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* * *

16. Januar
Mission Manifest

“Wir wissen: Unsere Heimatländer sind Missionsländer geworden. Wir sind bereit für Mission. Wir wünschen, dass unsere Länder zu Jesus finden.”

Diese Kernaussage des Mission Manifests ist mir aus dem Herzen geschrieben. Der Aufruf zur Mission war überfällig.

Natürlich steht in den zehn Thesen noch viel mehr. Und je mehr man schreibt, um so mehr sammeln sich Aussagen an, über die man streiten könnte, ob sie wirklich den Nagel auf den Kopf treffen oder glücklich formuliert sind und dergleichen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, auf eine solche Einladung zur Mission zu reagieren: Man missioniert oder man diskutiert.

Ein Vergleich: Um einen großen Brand zu bekämpfen, machen einige Feuerwehrleute das Löschfahrzeug startklar und rufen ihre Kameraden auf, mit ihnen so schnell wie möglich zum Einsatzort zu fahren (oder mit ihren eigenen Wagen sich ihnen anzuschließen). Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Man fährt mit oder man diskutiert.

Wer diskutieren will, findet immer Stoff dazu, z.B. weil ihm die Farbe des Fahrzeugs nicht gefällt, weil es hier oder dort eine Beule hat u.v.m. Vielleicht hat er recht und da ist wirklich eine Beule. Na und? Zu warten, bis alles perfekt ist, wäre ein tödlicher Fehler.
Der Aufruf verdient Unterstützung.

Meine Wahl ist klar: Ich habe mich entschieden zu löschen.


15. Januar
Nikolaus Olahus

Vor 450 Jahren, am 15. Januar 1568, starb in Tyrnau im Alter von 75 Jahren Nikolaus Olahus (Oláh). 1543 wurde er Bischof von Agram, 1548 Bischof von Erlau, 1553 Erzbischof von Gran (Esztergom) und Primas von Ungarn. “Olahus erwarb sich hohe Verdienste um die Ausführung der Trienter Beschlüsse; er arbeitete rastlos für Reinheit des Glaubens, Disziplin und Bildung des Klerus und Mehrung der Schulen, verkehrte mit Humanisten und war selber literarisch tätig” (LThK, 1. Auflage). 1561 berief er durch den hl. Petrus Canisius die Jesuiten nach Tyrnau.


14. Januar
Das Zitat

Gott sucht ein von Liebe zu Gott und dem Nächsten erfülltes Herz, das ist der Thron, auf dem Er zu sitzen liebt und auf dem Er in der Fülle Seiner himmlischen Herrlichkeit erscheint. Gib Mir, mein Sohn, dein Herz, sagt Er, und Ich will dir alles andere zufallen lassen; denn in dem Herzen des Menschen ist das Reich Gottes. Da Er ja jedem von uns nicht fern ist. Denn in Ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir (Apg 17,27), wenn wir Ihn nur lieben, unseren himmlischen Vater, wahrhaft nach Sohnesweise. Der Herr erhört gleichermaßen den Mönch und den Laien, den einfachen Christen, wenn nur beide rechtgläubig sind und beide Gott aus der Tiefe ihrer Seelen lieben und beide den Glauben an Ihn haben, wenn auch nur wie ein Senfkorn, und sie beide werden dann Berge bewegen. »Einer wird Tausende schlagen, zwei aber -Legionen.« Gott selber sagt: Dem, der da glaubt, ist alles möglich; der hl. Apostel Paulus aber ruft vor aller Welt aus: Alles vermag ich in dem, der mir die Kraft dazu verleiht (Phil 4,13). Und redet nicht unser Herr Jesus Christus noch wunderbarer von denen, die an Ihn glauben: Wer an Mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die Ich tue, und noch größere als diese wird er tun, denn Ich gehe zum Vater. Und Ich werde Ihn für euch bitten, dass unsere Freude erfüllt werde. Bisher batet ihr um nichts in Meinem Namen, bittet, und ihr werdet empfangen (Jo 16,24). So also. Euer Gottliebden, werdet Ihr alles von Gott, dem Herrn, empfangen, worum Ihr Ihn bitten werdet, wenn das nur zum Ruhme Gottes oder zum Nutzen des Nächsten gereicht, weil Er auch den Nutzen des Nächsten zu Seinem Ruhme rechnet, weswegen Er Euch sagt: Alles, was ihr der Geringsten einem getan habt, das habt ihr Mir getan (Mt 25,40). So habt denn gar keine Zweifel, dass Gott, der Herr, Eure Gebete nicht erhören würde, wenn sie nur zum Ruhme Gottes und zum Nutzen und zur Erbauung der Nächsten beitragen. Aber selbst dann, wenn Ihr etwas für Euren eigenen Nutzen oder Vorteil braucht, wird Euch sogar dieses Gott, der Herr, ebenso schnell und wohlgeneigt zuwenden, nur dass Eure Not und Bedürftigkeit wirklich groß ist, denn Gott liebt, die Ihn lieben; der Herr ist gütig in allen Dingen: Er erfüllt den Willen derer, die Ihn fürchten, und erhört ihr Gebet.

Seraphim von Sarow, ein Heiliger der russisch-orthodoxen Kirche, zu Nikolai Alexandrowitsch Motowilow.


13. Januar
Die Verwandlung

Predigt zum morgigen Sonntag


13. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Ausführungen Guido Horsts über den Papst und seinen Präfekten sind hier, das Zitat Vergebung statt Wegschauen aus des Präfekten Buch hier untergebracht. Regina Einigs überspringender Funke findet sich hier.


13. Januar
Köln

Heute vor einem Jahr wurde das Haus der Petrusbruderschaft in Köln kanonisch errichtet. 85 der 125 Häuser der Petrusbruderschaft sind kanonisch errichtet (Stand vom 24. November 2017). Was bedeutet eine kanonische Errichtung gemäß Kirchenrecht? Wenn die Niederlassung einer Gemeinschaft päpstlichen Rechts vom Generaloberen der Gemeinschaft mit Erlaubnis des Ortsordinarius (also des Bischofs, in dessen Diözese das Haus liegt) errichtet wird, dann kann diese Niederlassung nur noch vom Heiligen Stuhl wieder aufgelöst werden. Eine kanonische Errichtung gewährt also eine große Rechtssicherheit.


12. Januar
Facetten der Liebe

Die neueste Folge meines Podcasts


12. Januar
Ein großer Wurf und ein Kristall

Die Logik der Liebe lehrt dagegen, dass ein Leben aus dem Glauben den Blick auf einen wunderschönen, vielfarbigen Lebensraum eröffnet und dass die richtige Orientierung, ganz wie der heilige Benedikt es in seiner Regel schildert, zunächst als enger Weg erscheinen mag, bei zielstrebigem Weitergehen aber in die Weite ewiger Freude führt.
Das Buch Logik der Liebe ist nicht nur ein Geschenk, weil man es bei der Priesterbruderschaft St. Petrus kostenlos erhalten kann. Es ist vor allem deshalb ein Geschenk, weil es einem Kristall gleicht, in dem die vielen Facetten des Glaubens aufleuchten. Seine Lektüre ist nicht nur Eheleuten, sondern auch allen Priestern und Priesteramtskandidaten sehr zu empfehlen.

Aus dem Artikel Die Ehe als Schule der Liebe. Pater Martin Ramm glückt mit seinem Leitfaden für die Vorbereitung auf die Trauung ein großer Wurf. Von Barbara Stühlmeyer, gestern erschienen in der Tagespost.


11. Januar
René de Maumigny

Vor 100 Jahren, am 11. Januar 1918, starb in Paris im Alter von fast 81 Jahren der aus Nevers stammende mystische Schriftsteller René de Maumigny SJ. Von 1887 bis 1913 war er in der Jesuitenausbildung in Canterbury tätig. “Gestützt auf die hl. Theresia und den hl. Johannes von Kreuz sowie besonders auf eigene Erfahrung, vertrat er in der Mystik eine sichere, der Praxis dienende Richtung. Seine französischen, weit verbreiteten Schriften wurden auch ins Italienische, Englische und Chinesische übersetzt” (LThK, 1. Auflage). Am bekanntesten ist sein zweibändiges Werk Pratique de l’oraison mentale (1905), das auch ins Deutsch übersetzt wurde. Zu seinen Schülern gehörten L. L. de Grandmaison und Jules Lebreton.


11. Januar
Maria von Mörl

Vor 150 Jahren, am 11. Januar 1868, starb in Kaltern, Südtirol, im Alter von 56 Jahren die Mystikerin Maria von Mörl. 1834 wurde sie stigmatisiert. Nachdem der Maler Melchior Paul von Deschwanden sie 1847 besucht hatte, schrieb er: “Maria von Mörl lebt mehr in einem Zustand der Verklärung; ragt hinüber in die Ewigkeit; wohnt und wandelt in der Nähe Gottes; das Göttliche teilt sich ihr mit und prägt sich in ihrer ganzen Haltung besonders in ihren Gesichtszügen so auffallend aus, daß man sie für ein Wesen höherer Art zu halten versucht, sich in ihrer Nähe in eine überirdische Sphäre versetzt fühlt...” Auch Joseph Görres und Clemens Brentano waren vor ihr beeindruckt.


11. Januar
José de la Canal

Vor 250 Jahren, am 11. Januar 1768, wurde in Ucieda, Diözese Santander, der Theologe José de la Canal OESA geboren. 1792 zum Priester geweiht, wurde er anschließend Professor der Philosophie in Madrid und Burgos, 1799 Professor der Theologie in Toledo und Alcalá. “Er arbeitete seit 1804 an der Fortsetzung der ‘España Sagrada’ des E. Flórez. 1836 gab er die ‘Institutiones Theologiae dogmaticae’ von Engelbert Klüpfel heraus” (LThK, 3. Auflage). Am 17. April 1845 starb er in Madrid.


11. Januar
Stephan Georg Schmidt

Vor fünf Jahren, am 11. Januar 2013, starb in Kaarst im Alter von 50 Jahren Stephan Georg Schmidt, Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung, Autor des Buches Publicity für das Himmelreich und Newman-Kenner. Seine Frau Maria Elisabeth Schmidt hat letztes Jahr ein Buch über sein Sterben und ihre Ehe veröffentlicht.


10. Januar
Wen stört Mission?

So lassen sich auch die Stimmen zu und das Schweigen über Mission Manifest gut in das System der vergangenen 50 Jahre einordnen. Die Quintessenz aus dem II. Vatikanischen Konzil ist nämlich in der Breite in Westeuropa diese: „Es ist alles nicht so ernst gemeint.“ Da stört der Gedanke an Mission gewaltig. Und es verwundert nicht, daß sich gerade jene, die den Glauben politisiert und dezentralisiert wissen wollen, auf den nicht getragenen Schlips getreten fühlen.

Peter Winnemöller in seinem Kommentar Im Winterschlaf statt auf Mission zu den Reaktionen auf Mission Manifest.


10. Januar
Besondere Treue?

Heute vor 10 Jahren, am 10. Januar 2008, schrieb schrieb Papst Benedikt XVI. an den Generaloberen der Gesellschaft Jesu, P. Peter-Hans Kolvenbach SJ:

“Um der ganzen Gesellschaft Jesu eine klare Ausrichtung zu geben, die Unterstützung ist für eine großzügige und treue apostolische Hingabe, wäre es heute wie noch nie nützlich, wenn die Generalkongregation, im Geist des hl. Ignatius, ihr vollständiges Festhalten an der katholischen Lehre bestätigt, besonders in einigen neuralgischen Punkten, die heute von der säkularen Kultur sehr stark angegriffen werden, wie zum Beispiel das Verhältnis von Christus und den Religionen, einige Aspekte der Theologie der Befreiung sowie verschiedene Punkte der Sexualmoral, besonders, was die Frage der Unauflöslichkeit der Ehe und die Pastoral für die homosexuellen Personen betrifft.”

Anlass des päpstlichen Schreibens war die 35. Generalkongregation der Gesellschaft Jesu. Das Schreiben enthält viele anerkennende Passagen und erinnert an die besondere Treue zum Papst, “die das unterscheidende Zeichen Eures Ordens ausmacht.” Jorge Mario Bergoglio SJ war zu diesem Zeitpunkt bereits Kardinal und Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz.


9. Januar
Revolutionär

“Besonders für die deutschsprachigen Zuschauer interessant ist das Schicksal des Paläontologen und renommierten Insektenkundlers Günter Bechly, auf das gegen Ende des Films ebenfalls eingegangen wird. Bechly, als Atheist aufgewachsen, hatte in Sachen Evolution nach gründlicher Lektüre von Arbeiten zu 'Intelligent Design' nach und nach eine Kehrtwende vollzogen und war zum Evolutionskritiker und Schöpfungsgläubigen geworden. Einige Zeit, nachdem er seine neu gewonnenen Überzeugungen auf seiner privaten Homepage publik gemacht wurde, musste er nach 17 Jahren seine Anstellung am Staatlichen Museum für Naturkunde aufgeben.”

Aus einer Rezension des neuen Films Revolutionär über den Biochemiker Michaele Behe, dessen Evolutionskritik schon in dem Film Dem Geheimnis des Lebens nahe thematisiert wurde, im christlichen Medienmagazin pro am 3. Januar 2018.


8. Januar
Petrusbruderschaft: Das nächste Generalkapitel

Vom 4. bis 18. Juli wird in Amerika das nächste Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus stattfinden. Ich bitte alle Freunde und Wohltäter um ihr begleitendes Gebet! Am Generalkapitel werden 33 Mitglieder teilnehmen, davon 15 geborene und 18 gewählte. Die Wahl geschieht nach den drei Distrikten, in die die Petrusbruderschaft aufgeteilt ist. Der nordamerikanische Distrikt wird 8, der französische 6 und der deutschsprachige 4 Mitglieder ins Generalkapitel wählen. Das Generalkapitel tritt alle sechs Jahre zusammen. Es wählt unter anderem den Generaloberen, wobei nur einmal eine Wiederwahl möglich ist. Da P. John Berg 2006 zum ersten Mal, 2012 dann zum zweiten Mal gewählt wurde, ist eine Wiederwahl auf dem nächsten Kapitel nicht mehr möglich. Um so notwendiger ist das Gebet für die Wahl eines guten Generaloberen.

