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* * *

14. Mai
Octogesima adveniens

Vor 50 Jahren, am 14. Mai 1971, veröffentlichte Papst Paul VI. sein Apostolisches Schreiben Octogesima adveniens zur 80-Jahr-Feier der Veröffentlichung der Enzyklika Rerum novarum.


14. Mai
Ferdinand Maria Baccilieri

Vor 200 Jahren, am 14. Mai 1821, wurde in Modena Ferdinand Maria Baccilieri geboren. 1844 zum Priester geweiht, wurde er 1852 Pfarrer von Galeazza. In 41 Jahren erneuerte er diese Pfarrei von Grund auf. Er starb dort am 13. Juli 1893 und wurde am 3. Oktober 1999 seliggesprochen.


13. Mai
Gut oder böse?

Meine "erfolgreichste" Predigt auf Soundcloud ist gestern zum 3000. Mal angeklickt worden.


13. Mai
Perfide Methode

Nicht nur Theologen, sondern auch Bischöfe fordern eine Hermeneutik der apostolischen Tradition, die lange schon nicht mehr der Verständlichmachung der Wahrheit in der jeweiligen Zeit dienen will, sondern die Botschaften der Zeit in kirchliches Vokabular kleidet, damit man an sie glaubt. Man krönt diesen betrügerischen Ersatz der Verkündigungsinhalte mit den Begriffen „Fortschreibung“ oder „Weiterentwicklung“ der Lehre, eine perfide Methode des Durcheinanderwerfens.

Aus: Dr. Guido Rodheudt, Octavius und die Kirche in Deutschland, VATICAN-Magazin Mai 2021

Weitere Meinungen zum Synodalen Weg


12. Mai
Ist Jesus abwesend oder anwesend?

Zum Fest Christi Himmelfahrt kann ich zwei Predigten anbieten:

Hat Er uns verlassen?

Das Erlebnis von Hellmut Laun


12. Mai
Seligsprechungen

Vor 25 Jahren, am 12. Mai 1996, wurden Alfredo Ildefonso Schuster, Filippo Smaldone, Gennaro Maria Sarnelli, Cándida María de Jesús, Maria Raffaela Cimatti und María Antonia Bandrés y Elósegui seliggesprochen. Maria Raphaela Cimatti (1861-1945) leistete noch mit 83 Jahren im Zweiten Weltkrieg Übermenschliches in der Pflege von Verwundeten. Candida Maria von Jesus (in der Welt Cipitria Barriola, 1845-1912) war die Gründerin der Kongregation der Töchter Jesu. Maria Antonia Bendrés y Elósegui FI (1898-1919) bekehrte durch das Vorbild ihres christlichen Sterbens die beiden berühmten Sozialisten Miguel de Unamuno und Indalecio Prieto. Der Philosoph Unamuno bezeugte: “Diese 21jährige Maria Antonia sterben zu sehen, wissend, wo sie hingeht, machte einen unglaublichen Eindruck auf mich.”


11. Mai
Gibt es Werte?

Auf CNA ist heute die 17. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


11. Mai
Missbrauch mit dem Missbrauch: Falsche Ursachenforschung

In so gut wie allen säkularen und kirchlichen Medien und entsprechend in Debatten ist verschwiegen worden, was eine im März 2019 bekannt gewordene Studie der Universität Ulm ergab. Danach sei davon auszugehen, dass von katholischen Pfarrern in den letzten 70 Jahren 114.000 Menschen in Deutschland missbraucht worden sein sollen. Zur großen Überraschung wurde nun aber festgestellt, dass noch einmal ebenso viele durch Pastoren und Mitarbeiter in evangelischen Kirchen betroffen sein sollen (Die Welt vom 12.März 2019). Das ist eigentlich eine „Bombe“, stellt die Studie damit doch infrage, was im katholischen Raum als Hauptursache des Missbrauchs durch Priester angeprangert wird: das Zölibat. In der EKD sind über 80 Prozent der Geistlichen verheiratet. Homosexualität ist nirgendwo ein Hinderungsgrund und kann ausgelebt werden. Höchste kirchliche Amtsträger sind lesbisch oder schwul verheiratet. (Ich gehe ausführlicher darauf in meinem Buch „Gott kann auch anders“, Verlag fontis, 2. Auflage 2020, ein). Und trotz all dieser Freiheiten gab es im evangelischen Raum ebensoviel Missbrauch wie im katholischen!

Aus: Helmut Matthies (evangelischer Pfarrer und Journalist), Sexueller Missbrauch in den Kirchen: Die Kritiker des Zölibats sind an Fakten nicht interessiert, in: The-germanz vom 3. Mai 2021

Weiteres zum Thema


10. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Den Aufsatz von P. Walthard Zimmer Der Betrug mit den Messstipendien habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meinen Podcast über die schlimmere Seuche finden Sie bei Gotthold Hasenhüttl, die zitierte protestantische Warnung vor dem Synodalen Weg auf der Themenseite zur Ökumene. Meine Predigt Bußgeist statt Murren habe ich auf der Seite Buße als Aufklärung eingebettet.


10. Mai
Ercole Gonzaga

Vor 500 Jahren, am 10. Mai 1521, wurde Ercole Gonzaga (1505-1563) im Alter von 15 Jahren zum Bischof von Mantua ernannt. 1527 wurde er zum Kardinal erhoben, 1528 empfing er die Diakonatsweihe, 1556 die Priesterweihe, 1561 die Bischofsweihe. “Er ragte als Diplomat, durch gelehrte Bildung und Wohltätigkeit hervor” (LThK, 1. Auflage). Sein Urgroßvater war Ludovico III. Gonzaga, der wiederum der Ururgroßvater des hl. Aloisius von Gonzaga (1568-1591) war.


9. Mai
Antiwissenschaftlicher Systemwechsel

Auch die Zahl Zwei bei der Anzahl der Partner steht zur Disposition, weil sie sich aus der Zahl der biologischen Geschlechter ableitet, die inzwischen selbst vom deutschen Bundesverfassungsgericht durch die Einführung des «dritten Geschlechts» (divers) nicht mehr für verbindlich gehalten wird. Hier verbirgt sich der nächste Systemwechsel: von den beiden biologischen Geschlechtern hin zu gefühlten Identitäten. Die Überwindung der Natur eröffnet ganz neue Freiheiten der subjektiven Selbstdefinition. Dass die Fridays-for-Future-Bewegung fordert, der Wissenschaft zu folgen, während die Biologie in der Geschlechterfrage gewissermassen «entfolgt» werden soll, gehört zu den kuriosen Zeiterscheinungen. Erste Dreier-Ehen wurden in Kolumbien und Brasilien bereits offiziell anerkannt.

Aus: Ralf Schuler, Nach der Gender-Revolution: Die Welt wird eine andere sein, NZZ vom 1. April 2021.

Weiteres zum Thema


9. Mai
Sophie Scholl

Vor 100 Jahren, am 9. Mai 1921, wurde in Forchtenberg Sophie Scholl geboren, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose.


8. Mai
Es beginnt mit einem Geschenk

Zum morgigen 5. Sonntag nach Ostern kann ich diese Predigt über die Gebetsmacht anbieten.


8. Mai
Erwin Gatz

Vor 10 Jahren, am 8. Mai 2011, starb in Maastricht im Alter von 78 Jahren der Kirchenhistoriker Erwin Gatz. Er war ein Schüler des berühmten Historikers Hubert Jedin. 1975 wurde er geschäftsführender Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Sein Nachfolger wurde Stefan Heid.


8. Mai
Hl. Petrus Canisius

Vor 500 Jahren, am 8. Mai 1521, wurde in Nimwegen der hl. Petrus Canisius SJ geboren, Kirchenlehrer und zweiter Apostel Deutschlands.


8. Mai
Max Josef Metzger

Vor 25 Jahren, am 8. Mai 1996, wurde für Max Josef Metzger der Seligsprechungsprozess eröffnet, der 2015 auf diözesaner Ebene zum Abschluss gebracht wurde. Metzger wurde am 3. Februar 1887 im badischen Schopfheim geboren, empfing am 4. Juli 1911 in Freiburg die Priesterweihe, wurde Mitgründer der Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz und später der Una-Sancta-Bewegung. Am 17. April 1944 wurde er von den Nazis wegen “Hochverrats und Feindbegünstigung” hingerichtet und enthauptet.


7. Mai
Das Gnadengeschenk dieser Zeit

Von P. Engelbert Recktenwald

Vom hl. Johannes vom Kreuz stammt der Ausspruch, dass ein einziger Akt reiner Gottesliebe der Seele wertvoller und der Kirche nützlicher sei als alle anderen Werke zusammen. Dieser Ausspruch könnte auf den ersten Blick entmutigend wirken auf jene, die sich in der heutigen Zeit durch vielfältige Initiativen und Aktivitäten abmühen, um einigermaßen der so großen Not in der Kirche zu begegnen. Er könnte als ein Aufruf zum Rückzug in die Innerlichkeit missverstanden werden. Doch liegt es dem hl. Johannes vom Kreuz sicherlich fern, das äußere Engagement zu desavouieren und seinen Wert zu verkennen. Der springende Punkt, um den es ihm geht, ist ein anderer. Es geht ihm um die rechte Ordnung unseres Handelns, und die ist nur in dem Maße gegeben, wie die Liebe zu Gott einziger Beweggrund unseres Handelns ist. Es geht nicht um Rückzug, sondern um Läuterung.

Viele Maßnahmen und Initiativen in der Kirche entspringen zunächst einmal Beweggründen, die sich bei näherem Hinsehen als ziemlich ichbezogen herausstellen: der Enttäuschung über missglückte Reformen, dem Ärger über den erzwungenen Bruch mit manch liebgewonnener Tradition. Das sind alles Beweggründe von sehr gemischtem Charakter: In die objektiv berechtigte Empörung schleicht sich schnell eine subjektive Betroffenheit ein, die allzumenschlich ist und die Lauterkeit der Gesinnung trübt.

Der Ausspruch des Heiligen darf uns aber auch nicht dazu verführen, die Rangfolge der Beweggründe umzukehren und die Gottesliebe deshalb anzustreben, weil wir der Kirche helfen wollen. Wir sollen nicht Gott lieben, um der Kirche zu helfen, sondern der Kirche helfen, damit Gott mehr geliebt werde. Dieser Beweggrund kann freilich nicht durch die Beobachtung dessen, was in der Kirche alles falsch läuft, in uns geweckt werden, sondern nur durch die Entdeckung der Liebenswürdigkeit Gottes. Diese Entdeckung ist ... weiterlesen


6. Mai
Monatsranking April 2021

Platz Monatsranking April 2021
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 715 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Zitatensammlung

+/- 0
2

Emmaus einst und heute / Das brennende Herz

+ 4
3

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

- 1
10

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

- 5
20

Über Handkommunion

+ 24
30

Engelbert Recktenwald: Die Vernunft retten

+ ca. 400
40

Die Vision der Juliana von Norwich: “Alles wird gut"

- 7
50

Christa Pfenningberger: Matt Talbot

+ 11
60

Maria Pinsker: Pater Pio und die geordnete Liebe

+ 1
100

E. Schmidt: Unplanned - Wie David gegen Goliath

+ 46

Zum Ranking der Vormonate


5. Mai
Die Sonne und die Liebe

Meine neueste Podcastfolge beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Liebe, Glück und moralischem Wert.


5. Mai
William David Ross

Vor 50 Jahren, am 5. Mai 1971, starb in Oxford im Alter von 94 Jahren der Philosoph William David Ross. Er vertrat einen Wertrealismus und eine intuitionistische Ethik.


4. Mai
Pedro de Córdoba

Vor 500 Jahren, am 4. Mai 1521, starb im Alter von etwa 39 Jahren Pedro de Córdoba OP. Er gehörte zu den ersten Dominikanern, die 1510 nach Hispaniola kamen, sich dort tatkräftig für die Rechte der Indianer einsetzten, das Verhalten der Sklavenjäger geißelten und einen Mann bekehrten, der dann der berühmteste Verteidiger der Indianer wurde: Bartolomé de Las Casas.


4. Mai
Alma von Stockhausen

Vor einem Jahr, am 4. Mai 2020, starb in Heroldsbach im Alter von 92 Jahren die Philosophin Alma von Stockhausen. Sie war eine Schülerin von Gustav Siewerth und Max Müller und gründete 1988 die Gustav-Siewerth-Akademie.


3. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meinen Aufsatz “Angst und Schrecken”, Über das neue Evangelium der Hirnforscher habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über geistliches Überleben in Coronazeiten ist auf der Coronaseite eingebettet. Nina Heeremanns Bemerkung über den übersehenen Missbrauchsskandal in der Kirche findet sich auf der einschlägigen Themenseite. Meinen Podcast über missionarische Theologen habe ich dem Aufsatz Berhold Walds über die Theologie des “als ob” hinzugesellt, ebenso die Beobachtung Tobias Kleins über die Verwandlung des Christentums in bürgerliche Religion.


3. Mai
Rahner und seine Apologeten

Die Kritik an der oft medial hochgepriesenen Theologie Karl Rahners ist inzwischen breit und wurde sogar diffamiert. Bekannte Namen wie Hans Urs von Balthasar, Walter Kasper, Leo Scheffczyk, Walter Hoeres, Richard Schenk OP, Bernhard Lakebrink und Alexander Gerken OFM sind jedoch nicht einfach zu ignorieren. Intellektuelle Redlichkeit, die Rahner selbst bewahrte und einforderte, ist bei vielen seiner begeisterten Apologeten eher nicht zu finden. Dramatisch und aufschlußreich ist die Arbeit von Heinz-Jürgen Vogels (Bonn), in der er nachweist, daß die Theologie Rahners in der Christologie und Trinitätslehre den kirchlichen Glauben nicht mehr erreicht. Umso weniger erreicht diesen die Theologie vieler seiner Epigonen.

Aus: Stefan Hartmann, Katholische Theologie an staatlichen Universitäten Herkunft, Entwicklungen und ein Plädoyer, in: Die Neue Ordnung 2/2021

Über Karl Rahner


2. Mai
Das Zitat

Versuche nicht alles zu verstehen, um glauben zu können, sondern glaube ganz einfach, um zu verstehen.

Hl. Augustinus


2. Mai
Petition

1000 Plus hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet: Keine Abtreibung bis zur Geburt!


1. Mai
Gericht und Gerechtigkeit

Zum morgigen 4. Sonntag nach Ostern kann ich diese Predigt anbieten: Sünde, Gerechtigkeit, Gericht.


1. Mai
Abt Bonifatius

Vor 100 Jahren, am 1. Mai 1921, empfing P. Bonifatius Sauer (1877-1950) die Bischofsweihe. Er war Abt des Benediktinerklosters St. Benedikt in Seoul, der Hauptstadt Koreas. Das Kloster war 1909 von St. Ottilien aus gegründet worden. Abt Bonifatius empfing die Bischofsweihe, weil er zum Vikar des neu errichteten Apostolischen Vikariats Wonsan ernannt worden war. Er starb am 7. Februar 1950 als Märtyrer unter der kommunistischen Christenverfolgung.


1. Mai
Johannes Paul II.

Vor zehn Jahren, am 1. Mai 2011, wurde Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Die Heiligsprechung folgte am 27. April 2014.


30. April
Gott das Ideal der Wahrheit

Von Arnold Rademacher

Dritte Folge

In dieser ehrfürchtigen Seelenhaltung gegenüber der Wahrheit liegt übrigens auch eine heilsame Warnung vor einseitigem Intellektualismus, der vermeint, das Göttliche in das Gefäß menschlicher Vernunftbegriffe schütten zu können, der das Göttliche herabzieht, es vermenschlicht und vergröbert und so lange versinnlicht, bis er es sich selbst gleichartig gemacht hat, der dann das Netz seiner Vernunftkategorien darüber wirft und nun das Geheimnis zu verstehen glaubt, während er in Wahrheit nur seine eigenen Gedankengespinste sieht und bewundert, hinter denen aber die Wahrheit in keuscher Unnahbarkeit sich verbirgt. Gewiß soll es dem Intellekt nicht verwehrt sein, auch das Geheimnis in den Kreis seiner Kategorien zu ziehen. Er darf es und soll es, schon weil er nicht anders kann. Aber er soll es tun mit dem stets wachen Bewußtsein, daß das Ergebnis dieser seiner Bemühungen nur Analogien und Schattenbilder sind. In der Theologie liegt für den unreligiösen Menschen eine Gefahr, die die Volksseele mit sicherem Instinkt ahnt, die Gefahr, vermessen mit unheiligem Auge das Göttliche schauen zu wollen und von dem unehrfürchtig zu reden, was nur demütig angebetet werden darf. Es ist die gleiche Gefahr, wie sie demjenigen droht, der mit unheiligem Herzen die Schöpfungen der Kunst genießen will: was dem reinen Menschen eine Gottesoffenbarung werden kann, kann jenen in die Unfreiheit des Stofflichen hinabziehen. "Das Unendliche wird nicht umfaßt vom Endlichen," sagt die Schule. Andererseits bleibt doch auch wieder der Satz des Aristoteles wahr, daß, "wer das Wissen um seines eigenen Wertes willen erwählt, die Wissenschaft erwählen wird, welche am meisten Wissenschaft ist; solcher Art aber ist die Wissenschaft von dem am meisten Wißbaren, und das sind die Prinzipien und die Ursachen” (Metaph. A 2, 982b 2), und sein anderes Wort, daß die Wissenschaft vom Göttlichen auch die köstlichste ist, weil eben das Göttliche selbst das Köstlichste ist (983a4).

Die rechte Einstellung zur Wahrheit ist auch die Mutter der wahren Toleranz, die sich glücklich schätzt, die Wahrheit oder den Weg zu ihr zu kennen, und täglich der Gottheit dankt für das hohe Geschenk, aber auch demütig genug ist, um andere nicht deshalb zu verdammen, weil sie weniger glücklich sind auf der Suche nach dem Schatz im Acker und der kostbaren Perle. Das schärfste Urteil aber muß solche treffen, die die Lebensfrage nach der Wahrheit nicht für wichtig genug halten, sich um sie zu bemühen. Das ist der Tod der Seele, die Sünde gegen den Geist. Die Pflicht des Wahrheitssuchens kann ihnen nicht erspart werden; sie lastet auf ihnen so lange, bis sie sie finden, und wenn das ganze Leben und die ganze Ewigkeit daranginge. Wahrheitssuche ist Gottesdienst. Die alten Theologen sind der Meinung, Gott werde einem Menschen eher einen Engel senden, als daß er ihn die Wahrheit verfehlen ließe. Wir drücken diesen absoluten Heilswillen der Gottheit lieber so aus, daß wir sagen: Gott wird im Falle unverschuldeter Verfehlung der Wahrheit den guten Willen für die Tat nehmen und das Verlangen nach der Wahrheit als die Vollmacht zum Eintritt in sein Reich gelten lassen. Daher werden wir alles Mitgefühl haben mit den vergeblich Suchenden, mit denen, die an der Wahrheit oder dem falsch verstandenen Glauben zerbrechen; wir können es aber nicht ebenso haben mit den Blasierten, die, im Stoff vergraben, mit der Wahrheit ein frevles Spiel treiben, die sich die Augen für die Wahrheit geblendet haben oder die Wahrheit, besonders die religiöse, als Mittel zur Erraffung von Gütern der stofflichen Ordnung erniedrigen; denn das ist die Sünde wider den Geist, die weder in diesem noch im anderen Leben vergeben werden kann.

3. Die besondere Natur des Wahrheitsstrebens geht dahin, daß es sich nicht so sehr auf Einzelerkenntnisse als vielmehr auf eine einheitliche Verknüpfung derselben zur Erkenntnis überhaupt wirft, auf die letzten Fragen des Lebens, die wichtiger sind als alle Probleme der Naturwissenschaft, der Geschichte, des sozialen und politischen Lebens, der Technik und Lebenskunst. Es richtet sich auf ein einheitliches Gesamtbild der Wirklichkeit, auf eine Weltanschauung. Mag der Dichter es beklagen, daß an Stelle der bunten Galerie antiker Göttergestalten "ein Einziger herrscht in des Äthers Räumen": der Philosoph und mehr noch der religiöse Mensch kann auf Einheit nicht verzichten, und hier ist jeder Mensch ein Philosoph und ein Religiöser. So steigen wir höher und höher, von Wahrheit zu Wahrheit, mit Dante gleichsam von Stern zu Stern hinauf bis zur Himmelsrose, wo die Auserwählten bei Gott wohnen: die höchste Wahrheit ist die Quelle der Wahrheiten, das eine Wahre die Quelle alles Wahren. Darum kann ein starker Wahrheitstrieb bestehen unabhängig von der Fülle der Erfahrungen und des Einzelwissens und selbst unabhängig von der allgemeinen geistigen Begabung; ja man kann beobachten, daß die Einfalt trotz Unkenntnis der Zeitprobleme oft ein kräftigeres Wahrheitsbedürfnis und einen sichereren Wahrheitstrieb besitzt als Talent und Gelehrsamkeit. Es ist eben der Einheitsgedanke, auf den dieses Bedürfnis abzielt. Alles aus einem Prinzip ableiten zu können, ist nach Kant (Kritik der praktischen Vernunft) das unvermeidliche Bedürfnis der menschlichen Vernunft, “die nur in einer vollständig systematischen Einheit ihrer Erkenntnisse völlige Zufriedenheit findet.” Jede noch so große oder noch so geringe Summe empirischen Wissens kann den Unterbau abgeben für die Aufrichtung einer allgemeinen Weltanschauung.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


29. April
Tötungsfortschritte

Das Angebot der professionellen Tötung von Verzweifelten ist kein Signal der Hoffnung für die Betroffenen, sondern der Beleg dafür, dass sie von der Gesellschaft aufgegeben wurden.

So der niederländische Gesundheitsethiker Prof. Dr. Theo Boer im Interiew mit Stefan Rehder, Lebensforum 4. Quartal 2020, S. 8. Boer war (oder ist sogar?) ein Befürworter der Euthanasie als Notlösung in extremen Fällen qualvollen Sterbens. Durch die Entwicklung der Euthanasie in den Niederlanden ist er nun alarmiert. Er konstatiert, wie die “Legalisierung” einer Grauzone eine neue erzeugt, die nach fortschreitender Legalisierung der Euthanasie ruft, und beobachtet dabei verschiedene Stufen (1): Sterbehilfe aus Furcht vor einem schmerzhaften Sterben; (2): Sterbehilfe aus Furcht vor einem leidvollen Leben; (3) Tötung auf Verlangen aufgrund autonomer Selbstbestimmung; (4) Tötung ohne Verlangen aufgrund der Unterstellung eines solchen Verlangens: der Gnadentod.

Zum Thema: Raimund Klesse: Der Todeswunsch aus psychiatrischer Sicht


28. April
Papst Benedikt und das Naturrecht

Bald jährt sich zum 10. Mal das denkwürdige Ereignis, dass Papst Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag gesprochen hat. In seiner Rede mahnte er, niemals die Macht vom Recht zu trennen, und erinnerte deshalb an die naturrechtlichen Grundlagen des Rechtsstaates. Es waren ausgerechnet katholische Theologen, die ihm in den Rücken fielen. Ich habe mir ihre Kritik genauer angeschaut und in zwei Aufsätzen analysiert. Der eine ist nun in der Mai-Ausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus erschienen, der andere in der Mai-Ausgabe von Kirche heute. Obwohl es in beiden Texten um dieselbe Thematik geht, sind sie doch ganz unterschiedlich.


28. April
Synodaler Autismus

Längst werden gesellschaftliche Theoriedebatten ohne Umweg über die katholische Lehre und Theologie in das innerkirchliche Gespräch eingeleitet. Lehramtstreue Teilnehmer des Synodalen Weges verzweifeln daran, dass etwa mit Blick auf die Frage der Frauenweihe autistisch die Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit erhoben wird, ohne die katholische Anthropologie und das Verständnis sakramentaler Repräsentation Christi durch den geweihten Mann überhaupt noch als Argument zuzulassen, geschweige denn, sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen.

Aus: Oliver Maksan, Die Theologie politisiert sich. Wie eine Rassismus-Debatte das kirchliche Gespräch vergiftet, Tagespost, 24. April 2021


27. April
Das Gewissen - ein Weg zur Gotteserkenntnis?

In der 61. Episode meines Podcasts gehe ich einem spannenden philosophischen Thema nach.


