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* * *

4. Dezember
Ägidius Jais

Vor 200 Jahren, am 4. Dezember 1822, starb in Benediktbeuern im Alter von 72 Jahren der Theologe Ägidius Jais OSB. Er lehrte in Salzburg Moral- und Pastoraltheologie, ist einer “der edelsten Priestergestalten in der Zeit der ausgehenden Aufklärung” und schrieb “zahlreiche, weitverbreitete und volkstümliche Werke” (LThK, 1. Auflage).


3. Dezember
Die große Erwartung

Zum morgigen zweiten Adventssonntag kann ich folgende zwei Predigten anbieten:

Der zweifelnde Johannes der Täufer

Adventszeit ist Wüstenzeit


3. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Podcastfolge Wir suchen am falschen Ort wurde auf der Entzauberungsseite eingebettet. Dort findet sich auch das Zitat von Bischof Stefan Oster, das die Wertfrage auf den Punkt bringt. Meine Predigt Die Kraft lebendigen Glaubens wurde auf der Seite über Ivans Bekehrung eingebettet. Das Zitat von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz über die genderideologische Leibvergessenheit findet sich auf der Materialismus-Seite. Nicoles "Wie ich die alte Messe entdeckt habe": auf der einschlägigen Themenseite runterscrollen und dem Link folgen.


2. Dezember
Wie bestehen wir vor dem jüngsten Gericht?

In meiner neuesten Podcast-Episode (der 78.) mache ich mir Gedanken über die Endzeitrede des Herrn bei Lukas (21. Kapitel).


2. Dezember
Devasahayam Pillai

Vor zehn Jahren, am 2. Dezember 2012, wurde Devasahayam Pillai (1712-1752) seliggesprochen. Er war ein hinduistischer Hofbeamter des Raja von Travancore, wurde 1745 katholisch und deshalb seit 1749 verfolgt. Schließlich erlitt er nach schweren Folterungen den Märtyrertod. Am 15. Mai 2022 wurde er heiliggesprochen.


1. Dezember
Beförderung statt Rücktritt

Irme Stetter-Karp hatte im Juli in Christ&Welt eine Verbesserung des Angebots vorgeburtlicher Kindstötungen gefordert: “Wir machen uns für ein ethisch verantwortetes Handeln aller Beteiligten stark. Zugleich ist sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruchs flächendeckend ermöglicht wird.” Daraufhin folgten Forderungen nach ihrem Rücktritt von ihrem Amt als Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Dieser Rücktritt erfolgte nicht. Stattdessen setzen die Bischöfe nun noch eins drauf: Sie ist vom Ständigen Rat der deutschen Bischofskonferenz zur Teilnehmerin an der europäischen Vorbereitungskonferenz der Weltsynode auserwählt und ernannt worden. Damit ist sie eine von vier deutschen Mitgliedern, die im Februar 2023 in Prag dabei sein werden. Außer ihr sind es Bischof Georg Bätzing, Prof. Dr. Thomas Söding und Dr. Beate Gilles. Im Ständigen Rat ist jede Diözese durch den Bischof mit Sitz und Stimme vertreten.


1. Dezember
Bruna Pellesi

Vor 50 Jahren, am 1. Dezember 1972, starb in Sassuolo im Alter von 55 Jahren Bruna Pellesi geboren. Sie trat 1940 in Rimini bei den Franziskanischen Missionarinnen Christi ein, wo sie den Namen Maria Rosa von Jesus FMdC erhielt. Hier und im Kloster Ferrara, wohin sie 1945 versetzt wurde, wirkte sie als Lehrerin. Im September 1945 aber begann ihr Leidensweg, als sie an Lungentuberkulose erkrankte. Sie wurde ein Pflegefall und ertrug mit heroischer Geduld und Kreuzesliebe ihre heftigen Schmerzen bis ans Lebensende. Am 29. April 2007 wurde sie seliggesprochen.


30. November
Kant and the Purpose of Man

By P. Engelbert Recktenwald

In many contexts we experience morality to be a boundary, a prohibition, a limiting of our possibilities. In the world of business, for instance, it puts a halt to unbridled competition, in career issues it checks the ruthless pursuit of success. Or we experience it to be a party pooper. “Morality is when you live in such a way, that living that way isn’t any fun,” says Edith Piaf.

Or it is portrayed as an instrument of repression: “Morality is simply the attitude we adopt towards people we personally dislike”, reckons Oscar Wilde in one of his many aphorisms, which are of course to be taken with a grain of salt. In addition to these more or less casual forms of moral criticism, which tend to point to a misuse of morality or to its distortions rather than to morality itself, there can be found in the realm of philosophy serious forms of challenging morality. Ever since the days of Bernard Williams philosophers have been discussing something which he refers to as “the problem of Gauguin.” Based on the biography of Paul Gauguin, Williams describes the case of a painter who abandons his family in order to emigrate to the South Pacific and pursue his calling as an artist. Without this betrayal of his moral obligations, he would never have become the great artist which he was, and the world would have been the poorer for it. Williams takes this as evidence for his assertion that there can be cases in which the claims of morality can be repudiated. The legal basis for this repudiation lies in the fact that ... continued


28. November
Louis Lafosse

Vor 250 Jahren, am 29. November 1772, wurde in Montreuil-sur-Houlmen (Normandie) Louis Lafosse geboren. 1792 zum Priester geweiht, wurde er vom französischen Revolutionsregime verbannt und eingekerkert. 1803 wurde er Pfarrer von Echauffour. Mit Marie Anne Dutertre gründete er 1817 die Kongregation der “Christlichen Erziehung”. Am 21. Dezember 1839 starb er in Echauffour.


28. November
Pinchas Lapide

Vor 100 Jahren, am 28. November 1922, wurde in Wien der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide geboren. Er war Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und verteidigte Papst Pius XII. und dessen Rettungsinitiativen für verfolgte Juden gegen die Diffamierungen Rolf Hochhuths. Am 23. Oktober 1997 starb in Frankfurt am Main.


28. November
Hans Pfeil

Vor 25 Jahren, am 28. November 1997, starb in Bamberg im Alter von 94 Jahren der Philosoph Hans Pfeil. Er lehrte von 1947 bis 1968 in Bamberg und war von 1966 bis 1973 Konsultor des Vatikanischen Sekretariats für die Nichtglaubenden. Kirchlich engagierte er sich im Sinne der Überwindung der Glaubenskrise, z.B. durch die Herausgabe der beiden Bände Unwandelbares im Wandel der Zeit, 39 Abhandlungen gegen die Verunsicherung im Glauben, mit Beiträgen von Leo Scheffczyk, Georg May, Hugo Staudinger, Lothar Groppe u.v.a.


27. November
Die unredliche Theologie des Synodalen Wegs

Nirgendwo ist ersichtlich, dass sich die Autoren bemühen, ihre Zitate aus Schrift und Tradition an der ursprünglichen Aussageintention zu orientieren – eher im Gegenteil, wie die oben skizzierten Beispiele zeigen. Dieselbe Unverfrorenheit bestimmt auch den Umgang mit Autoritäten. In Paragraph 29 soll ein völlig aus dem Kontext gerissenes Madeleine-Delbrel-Zitat bestätigen, dass Tradition „der Prozess [ist], die gegenwärtige Gestalt der Kirche und des Glaubens in Frage zu stellen“. Wer Delbrels Werk „Frei für Gott“ gelesen hat, wird unschwer feststellen, dass die Aussageintention der Autorin eine geradezu gegenteilige ist.

Aus: Prof. Dr. Karl-Heinz Menke, Tendenztheologie, in: welt & kirche #17. Die Tagespost-Beilage welt & kirche, die alle zwei Monate erscheint, analysiert die Texte und Thesen des Synodalen Weges. Sehr empfehlenswert und ein Muss für alle, die ernsthaft und kompetent wissen wollen, was vom Synodalen Weg zu halten ist.

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg


27. November
Alice Meynell

Vor 100 Jahren, am 27. November 1922, starb in London im Alter von 75 Jahren die Schriftstellerin Alice Meynell. Mit 21 Jahren konvertierte sie zum katholischen Glauben. 1876 heiratete sie Wilfried Meynell (1852-1948). Beide unterstützten den Schriftsteller Francis Thompson (1859-1907).


26. November
Die Wahrheit Seiner Wege

In meiner Predigt vom letzten Sonntag erkläre ich den Sinn des Mottos, das ich einst für mein Primizbildchen ausgesucht hatte (und was es mit dem Sonntagsevangelium zu tun hat).


26. November
Unerwartete Liebe

Zum morgigen ersten Adventssonntag kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Der Anfang

Jesus Christus anziehen

Es naht eure Erlösung


25. November
The Procedure

Laura Klassen, Gründerin und Leiterin der kanadischen Lebensrechtsorganisation Choice42, hat auf Youtube ein 4-Minuten-Video veröffentlicht, das gerade viral geht und die Augen über den grausamen Charakter der Abtreibung öffnet. Es zeigt in Form einer Animation, basierend auf einer wahren Begebenheit, wie ein Arzt das Erleben eines Kindes entdeckt, das abgetrieben wird.
Triggerwarnung: Das Video ist grausam und schwer anzuschauen!
Hier geht’s zum Video.


25. November
Héctor Rubén Aguer

Vor 50 Jahren, am 25. November 1972, wurde Héctor Rubén Aguer zum Priester geweiht. 1992 wurde er Weihbischof von Buenos Aires, von 2000 bis 2018 war er Erzbischof von La Plata. Aguer gehört zu den prominentesten Kritikern der Maßnahmen gegen die klassische Liturgie.


24. November
Sehnsucht nach der Befreiung vom eigenen Geschlecht

Der Kampf der sich selbst als Feminist* innen bezeichnenden Ideologen war kein Freiheitskampf, sondern ein Kampf um die Beteiligung der Frau an allem, was männlich und damit mächtig erschien. Und sie siegten. Scheinbar. Denn mit der Annahme der Theorie der patriarchalen Gesellschaft wurde vom Feminismus auch akzeptiert, dass alles, was biologisch, historisch oder gesellschaftlich als „weiblich“ gilt, weniger wert sei – insbesondere die Fähigkeit zur Mutterschaft. Dies führte schließlich zu den beiden Extremen der übersexualisierten, ihre Weiblichkeit exhibitionierenden Frau der Pornoindustrie auf der einen Seite und der ihre Weiblichkeit negierenden, ja hassenden Feministin auf der anderen Seite. Dieser doppelte Selbsthass gegenüber der eigenen Weiblichkeit, die biologisch untrennbar mit der Fähigkeit zur Mutterschaft verbunden ist, führte schließlich zu der Sehnsucht nach der Geschlechtslosigkeit, der absoluten Freiheit von allen biologischen Ausgangsbedingungen.

Aus: Reinhild Rössler, Der Feminismus ist tot - es lebe die Frau, in der Tagespost online vom 13. November 2022

Zum Thema: Verächter der Wissenschaft


24. November
Gratian Grimm

Vor 50 Jahren, am 24. November 1972, starb in Ottersweier im Alter von 71 Jahren Gratian Grimm O.F.M. Cap. 1924 machte er seine Profess bei den Kapuzinern. Am 10. August 1930 zum Priester geweiht, kam er drei Jahre später als Missionar nach China. 1949 wurde er Bischof von Tianshui, musste aber nach der kommunistischen Machtergreifung China verlassen. 1959 wurde er der erste Apostolische Vikar von Sibolga auf Sumatra (Indonesien). 1945 war der indonesische Staat unabhängig geworden. Da die holländischen Missionare ausgewiesen wurden, übernahm 1955 die Rheinisch-Westfälische Provinz der Kapuziner, zu der Grimm gehörte, die Mission von ihren holländischen Ordensbrüdern. So kam es, dass Grimm, der aus Jügesheim (Rodgau) stammte, der erste Apostolische Vikar wurde. Seit 1964 helfen die Franziskanerinnen von Reute im Apostolischen Vikariat Sibolga, das 1980 zur Diözese erhoben wurde.


23. November
Auftrag und Wahrheit

Soeben ist die neueste Ausgabe der von Jürgen Henkel herausgegebenen Quartalsschrift für Predigt, Liturgie und Theologie "Auftrag und Wahrheit" erschienen. Sie geht nun ins zweite Jahr. Es handelt sich also um die fünfte Ausgabe, und diese enthält die vierte Predigt, die ich für die Zeitschrift geschrieben habe. Man kann sie hier bestellen.


23. November
Ottawa

Vor 25 Jahren, am 23. November 1997, wurde in Ottawa die Personalpfarrei St. Clemens für den überlieferten Ritus errichtet. Sie ist der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut. Pfarrer ist zur Zeit P. Erik Deprey FSSP, der 2004 zum Priester geweiht wurde.


21. November
La conscience morale – un chemin vers Dieu ?

Par l'abbé Engelbert Recktenwald

Le célèbre psychiatre Viktor E. Frankl écrit dans l'un de ses livres qu'il est une entreprise périlleuse que seul l'homme religieux se risque à affronter (Le Dieu inconscient). L'homme irréligieux recule devant elle par peur de “voir se dérober la terre ferme sous ses pieds.” À quelle entreprise périlleuse Frankl pense-t-il ? Le psychiatre parle de la conscience morale comme de “ce devant quoi l'on est responsable” et la compare à un sommet auquel parvient l'homme qui s'est mis en quête du sens. Mais ce sommet n'est pas le terme de l’ascension. La route de l'homme irréligieux s'y achève, car celui-ci se refuse à se hasarder dans l'incertain, jusqu'au véritable sommet, tout nimbé de brume. Ce sommet véritable, c'est ... lire la suite


21. November
Die kirchliche Sehnsucht nach Parteitagen

Bischof Bätzing erklärte weiter: „Aber die Kirche in Deutschland will und muss Antworten geben auf jene Fragen, die die Gläubigen stellen.“ Ich behaupte im Gegenteil, dass die Mehrheit der Synodalisten – ob Kleriker, Funktionäre oder Laien – an den Fragen der Mehrheit der Gläubigen und an den Fragen derer, die Gott suchen, überhaupt nicht interessiert sind. Wir erleben in der medialen Berichterstattung und in den Reden des Synodalpräsidiums kirchenpolitische Parteitage. Die Agenda des deutschen Synodalen Weges enthält eine Programmatik, die für eine säkulare Erneuerung oder zeitgeistliche Neuerfindung der Kirche plädiert – ohne Berücksichtigung des Evangeliums Jesu Christi. Gläubige sind bewegt von der Frage nach Gott, Zweifelnde ringen mit Gott und Suchende strecken sich aus nach dem Brot des Lebens, nicht aber nach den schwerblütigen oder kunterbunten Phrasen einer deutschkatholischen Fortschrittspartei.