Infos zu den beiden letzten Generalkapiteln


7. Januar
Vianneys Kampf gegen die religiöse Unwissenheit

Von Francis Trochu

Fünfter und letzter Teil

Folgsam gegenüber den Vorschriften des Konzils von Trient erklärte der Pfarrer von Ars seinen Gläubigen oft die gesamte Liturgie des heiligen Opfers und suchte ihren Seelen so Verständnis und Liebe zum Heiligsten unseres Glaubens einzupflanzen. Es galt nicht bloß, Falsches auszureißen, man musste neuen Samen in das aufgerissene Erdreich legen. Er erklärte ihnen der Reihe nach das Wesen, die Notwendigkeit, den Wert, die Gnaden des allerheiligsten Altarsakramentes. Überhaupt beherrschte dieses eine Streben und Ideal sein ganzes priesterliches Leben: die Seelen loszulösen von irdischer Sorge und Neigung und sie hinzuführen zu der Gnade des Altares.

Natürlich hatte er in seiner Pfarrei immer noch einige von jenen Gleichgültigen, die, anstatt der heiligen Messe beizuwohnen, einen Nachbarn aufsuchen und mit ihm eine gute Flasche trinken; die sich kein Gewissen daraus machen, einen Freund, den sie gerade auf dem Weg treffen, mit heimzunehmen und die heilige Messe für ein andermal aufzuschieben; solche, welche die Zeit des Gottesdienstes mit Spielen und Trinken, mit Arbeiten, Reisen oder Tanzen totschlagen, alles Leute, die leben, wie wenn sie sicher wären, sie hätten gar keine Seele zu retten.

Diesen drohte der Pfarrer von Ars mit den Strafen der jenseitigen Welt. “Arme Leute! Wie seid ihr doch elend dran! Trottet nur euren Weg weiter! Geht, ihr habt nur etwas zur erwarten: die Hölle ...!” Er nahm sie auch an ihrer schwachen Stelle, an ihrem persönlichen Eigennutz. “Eines ist klar: Sie gehen fast alle elend zugrunde ... Der Glaube schwindet aus ihren Herzen und ihre Güter verfallen. So sind sie doppelt unglücklich geworden.”

Bei all seinem Eifer musste der Prediger jedoch schmerzlich erkennen, dass er sich meist an Abwesende wandte und “für die Wände sprach”. Nur an bestimmten Hochfesten führte ein von christlichen Voreltern überkommener Brauch noch fast die ganze Pfarrei in die Kirche. Das war für den jungen Pfarrer die beste Gelegenheit, die seelenmordenden Laster zu geißeln. Am Himmelfahrtstag griff er alle auf einen Schlag an. Seine Predigt setzt mit einem wohlgezielten Hieb gegen die Sünder ein, “die überallhin ihre Ketten und ihre Hölle schleppen”. Aber plötzlich bricht er ab. “Nein, meine Brüder, hier wollen wir innehalten, dieser Gedanke ist zu verzweifelt, diese Worte stimmen nicht zu dem heutigen Tag. Lassen wir diese Unglücklichen, Verlorenen in ihrer Finsternis, weil sie selber dort bleiben wollen. Sie mögen sich selbst verdammen, da sie sich nicht retten wollen ...!” Mit diesen Worten brach er ab und wandte sich dem praktizierenden Teil seiner Herde zu: “Kommt, liebe Kinder ...”

Am Patronatsfest werden auch jene kommen, die den Tag und die darauffolgende Nacht mit Tanzen und Trinken entweihen, doch nicht den Mut haben, der heiligen Messe auszuweichen. Er wird sein ganzes Volk vor sich haben und er wird sie nicht gehen lassen, bevor er sie mit “frischen Ruten geschlagen” hat. Er kritisiert die Arser Tanzunsitten. “Ihr werdet mir antworten: Uns von Tanz und seinen bösen Folgen zu sprechen, ist doch verlorene Zeit ...! Mag sein! Ich werde dennoch weiterreden und das tun, was meine Pflicht ist. Es soll euch nicht verletzen. Euer Hirte erfüllt einfach seine Pflicht.” Und so geißelt er Reihe um Reihe “die Burschen und Mädchen, die ihren Durst an dieser Sündenquelle stillen ... die blinden, verirrten Eltern, die ihnen diesen Weg vorangegangen sind”.

Der Kampf ist aufgenommen. Und der Pfarrer von Ars ist – falls Gott ihm das Leben lässt – entschlossen, die Waffen erst nach siegreich gewonnener Schlacht zu strecken.

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1918, starb in Breslau im Alter von fast 83 Jahren der im ermländischen Allenstein geborene Theologe und Kirchenhistoriker Hugo Laemmer. Er stammte aus einer Salzburger Emigrantenfamilie, wurde protestantisch erzogen, studierte evangelische Theologie und konvertierte am 21. November 1858 in Braunsberg zur katholischen Kirche. Bereits am 24. Juli 1859 wurde er zum Priester geweiht und wurde unter anderem Subregens, Professor und Domkapitular. “Die durch viele kirchliche und staatliche Ehrungen anerkannte Bedeutung Laemmers liegt in seinem langen Wirken als Professor für Dogmatik, Kirchengeschichte und Kirchenrecht in der Breslauer katholisch-theologischen Fakultät (...) Er veröffentlichte reiches Quellenmaterial zur Kirchengeschichte sowie wichtige kanonistische Werke” (F. X. Seppelt im LThK, 1. Auflage). Über seinen Weg zum katholischen Glauben berichtet er ausführlich in seinem Buch Misericordias Domini.


5. Januar
Was ist Metaethik?

Von P. Engelbert Recktenwald

Zweiter und letzter Teil

In den ersten Jahrzehnten nach Moore gab es im Wesentlichen zwei Methoden, die Realität des Guten loszuwerden. Es sind dies die beiden philosophischen Richtungen des Emotivismus und des Präskriptivismus.

Der Emotivismus ist vor allem mit den Namen Alfred Jules Ayer (1910-1989) und Charles Leslie Stevenson (1908-1979) verknüpft. Gemäß dieser, in den 30er Jahren entwickelten Theorie drücken Werturteile nur Gefühle oder Einstellungen aus, im Wesentlichen solche der Billigung oder Missbilligung. Das Urteil "Mord ist böse" ist folglich so wenig wahrheitsfähig wie das Rümpfen der Nase über eine Speise, die ich nicht mag. “Wenn ich daher zu jemandem sage ‘Du tatest Unrecht, als du das Geld stahlst’, dann sage ich nicht mehr aus, als ob ich einfach gesagt hätte ‘Du stahlst das Geld’. Indem ich hinzufüge, dass diese Handlung unrecht war, mache ich über sie keine weitere Aussage. Ich zeige damit nur meine moralische Missbilligung dieser Handlung. Es ist so, als ob ich ‘Du stahlst das Geld’ in einem besonderen Tonfall des Entsetzens gesagt oder unter Hinzufügung einiger besonderer Ausrufezeichen geschrieben hätte”, schreibt Ayer in seinem Buch "Sprache, Wahrheit und Logik".

Stevenson, und außer ihm auch Rudolf Carnap, stellen noch eine weitere Funktion moralischer Urteile heraus: nämlich Gefühle nicht nur auszudrücken, sondern im Hörer hervorzurufen. Werturteile dienen also der Beeinflussung, nach Stevenson noch dazu auf suggestive Weise, weil sie durch die Konzentration auf das Objekt, über das sie angeblich etwas aussagen, von der eigenen Einstellung ablenken, die der Sprecher in Wirklichkeit übermitteln will. Damit stellte Stevenson die Moral unter den Generalverdacht, ein fragwürdiges Instrument der Beeinflussung und Machtausübung zu sein. Dabei übersah er, dass seine Behauptung, moralische Urteile dienten der Beeinflussung, gar nicht für Urteile als solche gelten, sondern nur für die entsprechenden Sprechakte. Urteile sind in erster Linie Denkakte und kommen auch außerhalb zwischenmenschlicher Kommunikation vor, z.B. wenn ich mir selber die Frage stelle, wie ich mich in dieser oder jener Situation unter moralischem Gesichtspunkt verhalten soll, z.B.: “Darf ich lügen und betrügen, um in meiner Karriere voranzukommen?” Nur wer so gewissenlos ist, dass er sich niemals solche Fragen stellt, oder wer vergessen hat, dass er sich solche Fragen schon einmal gestellt hat, kann auf die Idee kommen, moralische Urteile dienten vor allem der Beeinflussung anderer. Wer ein Gewissen hat, dem geht es darum, das Richtige zu tun, weil es das Richtige ist. Moralität ist gerade der Gegenpol zu skrupelloser Machtausübung.

Ausgefeilter als diese etwas plumpe Form der Moralnegation ist der Präskriptivismus. Er wurde von R. M. Hare (1919-2002) ca. fünfzehn Jahre später entwickelt. Für ihn ist das Typische des Werturteils das Befehlen oder Empfehlen. Wenn ich sage: "Dieser Pudding ist gut" oder "Diese Handlung ist gut", dann empfehle ich den Pudding oder die Handlung. Natürlich kann ein solches Urteil auch ein deskriptives Element enthalten. Wenn ich weiß, dass mein Gegenüber süßen Pudding mag, dann enthält die Aussage "Dieser Pudding ist gut" zugleich auch die Information, dass er süß ist. Ein anderer dagegen mag ihn vielleicht weniger süß. Wenn ich diesem einen Pudding mit dem Urteil "Dieser Pudding ist gut" empfehle, beschreibt der deskriptive Teil des Urteils einen anderen Sachverhalt, nämlich den, dass der Pudding nicht besonders süß ist. Ich benutze also dasselbe Wort "gut", obwohl die deskriptive Bedeutung verschieden ist. Wenn ich sage: "Das ist ein gutes Messer", dann hat "gut" z.B. die Bedeutung von "scharf"; wenn ich aber sage: "Das ist ein gutes Rennpferd", will ich damit nicht sagen, dass das Pferd scharf sei, sondern schnell. Die deskriptive Bedeutung des Wortes "gut" ist also vollständig kontextabhängig. Die einzige Gemeinsamkeit in seinem Gebrauch liegt in seiner Funktion des Empfehlens. Im Unterschied zu einer deskriptiven Aussage aber ist das Empfehlen nicht wahrheitsfähig.

Das klingt doch sehr überzeugend, nicht wahr? Wo liegt der Fehler? Stellen wir statt des Messers und des Rennpferdes folgende Urteile gegenüber: “A ist ein guter Mensch” und “B ist ein guter Giftmörder.” Sofort springt ins Auge, dass sich hier die Bedeutungsverschiedenheit des Wortes “gut” nicht nur auf die deskriptive Bedeutung beschränkt. Zusätzlich ist auch eine ganz andere Art der Wertung im Spiel. Wenn ich über A sage, er sei ein guter Giftmörder, dann benutze ich das Wort “gut” im rein instrumentellen Sinn: Er versteht zwar sein Handwerk, aber dieses Handwerk, das Morden, verurteile ich gleichzeitig im moralischen Sinne. Wenn ich dagegen sage, B sei ein guter Mensch, dann meine ich eine in sich lobenswerte Eigenschaft, einen in sich wertvollen Charakter.

Jetzt erkennen wir im Rückblick, dass in den Beispielen vom Messer und vom Rennpferd das Wort “gut” lediglich die Zweckmäßigkeit bezeichnete. Ein Messer ist zum Schneiden da. Ein gutes Messer ist ein solches, das seinen Zweck gut erfüllt, und dazu muss es scharf sein. Seine “Güte” ist die eines Mittels zum Zweck, also seine Nützlichkeit. Analog verhält es sich mit dem Rennpferd und seiner Schnelligkeit. Wenn wir dagegen von einem guten Menschen sprechen, dann meinen wir nicht seine Nützlichkeit für irgendeinen Zweck außerhalb von ihm. Die moralische Güte ist nicht Mittel zum Zweck, sondern selber Zweck. Sie ist, wie der hl. Anselm sagt, die Rechtheit des Willens, die um ihrer selbst willen erstrebt und bewahrt wird.

Der Vergleich des guten Menschen mit dem guten Giftmörder stammt nicht von mir, sondern von Hare, und er war tatsächlich der Meinung, dass der Unterschied zwischen beiden Werturteilen lediglich die deskriptive Bedeutung betreffe: eine abstruse, aber konsequente Folgerung seines Ansatzes.

Es war dann John Leslie Mackie (1917-1981), der 1977 die Dominanz dieser philosophischen Richtung beendete und sie durch seine Irrtumstheorie ersetzte. Er durchschaute das semantische Missverständnis, dem Emotivismus und Präskriptivismus erliegen, nahm moralische Aussagen in ihrem Anspruch wieder ernst und sagte, dass wir tatsächlich reale Eigenschaft meinen, wenn wir von moralischen Werten sprechen. Der einzige Haken bei der Sache war für ihn nur: Diese Werte gibt es nicht. Moralische Urteile sind also nicht wahrheitsunfähig, sondern falsch. Das, was wir meinen, gibt es nicht. Wir irren uns. Sein Buch Ethics trägt den bezeichnenden Untertitel: Inventing Right and Wrong. Nach der Lektüre ist man allerdings enttäuscht: Trotz seines Anspruchs hat er keinen einzigen Wert, kein einziges moralische Prinzip neu erfunden, sondern lediglich bereits bekannte moralische Systeme miteinander kombiniert. Allein das ist schon ein Hinweis, dass Werte etwas Vorgegebenes und nicht etwas von uns Erfundenes sind.