27. April
Moores Folgen

Auf CNA ist heute die 16. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


26. April
Melchior Garcia Sampedro

Vor 200 Jahren, am 26. April 1821, wurde im spanischen Cortes der hl. Melchior Garcia Sampedro OP geboren. Er wurde Missionar und erlitt 1858 in Vietnam das Martyrium.


26. April
Harry Wu

Vor fünf Jahren, am 26. April 2016, starb in Honduras im Alter von 79 Jahren der chinesische katholische Menschenrechtsaktivist Harry Wu. Ab 1960 verbrachte er 19 Jahre in chinesischen Arbeitslagern. 1985 konnte er in die USA emigrieren. Seinen erschütternden Lebenslauf schildert er in seiner Autobiographie Donner der Nacht, die wir hier auf kath-info bereits vorgestellt haben.


25. April
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

11. Folge

Cortés hatte zwar den Indianern vom christlichen Glauben erzählt und mit Pater Olmedo einen guten und treuen Diener Gottes an seiner Seite, doch er hatte Montezuma auch gesagt, dass er nur gekommen sei, um die Botschaft zu verbreiten und dass nach ihm gute und heiligmäßige Männer kämen, die ihnen alles besser erklären könnten (Diaz del Castillo, Die Eroberung von Mexiko, S. 207). Tatsächlich hatten sich bereits 1521, nachdem die ersten Erfolge in Spanien bekannt geworden waren, zwei Franziskaner, der Spanier Pater Francisco de los Angeles und der Flame Pater Jean Glapion, entschlossen, nach Mexiko zu gehen und Papst Leo X. hatte am 25. April 1521 die Erlaubnis erteilt. Doch Pater Glapion starb kurz darauf und Pater de los Angeles wurde im Orden unabkömmlich. Drei andere Franziskaner, zwei flämische Priester und ein Laienbruder, reisten kurz darauf nach Mexiko, doch die beiden Patres starben bald. Der Laienbruder, Pieter von Gent, auch Pedro von Gante genannt, wirkte dort aber lange und erfolgreich.

Im Mai 1522 wurde Adrian von Utrecht zum Papst Hadrian VI. gewählt; der ehemalige Lehrer des Kaisers war als dessen Stellvertreter in Spanien gut über die Situation in Mexiko informiert und veröffentlichte eine Bulle, die den Bettelorden erlaubte, ausgewählte Brüder in die Mission nach Mexiko zu schicken. Pater de los Angeles, der inzwischen zum Generaloberen der Franziskaner gewählt worden war, erteilte Pater Martín von Valencia im Oktober 1523 den Auftrag mit zwölf Ordensbrüdern nach Mexiko zu gehen und die Indianer zu bekehren. Bereits im Januar 1524 reiste Pater Martín mit nur elf Franziskanerbrüdern ab, da einer in Spanien aufgehalten wurde. Am 13 Mai 1524 erreichten sie Vera Cruz und obwohl Cortés sie mit allen Ehren und Annehmlichkeiten empfangen ließ, reisten sie die 200 km nach Mexiko-Stadt in ihren dünnen Mönchskutten und barfuß. Sie wollten den Unterschied zu den Spaniern deutlich machen, die seit der Eroberung vermehrt nach Neuspanien kamen und nur Gold und Reichtum im Sinn hatten. Dieser Marsch wurde im Übrigen eine Tradition, der alle Franziskaner, die zum ersten Mal in das Land kamen, bis ins 19. Jahrhundert folgten (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 83).

In Tlaxcala wurden sie begeistert empfangen und als sie sich Mexiko näherten, kam ihnen Cortés mit der gesamten Mannschaft sowie den vornehmen Indianern entgegen; er kniete vor Pater Martín nieder und wollte seine Hand küssen, doch als dieser das verhinderte, küsste er seine Kutte. Dieses demütige Verhalten gegenüber den ärmlich gekleideten Mönchen sollte die Indianer natürlich beeindrucken, damit sie sie achteten und auf ihr Wort hörten, doch Cortés war trotz seiner Fehler und Schwächen selbst tief gläubig. Er hatte nicht nur das aztekische Reich für seinen König in Besitz genommen, sondern auch den Weg für die Evangelisierung der Indianer geebnet, die jetzt beginnen konnte. Die sogenannten zwölf Apostel gründeten sofort vier Häuser in Mexiko-Stadt, Texcoco, Tlaxcala und Huexotzinco. Sie lernten Nahuatl und Ende 1526 waren einige von ihnen bereits in der Lage, sich ohne Dolmetscher mit den Indianern zu unterhalten und das Wort Gottes zu verkünden.

Politisch lief es weniger gut, denn in diesem Bereich kamen die negativen charakterlichen Eigenschaften und Begierden von Männern zum Tragen, die für die Arbeit der Missionare sehr schädlich waren. Nach dem Sieg in Tenochtitlan hatte Cortés einen zweiten Bericht über die Ereignisse an Kaiser Karl V. geschrieben. Seine Vertreter Alonso Hernández Portocarrero und Francisco de Montejo in Spanien setzten sich gemeinsam mit seinem Vater Martín Cortés weiter für ihn ein, doch auch die Vertreter des Diego Velázquez, waren in Spanien und brachten viele Anschuldigungen gegen ihn vor. Der Kaiser setzte eine Untersuchungskommission ein, und aufgrund ihrer Ergebnisse sprach er Cortés 1522 das Gouverneursamt über Neuspanien zu und bestätigte ihn als Generalkapitän. Cortés hatte bereits kommissarisch die Verwaltung des neuen Reiches übernommen und ließ Tenochtitlan als Mexiko-Stadt wiederaufbauen. Er schickte Truppen ins Landesinnere, um weitere Gebiete für den König in Besitz zu nehmen und nach Goldvorkommen zu suchen. Als Cristóbal de Olid, den er nach Honduras geschickt hatte, sich von ihm lossagte und dort selbst herrschen wollte, setzte sich Cortés 1524 an die Spitze eines weiteren Corps, um die Angelegenheit zu klären. Dies war eine folgenreiche Entscheidung, denn sie kostete ihn sein Amt als Gouverneur und er spielte keine Rolle mehr in der Geschichte Mexikos; seinen weiteren Unternehmungen war kein Erfolg mehr beschieden. Er hatte mit Alonso de Estrada, Rodrigo de Albornoz, Gonzalo de Salazar und Pedro Almindez Chirino gleich vier Stellvertreter zurückgelassen, die ihm aber nicht wohlgesonnen waren. Auch untereinander waren sie zerstritten und hielten sich selbst nicht an die Gesetze. Da es über acht Monate kein Lebenszeichen von Cortés gab, erklärte man ihn für tot und jeder, der anderer Meinung war, wurde bestraft. Pater Martín versuchte schließlich mit einem Interdikt und der Exkommunikation der Übeltäter die Lage zu beruhigen, aber seine Autorität war auf seinen Orden begrenzt und gegen eine milde Strafe musste er die Exkommunikation aufheben (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 87).

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


24. April
Über das Lebensgefühl der ersten Christen

Zum morgigen 3. Sonntag nach Ostern kann ich diese Predigt anbieten: Noch eine kleine Weile.


24. April
Schulung für den Missbrauch

Nüchtern und präzise wies sie [Karla Etschenberg in ihrem Vortrag Helmut Kentlers Erbe] nach, dass und auf welche Weise „sexuelle Bildung“ sexuellen Kindesmissbrauch nicht nur nicht verhindere, sondern sogar „normalisiert und erleichtert“. Indem Kinder über das vielfältige Sexualleben von Erwachsenen informiert und von klein auf an sexuelle Handlungen gewöhnt würden, würden die Merkmale für sexuellen Missbrauch an Kindern systematisch ihre Anwendbarkeit auf Situationen verlieren, die ansonsten unter den Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs fallen. Das ist sozusagen Schulung für den Missbrauch am eigenen Leib.

Aus: Franz Salzmacher, Moritz Scholtysik, Anleitung zum Missbrauch (Tagespost vom 22. April 2021), einem Bericht über das Online-Symposium »Heikle Beziehungen: Sexualpädagogik und Kindesmissbrauch«, das Demo für alle am 17. April 2021 durchgeführt hat. Die Vorträge sind auf Youtube zugänglich, darunter auch der Vortrag von Prof. Dr. Karla Etschenberg.

Weitere Infos über Kentler & Co.


23. April
Rescuing Reason

By P. Engelbert Recktenwald

In February 1943, C. S. Lewis held three lectures at the University of Durham. They were published the same year under the title “The Abolition of Man”. Lewis describes the abolition of man as a result of the abolition of reason.

The following year, in February 1944, the Marxist philosopher Max Horkheimer held lectures at Columbia University in New York, which were published in 1947 under the title “Eclipse of Reason.”

Horkheimer criticizes the same process as Lewis. While Lewis is almost entirely ignored in the world of philosophy, Horkheimer’s analysis was highly regarded, even though it was not able to stop the development which it lamented. More significant, though, is a further difference between the two of them: While Horkheimer did not find any recipe for rescuing reason, Lewis can help us.

The starting point for Lewis’s considerations is a narrative scene in a schoolbook, in which ... weiterlesen


23. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Stimmen zur wichtigen Neuerscheinung Die verlassene Generation habe ich auf einer eigenen Seite versammelt. Die Predigt Silberne Tiefen ist auf der Borjaseite, der Podcast Erneuerung kraft Frauenpriestertums auf der Bognerseite eingebettet. Das schöne Zitat des Papstes über das Opfer des Sohnes habe ich der geschändeten Barmherzigkeit zugesellt.


22. April
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

14. Folge

Am Abend ging er mit einem Glöckchen in er Hand durch die Straßen und rief mit lauter Stimme: "Betet zu Gott für die, die im Stand der Todsünde sind." Dadurch brachte er den Sündern ihren ungeordneten Lebenswandel zum Bewußtsein. Weil er ihre verhärteten Herzen sah, ging er sehr langsam und sehr sanft zu Werke, weil er fürchtete, durch Strenge das Übel zu vergrößern. Seine natürliche Heiterkeit und der angenehme Umgang mit ihm gewannen ihm in kurzer Zeit alle, so daß seine Gewalt über die Herzen noch größer wurde. Gleich zu Anfang suchte er einen Unfug abzustellen, was ihm auch gelang, nämlich die Freiheit, daß junge Mädchen, so oft sie wollten, in Männerkleidung erscheinen durften. Verbotener Umgang wurde aufgehoben oder in eine rechtmäßige Ehe verwandelt; Kinder, die noch nie von Gott gehört hatten, wurden im Katechismus unterrichtet und lernten laut ihre Gebete zu verrichten, und die Beichte, die ganz außer Gebrauch gekommen war, wurde wieder eingeführt, so daß Xaver vollauf mit Beichthören beschäftigt war. Weil die malaiische Sprache auf allen um Malakka gelegenen Inseln gesprochen wurde, sorgte er für eine gute Übersetzung seines auf der Fischerküste gebrauchten Katechismus, sowie seines größeren Unterrichtsbuchs über die Hauptpflichten eines Christen. Diese Übersetzungen lernte er auswendig, und so ausgerüstet bekehrte er viele Heiden, Mohammedaner und Juden. Ein angesehener Rabbiner schwur öffentlich dem Judentum ab.

