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Ekklesiologie
Embryo
Emmaus

* * *

4. Februar
Die Mathematik Gottes

Zum morgigen Sonntag Septuagesima, dem ersten Sonntag der Vorfastenzeit, kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Die Arbeiter der elften Stunde

Der Wettkampf aus Gnade

Über den Synodalen Weg


4. Februar
Monatsranking Januar 2023

Platz Monatsranking Januar 2023
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von 770 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
2

Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation

+ 16
3

Zitatensammlung

- 1
10

Benedikt XVI.: Persönlichkeit und Pontifikat

+ 63
20

Bernward Deneke: Liebe, und dann tue was du willst

+ 2
30

In-vitro-Fertilisation

+ 12
40

Marcus Holden: Benedikt XVI. und die Reform der biblischen Exegese

+ 61
50

C. S. Lewis: Über das Naturrecht

+ 37
60

Ratzinger über den Verrat am Konzil

+ 160
100

Ratzinger: Die Konturen des Glaubens verschwinden

+ 155

Ergänzen kann man noch, dass es unter den Top 10 einen Neueinsteiger gibt, nämlich auf Platz 8 der erste kroatische Text.

Zum Ranking der Vormonate


3. Februar
QuadraCast

Die Priesterbruderschaft St. Petrus startet am 5. Februar einen spirituellen Podcast zur Fastenzeit. In diesem Trailer wird er vorgestellt. Der Name QuadraCast kommt von Quadragesima, d.i. die vierzigtägige Fastenzeit.


3. Februar
Institut für Sozialforschung

Vor 100 Jahren, am 3. Februar 1923, wurde in Frankfurt an der Johann Wolfgang Goethe-Universität das Institut für Sozialforschung gegründet. Ab 1931 wurde es von Max Horkheimer geleitet, später auch von Theodor W. Adorno. Es wurde zur Ideenschmiede der Kritischen Theorie.


2. Februar
Die Selbstabschaffung der Kirche

In der Februarausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus (S. 14 f) ist unter dem Titel Die Selbstabschaffung der Kirche meine Kritik am Orientierungstext des Synodalen Wegs erschienen


2. Februar
Benedikt und seine Kritiker 4

In diesem Aufsatz verteidige ich Benedikt gegen die massiven Vorwürfe von Alan Posener.

Die Nummer 1 finden Sie unter dem Datum vom 1. Januar, die Nr. 2 beim 5. Januar, Nr. 3 beim 13. Januar.


1. Februar
Jonnys Entdeckung

In der 79. Episode meines Podcasts erkläre ich, welche Erkenntnisse Ludwig Wittgenstein und Hugo Ball gemeinsam haben.


1. Februar
Aloisius Variara

Vor 100 Jahren, am 1. Februar 1923, starb in Cúcuta, Kolumbien, im Alter von 48 Jahren der italienische Missionar Aloisius Variara SDB. Als Zwölfjähriger kam er am 1. Oktober 1887 nach Turin ins Oratorium, wo er noch den hl. Don Bosco kennenlernte, der am 31. Januar 1888 starb. Über seine erste Begegnung mit dem Heiligen schrieb Variara:

„Es war Winter und wir befanden uns eines Nachmittags beim Spielen im großen Hof des Oratoriums, als man plötzlich von allen Seiten 'Don Bosco, Don Bosco' rufen hörte. Unvermittelt blickten wir alle in die Richtung, aus der unser guter Vater auftauchte, den man in seinem Wagen spazieren fahren wollte. Wir folgten ihm bis zu der Stelle, wo er das Gefährt besteigen musste; sofort sah man ihn von seiner geliebten Jungenschar umgeben. Ich suchte völlig außer Atem nach einem Platz, von wo aus ich ihn nach Herzenslust betrachten konnte, denn ich wollte ihn unbedingt kennenlernen. Ich näherte mich, soweit ich konnte, und in dem Augenblick, als man ihm auf den Wagen half, traf mich ein gütiger Blick und seine Augen ruhten interessiert auf mir. Ich weiß nicht, was ich in jenem Moment verspürte… es war etwas, das ich mit Worten nicht beschreiben kann! Es war einer der glücklichsten Tage für mich; ich war sicher, einen Heiligen kennengelernt zu haben und dass dieser Heilige in meiner Seele etwas gelesen hatte, das nur Gott und er wissen konnten.“

1891 trat Variara bei den Salesianern Don Boscos sein, ging 1894 nach Kolumbien, um sich dort um die Leprakranken zu kümmern, empfing 1898 die Priesterweihe und gründete 1905 die Kongregation der Töchter der Heiligen Herzen Jesu und Mariä, die sich ebenfalls der Seelsorge an den Leprakranken widmen sollten.

Am 14. April 2002 wurde er seliggesprochen.


1. Februar
Ernst Troeltsch

Vor 100 Jahren, am 1. Februar 1923, starb in Berlin im Alter von 57 Jahren der protestantische Theologe Ernst Troeltsch, ein Vertreter der Religionsgeschichtlichen Schule. Bei ihm hatte in Heidelberg Gertrud von Le Fort studiert.


31. Januar
Ludwig Maria Grignion de Montfort

Vor 350 Jahren, am 31. Januar 1673, wurde in Montfort-sur-Meu in der Brétagne der hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort geboren. Er war ein glühender Marienverehrer, lehrte eine besondere Weihe an die Muttergottes und empfahl aufs innigste das tägliche Beten des Rosenkranzes. Der hl. Papst Johannes Paul II. zitiert ihn in seinem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virignis Mariae“. Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort starb am 28. April 1716. 1888 wurde er selig-, 1947 heiliggesprochen.


30. Januar
Liebe dich selbst wie deinen Nächsten!

In dieser Predigt, die ich gestern gehalten habe, erkläre ich, wie man die Aussagen aus der Lesung (Röm 13, 8-10) verstehen soll: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ „Die Liebe ist die Fülle des Gesetzes.“ Es ist gar nicht so einfach, sich selbst zu lieben.


30. Januar
Columba Marmion

Vor 100 Jahren, am 30. Januar 1923, starb im belgischen Maredsous im Alter von 64 Jahren der aus Dublin stammende geistliche Schriftsteller Abt Columba Marmion OSB. Am 3. September 2000 wurde er seliggesprochen.


29. Januar
Das Zitat

Furcht ist nicht Angst. Angst erzeugt Enge, sie lähmt, sie verzerrt das Bild der Wirklichkeit. Die Furcht vor dem, was man wirklich fürchten muss, macht hellwach, sehend und motiviert zu entschlossenem Handeln. Gottesfurcht war es, die, als Anfang der Weisheit, den ersten Menschen bewegte, der mit Jesus ins Paradies kam, den Schächer zur Rechten Jesu, der zu seinem Leidensgenossen, der Jesus verspottet, sagt: “Fürchtest auch du Gott nicht?”

Robert Spaemann in seinem Kommentar zum Psalmvers 111,10: “Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit”, in: Robert Spaemann, Meditationen eines Christen. Eine Auswahl aus den Psalmen 52-150, Stuttgart: Klett-Cotta 2016, S. 130.


29. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meinen Aufsatz Wir suchen am falschen Ort habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Podcastfolge Ratzingers Gotteshypothese ist auf Rademachers Wahrheitsseite, meine Predigt über das wahre Licht, das jeden erleuchtet, auf Edith Steins Weihnachtsseite eingebettet. Die Auskunft von Kardinal Burke, warum die Revolutionäre das Motu proprio Summorum Pontificum lästig finden, gibt’s auf der Bayonne-Seite.


28. Januar
Treuer Retter

Zum morgigen vierten Sonntag nach Erscheinung kann ich folgende zwei Predigten anbieten:

Der Sturm auf dem See

Jesus rettet


28. Januar
Pierre Gaudray

Vor zehn Jahren, am 28. Januar 2013, starb im Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad im Alter von 90 Jahren der aus Le Havre stammende Priester Pierre Gaudray. Zu den Themen seines Lebens gehörten die Pfadfinder und die deutsch-französische Versöhnung und Verständigung. Befreundet mit P. Andreas Hönisch, kam er im September 1988 als Beichtvater für die Novizen der SJM nach Mussenhausen. Seit 1994 wirkte er als Beichtvater und Spiritual im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad.


27. Januar
Keep unearthly his heart ...

By P. Engelbert Recktenwald

O Jesus, eternal Priest,
keep Your priest within the shelter of Your
Sacred Heart,
where none may harm him.
Keep unstained his anointed hands,
which daily touch Your Sacred Body.
Keep unsullied his lips,
daily purpled with Your Precious Blood.
Keep pure and unearthly his heart,
sealed with the sublime mark of
Your glorious Priesthood.
Let Your holy love surround him and
shield him from the world's contagion.
Grant him with the power to change bread and wine,
also the power to change men's hearts.
Bless his labors with abundant fruit and
may the souls to whom he ministers be his
joy and consolation here and in heaven
his beautiful and everlasting crown.
Amen.

St. Therese of the Child Jesus

The prayer of St. Therese contains in a nutshell the entire Catholic doctrine on the Priesthood. The saint makes a threefold statement about the being of the priest:

1. He belongs to Jesus („...keep Your priest...“);

2. His heart is sealed;

3. He possesses the power to change bread and wine.

Concerning no. 1: The priest belongs to Jesus, i. e. through his priestly ordination he is pledged to  him, consecrated to him, in a special way. The priesthood of the individual priest is nothing other than a  sharing in the High Priesthood of Jesus Christ. The state of being consecrated to God is what constitutes the sacrality, the objective holiness of the priest. Just as sacred objects, for instance a chalice, are withdrawn from profane use and are reserved exclusively for use in Holy Mass, so the priest as a person is forever and entirely consecrated to God. The concept of a temporary priesthood or in the sense of a part-time job is a radical contradiction to this characteristic trait of the priesthood. And just as a sacred object can be desecrated through profane use, so can ... weiterlesen


26. Januar
Moralische Werterkenntnis

Auf CNA ist die 33. Folge meiner Serie Um eine Philosophie des Guten erschienen.


26. Januar
Erhebung des hl. Franz von Sales

Vor 100 Jahren, am 26. Januar 1923, erhob Papst Pius XI. in seiner Enzyklika Rerum omnium den hl. Franz von Sales zum Patron aller katholischen Schriftsteller. In dieser Enzyklika geht der Papst ausführlich auf Leben des hl. Franz von Sales ein und empfiehlt die Lektüre seiner Werke, besonders der Philothea. Unter anderem schreibt er:

"Ermahnt die Gläubigen in erster Linie zur Nachahmung der Sanftmut des heiligen Franz von Sales. Diese Tugend ist fürwahr die reinste und getreueste Widerspiegelung der Güte Jesu Christi und übt eine mächtige Anziehungskraft auf die Menschen aus. Hätte sie einmal alle Menschen erfasst, dann wären gewiss die öffentlichen und privaten Beziehungen mit Leichtigkeit zu regeln. Ist diese Tugend, die man mit Recht als den schönsten Ausdruck der göttlichen Liebe bezeichnen könnte, nicht die sicherste Grundlage für Ruhe und Eintracht in Familie und Staat? Und gewinnt nicht das Apostolat der Priester wie der Laien, gerade wenn es vom Geiste der christlichen Sanftmut beseelt ist, gewaltig an Kraft und wohltätigem Einfluss auf alle Gesellschaftskreise? Ihr seht wohl ein, wie wichtig es ist, dass die Christen das erhabene Beispiel des heiligen Franz von Sales tief beherzigen und dessen Lehre zu ihrer Lebensregel machen. Ein ausgezeichnetes Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, ist die möglichst weite Verbreitung der eben genannten Bücher und Schriften. Diese Werke, die eine allgemeinverständliche und ansprechende Lektüre sind, werden in den Seelen das Verlangen nach echter und solider Frömmigkeit wecken."


25. Januar
Ressourcenverschwendung

Die katholische Laieninitiative Neuer Anfang fordert die sofortige Einstellung aller weiteren Vorbereitungen zur Installation eines „Synodalen Ausschusses“. Wo kein legitimes Ziel mehr vorhanden ist, braucht es keine Ressourcenverschwendung, um untersagte Gremien zu organisieren – es sei denn man will die Katholische Kirche in Deutschland mit voller Fahrt in den Abgrund einer Spaltung mit Rom führen. Das ernste Schreiben aus Rom ist kein gutgemeinter Serviervorschlag, sondern eine „in forma specifica“ ausgestellte – also rechtsverbindliche und auch finale – Anordnung, die keine Deutlichkeit vermissen lässt: Weder der Synodale Weg noch ein von ihm eingesetztes Organ noch eine Bischofskonferenz haben die Kompetenz, einen „Synodalen Rat“ auf nationaler, diözesaner oder pfarrlicher Ebene einzurichten.