Aus: Thorsten Paprotny, Synodaler Sonderweg – oder nicht?


21. November
Liebt uns Gott bedingungslos?

Wenn Gott uns bedingungslos liebt, warum kommen dann nicht alle Menschen in den Himmel? Warum droht der hl. Paulus in der Lesung: “Ihr Ende ist das Verderben” (Phil 3, 19)? Meine Predigt vom 23. Sonntag nach Pfingsten.


20. November
Das Zitat

In der Krankheit sollen wir auch ein entschlossenes "Ja" zum Tod sagen, zu einem Sterben, wie es Gott gefällt. Der Tod ist das einzige Tor, was uns den Himmel öffnet.

Hl. Alfons Maria von Liguori


20. November
Bernward von Hildesheim

Vor 1000 Jahren, am 20. November 1022, starb in Hildesheim im Alter von etwa 65 Jahren der hl. Bernward. Er war seit 993 Bischof von Hildesheim.


19. November
Ambo 2022

In diesen Tagen ist Ambo 2022, die siebte Ausgabe des Jahrbuchs der Hochschule Heiligenkreuz, erschienen. Es enthält u.a. meinen Vortrag "Natur und Teleologie bei Robert Spaemann", den ich am 17. September 2021 auf dem Kolloquium der Hochschule zum Thema "Normativität der Natur? Von Aristoteles bis Spaemann" gehalten habe. Den Vortrag kann man hier nachhören. Das Jahrbuch umfasst 696 Seiten und enthält u.a. Beiträge von Rémi Brague, Holm Tetens, Walter Schweidler, Martin Hähnel und Ludwig Siep.


19. November
Das Ende naht

Zum morgigen letzten Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende fünf Predigten anbieten:

Die große Drangsal

So glaubet es nicht!

Das jüngste Gericht

Der Macht der Finsternis entrissen

Apokalypse und ein Gott des Friedens?


18. November
Josef Schmucker

Vor 25 Jahren, am 18. November 1997, starb im Alter von 87 Jahren der Philosoph Josef Schmucker. 1937 in Rom zum Priester geweiht, lehrte er von 1950 bis 1975 in Regensburg. Er war ein anerkannter Kantforscher. Ein seinem Buch Die primären Quellen des Gottesglaubens machte er sich stark für einen personalistischen "Gottesbeweis".


18. November
Friedo Ricken

Vor einem Jahr, am 18. November 2021, starb in Krailling im Alter von 87 Jahren der Philosoph Friedo Ricken SJ. Er lehrte seit 1974 bis zu seiner Emeritierung an der Hochschule für Philosophie in München.


17. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Moralische Norm und Sanktion ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Podcastfolge Sonne genießen oder Sonne sein? wurde auf der Seite über die geschändete Barmherzigkeit, meine Predigt über die erbärmliche Ideologie des Hedonismus auf der Prometheus-Seite eingebettet. Mein Bericht über Eduard Kamenicky (“Ein Schicksal”) habe ich den Texten auf der einschlägigen Seite hinzugefügt.


17. November
Lothar Groppe

Vor drei Jahren, am 17. November 2019, starb in Berlin im Alter von 92 Jahren Lothar Groppe SJ, der Sohn des Widerstandkämpfers Theodor Groppe. Er war publizistisch äußerst engagiert. Zuletzt erschien von ihm das Buch Kirchlicher Einsatz für verfolgte Juden im Dritten Reich.


16. November
Ratzingers Gotteshypothese

Von P. Engelbert Recktenwald

Als Joseph Kardinal Ratzinger am 1. April 2005 in einem tiefschürfenden Vortrag über die Errungenschaften und Grenzen der Aufklärung “unseren Freunden, die nicht glauben”, den Vorschlag machte, so zu leben, “etsi Deus daretur” (“so als ob es Gott gäbe”) [1], fehlte es nicht an Kritikern, die diesen Vorschlag wie einen schlechten Aprilscherz behandelten. Und es war ausgerechnet ein Theologe, der von einem “Taschenspielertrick” sprach [2].

Natürlich sieht der Vorschlag zunächst wie ein solcher Trick aus, dreht er doch einfach den Spieß um, den der aufklärerische Slogan “etsi Deus non daretur” (“so als ob es Gott nicht gäbe”) darstellt. So leben, als ob es Gott nicht gäbe? Der biblisch geschulte Leser denkt bei diesem Slogan an den Wunsch der in den Psalmen so oft beklagten Gottesleugner, mit dem Wegfall Gottes auch von seinen Geboten befreit zu sein, die ihrem gott- und sittenlosen Treiben im Wege stehen. Doch so war und ist der Slogan von vielen Aufklärern gerade nicht gemeint. Der Atheismus soll nicht den Weg für die ersehnte Sittenlosigkeit frei machen, sondern im Gegenteil die Moral von ihrem metaphysischen Ballast befreien, damit sie auch der nachmetaphysischen Vernunft plausibel bleibt. Die Moral soll auf ein Fundament gestellt werden, das nicht auf den Gottesglauben angewiesen ist und deshalb von den einschlägigen Kontroversen unberührt bleibt. Die Aufklärer wollten eine Moral, die den Tod Gottes überlebt. Das ist an sich ein ehrenwertes Unterfangen.

Doch ist dieses Projekt nicht gescheitert? Ratzinger verweist auf die verschiedene Geschwindigkeit, mit der einerseits der technische, andererseits der moralische Fortschritt sich vollzogen hat. Dieser hinkt jenem hinterher. Dank der Gentechnik sind der menschlichen Selbstmanipulation kaum noch Grenzen gesetzt. Der Mensch habe “die verborgenen Winkel des Seins ausgelotet, die Bestandteile des Menschen entziffert und ist jetzt sozusagen in der Lage, selbst den Menschen zu 'schaffen', der somit nicht mehr als Geschenk des Schöpfers auf die Welt kommt, sondern als Produkt unseres Handelns, ein Produkt, das zudem nach von uns selbst festgelegten Anforderungen ausgewählt werden kann. So erstrahlt über dem Menschen nicht mehr der Glanz der Ebenbildlichkeit Gottes, die ihm seine Würde und seine Unverletzlichkeit verleiht, sondern nur noch die Macht des menschlichen Könnens” (ebd.).

Genau dieser drohende Verlust des Gedankens der unverletzlichen Menschenwürde ist es, was auch Jürgen Habermas umtreibt, also jenen Philosophen, der als der einflussreichste zeitgenössische Vorkämpfer philosophischer Aufklärung gelten kann. Er sucht nach einem Äquivalent der Idee der Gottebenbildlichkeit des Menschen, nach einer rettenden Übersetzung dieser Idee in die säkulare Sprache.

Habermas und Ratzinger haben gemeinsam, dass sie Kant in dieser Übersetzerrolle sehen. Dabei stellt aber Ratzinger fest: ... weiterlesen


14. November
Appell an den Papst

Die Initiative Neuer Anfang appelliert anlässlich des heute beginnenden Ad-limina-Besuches der deutschen Bischöfe an Papst Franziskus, den Synodalen Weg in Deutschland zu stoppen. Sie führt dazu sieben Gründe an. Hier der Wortlaut:

Jene nahezu 7.000 Katholiken, die das Reform Manifest von „Neuer Anfang“ unterschrieben haben, erkennen den „Synodalen Weg“ nicht an und bestreiten seine Legitimität, für alle Katholiken in Deutschland zu sprechen.

In Einheit mit dem Heiligen Stuhl fordert „Neuer Anfang“ katholische Christen auf, sich nicht auf die „Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral“ verpflichten zu lassen.

Begründet wird dies so:

1. Der „Synodale Weg“ ist eine Fortsetzung der Vertuschung kirchlichen Missbrauchs mit anderen Mitteln. Für den Missbrauch sind die Täter und ihre Vorgesetzten haftbar, nicht die gesamte Kirche. Im Versuch einiger Bischöfe, die Missbrauchskatastrophe von sich auf „systemische Ursachen“ und damit die gesamte Kirche abzuwälzen, erkannten liberalkirchliche Kreise die Chance, endlich ihre kirchenpolitischen Interessen durchzusetzen. Missbrauchsopfer sehen in diesem „Deal“ von Bischöfen und Laienverbänden einen schamlosen „Missbrauch mit dem Missbrauch“.

2. Der Synodale Weg war und ist das exakte... auf der Website des Neuen Anfangs weiterlesen

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


14. November
Maria Merkert

Vor 150 Jahren, am 14. November 1872, starb im oberschlesischen Neisse im Alter von 55 Jahren Sr. Maria Merkert CSSE. Zusammen mit Franziska Werner gründete sie 1850 die Kongregation der Grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth, die sich der häuslichen Krankenpflege widmen. Am 30. September 2007 wurde sie seliggesprochen.


13. November
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

20. Folge

III. Empirisches und absolutes Subjekt

Superior enim eram
istis, te (Deo) vero in
ferior, ... et tu mihi
subieceras, quae infra
me creasti.
S. Aug. Conf. VII. 7.

Das Erkennen definierten wir eingangs als selbständiges und zugleich sachlich bedingtes Ordnen der zu erfassenden Gegenstande. Die Selbständigkeit des Erkenntnisaktes erschien uns am besten in dem überempirischen Ideal des autonomen Subjekts gewahrt, und das sachlich bedingte Ordnen des Gegebenen führte uns zu unveränderlichen Ordnungssystemen (Invarianten), die allein dem nach festen Beziehungspunkten innerhalb des Variablen suchenden Blick sicher die Richtung zu weisen vermögen. So erschien uns das Erlebnis-Ich und auch das ihm zu grunde liegende empirische Subjekt in mehr als einer Hinsicht unfähig, letzter und einziger Bestimmungsgrund und Maßstab der Erkenntnis zu sein. Der Subjektivismus in seiner landläufigen Form ist hiermit gerichtet: Das jeweilige Erlebnis-Ich ist eben nur eine Phase in der Entwicklung des realen Subjekts, und dieses so sich allmählich auswirkende Subjekt selbst ist nach allen Seiten mit unzähligen Fäden an die einzelnen Wirklichkeitsordnungen geknüpft, eine Bedingtheit, die der vom Subjektivismus angemaßten Selbstherrlichkeit radikal widerspricht.

Jene idealen Beziehungspunkte allerdings, die uns in den Stand setzen, uns über die Bedingtheit zu erheben, sind selbst zunächst Gebilde des empirischen Subjekts, und es erschien uns sogar als charakteristisches Merkmal unserer geistigen Würde, daß wir das Ideal der Autonomie und die Idee des Invariantensystems selbständig konzipieren können. Ist nun damit nicht der krasseste Subjektivismus durch eine Hinterpforte wieder hereingelassen? Um dieses schwerwiegende Bedenken zu beseitigen, müssen wir genauer feststellen, was wir mit jenen apriorischen Konstruktionen eigentlich bezwecken, und was unter ihrer „idealen", „überempirischen" Geltung zu verstehen ist.

Die Vergegenständlichung des zu Erforschenden, welche uns als die unerlässliche Vorbedingung des eigentlichen Erkenntnisprozesses erschien, gelingt uns um so mehr, je mehr wir uns aus den wechselnden Komplikationen der in stetem Flusse befindlichen Erfahrung zu retten vermögen. Indem wir nun zu diesem Zwecke einzelne Fäden aus dieser konkreten Verwicklung herauslösen und sie dann für sich d. h. ohne weiteren Appell an die Erfahrung zergliedernd betrachten, gehen wir zwar von der Erfahrung aus, aber wir halten uns nicht sklavisch an ihren Verlauf, wir ziehen gleichsam die in ihr vorfindlichen Linien rein aus und erhalten so die Möglichkeit, innerhalb der Erfahrung das festzustellen, was sich lediglich aus dem uns vorliegenden Gegenstande ergibt, und was ihm durch störende Einflüsse sozusagen aufoktroyiert ist. Auf diese Weise gibt uns der Begriff des autonomen Subjekts oder auch (was dasselbe besagt) des „Bewußtseins überhaupt" Aufschluß über die wesentliche Struktur des Subjekts, und er schärft damit unseren Blick für alles, was den Subjektscharakter nicht voll zur Geltung kommen last. Ebenso vermittelt uns der Begriff des „reinen Raumes", - um eine gegenständliche Invariante als Beispiel anzuführen -, die Einsicht in den Stetigkeitscharakter und in das Richtungsgerüst (Koordinatensystem) per Ausdehnung, so daß der ursprüngliche Wirrwarr der konkreten ausgedehnten Dinge sich auf einmal klärt und so allmählich als übersichtliche Ordnung erscheint. Die apriorische Konstruktion, so können wir nunmehr abschließend sagen, „stilisiert" die in der Erfahrung gegebenen Merkmale und bringt so die ihnen eigentümliche Natur uneingeschränkt zur Geltung.