Vor allem aber beachtet Mackie nicht den uns allen vertrauten Umstand, dass Werte Gegenstand moralischer Erfahrung sind. Wenn ich Zeuge einer heroischen Selbstverleugnung werde, dann ist meine Ergriffenheit die Reaktion auf die moralische Qualität, die mir dabei vielleicht so klar wie noch nie zuvor aufgegangen ist. Die Entrüstung über ein niederträchtiges Verbrechen ist die Antwort auf eine Erkenntnis: Mir ist die Verabscheuungswürdigkeit des Bösen bewusst geworden. Oder nehmen wir eine Situation, wo ich selber betroffen bin, in der sich z.B. Pflicht und Interesse widersprechen. Ich muss mich entscheiden, und in dieser Entscheidung sehe ich mich dem unbedingten Anspruch des Guten ausgesetzt. Dieser Anspruch ist nicht das Ergebnis meiner Entscheidung oder meiner Einstellung, sondern genau umgekehrt: Ich erfahre ihn als etwas mir Vorgegebenes, das mich bindet, ob ich will oder nicht. Ich verzichte auf den Mord nicht deshalb, weil das für mich vorteilhaft ist, sondern aus Achtung vor der Würde und dem Lebensrecht des Nächsten, das mir ein solches Tun verbietet. Wenn ich dieses Recht einsehe und anerkenne, handle ich aus sittlicher Einsicht statt blindem Interesse. Kant spricht vom kategorischen Imperativ als einem Faktum der Vernunft.

Wenn Horkheimer und Adorno in ihrem berühmten Diktum von der Unmöglichkeit schreiben, aus der Vernunft ein grundsätzliches Argument gegen Mord vorzubringen, dann haben sie Recht, wenn in dem verwendeten Begriff die Vernunft auf die instrumentelle Vernunft reduziert ist, also auf jene Vernunft, die sich darauf beschränkt, Nützlichkeit und Funktionalität zu erkennen. Diese Vernunft bleibt tatsächlich das, als was David Hume, der empiristische Vorläufer des Emotivismus, die Vernunft überhaupt angesehen hat: eine Sklavin der Leidenschaften. Dem Menschen werden die Handlungsziele durch seine naturhaften Triebe vorgegeben. Er kann mit, aber nicht aus Vernunft handeln. Der Vernunft bleibt in moralskeptischer Perspektive nur die Beurteilung der Handlungen nach ihrer Zweckmäßigkeit zur Erreichung jener Ziele. Sie steht im Dienst der vitalen Egozentrik.

Ganz anders im moralischen Realismus. Durch den mir begegnenden Anspruch des Guten, der etwa vom Lebensrecht des Anderen ausgeht, werde ich aus meiner Egozentrik herausgerissen. Denn indem ich diesen Anspruch anerkenne, höre ich auf, naiver Mittelpunkt meiner eigenen Welt zu sein, die ich nur unter dem Gesichtspunkt meiner vitalen Interessen betrachte. Die moralische Vernunft befähigt mich, diesen “Blick von nirgendwo” (Thomas Nagel) einzunehmen und Verantwortung zu übernehmen. Gerade dadurch unterscheide ich mich vom Tier, das Gefangener seines Selbsterhaltungstriebes bleibt. Spaemann benutzt in diesem Zusammenhang das schöne Wort vom “Erwachen zur Vernunft”. Er rehabilitiert damit einen ethischen Vernunftbegriff, der die Wahrheitsfähigkeit der Moral impliziert. Der Mensch ist dank seiner Vernunft zur Erkenntnis von gut und böse fähig.

Hier erkennen wir, wie sich in der metaethischen Diskussion entlang der Linie von Realismus und Skeptizismus auch das Menschenbild entscheidet. Der Leugnung der Moral entspricht die Vernunftamputation des Menschen.

Zum ersten Teil

Diesen Beitrag kann man auch hören.


4. Januar
Kulturrelativismus

Mein Artikel über Kulturrelativismus, der in der Neuen Ordnung erschienen ist, wurde gestern vollständig von einem katholischen Blogger übernommen. Allerdings empfehle ich die Lektüre im Original, da im Blog die Absatzeinteilung völlig sinnwidrig verändert wurde.


3. Januar
Jean Crasset

Vor 400 Jahren, am 3. Januar 1618, wurde in Dieppe der Theologie Jean Crasset SJ geboren. Er war Professor der Philosophie, erfolgreicher Prediger, Seelenführer und Leiter der Marianischen Männerkongregation in Paris. Er schrieb eine zweibändige Missionsgeschichte Japans, die in fünf Sprachen übersetzt wurde, und aszetische Schriften. “Eine ausgeglichene, praktische Lehre des geistlichen Lebens bieten seine zahlreichen aszetischen Schriften, sehr oft aufgelegt und in viele Sprachen übersetzt” (LThK, 1. Auflage). Crasset starb am 4. Januar 1692 in Paris.


3. Januar
Franz Cumont

Vor 150 Jahren, am 3. Januar 1868, wurde in Alost, Belgien, der Orientalist und Archäologe Franz Cumont geboren. Er “vermittelte in seinen zahlreichen Veröffentlichungen neue Erkenntnisse über den Mithras-Kult, die Astrologie der Ägypter und die Jenseitsvorstellungen der Römer” (LThK, 2. Auflage). Am 19. August 1947 starb er in Woluwé-Saint-Pierre.


2. Januar
Metaethik

Mein Artikel über Metaethik ist jetzt auf der Seite der Karl-Leisner-Jugend erschienen.


2. Januar
Das Zitat

"Wohin das göttliche Kind uns auf dieser Erde führen will, das wissen wir nicht und sollen wir nicht vor der Zeit fragen. Nur das wissen wir, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten gereichen."

Hl. Edith Stein


2. Januar
Willi Graf

Vor 100 Jahren, am 2. Januar 1918, wurde in Euskirchen-Kuchenheim Willi Graf geboren. Er gehörte zur Münchener Studentengruppe Die Weiße Rose und bezahlte am 12. Oktober 1943 den Widerstand gegen das Nazi-Regime mit seinem Leben. Auf meiner Website über die Weiße Rose, die ich vor vielen Jahren fertigstellte, habe ich ihn kurz vorgestellt.


1. Januar
Monatsranking Dezember 2017

Platz Monatsranking Dezember 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 640 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+ 3
2

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

- 1
3

In-vitro-Fertilisation

+/- 0
10

Die Zerstörung der Grabeskirche

+ 18
20

Wie seriös ist Dawkins?

+ 2
30

Die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria

+ 102
40

Recktenwald: Maria im Heilsplan Gottes

+ 66
50

Grisar: Luther und der Ablassstreit

- 26
60

P. Martin Ramm: Das Fegfeuer

+ 35
100

Gertrud von Le Fort: Die Letzte am Schafott

- 6

Zum Ranking der Vormonate


31. Dezember
Predigt zum 1. Januar

Ein Gott - ein Augenblick - eine Ewigkeit


31. Dezember
Adolf Reinach

Vor 100 Jahren, am 31. Dezember 1917, wurde in Göttingen der Phänomenologe und Philosoph Adolf Reinach in aller Stille beigesetzt. Er war am 16. November 1917 im Ersten Weltkrieg in Belgien im Alter von nicht einmal 34 Jahren gefallen. Zusammen mit Moritz Geiger und Alexander Pfänder gehörte er zu den Gründern des von Husserl herausgegebenen Jahrbuchs der Philosophie und phänomenologischen Forschung. Er lehrte in Göttingen. Dietrich von Hildebrand nannte ihn seinen eigentlichen Lehrer in der Philosophie. Die hl. Edith Stein sagte über ihn nach ihrer ersten Begegnung 1912 in Göttingen: “Es war mir, als sei mir noch nie ein Mensch mit einer so reinen Herzensgüte entgegengekommen.” Über sein Seminar: “Die Stunden in dem schönen Arbeitszimmer waren die glücklichsten in meiner ganzen Göttinger Zeit.” Ein Jahr vor seinem Tod ließ sich Reinach taufen. Die Begegnung mit seiner Witwe nach dem Tod Reinachs und die Entdeckung, wie standhaft sie dieses Kreuz im christlichen Geiste trug, war für Edith Stein, die bis dahin Atheistin war, ein entscheidender Schritt auf ihrem Weg zum Glauben. Die Grabrede heute vor 100 Jahren hielt Dietrich von Hildebrand.


30. Dezember
Wurzeln

Eine neue Folge meines Podcasts


29. Dezember
Der Tod meiner Großmutter

Eine wahre Begebenheit zu den Verheißungen der Birgitta-Gebeten, erzählt von X.Y.

Es war im Sommer 1990. Morgens durfte ich an das Bett meiner Großmutter in die Intensivüberwachung, nachdem sie gerade in der Nacht eine für uns alle unerwartete schwere lebensgefährliche Operation hinter sich hatte. Als ich zu ihr eintrat, war sie bei Bewusstsein, und sofort sagte sie mir: “Heute Nacht hat die Mutter vom Sieg von Wigratzbad hier vor meinem Bett gestanden. Sie hat mir zugewunken, und ich habe ständig gesagt: ‘Mutter vom Sieg, nimm mich mit!’”

Da der Zustand meiner Großmutter sich besserte, waren wir voll Hoffnung. Doch dauerte es nicht lange, bis sie nach unmenschlichen Schmerzen infolge einer Thrombose eine Beinamputation über sich ergehen lassen musste und sie einige Tage später nach entsetzlichen Qualen starb. Einige Nächte lang durfte ich an ihrem Bett wachen, und häufig habe ich sie noch von ihrem Erlebnis in der Nacht erzählen hören. Was mich und alle, die an ihrem Krankenbett sein durften, ja sogar die Schwestern des Krankenhauses tief bewegt hat, war, dass nie eine Klage aus ihrem Mund zu hören war, obgleich ihre Schmerzen ungeheuer groß gewesen sein müssen.

Einige Wochen nach ihrem Tod erzählte ich davon einem Bekannten, und dieser fragte sofort, ob meine Oma nicht über mehrere Jahre hinweg die ‘Fünfzehn Gebet der heiligen Birgitta’ gebetet habe, woran ich bis dahin noch mit keinem Gedanken gedacht hatte. So rechnete ich nach, und es stellte sich tatsächlich heraus, dass es genau 15 Tage vor ihrem Tode war, da sie in der Nacht die Gottesmutter vor sich gesehen hat.

Nun gingen mir die Augen auf, und es blieben mir keine Zweifel mehr, woher meine Oma die Kraft empfangen hat, die letzten Tage ihres Lebens so heldenhaft zu bestehen.

Ich erinnere mich an manches Mal, dass ich - wenn ich dort zu Besuch war - mit meinen Großeltern im Wohnzimmer die “Fünfzehn Gebete” gebetet habe, und wie dieses Vorbild mit Anlass war, selber diese Gebete ein Jahr lang zu beten. So hoffe ich, dass es auch andere im Herzen dazu bewegen wird, denn ich habe selbst erfahren dürfen, was die Verheißung bedeutet, die der Heiland der hl. Birgitta für diese Gebete gegeben hat: “Vor ihrem Tode werde ich mit meiner teuren, vielgeliebten Mutter kommen und ihre Seele gnadenreich empfangen und sie in die ewigen Freuden einführen.”

Der Autor ist mir persönlich bekannt. PER


28. Dezember
Das Zitat

"Die Inkarnation Gottes ist etwas unendlich Größeres als alles, was ich mich getrauen würde zu schreiben.”

J. R. R. Tolkien

Eduard Kamenicky über die Menschwerdung


27. Dezember
Der Heilige der Landstraße

Von Alfred Betschart

Fünfter Teil

Ganz bei sich drinnen

Wo der Heilige hinkam, zog es ihn mit tausend Kräften zum Tabernakel, um den gegenwärtigen Herrn anzubeten. Benedikts Glut der Anbetung steigerte sich zu regelrechten Ekstasen, deren er sich entsetzlich schämte und sie mit ganzer Kraft zu verbergen suchte, was ihm nicht immer gelang. Während einer solchen Ekstase entstand das berühmt gewordene Porträt. Man kann dieses Bild nicht ansehen, ohne das Versunkene und Ekstatische dieses wundervollen Antlitzes gewahr zu werden. Man nannte es schon ein "paradiesisches Angesicht", das eingetaucht scheint in die Flammen der Gottesliebe. Man kann es nicht vergessen, dieses "stille, beseligte und rätselhaft schmerzvolle Gesicht", wie der Dichter Reinhold Schneider schrieb. Man muss es immer wieder anschauen, um zu spüren, wie dieser Mensch in sich hineingehorcht hat, um Gottes Stimme zu vernehmen. Dieses Bild zeigt eindrücklich, dass Benedikt "nicht draußen war, sondern ganz bei sich drinnen, er befand sich völlig in der Geborgenheit Gottes", schreibt W. Nigg. Welch kostbares Gut, das der zerstreute, nervöse und zerfahrene Mensch von heute verloren hat; ein Verlust, der sich durch nichts ersetzen lässt. Es ist für uns von lebensnotwendiger Bedeutung, diese Innerlichkeit wieder zu erlangen. Sie ist wie ein schützender Turm jenes innersten Geheimnisses, das darin besteht, dass der Dreifaltige Gott in unserer Seele wohnt, wenn sie nicht von einer schweren Sünde belastet ist. Der Herr selbst hat uns dies verheißen: "Wenn jemand Mich liebt, wird er Mein Wort halten, und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen" (Joh 14,23).

