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* * *

14. Oktober
Lead, Kindly Light

Meine Predigt zum Sonntag der Heiligsprechung von John Henry Newman: Vom Tier der Apokalypse bis zum Toast auf den Papst.


14. Oktober
Ramms “Heiliges Rom”

Pater Martin Ramms Führer "Heiliges Rom” besticht vor allem durch die gründlichen, sorgfältig recherchierten und sehr umfangreichen Informationen zu den zahlreichen Kirchen und den in ihnen enthaltenen Kunstschätzen und Bildwerken sowie die zahlreichen ausgezeichneten bildlichen Darstellungen.

Aus der Rezension von Barbara Stühlmeyer Reisen für Herz, Geist und Seele, in der Tagespost vom 10. Oktober 2019.


13. Oktober
Die unentdeckten Seiten von kath-info (3)

An dritter Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten steht die Predigt über die dreifache Größe der göttlichen Barmherzigkeit von Joseph Anton Bordoni SJ.


13. Oktober
Das Zitat

Tief in die Geschichte eindringen, heißt aufhören, ein Protestant zu sein.

Hl. John Henry Newman


13. Oktober
Eugène Lachat

Vor 200 Jahren, am 14. Oktober 1819, wurde in Montavon Eugène Lachat geboren. 1842 zum Priester geweiht, wurde er 1863 Bischof von Basel. Im Kulturkampf wurde er 1873 von fünf Kantonen abgesetzt und aus Solothurn vertrieben, so dass er von Luzern aus seine Diözese leiten musste. 1884 resignierte er auf Wunsch Leos XIII. Am 1. November 1886 starb er in Balerna.


12. Oktober
Lenkendes Erbarmen

Zum morgigen 18. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Lenkendes Erbarmen und Die Gicht der Seele.


12. Oktober
Für eine echte Erneuerung!

Auf CNA ist nun mein Plädoyer fürs Frauenpriestertum erschienen.


12. Oktober
Newman und das Gewissen

Heute beruft man sich gerne auf Newmans Lehre vom Gewissen. Für Newman ist das Gewissen der wichtigste Gotteserweis: “Das Gewissen übt allzeit Druck auf uns aus, das Gute zu tun, das Böse zu lassen: Insofern ist es in allen Menschen das gleiche.” Hier liegt die jedem modernen Relativismus entgegenstehende, noch lange nicht erkannte Bedeutung Newmans für die christliche Ethik. Dazu stelle [Ida Friederike] Görres klar: “Er ist wahrlich der letzte, auf den wir uns berufen dürfen, um uns in irgendeiner Sache, unser Privaturteil, unsern Vorteil, unsere Sympathie oder ganz einfach unsern Eigensinn und unsere Scheu vor empfindlicher Selbstüberwindung gegen ein ausdrückliches Gebot der Kirche im Namen des Gewissens zu behaupten.”

Aus: Michael Karger, Leitstern im Glauben. John Henry Newman als Orietierung auf dem synodalen Weg, in: Tagespost vom 10. Oktober 2019


11. Oktober
Die Entdeckung der Person

Damit berühren wir den originellsten und in der bisherigen Rezeption wohl am wenigsten verstandenen Aspekt von Spaemanns Philosophie der Person, den des freien Willens. In einem der erhellendsten Abschnitte des Buches, „Warum wir Personen ,Personen‘ nennen“, zieht Spaemann die strikte Grenze, welche die gesamte antike Metaphysik von der „Entdeckung der Person“, die wesentlich dem Christentum zu verdanken ist, ab- und ausgeschlossen hat. „Die Vernunft ist“, so Spaemann mit Blick auf Platon, „das Organ des Allgemeinen. Wo sie regiert, ist der Mensch frei. Aber warum regiert sie in vielen Menschen nicht? Sie ist doch zum Regieren da … Jeder Mensch will das für ihn Gute … Wenn er dies nicht will, dann nur, weil er es nicht kennt. Warum kennt er es nicht? Hier beginnt sich die antike Philosophie im Kreise zu drehen.“ Was Platon nicht kennt, ist, was die Christen das „Herz“ nannten, den Ort im Innersten des vernünftigen Wesens, an dem die Entscheidung für das Vernünftige fällt, die nicht selbst noch einmal aus der Vernunft ableitbar ist.

Aus: Walter Schweidler, Freiheit durch Vernunft. Was unterscheidet "etwas" und "jemand"? Spaemanns Philosophie der Person gibt Antworten (Tagespost vom 10. Oktober); eine Rezension des Buches von Robert Spaemann: Personen: Versuche über den Unterschied zwischen „etwas“ und „jemand“, Stuttgart 2019


11. Oktober
Heiligsprechung

Vor 10 Jahren, am 11. Oktober 2009, wurden Damian de Veuster (1840-1889), Rafael Baron (1911-1938), Zygmunt Szczęsny Feliński (1822-1895), Francisco Coll y Guitart (1812-1875) und Marie de la Croix (Jeanne) Jugan (1792-1879) heiliggesprochen.


10. Oktober
Katholische Harmonie

Heute ist in der empfehlenswerten Wochenzeitung Die Tagespost die dritte Folge meiner Credo-Serie über Robert Spaemann erschienen.


10. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Ausführungen Hilaire Bellocs, des Freundes Chestertons, über die historische Bedeutung der Häresien wurden auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über die Vögel des Himmels habe ich auf der Seite des seligen Charles de Foucauld, den Podcast über guten Ruf und gute Werke auf der Seite von Hildebrands Wertethik eingebettet.


10. Oktober
Heinrich Denzinger

Vor 200 Jahren, am 10. Oktober 1819, wurde in Lüttich der Theologe Heinrich Denzinger geboren. Er wurde in Würzburg 1848 außerordentlicher Professor für neutestamentliche Exegese, 1854 ordentlicher Professor für Dogmatik. Er “begründete mit J. Hergenröther, F. Hettinger, H. Schell u.a. den wissenschaftlichen Ruf der theologischen Fakultät Würzburg” (LThK, 2. Auflage). In Würzburg starb er am 19. Juni 1883. Seine Name hat sich durch den “Denzinger” verewigt, durch das von ihm herausgegebene Enchiridion Symbolorum et Definitionum, seit 1963 der Denzinger-Schönmetzer.


9. Oktober
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

4. Folge

Indem „ich" mich nun den von mir unabhängigen Gegenstanden einerseits und meinen Erlebnissen anderseits gegenüberstelle, stehe „ich" immer auf Seiten des anderes „sich" Gegenüberstellenden. „Ich" bin somit stets „Subjekt", und „ich" kann eigentlich nie „mich" objektivieren. Mit dieser Feststellung scheinen wir uns indes von vorneherein die Möglichkeit genommen zu haben, tiefer in der Analyse des Ich-Erlebnisses vorzudringen. In der Tat, wenn „ich" „mich" betrachte, so ist eben das betrachtete „Mich", und nicht das betrachtende „Ich" der eigentliche Gegenstand der Reflexion. Dieser Einwand, der so manchem Denker geradezu unaufhebbar zu sein scheint, ist allerdings so lange nicht zu beseitigen, als wir uns lediglich auf den Standpunkt der Reflexion stellen. In der Rückwendung des geistigen Blickes, die wir als Reflexion bezeichnen, ist ja stets eine ideelle Spaltung des Bewustseins gegeben. Aber die Reflexion baut sich doch auf dem unmittelbaren Erleben auf, und hier, in der Erlebnissphäre, ist in ungeschiedener Einheit gegeben, was von der Reflexion in seine Komponenten zerlegt wird. Wenn wir nun in Sachen des Ich-Bewußtseins an das unmittelbare Erleben appellieren, so finden wir in der Tat, daß wir durchaus berechtigt sind, das betrachtete „Mich" und das betrachtende „Ich" in eins zu setzen. Konstatieren wir doch dabei nicht nur, daß die gegenwärtig erlebten Inhalte (im „Querschnitt" des Bewußtseins) wechselseitig zu einer restlos nicht auflösbaren Einheit verknüpft sind; wir sind vielmehr auf Grund der Nachwirkungen unserer Erlebnisse ebenso unmittelbar gewiß, das dieselbe Bewußtseinseinheit auch im Nacheinander unserer Zustände (im „Längsschnitt" des Bewußtseinsstromes) sich behauptet, und dabei wird uns nun auch von unserem Erleben bezeugt, daß das Betrachter-Ich des einen Augenblickes, so sehr es sich in ihm der Gesamtheit der Bewußtseinserlebnisse, dem „Mich", gegenüberstellt, im nächsten Augenblick ohne weiteres in den „Mich"-Zusammenhang sich einordnet, so das an der Identität beider im Ernste nicht zu zweifeln ist. Durch diese Erwägung haben wir uns also für eine weiterdringende Analyse des „Ich"-Begriffs freie Bahn geschaffen.

Wenn ich nun auf mein „Erlebnis-Ich" reflektiere, so drängt sich meiner Betrachtung zweierlei, anscheinend Gleichberechtigtes auf: es ist die Fülle der Vorgänge einerseits, die ich als „meine" Erlebnisse und „meine" Betätigungen vorfinde, und anderseits der eigenartige Zusammenhang, der sie nicht bloß wechselseitig verknüpft, sondern im eigentlichen Sinne erst zu „meinem" Eigentum macht, ihre Richtung auf einen Einheitspunkt, auf den sie hinweisen und von dem sie ausgehen, das Moment der Einheit also, das sie zu einem „Reiche für sich", zu einem in sich geschlossenen und organisierten Zusammenhang abschließt. Nennen wir die Fülle der Erlebnisse und Betätigungen die „materiale Ich-Komponente" und jenes Einheitsmoment die „formale" Ich-Komponente, so unterliegt es keinem Zweifel, daß dieses formale Element das konstituierende Merkmal des Ich-Begriffes ist. Das materiale Element gibt seinen abgeleiteten Charakter schon in den großen Schwankungen kund, denen es unterworfen ist: Inhalte tauchen auf und verschwinden wieder; ja, der Bereich dessen, was ich als zu „mir" gehörig aus dem Umkreis des Gegebenen heraushebe, wechselt sogar je nach dem Gesichtspunkte, unter dem ich das mir vorliegende Material betrachte: „Meine" Empfindung, „mein" Streben, „mein" Denken, „mein" Körper, „mein" Buch, „mein" Vaterland -, welche Mannigfaltigkeit von Umkreisen, die ich mit diesen Bezeichnungen als „materiale" Ich-Komponente aus dem Wahrgenommenen herausgehoben habe! Jedesmal aber ist es das formale Ich-Element, das bei dieser verschiedenartigen Accentuation des Gegebenen in „Ich" und „Nicht-Ich" eine bestimmende und zwar stets die gleiche Rolle gespielt hat.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


8. Oktober
Die Liebe überwindet einen unendlichen Abstand

Meine Predigt vom letzten Sonntag über die Würde unserer Berufung als Christen.


8. Oktober
Gewalt gegen 1000plus

"Vergangene Nacht also ist die Saat derer endgültig aufgegangen, die in einer medialen Kampagne seit Monaten davon schreiben, unsere Beratung sei „manipulativ“1, „nicht ergebnisoffen“2, oder die sogar von „Psychoterror“3 gesprochen haben – ohne jemals einen Beweis vorzulegen. So funktioniert Verleumdung und so werden Menschen manipuliert. So wird Hass gesät und zur Gewalt gegen Andersdenkende angestachelt.

1 https://www.buzzfeed.com/de/julianeloeffler/schwanger-profemina-beratung-abtreibung-218
2 https://hpd.de/artikel/stadtbusse-werben-fuer-umstrittene-schwangerenberatung-17225
3 https://taz.de/Interview-mit-feministischer-Autorin/!5613711/"

Aus: Kristijan Aufiero, Anschlag auf unser Beratungszentrum in Berlin!. Der Anschlag fand in der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober statt.


7. Oktober
Monatsranking September 2019

Platz Monatsranking September 2019
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 660 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Zitatensammlung

+/- 0
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
3

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+ 5
10

Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?