Xaver heilte in dieser Stadt viele Kranke und wirkte andere Wunder. Ein fünfzehnjähriger Jüngling, Anton Fernandez, war lebensgefährlich erkrankt. Seine Mutter war zwar eine Christin, hatte aber im Herzen noch viel Neigung zum Heidentum. Da der Zustand ihres Sohnes sich verschlechterte, nahm sie zu heidnischen Zaubermitteln ihre Zuflucht. Es wurde eine alte Zauberin, Nai, gerufen, die aus verschiedenen zusammengeflochtenen Fäden eine Zauberschnur anfertigte und um die Arme des Kranken legte. Aber anstatt Antons Zustand zu bessern, verlor er nun auch noch das Sprachvermögen. Als man nun jeden Augenblick seinen Tod erwartete, trat eine bekannte Christin ins Zimmer, die zur Mutter des Sterbenden sagte: "Warum rufst du nicht den heiligen Pater? Dieser würde deinen Sohn mit Sicherheit gesund machen." Die Mutter schickte sogleich zu Pater Xaver, der bald erschien. Anton Fernandez hatte bereits die Besinnung verloren und lag in den letzten Zügen. Als der Heilige ins Haus trat, fing der Kranke an, zu schreien und zu toben; am schrecklichsten wütete er beim Anblick des Kreuzes, das Xaver bei sich trug. Dieser zweifelte nicht mehr, daß die Krankheit etwas Außergewöhnliches sei. Gott wollte wahrscheinlich die Mutter strafen, weil sie zu Zaubermitteln ihre Zuflucht genommen hatte, so daß der böse Geist Gewalt über ihren Sohn erhielt. Der Heilige warf sich vor dem Bett des Kranken auf die Knie nieder und las mit lauter Stimme die Leidensgeschichte unseres Herrn, hing dem Kranken Reliquien um den Hals und besprengte ihn mit Weihwasser. Die Wut der Teufel ließ nach und der Jüngling lag wieder wie vorher unbeweglich da. Xaver stand dann auf und sagte zu den Umstehenden: "Bereitet ihm eine Speise", die er ihnen eigens angab; dann wandte er sich zum Vater des Kranken und sprach: "Sobald der Sohn stark genug ist, führe du ihn selbst neun aufeinanderfolgende Tage lang in die Kirche Unserer Lieben Frau vom Berge, wo ich morgen für ihn die heilige Messe lesen werde." Xaver ging dann weg und zur selben Stunde, in der er die Messe las, kam Anton Fernandez plötzlich zu sich und war vollkommen gesund.

Aber noch wunderbarer ist die Auferweckung eines jungen Mädchens von den Toten. Dieses war gestorben, als Xaver eben in der Gegend von Malakka ein Werk der Liebe verrichtete. Die Mutter hatte ihn während der ganzen Zeit, die ihre Tochter krank war, vergebens gesucht. Sobald sie von seiner Rückkehr erfuhr, warf sie sich ihm mit Tränen in den Augen zu Füßen und sprach fast dieselben Worte, die Martha zum Heiland gesprochen hatte, daß, wenn er in der Stadt gewesen wäre, ihr Tochter nicht gestorben wäre, wenn er aber den Namen Jesu Christi anrufen würde, so würde die Tote wieder lebendig werden. Xaver, gerührt von einem so lebendigen Glauben bei einer Frau, die erst vor einigen Tagen die Taufe empfangen hatte, hielt sie der besonderen Gnade für würdig, die sie verlangte. Nachdem er seine Augen zum Himmel erhoben und eine Zeit lang in der Stille gebetet hatte, sprach er in festem Ton zur Mutter: "Geh hin, deine Tochter lebt."

Weil die arme Mutter sah, daß der Heilige sich nicht anschicke, zum Grab zu gehen, sagte sie zwischen Hoffnung und Furcht, daß die Tochter schon drei Tage begraben sei. Xaver erwiderte: "Das tut nichts, gehe hin, öffne das Grab und du wirst sie lebend finden." Die Mutter eilt, ohne ein Wort zu sprechen, zur Kirche und läßt in Gegenwart mehrerer Personen den Stein wegnehmen, der auf dem Sarg lag, und findet ihre Tochter lebendig.

Während dieser Zeit kamen neue Missionäre aus Europa an, die Briefe brachten, in denen von den herrlichen Fortschritten der Gesellschaft Jesu berichtet wurde.

Diese Briefe las der Heilige und freute sich außerordentlich. Die drei Missionäre, die mit dem Statthalter Don Johann von Castro in Goa angekommen waren, waren Nikolaus Lancilotti, Johann Beira und Anton Criminalis, denen er ihre besonderen Wirkungskreise anwies.

Da Xaver schon mehr als drei Monate auf Nachrichten aus Makassar wartete und jetzt sah, daß die Zeit vorüber sei, in der Schiffe ankommen könnten, glaubte, es sei nicht Gottes Wille, daß er dorthin gehe. Er suchte sich also einen anderen Ort für neue apostolische Tätigkeit.

Sechstes Kapitel

Xaver reist nach Amboina, Rosalao, Ulate - Wunderbare Hilfe - Seine Reise nach den Molukken - Xaver auf Ternate; seine Bekehrungen - Er reist nach der Insel More - Verzückung - Früchte seiner apostolischen Arbeiten auf More

Xaver bestieg mit Johann Duro am 1. Januar 1546 ein Schiff, welches nach den Inseln von Banda segelte. Der Schiffskapitän war ein Portugiese, die übrige Mannschaft bestand aus indischen Soldaten aus verschiedenen Gegenden; die meisten von ihnen waren Mohammedaner oder Heiden. Auf dieser Reise gewann der Heilige viele Personen für Jesus Christus. Sie wurden desto leichter von der Wahrheit des Christentums überzeugt, weil Xaver die Geheimnisse des Glaubens in einer Sprache erklärte, während es alle, jeder in seiner eigenen Sprache, verstanden.

Sie waren bereits eineinhalb Monate auf dem Meer, noch ohne Amboina entdeckt zu haben. Die Steuermann glaubte, sie wären vorbeigefahren und war sehr in Verlegenheit, weil man, da sie den Wind im Rücken hatten, nicht mehr umkehren konnte. Als Xaver die Unruhe des Steuermanns bemerkte, sagte er zu ihm: "Sei unbesorgt, wir sind noch im Meerbusen, morgen bei Tagesanbruch werden wir in Amboina sein." Am nächsten Tag sahen sie die Insel. Weil der Steuermann nicht vor Anker gehen wollte, bestieg Xaver mit einigen anderen einen Kahn, der bald von Seeräubern verfolgt wurde. Sie entkamen ihnen aber und landeten ohne Gefahr am 16. Februar auf der Insel.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


21. April
Die neue Glaubensregel

Und so stelle ich fest, dass untergründig eine neue Glaubensregel propagiert und massiv verteidigt wird. Sie lautet: Auf keinem Fall darf einer dem Anderen das Katholischsein absprechen. Dieser Satz wiederum wird nun häufig mit einer sachlich wie moralisch vorgetragenen Vehemenz formuliert, dass der Eindruck entsteht, dies sei nun das eigentliche Dogma des derzeitigen Diskurses. (...) Hier stehen wir also an einem Punkt ziemlich umgedrehter Verhältnisse. Die weithin geteilte und mit großer Vehemenz fortwährend wiederholte neue Glaubensregel lautet: Niemand möge dem anderen bitteschön erklären dürfen, was er sage, sei nicht katholisch. Dafür aber dürfen die sich in der Mehrheit Wähnenden inzwischen schamlos solche Gläubigen Spalter und sogar Rassisten nennen, die sich der geltenden Lehre verpflichtet wissen.

Aus: Bischof Stefan Oster, Ist Katholizismus „rassistisch“ – Und wer ist eigentlich katholisch? Es handelt sich um eine Antwort auf den Rassismus-Vorwurf von Johanna Rahner.

Vgl. Recktenwald: Noch Platz für den Glauben?


21. April
Antonio Rosmini

Vor 200 Jahren, am 21. April 1821, wurde in Chioggia der selige Antonio Rosmini (1797-1855) zum Priester geweiht. “Rosmini hat das Verdienst, dass er zeitlich etwas später als V. Buzzetti in Piacenza (um 1812), doch vor M. Liberatore, den Neuthomismus in Italien mitheraufgeführt hat” (LThK, 1. Auflage).


19. April
Jetzt will ich meine Schafe selber suchen

Nur auf dem Hintergrund der gewaltigen Anklage und Verheißung Gottes in Ezechiel 34 können wir das ganze Gewicht der Aussage Jesu verstehen: “Ich bin der gute Hirt.” Hier meine Predigt zum gestrigen Guten-Hirten-Sonntag.

Achtung: Falls hier nicht die Predigt zum Ostersonntag erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann folgen Sie diesem Link.


19. April
Rassismus und Sklaverei

Die «schwarze» Version des Fluches spielte in den grossen spanischen Debatten des 16. Jahrhunderts über Legitimität und Illegitimität des Versklavens keine Rolle; kein offizielles Dekret der katholischen Kirche zur Sklaverei hat sie je zitiert. Anders im Protestantismus. Als die karibische Sklaverei in der Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer schwarzen Sklaverei wurde, übernahmen protestantische Apologeten der Sklaverei die islamische Version des Fluches. Diese Rezeption ist deswegen paradox, weil ihre Bibelfestigkeit gerade Protestanten hätte nötigen müssen, sich an den Wortlaut von Genesis 9,25 zu halten.

Aus: Egon Flaig, Sklaven von Natur – über die Entstehung des Hautfarbenrassismus, in der NZZ


18. April
Das Zitat

Gott hat den Menschen viele Kräfte gegeben, die aber erst geweckt werden müssen: Glaube, Hoffnung, Liebe werden nicht zur Tugend, wenn sie nicht erprobt werden. Glaubenshelden sind geworden in der Zeit der Prüfungen.

Gerhard Hirschfelder, im KZ Dachau


18. April
Franz Böckle

Vor 100 Jahren, am 18. April 1921, wurde in Glarus der Moraltheologe Franz Böckle geboren. Er lehrte in Chur und Bonn und wurde zum bekanntesten Moraltheologen im deutschen Sprachraum. Ihm widmet Georg May in seinem monumentalen Werk 300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie (Stuttgart 2017) fünf Seiten (S. 852-857). Über die Charakterisierung Böckles im LThK als einen “der maßgeblichen Erneuerer der Moraltheologie im Geist des Vaticanum II” schreibt May: “Es ist unbegreiflich, wie eine derartige Charakterisierung durchgehen konnte. Denn es ist sonnenklar, dass Böckle im offenen Widerspruch zur Lehrer der genannten Versammlung steht.” Böckle lehrte, es gäbe keine in sich schlechten Handlungen. Als Papst Johannes Paul II. diese Lehre zurückwies (vgl. auch Spaemann über diese Lehre), war dies für Böckle kein Grund, sich dem Lehramt zu beugen, sondern im Gegenteil den Papst durch seine Unterschrift unter die Kölner Erklärung frontal anzugreifen. Der Moraltheologe Gustav Ermecke bescheinigte Böckle “ein makabres Umgehen mit der kirchlichen Lehre.” Dennoch stand Böckle bei der Deutschen Bischofskonferenz in hohem Ansehen und fungierte als deren Berater. “Diese Rolle sagt wenig über die Qualität seiner Theologie, aber viel über den Zustand des Corpus Episcoporum aus” (May, S. 853). Böckle starb am 8. Juli 1991 in Glarus.


17. April
Der Gute Hirte

Zum morgigen Guten-Hirten-Sonntag kann ich zwei Predigten anbieten:

Wir leben von seinen Rosen

Das Kennen des Hirten


17. April
Adam Contzen

Vor 450 Jahren, am 17. April 1571, wurde in Monschau der Exeget Adam Contzen SJ geboren. Von 1610 bis 1621 lehrte er Exegese in Mainz. 1624 wurde er Beichtvater Maximilians von Bayern. Er starb am 19. Juni 1635 in München. “Contzens geschickte Verteidigung der Kontroversen Bellarmins und seine irenischen Werke: De pace Germaniae (Mainz 1616 u.ö.), Jubilum Jubilorum (ebd. 1618; beim Reformationsfest 1617) u.a. zeigen Scharfsinn und Erudition in edler und klarer Form” (LThK, 1. Auflage).


17. April
Erwin Iserloh

Vor 25 Jahren, am 14. April 1996, starb in Münster im Alter von 81 Jahren der Kirchenhistoriker Erwin Iserloh.


16. April
Willibrord Benzler

Vor 100 Jahren, am 16. April 1921, starb in Lichtental (Baden) im Alter von 67 Jahren Willibrord Benzler OSB. Er trat 1876 bei den Benediktinern in Beuron ein, wurde dort 1887 Prior, 1893 Abt in Maria Laach, 1901 Bischof von Metz. “Eine edle, innerliche Mönchsgestalt, glücklicher im Kloster als auf dem nach Vorschlag Kaiser Wilhelms II ihm übertragenen schwierigen Stuhle von Metz” (LThK 1. Auflage).