Hier können wir Gott immer begegnen, auch in den dunkelsten Stunden unseres Lebens, wenn Kreuz und Leid uns zu erdrücken drohen. Aber wir können Gott nur in der Stille begegnen, nicht im Getöse der Welt, und nicht im Lärm der Wünsche und Begierden. Gott im Innersten unserer Seele zu suchen, um ganz bei IHM zu sein, ist die nützlichste Beschäftigung, deren wir uns hingeben können. Der hl. Benedikt Labre, auf der Suche nach Gott, wurde so sehr von IHM erfüllt, dass es gegen Ende seines Lebens sogar für die Umgebung sichtbar wurde. Gelegentlich wurde er bei der Anbetung des Allerheiligsten vom Haupt bis zu den Füßen in strahlendhelles Licht eingetaucht, damit seine innere Herrlichkeit für alle Welt sichtbar werde. Ein Priester als Augenzeuge berichtet: "Plötzlich erleuchtete sich sein Angesicht mit strahlendem Lichte, so hell und glänzend, dass es zu brennen schien. Feuerfunken rieselten von dem Kopfe des Bettlers auf die Steinplatten herab."

Walter Nigg schreibt: "Diese Strahlen waren ein Symbol für die Lichtfülle, die in diesem armseligen Menschen lebte, der sich von den Speiseüberresten auf den Abfallhaufen ernährte und gleichzeitig sich unaufhörlich in der Nähe Gottes befand." Die Gegenwart des eucharistischen Herrn im Hause Gottes erfüllte Benedikt Labre mit tiefster Ehrfurcht. Eines seiner überlieferten Worte lautet: "Wenn die Seraphim das Antlitz mit ihren Flügeln verhüllen, was soll der Mensch, dieser Erdenwurm, in Gegenwart dieser Majestät tun? Man beleidigt Gott, weil man Seine unendliche Größe nicht kennt Die Unehrerbietigkeiten in der Kirche sind Ursache, dass wir die Gott dem Allmächtigen schuldige Ehrfurcht sogar in Seinem Hause verlieren. Die Unehrerbietigkeiten in der Kirche sind Fehler, die Gott sehr missfallen, die Engel in Schrecken versetzen und der Seele großen Schaden zufügen."

Was würde wohl der Heilige heute sagen, wenn er mit ansehen müsste, wie Gläubige in die Kirche kommen, keine Kniebeuge mehr vor dem Allerheiligsten machen, sich gleich hinsetzen, ihre Banknachbarn begrüßen, so als ob sie zu einem Kino- oder Theaterbesuch kämen? - Aber sind vielleicht nicht auch wir Priester an diesem Verhalten der Gläubigen mitschuldig, weil wir ihnen die Ehrfurcht vor dem gegenwärtigen Gott in unseren Kirchen nicht mehr glaubhaft vorleben?

Benedikt Labres Gabe der Bikolation

Der Herr belohnte die Treue Seines Dieners Benedikt. Er schenkte ihm die Gabe der Bilokation, damit der Heilige auch unter erschwerten Umständen die Anbetung des Allerheiligsten fortsetzen konnte. Unter Bilokation "ist das gleichzeitige Wahrnehmbarwerden einer lebenden Person in körperlicher Gestalt an zwei verschiedenen Orten" zu verstehen (L. Monden). Die Tatsache der Bilokation beim hl. Benedikt Labre ist gut bezeugt. Wilhelm Schamoni berichtet darüber in seinem Buch "Wunder sind Tatsachen", indem er sich auf die Heiligsprechungsakten stützt: "In der bereits 1787 erschienenen Positio super introductione sagte Herr Leopold Clavelli, Herbergsvater eines Annenhospizes, 69 Jahre alt, aus: Bezüglich der (ewigen) Anbetung des heiligsten Sakramentes, die Benedikt täglich besuchte, muss ich erklären, dass mir nach seinem Tode von vielen gesagt wurde, der Diener Gottes sei öfter gesehen worden, wie er nachts vor dem Allerheiligsten in der Kirche der Santissiına Trirıita de' Pellegrini gebetet habe. Dies habe ich dem hochw. Herm Mancini berichtet, der mir bestätigt hat, er habe es ebenfalls von verschiedenen Personen gehört. Ich habe jedoch dem Herrn Mancini versichert, wie ich in aller Wahrheit jetzt Ihnen, hochwürdigste Exzellenzen, versichere, dass Benedikt in der ganzen Zeit, in der er in dem unter meiner Sorge stehenden Hospiz geschlafen hat, stets pünktlich zur festgesetzten Stunde angekommen ist, und dass er die Herberge erst am nächsten Morgen verlassen hat. Ich habe ihm niemals die Erlaubnis gegeben, das Haus vor dem Morgen zu verlassen, er hat auch nicht um sie gebeten, wie er auch ohne meine Erlaubnis nicht das Haus zu nächtlicher Stunde verlassen konnte. Denn eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang verschließe ich mit dem Schlüssel das Haus. Ich behalte den Schlüssel immer bei mir, und ich habe ihn noch nie jemand ausgehändigt” (S. 234).

Wird fortgesetzt.

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26. Dezember
Ungerechte Bibelkritik

Ein Beispiel einer völlig unnötigen, unlogischen und ungerechten Bibelkritik liefert Christian Schwägerl in der Zeitschrift Geo vom Dezember 2017. In seinem an sich informativen Artikel Der Gute Mensch heißt es:

“Wenn Experten wie der Anthropologe Michael Tomasello, der am Leipziger Max-Planck-Institut forscht, von Moral sprechen, meinen sie nicht religiöse Gesetze, die – von Gott gegeben – rigide Handlungsanweisungen liefern, wie das siebte christliche Gebot: Du sollst nicht stehlen. Ihnen geht es um die Grundregeln guten Verhaltens, die von Buddha bis Kant nahezu gleich geblieben sind: Schade nicht anderen für deinen Nutzen.”

Warum gehören die Zehn Gebote, insbesondere das Gebot “Du sollst nicht stehlen”, nicht zu den Grundregeln guten Verhaltens, sondern zu den rigiden Handlungsanweisungen? Es ist geradezu ein Witz, die Zehn Gebote als rigide hinzustellen und ihnen ausgerechnet Kants Ethik entgegenzustellen - als ob die Pflichtethik Kants sich nicht gerade durch ihre größere Rigidität von der biblischen Liebesethik unterscheidet. Hier schreibt jemand entweder über ein Thema, zu dem ihm das Grundwissen fehlt, oder der mit Absicht die Bibel in ein schlechtes Licht rücken will.


25. Dezember
Weihnachtspredigt

Wie Gott alles verwandelt


23. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die erhellende Aussage von Ulrike und Thomas Schührer über die Möglichkeit der Interkommunion (Götzendienst oder Gottesverherrlichung) wie auch das Zitat Ratzingers über das Selbstverständnis protestantischer Gemeinschaften finden sich auf der dem Thema Ökumene gewidmeten Seite. Guido Horsts Der Papst und sein Präfekt ist auf der Franziskusseite untergebracht.


23. Dezember
Maria und Heinrich List

Vor 25 Jahren, am 23. Dezember 1992, wurde das katholische Ehepaar Maria und Heinrich List von Yad Vashem als “Gerechte unter den Völkern” anerkannt, weil sie 1941 auf ihrem Bauernhof in Hessen einen Juden versteckt hatten. Sie wurden verraten, woraufhin Heinrich List ins KZ Dachau gebracht wurde, wo er am 5. Oktober 1942 starb. Maria List starb am 21. Oktober 1965 im Alter von 84 Jahren.


22. Dezember
Jakob Baegert

Vor 300 Jahren, am 22. Dezember 1717, wurde im elsässischen Schlettstadt der Missionar Jakob Baegert SJ geboren. Er trat 1736 in die Gesellschaft Jesu ein und wirkte von 1751 bis 1767 in Kalifornien. Von dort vertrieben, ging er nach Neuburg an der Donau, wo er am 29. September 1772 verstarb. Er “verfasste die seltene, geographisch und besonders ethnologisch bedeutsame Schrift Nachrichten von der Amerikanischen Halbinsel Californien (Mannheim 1771 u. 1773)” (LThK, 1. Auflage).


22. Dezember
Franziska Cabrini

Vor 100 Jahren, am 22. Dezember 1917, starb in Chicago im Alter von 67 Jahren die aus San Angelo Lodigiano (bei Lodi) strammende Ordensgründerin Franziska Cabrini. Sie gründete 1880 die Kongregation der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen. 1888 wanderte sie nach Amerika aus, wo sie insgesamt 67 Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Klöster gründete. 1938 wurde sie selig-, 1946 heiliggesprochen. 1950 erklärte Papst Pius XII. sie zur Patronin der Emigranten.


21. Dezember
Symbolik
oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

134. Folge

Der Glaube sei nur das Mittel (Organ), durch welches Christus Gott dargebracht werde; er beselige also den Menschen, gleichwie ein irdenes Gefäß, in welchem sich ein Schatz befinde, den Menschen beglücke, obschon es in sich selbst keinen Wert besitze [171]. Der rechtfertigende Glaube als solcher wird also nicht als ein von dem Geiste Christi ausfließendes, sittlich verwandelndes Lebensprinzip aufgefaßt, sondern er verhält sich zu Christus, wie das irdene Gefäß zum Schatze. Wie diese beiden nicht eins werden, das Gefäß irden, der Schatz golden bleibt, so wird auch der Gläubige mit Christus nicht innerlich durch den rechtfertigenden Glauben vereinigt, sie verhalten sich nur äußerlich zusammen; Christus ist der reine, der Mensch dagegen, obgleich er auf eine ganz gottgefällige Weise glaubt, innerlich unrein: Christus wird vom Menschen durch den Glauben, die Opferschale, Gott dargebracht, ohne daß der Mensch selbst durch Christus ein Gott angenehmes Opfer und als solches gerecht wäre, und infolge davon beseligt würde.

[171] Calvin. Instit. l. III. c. 11. § 7. fol. 262. Quod objicit, vim justifıcandi non inesse fidei ex se ipsa, sed quatenus Christus recipit, libenter admitto, nam si per se, vel intrinseca, ut loquuntur, virtute justificaret fides, ut est semper debilis et imperfecta non efficeret hoc, nisi ex parte: sic manca esset justitua quae frustulum salutis nobis conferret... Neque tamen interea tortuosas hujus sophistae figuras admitto, quum dicit esse Christum: quasi vero olla fictilis sit thesaurus, quod in ea reconditum sit aurum. Neque enim diversa ratio est, fides etiamsi nullius per se dignitatis sit vel pretii, nos justificat, Christum afferendo, sicut olla pecuniis referta hominem locupletat... Jam expeditus est quoque nodus, quomodo intelligi debeat vocabulum fidei, ubi de justificatione agitur. Cfr. Apolog. IV. de justif. § 18. p. 71. Et rursus quoties nos de fide loquimur, intelligi volumus objectum, scilicet misericordiam promissam. Nam fides non ideo justificat aut salvat, quia ipsa sit opus per se dignum, sed tantum quia accipit misericordiam promissam. Cfr. Chemnit. Exam. Conc. Trident. P. I. p. 294.

wird fortgesetzt

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20. Dezember
Kulturrelativismus

Die von Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels redigierte Zweitmonatszeitschrift Die neue Ordnung hat meinen Artikel über Kulturrelativismus veröffentlicht. Man kann den ganzen Text online nachlesen.


20. Dezember
Wirklichkeitserschließende Kraft

Zu Recht fragen Konservative nach der Rechtfertigung des Neuen. Wo andere den Fortschritt begrüßen, sehen sie - oft mit guten Gründen - Verlust. Deshalb besaß das konservative Denken bei großen Autoren der Bundesrepublik wie Joachim Ritter, Arnold Gehlen, Helmut Schelsky, Robert Spaemann wirklichkeitserschließende Kraft.

Jens Bisky in der Süddeutschen Zeitung


19. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (29, 30)

An 29. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von Jakob Knab über Paul Stern Der nichts von Bitterkeit wusste und die vierte Seite der Titus-Oates-Verschwörung.


19. Dezember
Robert Bork

Vor fünf Jahren, am 19. Dezember 2012, starb in Arlington Country, Virginia, im Alter von 85 Jahren Robert Bork, einer der bedeutendsten Juristen der USA. Er trat für das Naturrecht und das Lebensrecht ein, so dass die Abtreibungslobby und andere Kreise seine von Präsident Reagan geplante Beförderung zum beisitzenden Richter am Obersten Gerichtshof der USA durch eine aggressive Kampagne verhinderten. 2003 konvertierte Bork zum katholischen Glauben.


18. Dezember
Gesprächsfähigkeit steigerndes Sündenregister

Eine Rezension von Benedikt Poetsch

Zweiter Teil

Schwerpunkte und Perspektiven

Wie im persönlichen Gespräch üblich, erlaubt es sich Bordat, eigene, persönliche Schwerpunkte zu setzen. So gibt es keine sich durchhaltende Methode, mit der er die unterschiedlichen Themen bearbeitet, sondern mal setzt er philosophisch an (vgl. etwa das Kapitel über die Freiheit), mal historisch (vgl. etwa das Kapitel über die Inquisition), ein anderes Mal stehen theologische Erwägungen im Vordergrund (etwa im Kapitel über das Martyrium), wieder ein anderes Mal legt er gewissermaßen einen Faktencheck vor, indem er statistisches Faktenwissen referiert (etwa im Kapitel mit dem Titel „Geld“). Natürlich hat das bisweilen eine gewisse Einseitigkeit zur Folge: Das Thema Geld zum Beispiel wäre auch theologisch sehr ergiebig gewesen, aber der Autor fokussiert sich ganz auf gegenwärtige kirchen- und gesellschaftspolitische Fragen. Ähnliches könnte man ihm auch im Abschnitt über die kirchliche Hierarchie vorwerfen, in dem die bibeltheologische Begründung eher am Rande stattfindet. Kann man ihm das verzeihen? Man muss es sogar. Denn das Buch verliert damit nicht seinen Reiz und wird dadurch nicht weniger gewinnbringend. Es ist eigentlich gerade ein Vorzug des Buches, dass die Vielseitigkeit des Autors sich darin zeigt, dass er zwischen verschiedenen methodischen Zugängen zu den Sachthemen variiert. So ist gewissermaßen „für jeden etwas dabei“. Man muss – auch das ein Plus des Buches – nicht linear von der ersten bis zur letzten Seite lesen, sondern man kann eine Auswahl treffen und sich vom Schlagwortregister jeweils zu dem Thema führen lassen, bei dem einem im letzten Kaffeegespräch mit einem Atheisten die Argumente gefehlt haben, oder bei dem man, andersherum, immer schon das Gefühl hatte, so einen Unsinn könne doch eigentlich heute kein vernünftiger Mensch mehr glauben.