- 1
20

Recktenwald: Tolkiens christliche Botschaft

- 4
30

G. K. Chesterton

- 6
40

Spaemann: Die europäische Kultur und der banale Nihilismus

+ 105
50

Prosinger: Was heißt glauben? Ein biblischer Streifzug

+ 33
60

Lorenz Jäger: Die Achtundsechziger und die Pädophilie

- 45
100

Louise de Marillac / Katharina von Genua

+ 116

Zum Ranking der Vormonate


6. Oktober
Amazonassynode: Was fehlt

Joao Paulo de Mendonca Dantas, Dogmatikprofessor an der katholischen Fakultät von Belem und Berater der brasilianischen Bischofskonferenz in Glaubensfragen: „Es fehlt [im Arbeitspapier der Bischofssynode für Amazonien] die Christologie, es fehlt die Betonung der übernatürlichen Gnade. So heißt es da: Christus habe uns die Fülle des Lebens gebracht – um dann von Bäumen, Flüssen und Biodiversität zu sprechen. Jesus aber hat uns das ewige Leben gebracht, nicht einfach nur den natürlichen bios!“ Der Professor kritisiert auch das Verfahren, das zur Vorbereitung der Synode geführt hat, besonders das Amazonas-Netzwerk REPAM. „Sie haben sich überall zu Konferenzen getroffen. Mit welchem Geld hat REPAM das finanziert? Mit deutschem! Zwei Jahre lang haben sie den Bischöfen dasselbe gesagt. Einzige Lösung seien Viri Probati, seien Diakoninnen usw.“ Themen und Sprecher seien nach einer strengen Regie ausgewählt worden. Am Ende habe man gefragt: Will noch jemand etwas anmerken? „Sollen schlecht ausgebildete Bischöfe dann aufzeigen und sagen: Ich bin mit nichts hier einverstanden – wenn Kardinal Hummes dabei ist und Dom Erwin [Bischof Kräutler], der Freund des Papstes?“

Aus: Oliver Maksan, Von Befreiungstheologen und Söhnen Benedikts XVI., in: Tagespost vom 3. Oktober 2019.


5. Oktober
Kirche: Welche Einheit?

Eine Predigt zum morgigen 17. Sonntag nach Pfingsten. Die Einheit der Kirche, die Paulus in der Lesung entfaltet, ist eine andere als jene, um die es heute oft geht.


5. Oktober
Den synodalen Weg stoppen!

Die Forderungskataloge sind zum Teil Jahrzehnte alt. Man kennt sie aus den Zeiten vor, während und nach dem letzten Konzil. Dort gelang es nicht, sie in die Kirche einzuschleusen. Eine Versammlung ohne jeglichen Rechtsstatus in der Kirche soll es nun bringen. Priestertum der Frau, Anpassung der Sexualmoral an den Zeitgeschmack, mit der Ehe für Priester auch gleich die Ehe für alle und so manches mehr soll die Kirche retten. Gerade was zu Ehe und Lebensform der Priester gefordert wird, bedeutet die Dekonstruktion des sakramentalen auf Dauer angelegten Bundes zwischen Mann und Frau, die als Familie Keimzelle der Gesellschaft werden. Ebenso wird am sakramentalen Amtsverständnis gesägt. Mit der ebenfalls geforderten Kommunion für alle findet dann auch gleich ein Umbau des gesamten Eucharistieverständnisses und die faktische Abschaffung des sakramentalen Amtes statt.

Aus: Peter Winnemöller, Sofort stoppen – Jetzt!

Weitere Stellungnahmen zum synodalen Weg


4. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Guido Horsts Artikel Kirchenpolitik mit der Brechstange und andere Kurzbeiträge über den Missbrauchsgipfel, der im Februar im Vatikan stattfand, finden sich auf einer eigenen Seite. Meine Predigt mit der Aufforderung, das Unkraut wachsen zu lassen, wurde auf der Seite mit dem Artikel Kein Strom für schlechtes Reden! (von Urs Keusch), mein Podcast über den Wert des Glaubens auf der Seite mit Georgs Mays Ausführungen über fremde Sünden eingebettet.


4. Oktober
Eustachius Kugler

Vor zehn Jahren, am 4. Oktober 2009, wurde Eustachius Kugler (1867-1946), der “Apostel des Sozialstaats”, seliggesprochen. Er stammte aus Neuhaus in der Oberpfalz. 1893 trat er in Reichenbach bei den Barmherzigen Brüdern des hl. Johannes von Gott ein. Ab 1925 leitete er als Provinzial die Bayerische Provinz seines Ordens. 1929 baute er das Doppelkrankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Von den Nazis schikaniert, brach er 1937 nach einem besonders langen Verhör zusammen. 1943 überstand das Krankenhaus wie durch ein Wunder das Bombardement der Amerikaner. Während alle anderen im Luftschutzkeller ihre Zuflucht gesucht hatten, harrte Eustachius in der Kapelle aus. Er starb am 10. Juni 1946 an Krebs. Seine tiefste Überzeugung war: “Der schnellste und sicherste Weg zur Vollkommenheit ist der Weg der Liebe.”


3. Oktober
Gisbert Kranz

Vor zehn Jahren, am 3. Oktober 2009, starb in Aachen im Alter von 88 Jahren der Schriftsteller und Inklingsexperte Gisbert Kranz.


3. Oktober
Jorge Cardoso

Vor 350 Jahren, am 3. Oktober 1669, starb in Lissabon im Alter von 62 Jahren der Hagiograph Jorge Cardoso. Seine mehrbändige hagiographische Enzyklopädie wurde “eine Fundgrube kirchen- und profangeschichtlichen Stoffes, von den Bollandisten stark herangezogen” (LThK, 1. Auflage).


2. Oktober
Die Überwindung der Kluft

Von P. Bernward Deneke

„Die Lebenswirklichkeit und die kirchliche Lehre klaffen in Sachen Sexualität weit auseinander.“ Natürlich! Und weiter: „Es ist eine wachsende Kluft zwischen der wissenschaftlichen Theologie und dem Lehramt festzustellen.“ Nicht zu vergessen: „Die Kirche droht den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren.“ So drückt sich ein x-beliebiger Vertreter des Fachs „Moraltheologie“ aus, einer von vielen, die seit Jahrzehnten ungefähr dasselbe von sich geben, seit einigen Jahren allerdings noch lautstärker als zuvor.

Man versteht diese Theologen. Es gibt ja dem Gefühl ihrer eigenen Wichtigkeit Auftrieb, wenn sie sich als Vermittler zwischen dem Lehramt und dem „Menschen von heute“ betrachten können. Ihnen kommt es dann zu, die Kluft zwischen der „Lebenswirklichkeit“ und der kirchlichen Lehre zu schließen. Und sie werden dadurch zu Rettern der Kirche, die ohne den Anschluss an die Gesellschaft früher oder später in die Bedeutungslosigkeit abdriften müsste.

Wie aber wollen die Theologen die Kluft schließen? Indem sie sie kleiner machen... weiterlesen


1. Oktober
Striets Gottesbegriff

In der Oktoberausgabe von Kirche heute ist nun mein Aufsatz Wie groß darf Gott sein? Mit Hiob über Striets Gottesbegriff nachdenken erschienen. Wer meint, in den heutigen kirchlichen Auseinandersetzungen gehe es nur um Strukturreformen oder um den Stellenwert der Evangelisierung, irrt. Es geht um das Gottesbild. Davon kann sich jeder überzeugen, der einen Blick auf die Thesen des Freiburger Lehrstuhlinhabers für Fundamentaltheologie Dr. Magnus Striet wirft.

Ein weiterer Aufsatz über Striets Philosophie


1. Oktober
Extra cathedram

After all, Newman reasoned, there had been popes like Liberius and Honorius who fostered disastrous doctrinal errors, if only by ambiguity. In 1870, the Vatican Council taught that popes were infallible when speaking ex cathedra; but Newman observed that the vast majority of things popes said were not ex cathedra (to use a theologian’s term, they were extra cathedram); therefore, Catholics were not obliged to welcome everything the pope did or said. As he put it in an 1872 letter to Bishop David Moriarty:

"I am not saying a word against the dogmatic authority of the doctrine of papal infallibility—but, if popes cannot teach falsehood ex cathedra, they can extra cathedram do great evil, and have done so before now. I suppose Liberius and Honorius are instances in point. If they, why not Pius?"

Today, I imagine, this statement of common sense would be called “schismatic” by the violent ultra party which wants to destroy any reservations about Pope Francis. When listening to their breathless propaganda, it is worth picturing the face of Newman, looking back at us with its characteristic expression: so benevolent, so thoughtful, so gentle, so impossible to fool.

Aus: Dan Hitchens, Newman at the Amazon Synod, auf: First Things vom 24. September 2019.


30. September
Die unentdeckten Seiten von kath-info (1 und 2)

Welche Seiten rangieren im Jahresranking 2018 an unterster Stelle, sind also am seltensten aufgerufen worden? Diese unentdeckten Perlen möchte ich hier nach und nach vorstellen. Es werden dabei nur jene Seiten berücksichtigt, die schon zu Beginn des Jahres 2018 existierten. Von diesen 647 Seiten wurden am seltensten aufgerufen die zwei polnischen Übersetzungen meines Textes Gottes Liebe als Quelle der Moralität (Miłość Boża jako źródło moralności) und Toleranz (Tolerancja). Es wäre schön, wenn die polnischsprachigen Freunde von kath-info die polnischsprachigen Seiten des Portals bekannt machen könnten. Vielleicht gibt es sogar polnische Webseiten, die darauf zu verlinken bereit sind.


29. September
Fest des hl. Erzengels Michael

Engel sind gewaltige Persönlichkeiten. Luzifer empörte sich gegen Gott und wurde vom hl. Erzengel Michael in die Hölle gestürzt. Doch was bedeutet dieser Kampf jenseits der bildlichen Darstellungen à la Schlachten wie im "Herrn der Ringe"? Das schildert uns der hl. Paulus im Epheserbrief. Meine Predigt von heute.


29. September
Das Zitat

Die meisten Menschen fürchten nichts so sehr, als eine Stellung zu beziehen, die sich klar von der vorherrschenden Meinung unterscheidet. Sie haben das Bestreben, sich eine Ansicht zu bilden, die so umfassend ist, dass sie alles umschließt, und so populär wird, dass jedermann sie teilt. (...) Wir müssen uns entscheiden. Wollen wir nach dem Trommelschlag des Konformismus weitermarschieren, oder wollen wir auf den Schlag einer anderen, ferneren Trommel lauschen und nach ihrem Takt ausschreiten? Wollen wir unseren Schritt der Musik der Welt anpassen, oder wollen wir trotz Hohn und Spott der die Seele rettenden Musik der Ewigkeit folgen? Mehr als je zuvor werden wir heute von den Worten herausgefordert, die aus dem Gestern zu uns herüberklingen: "Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes!" (Römer 12,2)

Martin Luther King


28. September
Erinnerungen an Spaemann

Meine Erinnerungen an Robert Spaemann gibt es jetzt auch als Podcast.


28. September
Machtgebaren

Mit welchem Recht unterläuft manche deutsche Ordensoberin derzeit eine Umsetzung des im Papstbrief an die deutschen Katholiken geforderten Primats der Evangelisierung? Sind die praktizierenden Katholiken in diesem Land - und das sind doch mehrheitlich Frauen - je gefragt worden, ob sie weibliches Machtgebaren im Stil männlicher Karrieristen für zielführend halten? Junge Katholikinnen mit Interesse am geistlichen Beruf werden sich angesichts der Forderungen aus Frauenklöstern, Gremien und Fakultäten zur Zulassung von Frauen zum Weiheamt vielleicht zweimal überlegen, ob sie sich eine Vorgesetzte zumuten, die mit dem kirchlichen Lehramt auf Kriegsfuß steht und ihre Unzufriedenheit auch bedenkenlos nach außen trägt...

Aus: Regina Einig, Die Crux an der Machtfrage, ihrem Kommentar zu den Thesen der Oberzeller Franziskaneroberin Schwester Katharina Ganz in der FAZ “Frauen müssen die Machtfrage stellen”; in: Tagespost vom 26. September. Sie erinnert daran, dass schon Ida Friederike Görres das Streben nach dem Frauenpriestertum auf der Würzburger Synode als Machtstreben kritisiert hatte.


27. September
Wir ernten, was wir säen

Meine Predigt vom letzten Sonntag


27. September
Gegen eine Instrumentalisierung des Missbrauchs

Wir stimmen mit dem Regensburger Bischof darin überein, dass der Missbrauch vorgeschoben wird, um einen gewaltigen Umbruch der katholischen Lehre – zumindest in Deutschland – einzuleiten. Dies ist eine nicht hinnehmbare Instrumentalisierung des schlimmen Missbrauchs. Dabei ist eine wirkliche Auseinandersetzung darüber, wie den Opfern noch Gerechtigkeit widerfahren und wie künftig Missbrauch verhindert werden kann, nicht nur wünschenswert, sondern sogar dringend geboten.