16. April
Luther in Worms

Vor 500 Jahren, am 16. April 1521, traf Luther in Worms ein, um vor dem Reichstag zu erscheinen. Um 10 Uhr vormittags fuhr er “auf seinem von Edelleuten begleiteten Rollwägelchen durch die dichtgedrängten Straßen in Worms ein. Am nächsten Tag, nachmittags um 6 Uhr, stand er in der bischöflichen Pfalz vor Kaiser und Reichstag” (Erwin Iserloh im Handbuch der Kirchengeschichte, Band IV, S. 79). Am 14. April hatte Luther von Frankfurt aus an Spalatin geschrieben: “Wir werden nach Worms gehen allen Pforten der Hölle und den Mächten in der Luft zum Trotz” (ebd.).


15. April
Die Folgen der Postmoderne

Sie [Basad] zeigt auf, wie die Gedanken postmoderner Philosophen wie Michel Foucault und Jacques Derrida im Laufe weniger Jahrzehnte zu einer Ideologie geformt wurden, die keine Debatte mehr zulässt, keine Erkenntnisse anerkennt, den Rassismus neue Triumphe feiern lässt und Unterwerfung und Scham fordert. Und wie dieses Denken längst Teile unseres Alltags bestimmt, weil es von der Politik und vielen, vor allem öffentlich-rechtlichen, Medien übernommen wurde. Basad beschreibt eine Ideologie, die mit der Behauptung Karriere gemacht hat, nicht nur alle Weißen sondern auch Aufklärung und der Westen seien „strukturell rassistisch“ ...

Aus: Stefan Laurin, Judith Sevinç Basad schämt sich nicht.


15. April
Georg Heinrich Kirstein

Vor 100 Jahren, am 15. April 1921, starb in Mainz im Alter von 62 Jahren Georg Heinrich Kirstein. 1903 war er zum Bischof von Mainz gewählt worden. “Ein Mann von edler Volkstümlichkeit, war Kirstein erfolgreich besonders in der praktischen Seelsorge, die er auch als Bischof gern übte” (LThK, 1. Auflage).


14. April
Das Argument der offenen Frage

Auf CNA ist heute die 15. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


14. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Meldungen über die Agenda der Transgender-Aktivisten habe ich auf einer eigenen Seite versammelt. Die Predigt In Ihm allein ist Heil ist auf der Seite über Befreiungstheologie, die Predigt Marianisch werden auf der Marienseite eingebettet. Meine Glosse Was ist vorüber? habe ich dem Maksan-Artikel über Führung statt Stuhlkreise zugesellt.


13. April
Kennen wir die Sprache der Liebe?

Die 60. Folge meines Podcasts ist erschienen: dieses Mal eine ganz unphilosophische und allgemeinverständliche Betrachtung über Torheit, Wahrheit, Schönheit und Kühnheit göttlicher Liebe in der Eucharistie - und über die alles entscheidende Frage, ob wir zu den Auserwählten gehören.


13. April
Georg Matulaitis

Vor 150 Jahren, am 13. April 1871, wurde im litauischen Marijampolė Georg Matulaitis (auch Jerzy Matulewicz) geboren. 1898 empfing er die Priesterweihe, 1909 trat er in die Kongregation der Marianer ein, 1918 wurde er Erzbischof von Vilnius. Er starb am 27. Januar 1927 in Kaunas und wurde 1987 seliggesprochen.


12. April
Umkehr

Umkehr, Buße, Vergebung der Sünden und Barmherzigkeit sind so zentrale Inhalte der Lehre Jesu, dass ohne diese Inhalte etwas ganz Wesentliches des christlichen Glaubens verloren ginge. Der Mut zum Bekenntnis, die Einsicht auch in die eigene Schuld, das Annehmen von Vergebung, wenn das alles fehlt, dann fehlt Entscheidendes im christlichen Glauben, da gerät der Weg der Jesusnachfolge ins Ungleichgewicht.

P. Dr. Johannes Paul Chavanne OCist im Interview mit Christa Pfenningberger, in: Feuer und Licht März 2021, S. 18

Recktenwald: Buße als Aufklärung


12. April
Gerd-Klaus Kaltenbrunner

Vor zehn Jahren, am 12. April 2011, starb in Lörrach im Alter von 72 Jahren der Schriftsteller Gerd-Klaus Kaltenbrunner. Über ihn hat Pirmin Meier auf kath-info einen bemerkenswerten Artikel geschrieben.


11. April
Engelbert Kirschbaum

Vor 100 Jahren, am 11. April 1921, schloss sich der Archäologe Engelbert Kirschbaum (1902-1970) dem Jesuitenorden an. Er war beteiligt an den Ausgrabungen in Rom (St. Peter), Montecassino und Santiago de Compostela.


10. April
Die Wertfrage

Daher ist die aus meiner Sicht wesentliche und grundsätzliche philosophisch und theologisch relevante Frage: Bringen wir selbst „Werte“ aus uns und unseren Vorstellungen vom Leben zustande? Oder liegen unserem Leben „Werte“ voraus, in die wir hineinfinden und die wir dann unsererseits mitgestaltend leben? Leben Wertungen von (objektiven?) Werten, die es schon gibt? Oder sind alleine unsere unterschiedlichen Wertungen in allen möglichen Gesellschaften die eigentlichen Produktionsstätten von „Werten“?

Aus: Bischof Stefan Oster, Wer kann gesegnet werden? Und was ist dazu die Lehre der Kirche?

C. S. Lewis und die Wertfrage


10. April
Lorenz Werthmann

Vor 100 Jahren, am 10. April 1921, starb in Freiburg im Breisgau im Alter von 62 Jahren Lorenz Werthmann, der “zu den großen Sozialpolitikern und Priestergestalten seiner Zeit” (LThK, 3. Auflage) zählt. 1897 gründete er den Deutschen Caritasverband.


9. April
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

12. Folge

Dieser immer feiner und sorgfältiger zu gestaltenden Sonderung leistet nun unser reales Verflochtensein in den Wirklichkeitszusammenhang auf der einen Seite unschätzbare Dienste: Die Notwendigkeit, den auf uns unaufhörlich anstürmenden Einflüssen der Umwelt sich immer besser anzupassen, hält unser einmal gewecktes Wirklichkeitsinteresse in steter Erregung und wirft zugleich alle voreilig und einseitig konstruierten Erkenntnisgebäude unbarmherzig über den Haufen. So ist das durch jene Einflüsse ausgelöste Erleben das unerschöpfliche Korrektiv für jede Etappe unserer Erkenntnis des Wirklichen. Obwohl übrigens dieses Erkennen von vornherein im Dienste jener Sonderung steht, ist die Aufmerksamkeit des Betrachters der Wirklichkeit - entsprechend dem allmählichen Erwachen und Erstarken des Ich-Bewusstseins - nicht von Anfang an auf diese beiden Beziehungsglieder eingestellt. An einer Sichtung und Ordnung des von der Umwelt an uns Herantretenden, das, wie wir bereits wissen, ungestüm von uns einen praktischen Entscheid fordert, kräftigt sich unser selbständiges Denken; in der Orientierung innerhalb der uns umgebenden Lebensverhältnisse sehen wir unser nächstes Erkenntnisziel. Aber eben in dem Maße, als wir in der Umwelt uns zurechtfinden, und als wir lernen, die in ihr herrschende, in sich geschlossene Gesetzmäßigkeit zu beachten, schärft sich auch unser Blick für die Würdigung unserer Subjektivität, und zwar sind es die uns beunruhigenden Unstimmigkeiten zwischen dem, was wir in uns vorfinden und dem, was wir als beharrliche Ordnung an der Wirklichkeit bewundern, die den ersten Anstoß zu einer reinlichen Scheidung beider Gebiete geben, und jetzt beginnt jenes unaufhörliche Wechselspiel zwischen dem objektiven Eindruck und der subjektiven Einsicht, das nicht bloß zu einer Sonderung, sondern auch zu einer Bereicherung unserer Erkenntnis auf beiden Gebieten führt.

Auf der anderen Seite freilich kompliziert gerade jene unaufhörliche Wechselwirkung zwischen Bewusstseinssubjekt und realer Umwelt den Erkenntnisprozess in hohem Grade! Zunächst wird nämlich das rein theoretische Verhalten diesem Ordnungsproblem gegenüber durch die praktischen Interessen, die mit allem Wirklichkeitsgeschehen mehr oder minder eng stets verbunden sind, ungemein erschwert, ja, bei manchen Fragen, wie besonders bei den uns besonders nahe angehenden Anforderungen des Alltagslebens und bei den alle in gleicher Weise unmittelbar berührenden allgemeinsten Lebensfragen, eigentlich ganz unmöglich gemacht. Wir sind nur zu oft Partei, wo wir streng sachlich uns entscheiden sollen! So bleibt unserem Urteil meist ein Charakter der Bedingtheit eingeprägt, der die Allgemeingültigkeit unserer Erkenntnisakte naturgemäß beeinträchtigt.

wird fortgesetzt.

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8. April
Das Zitat

Die Osterkerze, die sich für Gott verzehrt, möge in uns den Wunsch wecken, selbst Licht zu werden und anderen zu leuchten.

Friedrich Gustav Kardinal Piffl


8. April
Paul Stern

Vor 100 Jahren, am 8. April 1921, ließ sich der Jude Paul Stern (1888-1944) in Leipzig in der lutherischen Peterskirche taufen. 1938 fand er durch die Werke Newmans und des hl. Thomas von Aquin den Weg zum katholischen Glauben.


7. April
Christlicher Triumphalismus

Dieses Jahr ging meine Osterpredigt über den christlichen Triumphalismus.

Recktenwald-Predigten ˇ Ostersonntag: Christlicher Triumphalismus

Achtung: Falls hier nicht die Predigt zum Ostersonntag erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann folgen Sie diesem Link.


7. April
Wenn Petrus die Fische hinter sich lässt...

Vor einem Jahr konnte ich wegen des Gottesdienstverbots keine Predigten halten. Darum verlegte ich mich auf Betrachtungen und nutzte die Gelegenheit, einmal über das Evangelium von heute, dem Mittwoch in der Osteroktav (letztes Jahr der 15. April), zu sprechen: Jesus erscheint den Jünger am See Tiberias (Joh 21, 1-14). Auf Soundcloud kann man die Betrachtung hören.


7. April
Maria 2.0: DIY-Kirche

Das was hier angestrebt wird, hat mit der Kirche nicht mehr viel zu tun. Vor der kirchlichen Kulisse werden Mahlfeiern gehalten, die gezielt mit den Symbolen der Eucharistie hantieren, aber eine Umdeutung erfahren. Von Selbstermächtigung und „einfach machen … nicht um Erlaubnis fragen“ ist da die Rede. Der personale dreifaltige Gott wird zu einer Chiffre degradiert. Ansonsten geht es fast nur noch um innerweltlich-gesellschaftliche Anliegen, Strukturen und die Machtbefugnisse, diese Strukturen nach eigenen Vorstellungen komplett umkrempeln zu können.

Aus: Maria 2.0 – Vorsicht Trojaner! von Henrica Hannah auf ihrem Blog Weihrausch und Gnadenvergiftung


5. April
Die große Frage

"Aus welcher Wirklichkeit leben wir?" Diese Frage stelle ich in der Predigt, die ich letzten Gründonnerstag gehalten habe.

Recktenwald: Gründonnerstag: Aus welcher Wirklichkeit leben wir?

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5. April
Theodor Haecker

Vor 100 Jahren, am 5. April 1921, konvertierte Theodor Haecker (1879-1945) zur katholischen Kirche. Sein Versuch einer Theodizee ist von allem, was ich zu diesem Thema kenne, das Beste.


5. April
Ivo Zeiger

Vor 100 Jahren, am 5. April 1921, trat in Feldkirch Ivo Zeiger (1898-1952) in die Gesellschaft Jesu ein. Der Kanonist und Diplomat wurde 1939 Rektor des Germanicums, 1945 Sonderbeauftragter des Papstes für Deutschland, 1952 Schriftleiter der “Stimmen der Zeit”. 1948 erregte er auf dem Katholikentag in Mainz Aufsehen durch seine Rede, in der er Deutschland als Missionsland bezeichnete.


3. April
Das Schweigen Gottes

Eine Betrachtung von mir zum Karsamstag.


3. April
Österlicher Sieg

Ich kann vier Osterpredigten anbieten:

Die drei Frauen am Grab

Erlösung ist wie Fußball

Die doppelte Auferstehung

Brannte nicht unser Herz?