Zum bisher Erschienenen


12. November
Wo finden wir Frieden?

Zum morgigen 23. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Mein Sohn lässt sich rühren

Hineingenommen in die göttliche Perspektive

Ich denke Gedanken des Friedens


12. November
Augustina Pietrantoni

Vor 50 Jahren, am 12. November 1972 wurde Sr. Augustina Pietrantoni SDC (1864-1894) seliggesprochen. Sie stammte aus der Provinz Rieti und trat 1886 in die Kongregation der Barmherzigen Schwestern der hl. Johanna Antida Thouret ein. Als Schwester übte sie mit aller Hingabe den äußerst schwierigen Dienst der Pflege von Tuberkulosekranken in einem der ältesten Krankenhäuser Roms aus. Am 13. November 1894 wurde sie von dem antiklerikal eingestellten Giuseppe Romanelli durch sieben Messerstiche ermordet. Am 18. April 1999 wurde sie heiliggesprochen, am 29. April 2003 zur Patronin der Kranken ernannt.


11. November
Statistik der Petrusbruderschaft

Nach der neuesten Statistik hat die Priesterbruderschaft St. Petrus zur Zeit 542 Mitglieder, davon 356 Priester. Mit den Neueintritten in diesem Jahr hat die Zahl ihrer Seminaristen einen historischen Höchststand erreicht. Sie ist in 146 Diözesen tätig, davon 29 im deutschsprachigen Distrikt. 95 Häuser sind kanonisch errichtet. An 250 Orten feiert sie regelmäßig die hl. Messe. Ihr sind weltweit 47 Personalpfarreien anvertraut, davon eine in Rom auf Betreiben des damaligen Papstes Benedikt XVI.


11. November
Apostel des Katechismus

Vor 25 Jahren, am 9. November 1997, wurde Johannes Baptist Scalabrini (1839-1905) seliggesprochen. 1863 zum Priester geweiht, wurde er 1876 Bischof von Piacenza. Er gründete mehrere Kongregationen und Gemeinschaften und wurde von Papst Pius IX. wegen seines Eifers und seiner Verdienste um die Glaubensweitergabe der “Apostel des Katechismus” genannt. Am 9. Oktober 2022 wurde er heiliggesprochen.

Am selben Tag wurde Maria Vincentia von der hl. Dorothea Chávez Orozco SSTPP (1867-1949) seliggesprochen. Sie gründete 1905 in Guadalajara die Kongregation der Dienerinnen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und der Armen, die der Krankenpflege dient. Sie starb am 30. Juli 1949 während der Wandlung, als Erzbischof Joseph Garibi Rivera an ihrem Krankenbett die hl. Messe zelebrierte.


10. November
Ein Geschenk des Himmels

Bald beginnt die Adventszeit: ein Anlass, an das schöne, bebilderte Büchlein von P. Martin Ramm Ein Geschenk des Himmels zu erinnern, durch welches Kinder in das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit eingeführt werden. Bestellen Sie es kostenlos bei der Petrusbruderschaft in größerer Anzahl zum Verteilen und Weiterverschenken. Ein Beitrag zur Neuevangelisierung, die bei den Kindern beginnt!


9. November
Jean-Marie-Robert de Lamennais

Vor 200 Jahren, am 9. November 1822, wurde Jean-Marie-Robert de Lamennais (1780-1860) Generalvikar des Großalmoseniers von Frankreich. Als solcher hatte er die Kandidaten für die Besetzung der Bistümer vorzuschlagen. Er war der Bruder des Apostaten Hugo Félicité Robert de Lamennais (1782-1854, cf. den Artikel über Montalembert).


9. November
Bremen

Von 500 Jahren, am 9. November 1522, begann in Bremen mit der Predigt des ehemaligen Augustinermönchs Heinrich von Zütphen in der Kirche St. Ansgarii die Einführung der Reformation.


9. November
Vilmos Apor

Vor 25 Jahren, am 9. November 1997, wurde Vilmos Apor (1892-1945) seliggesprochen. 1915 zum Priester geweiht, wurde er 1941 Bischof von Győr. Er protestierte gegen die Verfolgung der Juden in Ungarn. 1945 wurde er ermordet, als er Frauen und Kinder vor sowjetischen Soldaten schützen wollte.


7. November
Monatsranking Oktober 2022

Platz Monatsranking Oktober 2022
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 750 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Zitatensammlung

+/- 0
2

Recktenwald: Wir suchen am falschen Ort

neu
3

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

- 1
10

Albert Lang: Der Primat Petri

+ 4
20

Gabriel Malagrida / Franz von Paula / Dominikus Mau

+ 113
30

R. v. Kralik: Angelus Silesius und die christliche Mystik

+ 102
40

Michael Verdant: Bernanos und die Heiligen

+ 36
50

Papst Franziskus Sind alle Menschen Kinder Gottes?

+ 9
60

Edith Stein: Das Weihnachtsgeheimnis

+ 74
100

Recktenwald: Kulturrelativismus

- 64

Ergänzen kann man noch, dass zwei weitere Neueinsteiger es unter die Top 10 geschafft haben:

Platz 7: Sonne genießen oder Sonne sein?
Platz 9: Kant und die Bestimmung des Menschen

Zum Ranking der Vormonate


7. November
Hieronymus Noldin

Vor 100 Jahren, am 7. November 1922, starb in Wien-Lainz im Alter von 84 Jahren der aus Südtirol stammenden Moraltheologe Hieronymus Noldin SJ. Er lehrte von 1886 bis 1909 in Innsbruck. "Seine hervorragend praktisch gehaltene Summa theologiae moralis (3 Bde, Innsbruck 1899; 221934 hrsg. v. A. Schmitt) ist sehr verbreitet“ (LThK, 1. Auflage).


6. November
Johannes Baptist Nisius

Vor 100 Jahren, am 6. November 1922, starb in Wien im Alter von 69 Jahren der aus Trier stammende Theologe Johannes Baptist Nisius SJ. Er war von 1888 bis 1904 Professor für Exegese in Innsbruck. Seit 1904 war er Mitherausgeber des Kirchlichen Handlexikons.


6. November
Josef Pieper

Vor 25 Jahren, am 6. November 1997, starb in Münster im Alter von 92 Jahren der Philosoph Josef Pieper.

Josef Pieper: Was heißt philosophieren?


5. November
Sinnloses Glück

Zum morgigen 22. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Solschenizyn über den Sinn des Lebens

Erkenntniswachstum der Liebe

Gott geben, was Gottes ist


5. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Das Gewissen - ein Weg zu Gott? ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Glosse Gesucht: Kritischer Verstand! wurde auf der Avalon-Seite hinzugefügt. Meine Predigt über die Wirkung des heiligen Messopfers findet sich auf der Seite des Prosinger-Kommentars zu Sacramentum Caritatis, während meine Vortrag über Spaemann auf der Heiligkreuz-Tagung auf der Rezensionsseite zu Spaemanns Buch Schritte über uns hinaus eingebettet wurde. Das FAZ-Zitat Absichtlich selektiv? zu einem Anti-Ratzinger-Buch wurde meinem Aufsatz zu Benedikts Analyse hinzugefügt.


3. November
Umleitung zum Glück

Von P. Engelbert Recktenwald

Es war im Jahre 1988, also in jener fernen, vergangenen Zeit, als es noch keine Navis gab, kein Internet und keinen Google-Routenplaner. Ich fuhr zum ersten Mal mit dem Auto nach Wigratzbad, hatte mir vor Fahrtbeginn die Route genau angeschaut und wusste, dass ich mich auf der richtigen Straße befand und nahe am Ziel war. Da tauchte vor mir eine Straßensperrung mit einem Umleitungsschild auf, das mich zwang, links in eine Seitenstraße abzubiegen. Ich ärgerte mich, dass ich kurz vor dem Ziel zu einem Umweg von ungewisser Länge gezwungen wurde. Doch siehe da: nach 300 Metern tauchte das Ortsschild von Wigratzbad auf! Die vermeintliche Umleitung war exakt der richtige Weg! Ohne sie wäre ich ahnungslos am Ziel vorbeigefahren und hätte es verpasst.

Dieses Erlebnis ist für mich ein Gleichnis für das Verhältnis, das zwischen Moral und Glück besteht. Oft erscheint uns die Moral wie ein Hindernis auf unserem Weg zum Glück, doch wenn wir ihr folgen, entpuppt sie sich gerade als der kürzeste Weg zu ihm. Wir finden das Glück nicht, indem wir es ansteuern, sondern indem wir der Moral folgen. Warum ist das so? Und ist es tatsächlich so? Wenn wir über diese Frage nachdenken, betreten wir ein heiß umkämpftes Gebiet der Philosophie.

Für uns Christen ist die Sache ganz einfach und sonnenklar: Die Zehn Gebote als der Inbegriff der Moral stammen von Gott. Und da Gott es gut mit uns meint, sind sie mit Sicherheit kein Hindernis für unser Glück, sondern im Gegenteil untrügliche Wegweiser zu ihm, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt. Wenn wir mitunter den Eindruck haben, als ob die Moral unserem Glück im Wege steht, dann deshalb, weil wir uns vom Glück eine falsche Vorstellung machen - so wie ich auf meinem Weg nach Wigratzbad. Ich dachte, mein Ziel liege vor mir auf der Verlängerung der Straße, die ich gerade befuhr. In Wirklichkeit war ich ihm näher, als ich dachte, und ich fand es, indem ich den Schildern gehorchte. Der sicherste Weg zum Glück ist der Gehorsam gegenüber Gottes Geboten.

Doch wie ist es mit den Menschen, die nicht an Gott glauben? Wir Christen wissen zwar, dass die Schilder von Gott stammen und deshalb den richtigen Weg weisen. Aber woher sollen die Ungläubigen das wissen? Sollen sie trotzdem den Wegweisern der Moral folgen? Dürfen sie darauf vertrauen, dass die Moral ... weiterlesen


2. November
Albert Drexel

Prof. Albert Drexel (1889-1977) war Sprachwissenschaftler, aber auch Mystiker. Nach eigenen Angaben hatte er vor 100 Jahren, am 2. November 1922, seine erste Herz-Jesu-Vision, später veröffentlicht im Buch Glaube ist mehr als Gehorsam.


1. November
Das Heiligungsprogramm Don Boscos

Zum heutigen Allerheiligenfest kann ich diese Predigt anbieten.


31. Oktober
Sigismund Felix Felinski

Vor 200 Jahren, am 1. November 1822, wurde in Wojutyn bei Łuck Sigismund Felix Felinski geboren. 1855 zum Priester geweiht, gründete er 1857 in St. Petersburg die franziskanische Schwesterngemeinschaft der Familie Mariens. 1862 wurde er Erzbischof von Warschau. Von Russland unter Zar Alexander II. (1855-1881) immer mehr verfolgt, wurde er schließlich 1863 für 20 Jahre nach Jaroslawl an der Wolga verbannt. Nach seiner Freilassung lebte er zwölf Jahre im südöstlichen Galizien in der Diözese Lemberg (unter österreichischer Herrschaft). Am 17. September 1895 starb er in Krakau im Ruf der Heiligkeit. Er wurde 2002 selig- und 2009 heiliggesprochen.


31. Oktober
Wolfgang Kluxen

Vor 100 Jahren, am 31. Oktober 1922, wurde in Bensberg der Philosoph Wolfgang Kluxen geboren. Er promovierte bei Josef Koch und lehrte in Bochum und ab 1969 in Bonn. 1988 wurde er emeritiert. In seinem Werk Philosophische Ethik bei Thomas von Aquin (1964) interpretierte er den Kirchenlehrer im Sinne eines von der Metaphysik unabhängigen Primats der praktischen Vernunft und wandte sich damit gegen Konzeptionen einer Seinsethik, wie sie etwa von Josef Pieper vertreten werden. Alfons Auer, der Begründer der autonomen Moral, brachte das logische Kunststück fertig, für seine Erfindung beide Ansätze, den von Pieper und den von Kluxen, zu vereinnahmen. Darüber habe ich in einem Aufsatz geschrieben, der voraussichtlich nächstes Jahr erscheinen wird. Kluxen starb am 12. Mai 2007 in Bonn.


30. Oktober
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

31. Folge

Nun war zuvor Umstand eingetreten, der dieser Beschwerde der Bonzen beim König günstig war. Er hatte nämlich erfahren, daß portugiesische Schiffe, die gewöhnlich in Cangoxima gelandet waren, die Straße nach Firando eingeschlagen hätten. Dies verärgerte ihn, weil seine Staaten auf diese Weise keinen Nutzen aus Handelsgeschäften mit den Portugiesen ziehen konnten, und weil sein Feind, der König von Firando, im Vorteil gewesen wäre. Es zeigte sich, daß das scheinbare Wohlwollen, das der König Pater Xaver erwiesen hatte, zum größten Teil auf Berechnungen des Eigennutzes beruhte. Sobald er nämlich diese Nachricht erhalten hatte, erkaltete die Zuneigung des Königs gegenüber Xaver, und er gab den Bonzen Gehör. Er bewilligte ihnen alles, was sie verlangten. Sogleich verbot er seinen Untertanen, die alte Religion des neuen Gesetzes wegen, das die europäischen Bonzen verkündeten, zu verlassen.

Unmittelbar nachdem das Verbot der Königs bekannt wurde, wagte es niemand mehr, sich auf die Seite der drei christlichen Ordensmänner zu stellen. Wie leicht ändert sich die Gunst des Volkes, je nach der Gnade oder Ungnade des Hofes!

Die wenigen, die bereits die Taufe empfangen hatten - ungefähr hundert Personen - ließen sich aber nicht mehr abwendig machen. Sie waren bereit, für die Ehre Jesu Christi die Verbannung und selbst den Tod zu erleiden. Obwohl Xaver ihrer Standhaftigkeit nicht mißtraute, wollte er sie doch durch gute Ermahungen stärken, ehe er die Stadt und das Reich verließ, in denen wohl keine Möglichkeit mehr bestand, den Glauben zu verbreiten.