Aus einer Pressemitteilung vom 26. September 2019, in der die Neue katholische Frauenbewegung den zwölf Bischöfen dankt, die auf der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda gegen das Statut des Synodalen Weges gestimmt haben.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


27. September
Lebensfähige Kinder zum Tode verurteilt

Vorige Woche meldeten amerikanische Medien, dass allein die Überprüfung von drei der 50 US-Bundesstaaten ergeben hat, dass in den vergangenen Jahren Hunderte von Kindern bei ihrer Abtreibung “versehentlich” lebend geboren wurden. Man ließ sie danach einfach unversorgt liegen, bis sie starben. Wer wissen will, wie eine Gesellschaft aussieht, in der der Mensch nicht mehr heilig ist, in der das Kind im Mutterleib freigegeben ist, der kann es wissen. Wir haben weltweit genug Anschauungsmaterial. Wie etwa in New York, wo man Abtreibung bis in den neunten Monat bis zum Einsetzen der Wehen legalisiert hat. Das sind lebensfähige Kinder! Sie müssen aber erst das andere Ende des Geburtskanals erreichen, um Menschenwürde zu erlangen.

Aus: Birgit Kelle, “Nachlass” eines Abtreibungsarztes, in: Neue Bildpost vom 21./22. September 2019, S. 8

Weitere Infos über Abtreibung


26. September
Selig der Mann...

Heute ist in der Tagespost die zweite Folge meiner Spaemann-Serie unter dem Titel Biblische Seligkeit erschienen (Seite 16).


26. September
Christoph Willems

Vor 100 Jahren, am 26. September 1919, starb in Ralingen bei Trier im Alter von 63 Jahren der Philosoph Christoph Willems. Er unterrichtete im Trierer Priesterseminar. Von 1908 bis 1918 war er Herausgeber der 1888 gegründeten Zeitschrift Pastor bonus. Zeitschrift für kirchliche Wissenschaft und Praxis. “Seine neuscholastische Richtung zeigt besonderes Interesse für psychologische, erkenntnisphilosophische und pädagogische Fragen” (LThK, 2. Auflage).


25. September
Unaufrichtigkeit an der Wiege des Synodalen Weges

Ich bin im Übrigen auch der Meinung – und ich habe das immer gesagt – dass an der Wiege des Synodalen Prozesses eine Unaufrichtigkeit steht.
Aus den Fällen des sexuellen Missbrauchs den Schluss zu ziehen, dass es bei der Erneuerung um die genannten Themen „Ehelosigkeit“, „Machtmissbrauch“, „Frauen in der Kirche“ und „Sexualmoral“ gehen müsse, ist angesichts fehlender wissenschaftlicher Studien in anderen Institutionen, also ohne wirklichen „Institutionenvergleich“, nur als pseudowissenschaftlich anzusehen.
Die wissenschaftliche Diskussion der MHG-Studie und auch der neuerlichen Studien von Prof. Dressing stehen noch aus. Mein Verdacht, dass es sich angesichts dieser Weichenstellungen um eine „Instrumentalisierung des Missbrauchs“ handelt, ist nicht ausgeräumt.

Aus der Erklärung von Bischof Rudolf Voderholzer zur Abstimmung in der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 25. September 2019 über das Statut des „Synodalen Prozesses“

Weitere Infos über den Synodalen Weg


25. September
Die menschliche Handlung

Eine Bekannte von mir hat dankenswerterweise meinen philosophischen Podcast über das Wesen der menschlichen Handlung visualisiert und daraus ein Video gemacht. Heute habe ich es auf Youtube veröffentlicht.


25. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Beobachtungen und Bemerkungen zum Synodalen Weg sind auf einer eigenen Seite zusammengetragen. Die Predigt zu dem tröstlichen Thema Jesus rettet wurde in die Seite über die Erlösung eingebettet. Das Zeugnis Marianne Schlossers über die Bedeutung der Theologie Joseph Ratzingers sowie die Zurückweisung der Kritik Ueberschärs an dieser Theologie wurde in der Benediktseite untergebracht (dort bitte einfach nach unten scrollen).


24. September
Widerspruch

Wir denken nicht, dass eure Forderungen nach Frauenweihe, Priestertum für Frauen oder Abschaffung des Zölibats die Krise der katholischen Kirche und des Glaubensabfalls in unserem Land positiv beeinflussen wird. Im Gegenteil. Die Kirchengeschichte zeigt, dass nur in der Treue zu Jesus und zur Kirche, jedoch niemals mit Forderungen nach mehr Macht oder Teilhabe, der Kirche und dem Glauben Frucht bringen wird.

Aus dem Offenen Brief von Maria 1.0 an Maria 2.0. Mit dieser klaren Aussage widerspricht Maria 1.0 jener kranken Logik, die von einer Strukturänderung, die nichts mit geistlicher Erneuerung und Umkehr von falschen Wegen des Missbrauchs zu tun hat, eben jene Erneuerung erwartet. Mit dieser klaren Absage geht Maria 1.0 mit gutem Beispiel voran. Doch wie viele Bischöfen vermeiden sie, weil sie selber in dieser Logik befangen sind? Aufgrund dieser Logik unterlassen sie es, ihre Hausaufgaben zu machen, indem sie für eine geistliche Erneuerung in ihren Diözesen sorgen, und schieben statt dessen den vorgeblich bremsenden Kräften in Rom und anderswo den Schwarzen Peter zu.


24. September
Darf der Glaube zur Disposition gestellt werden?

Die Maßgaben des Glaubens, die zum unveränderbaren Bestand kirchlicher Lehre gehören, können und dürfen deshalb im Synodalen Weg nicht zur Disposition gestellt werden. Allein der Eindruck darf nicht vermittelt werden, es ginge um eine quasi-parlamentarische Abstimmung über den Glauben. Wenn wir nun innerlich denken, darum geht es ja auch nicht, dann stehen dazu aber nicht wenige Aussagen und formulierte Empfindungen unter den Gläubigen, in den ersten Arbeitspapieren der Synodalforen und vor allem in den Medien in Widerspruch. Denn der Eindruck ist an manchen Stellen entstanden, als ginge es um eine Neuausrichtung vieler grundlegender Aspekte des Glaubens.

Aus der Rede von Kardinal Rainer Maria Woelki auf der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe, die vom 23. bis 26. September in Fulda stattfndet.


23. September
Geht es um Macht?

Bereits die Überschrift, „Frauen müssen die Machtfrage stellen“, hat mich einigermaßen erschüttert. Sie verbinden die „Machtfrage“ hauptsächlich mit dem Weihesakrament und sehen in der Tatsache, dass die römisch-katholische – wie ja auch die östlichen Kirchen –, keine Frauen mit dem apostolischen Amt betrauen, einen Verstoß gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ehrlich: Ich möchte in der Kirche niemanden über mir haben, weder Mann noch Frau, noch ein Kollektiv, der/die/das eine derartige Vorstellung von „Macht“ oder vom Weihesakrament vertritt. „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“ (Gal 5,1). In der Kirche hat es keine andere Macht zu geben als die Vollmacht Jesu Christi – und wie diese aussehen soll, ist bekannt („Ihr wisst, dass die Mächtigen..., bei euch aber soll es nicht so sein...“ Mk 10,43; Lk 22,26).

Aus dem offenen Brief von Prof. Dr. Marianne Schlosser an Schwester Katharina Ganz, Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, die in der FAZ die Priesterweihe für Frauen gefordert hatte. Frau Schlosser, die auch Mitglied der Internationalen Theologenkommission und Trägerin des “Nobelpreises der Theologie” ist, hat außerdem ihre Mitarbeit im Frauen-Forum des "synodalen Wegs" gekündigt. Dort gebe es in der Frauenfrage eine “interessegeleitete Fixierung auf das Weihesakrament.”


23. September
Aktion Leben

Am 7. September hat die Aktion Leben e.V. ihren 40. Geburtstag gefeiert.


22. September
Versöhnung statt Spaltung

Liegt in der Unterscheidung zwischen außerordentlichemund ordentlichemRitus nicht die Gefahr einer Spaltung hinsichtlich der Glaubensauffassung?
Nein, ganz im Gegenteil. Genaugenommen hat Papst Benedikt XVI. von der außerordentlichen und der ordentlichen Form des einen Römischen Ritus gesprochen. Beide Formen also sind Gottesdienst der römisch-katholischen Kirche und Ausdruck ihres Glaubens. Es war die Intention des Papstes, der schon als Kardinal unsere Bruderschaft seit ihrer Gründung begleitet hat, deutlich zu machen, dass die katholische Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil keine andere Kirche ist als die Kirche der beiden Jahrtausende zuvor. Das II. Vaticanum sollte theologisch nicht als Gegensatz zur „alten“ Kirche wahrgenommen werden, sondern gemäß dem, was seine Absicht war: die Vertiefung der Glaubenslehre in ihrer inhaltlichen Kontinuität unter Berücksichtigung neuer pastoraler Denkansätze in Verbindung mit Formen und Symbolen, die sich den gewandelten Wahrnehmungen unserer Zeit anpassen. Das ist eigentlich ein organischer Prozess, der auch in Veränderungen der liturgischen Handlungen im Gottesdienst sichtbar wird, der aber von der nachkonziliaren Reform zu oft als Bruch ausgegeben wurde. Papst Benedikt wollte hier korrigieren und versöhnend wirken. Aufgrund der Bedeutung der kirchlichen Tradition insgesamt ist die alte (außerordentliche) Form der Hl. Messe Maßstab auch für die neue (ordentliche). Beide Formen sind laut Benedikt gleichberechtigt und sollen sich sogar gegenseitig befruchten.

Aus einem Interview der Passauer Neuen Presse mit P. Sven Conrad am 19. September 2019. Das Interview führte Johannes Schaffarczyk anlässlich der Wallfahrt zum "Herrgott von Tann", an der Dr. Conrad teilnahm.


21. September
Hans Backoffen

Vor 500 Jahren, am 21. September 1519, starb in Sulzbach der mittelrheinische Bildhauer Hans Backoffen. Er war ein “kongenialer Zeitgenosse Riemenschneiders mit starker schulbildender Wirkung” (LThK, 2. Auflage).


21. September
Gott hat uns das Größte immer schon gegeben

Eine Predigt zum morgigen Sonntag.


20. September
Boykott von Pro-Abortion-Companies

Studenten der Pro-Life-Bewegung in Amerika rufen zu einem Boykott von Firmen auf, die Abtreibung fördern.


20. September
Worum geht es?

In den letzten Wochen haben uns (...) Statistiken über die steigende Zahl von Kirchenaustritten nachdenklich gemacht und viele haben sich schockiert gezeigt über die mittelfristig drohenden rückläufigen Einnahmen. Was aber viel besorgniserregender ist als die Kirchenaustritte, das ist die rückläufige Praxis des sonntäglichen Gottesdienstbesuches (...) Es geht doch nicht in erster Linie ums Geld, sondern um den Glauben und um das Heil. Es geht nicht um den Erhalt einer Institution, sondern um das ewige Leben, für das Christus sein Leben hingegeben hat (...).
Wenn sich in der Kirche in Deutschland jetzt ein so genannter “Synodaler Prozess” formiert, so gibt es doch eigentlich nur ein Thema, das es lohnt gemeinsam bedacht zu werden (...): Wie kann der Glaube gestärkt werden? (...) Die von manchen geforderten Änderungen in der Praxis und Struktur der Kirche laufen darauf hinaus, dass sich die katholische Kirche ganz der evangelischen Kirche angleicht: Liberalisierung der Sexualmoral, Anerkennung homosexueller Partnerschaften, Synodalisierung der Kirchenleitung (im Sinne der “Demokratisierung”), Öffnung aller Ämter für Frauen und Funktionalisierung des geistlichen Amtes usw. Aber zeigt nicht der Blick auf die aus der Reformation hervorgegangenen Gemeinschaften, dass dies alles in keiner Weise zu einer Verlebendigung des kirchlichen Lebens (...) führt?

Aus der Predigt von Bischof Rudolf Voderholzer zur Messfeier am Hochfest Mariä Himmelfahrt in Rohr am 15. August 2019.


19. September
Die Absteiger des Jahres 2018

Dritter Teil

Die Aufsteiger des Jahres 2018 unter den kath-info-Artikeln habe ich schon bekanntgegeben. Es gibt auch das Umgekehrte. Welche Artikel haben die meisten Leser verloren? Das sagt natürlich nichts über die Qualität des Artikels aus, denn dieses Ranking ist kein Wertungsranking. Da die meisten Leser über Suchmaschinen auf kath-info kommen, sagt es lediglich etwas darüber aus, nach welchen Themen und Namen weniger gesucht wird und damit auch darüber, welche Regionen von kath-info mehr oder weniger unentdecktes Land sind, das zu entdecken sich aber trotzdem lohnen kann. Ich gebe die Top 30 unter den Absteigern wieder in drei Schritten bekannt. In der rechten Spalte wird die Anzahl der Plätze angegeben, um die die Seite im Vergleich zum Vorjahr gefallen ist.