2. April
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

15. Folge

32. Erblickst du eine schöne Gegend, das Meer, Blumen, Früchte und andere Gegenstände, deren Anblick das Auge ergötzt, so mußt du ausrufen: Wenn Gott schon hier auf Erden so schöne Geschöpfe hervorgebracht hat, damit ich Ihn liebe, o wie ganz andere Freuden wird Er mir alsdann im Himmel bereitet haben! Die heilige Theresia sagte, daß, wenn sie liebliche Hügel und freundliche Täler erblickte, es ihr schien, als ob dieselben ihr ihren Undank gegen Gott vorwürfen, und der Stifter der Trappisten, der Abt Rancé, ward durch die schönen Werke Gottes an seine Verpflichtung, Ihn zu lieben, erinnert. Gleich ihm rief schon der heilige Augustin aus: ,,Himmel und Erde, alles sagt mir, daß ich Dich lieben soll!” Man erzählt, daß ein frommer Mann, der Blumen und Kräuter auf dem Felde fand, sie mit seinem Stocke schlug und ausrief: “Schweigt, haltet mir nicht länger meinen Undank gegen Gott vor, ich habe euch verstanden. Schweigt und laßt mich in Frieden.” Wenn die heilige Maria Magdalena von Pazzi einen schönen Apfel oder eine liebliche Blume betrachtete, so spürte sie, daß das Feuer der Liebe Gottes sich in ihrem Herzen entzündete, da sie bedachte, daß Gott von aller Ewigkeit her daran gedacht habe, diesen Apfel, diese Blume zu erschaffen, um ihr einen Beweis Seiner Liebe zu geben.

33. Flüsse und Bäche erinnern dich daran, daß, gleichwie diese Gewässer unausgesetzt dem Meere zueilen, so auch du nie aufhören darfst, nach Gott, deinem alleinigen und höchsten Gute, zu streben. Wenn du reitest oder fährst, so sage zu dir selbst: “Siehe, diese unschuldigen Tiere ermüden sich, um mir zu dienen; lasse ich es mich auch etwas kosten, um Gott zu dienen, um Ihm wohlzugefallen?” Erblickst du einen Hund, der um ein elendes Stück Brot seinem Herrn so treu dient, so bedenke, welche Verpflichtung du hast, Gott treu zu bleiben, Ihm, der dich erschaffen hat und der dich fortwährend erhält, bewahrt und mit so großen Wohltaten überhäuft. Hörst du den Gesang der Vögel, so sprich: “Geliebte Seele, vernimmst du nicht das Lob Gottes, das diese kleinen Geschöpfe verkündigen, was tust du, lobst du Ihn auch durch Liebesakte?” Kräht der Hahn, so denke daran, daß auch du, gleichwie Petrus, deinen Gott verleugnet und Seinen Schmerz und Seine Tränen erneuert hast. Siehst du das Haus oder den Ort, wo du früher gesündigt hast, so bitte Gott: “Der Sünden meiner Jugend und meines Unverstandes gedenke nicht” (Ps 24,7).

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


31. März
König Philipp III.

Vor 400 Jahren, am 31. März 1621, starb im Alter von fast 43 Jahren Philipp III., seit 1598 König von Spanien. Die Indianer in Südamerika stellte er unter seinen direkten Schutz und vertraute sie den Jesuiten an, indem er die rechtlichen Voraussetzungen für die Reduktionen schuf, in denen die Indianer vor der Ausbeutung durch die Kolonisatoren sicher waren. Zu seinen Ratgebern gehörte der hl. Michael de Sanctis.


30. März
Der naturalistische Fehlschluss

Auf CNA ist heute die 14. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


30. März
Thomas dePaola

Vor einem Jahr, am 30. März 2020, starb im Alter von 85 Jahren der Kinderbuchillustrator Thomas Anthony "Tomie" dePaola.


30. März
Benediktinerakademie

Vor 100 Jahren, am 30. März 1921, beschloss das 23. Generalkapitel der Bayerischen Benediktinerkongregation in Plankstetten die Errichtung einer Akademie zur „Förderung des wissenschaftlichen Strebens auf allen Gebieten, welche im Interesse des Benediktiner-Ordens liegen“. Ein Vorläufer dieser Initiative war Abt Rupert Kornmann OSB, der sich sehr um die Förderung der Wissenschaft im Benediktinerorden bemühte.


30. März
Paul Hnilica

Vor 100 Jahren, am 30. März 1921, wurde in Unatin, Slowakei, P. Paul Hnilica SJ geboren. 1951 empfing während der Christenverfolgung in der kommunistischen Tschechoslowakei heimlich die Bischofsweihe und wurde zu einem Untergrundbischof. 1964 wurde seine Weihe von Papst Paul VI. bestätigt. Bischof Hnilica war äußerst engagiert. Unter anderem gründete er die Laienbewegung Pro fratribus. Am 8. Dezember 2006 starb er in Nové Hrady (Gratzen), Tschechien.


29. März
Das Zitat

Betrachte das Leben Jesu vom Kind im Stall bis zu dem, der am Kreuz angenagelt ist, und frage dich: Verdient dieser Gott, der so viel gelitten hat, um unser Herz an sich zu ziehen, nicht auch von dir geliebt zu werden?

Hl. Alfons Maria v. Liguori


29. März
Johannes B. Wild

Vor zehn Jahren, am 29. März 2011, starb in der Schweiz im Alter von 80 Jahren der aus Frankfurt stammende P. Johannes B. Wild SJ. 1976 war er an der Gründung des Freundeskreises Maria Goretti beteiligt.


28. März
Andreas Fromm

Vor 400 Jahren, im Jahre 1621 (der Tag ist unbekannt) wurde in Plänitz der Theologie Andreas Fromm geboren. 1651 wurde er lutherischer Propst bei St. Peter in Cölln a. Spree. Am 19. Mai 1668 konvertierte er zum katholischen Glauben, vorbereitet von P. Matthias Tanner SJ (1630-1692). Fromm war “einer der theologisch hervorragendsten Konvertiten” (LThK, 1. Auflage). Er empfing die Priesterweihe, wurde 1671 Kanonikus in Leitmeritz und trat 1681 in den Prämonstratenserorden ein. Am 19. Oktober 1683 starb er in Prag. Er schrieb das Buch Wiederkehrung zur katholischen Kirche.


28. März
Aufgabe der Bischöfe wäre es ...

Doch wenn nicht nur Theologen und Verbände versucht sind, unangenehme Glaubenswahrheiten an die angeblich wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse der heutigen Zeit anzupassen, sondern geweihte Amtsträger, die die Aufgabe haben, zu heiligen, als Hirten zu leiten und zu lehren, dann liegt so etwas wie eine „Reformation 2.0“ in der Luft. Denn auch die erste Reformation hat die Sakramentalität der Kirche verletzt und die alte Kirchenordnung zerbrochen. Die Antwort der Glaubenskongregation ist kein lehramtlicher Holzhammer, sondern sie differenziert. Sie erklärt, was die Sakramentalien der Kirche sind und hütet sich davor, irgendein Urteil über Personen zu sprechen, die homosexuell empfinden. Aufgabe der Bischöfe wäre es zu erklären, was die Kirche in der Sorge um gleichgeschlechtliche Paare tun kann und wozu sie keine Vollmacht hat.

Aus: Guido Horst, Statt Kirchenpolitik braucht es Glaube, in der Tagespost vom 25.März 2021, S. 8

Zum Thema: Die Verantwortung eines Bischofs


26. März
Fata Morgana

Der polnische Übersetzer meines Aufsatzes Fata Morgana (siehe unten Eintrag vom 11. März) hat einen Youtube-Kanal eröffnet, in dem man seine Texte und Übersetzungen auch hören kann.


26. März
Aloysius Winter

Vor zehn Jahren, am 26. März 2011, starb in Perl-Besch an der Mosel, Kreis Merzig, der Saarländer Prof. Dr. Aloysius Winter. Er starb an den Folgen eines Raubüberfalls in der Nacht zum 25. Juni 2010. Ein 31jähriger Drogensüchtiger, dem Winter zuvor finanziell geholfen hatte, verletzte ihn tödlich. Winter wurde am 29. Oktober 1931 im saarländischen Besch geboren. Er studierte in Trier, Rom, Münster und Mainz Philosophie und Theologie, wurde 1956 von Franz Kardinal König zum Priester geweiht und promovierte 1960 in Theologie mit einer Arbeit über den Hebräerbrief. Von 1975 bis 2000 lehrte er als ordentlicher Professor für Religionsphilosophie, Fundamentaltheologie und philosophisch-theologische Propädeutik an der Theologischen Fakultät Fulda. Prof. Dr. Christoph Gregor Müller, Rektor der Theologischen Fakultät Fulda, würdigte Winter, der auch ein Kantexperte war, als “akribischen Wissenschaftler, engagierten Hochschulprofessor, scharfsinnigen akademischen Lehrer und bis ins Alter mitsorgenden Kollegen”. Winter war einer der wenigen Priester des Bistums Fulda, die die hl. Messe im überlieferten Ritus feierten und dafür auch Verkennung auf sich nahmen.


25. März
Podcast-Ranking 2020 II

Bis Ende 2020 habe ich 53 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? Am 18. Februar (siehe unten) habe ich die Plätze 1 bis 5 bekanntgegeben. Jetzt folgen die Plätze 6 bis 10.

6. Missionarische Theologen

7. Auferstehung jetzt!

8. Realismus trotz Metaphysikabstinenz?

9. Das Kreuz

10. John Henry Newman: Vorbild theologischen Fortschritts


25. März
Hasserfüllte Stimmung

“Die Gender-Schlacht ist blutig geworden”, befand die “Times”-Journalistin Janice Turner. “Frauen, die finden, dass ihre Rechte durch Transgender-Aktivisten bedroht werden, sind dem Risiko von Angriffen ausgesetzt”, schrieb Turner, nachdem sie die hasserfüllte Stimmung ausgerechnet an der Speaker’s Corner im Londoner Hyde Park, dem symbolträchtigsten Ort der Redefreiheit, erlebt hatte, wo Trans-Aktivisten auf “TERFs” (Trans-exklusive Radikale Feministinnen) losgegangen waren. “Terfs must die”, schrien die Ultraprogressiven. Schritt für Schritt wird versucht, die Sprache umzuformen.

Aus: Claudia Hansen, Sprachlicher Amoklauf, in der Tagespost vom 18. Februar 2021, S. 19

Weitere Meldungen zum Thema


24. März
Georg Friedrich Dasbach

Vor 150 Jahren, am 24. März 1871, wurde Georg Friedrich Dasbach (1846-1907) zum Priester geweiht. Er wirkte im Kulturkampf mutig als “ein treuer und unerschrockener Verteidiger der Rechte und Freiheit der Kirche” (Bischof Michael Felix Korum von Trier).


24. März
Arnaud Beltrame

Vor drei Jahren, am 24. März 2018, starb im Alter von 44 Jahren der französische Polizist Arnaud Beltrame. Der gläubige Katholik hatte sich am Tag zuvor bei einer islamistischen Geiselnahme in Trèbes freiwillig gegen eine Geisel austauschen lassen. Ihm wurde die Kehle durchgeschnitten. Er starb im Krankenhaus, nachdem er noch von einem katholischen Priester die Sterbesakramente empfangen hatte.


23. März
Norm und Sanktion

Die soeben erschienene 59. Folge meines Podcasts ist wieder ganz philosophisch. Ich setze mich mit der Sanktionstheorie auseinander, wie sie beispielsweise von Ernst Tugendhat vertreten wird.


23. März
Hl. Alfons Maria von Liguori

Vor 150 Jahren, am 23. März 1871, wurde der hl. Alfons Maria von Liguori zum Kirchenlehrer erhoben.

Der hl. Papst Johannes Paul II. schrieb über den hl. Alfons am 1. August 1987 zu seinem 200. Todestag: “Seine geistlichen Werke sind allen bekannt. Nennen wir, zeitlich geordnet, die wichtigsten: "Glorie di Maria" (Die Herrlichkeiten Mariens); "Apparecchio alla Morte" (Vorbereitung auf den Tod); "Dei grande mezzo della preghiera" (Das große Heilmittel des Gebetes); "La vera sposa die Gesu Cristo" (Die wahre Braut Christi); "Le visite al SS. Sacramento e a Maia SS.ma" (Besuch beim allerheiligsten Sakrament und bei der hl. Jungfrau); ,,Il modo di conversare continuamente e alla familiare con Dio" (Der ständige und vertrauliche Umgang mit Gott); und vor allem "Pratica di amar Gesu Cristo" (Praxis der Liebe Jesu Christi), sein aszetisches Hauptwerk und die Zusammenfassung seiner Gedanken.”