Natürlich beinhaltet ein Versuch wie der Bordats auch die Gefahr, dass die Themen um der Griffigkeit und Eingängigkeit der Sprache willen inhaltlich nicht tief genug behandelt werden. Dazu ist zunächst zu sagen, dass sprachliche Griffigkeit und Eingängigkeit dem Autor durchaus nicht abgehen. Sein Buch ist gut lesbar, der Verfasser scheut sich nicht vor umgangssprachlichen und zuspitzenden Formulierungen; er bedient sich eines essayistischen Stils. Pointierend kann er zum Beispiel formulieren: „Die Inhalte der Bibel sind nicht logisch, dennoch sind sie wahr […]“ (28). Solche prägnanten Formulierungen können freilich Missverständnisse hervorrufen: Vermögen die Inhalte der Bibel etwa nicht auch auf der Ebene der Logik zu überzeugen? Muss ich die Logik beiseitelassen, wenn ich die biblische Wahrheit verstehen will?

Aber der Verfasser entgeht dieser Gefahr, indem er einerseits immer wieder „Links“ zu anderen Kapiteln einfügt. An der eben zitierten Stelle etwa verweist er auf sein Kapitel „Wahrheitsanspruch“, in welchem der Leser dann erfährt, dass dem Christentum eine positive Sicht auf Logik und Vernunft eigne, und wo er wiederum auf das Kapitel „Vernunft“ verwiesen wird, in dem schwerpunktmäßig Grundzüge der fundamentaltheologischen Verhältnisbestimmung zwischen Vernunft und Glaube bei J. Ratzinger referiert werden. So werden Schwächen in einem Kapitel durch Stärken in einem anderen ausgeglichen. Bordat ist dabei durchweg gut informiert und hat sich (als Nicht-Theologe) teilweise erstaunlich tief in theologisches Denken eingearbeitet. So ist etwa seine Wiedergabe des theologischen Verständnisses von Martyrium bei Karl Rahner sehr gut gelungen.

Anderseits gibt Bordat am Ende jedes Kapitels die jeweils verwendete Lektüre an und verweist auch auf weiterführende Literatur. Für weitergehende Auseinandersetzungen mit den einzelnen Themen wird es erforderlich sein, auf diese Hinweise zurückzugreifen und das Studium eigenständig zu vertiefen.

In diesem Zusammenhang ist der etwas irritierende Umstand zu nennen, dass das erste Stichwort des Titels, nämlich „Ablasshandel“, gar nicht den Auftakt des Buches bildet, sondern erst beim Buchstaben „R“ unter dem Stichwort „Reformation“ behandelt wird. Daran zeigt sich: Es geht dem Autor um gründliche Recherche und differenzierte Auskunft; darum sind die einzelnen Schlagworte nur im größeren theologischen und historischen Zusammenhang verständlich. Dass die Systematik des Buches dem Rechnung trägt, spricht für das Buch.

Kirchliches Lager?

Zuletzt wird man sich in kirchlichen Kreisen die bange Frage stellen: Ist der Autor denn jetzt konservativ oder liberal? Zunächst: Das Buch ist kein wissenschaftliches; es ist zwar gut informiert und recherchiert geschrieben, aber es verzettelt sich nicht in der Diskussion fachspezifischer Detailfragen, es beansprucht keine wissenschaftliche Präzision; es beinhaltet Zuspitzungen und bemüht sich nicht, den Stil persönlich gehaltener Essays zu verlassen. Es trägt eine persönliche Färbung an sich, die aber seinen Wert nicht mindert. Bordat tritt in keine philosophischen oder theologischen Schulstreitigkeiten ein. Auch innerkirchliche Zwistigkeiten spielen für ihn keine Rolle. Er kann ebenso die Institution des ZDK loben (vgl. 47f) wie unbefangen für die katholische Sexualmoral (vgl. 215-221) eintreten. Er zitiert Johannes Paul II. ebenso wie Benedikt XVI. oder Franziskus, H. U. von Balthasar ebenso wie K. Rahner oder H. Küng. Eine einfache Etikettierung ist für ihn also nicht möglich. Insgesamt lässt sich sagen: Das Buch ist lehramtstreu, aber darüber hinaus nicht klar irgendeinem kirchlichen „Lager“ zuzuordnen. Das ist angesichts der Vielzahl polarisierender Kräfte in der Kirche erfrischend, weil darin, mit Benedikt XVI. gesagt, der Glaube als ‚positive Option‘ aufscheint, als ein Licht eben, wie es das Titelbild des Buches anschaulich darstellt. Auf dieser Linie wagt es Bordat freimütig, werbend über den Glauben zu sprechen, etwa wenn er im Kapitel über die Engel dem Leser zuruft: „Also: Geben wir den Engeln eine Chance!“

Das Buch ist, zusammenfassend gesagt, für gläubige wie nicht-gläubige Menschen, die Interesse an einem ernsthaften, sachlichen Gespräch über den Glauben und die Kirche haben, überaus empfehlenswert und darf guten Gewissens als Weihnachtsgeschenk unter den einen oder anderen Tannenbaum gelegt werden.

Zum ersten Teil

Josef Bordat, Von Ablasshandel bis Zölibat. Das ‚Sündenregister‘ der Katholischen Kirche, Lepanto-Verlag 2017, 296 Seiten


17. Dezember
Kalender

Das Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad bietet für 2018 einen Kalender mit schönen Bildern aus dem Seminarleben an.


17. Dezember
Johannes Leppich

Vor 25 Jahren, am 17. Dezember 1992, starb in Münster im Alter von 77 Jahren der Straßenprediger Johannes Leppich SJ. Seit 1935 Jesuit, begann er 1948 mit “religiösen Kundgebungen auf Straßen, Plätzen, in Messehallen größerer und mittlerer west-deutscher Städte; Millionen Menschen, besonders auch ‘Randsiedler der Kirche’, wurden angesprochen” (Wolfgang Tarara im LThK, 3. Auflage).


16. Dezember
Predigt zum morgigen Sonntag

Meine Predigt zum dritten Adventssonntag: Phil 4, 4-7: "Freuet euch allezeit im Herrn. Noch einmal sage ich: Freuet euch. Lasst alle Menschen eure Güte erfahren; denn der Herr ist nahe."


16. Dezember
Charles Balley

Vor 200 Jahren, am 16. Dezember 1817, starb im Alter von 66 Jahren Charles Balley, der großer Förderer des hl. Johannes Maria Vianney, ohne den dieser wohl niemals das Priestertum erreicht hätte. Balley wurde 1803 Seelsorger in Ecully, wo er ab dem Winter 1806/07 dem damals zwanzigjährigen Vianney Unterricht gab und ihn unermüdlich auf seinem Weg zum Priestertum unterstützte. In Ecully feierte dann der Heilige am 20. August 1815 auch seine Primiz. Als Balley starb, war Vianney sein Kaplan. Zwei Monate später wurde Vianney nach Ars versetzt und wurde der heilige Pfarrer von Ars.


16. Dezember
Maria von den Engeln

Vor 300 Jahren, am 16. Dezember 1717, starb in Turin im Alter von 56 Jahren die Mystikerin Maria von den Engeln OCD (bürgerlicher Name: Maria Anna Fontanella). Nach anfänglichem Widerstand gegen die göttlichen Gnadenerweise wurde sie “in sechsjähriger peinvoller Läuterung zur mystischen Gottvereinigung geführt und mit hohen Gnadengaben (Wunder, Weissagung, Herzensdurchschauung, Ekstasen) ausgezeichnet, befreite 1706 durch ihr Gebet Turin von langer Belagerung” (LThK, 1. Auflage). In Moncalieri gründete sie 1702 ein neues Karmelkloster, das dem hl. Joseph geweiht ist. Am 25. April 1865 wurde sie seliggesprochen. Aus diesem Anlass schrieb der hl. Don Bosco ihre Biographie.


15. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Richtigstellung zu den Anfängen der Petrusbruderschaft gibt es jetzt auf der Seite mit meinem letzten Brief an Erzbischof Lefebvre. Der Hinweis auf die Neuerscheinung, Martin Ramms Ehebuch, findet sich auf der Seite über unser Medienapostolat, die Zitate aus dem Gespräch zwischen Kardinal Müller und Martin Mosebach beim Artikel Spaemanns über den Fortschritt.


15. Dezember
Experimente an Embryonen

Einen Einblick in menschenverachtende Forschungsmethoden gibt Stefan Rehder im Lebensforum (3. Quartal 2017, Artikel Nach uns die Sintflut). Forscher haben “absichtlich menschliche Embryonen mit einem genetischen Defekt” erschaffen, “um diesen anschließend zu beheben. Damit nicht genug: Am fünften Tag sezierten die Forscher die so manipulierten Embryonen.” Es handelt sich bei diesen Forschern um das Team des Klonforschers Shoukrat Mitalipov an der Oregon Health and Science University in Portland.

Stefan Rehder über die Todesengel


14. Dezember
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

59. Folge

Nun aber müssen wir zusehen - und das ist die Hauptsache -, worin denn eigentlich der Terminus, das Produkt der sendenden resp. der die Sendung auswirkenden Tätigkeit bestehe. Das Produkt ist, wie schon gesagt, die Einführung der betreffenden Person in die Kreatur, das Sein derselben in der Kreatur, und zwar ein solches Sein, daß es der gesandten Person eigentümlich, nicht ihr mit den sendenden gemeinschaftlich ist.

Daß dieses besondere Sein nicht formell eine bloße Gegenwart der Kraft und der Wirksamkeit nach sein kann, wurde schon bewiesen, und die Annahme einer bloß derartigen Gegenwart würde uns im Zirkel herumführen. Wie kann also sonst eine göttliche Person für sich allein auf eine besondere Weise in der Kreatur sein und in dieselbe eingeführt werden?

Es kann dies schon dadurch geschehen, daß die Person durch irgend ein Sinnbild (wie der Heilige Geist durch die bei der Taufe im Jordan erscheinende Taube) in ihrem hypostatischen Charakter sich darstellt, d. h. dargestellt wird durch ihre eigene Tätigkeit und die derjenigen göttlichen Personen, von denen sie selbst ausgeht. Denn wenn eine geschaffene Person den Heiligen Geist bloß unter einem von ihr verfertigten oder einem bereits vorhandenen Bilde der Taube sich selbst oder andern vorstellen wollte, würde man nicht sagen und nach dem Vorhergehenden auch nicht sagen können, daß der Heilige Geist gesandt werde - gesandt werden kann er ja nur von denjenigen Personen, bei denen er ist und denen er angehört; hier aber würde er vielmehr gesucht von denen, die ihn nicht bei sich haben und ihn sich erst zu vergegenwärtigen wünschen.

Diese Art von Sendung ist zwar eine der gesandten Person hypostatisch eigentümliche - denn jede Person hat etwas Eigentümliches, welches durch einen besondern Begriff aufgefaßt und so auch durch ein besonderes Bild dargestellt werden kann -, aber auch nur eine symbolische, da die göttliche Person hier nur durch ein sie vorstellendes sinnliches Symbol der Kreatur vergegenwärtigt wird, obgleich jene Person, wie z. B. der Heilige Geist in der Taube, im Symbol auch substantiell wohnt wegen ihrer Allgegenwart.

In der Regel nennt man die symbolische Sendung schlechtweg die sichtbare Sendung, weil das Symbol, um für uns Symbol zu sein, etwas sinnlich Sichtbares sein muß, oder auch äußere Sendung im Gegensatz zu derjenigen, welche in das Innere unserer Seele ausläuft. Sichtbar im vollsten Sinne und zugleich äußerlich ist aber auch die realste Sendung des Sohnes Gottes durch die Inkarnation; somit bezeichnen diese Ausdrücke nicht speziell und ausschließlich die erste Art von Sendung, die wir besprachen.

Dieselbe ist ihrer Natur nach offenbar noch sehr unvollkommen, da eine bloß symbolische Vorstellung doch nicht eigentlich ein Sein des Vorgestellten im Bilde genannt werden kann; das Vorgestellte ist im Bilde bloß für denjenigen, welcher das Bild sieht und es mit seinem Ideale in Verbindung bringt. Daher hat diese Art von Sendung auch ihren Zweck nicht in sich selbst; wo sie vorkommt, dient sie nur dazu, die andern Arten von Sendung, die in sich selbst abschließen, zu begleiten und sinnlich zu veranschaulichen. So sollte die Taube bei der Taufe am Jordan die Verbindung des als Träger der menschlichen Natur gesandten Sohnes Gottes mit seinem himmlischen Vater im Heiligen Geiste veranschaulichen [52], die symbolische Sendung des Heiligen Geistes am Pfingsttage - unter dem Bilde des brausenden Windes und der feurigen Zungen - seiner innern Sendung in die Herzen der Apostel als Folie dienen. Die beiden letzteren Arten der Sendung - in der Inkarnation und in der Gnade - können wir daher im Gegensatz zur symbolischen reale, wirkliche Sendungen nennen, obgleich auch unter ihnen die zweite noch einige Analogie mit der symbolischen Sendung hat. Denn auch sie bringt nicht so sehr eine reale Einheit der gesandten Person mit der geschaffenen Natur hervor, als eine Erscheinung der ersteren in der letzteren, aber eine so unmittelbare, so reale Erscheinung, daß darin zugleich eine überaus innige Verbindung der göttlichen Person mit der Kreatur gegeben ist.

