Kinder

Zu allen Zeiten hat die von Christus gegründete Kirche Großartiges geleistet: Sie hat eine unzählbare Schar von Helden und Heiligen hervorgebracht und sich in schwieriger Zeit bewährt! Das vorliegende Religionsbuch von P. Michael Ramm FSSP will Kindern ab 12 Jahren die Kirchengeschichte näherbringen, ohne dabei kritische Ereignisse auszuklammern oder zu beschönigen. Die Broschüre bietet auf 50 Seiten einen Streifzug durch 2000 Jahre Kirchengeschichte. Dabei wird mit historischen Quelltexten gearbeitet, die kindgerecht aufbereitet wurden. Beispiele von Heiligen verdeutlichen das segensreiche Wirken der Kirche in den jeweiligen Epochen. Aufgabenteile dienen der Vertiefung.

Die Broschüre kann gegen Spende bei der Petrusbruderschaft bestellt werden.


10. Juni
Vergiften ist kein Zeichen von Liebe

Die 48. Episode meines Podcasts trägt den Titel Credidimus Caritati. So lautete der Wahlspruch von Erzbischof Marcel Lefebvre. Es geht in dieser Episode aber grundsätzlich um die Frage, was Rechtgläubigkeit und Modernismus mit Liebe zu tun haben.


10. Juni
Unredlich

Von einer „Weiterentwicklung der katholischen Sexuallehre“ kann also keine Rede sein, wenn der Gehalt dessen, was weiterentwickelt werden soll, verloren geht. Der Hinweis [im Arbeitspapier “Zur Weiterentwicklung katholischer Sexuallehre” des Synodalforums “Sexualmoral”] darauf, dass „viele Aspekte der kirchlichen Sexualmoral“ „von einer Mehrheit der Gläubigen nicht verstanden“, „nicht als sündhaft betrachtet wird und folgerichtig auch nicht Gegenstand des Beichtgespräches“ sind, ist unredlich. Man hat bei uns diese Sexualmoral Generationen junger Menschen vorenthalten und will nun das Ergebnis dieses Versäumnisses zur Grundlage ihrer Abschaffung machen.

Aus: Christian Spaemann, Ideologie der „Vielfalt“. Auch der Synodale Weg träumt mit vom „Neuen Menschen“. Doch was bedeutet das für das christliche Menschenbild?, welt&Kirche 04, S. 7. Es handelt sich bei welt&Kirche um die 4. Beilage der Tagespost zum Synodalen Weg. Sie widmet sich dem Thema “Sexualität - braucht die Kirche Nachhilfe?” Exemplare zum Verteilen wie auch die früheren Ausgaben 1 bis 3 kann man bei der Tagespost bestellen.


9. Juni
We have already survived the more toxic epidemic

By P. Engelbert Recktenwald FSSP

It is impressive to witness the scrupulosity with which the Church does it utmost to protect people from contracting coronavirus disease. In some dioceses, not only are all public Masses suspended, but priests are forbidden from administering the sacraments even in individual cases, be it the Sacrament of Penance, Baptism, Anointing of the Sick or Holy Communion. The only exceptions are in cases of mortal danger.

But it is precisely such scrupulosity which I have found lacking for decades in the Church’s efforts to protect the faithful from contracting the virus of heresy. The one virus leads to physical death, the other to spiritual death. The one is invisible, the other is ... weiterlesen


9. Juni
Francesco Albertini

Vor 250 Jahren, am 9. Juni 1770, wurde in Rom Francesco Albertini geboren. Er war der geistliche Begleiter des hl. Kaspar del Bufalo (1786-1837) und gründete 1808 mit diesem zusammen die Bruderschaft vom Kostbaren Blut, deren Ziel die Erneuerung des Glaubens und der Kirche durch die Schulung geistlich gebildeter Laien-Missionare war. Am 29. März 1819 wurde er zum Bischof von Terracina ernannt und am 18. April geweiht. Er starb aber bereits im selben Jahr am 24. November.