Platz Die Absteiger des Jahres 2018
Die Top 30, Dritter Teil
gefallene Plätze
22

Volker Kapp: Sprache ist etwas Inkarnatorisches

134
23

Engelbert Recktenwald: Das Kreuz

126
23

Prosinger: Das soziale Königtum Jesu Christi und die Herrschaft des Kreuzes

126
25

Josef Bordat: Zu Benedikts Bacon-Kritik

123
25

Recktenwald: Über Toleranz

123
27

Johannes Jörgensen. Von "Luzifer" zu Franziskus

122
28

Sabatina James, Nur die Wahrheit macht uns frei

121
28

Die Gründung von San Ignacio Guazu

121
30

Anton Huonder: Pierre Joseph Marie Chaumonot SJ

120

Zu den Top20


17. September
Eine Kuh ist kein Pferd

Für den Kölner Weihbischof Ansgar Puff ist das jüngste Schreiben [des Hl. Stuhls an Kardinal Marx] ein Anlass, sich mit der Kritik auseinanderzusetzen. Er hätte ohnehin dem Reformprojekt gerne einen anderen Namen gegeben, denn „eine Kuh bleibt schließlich eine Kuh, auch wenn einige Menschen beschließen, wir nennen dieses Tier jetzt einfach mal Pferd“. So bleibe „ein Partikularkonzil auch ein Partikularkonzil, auch wenn Bischöfe beschlossen haben, wir nennen das jetzt einfach mal ,Synodaler Weg‘“, argumentiert Puff in seinem täglichen Impuls bei DOMRADIO.DE.

Aus einer Meldung von Vatican News über einen Beitrag von Weihbischof Ansgar Puff im Kölner Domradio.


16. September
Übernatürliche Konfliktlösung

Meine Predigt von gestern.


16. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Das Argumentationspotenzial der Langeweile wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt über den Sturm auf dem See wurde in die Südseeseite eingebettet. Die treffende Bemerkung Christoph von Ritters über eine notwendige Willkommenskultur für die ungeborenen Kinder findet sich auf Seite über das Hör-Erleben des ungeborenen Kindes.


15. September
Unentwegt debattierend

Nebenbei bemerkt: Wie einladend, wie evangelisierend ist eine unentwegt debattierende Regionalkirche? Man kann in diesen Tagen nicht genug daran erinnern: Es ist die Berufung jedes Katholiken, des Klerikers wie des Weltchristen, für den Glauben der Kirche einzustehen, der Kirche des Herrn treu zu sein und die Perlen des Glaubens zu schützen und zu hüten. Wir sind zur Heiligkeit berufen – und nicht zur Verkündigung irgendwelcher Privatmeinungen. Wir sind nicht dazu berufen, die Kirche nach unseren Wünschen zu gestalten oder wegen nationaler Befindlichkeiten zu reformieren, sondern uns von der Kirche gestalten zu lassen.

Aus Thorsten Paprotny, Römische Post tut einfach gut


15. September
Kirchenpolitischer Missbrauch

Klerikale Macht weg, Frauenpriestertum, Abschaffung des Zölibat, wie auch immer geartete Anerkennung homosexueller Beziehungen und Anpassung der Sexualmoral. Das alles wie immer mit der einen oder anderen leichten Variante. Unterm Strich geht es um die partielle Dekonstruktion verbindlicher katholischer Lehre. Alles das wird postuliert in einer Form, die an Frechheit und Dreistigkeit kaum zu überbieten ist. Auslöser ist natürlich für alles der sexuelle Missbrauch durch Kleriker und damit der erneute, diesmal kirchenpolitische Missbrauch der Opfer.

Aus: Peter Winnemöller, Täglich grüßt das synodale Murmeltier.

Weitere Stimmen zum synodalen Weg.


14. September
Unterstellungen der übelsten Art

Daniel Deckers beklagt sich heute in einem FAZ-Kommentar darüber, dass Papst Franziskus die deutschen Bischöfe zurückpfeift, die sich anschickten, auf dem Synodalen Weg weltkirchliche Themen am deutschen Wesen genesen zu lassen. Einen päpstlichen Hinterhalt nennt er das. Dabei zieht er eine Parallele zu Johannes Paul II., der 1998 die Deutsche Bischofskonferenz zum Ausstieg aus der Schwangerenkonfliktberatung anwies. Damals hätten interessierte Kreise mit Falschinformationen über die Kirche in Deutschland und "Unterstellungen der übelsten Art" gearbeitet. In Wirklichkeit geschah der Ausstieg aufgrund von gewichtigen Argumenten, die u.a. von Robert Spaemann ausführlich in der FAZ vorgetragen worden waren. Hier ist es nun Daniel Deckers selber, der mit Unterstellungen arbeitet und zudem seine eigene Zeitung in übles Zwielicht stellt.


14. September
Von Greta lernen

Synodaler Weg? Greta machts besser. Mein neuester Podcast.


14. September
Sorglos wie die Vögel des Himmels

Eine Predigt zum 14. Sonntag nach Pfingsten.


13. September
Spaemann-Reihe in der Tagespost

Die Tagespost hat mit mir als Autor eine neue Credo-Reihe zum Thema “Denken und glauben mit Spaemann” begonnen. Die erste Folge erschien gestern (S. 16). Leider hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen und den letzten Satz verstümmelt. Vollständig lautet er: “Wir wollen uns in zwangloser, unsystematischer Folge von den Einsichten, die wir in seinen Werken finden, für unser Denken und Glauben inspirieren lassen.”


13. September
Christkönigstreffen

Am letzten Oktoberwochenende spricht Torsten Hartung auf dem Christkönigstreffen der CKJ in der Eifel über seinen Weg “Vom Mörder zum Menschenretter”.


12. September
Nicht unsere Kirche

Die Kirche ist nicht unsere Kirche, sondern Seine Kirche, die Kirche Gottes. Der Knecht muß Rechenschaft ablegen, wie er mit dem Gut umgegangen ist, das ihm anvertraut wurde. Wir binden die Menschen nicht an uns; wir suchen nicht Macht, Einfluß, Ansehen für uns selber. Wir führen die Menschen zu Jesus Christus und so zum lebendigen Gott. Damit führen wir sie in die Wahrheit und in die Freiheit, die aus der Wahrheit kommt.

Papst Benedikt XVI. in seiner Predigt heute vor zehn Jahren, am 12. September 2009, während der Weihe von fünf Bischöfen im Petersdom.


12. September
Es gibt nirgends ein Frauenpriestertum

Der oft vorgebrachte Einwand, was bei den bibeltreuen Protestanten möglich sei, nämlich das Priestertum der Frau, das müsse doch auch in der katholischen und orthodoxen Christenheit möglich sein, beruht auf schlichter Unkenntnis. Es gibt nirgendwo in der Christenheit ein Priestertum der Frau; auch bei den Protestanten nicht; denn Protestanten kennen überhaupt kein Christus gegenüber der Gemeinde repräsentierendes Priestertum; bei den Protestanten gibt es kein Sakrament des Ordo. Für Martin Luther ist bekanntlich jede Frau und jeder Mann, der, aus der Taufe gekrochen ist, bereits Papst, Bischof und Priester.

Der Theologe Karl-Heinz Menke im Interview mit dem Domradio am 11. September 2019.


10. September
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

68. Folge

1. Beginnen wir mit der Heiligkeit. Wenn viele Väter dem Sinne nach und manche gelehrte Theologen, wie Petavius, Lessius, Thomassin, ausdrücklich behaupten, der Heilige Geist sei in gewissem Sinne die “causa formalis” der Heiligkeit in den Kreaturen, so wird damit die uns als Beschaffenheit inhärierende Heiligkeit nicht ausgeschlossen; auch wird nicht behauptet, daß der Heilige Geist mit dieser Beschaffenheit identisch sei; vielmehr wird ausdrücklich das Gegenteil gelehrt. Die Heiligkeit als reale Beschaffenheit unserer Seele ist die übernatürliche Reinheit und Güte, durch die sie ein Abbild von der Heiligkeit der göttlichen Natur wird. Für die Eingießung dieser Heiligkeit wird der Heilige Geist teils durch Aneignung, teils durch Proprietät als die wirkende und Ideal-Ursache bezeichnet. Diese Beschaffenheit ist zugleich eine Disposition für die Aufnahme des Heiligen Geistes als unseres überaus heiligen Gastes, und die Seele heißt daher ihretwegen auch in der Weise heilig, wie wir eine Kirche heilig nennen, wenn sie durch heiligen Schmuck und den Segen des Bischofs für die Feier und die Aufnahme des heiligen Sakramentes vorbereitet ist: Wie aber die so schon heilige Kirche durch die Einkehr des Allerheiligsten abermals geheiligt. wird, so wird auch die durch den Gnadenschmuck schon heilige Seele abermals geheiligt durch die Einwohnung des Heiligen Geistes, durch den Heiligen Geist selbst, mit dem sie verbunden ist, dem sie angehört und der sich ihr geschenkt hat. So sagen ja auch die Theologen, daß die Menschheit Christi formell nicht nur heilig sei durch die ihr inhärierende Beschaffenheit der Heiligkeit, sondern auch durch die ungeschaffene Heiligkeit des Logos, dem sie angehört. Obgleich nun in unserem Falle die besagte Einwohnung des Heiligen Geistes in der Wirklichkeit mit der heiligmachenden Gnade selbst gegeben ist, so läßt sie sich doch davon unterscheiden, und so dürfen und müssen wir hier die Heiligkeit der Weihe von der Heiligkeit der Beschaffenheit als einen ganz besondern Vorzug unterscheiden. Auf ähnliche Weise müssen wir die erstere von der letzteren unterscheiden, wie wir in Gott Vater und Sohn anders heilig nennen durch die ihnen inhärierende Heiligkeit, welche sie dem Heiligen Geiste geben, und anders durch den Heiligen Geist selbst, den sie als von ihnen ausgehende Heiligkeit besitzen. Wie der Heilige Geist aus der Heiligkeit des Vaters und Sohnes ausgeht, aber eben dadurch auch ihnen eigen bleibt: so geht er in die uns geschenkte Heiligkeit durch seine Einwohnung mit hinein, wird auch uns eigen, nicht als inhärierende Beschaffenheit, sondern als innewohnende Person.

Diese Heiligkeit der Weihe findet, wie schon angedeutet, ebensowohl dadurch statt, daß der Heilige Geist als Besitztum und Schatz, als dadurch, daß er als Gast und Eigentümer in unsere Seele sich niederläßt. Denn das Gefäß, das einen heiligen, kostbaren Schatz bewahrt, wird dadurch nicht minder heilig als das Haus, in welches ein heiliger, erhabener Gast einkehrt, um es in Besitz. zu nehmen. -

2. Auf ähnliche Weise, wie der Heilige Geist, hypostatisch als Gabe und Besitzer in uns wohnend, uns heiligt, macht er uns auch zu Kindern, zu Adoptivkindern Gottes. Er tut dies zwar schon dadurch, daß er als Kanal die übernatürliche Gnade und Liebe in unsere Herzen ausgießt und so gleichsam in unserer Seele sein göttliches Leben fortführt; sagt doch der Apostel: “Die vom Geiste Gottes getrieben (beseelt) werden, die sind Kinder Gottes” (Röm 8, 14). Ja gewöhnlich denken wir bei der Kindschaft zunächst nur so viel, daß der Mensch der Beschaffenheit und Gesinnung seiner Seele nach Gott auf übernatürliche Weise gleichförmig werde und so Abbild der göttlichen Natur und des göttlichen Lebens in sich trage.