Xaver versammelte täglich insgeheim diese neuen Christen, und nachdem er einige Stellen der Heiligen Schrift ins Japanische übersetzt hatte, die auf den Zustand der jungen Kirche in Japan anwendbar waren, erklärte er ihnen bei jeder Zusammenkunft eines der Geheimnisse des Lebens unseres Herrn, und seine Zuhörer wurden von einer inneren Wirkung des Heiligen Geistes so durchdrungen, daß sie dabei in Tränen ausbrachen.

Xaver ließ für die Gläubigen mehrere Abschriften seines Katechismus anfertigen. Nachdem er diesen durch eine ausführlichere Erklärung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, verschiedene geistliche Unterweisungen und eine vollständige Beschreibung des Lebens Christi ergänzt hatte, ließ er ihn in japanischer Schrift drucken und überall verbreiten.

Zehntes Kapitel

Xavers Abreise von Cangoximo - Sein Aufenthalt auf der Festung des Ekondono - Früchte seiner Arbeiten - Abreise und Ankunft in Firando - Günstige Aufnahme Xavers - Viele Einwohner nehmen das Christentum an - Xaver reist nach Amanguchi; geringer Erfolg seiner Bemühungen - Reise nach Meako

Nachdem der Heilige die neuen Christen zur Treue ermahnt und sie seinem Freund Paul vom heiligen Glauben empfohlen hatte, reiste er mit Cosmo del Torres und Johann Fernandez von Cangoximo ab. Die Neubekehrten waren standhaft im Glauben, so daß ihre Zahl in einigen Jahren auf 500 anstieg.

Der König von Saxuma sah sich veranlaßt, den Vizekönig von Indien schriftlich zu ersuchen, er möge einige Mitglieder der Gesellschaft Jesu senden. Anfang September 1550 hatte Xaver seine Reise angetreten. Die portugiesischen Schiffe, die in Japan angekommen waren, boten Xaver die Gelegenheit, seinen Weg nach Firando zu nehmen. Er erhoffte vom König in Firando eine gute Aufnahme.

Auf seiner Reise kam er zu einer Festung, die dem Fürsten Ekondono, einem Vasallen des Königs von Saxuma, gehörte. Sie lag auf einem hohen Felsen und schien äußerlich ein furchtbar schauerlicher Ort zu sein, in ihrem Innern aber war sie sehr anmutig - ein prächtiger Palast, geziert mit Bogengängen, Galerien, Sälen und Zimmern von außerordentlicher Schönheit. Da einige der Bewohner dieser Festung sich unter den Reisegefährten Xavers befanden, luden sie ihn ein, ihren Herrn zu begrüßen, wobei sie nicht zweifelten, Ekondono werde mit Freuden einem so berühmten Mann begegnen.

Der Heilige folgte ihrer Einladung, in der Hoffnung, dort die Saat des Evangeliums ausstreuen zu können. Die Bewohner nahmen ihn freundlich auf, und Xaver konnte ihnen das Wort Gottes verkünden. 17 Diener des Fürsten baten um die Taufe. Der Fürst selbst hätte das Evangelium angenommen, aber er unterließ es aus Furcht, dem König von Saxuma damit zu mißfallen. Im Herzen glaubte er an Jesus Christus und erlaubte Xaver, seiner Gattin und seinem ältesten Sohn insgeheim die Taufe zu spenden. Er versprach, sich selbst taufen zu lassen, falls der König sich dem Gesetz Gottes günstig zeigen würde.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


29. Oktober
Wer soll über uns herrschen?

Zum morgigen Christkönigsfest kann ich folgende zwei Predigten anbieten:

König meines Herzens

Ein Königtum der Liebe


29. Oktober
Hermann Breucha

Vor 50 Jahren, am 29. Oktober 1972, starb in Stuttgart im Alter von 70 Jahren Hermann Breucha. Er war 32 Jahre lang Pfarrer der Pfarrei Mariä-Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch. In Stuttgart wohnte auch der Philosoph Robert Spaemann. Darüber erfahren wir auf der Website der Petrusbruderschaft: “Beruflich bedingt wurde Stuttgart zur neuen Wahlheimat der Familie Spaemann. Hier lernte sie auch den bekannten Stadtpfarrer und begabten Prediger Hermann Breucha (1902-1972) kennen, der über drei Jahrzehnte lang bis 1970 in der Degerlocher Gemeinde St. Maria Himmelfahrt wirkte. Aus ganz Stuttgart fühlten sich Katholiken - darunter auch Familie Spaemann - zu seinen Gottesdiensten hingezogen. Aus der liturgischen Bewegung kommend, war Pfarrer Breucha zunächst begeistert vom liturgischen Aufbruch, den das 2. Vatikanische Konzil ankündigte. Umso mehr war er aber von der nachkonziliaren Liturgiereform enttäuscht, mit deren Umsetzung im Jahre 1969 fast zeitgleich ein eklatanter Glaubensniedergang begann. Von Anfang an teilte das Ehepaar Spaemann die Skepsis Breuchas.” Den Verlust des Lateins und des Chorals betrachtete Breucha als Katastrophe.


29. Oktober
Mieczyslaw Halka Graf von Ledochowski

Vor 200 Jahren, am 29. Oktober 1822, wurde in Górki (Sandomir) Mieczyslaw Halka Graf von Ledochowski geboren. 1845 zum Priester geweiht, wurde er 1861 Nuntius in Brüssel und 1866 Erzbischof von Gnesen und Posen. Im Laufe des Kulturkampfes wurde er im Febraur 1874 verhaftet, ins Gefängnis von Ostrowo gebracht und vom preußischen Gerichtshof für kirchliche Angelegenheit für abgesetzt erklärt. Pius IX. ernannte ihn 1875 zum Kardinal. Im Februar 1876 wurde er aus der Haft entlassen und aus Preußen verbannt. Von Rom aus regierte er seine Diözese weiter, bis er 1886 zu Gunsten des Friedens auf sein Erzbistum verzichtete. Er starb am 22. Juli 1902 in Rom.


29. Oktober
Michael Rua

Vor 50 Jahren, am 29. Oktober 1972, wurde Michael Rua (1837-1910) seliggesprochen. Er gehörte ab 1852 zu den Zöglingen des hl. Don Bosco, wurde 1860 zum Priester geweiht und 1888 nach dem Tod des hl. Don Bosco dessen Nachfolger als Generaloberer der Salesianer.


29. Oktober
Andreas Theurer

Vor zehn Jahren, am 29. Oktober 2012, konvertierte Andreas Theurer im Alter von 46 Jahren in die katholische Kirche. Theurer war in Seewald-Göttelfingen, Landkreis Freudenstadt, Pfarrer der Evangelischen Landeskirche. Im August 2012 wurde er von seinem Amt als Pfarrer suspendiert, weil er das Buch Warum werden wir nicht katholisch? – Denkanstöße eines evangelisch-lutherischen Pfarrers veröffentlicht hatte. Mit ihm konvertierte auch seine Frau Gudrun, Diplom-Theologin und Mitglied der Landessynode.
Zum Stand der Ökumene meinte Theurer kurz nach seiner Konversion: “Bedauerlich finde ich außerdem, dass in der Öffentlichkeit oft der Eindruck vorherrscht, die Katholiken seien schuld daran, dass es in der Ökumene nicht vorwärtsgeht, weil sie nicht bereit sind, von ihren Standpunkten abzurücken. Ich sehe es freilich umgekehrt: der Protestantismus entfernt sich in den dogmatischen und ethischen Fragen unserer Zeit immer weiter vom früheren allgemeinchristlichen Konsens und ist somit der Hauptschuldige am ökumenischen Stillstand.”


27. Oktober
Darf ein Christ sich wehren?

In dieser Podcast-Folge gehe ich der Frage nach, was der Sinn jener Forderung Jesu sein soll, die andere Wange hinzuhalten.


27. Oktober
Franz Martin Schindler

Vor 100 Jahren, am 27. Oktober 1922, starb in Wien im Alter von 75 Jahren der Moraltheologe Franz Martin Schindler. Er lehrte in Leitmeritz und Wien, war Mitbegründer der Leogesellschaft, “eifriger Förderer der katholischen Sozialpolitik im Sinne der päpstlichen Rundschreiben, Mitbegründer und Programmatiker der Christlich-sozialen Partei und der katholischen Zentralpresse ‘Reichspost’ in Wien; 1907 ernanntes Mitglied des Herrenhauses” (LThK, 1. Auflage).


26. Oktober
Kant und die Bestimmung des Menschen

Von P. Engelbert Recktenwald

In vielen Zusammenhängen erfahren wir die Moral als eine Verbotsgrenze, als eine Einschränkung unserer Möglichkeiten. In der Wirtschaft etwa gebietet sie einem hemmungslosen Konkurrenzkampf, in Fragen der Karriere einem rücksichtslosen Erfolgsstreben Einhalt. Oder wir erleben sie als eine Spaßbremse. “Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu leben,” meint Edith Piaf.

Oder sie wird als ein Instrument der Repression hingestellt: “Moral ist weiter nichts als die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, gegen die wir eine persönliche Abneigung haben”, meint Oscar Wilde in einem seiner vielen Aphorismen, die natürlich cum grano salis zu nehmen sind. Neben diesen mehr oder weniger saloppen Formen der Moralkritik, die eher auf den Missbrauch der Moral oder auf ihre Fehlformen zielen als auf die Moral selbst, gibt es in der Philosophie ernsthafte Formen ihrer Infragestellung. Seit Bernard Williams wird unter Philosophen diskutiert, was er “das Problem Gauguins” nennt. In Anlehnung an die Biographie Paul Gauguins schildert Williams den Fall eines Malers, der seine Familie im Stich lässt, um in die Südsee auszuwandern und dort seiner künstlerischen Berufung zu folgen. Ohne diesen Verrat an seinen moralischen Pflichten wäre er nicht der große Künstler geworden, der er war, und wäre die Welt um große Kunstwerke ärmer geblieben. Williams nimmt dies als Beleg für seine These, dass es Fälle geben kann, in denen die Ansprüche der Moral zurückgewiesen werden dürfen. Der Rechtsgrund dieser Zurückweisung liegt in dem Umstand, dass der Einschränkungscharakter der Moral in diesem Fall so weit geht, dass sie sogar unserer eigentlichen Bestimmung im Wege steht. Selbstverwirklichung und Moral stehen miteinander im Konflikt.

Dieses Problem wird auch aufgeworfen in der berühmten Entgegensetzung von Pflicht und Neigung, die die kantische Ethik charakterisiert. Immanuel Kant löst die Spannung natürlich zugunsten der ... weiterlesen


25. Oktober
Custos

Heute vor drei Jahren hielt ich auf dem Christkönigstreffen die Predigt Das Wort Gottes bewachen, bewahren, behüten, befolgen.


25. Oktober
Joseph Schrems

Vor 150 Jahren, am 25. Oktober 1872, starb in Regensburg im Alter von 57 Jahren Joseph Schrems. “Hervorragender Musiker und großer Dirigent, verwirklichte er praktisch am Dom das Reformwerk Proskes und wurde mit Proske und Mettenleiter zum Begründer der ‘Regensburger Tradition’, welche die altrömische (cf. Baini) Aufführungsweise der alten Meister unmittelbar übernahm und fortsetzte. Er schrieb eigenhändig eine staunenswerte Fülle alter Meisterwerke zum praktischen Chorgebrauch nieder und setzte Proskes Musica divina fort” (LThK, 1. Auflage).


24. Oktober
Verstörend

Geradezu verstörend aber ist, wenn der Erzbischof [Erzbischof Vincenzo Paglia, Präsident der „Päpstlichen Akademie für das Leben“, der die Berufung von Mariana Mazzucato in die Akademie verteidigt] meint, zwischen „pro choice“ und „pro abtreibung“ unterscheiden zu können und behauptet, Mazzucatos Tweets sei vielleicht „pro choice“, aber nicht „pro abtreibung“. Der Begriff „pro choice“ ist eine Wortschöpfung der Abtreibungslobby. Sie wurde einzig und allein ersonnen, um die Befürwortung von Abtreibungen, sanfter erscheinen zu lassen und so für mehr Menschen zustimmungsfähiger zu machen. Heute würde man von „Framing“ sprechen.

Aus: Stefan Rehder, Ein Irrtum, der korrigiert gehört, in der Tagespost. Vergleiche dazu auch den Kommentar von Roland Noé.


24. Oktober
Guillaume Berthier

Vor 300 Jahren, am 24. Oktober 1722, trat Guillaume Berthier SJ (1704-1782) in Paris in die Gesellschaft Jesu ein. Er lehrte Philosophie und Theologie und widerlegte in der Zeitschrift Mémoires de Trévoux Voltaire und die Enzyklopädisten.


22. Oktober
Was uns jubeln lässt

Zum morgigen 20. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Der Jubel des Heiligen Geistes

Maria: nicht Vorzimmerdame, sondern unser Coach

Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht


22. Oktober
Das Zitat

Das beste Mittel, um Großes für Gott zu leisten, besteht darin, Kleines zu tun, wenn Gott es so will; denn es gibt nur ein Mittel, um alles zu erreichen: die Treue, wodurch dann die Gnaden ineinander greifen, sich folgen und vervielfältigen.