8. Juni
Christenverfolgung in Nigeria

Wie die nigerianische Menschenrechtsorganisation “International Society for Civil Liberties & Rule of Law” berichtet, wurden von Jahresbeginn 2020 bis Mitte Mai mindestens 620 Christen durch Angriffe radikaler Islamisten und Fulani-Nomaden getötet. Die Angreifer hätten Hunderte Häuser und Dutzende Kirchen zerstört. 150 Tote gingen auf das Konto der radikal-islamischen Terrormiliz Boko Haram und ihrer Verbündeten, mehr als 470 auf das Konto der muslimischen Fulani-Hirten.

Aus dem PUR-Magazin, Juni 2020


8. Juni
Der Heilige Geist, der Vollender

Meine gestrige Predigt zum Dreifaltigkeitsfest (mir Gregor von Nyssa und Friedrich Nietzsche).

Recktenwald-Predigten · Dreifaltigkeit: Der Heilige Geist, der Vollender

7. Juni
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

71. Folge

§ 31. Organischer Zusammenhang der beiden Arten der Sendung als Momente einer Totalsendung. Erklärung der noch übrigen Momente

1. Aus dem Gesagten ergibt sich von selbst der Unterschied der beiden Arten der innern Sendung. Es ist klar, daß die letztere Art, für sich genommen, vollkommener die Idee der Sendung erfüllt als die erste. In der ersten nämlich werden die ewigen Ausgänge eigentlich bloß nachgebildet und nur insofern weitergeführt, als ein anderer, analoger Ausgang einer Wirkung von Gott aus in die Geschöpfe, wenn auch in noch so inniger Weise, sich an dieselben anschließt. Hier hingegen wird der Terminus des ewigen Ausganges, die prozedierende Person als solche, in Rapport mit der Kreatur gesetzt, um gerade als das, was sie durch ihren ewigen Ausgang ist, in derselben zu wohnen und sich darzustellen.

Aber in Wahrheit lassen sich diese bei den Arten der Sendung nur der Idee nach unterscheiden. Wir haben es bereits gesagt, diese beiden Arten bilden einen unzertrennlichen lebendigen Organismus, der als die eine volle Sendung betrachtet werden muß, zu welcher beide zusammenfließen. Wie das? Die Erklärung liegt schon im Vorhergehenden. Nur dadurch können wir den Heiligen Geist, der in Gott zugleich der Ausfluß der väterlichen Liebe des Vaters und der kindlichen Liebe des Sohnes ist, als das Pfand der väterlichen Liebe Gottes zu uns erfassen, daß die übernatürliche kindliche Liebe zu Gott in uns ausgegossen wird als ein Ausfluß derselben Liebe, aus welcher der Heilige Geist hervorgeht; und ebenso wird die Liebe des Heiligen Geistes nur dazu in unsere Herzen ausgegossen, daß wir durch sie das im Heiligen Geiste von Gott dargebotene Pfand seiner Liebe umfangen. Ja in gewisser Beziehung wird die übernatürliche Liebe auch eben durch den Heiligen Geist als ihr Objekt entzündet und entflammt; der Beweggrund der Liebe ist nämlich auch ein Zündstoff, ein Ferment für dieselbe, und das ist der Heilige Geist ganz vorzüglich, als der lebendige Ausdruck, die Anhauchung der göttlichen Liebe zu uns. So haben wir im Grunde nur einen Strom, einen Prozeß, in welchem der Heilige Geist zugleich als Urtypus, als Objekt und Ferment unserer Liebe in uns ausgegossen, in uns gesandt wird. Gerade in dieser dreifachen Bedeutung kann das unaussprechlich tiefe und reiche Wort des Apostels verstanden werden, wenn er sagt: “Die Liebe Gottes (die Liebe zu Gott oder auch die Gott eigene Liebe) ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.” [68]