Aus der Pressemitteilung „Sofortiger Stopp des Synodalen Ausschuss!“ der Initiative Neuer Anfang vom 25. Januar 2023

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


25. Januar
Odo von Chateauroux

Vor 750 Jahren, am 25. Januar 1273, starb in Orvieto der Theologe Odo von Chateauroux. Seit 1238 Kanzler der Universität von Paris, wurde er 1244 von Innozenz IV. zum Kardinal ernannt. 1248 wurde er Legat für das Heilige Land.


24. Januar
Verwandlungskünstler

In dieser Predigt zum zweiten Sonntag nach Epiphanie erkläre ich, warum es wichtig ist, die Gefäße bis zum Rand zu füllen.


24. Januar
Mein Podcast: die beliebtesten Folgen 2022

Platz Podcast-Jahresranking 2022
Die Top 12 von 78 Folgen
1

An das Gute glauben

2

Der doppelte Ruf

3

Ratzingers Gotteshypothese

4

Die Freiheit des Christen

5

Wir nehmen das Leben zu ernst

6

Umleitung zum Glück

7

Christliche Selbstbehauptung

8

Das Schweigen Gottes

9

Blackburns Liebhaber und Kants Irrtum

10

Er wird wiederkommen in Herrlichkeit

11 Gottesvergiftung
12 Wir suchen am falschen Ort

23. Januar
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

24. Folge

11. Glücklich die Seele, sagt der heilige Gregor, die dahin gelangt, daß ihr alles unerträglich ist, was nicht Gott ist, den sie allein liebt. Deshalb muß sie sich von aller Anhänglichkeit an die Geschöpfe hüten, damit diese nicht einen Teil dessen rauben, was Gott allein besitzen will. Wenn solche Anhänglichkeit auch erlaubt wäre, wie z.B. die Liebe zu Verwandten und Freunden, so muß man doch gar wohl bedenken, was der heilige Philipp Neri sagt, daß wir nämlich alle Liebe, die wir den Geschöpfen schenken, Gott rauben.

12. Wir müssen, gleichwie die Braut im Hohenlied, verschlossene Gärten werden. “Ein verschlossener Garten bist du, meine Schwester” (Hl 4). Jene Seelen, die den Zugang zu den Neigungen irdischer Dinge nicht öffnen, sind verschlossene Gärten. Wenn also ein Geschöpf Teil an unserem Herzen nehmen will, so müssen wir ihm den Zugang versagen und zu Jesus eilen und sprechen: “O mein Jesus, Du allein genügst mir, ich will nichts anderes, als Dich lieben! Gott meines Herzens und mein Teil in Ewigkeit, Du sollst der einzige Herr meines Herzens, meine einzige Liebe sein.” Deshalb dürfen wir denn auch nie aufhören, Gott um Seine heilige Liebe zu bitten, denn der heilige Franz von Sales lehrt uns: “Die reine Liebe Gottes verzehrt alles, was nicht Gott ist, um alles in Sich umzuwandeln."

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


22. Januar
Gegen die kuriale Zerstörung

Demütig und furchtlos waren schließlich seine seltenen öffentlichen Stellungnahmen als Papst emeritus: sein Nachruf auf Kardinal Meisner, einen der von Papst Franziskus nicht empfangenen Dubia-Kardinäle, im Juli 2017, den er als furchtlosen Hirten rühmte, der der Diktatur des Zeitgeistes immer widerstanden hatte; sein Brief zur Kirchenkrise nach dem Skandal des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker vom April 2019, in dem er sich nicht scheute, als Hauptursachen den Zusammenbruch der Moraltheologie zwischen 1960 und 1980 und die Rolle der Homosexualität zu benennen und an die Enzyklika „Veritatis splendor“ zu erinnern sowie sein Empfang am 1. August 2019 für Professor Livio Melina, den entlassenen Kopf und langjährigen Präsidenten des Instituts Johannes Pauls II. für Ehe und Familie – ein Protest ohne Worte gegen die kuriale Zerstörung des Instituts. Demütig und furchtlos ist nun sein Heimgang zum Vater. Santo subito.

Manfred Spieker über den verstorbenen Papst Benedikt in der Tagespost vom 5. Januar 2023, Diener der Freude


22. Januar
Thomas Weld

Vor 250 Jahren, am 22. Januar 1773, wurde in London Thomas Weld geboren. Als 1815 seine Frau starb, studierte er Theologie und wurde 1821 in Paris zum Priester geweiht. 1826 empfing er die Bischofsweihe, 1830 wurde er Kardinal. Er unterstützte den jüdischen Rabbiner David Drach (1791-1868), der 1823 katholisch wurde. Weld starb am 10. April 1837 in Rom.


21. Januar
Gott greift ein

Zum dritten Sonntag nach Erscheinung kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Die Heilung des Aussätzigen

Dir geschehe, wie du geglaubt hast

Gott die Entscheidung überlassen

Die Bekehrung des Mörders Jacques Fesch


21. Januar
Personalpfarrei Amsterdam

Vor zehn Jahren, am 21. Januar 2013, wurde in Amsterdam die Personalpfarrei St. Agnes errichtet und der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut. Pfarrer ist dort zur Zeit P. Martin Knudsen FSSP.


13. Januar
Eine Hochzeit, die man nie vergisst

Zum zweiten Sonntag nach Erscheinung kann ich folgende sechs Predigten anbieten:

Die Verwandlung von Wasser in Wein

Die Hochzeit zu Kana

Freude aus der Herrlichkeit

Und seine Jünger glaubten an ihn

Die Hochzeit des Neuen Bundes

Die Bekehrung des Alphons Ratisbonne


13. Januar
Benedikt und seine Kritiker 3

In diesem Aufsatz verteidige ich Benedikt und seine Bundestagsrede gegen die Kritik Rudolf Langthalers, Philosophieprofessor an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Wien.

Die Nummer 1 finden Sie unter dem Datum vom 1. Januar, die Nr. 2 beim 5. Januar.


13. Januar
Basilius Antonius Maria Moreau

Vor 150 Jahren, am 20. Januar 1873, starb in Le Mans im Alter von 73 Jahren Basilius Antonius Maria Moreau. 1821 zum Priester geweiht, wirkte er ab 1823 im Priesterseminar von Le Mans als Dozent für Philosophie und Dogmatik und als Spiritual. 1835 gründete er die „Hilfspriester von Le Mans“, 1841 die Marianitenschwestern vom Heiligen Kreuz. Am 15. September 2007 wurde er seliggesprochen.


12. Januar
Peter Beyerhaus

Vor drei Jahren, am 18. Januar 2020, starb in Gomaringen im Alter von fast 91 Jahren der evangelische Theologe Peter Beyerhaus. Er war der Vorkämpfer einer Bekenntnis-Ökumene und stand konfessionsübergreifend “im Kirchenkampf gegen eine liberale, ideologisierte und zeitgeistorientierte Theologie, die die Autorität der Bibel untergrub und das Bekenntnis der alleinigen Wahrheit des Evangeliums der Mehrheitsmeinung in wesentlichen Grundlagen anpasste und relativierte” (Ulrich Rüß).
2009 hielt er in Castel Candolfo einen der beiden Hauptvorträge auf dem Treffen des Ratzinger-Schülerkreises. 2010 veröffentlichte er zum fünfjährigen Pontifikats Benedikts XVI. eine ausführliche Würdigung in Theologisches.


12. Januar
Adolf Schurr

Vor fünf Jahren, am 18. Januar 2018, starb in Regensburg im Alter von fast 88 Jahren der Philosoph Adolf Schurr. Er stammte aus der Schule von Reinhard Lauth und schrieb ein Buch über Anselm Die Begründung der Philosophie durch Anselm von Canterbury, das ich natürlich in meiner Arbeit über Anselm berücksichtigte. Dort rechnete ich Schurr zu den drei Anselm-Interpreten, die meiner Interpretation am nächsten kommen.
Im Nachruf der Regensburger Universität heißt es über Schurr:
“Anselms Wahrheitsbegriff, aber auch die Inspiration durch den ontologischen Gottesbeweis blieben für Adolf Schurr maßgebliche Anknüpfungspunkte. In Schurrs Augen musste sich das philosophische Denken als ein uneingeschränkt universales Denken artikulieren und konnte dabei die Frage nach seinem ultimativen Gründen im Absoluten niemals aussparen. Für Schurr bildeten Erkenntnis‑, Seins‑ und Gottesfrage daher eine untrennbare Einheit. Jeder Art von philosophischer Strömung, die sich anheischig machte, diesen Zusammenhang zu zerbrechen, begegnete Adolf Schurr mit großer Skepsis, aber auch mit feinsinnigem Spott.”


12. Januar
Friedrich Ludwig Zacharias Werner

Vor 200 Jahren, am 17. Januar 1823, starb in Wien im Alter von 54 Jahren der Dichter, Freimaurer, Konvertit und Priester Friedrich Ludwig Zacharias Werner. Er gehörte zum Kreis um den hl. Klemens Maria Hofbauer.


12. Januar
Christopher Tolkien

Vor drei Jahren, am 16. Januar 2020, starb in Draguignan, Provence, im Alter von 95 Jahren Christopher Tolkien, der Sohn von J. R. R. Tolkien.


12. Januar
Alice von Hildebrand

Vor einem Jahr, am 14. Januar 2022, starb im Alter von 98 Jahren die Philosophin Alice von Hildebrand, die Witwe des Philosophen Dietrich von Hildebrand. Sie ist Autorin wichtiger Bücher, z.B. Vom Privileg eine Frau zu sein und Man and Woman. A Divine Invention.


12. Januar
Giovanni Merlini

Vor 150 Jahren, am 12. Januar 1873, starb im Alter von 77 Jahren Giovanni Merlini CPPS. Er war ein Berater Papst Pius' IX. und ein Gefährte des hl. Gaspare del Bufalo (1786-1837). Zusammen mit der hl. Maria de Mattias ASC (1805-1866) gründete er die die Adoratrici del Sangue di Cristo. Sein Seligsprechungsprozess ist eingeleitet und bereits bis zur Anerkennung seines heroischen Tugendgrades fortgeschritten.


12. Januar
Roger Scruton

Vor drei Jahren, am 12. Januar 2020, starb im Alter von 75 Jahren der Philosoph Roger Scruton. Er war neben Robert Spaemann einer der Unterzeichner der Pariser Erklärung Ein Europa, wo(ran) wir glauben können.


11. Januar
Vernunft, die zu sich selbst kommt

So baut der Papst [Benedikt XVI.] eine Brücke von Athen nach Jerusalem: Vernunft ist die Brücke, die über sich hinausgreift oder besser: über sich hinausgerissen wird – wenn sich das Denken von einem wirklichen und wirkungsvollen Gegenüber herausfordern läßt. Es stößt eben nicht nur auf sich selbst, sondern auf etwas oder jemanden, „innerer als Innen und höher als Oben“ (Augustinus). Dort rühren Denken und Glauben gemeinsam an die Grenze des Denk-Möglichen. Die Kritik einer falschen Selbstmächtigkeit der Vernunft hatte bereits „Athen“ in seinen großen Vertretern ausgesprochen: Dass Vernunft nicht im eigenmächtigen Agieren, sondern im Sich-Nehmen-Lassen von dem, was sich überraschend zeigt, zu sich selbst komme: bei Platon sogar erst in der Blendung durch das Licht außerhalb der Höhle.

Aus: Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Eine Brücke von Athen nach Jerusalem, in der Tagespost vom 5. Januar 2023

Zum Thema: Benedikt, Anwalt der Vernunft


11. Januar
Stephan Georg Schmidt

Vor zehn Jahren, am 11. Januar 2013, starb in Kaarst im Alter von 50 Jahren Stephan Georg Schmidt, Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung, Autor des Buches Publicity für das Himmelreich und Newman-Kenner. Seine Frau Maria Elisabeth Schmidt hat 2017 ein Buch über sein Sterben und ihre Ehe veröffentlicht.