Anmerkungen:

[52] Die Taube ist das zarteste und lebendigste Symbol des Heiligen Geistes; durch ihre Gestalt und Farbe stellt sie uns die Reinheit und Lieblichkeit, durch ihren schnellen und doch ruhigen Flug die unendlich lebhafte und doch zugleich unendlich friedliche Bewegung, durch ihre Seufzer den Ausdruck der unendlichen Liebe dar, den wir im Heiligen Geiste erkannt haben. Und wie sie bei der Taufe am Jordan in der Zeit zwischen dem Vater und seinem menschgewordenen Sohne schwebte, von jenem zu diesem herabsteigend, so schwebt der Heilige Geist in der Ewigkeit kraft seiner Beziehung zu beiden über und zwischen Vater und Sohn, beide unter seinen Flügeln deckend; beide in sich zu seliger Umarmung entgegenführend, ihre Liebe krönend und vollendend.

Wird fortgesetzt

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13. Dezember
Edmund Husserl

Ein Neuaufbruch in der Philosophie des 20. Jahrhunderts


13. Dezember
Antoine Lavalette

Vor 250 Jahren, am 13. Dezember 1767, starb in Toulouse im Alter von 59 Jahren Antoine Lavalette SJ. Seit 1742 wirkte er als Missionar auf den Kleinen Antillen. Er spielte eine tragische Rolle in jenen Vorgängen, die zur Aufhebung der Gesellschaft Jesu führten: “Zwecks Besserung der traurigen Finanzlage betrieb Lavalette Plantagenwirtschaft und Handel in beträchtlichem Umfang. Große Verluste infolge des französisch-englischen Krieges verleiteten ihn trotz ernster Weisungen der Oberen zu kirchenrechtlich unerlaubten Handelsgeschäften, und er geriet immer tiefer in Schulden. Die jesuitenfeindlichen Gerichte in Frankreich verurteilten den ganzen Orden zur Tilgung der ungeheuren Schuldenlast, und der Fall Lavalette wurde allgemein zur Vernichtung der Gesellschaft ausgenutzt. Lavalette wurde 1762 seiner Ämter enthoben, suspendiert und auf seine Bitte aus dem Orden entlassen” (A. Väth im LThK, 1. Auflage).


12. Dezember
Alfons Kardinal Stickler

Vor 10 Jahren, am 12. Dezember 2007, starb im Vatikan im Alter von 97 Jahren der aus Niederösterreich stammende Kardinal Alfons Stickler. Er war ein Freund der überlieferten Liturgie und weihte am 11. Februar 1993 den ersten Priester der von P. Andreas Hönisch gegründeten Kongregation der Servi Jesu et Mariae.


11. Dezember
Die Rückkehr des Königs

Auf credo-online, dem Online-Magazin der Diözese Augsburg, ist heute mein Artikel über die Rückkehr des Königs erschienen.


11. Dezember
Théophile Dontenwill

Vore 50 Jahren, am 11. Dezember 1967, starb in Marseille im Alter von 88 Jahren der aus dem Elsass stammende Missionar Théophile Dontenwill MSC. 1905 zum Priester geweiht, kam er bereits im darauffolgenden Jahr nach British New Guinea, wo er 27 Jahre lang missionarisch tätig war. Dann kehrte er aus Gesundheitsgründen nach Frankreich zurück.


11. Dezember
Dominikus Iturrate Zubero

Vor 100 Jahren, am 11. Dezember 1917, trat der aus dem Baskenland stammende Dominikus Iturrate Zubero (1901-1927) in Bien-Aparecida, Diözese Santander, in den Trinitarierorden ein. Am 30. Oktober 1983 wurde er seliggesprochen. In seiner Ansprache zur Seligsprechung erinnerte Papst Johannes Paul II. an die Haltung, mit der der Selige das hl. Messopfer darbrachte: “Als Priester hatte er eine klare Vorstellung von seiner Identität als ‘Vermittler zwischen Gott und den Menschen’ und als ‘Vertreter des Ewigen Hohenpriesters Jesus Christus’. Das ließ ihn jede Eucharistiefeier als einen Akt des Selbstopfers verbunden mit dem allerhöchsten Opfer Jesu Christi zugunsten der Menschen erleben.”


9. Dezember
Neu im Personenregister:
Hansjürgen Verweyen, Brendan


9. Dezember
Jerusalem

Vor 100 Jahren, am 9. Dezember 1917, ging in Jerusalem die Jahrhunderte alte osmanische Herrschaft zu Ende. Am 19. November 1917 hatte die Schlacht um Jerusalem zwischen den britischen Truppen auf der einen und den türkischen und deutschen Truppen auf der anderen Seite begonnen. Nachdem die britischen Truppen immer weiter vorrücken konnten, kapitulierte am 9. Dezember Jerusalem, und General Edmund Allenby, der Oberbefehlshaber der britischen Truppen, konnte am 11. Dezember in Jerusalem einziehen. Aus Ehrfurcht vor der religiösen Bedeutung Jerusalems tat er es zu Fuß.


8. Dezember
Cornelius a Lapide

Vor 450 Jahren, am 8. Dezember 1567, wurde in Bocholt bei Lüttich der Exeget Cornelius a Lapide SJ geboren. Er lehrte ab 1596 in Löwen, ab 1616 in Rom. “Zu allen Büchern der Hl. Schrift (außer Psalmen und Job) verfasste er breit angelegte Kommentare, die weniger durch genaue Darlegung des Literalsinns als durch reiche Ausführung des Moralsinns im Anschluss an die Kirchenväter und älteren Kommentatoren hervorragen und eine ergiebige Fundgrube für Prediger sind” (LThK, 1. Auflage). Er starb am 12. März 1637 in Rom.


8. Dezember
Marienweihe

Vor fünf Jahren, am 8. Dezember 2012, weihte Bischof Andrew Francis von Multan seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Multan liegt im pakistanischen Punjab, wo Christen immer wieder Drangsalen durch die islamische Mehrheit ausgesetzt sind. Bischof Francis war ein unermüdlicher Vorkämpfer der Aussöhnung zwischen Christen und Muslimen. Er starb am 6. Juni 2017.


8. Dezember
Marienweihe

Vor zehn Jahren, am 8. Dezember 2007, weihte der Erzbischof von Québec, Marc Kardinal Ouellet, seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Seit dem 30. Juni 2010 ist er Präfekt der Bischofskongregation. Auf die Frage, wie ein katholischer Bischof sein muss, antwortete er 2011: "Im Kontext unserer säkularisierten Gesellschaften brauchen wir Bischöfe, die die ersten Evangelisatoren einer Diözese sind und nicht bloße Verwalter derselben. Die also imstande sind, das Evangelium zu verkünden."


7. Dezember
Albert Krantz

Vor 500 Jahren, am 7. Dezember 1517, starb in Hamburg im Alter von etwa 72 Jahren der hansische Staatsmann und Geschichtsschreiben Albert Krantz. Er wurde 1492 Kanonikus am Dom zu Hamburg, 1500 ständiger Syndikus von Hamburg, 1508 Domdekan. Er stellte bei Kirchenvisitationen viele Missbräuche ab. “Er besorgte die Neuausgabe des Hamburger Missale und sammelte auf seinen weiten Reisen unermüdlich Quellenmaterial zur nordischen Kirchengeschichte (...) Vor Luther warnte er bei dessen erstem Auftreten” (LThK, 1. Auflage).


6. Dezember
Lehrer der Weisheit

“Ob Wolfgang Stegmüller, Dieter Henrich, Werner Beierwaltes, Robert Spaemann, Reinhard Lauth oder manch anderer: sie verkörperten [in München in den 80er Jahren] die Einheit des Philosophierens in ihrer Person und ließen einem die Sache offen, wo man sie selber finden würde [...] Ich schüttle heute den Kopf, wenn ich an die Schätze denke, die da vor mir lagen und tausend Jahre Grabung wert gewesen wären, und ich bin doch heilfroh, um meines eigenen Weges willen in keine der Schluchten für immer hinabgestiegen zu sein. Die letzte Einheit der Philosophie, der ‘Lehrer der Weisheit in Lehre und Beispiel’, ist für mich Robert Spaemann gewesen, aber ich habe mein halbes Leben gebraucht, um in den Bann seiner Einsichten zu geraten und etwas davon an junge Lernende weiterzugeben.”

Walter Schweidler in Information Philosophie 3/2017, S. 38 in seiner Antwort auf die Frage “Wie beurteilen Sie persönlich die Entwicklung der Philosophie hinsichtlich ihrer Einheit?”. Schweidler ist Professor der Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.


6. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (26, 27, 28)

An 26. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen drei Seiten: der Artikel von Michaela Koller über Osttimor, die Biographien über Caesar Baronius, Guerricus von Igny, Pietro Sforza Pallavicino und Franz Stadlin und die Seite über den Katholikentag in Mannheim.


3. Dezember
Engelbert Sterckx

Vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1867, starb in Mecheln im Alter von 75 Jahren Erzbischof Engelbert Sterckx von Mecheln.


2. Dezember
Tapfer und Treu

Von Petra Kehl

Joseph Spillmann, Schweizer Jesuit und Schriftsteller, verfasste neben einer glänzend recherchierten „Geschichte der Katholikenverfolgung in England“ und zahlreichen Erzählungen für die katholische Jugend mehrere umfangreiche historische Romane.

Als eines seiner gelungensten erzählerischen Werke kann der Roman „Tapfer und Treu“ gelten. Angeregt durch ein altes Buch, das er beim Großvater fand, beschäftigte sich schon im Kindesalter seine Fantasie mit den Ereignissen der Französischen Revolution und dem Schicksal der Schweizer, die in der Garde des französischen Königs dienten und bei seiner Verteidigung ihr Leben ließen. Etwa 50 Jahre später hatte Spillmann dann Gelegenheit, bei einem Besuch in Paris die Schauplätze des Geschehens selbst in Augenschein zu nehmen. Bereits bei dieser Gelegenheit kam ihm der Gedanke, die Geschehnisse in einem Roman zu verarbeiten. Doch erst als er in seiner Schweizer Heimat die Bildnisse einiger jener Männer sah, die in die dramatischen Kämpfe verwickelt gewesen waren, machte er sich tatsächlich ans Werk.

Das Ergebnis ist ein historischer Roman, den man mit Fug und Recht an die Seite der Romane Sir Walter Scotts stellen kann, der Spillmanns großes Vorbild war. Der Schweizer Schriftsteller schildert darin nicht nur spannend und anschaulich die Ereignisse, er zeichnet auch lebendig und überzeugend die handelnden Personen, ob nun historische Persönlichkeiten, wie König, Königin und vor allem seine Schweizer Landsleute Rudolf von Reding und Baron Bachmann, oder seinen fiktiven Helden, den jungen Damian Muos. Mit Letzterem ist Spillmann ebenso ein großer Wurf gelungen wie mit der ebenfalls fiktiven Gestalt der Martha Valdouleur, die im besten Sinne das „starke Weib“ des Alten Testaments verkörpert.

Nicht weniger gelungen ist die Art und Weise, wie der Jesuit seine katholische Sicht und Wertung der Französischen Revolution unaufdringlich und niemals schulmeisternd in die Schilderung einfließen lässt. Damian, der nach Paris zieht, um als Offizier der Schweizergarde sein Glück zu machen, schwärmt, wie so viele junge Leute seiner Zeit, für die neuen Ideen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Dadurch eckt er gerade beim Großrichter Keyser an, dem Vater seiner Verena, deren Hand Damian zu erringen hofft, sobald er „Amt und Brot“ erlangt hat. Keyser lehnt die neuen Ideen schroff ab. Eine eher vermittelnde Haltung nimmt der Kapuzinerpater Secundus, der neue Gardekaplan ein. Auch er ist gegen die neuen Ideen, erläutert aber Damian geduldig und voller Verständnis für die Jugend und ihren Hang zu Neuerungen, weshalb die neuen Ideen mit dem katholischen Glauben unvereinbar sind und welche Gefahren sie in sich schließen. Dabei verschließt Pater Secundus keineswegs die Augen vor den Missständen des Ancien Régime, im Gegenteil, er benennt sie klar und deutlich.

Auf diese Weise wird der jugendliche Leser (und nicht nur dieser!) belehrt und gleichzeitig unterhalten. Mit dem jungen Helden Damian durchlebt er atemberaubende Abenteuer. Der junge Schweizer erlebt den Sturm auf die Bastille, entgeht beim Kampf um die Tuilerien nur knapp dem Tod, wird in die Fluchtversuche der königlichen Familie verwickelt und kann schließlich die Ermordung seines besten Freundes während der Septembermorde nicht verhindern. Durch all dies reift Damian charakterlich, seine Überzeugungen erfahren eine Wandlung, sein Glaube vertieft sich, er wird ernster. Er begreift, worum es den Revolutionären wirklich geht, und steht schließlich wieder auf dem Boden der wahren Werte. Daran hat nicht zuletzt sein Glaube Anteil und der Gedanke an sein „Mütterchen“, das in der Heimat für ihn betet.

„Tapfer und Treu“ ist ein Roman, den man gerade Jugendlichen in die Hand geben sollte, da heute im Geschichtsunterricht die Französische Revolution unkritisch stets als Beginn der glorreichen Moderne dargestellt und ihre Schattenseiten übergangen werden.

Joseph Spillmann: Tapfer und Treu, broschiert, 357 Seiten

Petra Kehl: Wer will da nicht Prinzessin werden?


1. Dezember
Das Zitat

Wir müssen die Moslems annehmen, für sie zuverlässige Freunde werden, an die man sich wendet, auf die man zählt, wenn einen Zweifel befallen oder man in sonstigen Nöten steckt; über Zuneigung, Klugheit und Gerechtigkeit kommt man voran. Erst, wenn man diesen Punkt erreicht hat, kann man daran gehen, etwas für ihr Seelenheil zu tun.