Ähnlich beim Sohne Gottes, Nur dadurch wird der Sohn Gottes (im zukünftigen Leben und im Verhältnis auch im gegenwärtigen) als solcher der Gegenstand unseres Genusses, daß das Licht, aus dem er selbst geboren worden, das Licht der göttlichen Natur und Erkenntniskraft, wie in ihn, so auch in uns ausgestrahlt wird und in uns, ähnlich wie in ihm, einen Abglanz der Natur des Vaters hervorbringt: und umgekehrt, nur dazu wird dieses Licht in uns ausgestrahlt, daß wir den Sohn als den Spiegel des Vaters und in ihm den Vater selbst erkennen und schauen. Da aber das Objekt, wie bei der Liebe als Ferment, so bei der Erkenntnis als leuchtend und durch sein Licht das Auge anregend gedacht werden muß, so wird in gewisser Beziehung auch gerade durch das Einleuchten des Objektes die Erkenntnis hervorgebracht, so muß also der Sohn Gottes auch als ein uns entgegenstrahlendes Objekt erscheinen, das unsere Erkenntnis sollizitiert. Hier haben wir somit eine unteilbare Einstrahlung des Sohnes Gottes in unsere Seele in seinem dreifachen Auftreten als Urtypus, als Objekt und Motiv unserer übernatürlichen Erkenntnis; und dieser unteilbare und doch so reiche Prozeß, diese Sendung des Sohnes Gottes in unsere Seele hat der Apostel mit lebendigen Zügen dargestellt in den bereits erwähnten herrlichen Worten: “Gott leuchtet in unsere Herzen hinein zur hellen Erkenntnis seiner Herrlichkeit im Angesichte Christi Jesu” (2 Kor 4,6).

Die beiden Arten der Sendung bedingen sich also und durchdringen sich wesentlich und sind so enge zu einem Ganzen verschmolzen, daß sich die einzelnen Teile des Organismus kaum auseinanderhalten lassen. Der allgemeine Ausdruck für das Ganze ist der: die Sendung einer göttlichen Person geschehe darin und dadurch, daß die vernünftige Kreatur dieselbe partizipiere (die metoxé, koinonía bei den griechischen Vätern). Aber um diese Partizipation gehörig zu verstehen, muß man in derselben die Assimilation und die Verbindung mit der partizipierten Person genau unterscheiden. Ohne eine Assimilation mit der gesandten Person ist die Sendung überhaupt nicht zu denken; aber formell darin, daß die göttliche Person in der Kreatur ein Bild ihrer selbst findet, kann die Sendung oder der reale Eintritt derselben in die Kreatur nicht enthalten sein. Der reale Eintritt der göttlichen Person in die Kreatur liegt vielmehr darin, daß sie in der Assimilation und durch dieselbe mit der Kreatur sich verbindet, daß sie nämlich der Kreatur als Siegel wunderbar nahe tritt, um dieselbe mit sich zu assimilieren und durch die Assimilation sich der Kreatur als deren Eigentum zum Besitze und Genusse darzubieten. Je nachdem der Eintritt als Prinzip oder als Ziel der Assimilation gedacht wird, haben wir die Sendung der ersten oder die der zweiten Art. Da aber der erstere Eintritt durch die aus ihm resultierende Assimilation eben zum zweiten führt, so fügen sich beide Arten des Eintrittes in unlösbarer Einheit zu einer gnadenvollen Einkehr und Einwohnung zusammen.

Anmerkungen:

[68] Röm 5, 5. Zunächst will der Apostel sagen, daß die “caritas creata” durch den in uns ausgegossenen Heiligen Geist, die persönliche “caritas increata”, uns zuteil werde; aber das “gegeben werden” des Heiligen Geistes kann auch auf den durch die “caritas creata” uns zuteil werdenden Besitz desselben bezogen werden.

Wird fortgesetzt


6. Juni
Der Himmel in uns

Zum morgigen Dreifaltigkeitsfest kann ich zwei Predigten anbieten: Wir feiern den Himmel und Gott über uns - Gott mit uns - Gott in uns.


6. Juni
Bischof Andrew Francis

Vor drei Jahren, am 6. Juni 2017, starb in Lahore im Alter von 70 Jahren Bischof Andrew Francis von Multan, Pakistan. Obwohl selber Opfer mehrerer islamistischer Anschläge, arbeitete er unter schwierigsten Bedingungen aus tiefem katholischen Glauben heraus an einer Aussöhnung zwischen Christen, Muslimen und Hindus. Am 8. Dezember 2012 weihte er seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens.