Daß die der Seele inhärierende Gnade und Liebe hinreiche, den Menschen zum Adoptivkinde Gottes zu machen, kann niemand mit Fug und Recht leugnen. Wohl aber darf und muß man sagen, daß. die Gnade und Liebe nicht bloß insofern, als sie die Seele Gott gleichförmig machen, sondern auch dadurch, daß sie den eigenen Geist Gottes zum Eigentum und innersten Besitztum der Seele machen, die Würde der Kinder Gottes konstituieren. Der Besitz und die Einwohnung des Heiligen Geistes gibt eben dieser Würde ihren höchsten Glanz und Wert. Denn gerade dadurch werden wir dem natürlichen Sohne Gottes am meisten ähnlich, daß wir nicht bloß ihm gleichförmig sind, sondern auch denselben Geist persönlich in uns besitzen, den er besitzt; ebenso erscheint unsere Verbindung mit dem himmlischen Vater darin am glänzendsten, daß er seinen eigenen Geist in uns niedergelegt hat. Daher nennt der Apostel den Heiligen Geist den “Geist der Adoption zur Kindschaft, in dem wir rufen: Abba, Vater” (Röm 8, 16), d. h. den Geist, wodurch sowohl unsere Adoption bewirkt, als auch das durch sie hervorgerufene Verhältnis der Kindschaft konstituiert oder vielmehr besiegelt wird. Denn an einer andern Stelle sagt derselbe Apostel: “Weil ihr Kinder seid (und vollkommene Kinder sein sollt), sandte Gott (um diese Würde und dieses Verhältnis zu krönen und zu besiegeln) den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der da ruft: Abba, Vater” (Gal 4,4). Die Einwohnung des Heiligen Geistes besiegelt nämlich in uns auf ähnliche Weise das Verhältnis der Adoptivkindschaft, wie der Ausgang desselben von Vater und Sohn das Verhältnis der natürlichen Sohnschaft krönt und vollendet. Die Einwohnung selbst nennt der Apostel daher auch geradezu eine Besiegelung durch den Heiligen Geist: “Ihr seid besiegelt mit dem Heiligen Geiste der Verheißung, der das Pfand unserer Erbschaft ist” [63].

Anmerkungen:

[63] Eph 1, 13.14. Unter dem Siegel des Heiligen Geistes kann man auch den Abdruck desselben in unserer Seele, die “caritas” und die “gratia”, verstehen, wovon früher die Rede war; in ganz besonderer Weise ist dies ferner der sakramentale Charakter, der uns als zur Gnade berufene Glieder Christi kennzeichnet und auszeichnet. An dieser Stelle scheint aber der Apostel den Heiligen Geist selbst in seiner Verbindung mit der begnadeten Seele als Siegel zu betrachten, da er nicht sagt, daß wir vom Heiligen Geiste oder durch den Heiligen Geist, sondern mit ihm besiegelt seien, und überdies seine Aussage darauf stützt, daß der Heilige Geist in seiner Person das Pfand (die “arrha”) unserer Erbschaft sei

Wird fortgesetzt


9. September
Bill Hayden

Vor einem Jahr, am 9. September 2018, ließ sich im Alter von 85 Jahren der australische Politiker und prominente Atheist Bill Hayden in der katholischen Marienkirche in Ipswich bei Brisbane von Father Peter Dillon taufen und in die katholische Kirche aufnehmen.


6. September
Personalpfarrei

Vor einem Jahr, am 8. September 2018 wurde eine neue Personalpfarrei für die Petrusbruderschaft errichtet: die Pfarrei hl. John Fisher in Reading, Großbritannien, durch Bischof Eagan von Portsmouth. Es ist die vierte Personalpfarrei der Petrusbruderschaft in Europa.


6. September
Joseph König

Vor 200 Jahren, am 7. September 1819, wurde in Hausen, Hegau, der Exeget und Historiker Joseph König geboren. Er lehrte seit 1854 in Freiburg im Breisgau, veröffentlichte eine Theologie der Psalmen und forschte zur Geschichte von Stadt und Erzdiözese Freiburg. In Freiburg starb er am 22. Juni 1900.


6. September
Markus Stefan Körösi, Melchior Grodziecki, Stefan Pongracz

Vor 400 Jahren, am 7. und 8. September 1619, starben im slowakischen Kaschau die drei Märtyrer Markus Stefan Körösi, Melchior Grodziecki SJ und Stefan Pongracz SJ. Körösi war Kroate, Grodziecki Pole, Pongracz Ungar. Alle drei waren Priester. Sie fielen in die Hände von Calvinisten und sollten ihrem katholischen Glauben abschwören. Weil sie dazu nicht bereit waren, wurden sie so sehr gefoltert, dass sie an den Folgen der Folter starben. 1905 wurden sie selig-, 1995 heiliggesprochen.


5. September
Revolte aus dem Establishment

Es ist ein Zeichen der Krise der Kirche, dass die Strukturen nicht nur keinen Widerstand gegen die Revolte mehr leisten, sondern selber Bestandteil der Revolte werden. Wer sich, wie es Pfarrer Heck aus Frost getan hat, der Revolte widersetzt, muss mit Sanktionen aus den Strukturen heraus rechnen.

Aus: Peter Winnemöller, Die Kirche sturmreif schießen, kath.net vom 2. September.


5. September
Edmund Bonner

Vor 450 Jahren, am 5. September 1569, starb in London im Alter von ca. 70 Jahren Edmund Bonner, der letzte katholische Bischof von London. Als Diplomat Heinrichs VIII. (König von England 1509-1547) förderte er zunächst dessen schismatische Politik. 1539 wurde er Bischof von London. “Als Bonner gegen die Änderungen der Lehre und Liturgie unter Eduard VI. (1547-1553) auftrat, wurde er seines Amtes enthoben und eingekerkert. Von Maria I. 1553 wieder in sein Amt eingeführt, nahm er eine führende Stellung in der katholischen Restauration und beim Vorgehen gegen die Protestanten ein. Unter Elisabeth I. 1559 erneut seines Bischofssitzes beraubt, starb er im Kerker von Marshalsea. Der Beiname bloody wurde ihm ungerechterweise zuteil. Freimütig, oft rauh und arrogant, war er jedoch von Natur nicht grausam. In Reue über seine schismatische Betätigung trug er seine letzten Jahre im Kerker mit Würde” (H. O. Evennett im LThK, 2. Auflage). Über die blutige Katholikenverfolgung informiert ausführlich das große Werk von Joseph Spillmann.


4. September
Dina Bélanger

Vor 90 Jahren, am 4. September 1929, starb die selige Dina Bélanger. Sie war eine Mystikerin, der Gott Visionen über das Priestertum und den Himmel schenkte.


4. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt Hingabe statt Abgabe ist auf der Seite mit dem Brief an den Freund, der nicht mehr an die Liebe glaubt eingebettet, jene über die Liebe, die nicht blind macht, auf der Seite über das apostolische Herz. Die treffende Bemerkung von Bischof Voderholzer über den Zölibat (Noch nie so wichtig!) habe ich dem Aufsatz Die Krise des priesterlichen Zölibats im Licht der Geschichte von P. Gabriel Baumann hinzugefügt.


4. September
Wolfhart Pannenberg

Vor fünf Jahren, am 4. September 2014, starb in München im Alter von nicht ganz 86 Jahren der evangelische Theologe Wolfhart Pannenberg. 1997 gab er das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz Erster Klasse zurück aus Protest gegen die Verleihung dieses Ordens an die evangelischen Theologen Herta Leistner und Eduard Stapel, die für Gleichberechtigung homosexueller Lebensgemeinschaften in Kirche und Gesellschaft kämpften.


2. September
Christkönigsjugend

Vor 30 Jahren, am 2. September 1989, wurde in Wigratzbad die CKJ gegründet.


2. September
Michel Le Tellier

Vor 300 Jahren, am 2. September 1719, starb in La Flèche im Alter von 75 Jahren der Theologe Michel Le Tellier SJ. Er dozierte in Paris Philosophie und Exegese, bekämpfte die Jansenisten, war Provinzial der Pariser Jesuitenprovinz, Mitbegründer der wissenschaftlichen Monatszeitschrift Mémoires de Trevoux und war Beichtvater des Sonnenkönigs. Sein Werk, in dem er die von den Jesuiten betriebene Akkomodation in der Chinamission verteidigte, kam auf den Index.


31. August
Der barmherzige Samariter

Zum morgigen zwölften Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten, beide über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter: Predigt 1 und Predigt 2.


31. August
Das Zitat

Die geistliche Freude ist der Grundzug einer Seele, die sich Gott völlig hingeschenkt hat. Es ist der Glanz der Liebe, es ist die Blüte der Barmherzigkeit, es ist das Verzücktsein dessen, der liebt, in Dem, der geliebt wird. Es ist etwas ganz Himmlisches, das aus dem Herzen Gottes in das Herz des Menschen einfließt und des Menschen Herz zum Herzen Gottes emporträgt. Die Freude gibt der Seele etwas Leichtes und Beflügeltes. Sie hebt sie über die Erde hinaus, über Prüfungen und Leiden und lässt sie ganz in Gott schweben.

Maria von Jesus Mercier, Gründerin des Karmels von Paray-le-Monial (1853-1917)


30. August
Genderideologie: Welches Netzwerk?

Helmut Kentler operierte in einem pädosexuellen Netzwerk, das bis zur Odenwaldschule, zu pro familia und zum Kinderschutzbund reichte. Er versuchte unter anderem die Forderung nach Abschaffung der Strafrechtsparagrafen 174 (sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen) und 176 (sexueller Missbrauch von Kindern) in der Politik durchzusetzen. In Berlin hat er mit finanzieller Unterstützung des Senats obdachlose männliche Jugendliche gezielt in die Obhut verurteilter pädophiler Männer geschickt, von denen sie dann missbraucht wurden. Kentlers unheilvolles Wirken wird inzwischen in Studien zur pädophilen Verstrickung der Grünen Partei und der Berliner Senatsverwaltung wissenschaftlich aufgearbeitet. Die von ihm konzipierte Sexualpädagogik ist allerdings weiter im Einsatz.
Kentlers Meisterschüler heißt Uwe Sielert. Die beiden waren eng befreundet. Sielert ist Mitbegründer des heute führenden Instituts für Sexualpädagogik Dortmund und arbeitete von 1989 bis 1992 bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Köln. Er beruft sich noch heute ganz offiziell auf Kentlers emanzipatorische Sexualpädagogik. Sielert nennt in seinen Aufsätzen als wünschenswerte Ziele sexualpädagogischer Arbeit ein aktives Eintreten für die „Vielfalt der sexuellen Orientierung“, das heißt für andere als heterosexuelle Orientierungen, sowie die völlige Dekonstruktion, das heißt die Totalvermeidung einer eindeutigen Geschlechtsidentitätszuordnung. Heterosexualität, Kernfamilie und Generativität (...) will Sielert „entnaturalisieren“. Er behauptet, wenn Pädagogik den Schülern auf irgendeine Weise nahelege, heterosexuell und in Kernfamilien mit leiblichen Kindern zu leben, könne dies eventuell deren Möglichkeit zur selbstbestimmten Lebensführung einschränken.

Aus einem Vortrag (dem Redemanuskript) von Hedwig von Beverfoerde auf der „Vierten Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz“ am 24. August 2019 in Berlin.
Wie verhält sich die katholische Kirche in Deutschland dazu? Statt über diese Ideologie aufzuklären, beteiligt sie sich an deren Leugnung (so etwa durch Regina Heyder) oder Verharmlosung und fällt sogar den Aufklärern in den Rücken, indem sie Kritik an der Genderideologie als Zeichen von Rechtspopulismus brandmarkt (so in der vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebenen Broschüre Dem Populismus widerstehen, Arbeitshilfe zum kirchlichen Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen, cf mein Hinweis darauf schon an dieser Stelle).


29. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt über den Fluch des Unkrautsammelns habe ich in die Unkrautseite, die über unseren Coach in die Schwesterseite eingebettet. Die beiden treffenden Zitate von Joachim Schroedel und Stan Fortuna über die Kirche finden wir bei Rademacher.


29. August
Rose Philippine Duchesne

Vor 250 Jahren, am 29. August 1769, wurde in Grenoble die hl. Rose Philippine Duchesne RSCJ geboren. 1804 trat sie in die Gesellschaft vom Heiligsten Herzen Jesu ein, die vier Jahre zuvor von der hl. Sophie Barat (1779-1865) gegründet worden war (und zu der im 20. Jahrhundert Isa Vermehren gehörte). 1817 wurde sie in die USA gesandt, wo sie mehrere Niederlassungen gründete und ab 1840 als Missionarin bei den Indianern in Sugar Creek wirkte. Sie starb 18. November 1852 in St. Charles, Missouri. 1940 wurde sie selig-, 1988 heiliggesprochen.


26. August
Für Österreich beten

In Österreich haben gläubige Katholiken eine unterstützenswerte Initiative zum Gebet für Politiker gestartet. Jeder kann mitmachen und sich auf dieser Website zur Teilnahme anmelden.