9. Januar
Tragamo na pogrešnom mjestu

O paradoksalnom smislu našega života kojega moramo istodobno i pronaći i ostvariti

Pater Engelbert Recktenwald

I. Za što vrijedi živjeti

"A život sam naučila voljeti tek otkad znam za što živim." Tako je napisala Sv. Edith Stein u pismu Romanu Ingardenu 1924. godine, nakon što je on pokazao nerazumijevanje za njeno obraćenje na katoličku vjeru.

Ovom ispoviješću ona ukazuje na iskustvo mnogih: naš život ne sadrži smisao sam po sebi i u sebi, već ga zadobiva izvana, onkraj sebe. Mora postojati cilj koji našim životima daje smisao, vrijednost i značenje. Mora postojati nešto za što vrijedi živjeti. Postojanje toga „nečega“ nije u našoj moći već „to“ moramo pronaći.

Time se pokazuje osnovna osobina ljudskog postojanja: mi smo bića u potrebi. U fizičkom pogledu to je očito. Dolazimo na svijet kao ... weiterlesen


9. Januar
Die beliebtesten Predigten 2022

Platz Jahresranking 2022:
Die Top 12 (von 186) meiner beliebtesten Predigten auf Soundcloud
Verän-derung ggü. 2021
1

Über den Synodalen Weg

neu
2

Ist der Mensch gut oder böse?

- 1
3

Die Bekehrung des Mörders Jacques Fesch

neu
4

Wie denkt Gott über mich?

neu
5

Eine Theologie des Staunens

neu
6

Woran Satans Stolz zerschellt

neu
7

Wie ist es, ein Schutzengel zu sein?

+ 15
8

Dem göttlichen Navi folgen!

neu
9

Die Wahrheit über Jesu Tod

neu
10

Traditionis custodes und das Murren

- 8
11 Gebet und vollkommene Freude neu
12 Du wirst das Angesicht der Erde erneuern neu


8. Januar
Themenheft Familie

Der Durchblick hat ein Heft zum Thema Familie veröffentlicht.


8. Januar
Hochmütige Reduktion

Eine Theologie, die sich den Skandal des Kreuzes durch Interpretationen vom Halse hält und das Christentum auf allgemein plausible Lebensweisheiten reduziert, war ihm [Papst Benedikt] ein Ärgernis. Dabei dachte er besonders an den Hochmut staatlich dotierter Theologen, die den Glauben der kleinen Leute verächtlich machen. Nicht sie, so gab er zu Protokoll, sind dumm, sondern die aufgeblasenen Wichtigtuer, die in Vorlesungen und Akademievorträgen, auf Podien und Synoden ein "modern gewordenes Christentum" propagieren; die Weihnachten vom Mythos des Gottmenschen sprechen und Ostern verkünden, dass die Sache Jesu weitergeht.

Aus: Karl-Heinz Menke, Inkarnation des Geistes, in der Tagespost vom 5. Januar 2023


8. Januar
Das Zitat

Ein letztes Loslassen unserer Selbst ist nur möglich, wenn wir dabei am Ende nicht ins Leere fallen, sondern in die Hände der ewigen Liebe hinein.

Benedikt XVI. am 9. September 2007 in Wien.


7. Januar
Was Menschsein ausmacht

Zum morgigen Fest der Heiligen Familie kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Ist der Mensch gut oder böse?

Das antiutilitaristische Fest

Mit Schmerzen gesucht

AL: Wider die Zerstörung der Familie


7. Januar
Georges Salleron

Vor fünf Jahren, am 7. Januar 2018, starb im Alter von 75 Jahren P. Georges Salleron FSSP, ein Sohn des Schriftstellers und Mitbegründers der Zeitschrift Itinéraires Louis Salleron (1905‑1992). 1965 trat Georges Salleron in den Karmel ein, schloss sich aber 1970, im Gründungsjahr, der Priesterbruderschaft St. Pius X. an. 1972 empfing er von Erzbischof Marcel Lefebvre die Priesterweihe und wurde in der Diözese La Réunion inkardiniert. Damals war die Piusbruderschaft noch anerkannt, hatte aber kein Inkardinationsrecht. 1976, nach der Suspension des Erzbischofs und nach dessen öffentlicher hl. Messe und Predigt in Lille am 4. August 1976, die viel Aufmerksamkeit erregte wegen des entschlossenen Widerstands des Erzbischofs gegen die ihn verhängten Maßnahmen, verließ Salleron die Piusbruderschaft und wirkte als Priester in der Nähe von Le Mans. 1989 schloss er sich der im Jahr zuvor gegründeten Priesterbruderschaft St. Petrus an. Im Internationalen Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad gab er regelmäßig Vorlesungen in Theologie und Philosophie.


7. Januar
Herenäus Haid

Vor 150 Jahren, am 7. Januar 1873, starb in München im Alter von 88 Jahren Herenäus Haid. 1807 zum Priester geweiht, wurde er auf Empfehlung von Sailer Dozent der Exegese am Seminar in St. Gallen. 1818 wurde er Domprediger in München, 1827 Dombenefiziat. Er war „als Prediger, Katechet, Beichtvater (zeitweise auch Superior der Barmherzigen Schwestern) und Schriftsteller unermüdlich tätig“ (LThK, 1. Auflage).


7. Januar
Charles Péguy

Vor 150 Jahren, am 7. Januar 1873, wurde in Orléans der Schriftsteller und Vertreter des Renouveau Catholique Charles Péguy. Zunächst Sozialist, durchstieß er „in rückhaltloser intellektueller Redlichkeit unter dem Einfluß H. Bergsons die durch Reduktion des Wirklichen auf das Berechenbare verfälschende Begrifflichkeit der ‚monde moderne‘ und fand zum Glauben zurück, dem er in der schlichten, tiefen Gedankendichtung der Mystères, geschichtstheologisch im dichterischen Hauptwerk Ève (Paris 1914) und in den monumentalen, litaneiähnlichen Tapisseries bildkräftigen Ausdruck gab“ (LThK, 2. Auflage). Péguy fiel als Soldat am 5. September 1914 in der Marneschlacht.


6. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meinen Aufsatz Kant und die Bestimmung des Menschen habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Podcastfolge Gottesvergiftung ist auf der Religionsseite, meine Predigt "unwürdig, die Schuhriemen aufzulösen" auf der Stärke-Seite eingebettet. Das eindrückliche Zeugnis I found myself falling in love findet sich auf der Traditionis-Custodes-Seite.


6. Januar
Andreas Corsini

Vor 650 Jahren, am 6. Januar 1373, starb in Fiesole im Alter von 70 Jahren der hl. Andreas Corsini OCarm. Er wurde 1349 Bischof von Fiesole. „Sein Leben war durch Werke der Buße und Nächstenliebe (besonders gegen Arme und Sünder) ausgezeichnet“ (LThK, 1. Auflage). 1629 wurde er heiliggesprochen.


6. Januar
Alain de Solminihac

Vor 400 Jahren, am 6. Januar 1623, wurde der selige Alain de Solminihac (1593-1659) im Kloster der Regularkanoniker in Chancelade bei Périgieux zum Abt geweiht.


5. Januar
Benedikt und seine Kritiker 2

In diesem Artikel verteidige ich Benedikt gegen die Kritik der Moraltheologen Stephan Goertz und Christof Breitsameter.

Zur Nummer 1 dieser Serie siehe den Eintrag unten unter dem Datum vom 1. Januar.


5. Januar
Kulturrelativismus

Mein Aufsatz über den Kulturrelativismus ist in inzwischen auch auf academia.edu zugänglich.


4. Januar
Das wahre Licht

Den Hinweis auf diese zwei Predigten will ich noch nachholen: Die Weihnachtspredigt Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, und die Predigt Den Namen Jesu verherrlichen.


4. Januar
Wege zu Jesus Christus

Die drei Bände zu „Jesus Christus“, die er im Pontifikat neben den Enzykliken publizierte, wurden nicht nur zu internationalen Bestsellern, sondern fanden tatsächlich auch eine aufmerksame Leserschaft, unter Gläubigen ebenso wie unter Nichtchristen und Agnostikern. Mit diesen geistlich verfassten Büchern zeigte er Wege zu Jesus Christus auf und meditierte als Pontifex inmitten des Säkularismus der Postmoderne, umgeben von der sich ausbreitenden „Diktatur des Relativismus“, über den Gott, dem er von Kindheit an ganz vertraute und dem er sein Leben als gläubiger Katholik und als Priester geweiht hatte. Wer Joseph Ratzingers Schriften – und ganz besonders die Jesus-Bücher – liest, mag sich an das Wort des Apostels Paulus aus dem Römerbrief 14,8 erinnert fühlen: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.“

Aus: Thorsten Paprotny, Danke für alles, Vater Benedikt!, CNA von 1. Januar 2023


3. Januar
Unsere Vivaldi-Berufung

Meine Predigt vom 1. Januar 2023, dem Oktavtag von Weihnachten. Ich erkläre, wie wir als gläubige Christen auf das Weihnachtsereignis antworten sollten.


2. Januar
Jahresheiliger

Kirche in Not bietet auf ihrer Website die Möglichkeit an, sich einen Jahresheiligen zu ziehen.


2. Januar
In Ihm allein ist Heil

Zum heutigen Fest des heiligsten Namens Jesu kann ich diese Predigt anbieten.


2. Januar
Eine Kerze für Benedikt

Auf dieser Website kann man als Zeichen der Trauer und des ehrenden Gedenkens virtuell eine Kerze für den verstorbenen Papst em. Benedikt aufstellen.


2. Januar
Kurs halten

Die Initiative Neuer Anfang appelliert in diesem Video eindringlich an die deutschen Bischöfe, einen Kurs zu steuern, der zuverlässig katholisch ist.


2. Januar
Theresia von Lisieux

Vor 150 Jahren, am 2. Januar 1873, wurde in Alencon die hl. Theresia von Lisieux geboren. Sie hat versprochen, nach ihrem Tod Rosen regnen zu lassen.


1. Januar
Benedikt und seine Kritiker 1

Im Laufe der Zeit habe ich Papst Benedikt immer wieder gegen jene Kritik verteidigt, die ich als ungerecht erachte. In dieser Miniserie will ich daran erinnern und beginne mit dem Podcast Papst Benedikt und die Krise der Wölfe.


1. Januar
Das Zitat

Die Gemeinschaft der Heiligen ist die Gemeinschaft derer, die sich gegenseitig von der Liebe Gottes erzählen und sich gegenseitig auffordern: “Liebet den Herrn!”

Robert Spaemann
Aus: Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart 2014, S. 249


31. Dezember
Zum Tod von Papst em. Benedikt XVI.

Kommuniqué der Priesterbruderschaft St. Petrus

Mit großer Trauer hat die Priesterbruderschaft St. Petrus heute, am 31. Dezember 2022, vom Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. erfahren. Der verstorbene Papst war für unsere Gemeinschaft mehrmals eine providentielle Stütze: Als Kardinalpräfekt der Glaubenskongregation spielte er eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Priesterbruderschaft St. Petrus und besuchte sogar während der Karwoche im Jahr 1990 unser Priesterseminar in Wigratzbad. Auch nach seiner Wahl auf den Stuhl Petri blieben die Kontakte bestehen, insbesondere mit einer Privataudienz, die er den Gründern und dem damaligen Generaloberen der Petrusbruderschaft am 6. Juli 2009 gewährte. Diese Audienz bot uns die Gelegenheit, ihm für das Motu Proprio Summorum Pontificum zu danken. Erst vor wenigen Monaten richtete Papst Benedikt XVI. einen privaten Brief an den Oberen der Priesterbruderschaft St. Petrus, in dem er ihm aufgrund des Motu Proprio Traditiones Custodes Mut zusprach.

Den Priestern der Petrusbruderschaft und den ihnen nahestehenden Gläubigen liegt es am Herzen, für die Seelenruhe des verstorbenen Papstes zu beten. So werden in allen unseren Niederlassungen Totenmessen gelesen, um Gott zu bitten, „dass er diese Opfergabe annehmen möge, die wir für die Seele seines Dieners, des Papstes Benedikts XVI. darbringen; damit er, dem Gott in dieser Welt die hohepriesterliche Würde verliehen hat, im himmlischen Reich in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen werde.“ (vgl. Secreta aus der Messe für einen verstorbenen Papst)

Quelle


31. Dezember
Gegengift

Der große englische Essayist G.K. Chesterton schrieb über die Heiligen, sie seien ein Heilmittel, weil sie ein Gegengift seien. Sie erneuerten und heilten die Welt dadurch, dass sie ganz besonders in sich verkörperten, was die Welt vernachlässigt hat. So ein Mann war Benedikt XVI.