Hl. Pierre-Julien Eymard


21. Oktober
Kirchlicher Führungsstil

Es ist kein Fortschritt in der Ekklesiologie, sondern ein eklatanter Widerspruch zu ihren Grundprinzipien, wenn alle Jurisdiktion in der Kirche aus dem Jurisdiktionsprimat des Papstes deduziert wird. Auch der große Wortschwall von Dienst, Synodalität und Subsidiarität kann den Rückfall in eine theokratische Konzeption des Papsttums nicht verdecken. Diese Ideale sollte man nicht nur als Desiderate an andere reichen, sondern im vorbildlichen Umgang mit den eigenen Mitarbeiten, besonders den Priestern, täglich selbst beweisen. (...) Die römische Kurie ist die institutionalisierte Mitwirkung der römischen Kirche am petrinischen Primat. Sie kann nicht nach den Kriterien einer multinationalen Stiftung rein weltlich organisiert werden. Das scheint das unaufgelöste Grundproblem im Ansatz von „Praedicate Evangelium“ zu sein. Es rächt sich, wenn bei der Ausarbeitung wichtiger päpstlicher Dokumente die systematische Theologie vernachlässigt und statt klarer dogmatischer Prinzipien eine Kombination von spirituellen Desideraten und weltlichen Machtkategorien den hermeneutischen Grundansatz bestimmt.

Aus: Gerhard Kardinal Müller, Anmerkungen zur Kurienreform in „Praedicate evangelium“


21. Oktober
Katharina Tekakwitha

Vor zehn Jahren, am 21. Oktober 2012, sprach Papst Benedikt XVI. vier Frauen und drei Männer heilig.

Die hl. Katharina Tekakwitha (1656-1680) war Irokesin und wurde die Lilie der Mohawks genannt. Eine für Kinder geeignete DVD über sie wird von der Petrusbruderschaft angeboten.

Die hl. Marianne Cope (1838-1918) stammte aus Hessen und widmete ihr Leben den Leprakranken.

Die hl. Maria del Monte Carmelo (1848-1911) gründete 1892 in Burgos die Kongregation der Missionarinnen der Unbefleckten Empfängnis Mariens für den Unterricht.

Die hl. Anna Schäffer (1882-1925) stammte aus Mindelstetten und war eine Mystikerin und Leidensseele. Auf der Anna-Schäffer-Website, die von der Pfarrgemeinde Mindelstetten eingerichtet wurde, kann man sich ein Zitat der Heiligen ziehen.

Der hl. Jakob Berthieu (1838-1896) war Jesuit und wurde auf Madagaskar während eines Aufstandes ermordet. Er ist der erste Heilige Madagaskars.

Der hl. Pedro Calungsod (1654-1672) war Katechet und erlitt auf den Philippinen den Märtyrertod.

Der hl. Giovanni Battista Piamarta (1841-1913) gründete im Jahr 1900 die Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth.


20. Oktober
Faszinierende Wahrheit

Und dann war es der ewige Sohn des himmlischen Vaters, der dieses Gebot bestätigt (Mk 10,30). Ja, mehr als nur das: Er erschließt uns das spektakuläre Geheimnis von Gottes dreifaltiger Liebe. „Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht“ (Joh 1,18). Eine bewegende Faszination ergreift seine Jünger und die frühe Kirche. Das Neue Testament und die Apostolischen Väter versuchen in Worte zu fassen, „was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist“ (1 Kor 2,9). Denker der frühen Christenheit wollten nicht nur die Wahrheit des rechten Glaubens verteidigen, sondern auch zur Intimität des trinitarischen Lebens vordringen, weil das Wunder und Geheimnis geliebter Personen erwärmt und anzieht.

Aus: „Gott ist besser zu verschweigen!“ – Ein Einspruch von Kardinal Cordes gegen Kardinal Marx


20. Oktober
Bertilla Boscardin

Vor 100 Jahren, am 20. Oktober 1922, starb in Treviso im Alter von 34 Jahren die hl. Bertilla Boscardin. Sie gehörte zu den Dorotheaschwestern. Sie starb nach einer schweren Operation mit den an ihre Generaloberin gerichteten Worten: “Sagen Sie ihnen [den Mitschwestern], dass sie nur für Jesus arbeiten sollen ... für Jesus! Alles andere ... ist ... nichts!”


19. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Rettende Schönheit ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Podcast-Episode Der Kampf um das Naturrecht (über Benedikt XVI. und seine Kritiker) ist auf der Goertz-Seite, meine Himmelfahrtspredigt Göttliche Freigebigkeit auf der Herz-Mariä-Seite und das Youtube-Video Dear Pope Francis! auf der Traditionis-Custodes-Seite eingebettet. Die Meldungen zum Synodalen Weg wurden seit dem letzten Hinweis um folgende 14 Beiträge ergänzt: Wurzeln der Glaubenserosion, Synodale Verwirrung, Tränenfeuchter Kitsch, Synodales Ablenkungsmanöver, Wie es auf dem Synodalen Weg zugeht, Der synodale Teppich, Unglaubwürdig, Synodale Machtausübung, Synode versus Konzil, Letztes Aufbäumen der Funktionärskirche, Ein Versagen der Lehre oder ein Versagen der Bischöfe?, Eine bizarre Ideologie erobert die Synode, Ausdruck einer Blase, Keine Bereitschaft.


19. Oktober
Theresia von Lisieux

Vor 25 Jahren, am 19. Oktober 1997, wurde die hl. Theresia vom Kinde Jesus zur Kirchenlehrerin erhoben.


17. Oktober
Wir suchen am falschen Ort

Über den paradoxen Sinn unseres Lebens, den wir gleichzeitig finden und verwirklichen müssen

Von P. Engelbert Recktenwald

I. Wofür es sich zu leben lohnt

“Und das Leben habe ich erst lieben gelernt, seit ich weiß, wofür ich lebe.”
So schrieb die hl. Edith Stein 1924 in einem Brief an Roman Ingarden, nachdem dieser verständnislos auf ihre Konversion zum katholischen Glauben reagiert hatte.

Mit diesem Bekenntnis drückt sie eine weit verbreitete Erfahrung aus: Unser Leben trägt seinen Sinn nicht von selber in sich selbst, sondern empfängt ihn von woanders her. Es muss ein Ziel geben, das unserem Leben Sinn, Wert und Bedeutung verleiht. Es muss etwas geben, wofür zu leben sich lohnt. Ob es das wirklich gibt, haben wir nicht in der Hand. Wir müssen es herausfinden.

Damit wird ein Grundzug der menschlichen Existenz sichtbar: Wir sind bedürftige Wesen. Im physischen Bereich ist das offensichtlich. Wir kommen als Wesen auf die Welt, die ganz und gar bedürftig sind und ohne fremde Hilfe nicht überleben könnten. Ein Baby kann sich nicht selber ernähren, sich nicht selber vor Kälte, Hitze, Gefahren jeder Art schützen. Wenn der Mensch heranwächst, überwindet er schrittweise diese Bedürftigkeit - aber nur bis zu einem gewissen Grad. Er kann sich zwar selber Nahrung verschaffen, bleibt aber weiter auf sie angewiesen. Er kann sich in der Welt einrichten, aber nicht ihren Bedingungen entfliehen. Der Spielraum seiner Selbstbestimmung innerhalb der Welt ist klein. An den Naturgesetzen kann er nicht das geringste ändern. Je größer sein Ehrgeiz ist, die Natur zu beherrschen, um so gewissenhafter muss er sie erforschen. Jeder Irrtum kann sich bitter rächen. Der Mensch bleibt ein bedürftiges Wesen: Er bedarf der Nahrung, der Luft zum Atmen, des Lichtes zum Sehen. Er ist in eine Wirklichkeit hineingeworfen, die ihm eiserne Bedingungen diktiert, von denen er sich nie emanzipieren kann. Er muss sich, ob er will oder nicht, mit ihr arrangieren.

Aber das gilt nicht nur für seinen Leib, sondern auch für seine Seele. Auch sie hat Bedürfnisse. Auch für sie gelten Gesetze, die man nicht ungestraft ignorieren kann. Wir sind nicht nur physisch, sondern auch metaphysisch bedürftig. Dazu gehört das Bedürfnis nach einem Sinn im Leben. Dieses Bedürfnis können wir nicht beliebig stillen, auch wenn der Philosoph Jean-Paul Sartre meinte, genau darin bestehe unsere Freiheit. Der Mensch habe keine vorgegebene Natur, sondern sei nur das, wozu er sich in Freiheit mache. Er könne folglich selber entscheiden, was seinem Leben Sinn gäbe. Das ist letztlich so absurd wie die Vorstellung, der Mensch könne selber bestimmen, welche Pilze für ihn giftig seien und welche nicht.

Dagegen lautete die Erkenntnis der hl. Edith Stein: Der Mensch kann das, wofür es sich zu leben lohnt, nicht aus sich heraus autonom bestimmen, sondern muss es herausfinden. Der Psychiater Viktor Frankl drückt es so aus: “Das Leben ist kein Rorschach-Test, sondern ein ... weiterlesen


16. Oktober
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

23. Folge

9. Wenn die Liebe Gottes in einem Herzen einkehrt, dann setzt man keinen Wert mehr auf das, was die Welt hoch schätzt: “Gäbe auch ein Mensch alle Habe seines Hauses für die Liebe, für nichts würde man es achten” (Hl 8,7). Der heilige Franz von Sales sagt, daß, wenn ein Haus brennt, man das Gerät zum Fenster hinauswirft, das heißt, wenn ein Mensch von der Liebe entzündet ist, dann sucht er selbst, ohne daß man ihn in der Predigt oder im Beichtstuhl dazu ermahnen müsse, sich von weltlichen Gütern, von Ehren, Reichtümern und allem Irdischen zu entblößen, um nichts anders mehr als Gott zu lieben.

10. Gilbertus sagt, daß es einem Herzen, das wahrhaft Gott liebt, schwer und unerträglich sei, seine Liebe zwischen Gott und den Geschöpfen zu teilen, und der heilige Bernhard behauptet, daß die Liebe Gottes unverschämt sei, weil Gott in einem Herzen, das ihn liebt, keinen Genossen seiner Liebe dulde, da er allein das Herz besitzen will. Verlangt Gott etwa zuviel, wenn er will, daß die Seele nichts anderes als ihn liebe? Die unendliche Liebenswürdigkeit muß allein geliebt werden, sagt der heilige Bonaventura. Da Gott die unendliche Güte und Liebenswürdigkeit ist, welche eine unendliche Liebe verdient, so hat er Recht, wenn er verlangt, daß ein Herz, das er gerade deshalb erschaffen hat, damit es Ihn liebe, Ihm auch wirklich ganz angehöre, denn bloß deshalb, um allein geliebt zu werden, hat Gott alles für dieses Herz getan, wie das der heilige Bernhard sagt, da er von der Liebe spricht, die Gott zu ihm trägt: “Alles hat Er für mein Bestes hingegeben.” Das kann und muß ein jeder von uns sagen, wenn er an Jesus Christus denkt, der für jeden von uns Sein Leben und Sein Blut aufgeopfert hat, als Er am Kreuz von Schmerzen verzehrt starb, und der uns nach Seinem Tode Seinen Leib, Sein Blut, Seine Seele, ganz Sich selbst im allerheiligsten Altarsakrament hinterlassen hat, damit Er eine Speise und ein Trank unserer Seelen werde und dadurch einen jeden von uns aufs engste mit Sich vereinige.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


15. Oktober
Was wir nicht versäumen dürfen

Zum morgigen 19. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Gerufen zu einer folgenschweren Entscheidung

Gebt dem Teufel nicht Raum!

Lass mein Gebet wie Weihrauch vor dein Angesicht dringen!


15. Oktober
Lucantonio Falcone

Vor fünf Jahren, am 15. Oktober 2017, wurde Lucantonio Falcone (1669-1739) heiliggesprochen. Nach seinem Eintritt bei den Kapuzinern erhielt er den Namen Angelo d’Acri OFMCap und wurde 1700 zum Priester geweiht. 1711 beauftragte ihn Erzbischof Francesco Pignatelli von Neapel mit dem Predigtdienst. Nach anfänglichen Misserfolgen predigte er so erfolgreich, dass er Tausende von Menschen bekehrte und er der “Apostel des Südens” und der “Engel des Friedens” genannt wurde. Er besaß die Charismen der Prophetie, der Bilokation und der Seelenschau. Am 18. Dezember 1825 wurde er seliggesprochen.


14. Oktober
Die Exkulpierung der Täter

Ganze Jugend- und Frauenverbände kriegen sich nicht mehr ein vor lauter Kirchenschelte, so dass es nicht verwunderlich ist, dass diese Kirche plötzlich als abscheuliches totalitäres System erscheint, das nur noch Opfer produziert - zum Beispiel den "homosexuellen Mensch" an sich oder "alle Frauen". Angesichts der forcierten Selbstanklagen bildet sich in der Öffentlichkeit die Meinung, die Kirche als Ganze sei eine einzige Monstrosität; hinter dem Missbrauch stecke System und nicht etwa klar identifizierbare Schuld und Verantwortung von Einzelnen, und man könne dieser inhumanen Terrororganisation nicht schnell genug den Garaus machen. Wer ist nun also schuld? Die "systemische" Antwort lautet: keiner. Keine konkrete Person. Kein Täter, kein Bischof, kein Generalvikar, kein Personalchef, kein Regens. "Die Kirche" ist schuld. Das System ist schuld. Die Gewalt ist schuld. Die Struktur ist schuld. Der Klerikalismus ist schuld. Die fehlende Demokratie in der Kirche ist schuld. Die geballte Männermacht ist sowieso immer schuld. Die Überhöhung des Priesterbildes ist schuld. Die Schuld ist schuld. Die Sexualmoral ist schuld.

Aus: Bernhard Meuser, Missbrauch: Böse, böse Kirche, Tagespost online vom 22. September 2022

Zum Thema: Bernhard Meuser, Freie Liebe


14. Oktober
Leo Elders

Vor drei Jahren, am 14. Oktober 2019, starb in Teteringen im Alter von 93 Jahren der Theologe Leo Elders S.V.P. Kardinal Ratzinger nannte ihn einen Thomisten im besten Sinne des Wortes.


13. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Liebe siegt immer ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über das Staunen des Petrus ist auf der Konklaveseite, mein Podcast Wiederverzauberung der Natur? (über Papst Benedikt und das Naturrecht) auf der Biologismusseite eingebettet. Das Kommuniqué der Petrusbruderschaft zum Motu Proprio Traditionis Custodes findet man auf dieser Seite (unten).


13. Oktober
John Henry Newman

Vor drei Jahren, am Sonntag, 13. Oktober 2019, wurde John Henry Newman heiliggesprochen. An diesem Tag predigte ich über Newman und das Zeugnis seines Lebens; diese Predigt finden Sie auf der Haecker-Seite (nach unten scrollen). Meinen Podcast über Newman und den Fortschritt in der Theologie kann man hier hören. Auf kath-info finden sich Newmans Ausführungen über die Unsterblichkeit der Seele.


12. Oktober
Sterbehilfe auf dem Vormarsch

Was lange unvorstellbar war und durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts am Aschermittwoch 2020 ermöglicht wurde, ist Wirklichkeit: Die gezielte Normalisierung dessen, was nie normal sein kann, der sogenannten Sterbehilfe, ist voll im Gange. Bereits 2021 kam es zu 129 "Suizidbeihilfen" durch den Verein Sterbehilfe, so viele wie nie zuvour (...). Der Verein hat in den zwölf Jahren seines Bestehens 470 Mitgliedern beim Suizid geholfen, darunter auch jungen, nicht chronisch kranken Menschen. Wir rutschen auf der schiefen Ebene weiter hinab. Das "Deutsche Ärzteblatt" hat es als nicht problematisch angesehen, am 8. August eine Anzeige zu veröffentlichen, die Ärzte für solche "Dienstleistungen" sucht. Gerade für Ärztinnen und Ärzte, die nicht (mehr) in Vollzeit arbeiten, könnte diese Aufgabe "interessant" sein, ist zu lesen.

Aus: Veit Neumann, Auf der schiefen Ebene bergab, in: Neue Bildpost 34/2022, S. 8.

Zum Thema Todeswunsch


12. Oktober
Seligsprechungen

Vor 25 Jahren, am 12. Oktober 1997, wurden Johannes Baptist Piamarta, Elias Nieves del Castillo, Emilia d’Oultremont, Dominic Lentini und Maria Teresa Fasce seliggesprochen.

Johannes Baptist Piamarta FN (1841-1913) gründete 1886 in Brescia das Istituto Artigianelli, das minderbemittelten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen sollte. Er errichtete Werkstätten und über hundert Unterkünfte für sie. 1902 gründete er die Kongregation der Heiligen Familie von Nazareth und mit Elisa Baldo (1862-1926) zusammen die Kongregation der Armen Dienerinnen des Herrn. Am 21. Oktober 2012 wurde er heiliggesprochen.

Elias Nieves del Castillo OSA erlitt in der blutigen Katholikenverfolgung in Mexiko am 10. März 1928 im Alter von 45 Jahren das Martyrium. Er starb mit den Worten "Viva Cristo Rey!"

Die Belgierin Emilia d’Oultremont (1818-1878) gründete als Witwe 1857 die Gesellschaft von Maria der Wiedergutmachung (Societas Mariae Reparationis), nachdem ihr bereits 1842, zur Zeit ihrer Ehe, der hl. Ignatius von Loyola in einer Vision erschienen war mit der Prophezeiung, dass sie eines Tages seiner Ordensregel folgen werde.


11. Oktober
Das 68. Wunder

Vor zehn Jahren, am 11. Oktober 2012, anerkannte Bischof Alceste Catella von Casale-Monferrato das 68. Wunder von Lourdes. Dieses geschah am 23. Juli 1965. Die gelähmte Schwester Luigina Traverso aus Italien kam todkrank nach Lourdes. Beim Vorbeitragen des Allerheiligsten während der hl. Messe, an der sie auf einer Tragbahre teilnahm, wurde sie auf einen Schlag geheilt. Das internationale Ärztekomitee bestätigte am 19. November 2011 den unerklärlichen Charakter des Vorgangs, woraufhin am 11. Oktober 2012 die kirchliche Anerkennung folgte. Seit dem gab es zwei weitere Anerkennungen: Das 69. Wunder wurde am 20. Juni 2013, das 70. am 11. Februar 2018 anerkannt. Das war meines Wissens bislang die letzte.


11. Oktober
Konrad Vetter

Vor 400 Jahren, am 11. Oktober 1622, starb in München im Alter von 74 Jahren der Prediger und Polemiker Konrad Vetter SJ. Seit 1588 war er 26 Jahre lang in Regensburg als Prediger tätig. “Was Gretser, Pistorius SJ, Tanner und andere umfangreich in lateinischen Werken behandeln, verarbeitete er zu deutschen Flugschriften, die, weil klein an Umfang und volkstümlich abgefaßt, weiteste Verbreitung fanden” (LThK, 1. Auflage).


10. Oktober
Sonne genießen oder Sonne sein?

Über den Zusammenhang von Liebe, Glück und moralischem Wert

Von P. Engelbert Recktenwald

Was würde die Sonne sehen, wenn sie Augen hätte? Nichts. Alles wäre schwarz vor ihren Augen. Denn alles Licht entfernt sich von ihr. Indem die Sonne alles eigene Licht ausstrahlt, bleibt sie selber in der Dunkelheit zurück. Für mich ist das ein Bild der Liebe des Gekreuzigten: Am Kreuz verströmt er all seine Liebe zu uns, bleibt aber selber in der Verlassenheit von aller Liebe zurück, so dass er ausruft: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?”

Für uns, die Geliebten, bedeutet diese Liebe das größte Glück, für Ihn, den Liebenden, den größten Schmerz. Es ist dies die Liebe der Selbstverleugnung, die nun als Teil der Nachfolge Christi auch von uns verlangt wird: “Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst...” (Mt 16,24). Und wenn der hl. Paulus sagt, dass die Liebe alles erduldet und erträgt (1 Kor 13, 7), dann ist klar, dass er damit etwas Schwieriges und schwer Erträgliches meint. Solche Liebe ist kein Honiglecken. Sie kann schmerzvoll sein, verlangt Opfer und kostet uns Überwindung.

Auf der anderen Seite wird von der Liebe aber auch das Gegenteil ausgesagt. Sie ist der Inbegriff dessen, was unser Glück ausmacht. Sie ist nicht Selbstverleugnung, sondern Seligkeit und Erfüllung. Sie ist nicht etwas, wozu wir uns überwinden müssen, sondern wonach wir uns sehnen. Liebe erfüllt uns mit einem großen Glückgefühl. Menschen, die die große Liebe erleben, wähnen sich im siebten Himmel. Unser Glück im Himmel wird tatsächlich in der Liebe bestehen. Die Hölle ist, wie der Starez Sossima in Dostojewskis Roman Die Brüder Karamasow sagt, “der Schmerz darüber, dass man nicht mehr zu lieben vermag.” “Alles Glück ist Liebesglück” heißt der Vortrag, in dem Josef Pieper dieses Zitat bringt. Wir lieben es zu lieben, sagt Pieper selber zu diesem Thema. Und Tolstoi meint: weiterlesen


8. Oktober
Wie unsere Rettung funktioniert

Zum morgigen 18. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende fünf Predigten anbieten:

Das Opfer Abels, Abrahams, Melchisedeks und Jesu

Das Gute erkennen und anerkennen

Lead, Kindly Light

Die Gicht der Seele

Lenkendes Erbarmen


8. Oktober
Kongress Leben.Würde

Vom 21. bis 23. Oktober findet in Schwäbisch Gmünd der vom Bundesverband Lebensrecht organisierte Kongress Leben.Würde statt, unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin a. D. Christine Lieberknecht und Bischof Dr. Stefan Oster OSB. Das äußerst umfangreiche Tagungsprogramm ist auf diesem PDF-Dokument einsehbar.


8. Oktober
Bernhard Duhr

Vor 150 Jahren, am 8. Oktober 1872, begann Bernhard Duhr SJ (1852-1930) bei den Jesuiten auf der Friedrichsburg zu Münster (Westfalen) das Noviziat unter dem Novizenmeister P. Moritz Meschler SJ (1830-1912). Duhr wurde ein bedeutender Ordenshistoriker. Sein Hauptwerk Geschichte der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge erschien von 1907 bis 1928 in vier Bänden.


7. Oktober
Pariser Erklärung

Vor fünf Jahren, am 7. Oktober 2017, veröffentlichten zehn bedeutende Intellektuelle aus acht Ländern die Pariser Erklärung Ein Europa, wo(ran) wir glauben können. In ihr erinnern sie an die christlichen Wurzeln Europas. Darin heißt es zum Beispiel:

"Das wahre Europa bekräftigt die gleiche Würde eines jeden Individuums, unabhängig von Geschlecht, Rang oder Volkszugehörigkeit. Auch dies speist sich aus christlichen Wurzeln. Unsere Tugenden sind zweifelsfrei christlichen Erbes: Gerechtigkeit, Mitgefühl, Gnade, Vergebung, Friedfertigkeit, Wohltätigkeit. Das Christentum hat die Beziehungen zwischen Männern und Frauen revolutioniert, indem es Liebe und gegenseitige Treue in einem zuvor ungekannten Ausmaß als bleibende Werte etablierte. Der Bund der Ehe erlaubt es Mann und Frau, in Gemeinschaft zu gedeihen. Die meisten Opfer, die wir bringen, bringen wir um unserer Kinder und Ehepartner willen. Diese Haltung der Selbsthingabe ist ein weiterer christlicher Beitrag zu dem Europa, das wir lieben."

Die Pariser Erklärung wurde unterschrieben von: Philippe Bénéton, Rémi Brague, Chantal Delsol, Roman Joch, Lánczi András, Ryszard Legutko, Roger Scruton, Robert Spaemann, Bart Jan Spruyt und Matthias Storme.


7. Oktober
Franz Jägerstätter

Vor 25 Jahren, am 7. Oktober 1997, wurde der Seligsprechungsprozess für Franz Jägerstätter (1907-1943) eingeleitet. Die Seligsprechung erfolgte am 26. Oktober 2007.


7. Oktober
Johannes von Ávila

Vor zehn Jahren, am 7. Oktober 2012, wurde der hl. Johannes von Ávila (1499-1569) von Benedikt XVI. zum Kirchenlehrer erhoben. Von ihm stammt der Ausspruch: “In Widerwärtigkeiten Gott zu lobpreisen gilt mehr als tausend Danksagungen, wenn alles gut geht.”


5. Oktober
Universität Salzburg

Vor 400 Jahren, am 5. Oktober 1622, erhob Kaiser Ferdinand II. das bisherige benediktinische Gymnasium in Salzburg zur Universität. Sie war eine Benediktineruniversität bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1810. 1962 wurde sie in staatlicher Trägerschaft wiedererrichtet. Sie ist benannt nach ihrem Gründer Paris Graf von Lodron, Erzbischof von Salzburg.


5. Oktober
Hubert Linckens

Vor 100 Jahren, am 5. Oktober 1922, starb in Hiltrup im Alter von 61 Jahren Hubert Linckens MSC. 1886 in ‘s-Hertogenbusch zum Priester geweiht, gründete er 1897 das Kloster der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup und 1900 die Kongregation der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu.


3. Oktober
Gabriele Paleotti

Vor 500 Jahren, am 4. Oktober 1522, wurde in Bologna der Kanonist Gabriele Paleotti geboren. "1546-1556 berühmter Rechtslehrer in Bologna, 1556 Auditor der Rota zu Rom, 1565 Kardinal, 1566 reformeifriger Bischof (1582 erster Erzbischof) seiner Vaterstadt. Als Uditore der Rota Berater der Präsidenten des Konzils von Trient" (LTkK, 1. Auflage). Er starb am 22. Juli 1597 in Rom.


3. Oktober
Gianna Beretta Molla

Vor 100 Jahren, am 4. Oktober 1922, wurde in Magenta bei Mailand Gianna Beretta Molla geboren. Sie heiratete, und als während der Schwangerschaft ihres vierten Kindes Komplikationen auftraten, bestimmte sie, dass die Rettung des Lebens ihres Kindes Vorrang haben müsse vor ihrem eigenen Leben: “Wenn ihr entscheiden müsst zwischen mir und dem Kind, keine Aufregung: wählt - und dies verlange ich - das Kind. Rettet das Kind!” Am 21. April 1862 brachte sie ihre Tochter Gianna Emmanuela zur Welt, während sie selber eine Woche später mit den Worten starb: “Jesus ich liebe dich.” Am 24. April 1994 wurde sie selig-, am 16. Mai 2004 heiliggesprochen.


3. Oktober
Die Selbstoffenbarung des Herrn

Wo im Evangelium wird der entscheidende Grund unseres Glaubens gelegt? Das zeige ich in der Predigt, die ich gestern gehalten habe.

Recktenwald-Predigten · 17. Sonntag nach Pfingsten: Jesus ist der Herr!

3. Oktober
Christkönigstreffen

Vom 28. bis 30. Oktober findet in St. Pelagiberg wieder das große Jugendtreffen der Christkönigsjugend in St. Pelagiberg (bei St. Gallen) statt. Weitere Infos und Anmeldemöglichkeit auf der Seite der CKJ.


2. Oktober
Blüten des Konstruktivismus

Als französische Wissenschaftler nach einer Untersuchung der Mumie von Pharao Ramses II. feststellten, dass Ramses wahrscheinlich an Tuberkulose starb, widersprach der Wissenschaftssoziologe Bruno Latour dieser Diagnose: Wie könne Ramses an einem Erreger gestorben sein, der erst 1882 von Robert Koch entdeckt wurde? Mycobacterium tuberculosis habe vor der Entwicklung entsprechender Nachweismethoden "nicht wirklich existiert". Die Behauptung, Ramses sei an Tuberkulose gestorben, sei nicht weniger anachronistisch als die, er sei im Maschinengewehrfeuer umgekommen.
Der Vergleich ist, mit Verlaub, Unfug. Maschinengewehre gab es zur Pharaonenzeit nicht, während der Tuberkuloseerreger lediglich noch nicht entdeckt war. Nun wird der Streit zwischen einem realistischen und einem konstruktivistischen Verständnis von Tatsachen auch als einer darüber geführt, ob Tatsachen entdeckt oder erfunden werden. Wenn aber Robert Koch den Erreger einer seinerzeit unbehandelbaren Krankheit nicht entdeckt, sondern erfunden hätte, wäre dann statt des Nobelpreises nicht eher Einzelhaft bei Brot und Wasser angezeigt gewesen?