6. Juni
Die Märtyrer von Uganda

Vor 100 Jahren, am 6. Juni 1920, wurden die Märtyrer von Uganda seliggesprochen. Es handelt sich um den hl. Karl Langwa (1865-1886) und 21 Gefährten. Durch die Missionare des Kardinals Lavigerie waren sie zum Glauben gekommen. Wegen ihres Glaubens wurden sie unter Mwanga II. (1884–1903) bei lebendigem Leib zerstückelt und verbrannt. Am 8. Oktober 1964 wurden sie heiliggesprochen.


4. Juni
Maria Elisabeth Hesselblad

Vor 150 Jahren, am 4. Juni 1870, wurde im schwedischen Herrljunga-Fåglavik Maria Elisabeth Hesselblad geboren. Mit 18 Jahren zog sie nach Amerika, lernte dort Katholiken kennen und konvertierte 1902 bei P. Giovanni Giorgio Hagen SJ zur katholischen Kirche. In Rom gründete sie ein Kloster der Birgittinnen, das während des Zweiten Weltkriegs Juden und andere Verfolgte aufnahm und rettete. Sie starb am 24. April 1957 in Rom. Im Jahr 2000 wurde sie seliggesprochen, 2005 wurde sie von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt und 2016 heiliggesprochen.


3. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt über die Rose, von der wir leben, habe ich auf der Seite über Freiheit und Unterwerfung eingebettet, die über das unterschätzte Geschenk auf der Gebetsseite. Meine Podcastepisode über die Kirche finden Sie auf der Seite über den mündigen Christen, Bischof Voderholzers Kritik an der Themenauswahl des Synodalen Wegs (Worum geht es?) auf der Statistikseite.


3. Juni
Luigi Padovese

Vor zehn Jahren, am 3. Juni 2010, wurde im türkischen Iskenderun Luigi Padovese, Apostolischer Vikar von Anatolien und Vorsitzender der türkischen Bischofskonferenz, von seinem Chauffeur erstochen. Dieser schnitt ihm von hinten mit dem Ruf Allahu Akbar (Allah ist groß) den Hals durch. Dass der Chauffeur, ein Muslim, einige Jahre zuvor katholisch geworden sei, wurde von seinem Anwalt wie auch von Erzbischof Ruggero Franceschini von Smyrne zurückgewiesen. Dieser war der Vorgänger Padoveses in Anatolien und kannte den Chauffeur, der der Neffe eines früheren Bürgermeisters Iskenderuns war, persönlich.


31. Mai
So schnell kann’s gehen

Vor 100 Jahren, am 31. Mai 1920, wurde die hl. Ursula Ledóchowska (1865–1939) von Papst Benedikt XV. empfangen. Die Heilige wollte ihm ihren Plan der Gründung einer Gemeinschaft vorlegen, die ihr bereits erfolgreich begonnenes Apostolat unter Waisenkindern fortsetzen sollte. Diese Audienz wurde ein Fehlschlag, weil der Papst nur lückenhaft informiert war. Der Rückschlag war für Ursula so schlimm, dass sie eine heftige Fieberattacke bekam, so dass sie von ihrer Schwester, der seligen Maria Theresia Ledóchowska, gepflegt werden musste. Doch der Papst wurde nachträglich über den wahren Sachverhalt informiert und zögerte nicht, seine Entscheidung zu revidieren. Am 7. Juli 1920 ermächtige er sie, “ihr autonomes Kloster in eine religiöse Kongregation umzuwandeln. Dies war die Geburtsstunde der Kongregation der Ursulinen vom Herzen Jesu in Agonie, die sich um die Erziehung minderbemittelter junger Mädchen, um Arme, Alte und Kinder kümmern sollte” (Quelle).
Ursula Ledóchowska wurde 1983 selig- 2003 heiliggesprochen.