Aus dem Nachruf von Peter Seewald auf kath.net

Markus Reder über das Pontifikat Benedikts XVI.


31. Dezember
Trauer um Papst em. Benedikt

Heute ist Papst em. Benedikt gestorben. Die Tagespost-Stiftung bietet online eine Kondolenzmöglichkeit an.


31. Dezember
Aufbruch in die Ewigkeit

Zum morgigen Oktavtag von Weihnachten kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Ein Gott – ein Augenblick – eine Ewigkeit

Marianische Menschen werden!

Der selige Frederic Ozanam

Dem göttlichen Navi folgen


31. Dezember
Der Mensch als Wunschprodukt

Für den autonomen Menschen ist das Kind kein Geschenk Gottes mit eigenen Menschenrechten, sondern ein „Produkt“, über dessen Herstellung (natürliche Zeugung oder künstliche Erzeugung im Labor), genetische Ausstattung und das menschliche Umfeld beim Aufwachsen (Anzahl und Geschlecht der Erziehungsberechtigten) jeweils entschieden wird. Dabei gibt es meist zahlreiche Varianten, die nicht nur technisch möglich sind, sondern auch in immer mehr Ländern legalisiert werden: „Mit Spermien- und/oder Eizelle der biologischen Eltern; mit Samen- und/oder Eizellspende Fremder und mit Samen- und/oder Eizellspende plus Austragung durch eine Leihmutter. Vor der Einsetzung in die Gebärmutter wird das Wunschkind oft mithilfe der Präimplementationsdiagnostik einer Qualitätsprüfung unterzogen, um Kinder mit unerwünschten Eigenschaften zu vermeiden und Kinder mit erwünschten Eigenschaften zum Leben zu verhelfen. Wenn es zu Mehrlingsschwangerschaften mit zu vielen Kindern kommt, werden diese ,reduziert‘, also abgetrieben.“ Die Herstellung des Produkts „Kind“ löst sich zunehmend vom natürlichen Prozess…

Aus Stefan Luft, Der Kulturkampf erreicht sein Ziel, in der Tagespost vom 30. Dezember 2021. Es handelt sich um eine Rezension des Buches Die Neuerfindung des Menschen. Autorin des Buches ist Susanne Hartfiel (siehe auf dieser Seite den vorletzten Eintrag vom 30. Dezember).


30. Dezember
Reichtum der Stille

Außer den schon erwähnten Predigten (unter dem Datum vom 24. Dezember) kann ich noch folgende vier Weihnachtspredigten anbieten, die ich jeweils am Sonntag in der Weihnachtsoktav gehalten habe. Dieses Jahr fällt der Sonntag aus.

Tiefstes Schweigen hielt alles umfangen

Du bist der Mittelpunkt seiner Liebe

Die doppelte Sendung des Sohnes und des Geistes

Die Kraft der Stille


30. Dezember
Keine synodale Rückkehr in die Sklaverei

Naiverweise hatte ich erwartet, dass Christen sich über Neubekehrte freuen würden. Einzelne freuten sich tatsächlich. In der Mehrzahl scheiterte die freudige Aufnahme in so manche kirchliche Gruppe jedoch an meiner mangelnden Bereitschaft, alle grundlegenden Glaubensüberzeugungen der Kirche noch einmal in Frage zu stellen und auf Veränderungen hinzuarbeiten, wie sie später im Rahmen des synodalen Weges beschlossen wurden. Für mich wäre dies eine Rückkehr in die Sklaverei des Unglaubens gewesen. Ich wollte unter keinen Umständen zurück zu dem Leben, aus dem Christus mich befreit hatte.

Aus: Susanne Hartfiel, Theodramen, in: Vatican-Magazin Dezember 2022, S. 56. In diesem Text beschreibt Hartfiel ihren Weg von einer Atheistin und Kirchenhasserin zur gläubigen Katholikin.


29. Dezember
Der Liturgie gehorchen

Man konnte sich mit „Liturgiebausteinen“ eine wunderschöne „lutherische Messe“ bauen, aber es blieben eben „Bausteine“, die wir nach unserem Gusto zusammenfügen konnten. Das war keine Liturgie, sondern ein menschliches Puzzlespiel. Das war es, was mich in die katholische Messe zog: Die Liturgie war zwingend! Sie war nicht zusammengebaut, sondern gewoben. Man konnte nicht ein Teilchen durch ein anderes ersetzen. Man mußte der Liturgie gehorchen, nicht andersherum. Und da war noch etwas. Die Hütte Gottes unter den Menschen: Der Tabernakel. Ja, wir echten Lutheraner, wir waren von der Realpräsenz überzeugt…

Aus dem Bericht von Anna Diouf über ihren Weg vom Luthertum zur katholischen Kirche, am 24. Dezember 2022 erschienen auf dem Blog Pulchra ut Luna. Auf dem Blog wurde seit dem 1. Dezember täglich ein Konvertit vorgestellt.


29. Dezember
Johann Gottfried von Aschhausen

Vor 400 Jahren, am 29. Dezember 1622, starb auf dem Reichstag zu Regensburg im Alter von 47 Jahren Johann Gottfried von Aschhausen. Er war seit 1609 Fürstbischof von Bamberg und seit 1617 zusätzlich Fürstbischof von Würzburg. Als seeleneifriger und energischer Kämpfer für die tridentinische Reform berief er „1611 die Jesuiten nach Bamberg, reformierte 1618 die Benediktinerklöster beider Diözesen, hob Schulwesen und Rechtspflege, begründete die Universitätsbibliothek in Würzburg“ (LThK, 1. Auflage).


28. Dezember
Maria Amandina Jeuris

Vor 150 Jahren, am 28. Dezember 1872, wurde im belgischen Schakkebroek Paulina Jeuris geboren. Mit 15 Jahren schloss sie sich in Antwerpen den Franziskaner-Missionarinnen Mariens an und erhielt den Ordensnamen Maria Amandina. Sie kam als Missionarin nach China und erlitt zusammen mit sechs Mitschwestern am 9. Juli 1900 während des Boxer-Aufstandes den Märtyrertod. Am 24. November 1946 wurde sie selig-, am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen.


28. Dezember
Alessio Pelliccia

Vor 200 Jahren, am 28. Dezember 1822, starb in Neapel im Alter von 78 Jahren der Archäologe Alessio Pelliccia. Seit 1771 war er Professor für Ethik und Archäologie an der Universtität Neapel. Sein Hauptwerk ist das dreibändige Werk De christianae ecclesiae primae, mediae et novissimae aetatis politia (Neapel 1777/81; Köln 1829/38).


28. Dezember
Franz von Sales

Vor 400 Jahren, am 28. Dezember 1622, starb in Lyon im Alter von 55 Jahren der Fürstbischof von Genf Franz von Sales. Am 19. April 1665 wurde er heiliggesprochen.


26. Dezember
Das Zitat

Es ist jedes Mal Weihnachten, wenn du Gott erlaubst, andere durch dich zu lieben.

Hl. Mutter Teresa von Kalkutta


26. Dezember
Der Sinn der Freiheit

Der Sinn der Freiheit heißt Liebe – und nicht nochmals Freiheit. Solche Freiheit empfängt sich in jedem Augenblick aus der liebenden und freigebenden Hand Gottes. Sie ist Freiheit aus Teilhabe, sich in die Hand gegeben, um auf freie Liebe in freier Liebe zu antworten. Nur so entgeht sie dem Gang nach Absurdistan und ihrem Verschwinden in der dunklen Leere des Nihilismus.

Aus: Martin Brüske, Teilhabe am Sein aus freier Güte, welt&kirche#18


25. Dezember
Wie Satan überführt wird

In meiner Weihnachtspredigt von heute erkläre ich, warum wir zwar nicht historische Persönlichkeiten wie Bismarck oder Einstein als Säuglinge in Windeln darstellen, wohl aber den Erlöser.

Recktenwald-Predigten · Weihnachten: Woran Satans Stolz zerschellt

25. Dezember
Sandor Kovacs

Vor 50 Jahren, am 24. Dezember 1972, starb im Alter von 79 der erst 10 Monate zuvor emeritierte Bischof von Szombathely (Ungarn) Sandor Kovacs. Er weihte am 19. Juni 1955 den seligen Janos Brenner zum Priester.


24. Dezember
Alles verwandelnde Liebe

Für Weihnachten kann ich folgende sechs Predigten anbieten:

Die zwei Rechtstitel

Wie Gott alles verwandelt

Die Anbetung der Hirten

Der Gammablitz von Bethlehem

Die DNA des Christentums

Das Banausentum des Modernismus


24. Dezember
Antonio Galvao

Vor 200 Jahren, am 23. Dezember 1822, starb in São Paulo im Alter von 62 Jahren der Franziskaner Antonio Galvao. Als Seelsorger setzte er sich unermüdlich für die Armen ein. 1998 wurde er selig- und am 11. Mai 2007 als erster Brasilianer heiliggesprochen.


22. Dezember
Erneuerung oder Sackgasse?

Von der Zeitschrift durchblick ist eine Ausgabe erschienen, die ganz dem Thema Synodaler Weg: Erneuerung oder Sackgasse? gewidmet ist. Sie zeigt genau die Kritikpunkte auf. Die PDF-Ausgabe kann man sich hier auf der Website der Zeitschrift kostenlos herunterladen.


22. Dezember
Instrumentalisierung, Kapitulation, Revolution

Was also findet in Deutschland auf seinem nationalen „Synodalen Weg" statt? Vielerlei findet statt: eine Instrumentalisierung des Verbrechens und der Sünde des sexuellen Missbrauchs, um den Katholizismus neu zu erfinden; eine Zurückweisung des beständigen katholischen Verständnisses der menschlichen Liebe und ihres Ausdrucks; eine bedingungslose Kapitulation vor der Gender-Ideologie und ihrer Dekonstruktion der biblischen Vorstellung von der menschlichen Person; eine Revolution der Ekklesiologie, die im Namen einer Stärkung der Laienkatholiken die Ämter der Bischöfe und Priester ihres vollen sakramentalen Charakters beraubt; die allmähliche Reduktion der Kirche auf eine wohlhabende Nichtregierungsorganisation, die gute Werke vollbringt, welche vom politisch korrekten Konsens des Augenblicks definiert werden. Unter alledem - und hier kommen wir zum absoluten Tiefpunkt - findet sich die Zurückweisung der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Aus: George Weigel, Die deutsche Krise, die Weltkirche und Papst Franziskus. Warum der "Synodale Weg" eine Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils darstellt, in der Tagespost, Dezember 2022

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg


20. Dezember
Wer in der Kirche kniet, unterstützt klerikale Herrschaft

Anders gesagt: Wer die heilige Messe mitfeiert, stabilisiert [gemäß der in Bonn lehrenden Kirchenrechtlerin Judith Hahn] allein durch seine Teilhabe ein säkulares Hierarchiemodell in der Kirche, das etwa auf dem Synodalen Weg mehrheitlich abgelehnt wird. Darüber klärt uns also die katholische Theologie auf, die heute an Universitäten gelehrt wird – mit dem Herrschaftsinstrument an sich, der „Missio canonica“, auf die eigentlich alle Kirchenkritiker freiwillig verzichten müssten. Denn warum lehren Theologinnen und Theologen im Namen und Auftrag der Kirche des Herrn, wenn sie sich vom Glauben, von der Lehre und der Liturgie der Kirche verabschiedet haben oder die katholische Kirche neu erfinden wollen?

Aus: Thorsten Paprotny, Knien - jetzt erst recht!


20. Dezember
Sajith Joseph

Vor drei Jahren, am 21. Dezember 2019, wurde in Indien Sajith Joseph in die katholische Kirche aufgenommen. Sajith Joseph ist der Gründer der Grace Community Global, einer christlichen Gemeinschaft mit rund zwei Millionen Anhängern in über 30 Ländern.