Dieses zuletzt genannte Buch habe ich vor einigen Jahren unter dem Titel “Die Liebe zu Jesus Christus” neu aufgelegt. Es kann im Shop der Petrusbruderschaft kostenlos bestellt werden.
Das vorletzte Büchlein erscheint gerade online auf kath-info.


22. März
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Meldungen über eine der wichtigsten Buchveröffentlichungen des letzten Jahres habe ich auf einer eigenen Seite gesammelt: Es geht um das Buch von Bernhard Meuser Freie Liebe. Über neue Sexualmoral. Die Predigt Die doppelte Sendung wurde auf der Progressismusseite, jene über Ein Gott - ein Augenblick - eine Ewigkeit auf der Kornmannseite eingebettet. Das Zitat über den unbedingten Anspruch des Guten als eines Lebensthemas des Philosophen Jörg Splett finden Sie bei meinem Aufsatz, der sich mit der Frage Ist ohne Gott alles erlaubt? beschäftigt.


22. März
Schüller liefert zuverlässig

Wenn irgendwo in Deutschland ein katholischer Bischof sich in einer Situation befindet, die medial skandalisiert werden kann, dann fällt auch dieser Name. Thomas Schüller ist Kirchenrechtler, ein Professor von der Universität Münster. Einer von rund 30 Kirchenrechtlern im deutschsprachigen Raum. Aber vor allem Schüller drängt sich immer gerne ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Oder er wird von „Medienmachern“ – erstaunlich häufig denselben – angefragt, damit am Ende eines Beitrags stehen kann: „Der Bischof muss zurücktreten!“. Schüller liefert zuverlässig. Er liefert selbst dann, wenn ein 800 Seiten dickes Missbrauchsgutachten den Kölner Erzbischof, Kardinal Woelki, von persönlicher Verantwortung freispricht. Das alles zählt nicht, wenn Schüller einmal den Daumen gesenkt hat.

Aus: Martin D. Wind, Die Geschichte von dem Mann, der den unschuldigen Kölner Kardinal Woelki unbedingt zur Strecke bringen will, in: TheGermanZ vom 20. März 2021


21. März
Kath-info

Das Portal zur katholischen Geisteswelt wird heute 15 Jahre alt. Am 21. März 2006 ging es online.


21. März
Ademarus de Aureliano

Vor 600 Jahren, am 21. März 1421, wurde Ademarus de Aureliano zum Bischof von Ceuta ernannt. Er war der erste Bischof dieses Bistums, das am 4. April 1418 von Papst Martin V. (1417-1431) als Suffraganbistum von Braga errichtet worden war. Ceuta liegt auf der afrikanischen Seite der Straße von Gibraltar. Möglich geworden war diese Errichtung aufgrund der Eroberung Ceutas durch Heinrich den Seefahrer im Sommer 1415. Ademarus gehörte den Franziskanerobservanten an und starb im Jahr 1433.


21. März
Joseph Peruschitz

Vor 150 Jahren, am 21. März 1871, wurde in Straßlach bei Wolfratshausen P. Joseph Peruschitz OSB geboren. Er war einer von drei katholischen Priestern, die am 15. April 1912 beim Untergang der Titanic ihr Leben verloren. Er war im Auftrag seines Klosters Scheyern unterwegs nach Minnesota, wo er die Leitung eines Ordensgymnasiums übernehmen sollte. Als ihm ein Platz in einem Rettungsboot angeboten wurde, lehnte er ab, um Anderen den Vortritt zu lassen. Die in New York erscheinende Zeitschrift America schrieb 1912 über ihn und einen anderen Pater: “Der Benediktinerpater Joseph Peruschitz aus Scheyern und Pater Byles aus England waren, als die Katastrophe eintrat und Frauen und Kinder in die Boote geschafft wurden, sofort zur Hand, um allen, soweit es möglich war, zu helfen. [...] Als das letzte Boot hinabgelassen war, sahen die Insassen dieses Bootes ganz deutlich, wie die beiden Priester den Rosenkranz vorbeteten, und hörten, wie eine große Anzahl kniender Passagiere in inbrünstigen Gebeten antworteten. Dann erloschen die Lichter der Titanic, so dass man nicht mehr sehen konnte; aber man hörte weder Jammergeschrei noch Schreckensrufe.”


20. März
Passion und Offenbarung

Zum morgigen Passionssonntag kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Christus in der Gewalt seiner Feinde

"Wer von euch kann mich einer Sünde beschuldigen?"

"Zu wem machst du dich selbst?"


20. März
Wenn Rom den Synodalen Weg zu stören wagt ...

Wie immer dieselbe Reaktion: Ein Hauen und Stechen auf katholischen und innerkirchlichen Plattformen und Foren, unverhohlene Enttäuschung bei einigen Bischöfen und Fassungslosigkeit bei manchem Domprobst und Generalvikar. Symptomatisch auch die Reaktion des ZdK-Präsidenten Thomas Sternberg: Das jüngste Wort aus Rom reihe sich ein in „eine Folge von Störungen des Synodalen Wegs“. Da wird der eigene Horizont zum Maßstab des kirchlichen Denkens. Da geht dann der Blick dafür verloren, dass das Votum der Glaubenskongregation, sowohl die Note als auch der Kommentar, sehr gute Argumente nennt, im Ton äußerst sensibel ist und die gesamte lehramtliche Verkündigung hinter sich weiß, „Amoris laetitia“ eingeschlossen. Soll das jetzt immer so weitergehen, dass Maßgaben aus Rom, die ja im Zuge des Synodalen Wegs und der Vorlage der Ergebnisse weiter zu erwarten sind, in einem Strudel der Empörung untergehen?

Guido Horst über die Reaktionen auf die drei letzten Bestimmungen des Heiligen Stuhles zum Thema Gemeindeleitung, Interkommunion und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, in der Tagespost vom 18. März 2021, Wenn aus Communio ein Lagerkampf wird.


19. März
Das Spiel von Maria 2.0

Zu Maria 2.0 und die angebliche Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche kann ich nur sagen: Maria 2.0 kam mit dem Thema erst nach vorne, als es im Erzbistum hinsichtlich der Aufarbeitung bereits Schwierigkeiten gab. Sie nutzen medial den sexuellen Missbrauch als Vehikel für ihre politischen Forderungen innerhalb der katholischen Kirche. In meinen Augen war dies ein Missbrauch an uns Betroffenen, an uns Missbrauchsopfern. Sie selbst haben sich jahrelang nie zu Wort gemeldet, um den Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche zu bearbeiten.

Peter Bringmann-Henselder, Mitglied im Betroffenenbeirat und ehemaliges Heimkind in Köln-Sülz, in der Tagespost im Interview mit Regina Einig unter dem Titel "Maria 2.0 war für uns keine Unterstützung".


19. März
Clemens XI.

Vor 300 Jahren, am 19. März 1721, starb im Alter von 71 Jahren, im 21. Jahr seines Pontifikats, Papst Clemens XI. Im Ritenstreit verbot er die von den Jesuitenmissionaren geübte Praxis in China.


18. März
Der Verwalter

Zum morgigen Fest des hl. Joseph kann ich diese Predigt anbieten.


18. März
Anton Passy

Vor 200 Jahren, am 18. März 1821, wurde Anton Passy CSSR (1788-1847) zum Priester geweiht. Er gehörte in Wien zum Kreis um den hl. Klemens Maria Hofbauer. Dort wirkte er als Seelsorger, förderte durch umfangreiche Sammlungen die Erneuerung des Kirchenliedes, verfasste Andachtsbücher, Erzählungen und Biographien und übersetzte Werke des hl. Alfons Maria von Liguori ins Deutsche.


17. März
Guido Maria Conforti

Vor 25 Jahren, am 17. März 1996, wurde Guido Maria Conforti SX (1865-1931) seliggesprochen. In der Nähe von Parma geboren, verehrte er von Jugend an den hl. Franz Xaver seit der Lektüre von dessen Leben. Er empfing 1888 die Priesterweihe, wurde 1895 Generalvikar der Diözese Parma, gründete im selben Jahr die Kongregation der Xaverianer-Missionare und wurde 1907 Erzbischof von Parma. Am 23. Oktober 2011 wurde er heiliggesprochen.
Ebenfalls am 17. März 1996 wurde Daniel Comboni (1831-1881), der Gründer des Instituts der Missionare für Afrika (heute die Comboni-Missionare vom Herzen Jesu), seliggesprochen. Seine Heiligsprechung folgte am 5. Oktober 2003.


17. März
Anton Vögtle

Vor 25 Jahren, am 17. März 1996, starb in Freiburg im Breisgau im Alter von 85 Jahren der Neutestamentler Anton Vögtle. Er stammte aus Vilsingen bei Sigmaringen und lehrte 28 Jahre lang in Freiburg. Von 1973 bis 1985 war er Vorsitzender des Katholischen Bibelwerks. In jenem Zeitraum erschienen in den vom Bibelwerk herausgegebenen Zeitschriften Bibel und Kirche und Bibel heute theologische Beiträge verschiedener Autoren, die Dr. Rudolf Kaschewsky als “perfekte Destruktion wesentlicher Punkte eucharistischen Glaubens” ansah (1976), Gerhard Hermes als “dogmatischen Umsturzversuch” in Bezug auf die Trinitätslehre (1978).
Vögtle war vom Entmythologisierungsprogramm Bultmanns fasziniert (so Lorenz Oberlinner). Klaus Berger kritisiert in seinem Jesus-Buch Vögtle wegen seiner Meinung, “dass keine Aussage über den Menschensohn von Jesus stamme, sondern alles Gemeindebildung sei” (Klaus Berger, Jesus, München 2007, S. 530). Der Exeget André Feuillet, Professor am Institut Catholique de Paris, warf 1978 Vögtle vor, schon 1964 die Historizität der Theophanie bei der Taufe Jesu geleugnet zu haben.


17. März
The Rite - Das Ritual

Vor zehn Jahren, am 17. März 2011, startete in den deutschen Kinos der Film The Rite - Das Ritual, der auf dem Buch Die Schule der Exorzisten von Matt Baglio baisert.


17. März
St. Patrick

Heute, am Festtag des hl. Patrick, betet man in Irland gerne seine Lorica (Schutzgebet).


16. März
Moore und das Humesche Gesetz

Auf CNA ist heute die 13. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen. Darin geht es u.a. um David Hume und was nachkonziliare Theologen mit ihm zu tun haben.


16. März
Heribert von Köln

Vor 1000 Jahren, am 16. März 1021, starb der hl. Heribert. Er war um 970 in Worms geboren und wurde im Jahre 999 Erzbischof von Köln. Er gründete die Benediktinerabtei Deutz, wo er nach seinem Tod auch bestattet wurde. Sein 19. Nachfolger auf dem erzbischöflichen Stuhl war der hl. Engelbert (1216-1225).


16. März
Fest des hl. Joseph

Vor 400 Jahren, im Jahr 1621, erhob Papst Gregor XV. (1621-1623) den Josefstag (19. März) zum gebotenen Feiertag.


15. März
Zu einer Theologie der Verheißung

In meiner gestrigen Predigt gehe ich auf eine Aussage des hl. Paulus in der Lesung ein (aus dem Galaterbrief), die oft unterschätzt wird.

Recktenwald-Predigten ˇ 4. Fastensonntag: Wir sind Kinder der Verheißung

15. März
Giovanni Sala

Vor zehn Jahren, am 15. März 2011, starb in Gauting bei München der Philosoph Giovanni Sala SJ. Am 28. April 1930 in Terno d’Isola in der Lombardei geboren, trat er mit 17 Jahren in die Gesellschaft Jesu ein und studierte in Gallarate und Rom Philosophie und Theologie. In Bonn promovierte er bei Gottfried Martin über das Thema Das Apriori in der menschlichen Erkenntnis. Eine Studie über Kants Kritik der reinen Vernunft und Lonergans Insight. Sala “wurde zum großen Spezialisten für die Philosophie Immanuel Kants. Sein philosophisches Vorbild war aber die Erkenntnistheorie des kanadischen Jesuitenphilosophen und -theologen Bernard Lonergan (1904-1984)” (Harald Schöndorf SJ in der Tagespost vom 17. März 2011). Seit 1971 lehrte er an der Jesuitenhochschule für Philosophie in München. Im Jesuitenorden nahm er in der Nachkonzilszeit wegen seiner Glaubens- und Lehramtstreue eine Außenseiterrolle ein. Er wurde zu einem scharfsinnigen Verteidiger der kirchlichen Morallehre gegen den Mainstream deutscher Moraltheologen. Insbesondere zeigte er, dass die Berufung auf das Gewissen, um sich über das Lehramt hinwegzusetzen, wie auch die Berufung auf Zweite Vatikanum zur Verteidigung dieses Gewissensbegriff, missbräuchlich sind.