31. Mai
Texas

Vor 10 Jahren, am 31. Mai 2010, wurde die Niederlassung der Petrusbruderschaft in Tyler (Texas), das Haus St. Pedro Maldonado, kanonisch errichtet.


31. Mai
Wien

Vor 25 Jahren, am 31. Mai 1995, wurde die Niederlassung der Petrusbruderschaft in Wien, das Haus St. Leopold, kanonisch errichtet.


30. Mai
Die Seele der Kirche

Eine Predigt von mir zum Pfingstfest.


30. Mai
Chesterton-Video

Vor zehn Jahren habe ich mein erstes, selbstgebasteltes Video auf Youtube veröffentlicht. Es ging über Chesterton.


30. Mai
Pierina de Micheli

Vor zehn Jahren, am 30. Mai 2010, wurde Pierina de Micheli (1890-1945) seliggesprochen. Durch ein mystisches Erlebnis im Alter von elf Jahren wurde die Mailänderin zu einer großen Verehrerin des heiligsten Antlitzes Jesu.


29. Mai
Wir brauchen standhafte Christen!

Mein neuester Podcast: Die hl. Edith Stein zeigt uns, was Standhaftigkeit in Krisenzeiten bedeutet.


29. Mai
Mary Elizabeth Lancaster

Vor einem Jahr, am 29. Mai 2019, starb im Alter von 95 Jahren Mary Elizabeth Lancaster. Sie trat in den Benediktinerinnenorden ein und legte als Schwester Mary Wilhelmina mit 20 Jahren ihre Gelübde ab. 1995 gründete sie in der Diöese Scranton zusammen mit P. Arnauld Devillers FSSP die Benediktinerinnen von Maria, der Königin der Apostel, die sich dem Gebet für die Priester widmen.


28. Mai
Fenster in die Zeitlosigkeit

Die traditionelle Liturgie ist ein wunderbarer Ausdruck unseres Glaubens - reich an Symbolen, Handlungen und Ästhetik. Ich sehe, dass sich zunehmend junge Menschen für diese Liturgie interessieren, weil sie ein Fenster in die Zeitlosigkeit öffnet, während die Zeit immer schneller rennt. Sie bietet auch einen Gegenpol zu uns selbst, indem sie das Heilige, Ewige und Vollkommene in den Fokus rückt.

Aus: Kristina Bullova, In den Sinuskurven des religiösen Lebens, in: Vatican-Magazin Mai 2020, S. 67.

Weitere Zeugnisse über die traditionelle Liturgie


27. Mai
Das Zitat

Nichts darf Ihnen als Hindernis auf dem Weg zu Ihm erscheinen. Achten Sie nicht so sehr darauf, ob Sie begeistert oder mutlos sind; es gehört zum Gesetz der Verbannung, dass man so von einer Verfassung in die andere wechselt. Glauben Sie dann, dass er sich niemals verändert, dass Er in Seiner Güte sich immer über Sie neigt, um Sie mitzunehmen und in Sich zu bergen.

Hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit


27. Mai
Sklerotische Ortskirche

Schon bei seinem [Johannes Pauls II.] ersten Deutschland-Besuch 1980 trat ihm eine Vertreterin des BDKJ gegenüber und forderte nach Ton und Inhalt, was nach Ton und Inhalt auf dem Synodalen Weg bis heute nachhallt. Einem kraftstrotzenden Inspirator der Weltkirche auf dem Weg ins dritte Jahrtausend stand zunehmend eine in Abwehrkämpfen organisierte sklerotische Ortskirche gegenüber. Die Liste der Auseinandersetzung ist lang: die Weltjugendtage störten die Kreise der kirchensteuerfinanzierten Verbandsjugend. Der Weltkatechismus wurde als Rückfall in die schwarze Pädagogik entsorgt...

Aus: Oliver Maksan, Die verpasste Chance, in der Tagespost vom 22. Mai 2020.