20. Dezember
Lorenzo Perosi

Vor 150 Jahren, am 21. Dezember 1872, wurde in Tortona im Piemont der Komponist Lorenzo Perosi geboren. 1895 zum Priester geweiht, wurde er drei Jahre später Kapellmeister der Cappella Sistina in Rom. Er komponierte ca. 40 Messen und 13 Oratorien. Am 12. Dezember 1956 starb er in Rom.


20. Dezember
Kaiser Kangxi

Vor 300 Jahren, am 20. Dezember 1722, starb in Peking im Alter von 68 Jahren Kaiser Kangxi. Er wurde 1661 als Nachfolger von Kaiser Shunzhi der zweite Kaiser der Qing-Dynastie und übernahm 1667 im Alter von 13 Jahren die Regierungsgeschäfte. Durch sein Edikt vom 22. März 1692 beendete er die Christenverfolgung in China. Unter ihm erreichte die Jesuitenmission ihren Höhepunkt. Viele Jesuiten berief er in den kaiserlichen Hof als Astronomen, Techniker, Baumeister usw., darunter den berühmten Flamen Ferdinand Verbiest SJ (1623-1688).


19. Dezember
Robert Bork

Vor zehn Jahren, am 19. Dezember 2012, starb in Arlington Country, Virginia, im Alter von 85 Jahren Robert Bork, einer der bedeutendsten Juristen der USA. Er trat für das Naturrecht und das Lebensrecht ein, so dass die Abtreibungslobby und andere Kreise seine von Präsident Reagan geplante Beförderung zum beisitzenden Richter am Obersten Gerichtshof der USA durch eine aggressive Kampagne verhinderten. 2003 konvertierte Bork zum katholischen Glauben.


19. Dezember
Benedikt Werner

Vor 250 Jahren, am 19. Dezember 1772, wurde Benedikt Werner OSB (1748-1830) zum Priester geweiht. Er lehrte im Kloster Weltenburg Moraltheologie, wurde dort 1775 Prior und 1786 Abt. Er war der letzte Abt des Klosters Weltenburg vor der Säkularisation. Als das Kloster 1803 aufgelöst wurde, zog er sich als Privatgelehrter nach München zurück.


19. Dezember
Benedetto Giustiniani

Vor 400 Jahren, am 19. Dezember 1622, starb in Rom im Alter von 71 Jahren der Exeget Benedetto Gustiniani SJ. Er lehrte in Toulouse, Messina und Rom und verfasste zwei „wertvolle Kommentare zu den neutestamentlichen Briefen“ (LThK, 1. Auflage).


18. Dezember
Das Zitat

Seidem so viel Widerstand und Widerspruch auf mich zukommt, bringt mir das einen unvergleichlichen Frieden, und es ist mir wie ein Frohgefühl der nahen Heimat in Gott, die mein einziges Verlangen ist.

Hl. Franz von Sales


18. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Menkes kurze und bündige Gegenüberstellung von Kant und Luther habe ich meiner Strietkritik beigesellt. Meine Predigt über die wunderbare Bekehrung des Alphons Ratsibonne habe ich auf der Redemptoris-Mater-Seite eingebettet, meine Predigt über die theologischen Mängel des Synodalen Weges auf der Stuhlkreis-Seite. Dort habe ich auch die Bätzing-Kritik von Martin Brüske und Paprotnys Antwort auf die Romkritik des Synodalpräsisiums untergebracht. Meine Podcastfolge Wir nehmen das Leben zu ernst habe ich auf der Frömmigkeitsseite eingebettet.


17. Dezember
Als Jesus nach Ungarn kam

Zum morgigen vierten Adventssonntag kann ich folgende zwei Predigten anbieten:

Komm, Herr Jesus!

Das Lob von Gott


17. Dezember
Anselm Desing

Vor 250 Jahren, am 17. Dezember 1772, starb in Ensdorf im Alter von 73 Jahren der Universalgelehrte Anselm Desing OSB. Er wurde 1731 Prior, 1761 Abt von Ensdorf. Als Professor lehrte er in Freising und Salzburg. “Hervorragend als Historiker (...) und als Pädagog (...), auch Jurist und Mathematiker, Maler und Kupferstecher” (LThK, 1. Auflage). Literarisch bekämpfte der die französischen Deisten. Für die Akademie in Kremsmünster entwarf er den Plan für eine Sternwarte.


16. Dezember
Gottesvergiftung?

Gefahren krankmachenden Glaubens

Von P. Engelbert Recktenwald

“Mein Weg ist Liebe und Vertrauen zu Gott. Ich verstehe die Seelen nicht, die einen so zärtlichen Freund fürchten. Meine Seele ist berufen, sich Gott stets in Liebe zu nähern, nicht mühevoll auf der Leiter der Ehrfurcht. Für jene, die Gott lieben, gibt es keine Furcht vor Gerechtigkeit. Gott kennt meine Schwäche, wovor soll ich mich fürchten? Die Erinnerung an meine Sünden demütigt mich, aber sie spricht auch von Liebe und Barmherzigkeit. Meine Sünden werden sofort gelöscht, wenn ich sie mit Zuversicht ins Feuer der Liebe werfe!”

Diese Worte der sel. Zdenka Schelingová erinnern an die kleine hl. Theresia. Meine Wahl fiel auf dieses Zitat, um zu zeigen, dass diese Spiritualität keine Ausnahme darstellt. Es ließen sich beliebig viele Zitate aus allen Epochen der Kirchengeschichte beibringen, um zu belegen, wie tief dieses Gottesbild der Liebe im Glauben der Kirche verankert ist.

Dieses Gottesbild birgt in sich ein riesiges psychotherapeutisches Potential. Der Glaube an einen Gott, auf dessen Liebe man sich verlassen kann, schützt vor ... weiterlesen


15. Dezember
Freiheitsgefährdende Wahrheit?

Mein Artikel Keine Wahrheit ohne Freiheit (siehe unten unter dem Datum vom 9. Dezember), der in der äußerst empfehlenswerten Tagespost-Beilage welt&kirche erschien, ist auch direkt im Online-Auftritt der Tagespost erreichbar.


15. Dezember
Krude Fehlschlüsse

Deutliche Spuren eines solcher fundamentalen Missverständnisses finden sich auch im Grundtext des Synodalforums IV „Leben in gelingenden Beziehungen“, obwohl dessen pastoral motivierte Ausführungen zwangsläufig weit hinter dem Reflexionsniveau der theologischen Debatte um den Freiheitsbegriff zurückbleiben. Nicht nur ist das Unterfangen in sich widersprüchlich, die aus den Reformdebatten der 1970er Jahre hinlänglich bekannten Forderungen nach „wesentliche(n) Neuakzentuierungen der kirchlichen Sexuallehre“ (2) mit der empirisch haltlosen Behauptung plausibilisieren zu wollen, „dass kirchliche Sexualethik auch die Verbrechen der sexualisierten Gewalt in der Kirche begünstigt hat“ (2). Der Text changiert zudem zwischen kruden naturalistischen Fehlschlüssen und einem Freiheitsverständnis, das basale anthropologische Bestimmungen grundlos relativiert und den normativen Unterbau einer überzeugenden Orientierung am Ideal verlässlicher liebender Partnerschaftlichkeit einem gefährlichen Erosionsprozess aussetzt.

Aus: Franz-Josef Bormann, Hart umkämpfte Freiheit. Kontroversen um den Freiheitsbegriff in Texten des Synodalen Wegs, welt&kirche#18


14. Dezember
Owen Barfield

Vor 25 Jahren, am 14. Dezember 1997, starb in Forest Row (District of Wealden) im Alter von 99 Jahren der Philosoph und Schriftsteller Owen Barfield. Er war Anthroposoph, gehörte zu den Inklings, war befreundet mit W. H. Auden und C. S. Lewis und erschütterte dessen Materialismus, als Lewis noch Atheist war.


14. Dezember
Berthold von Regensburg

Vor 750 Jahren, am 14. Dezember 1272, starb Berthold von Regensburg OMin, “der größte Volksprediger des Mittelalters” (LThK). Er predigte in ganz Süddeutschland, in der Schweiz, in Böhmen, Schlesien und Frankreich. In Ungarn trat er gegen Geißlerfahrten und Judenverfolgungen auf. Er war befreundet mit dem hl. Albertus Magnus und dem Mystiker David von Augsburg.


12. Dezember
Wie Maria auch heute noch Wunder wirkt

In meiner Predigt, die ich gestern gehalten habe, erzähle ich u.a., wie Unsere Liebe Frau von Guadalupe John Bruchalski, einen Abtreibungsarzt, bekehrt hat. Heute ist ihr Festtag.


12. Dezember
Freude, die nicht trügt

Wegen Verbindungsschwierigkeiten zum Publish-Server des Portals konnte ich zwei Tage lang nichts hochladen. Deshalb folgen jetzt erst meine Predigten zum 3. Adventssonntag. Der Sonntag Gaudete ist zu schön, als dass ich ihn auslassen könnte. Es ist der einzige Tag, zu dem ich gleich sechs Predigten anbieten kann:

Lasst alle Menschen eure Güte erfahren

Mach hell die Finsternisse unseres Geistes

Freuen wir uns wirklich auf die Ankunft des Herrn?

Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt

Das Herz in Jesus Christus bewahren

Nicht würdig, ihm die Schuhriemen zu öffnen


12. Dezember
Vincent-Alexandre Jandel

Vor 150 Jahren, am 11. Dezember 1872, starb in Rom im Alter von 62 Jahren der aus Lothringen stammende Vincent-Alexandre Jandel OP. Jandel war ein Gefährte von Henri Lacordaire, der 1850 den Dominikanerorden wieder in Frankreich einführte. Im selben Jahr setzte Papst Pius IX. die Rechte des allzusehr der Dekadenz verfallenen Ordens aus und ernannte zum Leidwesen der italienischen Dominikaner kraft eigener Autorität Jandel zum Generalvikar, 1855 zum Generalmeister (dem 73.) und beauftragte ihn, den Orden zu reorganisieren. Jandel blieb bis zu seinem Tod im Amt und machte sich um die Erneuerung des Ordens verdient.


12. Dezember
César Franck

Vor 200 Jahren, am 10. Dezember 1822, wurde in Lüttlich der Komponist und Organist César Franck geboren. Zu seinen vielen bekannten Kompositionen gehört auch die Vertonung des Panis angelicus des hl. Thomas von Aquin. Am diesjährigen Osterfest wurde es in meinem Gottesdienst in der St. Clemens-Basilika gesungen (hier auf Youtube). Franck starb am 8. November 1890 in Paris.


10. Dezember
Ein Zeuge des Gebetes

Vor fünf Jahren, am 10. Dezember 2017, wurde P. Tom Uzhunnalil SDB in Mumbai mit dem Mutter Teresa-Preis ausgezeichnet. Er war im März 2016 in Jemen von islamistischen Terroristen entführt und 18 Monate lang gefangen gehalten worden. Er überstand diese Zeit vor allem durch das Gebet:
“Das Gebet ist das Beste, was Gott uns gegeben hat, und es kann alles erreichen. Während meiner Gefangenschaft bat ich den Herrn, dass sie mich bald befreien mögen, aber ich bat ihn auch, mir die Gnade zu verleihen, den Auftrag zu erfüllen, den er für mich erdacht hatte. Ich vertraute alles seinem Willen an.”


9. Dezember
Keine Freiheit ohne Wahrheit

Die 18. Ausgabe der Tagespost-Beilage welt&kirche, die gestern erschienen ist, bringt einen Aufsatz von mir, in dem ich mich mit einigen Thesen auseinandersetze, die die Theologin Saskia Wendel in ihrem Buch In Freiheit glauben vertritt. Mit ihrer Beilage welt&kirche begleitet die Tagespost kritisch den Synodalen Weg.


9. Dezember
Ordnungsliebende Anarchisten

Goethe macht auf das anthropologische Faktum Aufmerksam, daß Ehrfurcht keine natürliche Eigenschaft des Menschen ist, sondern daß er sie sich erwerben muß. In der Formlosigkeit der modernen Gesellschaft ist die alte Liturgie tatsächlich ein Fremdkörper. Sie zieht jetzt diejenigen an, die eine innere Widerstandsbereitschaft besitzen – und das kann immer nur eine kleine Elite sein – eine Elite nicht im Sinn akademischer Würden oder ökonomischer Macht wohlgemerkt, sondern an seelischer Kraft und Selbstständigkeit – die ist in allen Etagen der Gesellschaft zu finden. Die Glaubenskatastrophe hat ein Paradoxon hervorgebracht. Die alte Liturgie lebt aus einer Verehrung für Hierarchie und Ordnung, aber ihre Verteidiger haben ein anarchisches Temperament.