Seliger Charles de Foucauld

Charles de Foucauld über den Glauben


1. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer eigenen Seite wurde der Artikel von Richard Niedermeier Türkenkriege und Volksfrömmigkeit untergebracht. Die Notiz über den Herder-Verlag, der sich auf dem Weg in eine transhumanistische Zukunft bewegt, befindet sich auf der einschlägigen Themenseite über die Kirchenkrise, entsprechend auch die Kritik Stefan Rehders an der Haltung des Berliner Diözesanrats gegenüber den Lebensrechtlern.


30. November
Spe salvi

Vor zehn Jahren, am 30. November 2007, veröffentlichte Papst Benedikt XVI. seine Enzyklika Spe salvi über die Hoffnung.


30. November
Eingeschliffene Selbsttäuschung

Wenig Identifikationsfläche für ernsthafte Gottsucher bietet auch die eingeschliffene Selbsttäuschung, die von betont politisch agierenden Verbänden wie dem BDKJ ausgeht. Das Missverhältnis von Selbst- und Außenwahrnehmung tritt bei den in Glaubensfragen oft überfordert wirkenden BDKJ-Mitgliedern besonders krass zutage. Mangelnde Selbstkritik und die Vorstellung, die kirchliche Hierarchie befände sich im Zustand immerwährender Bringschuld, bestimmen den Duktus vieler Wortmeldungen.

Regina Einig in der Tagespost vom 28. November 2017


29. November
Podcast: Amoris laetitia, ein Paradigmenwechsel?


29. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (24, 25)

An 24. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von P. Franz Prosinger über die zentrale Bedeutung der Liturgie in Lumen fidei und die Biographien über Franz Xaver Nies, Nicolas Fiva und Michal Boym.


28. November
AL auf dem moraltheologischen Schlachtfeld

“Thomas von Aquin behauptet unmissverständlich, dass kein menschliches Handeln von moralischer Bedeutung moralisch richtig sein kann, wenn das gewählte Objekt nicht dem moralischen Gesetz entspricht. Johannes Paul II. erklärte: „Einige Sünden sind aufgrund ihrer Materie an sich schon schwerwiegend und tödlich, d. h. es gibt Handlungen, die an sich und in sich, unabhängig von den Umständen, aufgrund ihres Gegenstands schwerwiegend falsch sind“ (Reconciliatio et Paenitenia, Abs. 17). Die bewusste Entscheidung, Unschuldige zu töten, ist immer falsch, unabhängig von der Situation oder den Umständen. Diese Überzeugung, die der von vielen liberalen Moraltheologen favorisierten proportionalistischen Ethik völlig fremd ist, wurde in Veritatis Splendor nachdrücklich bekräftigt, aber von dieser Argumentationslinie ist in Amoris Laetitia keine Spur zu finden. Stattdessen gibt es Andeutungen, dass es Ausnahmen von Normen geben müsse, die auf den konkreten Lebensumständen einer Person beruhen, denn es sei “kleinlich, nur bei der Erwägung stehen zu bleiben, ob das Handeln einer Person einem Gesetz oder einer allgemeinen Norm entspricht oder nicht” (Absatz 304). Papst Franziskus und seine Unterstützer behaupten, dass sie dem hl. Thomas treu sind, wenn sie behaupten, „je mehr wir uns den Details zuwenden, desto häufiger begegnen wir der Ungewissheit“ (304). Aber für Thomas von Aquin könnte eine solche moralische Zweideutigkeit entstehen, wenn affirmative Normen auf dem Spiel stehen. Amoris Laetitia ignoriert völlig die essentielle thomistische Unterscheidung zwischen affirmativen Regeln (wie z.B. „man muss geliehene Dinge zurückgeben“), die immer, aber nicht in jeder Situation gelten, und bestimmten negativen Regeln („begehe keinen Ehebruch“), die ausnahmslos gültig sind.”

Aus dem Artikel von Richard A. Spinello The Morality of Amoris Laetitia Is Not Thomistic, der am 14. November 2017 auf Crisis Magazine erschienen ist, in deutscher Übersetzung auf dem Blog des Scholastikers.

Vergleiche zur Frage der ausnahmslosen Geltung bestimmter negativer Normen die Aussagen von Papst Johannes Paul II.: "Die Existenz besonderer Normen für das innerweltliche Handeln des Menschen, die von so verpflichtender Kraft sind, daß sie immer und überall die Möglichkeit von Ausnahmen ausschließen, ist eine ständige Lehre der Überlieferung und des Lehramtes der Kirche gewesen, die von einem katholischen Theologen nicht in Zweifel gezogen werden darf."


20. November
Ist Klarheit kasuistisch?

Als Blaise Pascal in seinem Kampf gegen die Jesuiten denselben Kasuistik vorwarf, meinte er damit (ob zu Recht oder Unrecht, spielt jetzt keine Rolle) deren Geschicklichkeit, in klaren moralischen Normen durch spitzfindige Unterscheidungen irgendwelche Schlupflöcher zu finden, um diese Normen im Einzelfall zu umgehen.
Heute erleben wir das merkwürdige Gegenteil: Gerade jenen, die in der Kontroverse um Amoris laetitia an der Klarheit der Normen, wie sie der hl. Johannes Paul II. von neuem immer wieder einschärfte, festhalten wollen, wird nun der Vorwurf der Kasuistik von jenen gemacht, die diese Normen durch Unterscheidungen, deren Kriterien weitgehend im Unklaren bleiben, aufweichen wollen.


20. November
Alfred Pampalon

Vor 150 Jahren, am 24. November 1867, wurde in Notre-Dame-de-Lévis bei Quebec Alfred Pampalon geboren. 1886 trat er in Belgien bei den Redemptoristen ein. 1892 zum Priester geweiht, musste er drei Jahre später wegen Schwindsucht nach Kanada zurückkehren. Er “erbaute bis zum Ende alle durch Frömmigkeit, Geduld und andere Tugenden” (LThK, 1. Auflage). Am 30. September 1896 starb er in Sainte-Anne-de-Beaupré, genau ein Jahr vor der hl. Theresia von Lisieux. Beim letzten Atemzug richtete er seine Augen lächelnd zum Himmel empor, als sähe er dort jemanden. 1907 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet, 1991 wurde von Rom sein heroischer Tugendgrad festgestellt. Er gilt als besonderer Helfer von Alkohol- und Drogenabhängigen, wie viele Gebetserhörungen bezeugen.


20. November
Paolo Casati

Vor 400 Jahren, am 23. Novembre 1617, wurde in Piacenza der Mathematiker Paolo Casati SJ geboren. Er veröffentlichte mathematische, astronomische und theologische Werke. Ein Mondkrater ist nach ihm benannt. Die Königin Christina von Schweden begleitete er spirituell auf ihrem Weg zur Konversion. Am 22. Dezember 1707 starb er in Parma.


19. November
Andreas Hofer

Vor 250 Jahren, am 22. November 1767, wurde der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer geboren.


19. November
Mateo Correa

Vor 25 Jahren, am 22. November 1992, wurde Mateo Correa (1866-1927) seliggesprochen. Er starb durch Kopfschuss als Märtyrer des Beichtgeheimnisses in der mexikanischen Katholikenverfolgung. Er wurde von General Ortiz erschossen, nachdem dieser ihm die Erlaubnis gegeben hatte, die Beichten der Cristeros entgegenzunehmen, und dann vergeblich versucht hatte, ihn zum Bruch des Beichtgeheimnisses zu verleiten. Er war der Priester, der dem hl. Miguel Pro (1891-1927) die Erstkommunion spendete. Am 21. Mai 2000 wurde er heiliggesprochen.


19. November
Anne de Xainctonge

Vor 450 Jahren, am 21. November 1567, wurde in Dijon Anne de Xainctonge geboren. 1606 gründete sie in Dôle die Gesellschaft der hl. Ursula, ein Erziehungsinstitut im Geiste des hl. Ignatius von Loyola. Sie starb in Dôle am 8. Juni 1621. 1972 wurde ihr Seligsprechungsprozess eingeleitet.


19. November
Max Baumann

Vor 100 Jahren, am 20. November 1917, wurde im oberfränkischen Kronach der Komponist Max Baumann geboren. Von 1946 bis 1978 lehrte er in Berlin. 1953 konvertierte er nach der Begegnung mit dem Berliner Domkapellmeister Karl Forster zur katholischen Kirche und schrieb u.a. Auftragswerke für den Chor der St. Hedwigskathedrale. Am 17. Juli 1999 starb er in Berlin.


18. November
Maria Eufrasia Iaconis

Vor 150 Jahren, am 18. November 1867, wurde in Casino, Kalabrien, Maria Eufrasia Iaconis geboren. 1886 trat sie in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern, Töchter der Unbefleckten Empfängnis ein, die ihre Tante neun Jahre zuvor gegründet hatte. 1893 wurde sie nach Argentinien geschickt, um dort eine Niederlassung zu gründen. Daraus wurde 1904 die Gemeinschaft der Töchter der Unbefleckten Empfängnis von Buenos Aires. In Buenos Aires starb Sr. Maria Eufrasia am 2. August 1916. 2001 wurde ihr Seligsprechungsprozess eröffnet.
1913 war die selige Maria Pierina De Micheli (1890-1945), die große Verehrerin des heiligsten Antlitzes Jesu, in Mailand in die Kongregation eingetreten, nachdem sie dort die Gründerin persönlich kennengelernt hatte.


17. November
Die KNA und Kardinal Sarah

Die KNA kritisiert in einer Meldung vom 14. November, dass Robert Kardinal Sarah einer Bitte von Papst Franziskus nicht nachgekommen sei. Der Papst forderte, seine Antwort auf Sarahs Interpretation des päpstlichen Erlasses “Magnum Principium” (zur Kompetenz der Bischofskonferenzen in Sachen Übersetzung liturgischer Texte) in jenen Medien zu veröffentlichen, die auch des Kardinals Schreiben gebracht hätten.
Dass die deutschen Bischöfe nun schon seit 11 Jahren der päpstlichen Anweisung zur korrekten Übersetzung der Wandlungsworte nicht nachkommen und die päpstliche Bitte, die Gläubigen durch Katechesen darauf vorzubereiten, nicht erfüllen, war KNA dagegen niemals eine Meldung wert. Stattdessen beginnt sie die vermeintliche Skandalmeldung über Kardinal Sarah mit der falschen Behauptung: “Das gab es noch nicht.”
Man merkt die Absicht, und ist verstimmt...

Weitere Meldungen zur KNA


15. November
Das Zitat

Es gibt nur zwei Arten von Menschen, die man vernünftig nennen kann: die, die Gott von ganzem Herzen lieben, weil sie ihn kennen, und die, die ihn von ganzem Herzen suchen, weil sie ihn nicht kennen.

Blaise Pascal


15. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Das schöne Zitat Paul Baddes über die Bedeutung des Rosenkranzes in der gegenwärtigen Glaubenskrise findet sich bei dem Artikel Durch den Rosenkranz gerettet, das Zitat über den Wertrelativismus auf der Spaemann-Seite und mein Soundcloud-Essay über das verlorene Schaf bei meinem Artikel über die Barmherzigkeit.


13. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (22, 23)

An 22. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von P. Sven Conrad über Die Schönheit des Planes Gottes. Gedanken zum Deutschlandbesuch Papst Benedikts XVI. und mein Artikel Peter Bürgers verräterische Papstkritik.


13. November
Matthias Eberhard

Vor 150 Jahren, am 13. November 1867, wurde Matthias Eberhard (1815-1876) als Bischof von Trier inthronisiert. 1874 kam der standhafte Bischof für neun Monate ins Gefängnis. Es war die Zeit des Kulturkampfes, in der ein Georg Friedrich Dasbach den Paulinus und andere Zeitungen gründete, nicht, um die Kirche auf Zeitgeistkurs zu bringen, sondern die Katholiken in ihrem widerständigen Glauben zu stärken.


12. November
Leere Konformität statt wahrer Freiheit

14. Das falsche Europa brüstet sich mit einem nie gekannten Einsatz für die menschliche „Freiheit“. Diese Freiheit aber ist sehr einseitig. Sie gibt sich selbst als Befreiung von allen Einschränkungen aus: sexuelle Freiheit, Freiheit zur Selbstverwirklichung, Freiheit, „man selbst“ zu sein. Die Generation der Achtundsechziger sieht diese Freiheiten als Siege gegen ein einstmals allmächtiges und repressives kulturelles Regime. Sie stilisieren sich als die großen Befreier und behaupten, ihre Übertretungen seien anzuerkennen als vornehme moralische Errungenschaften, für welche ihnen die ganze Welt dankbar sein sollte.
15. Für die jüngere Generation von Europäern stellt sich die Realität dagegen weit weniger glanzvoll dar. Der liberale Hedonismus führt oftmals zu Langeweile und einem Gefühl der Sinnlosigkeit. Der Bund der Ehe ist geschwächt. In der aufgewühlten See der sexuellen Freiheit werden die Wünsche junger Menschen, zu heiraten und Familien zu gründen, oftmals enttäuscht. Eine Freiheit, die unsere innigsten Herzenswünsche frustriert, wird zu einem Fluch. Unsere Gesellschaften scheinen sich aufzulösen in Individualismus, Isolation und Ziellosigkeit. Anstelle wahrer Freiheit sind wir zur leeren Konformität einer konsum- und mediengesteuerten Kultur verurteilt. Es ist unsere Pflicht, die Wahrheit auszusprechen: Die Generation der Achtundsechziger hat zerstört, aber nicht aufgebaut. Sie hat ein Vakuum geschaffen, das nunmehr mit sozialen Medien, Billigtourismus und Pornographie angefüllt wird.

Aus der Pariser Erklärung Ein Europa, wo(ran) wir glauben können vom 7. Oktober 2017, unterschrieben von zehn Intellektuellen aus acht Ländern: Philippe Bénéton, Rémi Brague, Chantal Delsol, Roman Joch, Lánczi András, Ryszard Legutko, Roger Scruton, Robert Spaemann, Bart Jan Spruyt und Matthias Storme.