14. März
Die Glaubensprobe

In der gestrigen Auflistung meiner Predigten zum heutigen Sonntag habe ich eine fünfte Predigt übersehen: Die Glaubensprobe der Jünger einst und heute.


14. März
Manchmal ist sie kannibalisch

In meiner Wohnung sammelten sich eine Vielzahl alter Figuren und Masken aus Afrika, Lateinamerika und der Südsee: Ahnen- und Opferfiguren, Nagelfetische, Mutter- und Fruchtbarkeitsfiguren. Daneben Ritualobjekte, wie Skulpturen aus Bein und Ritualmasken aus Holz, Bronze und Kupfer. Ein Priester, der in jungen Jahren als Missionar in Afrika war, sagte mir: “Ein Afrikaner würde deine Wohnung nicht betreten. Er hätte Angst vor den Geistern.” in der Ahnenverehrung geht es nach afrikanischem Verständnis um eine Beschwörung der “lebenden Toten”. Bislang hatte ich diese Gegenstände als Kunstobjekte betrachtet, die zudem ein kleines Vermögen gekostet hatten. Auch wenn es mitunter schwerfiel, einige habe ich verbrannt, andere vergraben. So auch die Große Göttin der Anden. Sie ist, las ich in einem Buch über “Die Göttin”, das mir der ehemalige Missionar gegeben hatte, Ausdruck schwarzmagischer Ritualistik: “Pachamana wird als ‘Heilige Erde’ bezeichnet, wenngleich ihr zerstörerischer Aspekt ebenso verehrt wird. Manchmal ist sie kannibalisch...” Das war 2011, lange bevor die Pachamama die vatikanischen Gärten eroberte.

Burkhardt Gorissen aus seiner Bekehrungsgeschichte Einmal Loge und zurück vom Freimaurer zum Katholiken in: Vatican-Magazin März 2021, S. 67


13. März
Christliche Freiheit

Zum morgigen Vierten Fastensonntag kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Bußgeist statt Murren: Meine zweite Hauspredigt während des ersten Lockdowns.

Welche Freiheit hat uns Christus geschenkt? Ein nicht ganz unphilosophischer Blick auf den Freiheitsbegriff

Der Tröstung Überfülle: Überfülle ist ein Kennzeichen des Neuen Bundes

Das Wunder der Brotvermehrung: eine alte Predigt aus meiner Zeit in Recklinghausen, von schlechter Qualität.


13. März
Entthronung

Vor 200 Jahren, am 13. März 1821, wurde Viktor Emanuel I. (1759-1824), seit 1802 König von Sardinien, durch einen Aufstand des Geheimbunds Carbonari zur Abdankung gezwungen. Er ist der Vater der seligen Maria Christina von Savoyen (1812–1836).


11. März
Fatamorgana

Esej o prawdzie baśni i baśniowym charakterze chrześcijaństwa, zainspirowany spostrzeżeniami Johna Ronalda Reuela Tolkiena

ks. Engelbert Recktenwald

To, że fatamorgana brana jest za rzeczywistość, jest niebezpieczeństwem, które każdy zna. Odwrotność jest o wiele bardziej nadzwyczajna. Brać w śnie sen za rzeczywistość, przynależy do snu. Rzeczywistość uważać za sen to rzadki przypadek. Dokładnie to przytrafiło się świętemu Piotrowi, kiedy przez anioła został uwolniony z więzienia. W Dziejach Apostolskich czytamy: „Wyszedł więc i szedł za nim, lecz nie wiedział, czy jest rzeczywistością to, co działo się za sprawą anioła; przypuszczał raczej, że widzi senną marę” (Dz 12,9). Być może myślał Piotr: „To zbyt piękne, aby było prawdziwe”. I tak idzie całemu chrześcijaństwu aż do dnia dzisiejszego. Bóg, który z miłości do nas stał się człowiekiem, którego miłość jest tak wielka, że umarł za nas, który przezwyciężył śmierć i chce nas uczynić wiecznie szczęśliwymi? Zbyt piękne, aby było prawdziwe. Te nauki uważa się za mity. Chrześcijaństwo staje się bajką.

Rzeczywiście, chrześcijaństwo jest bajecznie piękne. Ono jest „baśnią”. Różnica wobec innych baśni polega na tym, że ono nie z ludzkiej, lecz z boskiej wypłynęło fantazji. A Bóg jest już takim autorem, który nie tylko potrafi pisać baśnie, ale może sprawić, że staną się rzeczywistością. Dobre baśnie zawierają w sobie jakąś alegoryczną prawdę. Są one alegorycznie prawdziwe, ponieważ jest taka baśń, która jest prawdziwa historycznie. Wiele baśni kończy się na przykład zwycięstwem dobra nad złem. Tylko dlatego nie jest to iluzją naiwnego myślenia życzeniowego, ponieważ ... weiterlesen


11. März
Faktencheck

Der neue Schülerkreis Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI. hat in einer Stellungnahme zum neuen Anti-Ratzinger-Buch einen Faktencheck zusammengestellt, der zeigt, wie lange Ratzinger schon gegen die Missbrauchsverbrechen in der Kirche gekämpft hat und Widerstand überwinden musste.


10. März
Widersprüchlicher Atheismus

Gestern habe ich die 58. Episode meines Podcasts veröffentlicht.


10. März
KathoQuiz

Der spanische Regisseur Juan Manuel Cotelo (Footprints, Das größte Geschenk) bietet auf dem Youtubekanal Infinito Deutsch einen 40teiligen Vorbereitungskurs für Erstkommunionkinder (KathoQuiz) an. Der erste Teil erschien vor zwei Wochen. Zuletzt erschien vor drei Tagen Folge Nr. 9.


10. März
Laurentius Siemer

Vor 100 Jahren, am 10. März 1921, wurde P. Laurentius Siemer OP (1888-1956), kompromissloser Gegner des Nationalsozialismus, Rektor des Gymnasiums mit Internat, das die Dominikaner in Vechta betrieben. Er wurde damit Nachfolger von P. Pius Keller OP, der 1902 die Niederlassung der Dominikaner in Vechta gegründet hatte.


9. März
Nur die Wahrheit rettet

Die Tagespost bietet ein 42seitiges Dossier an zum Thema Der Wegbereiter. Wie Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. zum Pionier im Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche wurde. Hier gehts direkt zum Dossier im PDF-Format.


9. März
Das Zitat

Wenn der Mensch sich reinwäscht, klagt Gott ihn an; wenn der Mensch sich anklagt, wäscht Gott ihn rein.

Hl. Franz von Sales


9. März
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Wir haben an die Liebe geglaubt wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt Die Anbetung der Hirten wurde auf der Seite über die Geburt Jesu, die Wie Gott alles verwandelt auf der Seite Unterwegs zu Gott eingebettet. Die beiden Zitate von Karsten Huhn und Guido Horst über die unverständliche Sprache der Theologen bzw. über Kardinal Sarah als das Gegenbild behüteter Theologen finden Sie auf der Theologieseite.


8. März
Ungereimte Vorwürfe

So paradox es ist: Reisinger und Röhl stellen Ratzinger als jemanden dar, der wach die Schwachstellen im System erkannte – etwa die Mängel des kirchlichen Strafrechts –, der hartnäckig auf Verbesserungen hinarbeitete – etwa die Übertragung der Zuständigkeit für Kindesmissbrauch an die Glaubenskongregation – und vor den Widerständen in der Kurie nicht resignierte – etwa, als er den vom Vatikan hofierten Legionärsgründer Marcial Maciel doch noch entlarvte. Und den gleichen Ratzinger stellt das Autorenduo dann in ihren Schlussfolgerungen als jemanden vor, der die Missbrauchskrise erst ermöglichte ...

Aus: Guido Horst, Versuchter Sockelsturz, in der Tagespost vom 4. März 2021, über das neue Ratzingerbuch von Doris Reisinger und Christoph Röhl.

Über Ratzinger


6. März
Zeit der Entscheidung

Zum morgigen Dritten Fastensonntag kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Auf den Herrn schauen statt auf das Coronavirus: Meine erste Hauspredigt während des ersten Lockdowns.

Von diesem Augenblick an Gott lieben: Die Predigt mit dem größten Ermunterungspotenzial.

Die Austreibung des stummen Teufels: An diese Predigt kann ich mich selber nicht mehr erinnern.

Demut vertreibt den Teufel: Wie sehr wird diese Tugend verkannt und unterschätzt!


6. März
Soundcloud

Vor fünf Jahren, am 6. März 2016, begann ich mit meinem Predigtapostolat auf Soundcloud. Damit will ich auch die Kanäle, die das Internet zur Verfügung stellt, nutzen, um das Evangelium zu verbreiten. Helfen Sie mir dabei, indem Sie das Apostolat bekannt machen, Links zu Predigten, die Ihnen gefallen, weitermailen usw. "Wenn nur auf alle Weise Christus verkündigt wird!" (Phil 1, 18).


5. März
Missbrauch in der modernen Liebeskirche

Tagespost: Sie haben in Ihrem Beitrag dargelegt, wie Kardinal Ratzinger an einer Verschärfung des Strafrechts arbeitete. Können Sie erklären, warum es bis Ende des zwanzigstens Jahrhunderts so kompliziert war, einen kirchlichen Strafprozess gegen Missbrauchspriester zu führen?

Graulich: Das ist auch heute noch kompliziert, deshalb werden auch in der Kirche wenige echte Strafprozesse geführt und vieles wird auf dem Verwaltungsweg entschieden. Seit mehr als zehn Jahren arbeite ich an der (von Papst Benedikt XVI. gewünschten) Reform des kirchlichen Strafrechts mit. Dadurch habe ich mich sehr intensiv mit der Materie auseinandersetzen müssen. Im Laufe der Zeit habe ich dabei erkannt, dass das Strafrecht, wie es derzeit im Codex des Kirchenrechts steht, eigentlich gemacht wurde, um nicht angewandt zu werden. In der "Liebeskirche", wie sie nach dem 2. Vatikanischen Konzil verstanden wurde - eine Kirche, die nicht mehr straft, dagegen fast ausschließlich von Barmherzigkeit spricht - hatte man für das Recht allgemein wenig Verständnis und schon gar nicht für das Strafrecht. Entsprechend dieser Logik gab es Engführungen. So wurde der Strafprozess sehr stark auf den Schutz des Beschuldigten ausgerichtet.

Aus einem Interview der Tagespost mit Markus Graulich, Mitarbeiter im Päpstlichen Rat für die Interpretation der Gesetzestexte, Tagespost vom 4. März 2021. Damit bestätigt er die Diagnose Ratzingers, von der ich schon in meinem Artikel über Kardinal Lehmann geschrieben hatte: “In seinem Brief an die irischen Katholiken beklagt Benedikt XVI. die 'wohlmeinende aber fehlgeleitete Tendenz, Strafen für kanonisch irreguläre Umstände zu vermeiden.' Diese Vermeidung wurzelt in der Ideologie, die Kirche als Liebeskirche einer angeblich mehr oder weniger menschenfeindlichen Rechtskirche entgegenzusetzen. In einer Liebeskirche sind Strafen verpönt und Kirchengesetze überflüssig. Diese Denunziation des Kirchenrechts war in mancher zeitgeisthörigen Strömung moderner Theologie sehr beliebt. Auch hier hätte man sich ein kritisches Wort des Kardinals zum Irrweg moderner Theologie gewünscht.”
Im Tagespost-Interview korrigiert Graulich die falsche Darstellung Ratzingers im neuen Buch von Doris Reisinger und Christoph Röhl.

Zum Thema Ratzinger und Missbrauch

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