Martin Mosebach im Interview mit der Una-Voce-Korrespondenz


8. Dezember
Laurean Rugambwa

Vor 25 Jahren, am 8. Dezember 1997, starb in Daressalam im Alter von 85 Jahren Erzbischof Laurean Rugambwa. Von 1952 bis 1968 war er Apostolischer Vikar bzw. Bischof von Rutabo (später Bukoba genannt), von 1968 bis 1992 Erzbischof von Daressalam, der Hauptstadt Tansanias. Er war der erste einheimische Bischof Afrikas, der zum Kardinal erhoben wurde, nämlich am 28. März 1960. Zum Zeitpunkt seines Todes gab es bereits elf afrikanische Kardinäle.


8. Dezember
Marienweihe

Vor zehn Jahren, am 8. Dezember 2012, weihte Bischof Andrew Francis von Multan seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Multan liegt im pakistanischen Punjab, wo Christen immer wieder Drangsalen durch die islamische Mehrheit ausgesetzt sind. Bischof Francis war ein unermüdlicher Vorkämpfer der Aussöhnung zwischen Christen und Muslimen. Er starb am 6. Juni 2017.


7. Dezember
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

32. Folge

Unter denen, die den Glauben angenommen hatten, war auch der Oberaufseher. Diesem vertraute Xaver die Obsorge über die neuen Christen an, gab ihm eine Abschrift der Taufformel und die Erklärung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, einen Auszug der Lebensgeschichte Christi, die sieben Bußpsalmen, die Allerheiligenlitanei und ein Verzeichnis der Kirchenfeste.

Dieser Oberaufseher versammelte die Christen täglich in seinem Haus und las ihnen die Erklärung des Katechismus vor. Der Lebenswandel der neuen Christen war so erbaulich, daß sich die kleine Anzahl bald vermehrte und in wenigen Jahren über 100 betrug. Der Fürst wohnte den Versammlungen bei und ließ zwei Kinder taufen.

Einer dieser Neubekehrten schrieb ein Buch, in dem er die Geschichte der Erlösung des Menschengeschlechtes von der Sünde Adams bis zur Sendung des Heiligen Geistes beschrieb. Auf die Frage, was er dem König antworten würde, wenn er von ihm den Abfall von der Lehre Jesu Christi verlangen würde, antwortete er: "Ich würde ihm sagen: Herr, ohne Zweifel willst du, daß ich dir als dein Untertan Treue erweise. Du willst, daß ich bereit sei, für deinen Dienst zu leben und zu sterben. Du willst ferner, daß ich mit meinesgleichen in Eintracht lebe, mild gegen meine Untergebenen sei, meinen Vorgesetzten gehorche und gegenüber allen Menschen Gerechtigkeit übe. Nun, dann befehle mir ein Christ zu sein, denn ein Christ ist zu alldem verpflichtet. Wenn du mir aber verbietest, das Christentum zu bekennen, dann werde ich sofort gewalttätig, hart, stolz, ein Rebell, ungerecht, gottlos und kann für nichts mehr einstehen."

Nachdem der Heilige dem Oberaufseher noch ein Bußwerkzeug und ein Buch zum Geschenk gemacht hatte - Gegenstände, mit denen später wunderbare Heilungen bewirkt wurden - setzten Xaver seine Reise unter vielen Gefahren fort, bald zu Wasser, bald zu Land. Schließlich kamen sie am Ziel ihrer Reise an: dem Hafen von Firando. Die Portugiesen bemühten sich, Pater Xaver auf möglichst ehrenvolle Weise zu empfangen. Kanonen gaben bei seiner Ankunft Salutschüsse ab, alle Fahnen wurden gehißt, die Trompeten erschallten und auf allen Schiffen erhob man ein Freudengeschrei, als der Mann Gottes erschien. Ungeachtet seines Sträubens wurde er mit großem Pomp in den Palast des Königs geführt. Dieser feierliche Empfang und diese Pracht haben nicht wenig dazu beigetragen, ihm Achtung am heidnischen Hof zu verschaffen.

Der König von Firando, dem die Portugiesen schon gesagt hatten, was Xaver bei ihrem Gebieter vermöge, behandelte ihn mit großer Achtung, und das um so mehr, weil er wußte, daß ihn der König von Cangoximo aus seinen Staaten vertrieben habe. Um sich der Krone von Portugal gefällig zu zeigen und dem König von Cangoximo zu trotzen, gab er den Ordensmännern sogleich die Befugnis, das Evangelium Jesu Christi in seinem ganzen Reich zu predigen.

Diese nutzten die günstige Gelegenheit und machten auf den Straßen und öffentlichen Plätzen der Stadt das Gesetz Jesu Christi bekannt. Alles Volk versammelte sich um die europäischen Bonzen, um ihre Predigten zu hören. Der Heilige machte einen solchen Eindruck auf diese guten Menschen, daß er in weniger als 20 Tagen dort mehr Menschen zum Christentum bekehrte, als in Cangoximo während eines ganzen Jahres.

Da die Bekehrung dieser Menschen so leicht war, beschloß der Heilige, diese Gemeinde dem Cosmo del Torres zu übergeben, der die Bekehrung vollenden sollte, selbst aber zur Hauptstadt des Landes, Meako, zu gehen, um von dort aus die Lehre Jesu Christi in ganz Japan zu verbreiten.

Xaver trat diese Reise Ende Oktober 1550 mit zwei Japanern, Matthäus und Bernhard, an. Diese drei Reisenden kamen zu Wasser nach dem 20 Meilen von Firando entfernt liegenden Fakata, wo sie ein Schiff bestiegen, um nach dem mehr als 100 Meilen entfernten Amanguchi, einer der reichsten Städte Japans, zu reisen.

In dieser Stadt herrschte eine ungeheure Sittenverderbnis, wie gewöhnlich in den großen Städten, wo viele Leute zusammenströmen und das Laster leichter im verborgenen um sich greifen kann. Der Heilige hatte nicht die Absicht gehabt, sich hier aufzuhalten, aber die tiefe Verdorbenheit erregte sein Mitleid, so daß er nicht einmal beim König um die Erlaubnis ansuchte, die Lehre Jesu Christi predigen zu dürfen. Mit glühendem Eifer, der ihm deutlich anzusehen war, predigte er öffentlich die Wahrheiten des Glaubens. Fernandez tat dasselbe. Sie wurden von den öffentlichen Plätzen in die Häuser gerufen, wo sie ihre Lehre genauer erklären mußten. Jedoch hatte die Sinnlichkeit die Herzen der Bewohner so vergiftet und herabgezogen, daß sie, obwohl sie die Vortrefflichkeit des christlichen Gesetzes allgemein anerkannten, es doch von sich stießen, den Glaubensboten verachteten, ihn einen Betrüger nannten und seine Religion für ein Märchen hielten.

Sobald der König von Amaguchi, Orindono, von dem Geschehen unterrichtet wurde, ließ er die Missionäre vor sich kommen, fragte sie nach ihrer Herkunft, und warum sie nach Japan gekommen wären. Xaver erklärte ihm ganz kurz, daß sie aus Europa nach Japan gekommen seien, um das göttliche Gesetz zu verkünden: "Denn niemand kann selig werden, wenn er nicht Gott und seinen Sohn Jesus Christus, den Heiland und Richter aller Völker, mit reinem Herzen anbetet und ihm huldigt." Der König befahl Xaver, ihm das göttliche Gesetz zu erklären. Der Heilige las ihm daraufhin eine Stelle aus seinem Buch vor, die der König mit großer Aufmerksamkeit anhörte und sodann die Missionäre wieder entließ. Sie fuhren fort, die Wahrheiten des Glaubens zu predigen. Viele hörten mit großer Aufmerksamkeit an, was ihnen von den Taten Jesu Christi berichtet wurde, oft wurden sie bis zu Tränen davon ergriffen, doch nur sehr wenige nahmen das Christentum an. Die Zeit der Bekehrung schien für das Volk noch nicht gekommen zu sein.

Da der Heilige sah, daß sein Wirken hier kaum von Nutzen sei, reiste er mit seinen Gefährten Fernandez, Matthäus und Bernhard weiter nach Meako. Die Reise dorthin war sehr beschwerlich, die Kälte schneidend und der Schneefall so heftig, daß niemand das Haus verlassen konnte. Sie stießen überall auf dichte Wälder, steile Berge und wilde Bäche. Sie mußten gewöhnlich ohne Schuhe und Strümpfe gehen, um die Bäche und Waldteiche durchwaten zu können. Ihre Habseligkeiten trugen sie auf dem Rücken; ihre Lebensmittel bestanden in gebratenen oder am Feuer gedörrten Reiskörnern. Geld nahm der Heilige nur an, um es an die Armen zu verteilen.

wird fortgesetzt.


5. Dezember
Johannes statt Judith

In meiner gestrigen Predigt zum Zweiten Adventssonntag habe ich den entscheidenden Punkt herausgestellt, in dem in der heutigen Zeit der Täufer den Bischöfen ein Vorbild sein könnte. Johannes ist Judith Butler vorzuziehen.

Recktenwald-Predigten · Ein Rohr im Wind? Der Täufer und der Zeitgeist

5. Dezember
Erneuerung durch Relativierung?

Viele gutgläubige Katholiken in Deutschland und auf der ganzen Welt fragen sich, ob die Deutsch-Synodalen ernsthaft an eine Erneuerung der Kirche in Christus glauben, indem sie die heilsgeschichtliche Selbstmitteilung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus relativieren und uns die grobe Verletzung der göttlichen Gebote als deren befreiende Neuinterpretation verkaufen wollen.

Aus: Gerhard Kardinal Müller, Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe, kath.net vom 27. November 2022


4. Dezember
Ägidius Jais

Vor 200 Jahren, am 4. Dezember 1822, starb in Benediktbeuern im Alter von 72 Jahren der Theologe Ägidius Jais OSB. Er lehrte in Salzburg Moral- und Pastoraltheologie, ist einer “der edelsten Priestergestalten in der Zeit der ausgehenden Aufklärung” und schrieb “zahlreiche, weitverbreitete und volkstümliche Werke” (LThK, 1. Auflage).


3. Dezember
Die große Erwartung

Zum morgigen zweiten Adventssonntag kann ich folgende zwei Predigten anbieten:

Der zweifelnde Johannes der Täufer

Adventszeit ist Wüstenzeit


3. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Podcastfolge Wir suchen am falschen Ort wurde auf der Entzauberungsseite eingebettet. Dort findet sich auch das Zitat von Bischof Stefan Oster, das die Wertfrage auf den Punkt bringt. Meine Predigt Die Kraft lebendigen Glaubens wurde auf der Seite über Ivans Bekehrung eingebettet. Das Zitat von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz über die genderideologische Leibvergessenheit findet sich auf der Materialismus-Seite. Nicoles "Wie ich die alte Messe entdeckt habe": auf der einschlägigen Themenseite runterscrollen und dem Link folgen.


2. Dezember
Wie bestehen wir vor dem jüngsten Gericht?

In meiner neuesten Podcast-Episode (der 78.) mache ich mir Gedanken über die Endzeitrede des Herrn bei Lukas (21. Kapitel).


2. Dezember
Devasahayam Pillai

Vor zehn Jahren, am 2. Dezember 2012, wurde Devasahayam Pillai (1712-1752) seliggesprochen. Er war ein hinduistischer Hofbeamter des Raja von Travancore, wurde 1745 katholisch und deshalb seit 1749 verfolgt. Schließlich erlitt er nach schweren Folterungen den Märtyrertod. Am 15. Mai 2022 wurde er heiliggesprochen.


1. Dezember
Beförderung statt Rücktritt

Irme Stetter-Karp hatte im Juli in Christ&Welt eine Verbesserung des Angebots vorgeburtlicher Kindstötungen gefordert: “Wir machen uns für ein ethisch verantwortetes Handeln aller Beteiligten stark. Zugleich ist sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruchs flächendeckend ermöglicht wird.” Daraufhin folgten Forderungen nach ihrem Rücktritt von ihrem Amt als Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Dieser Rücktritt erfolgte nicht. Stattdessen setzen die Bischöfe nun noch eins drauf: Sie ist vom Ständigen Rat der deutschen Bischofskonferenz zur Teilnehmerin an der europäischen Vorbereitungskonferenz der Weltsynode auserwählt und ernannt worden. Damit ist sie eine von vier deutschen Mitgliedern, die im Februar 2023 in Prag dabei sein werden. Außer ihr sind es Bischof Georg Bätzing, Prof. Dr. Thomas Söding und Dr. Beate Gilles. Im Ständigen Rat ist jede Diözese durch den Bischof mit Sitz und Stimme vertreten.