Aus: Geert Keil, Über Tatsachen und ihre gebildeten Verächter


1. Oktober
Welche Einheit will der Herr?

Zum morgigen 17. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Die Würde unserer Berufung

Welche Einheit?

Außerdem gibt es zum Schutzengelfest diese Predigt:

Wie ist es, ein Schutzengel zu sein?


1. Oktober
Herbert Tröndle

Vor fünf Jahren, am 1. Oktober 2017, starb in Waldshut im Alter von 98 Jahren der hoch angesehene Rechtswissenschaftler Herbert Tröndle. Er war ein Kritiker der Aushöhlung des Rechtsschutzes der ungeborenen Kinder und bezeichnete z.B. das "Beratungsschutzkonzept" als semantisches Trugwort.


1. Oktober
Matthäus Kardinal Schinner

Vor 500 Jahren, am 1. Oktober 1522, starb in Rom im Alter von etwa 57 Jahren der aus dem Oberwallis stammende Kardinal Matthäus Schinner. 1489 zum Priester geweiht, wurde er 1499 Bischof von Sitten. “Von da an war er als kongenialer Helfer des Papstes Julius II. und mit meisterlicher Handhabung der Renaissancediplomatie tätig, sein Paßland und die Eidgenossenschaft in den kaiserlich-päpstlichen Dienst gegen den französischen Friedensstörer zu stellen. Unter seiner Führung vertrieben die Eidgenossen 1512/13 und 1521 die Franzosen aus Mailand” (LThK, 1. Auflage). 1511 wurde er Kardinal, 1517 aus dem Wallis vertrieben. Er war ein persönlicher Freund Zwinglis, aber Gegner der Neuerung. Er starb in Rom an der Pest.


1. Oktober
Robert Spaemann

Vor 25 Jahren, am 1. Oktober 1997, hielt Robert Spaemann auf dem dritten internationalen Kolloquium des Internationalen Studienzentrums für Liturgie (CIEL) in Poissy den Eröffnungsvortrag. Er hatte den Titel Ist ein opferloses Christentum möglich? und ist auf kath-info dokumentiert.


30. September
Interview mit P. Sven Conrad FSSP

Radio Horeb hat anlässlich des römischen Symposiums ein Interview mit P. Sven Conrad FSSP veröffentlicht, dem 2. Vorsitzenden des Neuen Schülerkreises von Joseph Ratzinger. Er spricht über das Thema seiner Doktorarbeit Liturgie und Eucharistie bei Joseph Ratzinger. Interviews mit weiteren Mitglieder des Schülerkreises findet man bei Radio Horeb.


30. September
Franz von Borja

Vor 450 Jahren, am 30. September 1572, starb in Rom im Alter von 61 Jahren Franz von Borja SJ, der dritte General der Jesuiten. 1671 wurde er heiliggesprochen.


29. September
Das Philosophenschiff

Vor 100 Jahren, am 29. September 1922, startete am Nikolaus-Ufer in Petrograd das Philosophenschiff zu seiner Fahrt nach Stettin. Auf ihm und weiteren Schiffen wurden im Rahmen von Lenins “Säuberungsaktion” über 200 missliebige Intellektuelle aus dem bolschewistischen Russland abgeschoben, darunter Berdjajew, Ossorgin, Trubezkoj und Stepun.


29. September
Jakob Baegert

Vor 250 Jahren, am 29. September 1772, starb in Neuburg an der Donau im Alter von 54 Jahren der aus dem elsässischen Schlettstadt stammende Missionar Jakob Baegert SJ. Von 1751 bis 1767 wirkte er in Kalifornien. Er “verfasste die seltene, geographisch und besonders ethnologisch bedeutsame Schrift Nachrichten von der Amerikanischen Halbinsel Californien (Mannheim 1771 u. 1773)” (LThK, 1. Auflage).


28. September
Heiliger Erzengel Michael

Zum morgigen Fest des heiligen Erzengels Michael kann ich diese Predigt anbieten.


28. September
Ist den Synodalen klar, was sie Kindern antun?

Immer mehr junge Detransitionierer melden sich mit zerstörten Körpern und einer verzweifelten Frage zu Wort: „Warum hat mir damals niemand widersprochen? Warum hat mir niemand gesagt, dass ich mit meinem Körper genau richtig bin?“ Genau das – einen „Transitionswunsch“ infrage stellen – dürfen Psychotherapeuten aufgrund des Konversionsverbots in Deutschland nicht. Genau das Konversionsverbot, das der synodale Text zur geschlechtlichen Vielfalt mit Zähnen und Klauen verteidigt. (...) Ist den Synodalen eigentlich klar, was sie Kindern und Familien antun, wenn die Kirche ins gleiche Horn bläst?

Aus: Franziska Harter, Selbstbestimmungsgesetz meets Kirche, Tagespost vom 15. September 2022

Meine Predigt über den Synodalen Weg


28. September
Eugen III.

Vor 150 Jahren, am 28. September 1872, wurde Papst Eugen III. seliggesprochen. Bernardo Pignatelli stammte aus Pisa, trat dort in den Benediktinerorden ein, wechselte aber später nach Clairvaux, wo er ein Schüler des hl. Bernhard von Clairvaux wurde. 1141 wurde er Abt von Tre Fontane in Rom. 1145 zum Papst gewählt, musste er nach Farfa fliehen, dann nach Viterbo, schließlich nach Frankreich und Deutschland. In Paris, Trier, Reims und Cremona hielt er große Synoden. 1149 kehrte er nach Rom zurück. Mit Friedrich Barbarossa schloss er 1153 den Vertrag von Konstanz. Am 8. Juli 1153 starb er in Tivoli.


28. September
Erich Przywara

Vor 50 Jahren, am 28. September 1972 starb in Hagen bei Murnau der Theologe und Philosoph Erich Przywara SJ. Er wurde in Kattowitz geboren, und zwar am selben Tag wie die katholischen Gelehrten Dietrich von Hildebrand und Christopher Dawson, nämlich am 12. Oktober 1889, jener in Florenz, dieser in Wales.


26. September
Die heilige Messe erklärt

Gestern gab es in meiner Predigt den zweiten Teil meiner Erklärung der heiligen Messe. Es geht um Wandlung, Messkanon und Kniebeugen.

Zum ersten Teil


26. September
Kardinal Woelki

Kardinal Woelki “hat als einer der ersten Bischöfe auf die MHG-Studie der Bischofskonferenz im November 2018 reagiert und einen Betroffenenbeirat eingerichtet und berufen, der im April 2019 seine Arbeit aufgenommen hat – zum Vergleich: die Deutsche Bischofskonferenz hat im April 2020 die Einrichtung solcher Beiräte in allen Bistümern empfohlen, die in den meisten anderen Diözesen erst 2021 installiert wurden. Kardinal Woelki hat als erster Bischof ein unabhängiges juristisches Gutachten zu den Fehlentscheidungen und Pflichtverletzungen in Missbrauchsfällen in seinem Bistum in Auftrag gegeben; fast gleichzeitig war das Gutachten zum Bistum Aachen, die meisten anderen Diözesen folgten viel später. (...) Ein 'moralischer Bankrott' des Kardinals liegt nicht vor – ganz im Gegenteil: Kardinal Woelki hat vergleichsweise früh und sehr konsequent auf den Missbrauchsskandal reagiert. Mir als Außenstehendem (Professor für Evangelische Theologie) sei die Feststellung einmal erlaubt: Kardinal Woelki ist nach meinem Eindruck nicht das Problem, sondern in seinem konsequenten Durchgreifen Teil der Lösung der Probleme der Katholischen Kirche."

Aus: Prof. Notger Slenczka, Problem oder Lösung? Zu den Vorwürfen gegen Kardinal Woelki


25. September
Marsch für das Leben

Am Samstag, 15. Oktober, findet in Wien der Marsch für das Leben statt.


25. September
Das Zitat

Unser guter Gott hat den brennenden Wunsch, uns den großen Schatz Seiner Liebe zu geben; aber er will, dass wir Ihn inständig darum bitten und dass wir so handeln, dass jedes Werk, das wir verrichten, eine Bitte um diese Liebe ist.

Hl. Teresa Margareta Redi


24. September
Lass dich nicht entmutigen!

Zum morgigen 16. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Der letzte Platz

... der weit mehr vermag, als wir erflehen u. erdenken können


24. September
Vermisste Vernunft

In Berlin bereitet sich die Ampelregierung darauf vor, nach dem Werbeverbot für Abtreibungen auch die vorgeburtliche Kindstötung aus dem Strafgesetzbuch zu verbannen, doch „OutInChurch“-Aktivisten wie der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose wissen mit ihrer von Gott geschenkten Zeit nichts Gescheiteres anzufangen, als auf einem von der Deutschen Bischofskonferenz finanzierten Internetportal gegen den „Marsch für das Leben“ zu polemisieren. Aber was kann man von jemandem erwarten, der Sexualität und nicht Vernunft für das größte aller Geschenke hält, die Gott seinen Ebenbildern gemacht hat?

Aus: Stefan Rehder, Keine Einbahnstraße, Tagespost vom 22. September 2022

Marsch für das Leben


24. September
Andrés Solá y Molist

Vor 100 Jahren, am 23. September 1922, wurde der spanische Katalane Andrés Solá y Molist CMF im Alter von 26 Jahren zum Priester geweiht. Er kam im darauffolgenden Jahr nach Mexiko, um im Untergrund den verfolgten Katholiken beizustehen. Am 24. April 1927 wurde er zusammen mit dem mexikanischen Priester Trinidad Rangel und dem Laienmitarbeiter Leonardo Pérez verhaftet und am darauffolgenden Tag erschossen.
“Leonardo Pérez und der Priester Rangel starben anscheinend sofort, während unser Martyrer, tödlich verwundet, noch drei Stunden mit dem Tod kämpfte. Einige Eisenbahnarbeiter wurden aus nächster Nähe Zeugen des Martyriums. Als schon Stunden vergangen waren, gingen sie zu den Erschossenen hin. P. Andrés Solá kämpfte noch mit dem Tod, und als er merkte, dass diese Leute da waren, sagte er: ‘Zwei von uns sind Priester, und wir sterben für Jesus, wir sterben für Gott. Ich bin schwer verwundet, ich sterbe für Jesus. Vergessen Sie nicht, meiner Mutter, wie auch immer es Ihnen möglich ist, zukommen zu lassen, dass ich gestorben bin, aber sagen Sie ihr, dass sie einen Martyrer als Sohn hat.’ P. Solá bat um etwas Wasser, wie Jesus am Kreuz. Seine letzten Worte waren: ‘Mein Jesus, Barmherzigkeit! Jesus, vergib mir! Jesus, ich sterbe um deinetwillen. Mein Gott, ich sterbe für dich.’” (Quelle).
Am 20. November 2005 wurde er zusammen mit zwölf weiteren mexikanischen Märtyrern seliggesprochen.


23. September
Synodale Einschüchterungen

Der menschliche Umgang mit jenen Bischöfen und Laien, die sich den progressiven Texten und Inhalten in den Weg stellen, war erschütternd und einschüchternd. Ausgerechnet jene, die selbst ständig sensible Sprache und „angstfreie Räume“ für Minderheitenpositionen reklamierten, scheuten weder offene Beleidigungen noch Drohungen, Beschimpfungen und Einschüchterungen vor laufender Kamera und hinter den Kulissen. Als Krönung verweigerte man gar die Option von geheimen Abstimmungen, ein Markenkern demokratischer Tradition, um Abweichler besser identifizieren und „auf Linie“ bringen zu können. Dieser Machtmissbrauch bewies final die Abwesenheit echter „Synodalität“ und entsprach nicht einmal den Mindestanforderungen demokratischen Umgangs miteinander.

Aus der Pressemitteilung der Initiative Neuer Anfang zur 4. Vollversammlung des Synodalen Weges


22. September
Die Person geht dem Sittengesetz voraus

In meiner neuesten Podcastfolge geht es wieder philosophisch zu. Wie verhalten sich Person und Sittengesetz zueinander? Hier vertreten Immanuel Kant und Robert Spaemann gegensätzliche Positionen. Dabei gehe ich in meinen Überlegungen von dem Diktum des Philosophen Simon Blackburn aus: “Ein Liebhaber, der aus Pflichtgefühl heraus küsst, hat einen Tritt in den Hintern verdient.”


22. September
Francisco Antonio de Lorenzana

Vor 300 Jahren, am 22. September 1722, wurde im spanischen León Francisco Antonio de Lorenzana geboren. 1751 zum Priester geweiht, wurde er 1765 Bischof von Plasencia, im Jahr darauf Erzbischof von Mexiko, 1772 von Toledo und Primas von Spanien, 1789 außerordentlicher Gesandter Spaniens bei Pius VI. und Kardinal und “als solcher des Papstes Hauptstütze während der Französischen Revolution und Invasion” (LThK, 1. Auflage). 1800 entsagte er dem Erzbistum, um dem frisch gewählten Papst Pius VII. beizustehen. “Gleich groß und geschätzt als Kirchenfürst, Gelehrter und Wohltäter. Lorenzana gründete aus eigenen Mitteln ein Findelhaus in Mexiko, errichtete in Toledo eine stattliche Bibliothek, belebte die kirchlichen Studien, schuf viele Hospitäler und Irrenhäuser, half über 500 verbannten, notleidenden französischen Geistlichen, tat Großes für die Armen, ermöglichte 1801 die Errichtung der neuen katholischen Akademie in Rom” (LThK, 1. Auflage, 1934). Am 17. April 1804 starb er in Rom.