11. November
Bruna Pellesi

Vor 100 Jahren, am 11. November 1917, wurde in Morano, Diözese Reggio Emilia, die selige Bruna Pellesi geboren. 1940 trat sie in Rimini bei den Franziskanischen Missionarinnen Christi ein, wo die den Namen Maria Rosa von Jesus FMdC erhielt. Hier und im Kloster Ferrara, wohin sie 1945 versetzt wurde, wirkte sie als Lehrerin. Im September 1945 aber begann ihr Leidenweg, als sie an Lungentuberkulose erkrankte. Sie wurde ein Pflegefall und ertrug mit heroischer Geduld und Kreuzesliebe ihre heftigen Schmerzen bis ans Lebensende, den 1. Dezember 1972. Am 29. April 2007 wurde sie seliggesprochen.


11. November
Alfonsa Anna Muttathupadathu

Vor 100 Jahren, am 11. November 1917, empfing die hl. Alfonsa Anna Muttathupadathu (1910-1946) zum ersten Mal die heilige Kommunion. Dieses Glück konnte sie nicht für sich behalten: “Wisst ihr, warum ich heute so glücklich bin? Ich trage Jesus in meinem Herzen”, lautete ihr Bekenntnis gegenüber ihren Freundinnen. Sie wurde am 12. Oktober 2008 als erste Inderin heiliggesprochen.


10. November
Das Zitat

Wir müssen die Freundschaft Jesu finden, den Herzschlag Gottes in der Schrift finden und erkennen. Damit wir auch dann, wenn er uns gürtet und führt, wohin wir nicht wollen, ihn immer noch erkennen als den Freund, immer noch Gottes Herz erkennen und wissen, dass er uns auch da, wo er uns hart anpackt, in die Liebe, in das Heil, in die Freiheit hineinführt.

Joseph Ratzinger


10. November
Das Gnadengeschenk unserer Zeit

Episode Nr. 10 meines Podcasts ist eher spirituell als philosophisch, aber hoffentlich dennoch interessant.


9. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (20, 21)

An 20. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von Eduard Kamenicky Unterwegs zu Gott und die Seite über Josef Diaz Sanjurjo, Vincent Yen, Organtino Gnecchi-Soldi und die Mission auf Ceylon.


9. November
Jesuiten

Vor 250 Jahren, im November 1767, wurden die Jesuiten aus dem Königreich Neapel, dem Herzogtum Parma und aus Malta, dem Ordensstaat der Malteser, vertrieben. Schon im April 1767 war dasselbe in Spanien geschehen. In Frankreich waren sie schon 1764 verboten worden, in Portugal und Brasilien 1759. 1773 folgte dann die Aufhebung des Ordens durch Papst Clemens XIV.
1758 hatte die letzte Generalkongregation vor der Auflösung getagt. Hubert Becher schreibt darüber: “Düstere Schatten lagen über der Versammlung. Sie empfahl das geistliche Leben, das mehr wert sei als alle Gelehrsamkeit. Wie in Todesahnung schrieb die Versammlung: ‘Und wenn es Gott, dessen Ratschlüsse wir anbeten, gefällt, dass wir durch Unglück geprüft werden, dann wird er diejenigen, die Ihm anhängen und innig mit Ihm verbunden sind, nicht verlassen. Solange wir zu Ihm mit reinem Sinn und aufrichtigem Herzen fliehen können, wird uns nichts fehlen. Glanz und Ruf eines Ordens hängen nicht von der Trefflichkeit seiner Gesetze ab, sondern von einem tugendhaften Leben, und kein Geschehen und kein Unglück kann dies verdunkeln’” (Hubert Becher, Die Jesuiten. Gestalt und Geschichte des Ordens, München 1951, S. 283).

Ein Beispiel für das tragische Schicksal der Jesuiten: Gabriel Malagrida


8. November
Anna Eugenia Picco

Vor 150 Jahren, am 8. November 1867, wurde in Crescenzago bei Mailand die selige Anna Eugenia Picco PPFF geboren. Mit 20 Jahren riss sie von zu Hause aus und trat in Parma in die von Augustinus Chieppi gegründete Kongregation der Kleinen Töchter von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä ein, wo sie als Erzieherin tätig war. Ihr Motto war “Leiden, Schweigen, Lieben”. 1911 wurde sie zur Generaloberin gewählt. Während des Ersten Weltkriegs verzehrte sie sich im Dienst an den Armen und Notleidenden. Am 7. September 1921 starb sie in Parma und wurde am 7. Oktober 2001 seliggesprochen.


8. November
Francisco Kardinal Jiménez de Cisneros

Vor 500 Jahren, am 8. November 1517, starb in Roa, Provinz Burgos, im Alter von 81 Jahren Francisco Kardinal Jiménez de Cisneros OFM. Seit 1492 Beichtvater und Berater der Königin Isabella von Kastilien, wurde er 1495 widerstrebend, doch im Gehorsam gegen Papst Alexander VI. Erzbischof von Toledo und damit Primas von Spanien, ohne seine einfache Lebensweise als Ordensmann aufzugeben. 1507 zum Großinquisitor für Kastilien und León ernannt, entfaltete er “eine weitgreifende, meist glückliche Wirksamkeit auf kirchlichem und weltlichem Gebiet. Er reformierte trotz Widerständen den Welt- und Ordensklerus und begünstigte einen maßvollen, kirchlich gerichteten Humanismus und eine christliche Renaissance” (LTthK, 1. Auflage). 1499 gründete er die Universität Alcalá, wo später Jerónimo Nadal studieren und der berühmte Melchior Cano lehren sollte.


7. November
Vincenzo Grossi

Vor 100 Jahren, am 7. November 1917, starb in Vicobellignano im Alter von 72 Jahren der hl. Vincenzo Grossi. 1869 zum Priester geweiht, übertrug ihm sein Bischof “nacheinander zwei besonders schwierige Pfarreien. Grossi gründete das Institut der Töchter des Oratoriums als Pfarrhelferinnen, besonders für die Jugend” (LThK, 2. Auflage). 1975 wurde er selig-, am 18. Oktober 2015 heiliggesprochen.


7. November
Antonio Baldinucci

Vor 300 Jahren, am 7. November 1717, starb in Poli am Fuße der Sabinerberger im Alter von 52 Jahren der selige Antonio Baldinucci SJ. Er wirkte in Mittelitalien als Volksmissionar mit “wunderbarem Erfolge. Dieser beruhte auf seinem ganz ungewöhnlichen Beispiel der Buße und auf der Massenwirkung volkstümlicher Veranstaltungen. Ein Marienbild war sein steter Begleiter” (LThK, 1. Auflage). 1893 wurde er seliggesprochen.


5. November
Ein Geschenk des Himmels

Bald beginnt die Adventszeit: ein Anlass, an das schöne, bebilderte Büchlein von P. Martin Ramm Ein Geschenk des Himmels zu erinnern, durch welches Kinder in das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit eingeführt werden.
Bestellen Sie es bei der Petrusbruderschaft: für sich selbst, für Ihre Kinder, Großkinder, Nichten, Neffen, für die Kinderarbeit in der Pfarrei, in der Schule, in Kindergruppen, zum Weiterverschenken. Ein Beitrag zur Neuevangelisierung, die bei den Kindern beginnt.


4. November
Das Zitat

Die heilige Eucharistie ist der größte Trost für die lieben Armen Seelen; sie ist das mächtigste Mittel, ihnen Linderung und Erlösung zu bringen.

Ehrw. Lukas Etlin


4. November
Pakistan

Vor drei Jahren, am 4. November 2014, wurde in Pakistan das christliche Ehepaar Shahzad Masih und Shama Bibi in einem Ziegelofen verbrannt. Ein muslimischer Mob hatte die beiden, die in einer Ziegelei arbeiteten, beschuldigt, Koranseiten verbrannt zu haben. Voll Wut ging er auf sie los, brach der schwangeren Shama und ihrem Mann beide Beine, verprügelte sie und warf sie in den Ziegelofen. Das Paar hinterließ drei oder vier Kinder. Am 23. November wurden fünf der Täter von einem Gericht in Lahore zum Tode verurteilt.


3. November
Leon Bloy

Vor 100 Jahren, am 3. November 1917, starb in Bourg-la-Reine bei Paris im Alter von 71 Jahren der Schriftsteller, Pamphletist, Bettler, Marienverehrer und “Pilger des Absoluten” (Selbstbezeichnung) Leon Bloy. Einen Text von ihm gibt es auf kath-info.
“Man muss beten. Alles Übrige ist eitel. Man muss beten, um die Schrecken dieser Welt aushalten zu können. Man muss beten, um die Kraft zu erlangen, warten zu können. Es gibt keine Verzweiflung, keine traurige Bitterkeit für den Menschen, der viel betet” (Leon Bloy).


3. November
Pearl Mary Teresa Craigie

Vor 150 Jahren, am 3. November 1867, wurde in Boston, Massachusetts, die Schriftstellerin Pearl Mary Teresa Craigie geboren, besser bekannt unter ihrem Pseudonym John Oliver Hobbes. Sie ging im Februar 1887 mit Reginald Walpole Craigie eine unglückliche Ehe ein und wurde 1892 katholisch. Am 13. August 1906 starb sie in London. Als ihr reifstes Werk gilt The School for Saints (1897) und die Fortsetzung Robert Orange (1900).


2. November
Neueste Statistik zur Priesterbruderschaft St. Petrus

Mit Stand von gestern, den 1. November 2017, zählt die Priesterbruderschaft St. Petrus weltweit 437 Mitglieder, davon 287 Priester, 21 Diakone und 129 Seminaristen. Sie hat 125 Niederlassungen, davon sind 85 kanonisch errichtet. Sie ist tätig in 129 Diözesen, davon 23 im deutschsprachigen Distrikt. An 239 Orten feiert sie die hl. Messe, davon 69 im deutschsprachigen Distrikt. Sie betreut 40 Personalpfarreien, die sich wie folgt aufteilen: 31 in den USA, 3 in Kanada und jeweils eine in der Schweiz, in Nigeria, in Rom, in Australien, in Mexiko und in den Niederlanden.


2. November
Niels Stensen

Vor 350 Jahren, am 2. November 1667, konvertierte in Florenz der aus Kopenhagen stammende selige Niels Stensen (1638-1686) vom Luthertum zur katholischen Kirche. Auslöser war ein Erleuchtungserlebnis am Fronleichnamstag in Livorno, am 9. Juni. Er, der nüchterne Naturwissenschaftler und Begründer der Kristallographie, wurde Zeuge einer Fronleichnamsprozession und der innigen Verehrung des Allerheiligsten, die sich in dem festlichen Prunk und dem Blumenschmuck ausdrückte. Als er sah, wie die Katholiken überall dort, wo der Priester mit der Monstranz vorbeiging, auf die Knie fielen, um den Herrn im Allerheiligsten anzubeten, sagte er sich: „Entweder ist diese Hostie nur ein einfaches Stück Brot, und seine Verehrer sind Toren. Oder hier ist der wahre Leib Christi, und weshalb erweise auch ich ihm nicht die Ehre?“ Diese Frage ließ ihn nicht mehr los: Er studierte intensiv die katholische Lehre und ließ sich von ihr überzeugen.


1. November
Ist sie katholisch geworden?

Überhaupt wird doch heute in der protestantischen Kirche nichts so energisch propagiert wie die Werkgerechtigkeit: Tut Gutes, rettet die Flüchtlinge und das Weltklima, besonders aber kümmert euch um die Frauen und ihre Quoten, im Altarraum und in den Aufsichtsräten.

Matthias Matussek in seinem Luther-Artikel im Focus vom 15. Oktober 2016


1. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (15 bis 19)

An 15. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen fünf Seiten: die Seite über Francesco Borghero; die Sinnthesen von Mommertz; die Biographie über P. August Benninghaus SJ; die Seite über Krankheit; die Seite über Johannes von Paris Quidort, Anton Berlage und Jean-Marie-Robert de Lamennais.


31. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

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Auf einer eigenen Seite wurde der Artikel über Anton de Waal und zwei seiner Bücher untergebracht. Das Zitat Spaemanns über das Kreuzesopfer als Offenbarung habe ich meinem Artikel über das Kreuz hinzugefügt. Den Bericht des Liturgiefuchses über seine Beobachtungen in Hannover und das Zitat P. Gerstles über den Grund der Attraktivität der überlieferten Liturgie bei jungen Leuten gibt es auf der Seite mit Erfahrungsberichten über jene Liturgie.


31. Oktober
Alfons Rodriguez

Vor 400 Jahren, am 31. Oktober 1617, starb in Palma im Alter von 85 Jahren der hl. Alfons Rodriguez. Er trat nach dem Tod seiner Frau und seiner drei Kinder im Alter von 39 als Laienbruder in die Gesellschaft Jesu ein, wo er 46 Jahre lang als Pförtner diente und sich durch strenge Aszese auszeichnete. Er wurde zum Ratgeber Jesuiten, darunter des hl. Petrus Claver, dem er half, seine Berufung als Sklavenseelsorger in Südamerika zu entdecken. 1825 wurde er selig-, 1887 heiliggesprochen.


30. Oktober
Notwendige Reformation

“Am 13. Juni konnte ich den ägyptischen Staatspräsidenten, Abdel Fattah al-Sisi, während seines Deutschlandbesuchs in Berlin, sprechen. Ich habe ihn beglückwünscht, dass er sich öffentlich für eine Reformation der islamischen Lehre einsetzt. Das ist eine wichtige Aussage! Denn kein Mensch wird als Terrorist geboren. Es ist die absurde Lehre, die die Menschen dazu motiviert, sich und andere zu töten.”

Anba Damian, Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche für Deutschland, im Editorial der sehr empfehlenswerten ideaSpektrum Spezialausgabe zum Thema Christenverfolgung 2017.

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