1. Dezember
Bruna Pellesi

Vor 50 Jahren, am 1. Dezember 1972, starb in Sassuolo im Alter von 55 Jahren Bruna Pellesi geboren. Sie trat 1940 in Rimini bei den Franziskanischen Missionarinnen Christi ein, wo sie den Namen Maria Rosa von Jesus FMdC erhielt. Hier und im Kloster Ferrara, wohin sie 1945 versetzt wurde, wirkte sie als Lehrerin. Im September 1945 aber begann ihr Leidensweg, als sie an Lungentuberkulose erkrankte. Sie wurde ein Pflegefall und ertrug mit heroischer Geduld und Kreuzesliebe ihre heftigen Schmerzen bis ans Lebensende. Am 29. April 2007 wurde sie seliggesprochen.


30. November
Kant and the Purpose of Man

By P. Engelbert Recktenwald

In many contexts we experience morality to be a boundary, a prohibition, a limiting of our possibilities. In the world of business, for instance, it puts a halt to unbridled competition, in career issues it checks the ruthless pursuit of success. Or we experience it to be a party pooper. “Morality is when you live in such a way, that living that way isn’t any fun,” says Edith Piaf.

Or it is portrayed as an instrument of repression: “Morality is simply the attitude we adopt towards people we personally dislike”, reckons Oscar Wilde in one of his many aphorisms, which are of course to be taken with a grain of salt. In addition to these more or less casual forms of moral criticism, which tend to point to a misuse of morality or to its distortions rather than to morality itself, there can be found in the realm of philosophy serious forms of challenging morality. Ever since the days of Bernard Williams philosophers have been discussing something which he refers to as “the problem of Gauguin.” Based on the biography of Paul Gauguin, Williams describes the case of a painter who abandons his family in order to emigrate to the South Pacific and pursue his calling as an artist. Without this betrayal of his moral obligations, he would never have become the great artist which he was, and the world would have been the poorer for it. Williams takes this as evidence for his assertion that there can be cases in which the claims of morality can be repudiated. The legal basis for this repudiation lies in the fact that ... continued


28. November
Louis Lafosse

Vor 250 Jahren, am 29. November 1772, wurde in Montreuil-sur-Houlmen (Normandie) Louis Lafosse geboren. 1792 zum Priester geweiht, wurde er vom französischen Revolutionsregime verbannt und eingekerkert. 1803 wurde er Pfarrer von Echauffour. Mit Marie Anne Dutertre gründete er 1817 die Kongregation der “Christlichen Erziehung”. Am 21. Dezember 1839 starb er in Echauffour.


28. November
Pinchas Lapide

Vor 100 Jahren, am 28. November 1922, wurde in Wien der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide geboren. Er war Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und verteidigte Papst Pius XII. und dessen Rettungsinitiativen für verfolgte Juden gegen die Diffamierungen Rolf Hochhuths. Am 23. Oktober 1997 starb in Frankfurt am Main.


28. November
Hans Pfeil

Vor 25 Jahren, am 28. November 1997, starb in Bamberg im Alter von 94 Jahren der Philosoph Hans Pfeil. Er lehrte von 1947 bis 1968 in Bamberg und war von 1966 bis 1973 Konsultor des Vatikanischen Sekretariats für die Nichtglaubenden. Kirchlich engagierte er sich im Sinne der Überwindung der Glaubenskrise, z.B. durch die Herausgabe der beiden Bände Unwandelbares im Wandel der Zeit, 39 Abhandlungen gegen die Verunsicherung im Glauben, mit Beiträgen von Leo Scheffczyk, Georg May, Hugo Staudinger, Lothar Groppe u.v.a.


27. November
Die unredliche Theologie des Synodalen Wegs

Nirgendwo ist ersichtlich, dass sich die Autoren bemühen, ihre Zitate aus Schrift und Tradition an der ursprünglichen Aussageintention zu orientieren – eher im Gegenteil, wie die oben skizzierten Beispiele zeigen. Dieselbe Unverfrorenheit bestimmt auch den Umgang mit Autoritäten. In Paragraph 29 soll ein völlig aus dem Kontext gerissenes Madeleine-Delbrel-Zitat bestätigen, dass Tradition „der Prozess [ist], die gegenwärtige Gestalt der Kirche und des Glaubens in Frage zu stellen“. Wer Delbrels Werk „Frei für Gott“ gelesen hat, wird unschwer feststellen, dass die Aussageintention der Autorin eine geradezu gegenteilige ist.

Aus: Prof. Dr. Karl-Heinz Menke, Tendenztheologie, in: welt & kirche #17. Die Tagespost-Beilage welt & kirche, die alle zwei Monate erscheint, analysiert die Texte und Thesen des Synodalen Weges. Sehr empfehlenswert und ein Muss für alle, die ernsthaft und kompetent wissen wollen, was vom Synodalen Weg zu halten ist.

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg


27. November
Alice Meynell

Vor 100 Jahren, am 27. November 1922, starb in London im Alter von 75 Jahren die Schriftstellerin Alice Meynell. Mit 21 Jahren konvertierte sie zum katholischen Glauben. 1876 heiratete sie Wilfried Meynell (1852-1948). Beide unterstützten den Schriftsteller Francis Thompson (1859-1907).


26. November
Die Wahrheit Seiner Wege

In meiner Predigt vom letzten Sonntag erkläre ich den Sinn des Mottos, das ich einst für mein Primizbildchen ausgesucht hatte (und was es mit dem Sonntagsevangelium zu tun hat).

Recktenwald-Predigten · Letzter So. n. Pf.: Alle deine Wege sind Wahrheit.

26. November
Unerwartete Liebe

Zum morgigen ersten Adventssonntag kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Der Anfang

Jesus Christus anziehen

Es naht eure Erlösung


25. November
The Procedure

Laura Klassen, Gründerin und Leiterin der kanadischen Lebensrechtsorganisation Choice42, hat auf Youtube ein 4-Minuten-Video veröffentlicht, das gerade viral geht und die Augen über den grausamen Charakter der Abtreibung öffnet. Es zeigt in Form einer Animation, basierend auf einer wahren Begebenheit, wie ein Arzt das Erleben eines Kindes entdeckt, das abgetrieben wird.
Triggerwarnung: Das Video ist grausam und schwer anzuschauen!
Hier geht’s zum Video.


25. November
Héctor Rubén Aguer

Vor 50 Jahren, am 25. November 1972, wurde Héctor Rubén Aguer zum Priester geweiht. 1992 wurde er Weihbischof von Buenos Aires, von 2000 bis 2018 war er Erzbischof von La Plata. Aguer gehört zu den prominentesten Kritikern der Maßnahmen gegen die klassische Liturgie.


24. November
Sehnsucht nach der Befreiung vom eigenen Geschlecht

Der Kampf der sich selbst als Feminist* innen bezeichnenden Ideologen war kein Freiheitskampf, sondern ein Kampf um die Beteiligung der Frau an allem, was männlich und damit mächtig erschien. Und sie siegten. Scheinbar. Denn mit der Annahme der Theorie der patriarchalen Gesellschaft wurde vom Feminismus auch akzeptiert, dass alles, was biologisch, historisch oder gesellschaftlich als „weiblich“ gilt, weniger wert sei – insbesondere die Fähigkeit zur Mutterschaft. Dies führte schließlich zu den beiden Extremen der übersexualisierten, ihre Weiblichkeit exhibitionierenden Frau der Pornoindustrie auf der einen Seite und der ihre Weiblichkeit negierenden, ja hassenden Feministin auf der anderen Seite. Dieser doppelte Selbsthass gegenüber der eigenen Weiblichkeit, die biologisch untrennbar mit der Fähigkeit zur Mutterschaft verbunden ist, führte schließlich zu der Sehnsucht nach der Geschlechtslosigkeit, der absoluten Freiheit von allen biologischen Ausgangsbedingungen.

Aus: Reinhild Rössler, Der Feminismus ist tot - es lebe die Frau, in der Tagespost online vom 13. November 2022

Zum Thema: Verächter der Wissenschaft


24. November
Gratian Grimm

Vor 50 Jahren, am 24. November 1972, starb in Ottersweier im Alter von 71 Jahren Gratian Grimm O.F.M. Cap. 1924 machte er seine Profess bei den Kapuzinern. Am 10. August 1930 zum Priester geweiht, kam er drei Jahre später als Missionar nach China. 1949 wurde er Bischof von Tianshui, musste aber nach der kommunistischen Machtergreifung China verlassen. 1959 wurde er der erste Apostolische Vikar von Sibolga auf Sumatra (Indonesien). 1945 war der indonesische Staat unabhängig geworden. Da die holländischen Missionare ausgewiesen wurden, übernahm 1955 die Rheinisch-Westfälische Provinz der Kapuziner, zu der Grimm gehörte, die Mission von ihren holländischen Ordensbrüdern. So kam es, dass Grimm, der aus Jügesheim (Rodgau) stammte, der erste Apostolische Vikar wurde. Seit 1964 helfen die Franziskanerinnen von Reute im Apostolischen Vikariat Sibolga, das 1980 zur Diözese erhoben wurde.


23. November
Auftrag und Wahrheit

Soeben ist die neueste Ausgabe der von Jürgen Henkel herausgegebenen Quartalsschrift für Predigt, Liturgie und Theologie "Auftrag und Wahrheit" erschienen. Sie geht nun ins zweite Jahr. Es handelt sich also um die fünfte Ausgabe, und diese enthält die vierte Predigt, die ich für die Zeitschrift geschrieben habe. Man kann sie hier bestellen.


23. November
Ottawa

Vor 25 Jahren, am 23. November 1997, wurde in Ottawa die Personalpfarrei St. Clemens für den überlieferten Ritus errichtet. Sie ist der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut. Pfarrer ist zur Zeit P. Erik Deprey FSSP, der 2004 zum Priester geweiht wurde.


21. November
La conscience morale – un chemin vers Dieu ?

Par l'abbé Engelbert Recktenwald

Le célèbre psychiatre Viktor E. Frankl écrit dans l'un de ses livres qu'il est une entreprise périlleuse que seul l'homme religieux se risque à affronter (Le Dieu inconscient). L'homme irréligieux recule devant elle par peur de “voir se dérober la terre ferme sous ses pieds.” À quelle entreprise périlleuse Frankl pense-t-il ? Le psychiatre parle de la conscience morale comme de “ce devant quoi l'on est responsable” et la compare à un sommet auquel parvient l'homme qui s'est mis en quête du sens. Mais ce sommet n'est pas le terme de l’ascension. La route de l'homme irréligieux s'y achève, car celui-ci se refuse à se hasarder dans l'incertain, jusqu'au véritable sommet, tout nimbé de brume. Ce sommet véritable, c'est ... lire la suite


21. November
Die kirchliche Sehnsucht nach Parteitagen

Bischof Bätzing erklärte weiter: „Aber die Kirche in Deutschland will und muss Antworten geben auf jene Fragen, die die Gläubigen stellen.“ Ich behaupte im Gegenteil, dass die Mehrheit der Synodalisten – ob Kleriker, Funktionäre oder Laien – an den Fragen der Mehrheit der Gläubigen und an den Fragen derer, die Gott suchen, überhaupt nicht interessiert sind. Wir erleben in der medialen Berichterstattung und in den Reden des Synodalpräsidiums kirchenpolitische Parteitage. Die Agenda des deutschen Synodalen Weges enthält eine Programmatik, die für eine säkulare Erneuerung oder zeitgeistliche Neuerfindung der Kirche plädiert – ohne Berücksichtigung des Evangeliums Jesu Christi. Gläubige sind bewegt von der Frage nach Gott, Zweifelnde ringen mit Gott und Suchende strecken sich aus nach dem Brot des Lebens, nicht aber nach den schwerblütigen oder kunterbunten Phrasen einer deutschkatholischen Fortschrittspartei.

Aus: Thorsten Paprotny, Synodaler Sonderweg – oder nicht?