Weitere Schlaglichter auf den Zustand der deutschen Kirche


26. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Das Zeugnis von Pfr. Andreas Palocsay über seine Erfahrung mit den Brigittagebeten ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt Christus in der Gewalt seiner Feinde ist auf der Christkönigtumsseite eingebettet, die Predigt Erlösung ist wie Fußball auf der Erbsündeseite. Das erhellende Schlaglicht, das Hedwig von Beverfoerde auf Kentlers pädophiles Netzwerk wirft, finden Sie auf der einschlägigen Themenseite (Genderideologie: Welches Netzwerk?).


26. Mai
Eisiges Schweigen

Erinnert man sich noch an den ebenso wütenden wie pöbelhaften Proteststurm, mit dem der Essener Katholikentag von 1968 auf Pauls VI. längst als prophetisch erkannte „Pillenenzyklika“ Humanae vitae geantwortet hat? Damals hatten sich nur zwei der deutschen Moraltheologen - Gustav Ermecke und Bernhard Schöpf – auf die Seite des Papstes geschlagen. Sie wurden gnadenlos dafür abgestraft. Weiß man noch, dass Kardinal Döpfner, Vorsitzender der DBK, jenen Brief des Berliner Kardinals Bengsch an die DBK, in dem die Bischöfe der DDR sich zur Enzyklika des Papstes bekannten, einfach unterschlagen hat? Nur so konnte es zu jener „Königsteiner Erklärung“ kommen, in welcher die DBK den Gebrauch von Antikonzeptiva dem individuellen Gewissensurteil überließ. Damit war ein Dammbruch geschehen. Johannes Pauls II. wiederholte Aufforderung, die fatale Erklärung zu revidieren, wurde seitens der DBK mit eisigem Schweigen beantwortet.

Aus: Walter Kardinal Brandmüller, Wer im Glashaus sitzt, in der Tagespost vom 7. Mai 2020


25. Mai
Das Zeugnis des Heiligen Geistes

Christus sagt voraus, dass der Heilige Geist Zeugnis von ihm ablegen wird. Worin besteht dieses Zeugnis? Nach dem hl. Thomas von Aquin ist es ein dreifaches. Das habe ich gestern in der Predigt zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt erklärt.

Recktenwald-Predigten · Sonntag nach Himmelfahrt: Das Zeugnis ...

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25. Mai
Christopher Dawson

Vor 50 Jahren, am 25. Mai 1970, starb in Budleigh Salterton, Devon, England, Christopher Dawson, einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Er wurde am selben Tag geboren wie Dietrich von Hildebrand, am 12. Oktober 1889. Beide wurden auch im selben Jahr katholisch, 1914. Seine Werke trugen dazu bei, dass der Philosoph Michael Dummett zum Glauben an Gott fand. Sein berühmtestes Werk ist Die Gestaltung des Abendlandes, ebenso lesenswert ist Die wahre Einheit der europäischen Kultur.


23. Mai
Trost und Hoffnung

Morgen feiern wir den Sonntag nach Christi Himmelfahrt. Dazu kann ich drei verschiedene Predigten anbieten, die ich 2016, 2017 und letztes Jahr gehalten habe.

Themen

Engel
Englandreise
Entmytholog.
Entweltlichung
Erbsünde
Erlösung
Erneuerung
Evangelien
Evangelisierung
Evangelisierung II
Evangelium
Evolution
Exegese
Exerzitien
Exkommunikation
Falschlehrer
Familie
Familiensynode
Fasten
Fegefeuer
Fellay B.
Felix culpa
Flüchtlinge
Frau
Frauendiakonat
Freiheit
Freiheit u. Gnade
Fremde Sünden
Freundschaft
Frömmigkeit
FSSP
FSSP II
FSSPX
Führungsversagen
Fundamentalismus
Gebet
Geburt Jesu
Gehsteigberatung
Geistbraus
geistliches Leben
Gender
Genderideologie
Genderkritik
Gender Mainstr.
Generalkapitel 06
Geschlecht
Glaube
Glauben
Glaubensjahr
Glaubensregel
Glaubensschild
Glossen
Gnadenstuhl
Gnadenvorschuss
Goa
Goertz Stephan
Gold
Gott
Gott II
Gottesbegegnung
Gottesknecht
Gotteskrise
Grabeskirche
Guadalupe

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