21. September
Preisgabe des Glaubens

Stattdessen artikuliert sich immer wieder “Hochmut” seitens etlicher Repräsentanten, die auf dem Synodalen Weg eine Preisgabe des “katholischen Glaubensgutes” (10 f) medienwirksam einfordern und die verbindlich gültige Moral- und Sexuallehre der Kirche regional aushebeln möchten, am liebsten mit weltkirchlichen Konsequenzen. So verfällt die Kirche in Deutschland zu einer gesellschaftlichen Fortschrittspartei, deren Programmatik und Reformagenda den von Michel Foucault inspirierten sogenannten “Humanwissenschaften” und der Soziologie der Diversität entspricht. (...) Karl-Heinz Menke, emeritierter Dogmatiker, formuliert indessen präzise: “Wenn die Kirche sich reformieren will, muss sie auf Christus blicken. Denn Christus ist die Wahrheit, die die Kirche verkündigen und sakramental darstellen soll.” (17).

Thorsten Paprotny in Theologisches (Juli/Aug. 2022, Sp. 297) in einer Rezension des empfehlenswerten Buches Christoph Binninger, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Karl-Heinz Menke, Christoph Ohly (Hrsg.), Was ER euch sagt, das tut! Kritische Beleuchtung des Synodalen Weges, Regensburg 2021.

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg


19. September
Über die heilige Messe

Gestern habe ich eine thematische Predigt gehalten, nämlich über die heilige Messe. Ich erkläre die hl. Messe in zwei Teilen. Der zweite Teil ist für nächsten Sonntag geplant.


19. September
Nikolaus Lobkowicz

Vor drei Jahren, am 19. September 2019, starb im Alter von 88 Jahren der Philosoph Nikolaus Lobkowicz. Von 1984 bis 1996 war er Präsident der Katholischen Universität Eichstätt. Mit seinem Programm, ihr ein spannendes katholisches Profil zu verleihen, scheiterte er an der Konformitätssucht katholischer Intellektueller, die sich lieber mit dem Papst als mit dem Zeitgeist anlegen.
Seine Kritik am Dünkel deutscher Theologen trifft heute noch zu: “Außerdem leidet der deutsche katholische Intellektuelle an einer deutschen Nabelschau: Er glaubt immer, wenn Rom etwas sagt, sei das an die Deutschen gerichtet. Aber das gilt doch genauso für Peru wie für Rußland oder Japan. Ein bißchen mehr undeutsche Demut täte vielleicht den deutschen katholischen Intellektuellen und Theologen ganz gut” (so 1998 im Bayerischen Rundfunk).


18. September
Karl XV.

Vor 150 Jahren, am 18. September 1872, starb in Malmö im Alter von 46 Jahren Karl XV., seit 1859 König von Schweden. Unter ihm hob der Reichstag am 30. Oktober 1860 durch das sogenannte, Dissentergesetz die schlimmsten Antipapistengesetze auf. Bis dahin war es schwedischen Staatsbürgern verboten, einer anderen Religionsgemeinschaft als der “Schwedischen Kirche” anzugehören. Die “Schwedische Kirche” (“Svenska Kyrkan”, wie das Dissentergesetz sagt) unterstand als Staatskirche seit 1686 ganz der Staatsgewalt.


11. September
Wir bestimmen unsere Zukunft

Zum 15. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Wir ernten, was wir säen

Ist Gott geizig?


11. September
Eine infame These

Die Grundthese des Synodentextes lautet demnach: Laut MHG-Studie sei der Missbrauch von Minderjährigen auf kirchenspezifische „systemische Ursachen“ zurückzuführen, insbesondere auf klerikalistische Machtkonzentration. Diese Behauptung der Synodalen ist trotz dutzendfacher Wiederholung auch von den Bischöfen Marx, Bode, Bätzing und anderen falsch und nichtig. Ob die unwahren Aussagen der Bischöfe auf Irrtum oder Lüge beruhen, sei dahingestellt.
Es ist eine infame These des Synodalen Wegs, die apostolischen Vollmachten der kirchlichen Hierarchie von Bischöfen und Priestern, das Herzstücks der sakramentalen Kirche, als missbrauchsverursachend oder -fördernd zu diffamieren.
Auf zwei Diskursebenen ist die genannte These als unhaltbar nachzuweisen:
Erstens: In der Sache gibt es keine wissenschaftlich tragfähige Begründung für die Behauptung von kirchlicher (Voll-)Macht als systemursächlich für Missbrauch. Jeder kann es in der 15-seitigen Zusammenfassung der MHG-Forschungen nachlesen: Man findet keinen Hinweis auf Systeme und Strukturen, die als ursächlich für Missbräuche nachgewiesen werden.

Aus: Hubert Hecker, Infame Thesen des Synodalen Wegs


11. September
Männliche Gewalt

Die Gewalt gegen Körper geht vielmehr umgekehrt von den transgenderideologischen Ärzten und Kliniken aus, die Kinder im Rahmen einer vermeintlichen „Geschlechtsumwandlung“ sterilisieren und verstümmeln. Was also gewaltigen „Aufwand“ erfordert und selbst dann noch scheitert, ist nicht das Verbleiben im biologischen Geschlecht, sondern dessen „Umwandlung“. Genau diese Gewalt und die Sorge um das Kindewohl war übrigens einer der Hauptmotive für unseren Beitrag in der Welt und für das Dossier gegen die Falschberichterstattung des ÖRR über Biologie und Transsexualismus/Genderdysphorie. Wie berechtigt diese Sorge ist, zeigt sich daran, dass andere Länder gegen die „affirmative Therapie“ hart durchgreifen und die britische Genderklinik Tavistock geschlossen wird und sich auf eine Klagewelle gefasst machen kann.
Ebenso geht die Gewalt zudem von männlichen Straftätern aus, die sich, wie bereits vorgekommen, dank „Self-ID“ in Frauen umdeklarieren und in Frauengefängnissen weitervergewaltigen. Strick jedoch erklärt die Sorge, das sich der Transgenderideologie unterwerfende „Selbstbestimmungsgesetz“ könne Kinder und Frauen gefährden, kurzerhand zu einem „Fantasma.“ Vielleicht sollte er die von Tavistock „behandelten“ reumütigen Kinder und die von „Transfrauen“ vergewaltigten Frauen einmal fragen, wie die das sehen, bevor ausgerechnet er aus dem eigenen transgenderideologischen Phantasien heraus andere mit dem Stein der „Menschenfeindlichkeit“ bewirft.

Aus: Uwe Steinhoff, Zweigeschlechtlichkeit als „Letztwahrheit“

Weitere Meldungen zum Thema


11. September
Michael Irwin

Vor drei Jahren, am 17. September 2019, starb im Alter von 81 Jahren P. Michael Irwin FSSP. Irwin wurde am 30. Mai 1964 für die Diözese Dallas (Texas) zum Priester geweiht. 1969 wechselte er in die neu gegründete Diözese Fort Worth. Bis 1986 war er an mehreren Orten in Texas tätig, dann für vier Jahre Pfarrer in Arteaga (Mexiko). 1990 wechselte er zur Priesterbruderschaft St. Petrus, in die er am 18. Oktober 1994 endgültig inkorporiert wurde. Nach einem Jahr in Wigratzbad (1990/91) war er in Dallas TX (1991/92), Rapid City SD (1992-1995 und 1997-2001), Vienna OH (1995-1997), Maple Hill KS (2001-2003) und Post Falls ID (2004-2008) tätig.


11. September
Ernst Behler

Vor 25 Jahren, am 16. September 1997, starb in Seattle im Alter von 69 Jahren der aus Essen stammende Philosoph Ernst Behler. Er war Schlegel-Spezialist und ein Schüler von Alois Dempf.


11. September
Albert Magnus

Vor 400 Jahren, am 15. September 1622, wurde der hl. Albert Magnus von Papst Gregor XV. seliggesprochen.


10. September
Schwierige Sorglosigkeit

Zum morgigen 14. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese vier Predigten anbieten:

Das Opfer des Willens

Die Berufung deines Herzens

Das Evangelium, das den Konflikt zwischen Pflicht und Neigung löst

Seid nicht ängstlich besorgt um euer Leben


10. September
Alfons von Mena

Vor 400 Jahren starb in Japan im Alter von 54 Jahren der Missionar Alfons von Mena OP. Er stammte aus Logroño, Spanien, meldete sich für die Mission auf den Philippinen, kam 1602 nach Japan und starb dort am 10. September 1622 “des Feuertodes beim ‘großen Martyrium’ zu Nagasaki” (LThK, 1. Auflage). 1867 wurde er seliggesprochen.


9. September
Sofort und gnadenlos

Das ist eine grobe Unwahrheit. Nur: Es gibt etwas, was man nur bemerkt, wenn man wirklich hier vor Ort ist, hier im Saal ist: Die unfassbare, einem Außenstehenden unverständliche Selbstblendung eines großen Teils der Synodalen. Man führt Debatten so, dass jeder, der sich gegen die Mehrheitsmeinung ausspricht, „fertig gemacht“ wird. Sofort und gnadenlos. Synodale, die einfache Sachargumente gegen das Mehrheitsgefühl äußern, bekommen postwendend und sofort die Quittung: Sie werden zurechtgewiesen, ihnen wird über den Mund gefahren. Sie werden auch bei kurzer Übertretung der Redezeit barsch gemaßregelt, während man die Wortführern der eigenen Meinung milde um Entschuldigung bittet, zum Ende zu kommen. Alles an dieser Art und Weise der Diskussion macht es zu einem psychischen Kraftakt für Anhänger von Minderheitenmeinungen, wirklich offen zu sagen, was sie denken. Wenn sie es sagen, will es ohnehin keiner hören. Und für dieses Nicht-Hören-Wollen der Mehrheit werden nun offen jene verantwortlich gemacht, die sich ... weiterlesen

Aus: Anna Diouf, Eklat beim Synodalen Weg: Haltet stand! Ein absolut lesenswerter Bericht über die Stimmung beim Synodalen Weg nach dem gestrigen Scheitern des Grundtextes des Forum IV aufgrund 21 bischöflicher Gegenstimmen.


9. September
Elisabeth Freiin von Bernhard

Vor 150 Jahren, am 9. September 1872, starb in Borchen bei Paderborn im Alter von 37 Jahren Elisabeth Freiin von Bernhard. Sie war die Ehefrau von Hermann von Mallinckrodt (1821-1874), des Bruders der seligen Pauline von Mallinckrodt (1817-1881). Hermann von Mallinckrodt gehörte zu den Gründern der Deutschen Zentrumspartei und war in deren Leitung der Vorgänger von Ludwig Windthorst.


8. September
Der Synodale Weg in die Geschlechtervielfalt

Und wir sind immer noch nicht am Ende, denn das Papier „Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt“ hat auch noch ein paar Forderungen parat, um den Themenkomplex abseits von Homosexualität auch auf alle weiteren Geschlechter auszuweiten. Explizit werden Transgeschlechtlichkeit, Intergeschlechtlichkeit und völlig undefinierte „nicht-binäre“ Varianten von „Geschlechtsausdruck“ und „Geschlechtsidentität“ mit Handlungsbedarf versehen, wird also eine Gender-Black-Box aufgemacht. Das „römisch-katholische Lehramt kenne nur die „ausschließliche Zweigeschlechtlichkeit in Form von Mann und Frau“, das Lehramt „missachte“ und „verkenne“ dabei die Erkenntnisse aus Psychologie, Medizin und Anthropologie. Diese Haltung sei „Verächtlichmachung und Ausgrenzung“ und „mutwillig negative Politisierung von inter- und transgeschlechtlichen Personen in Kirche und Gesellschaft.“
Betroffene unterlägen damit auch in der Kirche der erhöhten Gefahr „Opfer sexualisierter und/oder spiritualisierter Gewalt zu werden, da die Lehre und das Recht der Kirche aufgrund der naturrechtlichen Festlegung der Binarität für ihre Identitäten überhaupt keinen Platz“ vorsehe. Mal abgesehen von der Nachfrage, was denn bitte „spiritualisierte Gewalt“ sein soll, wird hier der göttlichen Schöpfungsgeschichte und allen Naturrechtlern vorgeworfen, Wegbereiter für Gewalt zu sein.

Aus dem Artikel Der Synodale Weg kippt „queer“ auf Neuer Anfang.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg

Mein Podcast zum Thema Gendertheorie


7. September
Unvereinbar mit dem Evangelium

Kardinal Walter Kasper sieht generell beim Synodalen Weg die von allen Traditionen absehende Tendenz, „die Kirche von Null auf neu konstruieren zu können“. Das, so warnt er in einem Referat für einen Online-Studientag der Initiative „Neuer Anfang“, sei eine „der schlimmsten Krankheiten, mit denen ein Mensch geschlagen sein kann“, die Demenz. Für Kasper bleibt die „Wahrheit des Evangeliums“ zentral. Er, Kasper, könne nicht sehen, wie er beim Jüngsten Gericht einzelne schon beschlossene Aussagen des Synodalen Weges als mit dem Evangelium vereinbar vertreten könne.

Guido Horst im Editorial zu welt&kirche#16. Bei welt&kirche handelt es sich um eine Beilage der Tagespost, in der hochkarätige Theologen und Experten sich mit den Thesen des Synodalen Weges auseinander setzen. Seit November 2019 sind 16 Ausgaben erschienen. Man kann sie alle kostenlos auf der Website der Tagespost lesen und herunterladen.

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Erneuerung
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