21. November
Liebt uns Gott bedingungslos?

Wenn Gott uns bedingungslos liebt, warum kommen dann nicht alle Menschen in den Himmel? Warum droht der hl. Paulus in der Lesung: “Ihr Ende ist das Verderben” (Phil 3, 19)? Meine Predigt vom 23. Sonntag nach Pfingsten.


20. November
Das Zitat

In der Krankheit sollen wir auch ein entschlossenes "Ja" zum Tod sagen, zu einem Sterben, wie es Gott gefällt. Der Tod ist das einzige Tor, was uns den Himmel öffnet.

Hl. Alfons Maria von Liguori


20. November
Bernward von Hildesheim

Vor 1000 Jahren, am 20. November 1022, starb in Hildesheim im Alter von etwa 65 Jahren der hl. Bernward. Er war seit 993 Bischof von Hildesheim.


19. November
Ambo 2022

In diesen Tagen ist Ambo 2022, die siebte Ausgabe des Jahrbuchs der Hochschule Heiligenkreuz, erschienen. Es enthält u.a. meinen Vortrag "Natur und Teleologie bei Robert Spaemann", den ich am 17. September 2021 auf dem Kolloquium der Hochschule zum Thema "Normativität der Natur? Von Aristoteles bis Spaemann" gehalten habe. Den Vortrag kann man hier nachhören. Das Jahrbuch umfasst 696 Seiten und enthält u.a. Beiträge von Rémi Brague, Holm Tetens, Walter Schweidler, Martin Hähnel und Ludwig Siep.


19. November
Das Ende naht

Zum morgigen letzten Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende fünf Predigten anbieten:

Die große Drangsal

So glaubet es nicht!

Das jüngste Gericht

Der Macht der Finsternis entrissen

Apokalypse und ein Gott des Friedens?


18. November
Josef Schmucker

Vor 25 Jahren, am 18. November 1997, starb im Alter von 87 Jahren der Philosoph Josef Schmucker. 1937 in Rom zum Priester geweiht, lehrte er von 1950 bis 1975 in Regensburg. Er war ein anerkannter Kantforscher. Ein seinem Buch Die primären Quellen des Gottesglaubens machte er sich stark für einen personalistischen "Gottesbeweis".


18. November
Friedo Ricken

Vor einem Jahr, am 18. November 2021, starb in Krailling im Alter von 87 Jahren der Philosoph Friedo Ricken SJ. Er lehrte seit 1974 bis zu seiner Emeritierung an der Hochschule für Philosophie in München.


17. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Moralische Norm und Sanktion ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Podcastfolge Sonne genießen oder Sonne sein? wurde auf der Seite über die geschändete Barmherzigkeit, meine Predigt über die erbärmliche Ideologie des Hedonismus auf der Prometheus-Seite eingebettet. Mein Bericht über Eduard Kamenicky (“Ein Schicksal”) habe ich den Texten auf der einschlägigen Seite hinzugefügt.


17. November
Lothar Groppe

Vor drei Jahren, am 17. November 2019, starb in Berlin im Alter von 92 Jahren Lothar Groppe SJ, der Sohn des Widerstandkämpfers Theodor Groppe. Er war publizistisch äußerst engagiert. Zuletzt erschien von ihm das Buch Kirchlicher Einsatz für verfolgte Juden im Dritten Reich.


16. November
Ratzingers Gotteshypothese

Von P. Engelbert Recktenwald

Als Joseph Kardinal Ratzinger am 1. April 2005 in einem tiefschürfenden Vortrag über die Errungenschaften und Grenzen der Aufklärung “unseren Freunden, die nicht glauben”, den Vorschlag machte, so zu leben, “etsi Deus daretur” (“so als ob es Gott gäbe”) [1], fehlte es nicht an Kritikern, die diesen Vorschlag wie einen schlechten Aprilscherz behandelten. Und es war ausgerechnet ein Theologe, der von einem “Taschenspielertrick” sprach [2].

Natürlich sieht der Vorschlag zunächst wie ein solcher Trick aus, dreht er doch einfach den Spieß um, den der aufklärerische Slogan “etsi Deus non daretur” (“so als ob es Gott nicht gäbe”) darstellt. So leben, als ob es Gott nicht gäbe? Der biblisch geschulte Leser denkt bei diesem Slogan an den Wunsch der in den Psalmen so oft beklagten Gottesleugner, mit dem Wegfall Gottes auch von seinen Geboten befreit zu sein, die ihrem gott- und sittenlosen Treiben im Wege stehen. Doch so war und ist der Slogan von vielen Aufklärern gerade nicht gemeint. Der Atheismus soll nicht den Weg für die ersehnte Sittenlosigkeit frei machen, sondern im Gegenteil die Moral von ihrem metaphysischen Ballast befreien, damit sie auch der nachmetaphysischen Vernunft plausibel bleibt. Die Moral soll auf ein Fundament gestellt werden, das nicht auf den Gottesglauben angewiesen ist und deshalb von den einschlägigen Kontroversen unberührt bleibt. Die Aufklärer wollten eine Moral, die den Tod Gottes überlebt. Das ist an sich ein ehrenwertes Unterfangen.

Doch ist dieses Projekt nicht gescheitert? Ratzinger verweist auf die verschiedene Geschwindigkeit, mit der einerseits der technische, andererseits der moralische Fortschritt sich vollzogen hat. Dieser hinkt jenem hinterher. Dank der Gentechnik sind der menschlichen Selbstmanipulation kaum noch Grenzen gesetzt. Der Mensch habe “die verborgenen Winkel des Seins ausgelotet, die Bestandteile des Menschen entziffert und ist jetzt sozusagen in der Lage, selbst den Menschen zu 'schaffen', der somit nicht mehr als Geschenk des Schöpfers auf die Welt kommt, sondern als Produkt unseres Handelns, ein Produkt, das zudem nach von uns selbst festgelegten Anforderungen ausgewählt werden kann. So erstrahlt über dem Menschen nicht mehr der Glanz der Ebenbildlichkeit Gottes, die ihm seine Würde und seine Unverletzlichkeit verleiht, sondern nur noch die Macht des menschlichen Könnens” (ebd.).

Genau dieser drohende Verlust des Gedankens der unverletzlichen Menschenwürde ist es, was auch Jürgen Habermas umtreibt, also jenen Philosophen, der als der einflussreichste zeitgenössische Vorkämpfer philosophischer Aufklärung gelten kann. Er sucht nach einem Äquivalent der Idee der Gottebenbildlichkeit des Menschen, nach einer rettenden Übersetzung dieser Idee in die säkulare Sprache.

Habermas und Ratzinger haben gemeinsam, dass sie Kant in dieser Übersetzerrolle sehen. Dabei stellt aber Ratzinger fest: ... weiterlesen


14. November
Appell an den Papst

Die Initiative Neuer Anfang appelliert anlässlich des heute beginnenden Ad-limina-Besuches der deutschen Bischöfe an Papst Franziskus, den Synodalen Weg in Deutschland zu stoppen. Sie führt dazu sieben Gründe an. Hier der Wortlaut:

Jene nahezu 7.000 Katholiken, die das Reform Manifest von „Neuer Anfang“ unterschrieben haben, erkennen den „Synodalen Weg“ nicht an und bestreiten seine Legitimität, für alle Katholiken in Deutschland zu sprechen.

In Einheit mit dem Heiligen Stuhl fordert „Neuer Anfang“ katholische Christen auf, sich nicht auf die „Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral“ verpflichten zu lassen.

Begründet wird dies so:

1. Der „Synodale Weg“ ist eine Fortsetzung der Vertuschung kirchlichen Missbrauchs mit anderen Mitteln. Für den Missbrauch sind die Täter und ihre Vorgesetzten haftbar, nicht die gesamte Kirche. Im Versuch einiger Bischöfe, die Missbrauchskatastrophe von sich auf „systemische Ursachen“ und damit die gesamte Kirche abzuwälzen, erkannten liberalkirchliche Kreise die Chance, endlich ihre kirchenpolitischen Interessen durchzusetzen. Missbrauchsopfer sehen in diesem „Deal“ von Bischöfen und Laienverbänden einen schamlosen „Missbrauch mit dem Missbrauch“.

2. Der Synodale Weg war und ist das exakte... auf der Website des Neuen Anfangs weiterlesen

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


13. November
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

20. Folge

III. Empirisches und absolutes Subjekt

Superior enim eram
istis, te (Deo) vero in
ferior, ... et tu mihi
subieceras, quae infra
me creasti.
S. Aug. Conf. VII. 7.

Das Erkennen definierten wir eingangs als selbständiges und zugleich sachlich bedingtes Ordnen der zu erfassenden Gegenstande. Die Selbständigkeit des Erkenntnisaktes erschien uns am besten in dem überempirischen Ideal des autonomen Subjekts gewahrt, und das sachlich bedingte Ordnen des Gegebenen führte uns zu unveränderlichen Ordnungssystemen (Invarianten), die allein dem nach festen Beziehungspunkten innerhalb des Variablen suchenden Blick sicher die Richtung zu weisen vermögen. So erschien uns das Erlebnis-Ich und auch das ihm zu grunde liegende empirische Subjekt in mehr als einer Hinsicht unfähig, letzter und einziger Bestimmungsgrund und Maßstab der Erkenntnis zu sein. Der Subjektivismus in seiner landläufigen Form ist hiermit gerichtet: Das jeweilige Erlebnis-Ich ist eben nur eine Phase in der Entwicklung des realen Subjekts, und dieses so sich allmählich auswirkende Subjekt selbst ist nach allen Seiten mit unzähligen Fäden an die einzelnen Wirklichkeitsordnungen geknüpft, eine Bedingtheit, die der vom Subjektivismus angemaßten Selbstherrlichkeit radikal widerspricht.

Jene idealen Beziehungspunkte allerdings, die uns in den Stand setzen, uns über die Bedingtheit zu erheben, sind selbst zunächst Gebilde des empirischen Subjekts, und es erschien uns sogar als charakteristisches Merkmal unserer geistigen Würde, daß wir das Ideal der Autonomie und die Idee des Invariantensystems selbständig konzipieren können. Ist nun damit nicht der krasseste Subjektivismus durch eine Hinterpforte wieder hereingelassen? Um dieses schwerwiegende Bedenken zu beseitigen, müssen wir genauer feststellen, was wir mit jenen apriorischen Konstruktionen eigentlich bezwecken, und was unter ihrer „idealen", „überempirischen" Geltung zu verstehen ist.

Die Vergegenständlichung des zu Erforschenden, welche uns als die unerlässliche Vorbedingung des eigentlichen Erkenntnisprozesses erschien, gelingt uns um so mehr, je mehr wir uns aus den wechselnden Komplikationen der in stetem Flusse befindlichen Erfahrung zu retten vermögen. Indem wir nun zu diesem Zwecke einzelne Fäden aus dieser konkreten Verwicklung herauslösen und sie dann für sich d. h. ohne weiteren Appell an die Erfahrung zergliedernd betrachten, gehen wir zwar von der Erfahrung aus, aber wir halten uns nicht sklavisch an ihren Verlauf, wir ziehen gleichsam die in ihr vorfindlichen Linien rein aus und erhalten so die Möglichkeit, innerhalb der Erfahrung das festzustellen, was sich lediglich aus dem uns vorliegenden Gegenstande ergibt, und was ihm durch störende Einflüsse sozusagen aufoktroyiert ist. Auf diese Weise gibt uns der Begriff des autonomen Subjekts oder auch (was dasselbe besagt) des „Bewußtseins überhaupt" Aufschluß über die wesentliche Struktur des Subjekts, und er schärft damit unseren Blick für alles, was den Subjektscharakter nicht voll zur Geltung kommen last. Ebenso vermittelt uns der Begriff des „reinen Raumes", - um eine gegenständliche Invariante als Beispiel anzuführen -, die Einsicht in den Stetigkeitscharakter und in das Richtungsgerüst (Koordinatensystem) per Ausdehnung, so daß der ursprüngliche Wirrwarr der konkreten ausgedehnten Dinge sich auf einmal klärt und so allmählich als übersichtliche Ordnung erscheint. Die apriorische Konstruktion, so können wir nunmehr abschließend sagen, „stilisiert" die in der Erfahrung gegebenen Merkmale und bringt so die ihnen eigentümliche Natur uneingeschränkt zur Geltung.

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