26. August
Das Viganozeugnis

Vor einem Jahr, am 26. August 2018, veröffentlichte Erzbischof Carlo Maria Viganò sein erschütterndes Zeugnis. Das Interesse an der Aufklärung der darin aufgeworfenen Fragen hielt sich seitens einschlägiger Theologenkreise in Grenzen, während umgekehrt deren Kritik an der Kritik des emeritierten Papstes an den 68er kaum eine Grenze kannte. Es scheint Theologen zu geben, deren Aufklärungsinteresse in Sachen kirchlicher Missbrauchsskandale in dem Maße wächst, wie sich diese zur Instrumentalisierung ihrer Reformagenda missbrauchen lassen.


25. August
Die Heilung des Taubstummen

Meine Predigt von heute.


24. August
Die Ungerechtigkeit Gottes

Zum morgigen elften Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Das Zeugnis, an dem alle Versuche der Entmythologisierung scheitern, und Er hat alles wohl gemacht.


24. August
Zeuge des Evangeliums

Der Bischof hat die Lehre der Kirche zu vertreten. Er stellt diese nicht zur Disposition. Ja, von einem Bischof erwarten wir noch immer – auch und gerade heute –, dass er nicht seine Privatideen verkündet oder geschmeidig sich gängigen Meinungen anpasst, sondern Zeuge des Evangeliums und Nachfolger der Apostel ist.

Aus: Thorsten Paprotny, Der "Synodale Weg" – eine Chance für die Neuevangelisierung?


22. August
Das größte Geschenk

Der Film Das größte Geschenk feiert am 18. Oktober in München im Rio Filmpalast seine Deutschlandpremiere. Regisseur Juan Manuel Cotelo wird anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen, ebenso am 20. Oktober in Köln, wo der Film im Cineplex gezeigt werden wird.


22. August
Strukturen der Sünde

Erlebt die Kirche vielleicht gerade eine historische Transformation? Eine Dynamik der neuen Zusammengehörigkeit und Glaubenstreue – wider einer Pastoral der nationalen Sonderwege und Kompromisse? Im Zeitalter der Globalisierung muss sich kein Katholik mehr mit lokalen Hirtenworten zufrieden geben, wenn deren katholische Substanz auf Miniaturgröße geschrumpft ist. Dort, wo die „Strukturen der Sünde“ ein nationales kirchliches System so prägen, dass eine authentische katholische Verkündigung und Binnenkultur nahezu verunmöglicht wird, darf der individuelle Gläubige die Hirten, an denen er sich persönlich orientieren möchte, in Übereinstimmung mit seinem Gewissen frei wählen.

Stefan Meetschen im Leitartikel der Tagespost von heute.


21. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt Gebt dem Teufel nicht Raum ist in die Unterscheidungsseite eingebettet worden. Die Kurzvorstellung von Georg Mays Buch 300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie findet sich auf der Rezensionsseite zu Sheeds Theologie für Anfänger. Den bemerkenswerten Tweet des australischen Weihbischofs Richard Umbers über die Zukunftsfähigkeit des überlieferten Ritus ist auf die einschlägige Themenseite verschoben worden (ganz unten).


21. August
Solidaritätstag für verfolgte Christen

Am Sonntag, den 15. September, veranstaltet Kirche in Not in Augsburg wieder den jährlichen Solidaritätstag für verfolgte Christen. Er beginnt um 15 Uhr im Haus St. Ulrich.


19. August
Walter Thirring

Vor fünf Jahren, am 19. August 2014, starb in seiner Geburtsstadt Wien im Alter von 87 Jahren der Naturwissenschaftler Walter Thirring. Er war einer der großen Physiker, die noch Albert Einstein persönlich kannten. Er arbeitete u.a. mit Erwin Schrödinger, Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli zusammen und verfasste unter vielen anderen bahnbrechenden Arbeiten das Standardwerk Lehrbuch der Mathematischen Physik I-IV (1977–1980), über das geurteilt wurde: “Die Informationsdichte und die Fülle tiefer Einsichten in diesem Werk ist atemberaubend. Sie wird noch für viele Generationen ein Goldstandard der mathematischen Physik bleiben” (Jakob Yngvason im Nachruf der Universität Wien).
Im Buch Kosmische Impressionen: Gottes Spuren in den Naturgesetzen geht er Grenzfragen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften nach und sieht - ähnlich wie Francis S. Collins und Richard Swinburne - in der Feinabstimmung des Kosmos ein starkes Indiz für die Existenz Gottes. Von Thirring war Kardinal Schönborn inspiriert, als er am 7. Juli 2005 in der New York Times die atheistische Konzeption der Evolutionstheorie kritisierte und dadurch weltweit heftige Polemik seitens aggressiver Atheisten und philosophisch ungebildeter Naturwissenschaftler provozierte.


17. August
Der sichere Lottogewinn

Eine Predigt zum morgigen 10. Sonntag nach Pfingsten.


17. August
Das Zitat

Wer den Frieden erwirbt und in seinem Herzen bewahrt, um den herum werden Tausende Rettung finden und zum Heil gelangen.

Seraphim von Sarow


5. August
Morlinobrief

Vor einem Jahr, am 18. August 2018, veröffentlichte Bischof Robert C. Morlino von Madison seinen Brief an die Gläubigen über den anhaltenden sexuellen Missbrauch in der Kirche. Die Aufrichtigkeit, mit der er dieses Krebsgeschwür in der Kirche wahrnimmt, und der Mut, mit dem er die nötigen praktischen Konsequenzen daraus zieht, könnten als Vorbild für den synodalen Weg in Deutschland dienen - wenn man nur wollte.


5. August
Benedikt ist besser informiert

Wenn Wolf, Striet und andere Vertreter der Theologen-Zunft keinerlei Zusammenhang zwischen gesellschaftlich-kulturellen Entwicklungen und der Zunahme sexuellen Missbrauchs in und außerhalb der Kirche sehen können oder wollen, dann offenbaren sie genau jene fahrlässige Ignoranz und ideologische Verbohrtheit, die sie ihrem Gegenüber meinen vorwerfen zu müssen. Man muss Benedikts Ausführungen gewiss nicht in allen Einschätzungen teilen, eines aber wird man festhalten dürfen: Im Blick auf die genannten Zahlen, Daten und Fakten erweist sich der 92-jährige Benedikt erheblich besser informiert als seine besserwisserischen Kritiker.

Aus: Dominikus Kraschl, „Binsenwahrheit: Es hat zu allen Zeiten sexuelle Übergriffe gegeben“

Weitere Infos zum Thema


5. August
Savina Petrilli

Vor 150 Jahren, am 15. August 1869, legte die selige Savina Petrilli (1851-1923) in Siena in der von ihr gegründete Kongregation der Schwestern der Amen von der hl. Caterina von Siena ihre Ordensprofess ab. Als sie starb, hatte sich die Kongregation bereits über drei Kontinente ausgebreitet mit 500 Schwestern in 52 Häusern. Ordensziel ist das Apostolat an der verwahrlosten Jugend und den Kranken. Am 24. April 1988 wurde Savina Petrilli seliggesprochen.


4. August
Reinhard Lauth

Vor 100 Jahren, am 11. August 1919, wurde im rheinländischen Oberhausen der Philosoph Reinhard Lauth geboren. Seit 1954 lehrte er in München. Kirchenpolitisch war er Traditionalist, philosophisch Anhänger und international anerkannter Experte und Herausgeber der Werke Fichtes (eine anregende, für manche auch anstößige Kombination). Seine Vorlesungen über Transzendentalphilosophie hinterließen bei seinen Hörern einen tiefen Eindruck. Zu seinen Studenten gehörten die späteren Patres Franz Schmidberger, Klaus Wodsack, Michael Wildfeuer und Franz Prosinger. Auch Jörg Splett wurde von ihm inspiriert: “Reinhard Lauth verdanke ich die Ergänzung der ‘Evidenz’ durch die ‘Sazienz’ (vom mittellateinischen ‘sacire’ = Ergreifen, noch in ‘saisir’ erhalten): dem Aktiv wie Passiv voranzustellen ist das Medium des Sich-ergreifen-Lassens.” Am 23. August 2007 starb er in München.


4. August
Eustáquio van Lieshout

Vor 100 Jahren, am 10. August 1919, wurde in Ginneken (Bavel) der selige Eustáquio van Lieshout (1890-1943) zum Priester geweiht. Der mit der Gabe der Heilungen begnadete Niederländer kam 1925 nach Brasilien, wo er ungezählte Menschen bekehrte. Am 15. Juni 2006 wurde er seliggesprochen.


4. August
Manuel Medina Olmos

Vor 150 Jahren, am 9. August 1869, wurde im spanischen Lanteira der Märtyrer Manuel Medina Olmos geboren. 1891 zum Priester geweiht, wurde er 1928 zum Bischof von Guadix ernannt. Seine besondere Sorge galt den Armen. Zusammen mit Bischof Diego Ventaja Milan von Almeria wurde er im Spanischen Bürgerkrieg am 5. August 1936 gefangengenommen und am 30. August in der Schlucht El Chisme nahe Vícar bei Almería ermordet. Bei Bischöfe wurden am 10. Oktober 1993 zusammen mit sieben Schulbrüdern, die ebenfalls der Märtyrertod erlitten, seliggesprochen.


3. August
Der ungerechte Verwalter

Eine Predigt zum morgigen achten Sonntag nach Pfingsten.


3. August
Albert Werminghoff

Vor 150 Jahren, am 3. August 1869, wurde in Wiesbaden der Historiker Albert Werminghoff geboren. Er lehrte als Professor in Königsberg und Halle. “Seine zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten bekunden seine große Gelehrsamkeit wie seinen unermüdlichen Fleiß und sind voller Anregungen. Sein bedeutendstes Quellenwerk sind die beiden Bände der karolingischen Konzilien in den Monumenta Germaniae (1904/08); sein bisher unerreichtes darstellendes Werk ist seine Verfassungs-Geschichte der deutschen Kirche im Mittelalter (1905, 21913)” (LTthK, 1. Auflage, 1938). Werminghoff starb am 2. Februar 1923 in Halle.


1. August
NkF

Die Neue katholische Frauenbewegung, die am 14. Juni in Ingolstadt gegründet wurde, hat seit kurzem eine eigene Internetpräsenz.


1. August
Mark Gabriel

Vor 25 Jahren, im August 1994, fand Mark Gabriel zum Glauben an Christus. Er war ursprünglich Muslim, Professor an der Kairoer Al-Azhar-Universität, die eine große Autorität im sunnitischen Islam genießt. Am 17. Dezember 1991 wurde er von seinem Posten abgesetzt, weil er nicht mehr an den Koran glauben konnte. Kurz darauf wurde er von der Geheimpolizei entführt und gefoltert. 1994 verließ er Ägypten. Er ist Verfasser des Buches Islam und Terrorismus, in dem er den religiösen Wurzeln des islamistischen Terrors nachgeht.


31. Juli
Die Zahlen bestätigen Benedikt

Die Erhebungen der Klasnic-Kommission, die in Österreich die kirchlichen Missbrauchstaten aufgearbeitet hat, bestätigt die Ursachenanalyse von Papst Benedikt: “Betreffend den Zeitraum der Vorfälle (jeweils Beginn) kann eine eindeutige Konzentration auf den 1960er und 1970er Jahren ausgemacht werden” (Zwischenbericht von 2012, S. 31). Darauf macht Dr. Christian Behrendt in einem Leserbrief an die Tagespost vom 27. Juni 2019 aufmerksam. Nach dem Stand der Aufarbeitung von 2019 begannen gerade einmal 14 % der Missbrauchsfälle vor 1960 (ab 1940), während in den 60er und 70er Jahren, also in dem Zeitraum, in dem der Geist der 68er wirksam war (in Österreich seit 1962), 67,9 % der Missbrauchsfälle begannen.

Das Gleiche gilt die Entwicklung in den USA. Der Jay Report von 2011 The Causes and Context of Sexual Abuse of Minors by Catholic Priests in the United States, der die Jahre von 1950 bis 2010 erfasst, bestätigt ebenfalls Benedikts Analyse, wenn es dort heißt: „Während der hier beobachteten Periode wuchs die jährliche Angabe von Fällen sexuellen Vergehens durch Priester fortwährend bis zur Kulmination in den späten 1970ern bis zu den frühen 1980ern” (Paul Josef Cordes, Ein Alarmruf, Tagespost vom 25. Juli 2019).

Damit ist sowohl die Kritik von Kardinal Schönborn wie auch die einschlägige Polemik von Magnus Striet gegen den emeritierten Papst erledigt.


31. Juli
Das Zitat

Es gibt nichts Unnützeres als einen Christen, der sich nicht bemüht, andere Menschen zu retten. Sage nicht: Es ist mir unmöglich, andere zu beeinflussen. Wenn du wirklich Christ bist, sollte es unmöglich sein, dass nichts geschieht.

Hl. Johannes Chrysostomus


30. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt Ist Gott geizig? wurde in die Barmherzigkeitsseite eingebettet. Mein Artikel Wenn der Inhalt stört findet sich auf derselben Seite wie mein Artikel Demagogische Mission. Die deprimierende Beobachtung George Weigels über die damnatio memoriae Johannes Pauls II. auf der Jugendsynode habe ich auf der Seite zur Familiensynode untergebracht.


30. Juli
Christobal Magallánes

Vor 150 Jahren, am 30. Juli 1869, wurde in San Rafael, Totatiche, Mexiko, der Priester Christobal Magallánes geboren. Er war ein Förderer der sozialen Erneuerung Mexikos, Gründer landwirtschaftlicher Schulen und Lehrwerkstätten und ein Presseapostel (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 4, S. 46). In der mexikanischen Katholikenverfolgung wurde er am 25. Mai 1927 erschossen. Zusammen mit 24 weiteren mexikanischen Märtyrern wurde er am 22. November 1992 seliggesprochen.


29. Juli
Die Kunst, es nicht gewesen zu sein

Von Lorenz Jäger

Autsch, das tat weh, was der emeritierte Papst da geäußert hatte. Unter den Ursachen der Missbrauchstragödie in der Kirche machte er nämlich auch eine wesentliche namhaft, die im Zuge der großen Kulturrevolution, die wir kurz mit der Jahreszahl 1968 verbinden, von außen in die Kirche eingedrungen sei: „Zu der Physiognomie der 68er Revolution gehörte, ...
weiterlesen


28. Juli
Früchte der Heiligkeit...

...und was Viktor E. Frankl damit zu tun hat.
Meine Predigt von heute.


28. Juli
Pierre Parisot

Vor 250 Jahren, am 28. Juli 1769, starb in Commercy im Alter von 66 Jahren der Kapuziner Pierre Parisot OFMCap. Kirchenpolitisch spielte er eine traurige Rolle: In der Mission in Pondichéry “geriet er wegen Jurisdiktions- und Ritenfragen in Streit mit den Jesuiten, die er dann bis zum Tod leidenschaftlich bekämpfte.” Von 1760 bis 1763 war er in Lissabon ein Gehilfe Pombals, der die Jesuiten auf eine Weise bekämpfte, dass sogar Voltaire das ungerechte Vorgehen des Freimaurers Pombal als entsetzliche Bosheit verurteilte (cf. das Schicksal Malagridas SJ).


27. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Für den Gnadenstuhl wurde eine eigene Seite eingerichtet. Die Predigt über die Warnung des Herrn vor der ängstlichen Sorge wurde in die Vorsehungsseite eingebettet. Die Absage Annemarie Piepers an eine biologistische Erklärung der Moral wurde dem Schwarte-Artikel über die Biologie als Leitwissenschaft der Zukunft hinzugefügt (ganz unten).


27. Juli
Zanobi Acciajuoli

Vor 500 Jahren, am 27. Juli 1519, starb in Rom im Alter von 58 Jahren der Dominikaner Zanobi Acciajuoli OP. In Florenz geboren, entdeckte er durch Savonarola seine Berufung und trat 1495 ins Kloster San Marco ein. Von Leo X. (1513-1521) “wurde er 1518 zum Vorsteher der vatikanischen Bibliothek und des Archivs in der Engelsburg ernannt, das er neu ordnete und inventarisierte” (LThK, 1. Auflage).


26. Juli
Das eingepflanzte Wort der Wahrheit

In der renommierten Reihe Stuttgarter Bibelstudien ist jetzt als Band 243 ein Buch zur Struktur und zum Grundgedanken des Jakobusbriefs erschienen mit dem Titel Das eingepflanzte Wort der Wahrheit.
Autor ist Franz Prosinger, einer der dreizehn Gründer der Priesterbruderschaft St. Petrus.

Franz Prosinger
Das eingepflanzte Wort der Wahrheit. Struktur und Grundgedanke des Jakobusbriefes.
Katholisches Bibelwerk, 24. Juli 2019
kartoniert, 288 Seiten


26. Juli
Mit Stil und Analysekraft

Nachdem der von Philipp Liehs geführte Renovamen-Verlag bereits im vergangenen Jahr mit der Veröffentlichung von Bellocs “Der Sklavenstaat” einen beachtlichen Griff in die Schatzkiste der katholischen Klassiker gemacht hat, setzt sich dies mit “Die großen Häresien” fort. Man kann die Lektüre des Buches sehr empfehlen, weil Hilaire Bellocs Stil und Analysekraft nichts an Aktualität verloren hat. Es ist ein Buch, das geradezu wie für unsere Zeit geschrieben zu sein scheint, da auch in der Kirche keineswegs mehr sicher ist, wer noch katholisch ist und was Katholisch sein überhaupt bedeutet.

Aus: Stefan Meetschen, Wie ein katholischer Donner. Hilaire Bellocs “Die großen Häresien” sind erstmals auf Deutsch erschienen, in der Tagespost von gestern.


24. Juli
Steinbruchmentalität

Wer von Erneuerung spricht und faktisch Spaltungen befördert, hegt oft die besten säkularen Absichten. Aber nur Einer durfte und konnte von sich begründet sagen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Wer sich aus den Worten Jesu eine postmoderne Lebensphilosophie bastelt und dieser einen objektiven Geltungsanspruch zuschreibt, dem hätte der kluge protestantische Theologe Martin Hengel gesagt, dass die Bibel nicht als Steinbruch für Ideologien tauge.

Aus Thorsten Paprotny, Häresie – jetzt oder nie?


24. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Für die theologischen Nebel von Avalon wurde eine eigene Seite eingerichtet. Meine Predigt über den Wert der Dankbarkeit wurde in die Werteseite eingebettet. Die treffende, schon aphorismustaugliche Bemerkung Menkes über bastelnde Theologen findet sich auf der Seite über Pseudotheologie (ganz unten).


23. Juli
Der missbrauchte Kant

Warum Kants Autonomie bei Ratzinger besser aufgehoben ist als bei Magnus Striet

Von P. Engelbert Recktenwald

Der katholische Theologieprofessor Magnus Striet beruft sich für seine Forderung nach grundlegenden Änderungen der kirchlichen Morallehre auf die Kantische Idee der Autonomie. Zu seinen Forderungen gehört z.B. die Anerkennung homosexueller Partnerschaften. Für Striet ist Autonomie das Signum der Moderne. Er versteht darunter “individuelle Selbstbestimmung”. Ihre einzige Grenze findet dieselbe an der individuellen Selbstbestimmung des Mitmenschen. Mit anderen Worten: Solange ich anderen Menschen nicht in die Quere komme, kann ich tun und lassen, was ich will. Als Kronzeuge für diese Auffassung beansprucht Striet den großen Philosophen Immanuel Kant. Dieser ist sein Leib- und Magenphilosoph.

Dabei unterschlägt Striet einen wesentlichen Aspekt der Autonomie, wie Kant sie versteht. Kant betrachtet Autonomie in erster Linie als die Emanzipation von der Bestimmung des Wollens und Handelns durch sinnliche Antriebe. Autonom ist für Kant der Mensch gerade dann, wenn... weiterlesen.


22. Juli
Adam Schall von Bell

Vor 400 Jahren, am 22. Juli 1619, kam der Kölner Johann Adam Schall von Bell SJ (1591-1666) in China an. Er wurde zu einem der berühmtesten China-Missionare. Am Hof des Kaisers wirkte er als Astronom. 1644 wurde er von Kaiser Shunzhi zum Direktor des kaiserlichen astronomischen Instituts ernannt.


22. Juli
Laurentius von Brindisi

Vor 400 Jahren, am 22. Juli 1619, starb in Lissabon im Alter von genau 60 Jahren der hl. Laurentius von Brindisi.


20. Juli
Das andere Wunder

Eine Predigt zum morgigen 6. Sonntag nach Pfingsten.


20. Juli
Wachkoma-Patient kirchliche Bürokratie?

“Der amerikanische Publizist George Weigel kritisiert die deutsche Kirchensteuer. Im Gespräch mit der Tagespost erklärt der Leitende Wissenschaftler des Ethics and Public Policy Center in Washington, man solle ernsthaft darüber nachdenken, die Kirchensteuer abzuschaffen. ‘Deren Hauptfunktion scheint zu sein, eine riesige kirchliche Bürokratie am Leben zu erhalten, der es an Leidenschaft und missionarischer Energie fehlt.’ Darüber hinaus diene die Kirchensteuer zu häufig dem Zweck, einen ‘Katholizismus-Light’ zu fördern."

Das meldete die Tagespost Anfang des Monats. Wenn wir auf der einen Seite eine aufgeblähte kirchliche Bürokratie, auf der anderen Seite einen Mangel an Glaubensleben feststellen müssen, haben wir es dann vielleicht mit einem institutionellen Wachkoma-Patienten zu tun, bei dem das Abstellen der künstlichen Lebenserhaltungsmaßnahmen, wie es die staatlich eingetriebene Kirchensteuer ist, moralisch erlaubt wäre? Vielleicht muss die Bürokratie sterben, damit der Glaube lebt?


19. Juli
Podcast

Vor zwei Jahren, am 19. Juli 2017, ging mein Podcast online. Bis jetzt sind 31 Episoden erschienen.


19. Juli
Pavel Dzidzov

Vor 100 Jahren, am 19. Juli 1919, wurde in Plowdiw, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, der Theologe Pavel Dzidzov geboren. Am 4. Juli 1952 wurde er im Rahmen der kommunistischen Christenverfolgung verhaftet, nach einem Schauprozess am 3. Oktober desselben Jahres zum Tode verurteilt und am 11. November in Sofia erschossen. Am 23. April 2002 wurde er vom Heiligen Stuhl als Märtyrer anerkannt, am 26. Mai 2002 seliggesprochen.


18. Juli
Das Geheimnis des Erfolgs

Meine Predigt vom 4. Sonntag nach Pfingsten.


18. Juli
Benedikt hat recht

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) hat Benedikt XVI. gegen die Kritik katholischer Theologen verteidigt. Am 11. April 2019 hatte der emeritierte Papst eine Analyse zum Thema „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“ veröffentlicht. Darin machte er u.a. den „Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie“ angesichts der zunehmenden Gottlosigkeit in Kirche und Gesellschaft seit den 1960er Jahren für die Missbrauchskrise verantwortlich. Pfarrer Werner Neuer, der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, hält dieses Schreiben für einen Aufruf zur inneren Erneuerung der Kirche, dem man nur weite Verbreitung in allen christlichen Kirchen wünschen könne. So schreibt er in der Zeitschrift Diakrisis.


17. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz über die Philosophie Thomas Nagels Zwischen Evolutionskritik und Atheismus ist nun vollständig auf der für ihn eingerichteten Seite veröffentlicht. Meine Predigt Wo alle Entmythologisierungsversuche scheitern ist in die Auferstehungsseite, die Podcast-Episode Genderideologie und Wissenschaftsfeindlichkeit in die Genderseite eingebettet.


17. Juli
Römische Aufklärungsverweigerung?

Die neuerlichen Anklagen des ehemaligen Vatikandiplomaten Carlo Maria Viganò gegen Papst und Vatikan sind präzise. In jeder staatlichen Verwaltung würden sie ausreichen, um Ermittlungen einzuleiten. Würde der Ex-Nuntius einfach lügen, könnte der Vatikan dementieren und – auch in dessen Abwesenheit – disziplinarische Schritte gegen ihn einleiten. Das tut der Vatikan aber nicht. Die Medienverantwortlichen schweigen.

Aus: Guido Horst, Das Gesetz des Schweigens, in der Tagespost vom 11. Juli 2019


16. Juli
Wilhelm Nyssen

Vor 25 Jahren, am 16. Juli 1994, starb in Köln Prof. Wilhelm Nyssen, Hochschulseelsorger in Köln und großer Kenner der byzantinischen Liturgie. Er war ein Freund der Priesterbruderschaft St. Petrus.


16. Juli
Servi Jesu et Mariae

Vor 25 Jahren, am 16. Juli 1994, wurde die Kongregation der Diener Jesu und Mariens (Servi Jesu et Mariae, SJM) vom Heiligen Stuhl zu einer Kongregation päpstlichen Rechts errichtet. Am 30. Mai 1988 war sie von P. Andreas Hönisch gegründet worden. Ihre Mitglieder feiern die hl. Messe in der ordentlichen wie außerordentlichen Form des römischen Ritus. Der Gemeinschaft gehören zur Zeit ca. 30 Priester an. Unter dem Menüpunkt “Aktuelle Aufgaben” finden Sie auf der Website der Gemeinschaft den Stand vom November 2013.


16. Juli
Junipero Serra

Vor 250 Jahren, am 16. Juli 1769, gründete der hl. Junipero Serra (1713-1784) San Diego, die älteste Stadt Kaliforniens. Es war die erste von 21 Missionsstationen, die der gebürtige Mallorquiner oder seine franziskanischen Mitgründer gründeten und aus denen Städte wurden, darunter San Francisco, das 1776 gegründet wurde.


15. Juli
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

7. Folge

16. Gott wird nicht unwillig, wenn du in deinen Leiden Trost bei deinen Freunden suchst, aber Er will, daß du hauptsächlich zu Ihm deine Zuflucht nehmest. Hast du dies unterlassen, so mußt du wenigstens, nachdem du bei den Geschöpfen Hilfe gesucht und keinen Trost gefunden hast, dich zu deinem Schöpfer wenden und Ihm sagen: Herr, die Menschen haben nur Worte, sie können mich nicht trösten, ich entsage jetzt ihren Tröstungen, Du allein bist meine Hoffnung, meine Liebe. Tröste mich, o mein Gott! Gib, daß mein Trost darin bestehe, jetzt zu tun, was Dir am meisten gefällt, ich bin bereit, dies Leiden mein ganzes Leben hindurch zu erdulden, ich will es die ganze Ewigkeit ertragen, wenn es Dir also gefällt, stehe Du mir nur bei.

17. Fürchte nicht, daß du Gott mißfallest, wenn du manchmal dich zärtlich bei Ihm beklagst und Ihm sagst: Herr, warum bist Du so fern von mir? Du weißt, mein Gott, daß ich nichts anderes als Deine Liebe begehre, komme mir aus Liebe zu Hilfe, verlasse mich nicht! Dauert dein Leiden zu lange, ist deine Angst allzu groß, so mußt du dich dem betrübten und sterbenden Jesus am Kreuze vereinigen, und um Barmherzigkeit flehen und ausrufen: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” (Mt 27,46). Deine Leiden müssen dir dazu dienen, dich immer mehr vor Gott zu verdemütigen, wenn du bedenkest, daß, wer Gott beleidigt hat, keinen Trost verdient, und um dein Vertrauen zu vermehren, da du weißt, daß Gott uns alle Leiden für unser Bestes schickt oder daß Er sie deshalb zuläßt: “Alles wirkt ihnen zum Guten” (Röm 8,28). Wenn du aber von Mißtrauen und Angst gepeinigt wirst, so rufe voll Zuversicht aus: “Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten?” (Ps 26). Du mußt meinen Verstand erleuchten. Du mußt mich retten, auf Dich vertraue ich: “Auf Dich, Herr, hoffe ich, lasse mich nimmermehr zuschanden werden” (Ps 30,1). Du mußt dich mit dem Gedanken beruhigen, daß niemand, der auf Gott sein Vertrauen gesetzt hat, verlorengegangen ist: “Keiner, der auf den Herrn gehofft hat, ist zuschanden geworden” (Sir 2,10). Bedenke, daß Gott dich mehr liebt, als du selbst dich lieben kannst, was fürchtest du denn also? Tröste dich mit den Worten Davids: “Der Herr sorgt für mich” (Ps 39,18). Herr, ich übergebe mich ganz Dir, ich will nur daran denken, wie ich Dich lieben, wie ich Dir wohlgefallen kann; siehe, ich bin bereit zu tun, was Du von mir verlangst. Du wünschest nicht nur, daß es mir wohlergehe, nein, Du selbst trägst Sorge für mein Bestes, mögest Du selbst die Mittel für mein Heil ausfindig machen. Ich verlasse mich auf Dich, ich will mich stets auf Dich verlassen, denn Du willst, daß ich immer alle meine Hoffnung auf Dich allein setze: “Ich schlafe in Frieden und ruhte, denn Du, Herr, hast mich vollkommen festgestellt in der Hoffnung” (Ps 4,9).

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


14. Juli
Das Zitat

Gott spricht zum Menschen: Richte deine Augen allein auf meinen Sohn, denn in ihm habe ich dir alles gesagt und geoffenbart, und du wirst in ihm noch viel mehr finden, als du erbittest und ersehnst; er ist meine ganze Rede und Antwort, er ist meine ganze Vision und Offenbarung.

Hl. Johannes vom Kreuz


14. Juli
Franz Xaver Heiner

Vor 100 Jahren, am 14. Juli 1919, starb in Buldern, Kreis Coesfeld, im Alter von 69 Jahren der Kanonist Franz Xaver Heiner. Er stammte aus Atteln bei Paderborn und lehrte seit 1889 in Freiburg im Breisgau. Von 1897 bis 1912 war er Herausgeber des “Archivs für Katholisches Kirchenrecht.”


13. Juli
Heiligkeit und Gerechtigkeit

Zum morgigen fünften Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten: Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Pharisäer und Haltet Christus heilig in euren Herzen.


13. Juli
Schweigen statt Untersuchung?

Auch auf die neuerlichen Anklagen des Ex-Nuntius Carlo Maria Viganò nicht zu antworten, dürfte für den Vatikan immer schwieriger werden. Die Enthüllungen betreffen Spitzenleute der Kurie – den amtierenden Kardinal und seinen Substituten im vatikanischen Staatssekretariat – und natürlich den Papst selber, der schon nach den ersten Anschuldigen Viganòs im August vergangenen Jahres keine gründliche Untersuchung und deren Veröffentlichung anordnete, sondern sich für das Schweigen entschied. Und die Journalisten aufforderte, sich selber ein Urteil über die detaillierten Vorwürfe des untergetauchten ehemaligen Nuntius zu bilden. Das haben inzwischen die Medien getan. Viele kamen zu dem Ergebnis, wie etwa die „Washington Post“, dass Viganò – auch wenn er als ehemaliger Diplomat nicht so handeln dürfte, wie er es jetzt tut – dennoch glaubwürdig ist. Stattdessen ist es keinem Medium gelungen, auch nur eine der Anschuldigungen des Ex-Nuntius in sich zusammenbrechen zu lassen.

Aus: Guido Horst, Viganò-Anschuldigungen gegen Franziskus, in: Die Tagespost vom 4. Juli 2019.


12. Juli
Von Greta lernen

Ein Beitrag von mir für den Cathwalk.


11. Juli
Therapien ohne Gottes Heilswort

Die Vorschläge zur Problembewältigung versammeln die üblichen Stereotypen: systemische Gründe, klerikale Macht, vormoderne Ordnung der Kirche, sexuelle Tabus. Man solle endlich vorgehen gegen den Klerikalismus, den Zölibat und die Männerbünde, um einzutreten für die Herabstufung des Weiheamtes, und für die „Ehe“ – nicht nur für Priester, sondern „für alle“. Den Grund für die gegenwärtige Krise in systemischen Missstände festzumachen, ist leider so geschichtsblind wie naiv. Doch wirklich unverzeihlich ist, dass bei den veröffentlichten Therapie-Vorschlägen Gottes Heilswort nicht einmal erwähnt wird. Obwohl doch die kirchlichen Hirten in dem feierlichen Augenblick ihrer sakramentalen Weihe versprochen hatten, „das Glaubensgut rein und unverkürzt zu bewahren, wie es von den Aposteln überliefert und in der Kirche immer und überall bewahrt wurde“.

Aus: Paul Josef Kardinal Cordes, Ein Alarmruf, in: Die Tagespost von heute. Es geht um die Missbrauchsanalysen, die einerseits die Reformkräfte (oder sollte man eher sagen: die Abbruchskräfte?), andererseits der emeritierte Papst Benedikt vorgelegt haben.


10. Juli
Der Einzige

Vor elf Jahren [1999] warf ein Merkur-Doppelheft die Frage auf: „Wer ist Gott?“ Von den eingeladenen protestantischen und katholischen Theologen gab eigentlich keiner eine klare Antwort. Der einzige, der die Frage ohne Wenn und Aber affirmativ beantwortete und über die konkrete Existenz Gottes Aussagen machte, war der katholische Philosoph Robert Spaemann.

Aus: Karl Heinz Bohrer, Welche Macht hat die Philosophie heute noch?, in: Marcel van Ackeren, Theo Kobusch, Jörn Müller (Hg.), Warum noch Philosophie? Historische, systematische und gesellschaftliche Positionen, Berlin 2011.


7. Juli
Striet vs. Benedikt

Von Franz Prosinger

Der Wunsch, ja das Gebetsanliegen, es möchte ein Bischof auf dem Missbrauchsgipfel im Februar in Rom eine Bilanz ziehen zu 50 Jahren „Befreiung der Sexualität“ und die diesbezügliche Position der „Kirche“, ging nun doch noch in Erfüllung. Mit dem Papa emeritus Benedikt XVI. nahm dazu jemand Stellung, der den gesellschaftlichen und kirchlichen Umbruch an vorderster Front erlebt und durchlitten hat: als Theologieprofessor in Bonn, Münster, Tübingen und ... weiterlesen


6. Juli
Woher kommt die Bedrohung?

Gendertheorie: Ist Papst Franziskus rechtspopulistisch?

Zitat:
“Für die Kirche besteht der größte Skandal in der Einführung des Gender-Mainstreams in die Lehrpläne von Schulen und in die Erziehungskonzepte von Kindergärten und Kinderkrippen.
Papst Franziskus sieht darin eine Bedrohung der Menschheit, der die Kirche mit allen Mitteln entgegentreten müsse. Wie ein roter Faden zieht sich die Ablehnung der Gender-Theorie durch sein ganzes Pontifikat. Auch das neue Dokument trägt eindeutig seine Handschrift, die besonders deutlich zutage tritt, wenn er auf Pressekonferenzen oder anderen Begegnungen frei auf Fragen antwortet. So spricht er von 'Gemeinheit' und 'Boshaftigkeit', wenn der Versuch unternommen wird, Kindern ... weiterlesen


6. Juli
Ignaz Knoblecher

Vor 200 Jahren, am 6. Juli 1819, wurde in St. Canzian Ignaz Knoblecher geboren, der Begründer der Mission in Zentralafrika.


4. Juli
Kardinal Cordes kritisiert Kardinal Marx

Kardinal Marx hat eine “offene Diskussion” über den Zölibat angeregt. In ihr soll herausgefunden werden - nein: nicht, welche Kostbarkeit er trotz aller Ablehnung birgt, sondern ob er überhaupt zum Zeugnis des Priesters gehören muss; ob nicht Änderungen in der Lebensform der Geweihten fällig sind. Der Vorsitzende nahm für seinen Vorschlag die Missbrauchskrise zum Anlass. So erweckt er den Eindruck, zwischen Pädophilie und dem Zölibat gäbe es einen Kausalnexus. Das jedoch ist pure Spekulation. Die beachtenswerte Kritik des “MHG-Forschungsprojekts” durch Dr. Manfred Lütz (September 2018), die den Bischöfen vorliegt, hat herausgestellt: jede pädophile Konditionierung durch den Zölibat bleibt aufgrund des Zahlenmaterials unbewiesen. Sucht der Kardinal demnach in dem fatalen Kirchenskandal einen Anlass für die Herabstufung des Zölibats? Er wäre ungeeignet. Bezeichnend ist ferner die Ankündigung, mit wem in der Problematik zusammengearbeitet werden soll. E ssind nicht die geistlichen Neuaufbrüche der Kirche, obwohl sie eine Vielzahl zölibatär lebender Priester geschenkt haben und schenken. Nein, der Kardinal wählt das ZdK, dessen Präsident Thomas Sternberg bekanntlich schon seit langer Zeit fordert, der müsse “gelockert werden”. Die Beteuerung des Vorsitzenden, der Zölibat solle nicht abgeschafft werden, kann lediglich eine Schutzbehauptung sein. Denn wird das ganze Manöver nicht initiiert, um ihn zu unterlaufen?

Aus: Paul Josef Kardinal Cordes, Amt und Charisma, in der in heutiger Zeit für jeden gläubigen Katholiken unentbehrlichen Wochenzeitung Die Tagespost, Ausgabe vom 18. April 2019.

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